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Zeichnungsfirst endet morgen: Petition gegen Verschärfung des Waffengesetzes

+++ EuGH segnet Sonderregel für Schweizer Sturmgewehre ab +++

Auf dem Portal des Petitionsausschusses des Deutschen Bundestags läuft eine Petition “Ablehnung des Entwurfs eines Dritten Gesetzes zur Änderung des Waffengesetzes und weiterer Vorschriften vom 02.11.2019“. Die Zeichnungsfrist endet morgen.

Die Petenten fordern:

“Der Deutsche Bundestag möge den Entwurf eines Dritten Gesetzes zur Änderung des Waffengesetzes und weiterer Vorschriften (Drittes Waffenrechtsänderungsgesetz – 3. WaffRÄndG) in der vorgeschlagenen Version ablehnen.

Die Bundesregierung möge den handwerklich unzureichenden Entwurf eines Dritten Gesetzes zur Änderung des Waffengesetzes nochmal gründlich überarbeiten.”

Begründet wird dies wie folgt:

“Der Gesetzentwurf der Bundesregierung zum Waffengesetz (Drs. 19/13839) ist umgehend zu stoppen!

Das deutsche Waffengesetz zählt zu den strengsten in Europa. Sportschützen, Waffensammler und Jäger sind nicht verantwortlich für Terroranschläge mit illegalen Waffen.

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Baden-Württemberg: Blitzer mit Wildschweinhaupt entschärft

Mitarbeiter der Stadt Schorndorf (Rems-Murr-Kreis) führten am Samstag Vormittag beim Friedhof in Schornbach eine mobile Geschwindigkeitskontrolle durch. Im Zeitraum zwischen 9.15 Uhr und 9.30 Uhr wurde unbemerkt ein gehäuteter Wildschweinkopf auf dem Blitzer abgelegt. Die Polizei wurde davon unterrichtet und hat nun Ermittlungen wegen unerlaubter Entsorgung von Tierabfällen übernommen. Wer Hinweise auf die Person geben kann, der den frisch gehäuteten Schweinskopf entsorgte, solle sich bitte bei der Polizei in Schorndorf unter Tel. 07181/2040 melden. PM

Beitragsbild: Erlegter Keiler – Haupt und Schwarte erlegter Stücke sind vielfältig verwendbar. (Symbolbild). Foto: SE

Erfurt: Jäger erlöst alkoholkranken Waschbär

Zum Schluss war es nicht mehr schön mit Willi Waschbär: Betrunken torkelte er am Samstag über den Weihnachtsmarkt der Thüringer Hauptstadt, berauscht von Glühweinresten, die ihm zum Teil vermutlich von Leuten ausgegeben wurden, die so etwas lustig finden. Sternhagelvoll schwankte er zwischen den Besuchern des Weihnachtsmarkts umher und scherte sich einen Dreck darum, dass Passanten ihn filmten und fotografierten und die Bilder seines würdelosen Zustands in den sozialen Netzen veröffentlichten – Endstation einer Suchtkarriere. Schließlich schlief er unter einem Papierkorb an einer Straßenbahnhaltestelle ein. Dann wachte er nochmal auf, torkelte über die  Schienen und rieb sich in unzweideutiger Absicht am Fuß einer Passantin, brach den aufgrund fortgeschrittener Alkoholisierung untauglichen Versuch jedoch ab. Unverdientes Glück für den Säufer, dass MeeToo auf Waschbären bislang keine Anwendung findet. In einem Hauseingang wollte er seinen Rausch ausschlafen, dort wurde er dann weitgehend wehrlos von der Feuerwehr mittels Transportbox aufgegriffen.

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Österreich: LJV übergibt Forderungen zum Schutz des Niederwilds an EU-Vertreter

Eine Delegation des Niederösterreichischen Jagdverbandes (NÖ LJV) mit Landesjägermeister Josef Pröll, Generalsekretärin Sylvia Scherhaufer und Wildbiologen Leopold Obermair hat im Zuge einer Brüsselreise österreichischen Vertretern auf EU-Ebene die beim Niederwildgipfel am 10. Oktober 2019 erarbeiteten Forderungen übergeben. In Gesprächen mit EU-Vertretern wurde zudem auf Regularien auf europäischer Ebene und Vorgaben der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP) hingewiesen, die sich negativ auf die Entwicklung der Niederwildbesätze in Europa auswirken. „Die GAP ist ein wichtiger Fördermechanismus für die Landwirtschaft und den ländlichen Raum in Europa. Änderungen haben daher erhebliche Auswirkungen für die Umwelt, die Biodiversität sowie den Zustand vieler jagdbarer sowie nicht jagdbarer Arten in den Agrarlandschaften“, so Niederösterreichs Landesjägermeister Josef Pröll. So gingen alleine in den letzten zehn Jahren die niederösterreichischen Strecken beim Feldhasen um 62 Prozent und beim Fasan um 75 Prozent zurück, während das Rebhuhn seit langem ein besorgniserregend niedriges Besatzniveau aufweist.

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Rheinland-Pfalz: Jagdhund nach Aujeszky-Infektion eingeschläfert

+++ Hessen: Jagdhund bei Drückjagdeinsatz angefahren +++ Bayern: Neue Kandidaten im Kampf um Vocke-Nachfolge +++ NRW: Neue Wolfsnachweise im Bergischen Land +++ Baden-Württemberg: Fuchsräude in Villingen-Schwenningen aufgetreten +++ Schleswig-Holstein: Wolf aus Niedersachsen im Kreis Dithmarschen nachgewiesen +++ Brandenburg: Stahnsdorfer Bürgermeister wiederholt Forderung nach Bogenjagd +++ Sachsen-Anhalt: AfD-Antrag auf Hundesteuerbefreiung für Jagdhunde in Gardelegen erfolgreich +++

Bei einem Jagdhund, der im Kreis Neuwied an  einer Jagd beteiligt war, wurde das Virus der Aujeszkyschen Krankheit nachgewiesen. Der Hund zeigte einige Tage nach Kontakt mit einem Wildschwein, deutliche Krankheitssymptome der Aujeszkyschen Krankheit und musste letztendlich eingeschläfert werden. Dies teilt das Veterinäramt des Landkreises Neuwied mit.

Bei dem Erreger handelt es sich um einen Herpesvirus, Wildschweine fungieren als Virusträger des Krankheitserregers. Bei Hausschweinen in Deutschland wurde die Erkrankung seit vielen Jahren nicht mehr nachgewiesen. Das Vorkommen des Virus der Aujeszkyschen Krankheit in der Wildschweine-Population in Rheinland-Pfalz ist bekannt. Die letzten Nachweise des Virus der Aujeszkyschen Krankheit in Rheinland-Pfalz erfolgten ebenfalls bei jagdlich geführten Hunden im November 2015 und Dezember 2017 im Kreis Bernkastel-Wittlich und im Kreis Kusel. Die Krankheit ist bei Hunden und Wildschweinen weder melde- noch anzeigepflichtig, so dass keine behördlichen Maßnahmen ergriffen werden.

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DJV stellt neues WILD-Portal vor

Erstmals können Nutzer Ergebnisse des WILD-Monitorings individuell filtern und darstellen. Daten zu insgesamt 17 Tierarten sind digital hinterlegt. Grundlage ist der WILD-Bericht 2017.

Ab sofort bietet der Deutsche Jagdverband (DJV) Ergebnisse des Wildtier-Informationssystems der Länder Deutschlands (WILD) digital an: Auf der Internet-Seite www.wild-monitoring.de können Nutzer interaktive Tabellen, Karten und Diagramme anhand von Filtern erstellen. Die Plattform startet mit den Ergebnissen aus dem WILD-Bericht 2017. Alle Auswertungen des Monitorings werden künftigen auf dem WILD-Portal ergänzt. Neben Informationen zur Verbreitung verschiedener Tierarten werden Entwicklungstrends anschaulich dargestellt. Zahlen zu insgesamt 17 Tierarten lassen sich recherchieren und filtern – darunter Feldhase, Rebhuhn, Waschbär oder Nilgans.

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NRW: Vierköpfiges Team für künftige LJV-Führung vorgeschlagen

Mecklenburg-Vorpommern: CDU will Backhaus’ Öko-Jagdgesetz nicht mittragen +++ Stahnsdorf: Wildschweine töten Familienhund +++ Brandenburg: 17-jähriger Treiber von Keiler geschlagen +++ Hessen: Wildschwein verwüstet Bäckerei +++ Brandenburg: Trichinenuntersuchung bleibt in OHV gebührenfrei +++ Dänemark: ASP-Schutzzaun fertig +++ Schweiz: Verwechslung – Jäger schießt Lama statt Reh +++ Italien: Jäger in Südtirol 80 Meter abgestürzt +++

Nicole Heitzig soll Ralph Müller-Schallenberg folgen – Thies und Schorn als Vizepräsidenten, Dr. Bottermann als Schatzmeister vorgeschlagen – Mitglieder entscheiden im August 2020

Einstimmig hat das Präsidium des Landesjagdverbandes Nordrhein-Westfalen (LJV) am Mittwoch (4. Dezember) einen Vorschlag für das künftige Präsidium an der Spitze des LJV beschlossen, wie der Verband mitteilt. Nachfolgerin des im kommenden Jahr nicht erneut kandidierenden Präsidenten Ralph Müller-Schallenberg soll Nicole Heitzig, die Vorsitzende der Kreisjägerschaft Hochsauerland, werden.

Als Vizepräsidenten werden der bisherige Amtsinhaber Hans-Jürgen Thies MdB aus dem Landesteil Westfalen und Lutz Schorn, Vorsitzender der Bonner Jägerschaft, als Nachfolger des altersbedingt ausscheidenden Georg Kurella aus dem Rheinland vorgeschlagen. Für das vierköpfige Führungsteam ist auch der bisherige Schatzmeister Dr. Peter Bottermann erneut nominiert. Gewählt wird das neue Präsidium am 22. August 2020 auf der entscheidenden Mitgliederversammlung des Landesjagdverbandes in Düsseldorf.

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EuGH weist Klage Tschechiens gegen EU-Waffenrechts-Verschärfung ab

+++ Sachsen-Anhalt: 22-jährige Jägerin nach tödlichem Jagdunfall freigesprochen +++

In einer von den brillanten Stilisten der Pressestelle des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) verfassten Pressemitteilung heißt es dazu: Mit dem Urteil Tschechische Republik / Parlament und Rat (C-482/17) vom 3. Dezember 2019 weist der Gerichtshof die Klage auf vollständige oder teilweise Nichtigerklärung der Richtlinie 2017/8531 (im Folgenden: angefochtene Richtlinie) ab, mit der das Europäische Parlament und der Rat die Richtlinie 91/477/EWG des Rates über die Kontrolle des Erwerbs und des Besitzes von Waffen (im Folgenden: Feuerwaffen-Richtlinie) geändert haben. Der Gerichtshof hat entschieden, dass die vom Europäischen Parlament und dem Rat in der angefochtenen Richtlinie getroffenen Maßnahmen keinen Verstoß gegen den Grundsatz der begrenzten Einzelermächtigung, den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit, die Grundsätze der Rechtssicherheit und des Vertrauensschutzes und das Diskriminierungsverbot beinhalten, die die Tschechische Republik zur Begründung ihrer Klage angeführt hatte.

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Bayern: Herdenschutzhunde reissen Wildschwein

Bei Sachsenheim (Landkreis Main-Spessart) haben Herdenschutzhunde eines Schäfers am Sonntag ein Wildschwein gerissen. Die Lokalzeitung Main-Post schildert den Vorfall reißerisch als “Szene aus einem Horrorfilm”, “fünf riesige Hunde, die ein blutendes Wildschwein umringen”, die weißen Schnauzen der Hunde rot vor Blut…

Der Schäfer, der seine Pyrenäenberghunde offenbar nicht beaufsichtigte, weil er mit den lammenden Schafen auf seinem Hof “alle Hände voll zu tun” hatte, erhebt Vorwürfe gegen die Jagdgesellschaft, die zum fraglichen Zeitpunkt in einem nahen Waldgebiet eine Drückjagd veranstaltet hatte. Gegenüber der Zeitung beklagte der Berufsschäfer, über die Jagd nicht informiert worden zu sein. So habe er keine Chance gehabt, das Geschehene zu verhindern.

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NRW: Land weist Wolfsverdachtsgebiet “Oberbergisches Land” aus

Nordrhein-Westfalen weist in Kürze ein Wolfsverdachtsgebiet “Oberbergisches Land” aus.
Staatssekretär Dr. Heinrich Bottermann: Damit ermöglichen wir zu einem frühen Zeitpunkt Maßnahmen zur Prävention und zum vorsorgenden Herdenschutz. Das Verdachtsgebiet ist bewusst großzügig dimensioniert.

Fotonachweise und genetische Spuren an gerissenen Nutz- und Wildtieren legen nahe, dass ein Wolf im Oberbergischen Land zwischen der Bundesautobahn A3 im Westen, der Bundesautobahn A4 im Norden und der Landesgrenze nach Rheinland-Pfalz im Südosten ortstreu geworden ist. Derselbe Wolf wurde auch im Landkreis Neuwied in Rheinland-Pfalz nachgewiesen. Vor diesem Hintergrund wird das Umweltministerium noch in dieser Woche erstmals ein “Wolfsverdachtsgebiet” für die Region “Oberbergisches Land” ausweisen.

Das “Wolfsverdachtsgebiet Oberbergisches Land” umfasst Teile des Rhein-Sieg-Kreises, des Oberbergischen Kreises und des Rheinisch-Bergischen Kreises (siehe anliegende Übersichtskarte). Auf insgesamt 902 Quadratkilometern gehören folgende Städte und Gemeinden dazu:

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M-V: Neue Verordnung soll Maßnahmen gegen Biber erleichtern

Auf der Verbandsversammlung des Landesverbandes der Wasser- und Bodenverbände hat Agrarstaatssekretär Dr. Jürgen Buchwald heute im Technologiepark Warnemünde mitgeteilt, dass die von Umweltminister Dr. Till Backhaus im Frühjahr angekündigte Biberverordnung nun fertiggestellt ist. Sie soll Maßnahmen gegen den Biber im Einzelfall erleichtern und am 1. Januar 2020 in Kraft treten.

„Ich freue mich, dass es in so kurzer Zeit gelungen ist, eine Regelung vorzulegen, die für alle betroffenen Landnutzer den Umgang mit dem Biber ein ganzes Stück erleichtern wird“, führte Buchwald aus. Die wesentliche Neuerung durch die Biberverordnung bestehe darin, dass es künftig in erheblichem Umfang möglich sein wird, Maßnahmen gegen den Biber zu ergreifen, ohne dass dafür im Einzelfall eine artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung von der Unteren Naturschutzbehörde einzuholen ist.

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LJV MV: Von wegen überrumpelt…

Der Landesjagdverband Mecklenburg-Vorpommern hat seine Zustimmung zum Backhausschen Ökojagdgesetz zurückgezogen (JAWINA berichtete) und dies damit begründet, der LJV sei bei dem Runden-Tisch-Gespräch am 22.11. “überrumpelt” worden (JAWINA berichtete). Ein internes Papier lässt massive Zweifel an dieser Darstellung aufkommen.

Denn einer internen Gesprächsnotiz aus den Kreisen des LJV MV (die der Red. vorliegt) zufolge, kamen bereits am 30.10. in der Geschäftsstelle des LJV MV einige Akteure zu einer Beratung zusammen, bei der genau die Themen erörtert wurden, um die es auch am 22.11. am von Minister Backhaus einberufenen Runden Tisch gehen sollte. Mit von der Partie waren “vom LJV die Herren Dr. Böhning, Röpert, Hube, Frau Ebel und Herr Voigt von der Landesforstanstalt die Herren Martens und Lange (zugleich Vorsitzender des obersten Jagdbeirats) von den privaten Waldbesitzern: Herr Dr. von Trotha und Herr Dr. Ahrendt.” LJV, Forst und Waldbesitzer kungelten hier also bereits eine gemeinsame Linie aus.

Grundlage der Beratung war “der Bericht des Landesforstbeirats an Minister Dr. Backhaus vom 29.06.16 zum Thema „Jagd und Wald – Wie sind waldverträgliche Wildbestände zu gewähr-leisten, welchen Einfluss können Waldbesitzer nehmen?“”, heißt es in der Gesprächsnotiz weiter. Im Fortgang des Dokuments wird festgehalten, welche Themen angesprochen wurden und auf welche Regelungen bezüglich neuer jagdgesetzlicher Regelung man sich “geeinigt” habe. Von einer Überrumpelung des Landesjagdverbands kann mithin überhaupt keine Rede sein – und von deutlicher Kritik der jagdlichen Interessenvertreter an den geplanten schalenwildfeindlichen Neuregelungen oder gar entschlossenem Widerstand dagegen schon mal gar nicht.

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DJV kritisiert intransparente, veraltete Wolfszahlen

Der DJV bemängelt aktuelle Wolfsdaten und Informationspolitik des BfN: Die zugrunde liegende Systematik bildet nicht den realen Bestand ab. Für das Frühjahr 2020 prognostiziert der DJV knapp 1.800 Wölfe in Deutschland. Konflikte nehmen zu.

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) hat jetzt neue Daten zum Wolf veröffentlicht. Demnach gab es im Frühjahr 2019: 105 Rudel, 25 Paare und 13 Einzeltiere. Der Deutsche Jagdverband (DJV) kritisiert die nun vorgelegten Daten, da sie nicht den aktuellen Stand wiedergeben: Die Zahlen sind bereits über ein halbes Jahr alt und berücksichtigen den Nachwuchs vom Frühsommer 2019 nicht. „Diese Daten bilden die Grundlage, auf der anderthalb Jahre diskutiert und argumentiert werden soll – das ist ein Fehler im System“, so DJV-Vizepräsident Helmut Dammann-Tamke. Das sei nicht nachvollziehbar und einer der Gründe, warum das Vertrauen in die bundesweiten Populationsdaten zunehmend schwinde. “Wir fordern künftig eine zeitnahe und an der realen Situation ausgerichtete Informationspolitik – geschieht dies nicht, wird weiter Vertrauen und damit Akzeptanz verspielt”, so der DJV-Vizepräsident weiter.

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Niedersachsen: CDU-Politiker erklärt Wolfspolitik für gescheitert

Abschuss von Wolfsrudel gefordert

Der niedersächsische CDU-Landtagsabgeordnete Jörn Schepelmann hat die Wolfspolitik des Landes für gescheitert erklärt, nachdem ein Schäfer im Landkreis Celle trotz vermeintlich wolfssicherer Zäune innerhalb eines Monats 40 Schafe durch Wolfsrisse verloren hat. Nun sei “ein klares Wolfsmanagement mit Abschussquoten” erforderlich”, erklärte Schepelmann gegenüber der  Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ). Dies sei auch im Hinblick auf die aktuelle Rechtslage möglich. Ansonsten sei die Weidetierhaltung und damit die Kulturlandschaft in Gefahr. Dem Bericht zufolge warf Schepelmann dem u..a. für die Prävention von Wolfsrissen zuständigen Wolfsbüro “Plan- und Ratlosigkeit” vor. Das SPD-geführte niedersächsische Umweltministerium empfehle nach Ansicht Schepelmanns lediglich “Meditationskreise”. So gehe es nicht weiter, die CDU werde daher den Abschuss des gesamten Rudels beantragen, kündigte der Politiker an. red.

Beitragsbild: Von Wölfen gerissenes Schaf (Archivbild). Foto: SE

Die Red. dankt JAWINA-Leser MS für den Hinweis!

LJV Mecklenburg-Vorpommern rudert zurück

Der LJV MV hat seinen Standpunkt “zum Runde Tischgespräch am 22.11.19 bei Minister Dr. Backhaus” in einer Pressemitteilung dargestellt. Demnach will der Verband die von Landwirtschaftsminister Backhaus (SPD) angeblich einvernehmlich erzielte Übereinkunft zur Ökologisierung des Landesjagdgesetzes (JAWINA berichtete) nicht mittragen: “Wir halten an den gewachsenen und bewährten Jagd- und Schonzeiten des Wildes fest”, heißt es in der Erklärung.

Und weiter: “Mit der Wildbewirtschaftungsrichtlinie, den Hegegemeinschaften und Hegeringen haben wir fachliche Gremien und Regularien, um unsere Wildbestände nachhaltig zu bewirtschaften. Dazu gehört auch, dass in wildreichen Gebieten über den Reduktionsabschuss eine Verringerung der Wilddichte erreicht wird.”

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Niedersachsen: Umweltminister Lies bittet Jäger um Unterstützung

Verordnung für Entnahme im Notfall geplant – rechtliche Absicherung von Jägern bei Wolfsentnahmen angestrebt

Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies bat am gestrigen Donnerstag auf der Jahresversammlung des Zentralverbands der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden (ZJEN) in Bad Fallingbostel die Jäger in Niedersachsen um Mithilfe beim Thema Wolf. „Wir müssen gemeinsam an einer Lösung arbeiten, die auch eine ausreichende rechtliche Absicherung für die Jäger garantiert”, sucht Lies den Schulterschluss mit den Jägern. Wenn die rechtliche Grundlage für die Entnahme eines Wolfs gegeben ist, dann geht dies nach Ansicht von Lies nicht ohne Unterstützung der Jäger. „Ich bin froh, dass wir den Dialog dazu konsequent führten”, so der Umweltminister, der zugleich auf den gesetzlich „sehr engen Rahmen” beim Thema Wolfsentnahme hinwies.

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Mecklenburg-Vorpommern: LJV will Öko-Jagdgesetz jetzt doch nicht zustimmen

Nachdem der Landwirtschaftsminister Mecklenburg-Vorpommerns verkündete, “im Einvernehmen mit den Interessenverbänden” die Ökologisierung des Landesjagdgesetzes erreicht zu haben, rudert der LJV MV zurück: Der Jagdverband fühle sich überrumpelt und habe seine gerade erst erteilte Zustimmung widerrufen, berichtet der NDR. Offenbar musste die Basis des Verbands dem Präsidium erst verklickern, welche und wessen Interessen ein Landesjagdverband zu vertreten hat. Jedenfalls will die Verbandsführung nun am Donnerstag bei Parchim zu einer Krisensitzung zusammenkommen. SE

Beitragsbild: Alter Hut. Foto: SE

Jäger gründen Netzwerk zum Schutz von Wasservögeln

Nordwesteuropäisches Wasservogel-Netzwerk soll Schutzbemühungen für wandernde Arten in Europa bündeln. Es besteht aus Jagdorganisationen aus sieben Nationen. Das Ziel: Monitoring und Wiederherstellung von Lebensräumen entlang der Zugrouten der Vögel grenzübergreifend angehen. Der DJV repräsentiert Deutschland.

Wandernde Wasservogelarten wie Pfeif- oder Eiderente können nur grenzüberschreitend geschützt werden – von den Brutplätzen im Norden, entlang der Flugrouten über den Kontinent bis hin zu den Überwinterungsgebieten im Süden. Hierfür haben Jagdorganisationen aus Finnland, Dänemark, Schweden, dem Vereinigten Königreich, Irland, Deutschland und den Niederlanden das Nordwesteuropäische Wasservogel-Netzwerk (www.waterfowlersnetwork.com) gegründet. Der Deutsche Jagdverband (DJV) vertritt Deutschland.

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USA: Wildschweine töten Pflegerin

In Anahuac im US-Bundesstaat Texas ist eine Pflegerin von Wildschweinen getötet worden. Die 59-jährige Christine Rollins wollte ihren Dienst bei einem älteren Ehepaar antreten, dass sie schon seit längerer Zeit betreut. Als sie zur üblichen Zeit nicht erschien, begab sich der 84-jährige Pflegling auf die Suche nach der Frau. Er fand ihren leblosen, von zahlreichen Wunden übersäten Körper auf der Rasenfläche zwischen dem Auto der Verstorbenen und dem Eingang des Hauses. Die Autopsie ergab, dass die Frau gestürzt ist und dadurch eine Kopfverletzung erlitt. Darüber hinaus hatte sie zahlreiche tiefe Wunden tierischen Ursprungs, die auf Wildschweine zurückgeführt werden konnten und an denen Rollins starb. Todesursache war demnach der massive Blutverlust. Unklar ist dem Polizeibericht zufolge, ob der Sturz der Frau durch den Angriff der Tiere herbeigeführt wurde, oder ob es dafür andere, eventuell medizinische Ursachen gab. Der Sheriff von Chambers County gab zu Protokoll, dass tödliche Wildschweinangriffe auf Menschen extrem selten sind. SE

Beitragsbild: Das Opfer und der Ort des Wildschweinangriffs. Foto: Chambers County Sheriff’s Office / Facebook

Wolf_Defaekation

Ein realistischerer Blick auf die Wölfe

+++ Schweiz: Zwei Wölfe aus Graubündner Rudel tot +++ Schweiz: Wolfsrisse im Appenzell +++ Wildunfall: Autofahrer verwechselt Wildschweine mit Wölfen +++ Sachsen-Anhalt: Kritik an sog. Wolfskompetenzzentrum +++ Sachsen: Wolf auf der A14 totgefahren +++ Mecklenburg-Vorpommern: Problemwolf GW924m – Jägern fordern schnelleren Abschuss +++

Während die zunehmend dreisteren Angriffe der Wölfe auf Nutztiere – im niedersächsischen Landkreis Lüneburg haben Wölfe mitten im Dorf Schafe gerissen – die Menschen in den Wolfsgebieten beunruhigen, scheint sich langsam ein realistischerer Blick auf die Raubtiere durchzusetzen: In der Welt befasst sich der Artikel “Allmählich gewöhnten sich die Wölfe an Menschenfleisch” mit der Geschichte der Wölfe, die über Jahrhunderte hinweg “als echte Landplage” empfunden wurden, wie der Autor feststellt. Und zwar nicht, weil sich die Menschen zu oft am knisternden Herdfeuer Märchen à la Rotkäppchen erzählt hätten, sondern weil sie nicht nur Schafe, Gänse, Schweine, Pferde, Rinder und Ziegen rissen, sondern weil tödliche Angriffe auf Menschen – insbesondere Kinder – keineswegs selten waren.

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Hessen: Leichenfund bei Drückjagd

+++ Berlin: Polizei erschießt Wildschwein nach Wildunfall +++ Mecklenburg-Vorpommern: Einbruch bei Jäger – Revolver und Munition gestohlen +++ Thüringen: Wildschwein löst Alarm im Supermarkt aus +++

Bei einer Drückjagd, die am Samstag Vormittag in der Nähe von Naurod, einem Vorort von Wiesbaden, stattfand, sind die Überreste einer menschlichen Leiche gefunden worden. Ein Stöberhund fand die stark skelettierte Leiche gegen 10 Uhr, die Jäger verständigten daraufhin die Polizei. Geschlecht und Identität des Toten sind unbekannt, wie das Wiesbadener Tagblatt berichtet, eine gerichtsmedizinische Untersuchung soll Klarheit bringen. red.

Beitragsbild: Drückjagd auf Friedhof (Symbolbild). Foto: SE

Österreich: Politiker vergisst Püster im Porsche

Der Tiroler SPÖ-Vorsitzende Georg Dornauer hat sein Jagdgewehr in seinem Porsche vergessen, den er im Parkhaus des Flughafens Innsbruck abgestellt hatte, um zum SPÖ-Parteitag im Burgenland zu fliegen. Die Waffe ließ er auf dem Rücksitz liegen, ein Fenster des Wagens war geöffnet. Die Polizei beschlagnahmte die Waffe.

Dornauer hat sich auf Twitter zu seinem “Fehler” geäußert:

“Liebe Freundinnen, liebe Freunde”, schreibt Dornauer. Und weiter:

“Wie ihr wisst, bin ich auch Jäger und Jagdleiter in meiner Heimatgemeinde Sellrain. Am Wochenende ist mir ein Fehler unterlaufen, über den ich euch informieren möchte bevor ihr es von anderen oder über die Medien erfahrt.

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Ökologisches Jagdgesetz für Mecklenburg-Vorpommern angekündigt

Einführung von Dreijahres-Abschussplänen, verpflichtende Reduktionsabschüsse per Verordnung, Verlängerung der Jagdzeiten für Rehböcke – in Mecklenburg-Vorpommern wurden nun “nahezu alle altbekannten ÖJV-Forderungen – offensichtlich ohne jegliche Gegenwehr – durchgesetzt”, wie ein Betroffener kommentiert. Umweltminister Backhaus (SPD) besitzt dennoch die Unverfrorenheit, sich in einer Pressemitteilung seines Ministeriums attestieren zu lassen, er habe “Einvernehmen zwischen Interessensverbänden” erzielt.

Gestern fand in Schwerin eine Gesprächsrunde zwischen Jägern, Forstleuten, Waldbesitzern und Umweltschützern statt, zu der das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommerns geladen hatte. Das nach diesem Treffen verabschiedete “gemeinsame Positionspapier” hat es in sich. In der Darstellung des Ministeriums liest sich das so:

Die Wald-Wild-Frage oder das Spannungsfeld Forst-Jagd sind nicht neu. Im Zuge des Klimawandels und unter der Maßgabe klimastabile Wälder zu etablieren, erreicht der Konflikt jedoch eine neue Aktualität. Auch in Mecklenburg-Vorpommern wird das Thema kontrovers diskutiert, weswegen der zuständige Umweltminister Dr. Till Backhaus […] Jäger, Forstleute, Waldbesitzer und Umweltschützer zur Diskussion nach Schwerin einlud.

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Problemwolf GW924m reisst Schafe in Mecklenburg-Vorpommern

In einer gewerblichen Schafhaltung mit insgesamt 135 Tieren sind am vergangenen Dienstag (19.11.2019) auf Usedom vier Schafe verletzt und ein Schaf getötet worden, wie das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern mitteilte. Ein Grundschutz war nicht gegeben. 40 Tiere sind bei dem Übergriff ausgebrochen, konnten zwischenzeitlich durch den Halter wieder gesichert werden. Ein Rissgutachter konnte vor Ort frische DNA-Spuren sicherstellen. Mittlerweile liegen neue Erkenntnisse vor: Nach Abgleich des Bildmaterials durch mehrere Sachverständige mit vorhandenem Bildmaterial zurückliegender Rissvorfälle liegt der Verdacht nahe, dass auch der aktuelle Vorfall dem aus Schleswig-Holstein weitergezogenen Problemwolf „GW924m“ zuzuordnen ist.

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Bayern: Bergwacht rettet abgestürzten Jäger

80-jähriger Jäger stürzt bei Nachsuche 50 Meter Steilhang hinab

15 Einsatzkräfte der Bergwachten Bad Reichenhall und Teisendorf-Anger haben am Mittwoch Abend einen abgestürzten und nach erster Einschätzung schwer verletzten und unterkühlten Jäger aus dem abgelegenen Vorderen Steinbachtal im schwer zugänglichen und weitläufigen Bergwald-Gebiet zwischen Ristfeuchthorn und Sonntagshorn gerettet. Der 80-Jährige war in der Nähe der Steinbachhütte bei der Suche nach einem erlegten Stück Wild im Steilhang abgerutscht und bis zum Bachufer abgestürzt. Zwei weitere Jäger konnten ihn aufgrund seinen Handy-Lichts finden und setzten gegen 18.30 Uhr bei der Leitstelle Traunstein einen Notruf ab.

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DJV veröffentlicht Video-Serie “Erste Hilfe für den Jagdhund”

Der DJV veröffentlicht eine 9-teilige Filmreihe mit Hinweisen für Notfälle. Bereits über 200.000 Nutzer haben die Erste-Hilfe-Tutorials gesehen. Die Videos sind ab sofort zum Herunterladen erhältlich.

Beim Einsatz von Hunden für die Jagd kann es zu Notfällen kommen, die schnell medizinisch versorgt werden müssen. Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat hierfür die 9-teilige Videoreihe „Erste Hilfe für den Jagdhund“ in Kooperation mit der Firma Grube und dem Jagdgebrauchshundverband produziert. Tierärztin Dr. Gesche Pinke gibt wertvolle Hinweise für unterschiedliche Notsituationen, etwa starke Blutungen, Knochenbrüche oder einen Pneumothorax. Die Jägerin und Hundeführerin behandelt in weiteren Kapiteln, wie ein Hund gesichert werden kann oder was bei einem Schock zu tun ist.

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Getötete Schwangere – Jägern zweifeln an Beteiligung von Jagdhunden

Im Fall der durch Hundebisse getöteten schwangeren 29-jährigen (JAWINA berichtete), haben beteiligte Jäger Zweifel daran geäußert, dass die Hunde der eingesetzten Meute für den Tod der Frau verantwortlich sein sollen. Die Verstorbene hatte vor ihrem Tod eine Nachricht an ihren Lebensgefährten gesendet, in dem sie von einem Problem mit mehreren aggressiven Hunden berichtete. Dabei sei es jedoch auch um einen Konflikt mit dem Besitzer eines Malinois, eines belgischen Schäferhundes gegangen. Die Frau selbst besaß einen oder mehrere (Die Medienberichte widersprechen sich in diesem Punkt) American Staffordshire Terrier, eine Kampfhundrasse. Der Lebensgefährte der Verstorbenen gab an, etwa 45 Minuten nach ihrem letzten Anruf in dem Waldgebiet eingetroffen zu sein. Einem Bericht des Figaro zufolge gab der Mann an, erst Jagdhunden und dann einem Reiter begegnet zu sein. Dann seien etwa dreißig Jagdhunde aus der Schlucht gekommen, in der sich der Leichnam der Frau fand. Es könnten nur die Jagdhunde gewesen sein, folgerte er.

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Hessen: Gericht gibt hunderte Rothirsche im Spessart zum Abschuss frei

Das Verwaltungsgericht Frankfurt am Main hat den Eilantrag einer Hegegemeinschaft gegen den vom Regierungspräsidium Hessen festgelegten Abschuss von 524 Stück Rotwild im Spessart abgelehnt. Der Abschussplan verstoße nicht gegen die Richtlinien über Hege und Bejagung des Schalenwilds, stellte das Gericht fest. Der Abschussplan wurde vom Regierungspräsidium festgelegt, nachdem auf einer Mitgliederversammlung der Hegegemeinschaft keine Einigung über den Rotwild-Abschuss erzielt werden konnte. Die Hegegemeinschaft hatte aufgrund ihrer Bewirtschaftungsrichtlinien einen eigenen Abschussplan erarbeitet, der geringere Abschüsse vorsah. Die Hegegemeinschaft hatte die Klage damit begründet, dass die Anordnung des Regierungspräsidiums in ihre Aufgaben und Befugnisse eingreife und wildbiologischen Erkenntnissen zuwiderlaufe. Dem folgte das Gericht nicht: Es gebe immer mehr Rotwild in hessischen Wäldern, meinten die Richter, dabei fehle es an Lebensraum. Der Abschussplan bedrohe die Rotwildpopulation nicht in ihrem Bestand. Gegen das Urteil ist Beschwerde beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel zulässig. red.

Beitragsbild: Bauern- bzw. Waldbesitzeropfer des Klimawandels: Nur ein toter Hirsch, ist ein guter Hirsch. Foto: SE

Niedersachsen: Zum Schutz des Wildes: Strom aus – Litze weg!

+++ Österreich: Wiener Landtag prüft Einsatz von Nachtzieltechnik zur Schwarzwildbekämpfung +++

Nicht mehr benötigte elektrische Zäune, die zum Ende der Weidesaison stromlos auf den Weideflächen verbleiben, sind eine Gefahrenquelle für Wildtiere. Oftmals verendet im Winterhalbjahr eine Reihe von Hirschen, weil sich die Tiere in den Elektrolitzen dieser Weidezäune verfangen. Das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML) appelliert daher an Weidebesitzer und -pächter, die Zäune nach dem Weideabtrieb im Herbst entweder abzuräumen oder das ganze Jahr über ausreichend unter Strom stehen zu lassen, um Wild abzuhalten.

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Frankreich: Jagdhunde töten schwangere Frau

+++ Niedersachsen: Wildschwein verletzt Jägerin schwer +++ Rheinland-Pfalz: Jäger bei Bergung von Unfallwild überfahren – tot +++ Schleswig-Holstein: Jäger erlegen kranken Damhirsch an der A215 +++ Polen: Neue ASP-Fälle bei Wildschweinen nahe deutscher Grenze +++

In einem Waldgebiet bei Villers-Cotterêts im Département Aisne ist eine 29-jährige Schwangere von Jagdhunden getötet worden. Die Frau war mit ihren fünf Hunden in dem Jagdgebiet unterwegs. Eine Autopsie ergab, dass die Frau infolge mehrerer Hundebisse verblutete. Das Opfer erlitt schwere Verletzungen am Kopf und anderen Körperteilen, wie südtirolNEWS berichtet. Auch nach dem Tod der Frau ließen die Hunde nicht von ihrem Opfer ab. Kurz vor ihrem Tod hatte die Frau noch ihren Lebensgefährten angerufen und von bedrohlichen Hunden berichtet. Die Polizei hat DNA-Proben von den ca. 90 Hunden genommen, die an der Jagd beteiligt waren und hat Anzeige wegen Totschlags gegen die noch zu ermittelnden Tierhalter erstattet.

Beitragsbild: Normalerweise freundlich und dem Menschen zugewandt – Jagdhunde (Archivbild). Foto: SE

Die Red. dankt JAWINA-Leser CK für den Hinweis!

Niedersachsen: Kalb gerissen

Nach dem Riss eines gerade geborenen Kalbs bei Diepholz sind mehrere Wolfssichtungen in dem Gebiet gemeldet worden. Am Montag wurde ein Wolf “zwischen Mühlenkampschule und Sport- und Saunaparadies” gesichtet, wie die Kreiszeitung meldet. Zudem gab es mehrere Wolfssichtungen durch Bürger, denen es teilweise gelang “das wenig scheue Tier” zu fotografieren. Die Diepholzer Polizei beobachtete einen Wolf bei Drebber im Landkreis Diepholz. Der Landwirt, auf dessen Hof das Kalb gerissen wurde, hat derweil Konsequenzen aus dem Rissvorfall gezogen: Die neu geborenen Kälber dürfen nicht mehr auf die Weide, sondern werden eingestallt. Die von Wolfskritikern vorhergesagten Rückschritte bei der artgerechten Tierhaltung treffen also ein. Die von dem Wolfsriss betroffene Familie befürchtet nun, dass der Wolf auch in unmittelbarer Nähe ihres Hofes zuschlagen könnte, da dort weitere Rinder stehen. red.

Beitragsbild: Von Wolf gerissenes Kalb. (Archivbild, Quelle: privat)

Die Red. dankt JAWINA-Leser EF für den Hinweis!

Österreich: Jagdhund von Keiler getötet

Weiterer Jagdhund schwer verletzt – Wolf für erhöhte Aggressivität verantwortlich?

Bei einer Drückjagd bei Rossatz im niederösterreichischen Bezirk Krems sind zwei Jagdhunde von einem Keiler attackiert worden, einer erlag seinen schweren Verletzungen. Ein Hund sei von dem Keiler aufgeschlitzt worden, ein anderer habe Stiche in die Lunge davongetragen. Der überlebende Hund konnte nur durch eine Notoperation gerettet werden. Der Jagdleiter führte den Vorfall gegenüber nön.at auf mehrere Faktoren zurück: Zum einen sei ein Mastjahr, die Sauen seien größer und stärker und somit wehrhafter als sonst. Vor allem aber sei eine Verhaltensänderung des Schwarzwilds zu beobachten, seit der Wolf in dem Gebiet nachgewiesen wurde: Die Wildschweine würden sich zu größeren Rotten zusammen schließen und seien deutlich aggressiver als früher. red.

Beitragsbild: Erlegter Keiler (Archivbild). Foto: SE

Mecklenburg-Vorpommern: Backhaus reagiert auf Kritik zu Problemwolf GW924m

Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Dr. Till Backhaus weist Vorwürfe, wonach er Informationen zu Wolfsrissen im Land zurückhalte oder verschleiere, aufs Schärfste zurück.

„Mein Haus informiert zu allen Themen unseres Zuständigkeitsbereiches umfassend und transparent. Auch über die Entwicklung der Wolfspopulation setzen wir die Bürgerinnen und Bürger in Kenntnis. Zuletzt geschehen Mitte Oktober dieses Jahres“, so der Minister.

Zum aus Schleswig-Holstein nach M-V gewanderten „Problemwolf“ GW924m nahm er wie folgt Stellung: „Am vergangenen Freitag haben wir im Zuge einer abgeschlossenen DNA-Untersuchung die Information erhalten, dass GW924m für einen Rissvorfall bei Grambow verantwortlich ist. Daraufhin haben wir uns unverzüglich mit der unteren Naturschutzbehörde, dem Landkreis Nordwestmecklenburg, in Verbindung gesetzt. Derzeit prüfen wir, inwieweit wir auch hierzulande eine artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung erteilen werden.“

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Saarland: Sechs ASP-Kadaver-Suchhunde stehen bereit

+++ Niedersachsen: Wolf im Landkreis Cloppenburg überfahren +++

Speziell ausgebildete Hunde sollen bei der Bekämpfung der Schweinepest helfen

Die saarländischen Behörden bereiten sich bereits seit zwei Jahren mit vielfältigen Maßnahmen auf einen möglichen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) vor. Ein wichtiger Aspekt zur Bekämpfung der Seuche ist das schnellstmögliche Auffinden und Entfernen verendeter Wildschweine. Im Saarland werden dafür in Zukunft speziell geschulte Suchhunde zur Verfügung stehen, die, anders als Jagdhunde bei der Stöberjagd oder Nachsuchehunde bei verletztem Wild, in der Lage sind, an Schweinepest verendete Wildschweine im Gelände schnell  zu finden.

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Wolf GW924m in Mecklenburg-Vorpommern nachgewiesen

Allgemeinverfügung zur Entnahme wird außer Kraft gesetzt

Der Wolf GW924m, der innerhalb eines festgelegten Entnahmegebietes in den Kreisen Pinneberg, Steinburg und Segeberg im Rahmen einer Allgemeinverfügung von registrierten Jagdausübungsberichtigten geschossen werden darf, hält sich derzeit sehr wahrscheinlich nicht mehr im Entnahmegebiet auf. Eine DNA-Probe hat am 15. November bestätigt, dass GW924m am 26. Oktober bei Grambow/Schwerin in Mecklenburg-Vorpommern Nutztiere gerissen hat. Bereits am 21. Oktober konnte GW924m mittels DNA-Analyse nach Nutztierrissen in Schwochel/Ostholstein nachgewiesen werden.

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