Alaska: Zwei tödliche Schwarzbär-Attacken in zwei Tagen

In Alaska sind zwei Menschen von Schwarzbären getötet worden. Das erste Opfer war der 16jährige Patrick Cooper, der am 18.6. am Robert Spurr Memorial Hill Climb, einem Geländelauf im Chugach State Park teilnahm. Der Junge hatte offenbar unbemerkt von anderen Läufern den Trail verloren und war in dichtem Buschland umhergeirrt. Er schrieb seiner Familie eine Textnachricht, dass er von einem Bär verfolgt wurde. Sofort machte sich ein Team von Helfern, darunter die Mutter des Jungen, auf die Suche. Sie fanden mit Hilfe der Ortungsfunktion des Mobiltelefons zwei Stunden später die Leiche Coopers. Er war nach Angaben des Alaska Department of Fish & Wildlife, der Jagd- und Fischereibehörde des US-Bundesstaats, von einem männlichen Schwarzbären gezielt angegriffen worden. Experten versuchen derzeit, den Bär aufzuspüren, der “definitiv getötet werden solle”, wie Ken Marsh,ein Mitarbeiter von Fish & Wildlife gegenüber dem National Geographic erklärte.

Am folgenden Tag wurde ein Geologe von einem Schwarzbären getötet. Der Mann sammelte im Auftrag eines Bergbauunternehmens Gesteinsproben auf dem Gebiet der Pogo Mine, dreihundert Meilen nordöstlich von Anchorage. Der Name des Opfers wurde nicht bekannt gegeben. Der Bär wurde von Alaska Wildlife Troopers erschossen.

Der letzte tödliche Angriff eines Schwarzbären auf Menschen in Alaska ereignete sich 1995. In den vergangenen 130 Jahren wurden in Alaska nur sechs tödliche Schwarzbär-Attacken verzeichnet, wie der National Geographic berichtet. SE

Beitragsbild: Headline des verlinkten Artikels im National Geographic. (Bildschirmfoto, Ausschnitt)

3 Gedanken zu „Alaska: Zwei tödliche Schwarzbär-Attacken in zwei Tagen

  1. Grimbart

    Die Anzahl der Angriffe hängt doch damit zusammen, dass Menschen immer mehr in die Reviere der Bären vordringen. Geländeläufe, Mountainbikes etc. oder eben wirtschaftliche Interessen.

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  2. RK

    Es mag richtig sein, dass die Angriffe stattfanden, weil “Menschen immer mehr in die Reviere der Bären vordringen”. Genau dieser Umstand macht umso deutlicher, dass eine bewusste (spendenmittelgetriebene) Wiederansiedlung von großen Prädatoren in unserer sehr dicht besiedelten Kulturlandschaft völliger Nonsens ist und schlussendlich sowohl Weidetierhaltung als auch die Bevölkerung selbst gefährdet.

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  3. Willi

    Da kann man RK nur zustimmen. Allerdings in Ländern, in denen es schon immer Bären und Wölfe gibt, dürfte es auch schon immer üblich sein, Tiere die Menschen töten zu erschießen. Menschen haben sich schon immer in diesen Ländern in den Gebieten von Bären und Wölfen bewegt und sie wußten auch damit umzugehen -auch wenn diese Tiere ihren Nutztieren oder ihren Häuser zunahe kammen. Aber ob noch große Prädatoren in unsere dichtbesiedelte und gewachsene Kulturlandschaft mit einem dichten Straßennetz noch passen möchte ich allerdings zu bezweiffeln. Mit den Wölfen werden wir in den nächsten Jahren meiner Meinung nach noch erhebliche Probleme bekommen. Was ist u.a. auch, wenn die Tollwut ( und der steigenden Wolfsdichte ) bei uns in Deutschland wieder auftritt – was jeder Zeit (wie bei anderen Seuchen auch ) wieder geschehen kann? Oder etwa nicht?

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