ASP in Tschechien nachgewiesen

Der Tschechische Jagdverband (Českomoravská myslivecká jednota, CMMJ) hat bekannt gegeben, dass heute, am 27.06., zwei Proben von Wildschweinen positiv auf die Afrikanische Schweinepest (ASP) getestet wurden. Die Fälle traten in der Region Zlín im Südosten Tschechiens auf. Der Verband, der 62.000 tschechische Jäger vertritt, sieht die Situation als äußerst kritisch an: Es werde eine rasche Ausbreitung des Virus über das gesamte Gebiet Tschechiens erwartet, mit katastrophalen Auswirkungen nicht nur auf die Wildschweinpopulation und damit die Jagd, sondern auf die gewerbliche Schweinezucht und -haltung. Es gebe keine Möglichkeit, die Ausbreitung des Virus zu verhindern, außer eine Keulung nahezu der gesamten Wildschweinpopulation, was nicht möglich sei. Es sei notwendig, infizierte Stücke schnellstmöglich zu erfassen und Kadaver umgehend aus der Natur zu beseitigen. Um eine Ausbreitung der ASP zu verhindern müsse der Sauenbestand auf fünf Stück pro 1000 ha (!) oder weniger heruntergefahren werden.

Der CMMJ appeliert an seine Mitglieder, bei der Bekämpfung der Seuche mitzuwirken und Verdachtsfälle umgehend der staatlichen Veterinärverwaltung (www.svs.cz, KVS Region Zlín Tel: +420 720995.201) zu melden. Es sei unverantwortlich, Kadaver nicht umgehend zu entsorgen, da diese noch für Wochen und Monate eine Infektionsquelle darstellten. SE

Beitragsbild: Infoblatt der CMMJ zum ASP-Ausbruch in Tschechien. (Bildschirmfoto, Ausschnitt)

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