Artenschutzprojekt: LJV BW unterstützt Fuchspelz-Marketing

Niederwild, Bodenbrüter und erst recht gefährdete Arten wie Großtrappe oder Auerhuhn haben eins gemeinsam: Ohne Prädatorenkontrolle haben sie kaum eine Chance. Ein wesentlicher Punkt des “Aktionsplans Auerhuhn”, der zum Schutz der Auerwildpopulation im Schwarzwald beschlossen wurde, ist dann auch – neben Biotopvernetzung und Vermeidung von Störungen der scheuen Vögel etwa durch Tourismus – die Intensivierung der Fuchsbejagung. Der Schwarzwald ist die Heimat des größten europäischen Auerwildvorkommens außerhalb des Alpenraums. Die Population ist jedoch im Lauf der letzten hundert Jahre von knapp 4000 auf nur noch etwa 500 Individuen zurückgegangen. Der Landesjagdverband Baden-Württemberg (LJV BW) hat im Rahmen seines Auerwildprojekts ein Marketingkonzept entwickelt, das zweierlei leisten soll: Zum einen soll die Akzeptanz von heimischem Fuchspelz in der Bevölkerung erhöht werden, zum anderen sollen “passionierte Raubwildjäger wieder einen Anreiz erhalten reife Bälge zu erbeuten und zu liefern”, wie es auf der LJV-Homepage heißt.

Zu diesem Zweck hat der LJV in Zusammenarbeit mit Pelzverarbeitern und Kürschnern aus dem Schwarzwald die Marke „Schwarzwald-Pelz aus nachhaltiger Jagd” entwickelt:

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Logo der Marke “Schwarzwald-Pelz aus nachhaltiger Jagd” Copyright: LJV BW

Nur Bälge von Füchsen, die aus Landkreisen Baden-Württembergs mit Auerwildvorkommen stammen, werden zu Pelzen der Marke verarbeitet. Als weitere Hilfestellung hat der LJV eine Broschüre herausgegeben, in der das richtige Streifen der Füchse und das Konservieren der Häute gezeigt wird. Felix Kimmig vom Hegering Achern bietet bei Bedarf Praxiskurse für Jäger an. Gegerbt werden die Bälge übrigens in Ostdeutschland, weil es in Baden-Württemberg keine Gerbereien mehr gibt.

Auf der Messe “Wild & Fisch”, die im April in Offenburg stattfand, präsentierten die Jäger eine Kollektion der nachhaltigen und dem Artenschutz verpflichteten Pelzkollektion. Unterstützt wurde der LJV vom Leder- und Pelzhaus Ries, Bonndorf, das viele Fuchsbälge aus dem Schwarzwald verarbeitet, so der LJV. Oliver Ries präsentierte die “wunderbaren Pelzprodukte” u.a. mit den Damen des LJV-Jägerinnenforums.

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Nachhaltige, ökologische, politisch korrekte Pelzmode. Bilder: Copyright LJV BW

Die Jawina-Redaktion dankt dem LJV BW ganz herzlich für die Bereitstellung der Bilder in diesem Beitrag und wünscht viel Erfolg mit dem Schwarzwald-Pelz-Projekt!

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