Adolf Hildner reicht es…

Der Vorsitzende der Jagdgenossenschaft Stadtsteinach im oberfränkischen Landkreis Kulmbach, Adolf Hildner, ließ bei der Jahreshauptversammlung der Jagdgenossem ordentlich Dampf ab, wie das Onlineportal inFranken.de berichtet: Es müssten alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um ein Übergreifen der afrikanischen Schweinepest (ASP) nach Deutschland zu verhindern, forderte Hildner. Notwendig seien “revierübergreifende Drückjagden, die Zulassung von Saufängen, Nachtsichtgeräten, Schalldämpfern und Lichtquellen, einen ganzjährigen Abschuss ohne Schonzeiten sowie finanzielle Beihilfen – diese Methoden seien “im Bayerischen Wald und in Mecklenburg-Vorpommern Standard.” Es müsse nicht jedes Bundesland “sein eigenes Süppchen kochen”, zitiert inFranken.de den erbosten Jagdgenossen: Alle Wildschäden würden von der Landwirtschaft getragen werden ohne finanziellen Ausgleich. Es reiche jetzt, poltere Adolf Hildner: Viele Jahrgenossenschaften seien schon nicht mehr in der Lage, Schäden finanziell auszugleichen” –  und das nächste Problem sei der Wolf…

Beitragsbild: Headline des zitierten Beitrags auf inFranken.de (Screenshot).

3 Gedanken zu „Adolf Hildner reicht es…

  1. Mikka

    Was den nun Herr Hildner, ASP verhindern, Wildschäden reduzieren oder mit dem Wolf umgehen? Oder alle Drei zusammen?!

    Schön das auch die Jagdgenossen die Komplexität der Jagd erkennen. Recht hat er, wenn er den Föderalismus als Hindernis in der Deutschen Jagd sieht, jedoch wird auch er einsehen müssen, dass die Jagd mit der Verhinderung der ASP erst mal gar nix zu tuen hat, auch eine eventuelle Ausbreitungsgeschwindigkeit bei Erstauftreten wird wohl im dichtbesiedelten Deutschland jagdlich nur schwer zu verlangsamen sein.
    Zum Thema Wildschäden sei gesagt: Ja mit Zusammenarbeit der Landwirte und der Jäger kann intensiver gejagt werden, jedoch liegt Ursache und Wirkung sehr eng neben einander, liebe “Maisbauern”. Gerade wir Jäger stehen beim Thema Tierschutz in der Öffentlichkeit und müssen uns Saufänge nicht wirklich antuen. Bei Nachsicht und Kunstlicht, bleibt es abzuwarten ob sich das Ganze nicht eher ins Gegenteil dreht – da bleibt die Sau nämlich auch gern mal in der nahrhaften Dickung. Übrigens, Herr Hildner, Schalldämpfer schießen nicht mehr Sauen, helfen aber die Messestände bei der IWA zu bezahlen.
    Beim Thema Wolf bitte an den Naturschutz wenden, nicht das Sie noch medial Äpfel mit Birnen vergleichen.

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  2. Ludwig Fesenmeier

    Die Versammlung der Jagdgenosssen ist nichtöffentlich § 7 Abs.2, S.2 SMJG i.V. mit § 5 AVBayJG. Der Jagdvorsteher kann einzelnen Personen die Anwesenheit gestatten. Wenn alle Wildschäden von der Landwirtschaft getragen werden müssen, so ist das eine Sache der Inhalte des Jagdpachtvertrages. Die Jagdgenossenschaft bestimmt den Inhalt vom Jagdpachtvertrag.
    Hier sollte die Argumentation sachlicher geführt werden.

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