82jähriger Jäger entwaffnet – Deutschland wieder sicherer geworden

Und wieder ist Deutschland ein Stückchen sicherer geworden: Ein 82 Jahre alter Jäger aus Hille (NRW, Kreis Minden-Lübbecke) muss nach einer entsprechenden Entscheidung des Verwaltungsgerichts Minden Waffen und Munition abgeben. Bei einer Kontrolle der Waffenaufbewahrung hatten Mitarbeiter des Kreises festgestellt, dass der betagte Weidmann Waffen und Munition zusammen in einem Waffenschrank aufbewahrte. Das sei verboten, belehrte Richterin Bärbel Brinkmann dem Westfalen-Blatt zufolge den Senior: Wenn ein Unbefugter an die Waffen gelange, dann habe er auch gleich die Munition.

Er sei unzuverlässig, hatte der Landkreis dem Jäger beschieden, wogegen dieser geklagt hatte. Vor Gericht verteidigte er sich mit der wenig aussichtsreichen Erklärung, dass er von der gesetzlichen Verpflichtung, Waffen und Munition getrennt aufzubewahren, noch nie gehört habe. Ein gewisses Unbehagen der Richterin, einen 82 Jahre alten Bürger, der sich vermutlich sein ganzes Leben lang nicht hat zuschulden kommen lassen – sonst wäre er schon beizeiten entwaffnet worden – von Amts wegen als unzuverlässig herabzuwürdigen, scheint aus dem seltsamen Angebot zu sprechen, das die Juristin dem Jäger laut Westfalen-Blatt machte: Wenn er seine Waffen “freiwillig” abgebe, würde der Kreis das Schreiben zurücknehmen, in welchem er als “unzuverlässig” bezeichnet werde. SE

Beitragsbild: Waffenschrank – ist der Zugewinn an Sicherheit messbar, wenn die Munition, wie vorgeschrieben, in einem einfachen “Stahlschrank mit Schwenkriegelverschluss” aufbewahrt wird, statt im üblicherweise deutlich massiveren Waffenschrank?. Foto: SE

2 Gedanken zu „82jähriger Jäger entwaffnet – Deutschland wieder sicherer geworden

  1. ahe

    Es ist anzunehmen das der betagte Herr nicht einen Schrank der Klasse 0 oder 1 zum Einsatz brachte? Sonst wäre die Aussage der Richterin ja wohl falsch.

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    1. Jochen

      Bei einem 82 jährigen Jäger kann man wohl sicher davon ausgehen, daß er einen sogennanten “Jägerschrank” also A/B hatte. Es stellt sich indes wirklich die Frage, ob die Aufbewahrung in einem Stahlblechschrank mit Schwenkriegelschloß soviel sicherer ist? Ich würde ja vermuten, jemand der in der Lage ist, einen A/B Schrank zu knacken, macht sich über den Muni Stahlblechschrank auch keine großen Gedanken. Den großen Zugewinn an Sicherheit, kann ich hier nicht entdecken.

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