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Thüringen: Allgemeinverfügung zur Entnahme der Wolf-Hund-Hybriden

Umweltstaatssekretär Möller informiert Jagdverbände und Jagdausübungsberechtigte über weiteres Vorgehen um den Standortübungsplatz Ohrdruf

Das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) erlässt in den kommenden Tagen eine Allgemeinverfügung zur Entnahme der Wolf-Hund-Hybriden im Umfeld des Standortübungsplatzes Ohrdruf. Darüber informierte Umweltstaatssekretär Olaf Möller heute bei einem Treffen mit Thüringer Jagdverbänden und örtlichen Jagdausübungs-berechtigten in Crawinkel (Ilmkreis). Die Verfügung soll im Thüringer Staatsanzeiger vom 24.02.2020 erscheinen und am Folgetag in Kraft treten.

“Trotz großen Einsatzes aller Beteiligten ist es bislang nicht gelungen, die Wolf-Hund-Hybride zu entnehmen. Die Allgemeinverfügung wird die Möglichkeit zum Abschuss erweitern. Dadurch ergeben sich bessere Chancen, die Hybride noch vor einem möglichen Abwandern zu erlegen“, so Umweltstaatssekretär Möller heute in Crawinkel.

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Niedersachsen: “Jagd” auf Problemwolf kostet bislang 1,25 Mio.

+++ Brandenburg: Umweltminister lehnt Bogenjagd auf Wildschweine in Stahnsdorf ab +++ Sachsen-Anhalt: Wolf tötet 13 Schafe +++ Hessen: Toter Wolf in Wiesbaden +++ NRW: Wolf auf Grünbrücke über A3 fotografiert +++ Hessen: Wolf reißt Kalb seltener Nutztierrasse – verstörte Mutterkuh muss notgeschlachtet werden +++ 

Die erfolglosen Bemühungen, des Leitwolfs des Rodewalder Rudels GW717m habhaft zu werden, haben das Land Niedersachsen bislang 1,25 Millionen Euro gekostet. Das erklärte der Niedersächsische Umweltminister Olaf Lies (SPD) anlässlich der Verabschiedung des neuen Bundesnaturschutzgesetzes durch den Bundesrat.

Lies zeigt sich erleichtert, dass das neue Bundesnaturschutzgesetz der Bundesregierung auch den Bundesrat passiert hat. „Damit kommen wir unserem Ziel näher, mit einem nationalen Wolfs-Managementplan Kriterien und Methoden zu entwickeln, mit der die Zahl der Tiere in Niedersachsen reguliert werden kann“, betont Lies, der sich nachdrücklich dazu bekennt, „den Wolf als Art zu erhalten und die Akzeptanz für den Wolf bei den Bürgern trotz aller Nutztierrisse dauerhaft zu sichern“.

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Urteil: Gericht weist behördlich angeordnete “Bestandseleminierung” von Schwarzwild zurück

Der Schwarzwildbestand in einem Teil des Voslapper Grodens, eines Naturschutzgebiets bei Wilhelmshaven, ist vorerst nicht zu eliminieren – eine Beschwerde der Stadt Wilhelmshaven gegen einen Beschluss des Verwaltungsgerichts Oldenburg hat keinen Erfolg

Die Jagdpächterin eines Naturschutzgebiets bei Wilhelmshaven muss den behördlich angeordneten Totalabschuss des Schwarzwilds in ihrem Revier nicht durchführen, urteilt das niedersächsische Oberverwaltungsgericht. Die “Eliminierung des Schwarzwildbestandes in ihrem Revier verlange ihr Unmögliches ab”, erklärten die Richter. In der Pressemitteilung des Gerichts zum Fall heißt es weiter:

“Mit Beschluss vom 14. Januar 2020 (10 ME 230/19) hat der 10. Senat des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts die Beschwerde der Stadt Wilhelmshaven gegen den Beschluss des Verwaltungsgerichts Oldenburg vom 29. Oktober 2019 (7 B 2533/19) zurückgewiesen, mit dem dieses die aufschiebende Wirkung der Klage der Jagdpächterin gegen die Anordnung, den Wildschweinbestand in ihrem Jagdbezirk auf Null zu reduzieren, wiederhergestellt hat.

Die Klägerin ist die Pächterin eines von zwei im Naturschutzgebiet Voslapper Groden-Süd gelegenen Jagdrevieren. Die Stadt Wilhelmshaven ordnete ihr gegenüber an, den seit dem Jahr 2016 in dem Gebiet vorhandenen Schwarzwildbestand in ihrem Jagdbezirk auf Null zu reduzieren, um eine weitere Schädigung des Naturschutzgebietes zu verhindern.

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Niedersachsen: 30 Schusswaffen aus Büro der Oldenburger Jagdbehörde gestohlen

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag kam es zu einem Einbruch in das städtische Bürogebäude am Pferdemarkt 14, wie die Oldenburger Polizei mitteilt. Dabei wurden nach ersten Erkenntnissen mehrere Waffen entwendet. Gegen 4 Uhr wurde die Polizei von den Mitarbeitern eines Sicherheitsdienstes über Notruf informiert, dass es zu einem Einbruch gekommen sei. Kurz darauf umstellte ein Großaufgebot an Polizeikräften das Gebäude, da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich noch Täter im Gebäude befinden. Bei der Absuche der Büroräume konnten jedoch keine Personen mehr angetroffen werden.

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Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes beschlossen

Die Entnahme von Wölfen wird erleichtert, Konflikte sollen damit besser gelöst werden. Für den DJV ist es nur ein erster Schritt im Sinne von Deichschutz und Nutztieren. Er fordert ein umfassendes Handlungskonzept. Klare gesetzliche Regelungen für den Schutz von Jagdhunden sind notwendig.

Der Bundesrat hat heute einer Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes zugestimmt: Durch eine erleichterte Entnahme von auffälligen Tieren sollen Konflikte mit dem Wolf künftig besser gelöst werden. Der Deutsche Jagdverband (DJV) sieht in der Novellierung lediglich einen ersten Schritt in die richtige Richtung im Sinne von Deichschutz und Schutz von Nutztieren. Angesichts des schnell und dynamisch anwachsenden Bestandes von Wölfen in Deutschland müssen laut DJV weitere Schritte folgen. Ein umfassendes Handlungskonzept fehlt bisher. Der DJV fordert in einem Handlungsvorschlag beispielsweise Wolfausschlussareale: Territoriale Wölfe sollten auf Deichen oder in urbanen Gebieten nicht geduldet sein. Im Hinblick auf den Schutz von Hunden bei der Jagdausübung fordert der DJV klare gesetzliche Regelungen.

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Brandenburg: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage wegen Wolfsabschuss

Die Staatsanwaltschaft Potsdam hat Anklage gegen den holländischen Jagdgast erhoben, der im Januar 2019 auf einer Drückjagd einen Wolf erschossen hatte (JAWINA berichtete). Der Wolf hatte Jagdhunde angegriffen und verletzt. Es handelt sich um das erste Verfahren dieser Art in Deutschland. Dem Jäger wird ein Verstoß gegen das Bundesnaturschutzgesetz vorgeworfen. Der Abschuss eines Wolfs kann mit einer Geld- oder Haftstrafe bis zu fünf Jahren geahndet werden. Die Einstellung des Verfahrens hatten der Jäger und sein Anwalt abgelehnt. red.

Beitragsbild: Der erschossene Wolf. Foto: privat

Hessen: Einschränkungen der Jagdzeiten für Marderhunde, Waschbären, Steinmarder, Füchse und Blässhühner teilweise unverhältnismäßig

Urteil des hessischen Staatsgerichtshofes zu dem Normenkontrollantrag der Fraktion der FDP im Hessischen Landtag gegen die Hessische Jagdverordnung

Der Staatsgerichtshof des Landes Hessen hat mit Urteil vom heutigen Tag über den Normenkontrollantrag der Fraktion der FDP im Hessischen Landtag gegen die Hessische Jagdverordnung – HJagdV – entschieden und festgestellt, dass die zur Überprüfung gestellten Jagdzeitbestimmungen zum überwiegenden Teil mit der Hessischen Verfassung – HV – vereinbar sind. Jedoch genügen die zu den Jagd- bzw. Schonzeiten getroffenen Bestimmungen für Waschbären, Marderhunde, Steinmarder, Füchse und Blässhühner teilweise nicht den Anforderungen, die das durch die Hessische Verfassung garantierte Eigentumsgrundrecht an solche Regelungen stellt.

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Urteil: Ausnahmen vom Tötungsverbot verstoßen gegen europäisches Naturschutzrecht

Verwaltungsgericht Gießen: „Klimapolitische Zielsetzungen eines Mitgliedsstaates haben außer Betracht zu bleiben, soweit sie mit geltenden Rechtsvorschriften nicht im Einklang stehen“, zumal „Deutschland im Jahr 2019 ca. 37 Milliarden Kilowattstunden Strom mehr exportierte, als es importierte“.

Die vom Regierungspräsidium Darmstadt erteilte Ausnahme vom Tötungsverbot nach § 45 Abs. 7 S. 1 Nr. des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) ist rechtswidrig und „darf nicht angewandt werden“, da dies „ein Verstoß gegen die vorrangigen Bestimmungen der Vogelschutzrichtlinie“ darstellt. Dies gelte unabhängig davon, ob es sich um eine streng geschützte Vogelart handele oder nicht, so das Gericht. (VG Gießen, 1. Kammer)

Die vom Regierungspräsidium Gießen am 12.10.2018 erteilte Genehmigung für drei Windenergieanlagen im Butzbacher Stadtwald ist rechtswidrig. Der Genehmigungsbescheid wurde nach dem Erörterungstermin am 22.01.2020 vom Verwaltungsgericht am 28.01.2020 aufgehoben. Der Umweltverband Naturschutzinitiative e.V. (NI) hatte gegen das Land Hessen vor allem deshalb geklagt, weil nach seiner Ansicht die Genehmigung gegen europäisches Recht verstößt. So wurden Ausnahmen vom Tötungsverbot beim Wespen- und Mäusebussard zugelassen, die aus Sicht der NI mit der europäischen Vogelschutzrichtlinie nicht zu vereinbaren sind.

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Mecklenburg-Vorpommern: Jäger stellt stellt mutmaßlichen Einbrecher auf frischer Tat

In den frühen Morgenstunden des 08.02.2020 wurde in mehrere Werkstatthallen eines Wirtschaftshofes in Goldenbow (LK Ludwigslust-Parchim) eingebrochen und diverses Werkzeug entwendet. Ein aufmerksamer Jäger stellte am Tatort einen auffälligen PKW fest, in dessen Nähe sich auch eine männliche Person aufhielt. Der Zeuge hielt die Person bis zum Eintreffen der Polizei fest. Bei dem mutmaßlichen Täter handelt es sich um einen 48-jährigen polizeibekannten deutschen Mann aus der Region. Dieser Mann wurde darüber hinaus noch wegen eines weiteren Deliktes per Haftbefehl gesucht, so dass er sich nunmehr nicht ausschließlich wegen des Einbruchs verantworten muss. Der Kriminaldauerdienst hat die Ermittlungen in dieser Sache übernommen. Im Fahrzeug des Tatverdächtigen wurde umfangreiches Diebesgut festgestellt und am Tatort konnten zahlreiche Spuren gesichert werden. Der entstandene Schaden wird auf mehrere Zehntausend Euro geschätzt. PM

Beitragsbild: Jägerhut (Symbolbild). Foto: SE

BJV: “Schluss mit dem gnadenlosen Feldzug gegen Rehwild!”

“Selbsternannte Ökojäger machen mobil gegen das Reh” – Der Bayerische Jagdverband (BJV) unterstützt einen Waldumbau mit einer waidgerechten Jagd, mit Sachverstand und ohne Ideologie – Zu hoher Jagddruck schadet mehr als er nutzt – BJV ist wichtiger Partner beim Aufbau des Klimawaldes

Wachsam und vorsichtig zieht die Rehgeiß im Abendlicht langsam auf die Lichtung, ständig auf der Hut vor drohenden Gefahren. Neben ihr springen zwei muntere Kitze aus dem Wald. Sie sind noch ganz unbedarft. Doch ihre Mutter hat alles fest im Blick. – Ein Anblick, der jeden Naturfreund bis ins Innerste berührt. Ein Anblick, den viele Menschen aber kaum noch erleben dürfen. Denn das Reh ist heimlich geworden, es bleibt im sicheren Versteck. Der Grund: Rehe, die kleinste Hirschart in Deutschland, sind in Bayern unerwünscht. Sie werden zum Sündenbock für den Klimawandel, für Sturmschäden oder Bewirtschaftungsfehler.

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