25 Jahre LJV-Mecklenburg-Vorpommern: Minister würdigt Leistungen der Jäger

Backhaus: “Änderung der Landesjagdgesetze, wie in den Grün geführten Ländern Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg wird es nicht geben!”

Heute besuchte Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz die 26. Landesdelegiertenkonferenz des Landesjagdverbandes Mecklenburg-Vorpommern in Linstow. Vor 25 Jahren haben sich die Jägerinnen und Jäger in Mecklenburg-Vorpommern zusammengetan und sich für eine bodenständige, traditionsreiche Jagd stark gemacht, heißt es dazu in einer Pressemitteilung des Umweltministeriums Mecklenburg-Vorpommern (LUMV). Die Jagd könne in dieser Zeit viele Erfolge vorweisen. So seien in den letzten 25 Jahren 171.904 Stücke Rotwild, 1,3 Mio. Stücke Rehwild und 1,2 Mio. Stücke Schwarzwild erlegt worden. In dieser Zeit sei außerdem Wildbret im Wert von 165 Mio. € vermarktet worden, seit 1992 hätten in Mecklenburg-Vorpommern 18.561 Jungjäger die Prüfung bestanden. „Die Jäger leisten in vielen Stunden unermüdlicher ehrenamtlicher Tätigkeit Großes für die Natur, die heimischen Tierarten, die Hege und Pflege und das Brauchtum der Jagd. Dabei bilden der Wald und das Wild eine Gemeinschaft. Die Jägerinnen und Jäger haben ein großes Interesse daran, die Lebensgrundlagen des Wildes zu sichern und zu verbessern und verursachte Schäden des Wildes zu begrenzen“, betonte Dr. Till Backhaus. Diskutiert wurde auf der Landesdelegiertenkonferenz auch über den Wolf. Der Minister unterstrich, dass das konfliktfreie Nebeneinander von Mensch und Wolf eine große Herausforderung ist. „Mit dem Managementplan für den Wolf sowie der Förderung von Präventions- und Schadensausgleichsmaßnahmen sind wir den richtigen Weg gegangen. Wir haben die Jäger von Anfang an in die Erarbeitung mit eingebunden.  Viele Jäger sind inzwischen Wolfsbetreuer geworden. Diese Zusammenarbeit weiß ich sehr zu schätzen. So gewährleisten wir auch Schadensausgleich im Falle einer Tötung oder Verletzung eines Jagdhundes“, sagte Minister Dr. Backhaus. Aber es gebe auch nach wie vor Wolfsgegner.  „Ich möchte deshalb nochmals betonen, wer den Wolf ohne Genehmigung bejagt, verstößt gegen internationales-, europäisches-, Bundes- und Landesrecht. Denn der Wolf ist ein streng geschütztes Tier. Die von vielen geforderte Aufnahme ins Jagdrecht würde nichts daran ändern. Ändern würden sich nur die Zuständigkeiten. Der Wolf würde aufgrund der Schutzerfordernisse eine ganzjährige Schonzeit erhalten und viele Aufgaben wie z.B. das Monitoring, die Finanzierung für Maßnahmen zum Schutz des Wolfes, für die Forschung oder Ausgleichzahlungen müssten der Jägerschaft übertragen werden. Das haben die Kritiker nicht bedacht“, so der Minister. Er betonte jedoch auch, dass es eine Änderung der Landesjagdgesetze, wie in den Grün geführten Ländern Nordrhein-Westfalen und Baden Württemberg nicht geben werde. „Denn die Jagd genießt in Mecklenburg-Vorpommern ein hohes Ansehen. Nicht umsonst haben wir 2005 die Jagdsteuer abgeschafft. Damit dieser Rückhalt erhalten bleibt, ist die Öffentlichkeitsarbeit der Jägerschaft  ein wichtiges Thema.“ In Vorbereitung seien jedoch Rechtsetzungsverfahren zur Nationalpark-Jagd-, Jägerprüfungs-, Jagdgebührenverordnung und die Mustersatzung für Jagdgenossenschaften. Der Jagdverband wird sich dabei intensiv einbringen können. Der Minister rief die Jägerinnen und Jäger in Mecklenburg-Vorpommern im Hinblick auf die Afrikanische Schweinepest dazu auf, die Lebensgrundlagen für artenreiches Wild zu sichern und es gesund zu halten. „In diesem Jahr kam es in der EU bereits zu 188 Fällen. Besonders Lettland ist betroffen. Ich rate daher von Reisen in diese Gebiete ab und erwarte von den Jägerinnen und Jägern eine intensive, tierschutzgerechte Bejagung des Schwarzwildes, solange der Bestand gesund ist, um diesen auszudünnen und potentielle Infektionsketten abzubrechen. Die Zusammenarbeit mit den Landwirten vor Ort ist besonders wichtig, um die entsprechenden Strukturen zu schaffen“, sagte Dr. Backhaus. Mecklenburg-Vorpommern ist das einzige Bundesland mit flächendeckend gebildeten Wildschadensausgleichskassen. PM LUMV

Beitragsbild: Der Landesumweltminister Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Till Backhaus, SPD, Autor: Martin Kraft, Quelle: Wikipedia

Ein Gedanke zu „25 Jahre LJV-Mecklenburg-Vorpommern: Minister würdigt Leistungen der Jäger

  1. FRank

    Hi Stephan,

    das müssten unsere SPD-ler mal zur Kenntnis nehmen – dass die Sozis auch Umweltpolitik ohne grüne Experimente und inkompetenten ideologischen Scheißdreck können.
    War am Mittwoch noch mal auf der “Wagenburg-Demo” vor dem Landtag und anschließend im Umweltausschuss – was da geboten wurde, war ein Trauerspiel. Keine 24 Std. nach Sitzungsende gab’s eine überraschende Einladung zu einer PM – am Mittag des folgenden Tages. Auch da bin ich hin – nix als Augenpulver statt echter Präzisierungen oder Änderungen. Damit steht fest: Am kommenden Mittwoch wird das Plenum die NRW-Jäger rasieren. Was fällt, ist einzig die Jagdsteuer, die Notzeitenfütterung auch für Sauen bleibt, der Höckerschwan und eine vollgeschonte Waldschnepfe. Im Wesentlichen bleibt es darüber hinaus bei der aus dem letzten Entwurf geplanten Vollrasur.

    LG Franky

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