2013 nur mäßige Aussichten für Pilzsucher

Langer Winter und nasskaltes Frühjahr schmälern Erfolgsaussichten von Pilzsuchern

Die 3500 in Thüringen bekannten Pilzarten haben die nasskalten fünf ersten Monate sowie den trockenen Sommer wie befürchtet nur mäßig gut überstanden. Darauf weisen die Thüringer Forsten hin. Die Förster erwarten jedenfalls eine regional sehr unterschiedliche Waldpilzsaison im Herbst. Als größtes Pilzgebiet im Freistaat gilt der Thüringer Wald, wo Steinpilze, Morcheln, Pfifferlinge oder Maronen besonders gut gedeihen. Dort ist ThüringenForst größter Waldeigentümer.

Die zu über 90 % aus Wasser bestehenden Pilze lieben feuchten Untergrund, beispielsweise schattenreiche Laub- und Nadelwälder, feuchte Bergwiesen oder Auestandorte. Sie gedeihen am besten im Temperaturbereich zwischen 10 Grad und 25 Grad. Auf dem Teller landet allerdings nur der Fruchtkörper, der eigentliche Pilzkörper verzweigt sich unterirdisch auf oft großer Fläche. „Pilze sind nicht nur lecker, sondern wegen ihres Gehalts an Kalzium, Magnesium und anderer Mineralstoffe sowie Spurenelemente auch gesund“, so Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. Außerdem enthalten Pilze kaum fett.

Einige Tipps haben die Förster für die Pilzsucher parat: Nur Pilze mitnehmen, die man auch kennt! Ansonsten stehen lassen, Giftpilze nicht um treten! Den Pilzkörper ebenerdig mit einem Messer abschneiden, nicht herausreißen, und in einem Korb transportieren – nicht in Kunststofftüten. Keine fauligen oder angefressenen Pilze mitnehmen und grundsätzlich nur so viele Exemplare ernten, wie verzehrt werden können. Denn es gilt: Pilze rasch in der Pfanne verarbeiten. Niemals Pilze roh essen!

Und im Zweifelsfall den Pilzberater aufsuchen, das zuständige Landratsamt gibt hierzu gern Auskunft. Mit dem Giftnotruf 0361-730730 erreichen Sie das Giftnotrufzentrum Erfurt, mit Zuständigkeit für Mitteldeutschland. Und noch eine Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung: Nicht mehr als 250 Gramm Wildpilze pro Woche essen, Schwangere, stillende Mütter und Kleinkinder sollten ganz darauf verzichten. PM ThüringenForst

 

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