Gesetzesnovelle Wolf: DJV kritisiert Vorgehensweise des Ministeriums scharf

Gesetzesnovelle geplant: Entnahme von Wölfen soll vereinfacht werden. DJV bemängelt das Fehlen eines umfassenden Konzepts und kritisiert das Vorgehen: Für eine Stellungnahme ließ das Bundesumweltministerium nur wenige Stunden Zeit.

Das Bundesumweltministerium hat gestern einem Referentenentwurf zu Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes vorgelegt (JAWINA berichtete) und mit einer rekordverdächtig kurzen Frist von wenigen Stunden eine Verbändeanhörung durchgeführt. Laut Entwurf sollen Wölfe und Wolfshybriden künftig unter erleichterten Voraussetzungen entnommen werden dürfen. Bei der Entnahme sollen Jagdausübungsberechtigte nach Möglichkeit mit einbezogen werden, dass dies zwingend erforderlich ist, wird allerdings im Gesetzentwurf nicht klar. Außerdem soll das Füttern von Wölfen ausdrücklich verboten werden. Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat in seiner Stellungnahme den Gesetzesentwurf zwar als ersten Schritt in die richtige Richtung begrüßt, bemängelt aber weiterhin das Fehlen eines umfassenden Handlungskonzepts.

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Backhaus: Einigung beim Abschuss von Wölfen in Sicht

Jagdausübungsberechtigte sollen “rechtssicher in Entnahme von Wölfen eingebunden werden”

Das Bundesumweltministerium hat dem Bundeslandwirtschaftsministerium und den zuständigen Ressorts auf Länderebene einen Gesetzesentwurf zur Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes vorgelegt, der den Abschuss von Wölfen vereinfachen und rechtssicher gestalten soll. Über den Entwurf soll am Mittwoch (22. Mai 2019) im Bundeskabinett abgestimmt werden.

Der Änderung gemäß sollen Wölfe, die wiederholt Nutztiere reißen, künftig nicht erst entnommen werden dürfen, wenn der dadurch entstandene Schaden den betroffenen Tierhalter in seiner Existenz bedroht. Damit komme man sowohl den gewerblichen Haltungen als auch den Hobbytierhaltern entgegen. Auch müsse der Schaden nicht in jedem Fall einem bestimmten Einzeltier zugeordnet werden, bevor gehandelt werden könne. Weiterhin sollen mit der Änderung die gesetzlich bislang nicht ausdrücklich untersagte Fütterung und damit die Gewöhnung des Wolfes an den Menschen unterbunden werden. Auch soll das Gesetz regeln, wie Jagdausübungsberechtigte in eine mögliche Entnahme rechtssicher eingebunden werden können.

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Projekt „Bunte Biomasse“ – Blühflächen statt Mais

Veolia Stiftung, Deutscher Jagdverband und Deutsche Wildtier Stiftung starten Kooperationsprojekt „Bunte Biomasse“

Der Verlust der Biologischen Vielfalt hat in unserer Feldflur dramatische Ausmaße angenommen. Zum Internationalen Tag der Biodiversität setzen die Veolia Stiftung, der Deutsche Jagdverband und die Deutsche Wildtier Stiftung ein erfolgreiches Modell zum Schutz der Biodiversität in den Agrarlandschaften in die Praxis um: Mit dem Kooperationsprojekt „Bunte Biomasse“ werden deutschlandweit 500 Hektar Mais durch ertragreiche, mehrjährige Wildpflanzenmischungen zur Biomasseproduktion ersetzt. Die Flächen bieten Bodenbrütern im Frühjahr Nistmöglichkeiten und das langanhaltende und vielfältige Blütenangebot verbessert die Nahrungsressourcen für Bienen und Schmetterlinge, wovon wiederum viele Vogel- und Fledermausarten profitieren. Gleichzeitig produzieren ertragreiche Wildpflanzenmischungen bis zu 45 Tonnen Frischmasse je Hektar, die bei einer einmaligen Investition im Etablierungsjahr jährlich geerntet werden können.

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Sachsen: LJV wählt neue Präsidiumsmitglieder

Nachdem am 23. September 2018 ein außerordentlicher Landesjägertag mit notwendigen Neuwahlen stattgefunden hat, trafen sich am 18.05.2019 die Delegierten der im Landesjagdverband Sachsen e. V. organisierten sächsischen Jäger zu ihrer jährlichen Mitgliederversammlung. Die diesjährige Versammlung stand unter dem Motto „Zukunft der Jagd in Sachsen“, wie der LJV SN in einer Pressemitteilung zum 30. Landesjägertag verkündet: Aus fast allen regionalen Jägerschaften waren Delegierte anwesend und berieten über die weitere strategische Ausrichtung des Vereines. Im Mittelpunkt dieser Veranstaltung standen unter anderem Nachwahlen von Präsidiumsmitgliedern sowie die Beschlussfassungen zu verschiedenen Anträgen einzelner Jägerschaften und des Präsidiums.

Da im Februar dieses Jahres überraschend der im September gewählte Schatzmeister zurückgetreten war, musste dieses Amt neu besetzt werden. Herr Sören Sabisch, gewähltes Präsidiumsmitglied, hatte sich dankenswerter Weise bereit erklärt, das Amt des Schatzmeisters bis zur Wahl interimsweise zu übernehmen und sich auch zur Wahl für dieses Amt aufstellen zu lassen. Die überwiegende Mehrheit der Delegierten wählte Herrn Sabisch zum neuen Schatzmeister des LJV SN.

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„Willkommen Wolf reicht nicht, Politik muss dringend handeln“

+++ Schweizer stimmen für EU-Waffenrechtsverschärfung +++ Berlin: Fuchs soll Chihuahua in Bau gezogen haben +++ NRW: Mutmaßlicher Wolfsnachweis bei Mützenich +++

Aktionsbündnis Forum Natur fordert aktives Wolfsmanagement

Die Zahl der Wölfe in Deutschland steigt exponentiell mit erheblichen Folgen für den ländlichen Raum, die Landnutzer und vor allem die Weidetierhaltung. Die Schäden steigen weiter an, naturnahe Weidewirtschaft gerät in Gefahr. „Willkommen Wolf alleine reicht nicht, es besteht dringender Handlungsbedarf auf politischer Ebene“, betont Max Freiherr von Elverfeldt, Vorsitzender des Aktionsbündnisses Forum Natur (AFN) und Vorsitzender Familienbetriebe Land und Forst. Erschreckend sei, dass die Umweltministerkonferenz keine Fortschritte erzielt habe. Nach jahrelanger Diskussion über die Ausbreitung des nationalen Wolfsbestandes lediglich eine „Bund-Länder-Arbeitsgruppe“ einzurichten, sei für die Menschen im ländlichen Raum und die Weidetierhalter ein Hohn. „Wir erwarten von der Bundeskanzlerin eine rasche Entscheidung, die nach unserer Auffassung nur darin liegen kann, dass der Weg zum Einstieg in ein aktives Wolfsmanagement freigemacht wird“, so von Elverfeldt. Das AFN habe einen Handlungsvorschlag für ein praxisorientiertes Wolfsmanagement vorgelegt. Von Elverfeldt startet im Rahmen einer Pressekonferenz die Initiative des AFN „Wolf bleibt Wolf“ mit der gleichnamigen Internetseite.

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DeWiSt: Für eine bessere Gamspolitik in Europa

Die Deutsche Wildtier Stiftung und der CIC starten Studie zum Gämsen-Management in den Alpenstaaten

Sonntag ist Europawahl. Die Gämse geht zwar nicht zur Wahl, aber sie ist als Bewohnerin des Alpenraumes eine echte Europäerin und betroffen von europäischer Naturschutzpolitik. Der wildfeindliche Umgang der Bayerischen Staatsforsten mit dem Charakterwild der Alpen ist bekannt. Er zeigt sich in dem Grundsatz „Wald vor Wild“, in der Aufhebung der Schonzeit in umfangreichen Gebieten und einem zu hohen Abschuss in der mittleren Altersklasse. Wie andere Alpenländer mit der Gams umgehen soll jetzt in einer, gemeinsam von der Deutschen Wildtier Stiftung und dem Internationalen Rat zur Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC), in Auftrag gegebenen Studie geklärt werden.

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Verwaiste Kälber: Wildes Bayern verteidigt sich gegen Vorwürfe

Der Verein Wildes Bayern e.V. veröffentlicht eine Stellungnahme, in denen er sich gegen die Vorwürfe der Nationalparkverwaltung zur Wehr setzt. Wir veröffentlichen das Dokument im Wortlaut:

Acht tote Rotwildkälber zwischen Königsee und Obersee, gefunden am Karsamstag, haben eine Lawine losgetreten. Unter großer Anteilnahme der lokalen Bevölkerung und Fachleuten aus Nah und Fern wird seither die Frage diskutiert: Ist der Fund ein Zeichen dafür, dass im Nationalpark die Kräfte der Natur frei walten dürfen? Oder sind sie ein sichtbares Symptom für eine fehlgeleitete Politik, die Natur nach dem Lehrbuch formen und gestalten will und dabei auch haarscharf an den Grenzen des Erlaubten entlang manövriert.

Die Erklärungen der Parkverwaltung, dass es sich bei den acht am Südufer des Königssees verendeten Rotwildkälber um einen natürlichen Ausleseprozess in der Naturlandschaft des Nationalparks handelt, sind nach Ansicht des Naturschutzvereins „Wildes Bayern“ weder schlüssig noch realistisch (Fakten-Check am Ende der Meldung). Für jeden Rotwildkenner und Biologen eindeutig, hat bei diesen Verlusten der Mensch entscheidend die Hand im Spiel.

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Brandenburg: Unbekannte setzen Tularämie-infizierten Biber aus

Unbekannte Täter haben einen Biber in einem Gewerbegebiet bei Königs Wusterhausen ausgesetzt, der vermutlich mit Tularämie infiziert ist. Ein Pförtner beobachtete die Freilassung und verständigte die Potsdamer Tierrettung, die den Biber einfingen und untersuchen ließen. Einem Bericht der Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ) zufolge, wies das Tier deutlich erkennbar Krankheitssymptome auf: Er zeigte keine Fluchtreaktion und konnte kaum atmen, da “die Nase mit Eiter verklebt, der Rachenraum entzündet, die Kopflymphknoten geschwollen, teilweise aufgegangen”, waren, wie die Tierretter auf ihrer Facebook-Seite schreiben. Tularämie oder Hasenpest ist eine auf meldepflichtige Tierkrankheit  und eine Zoonose, also auf den Menschen übertragbar: “Der Verlauf der Erkrankung beim Menschen ist schwer und häufig lebensbedrohlich (die Letalität wird ohne Behandlung mit etwa 33 % angegeben), weshalb eine rechtzeitige Diagnosestellung von größter Bedeutung ist”, heißt es auf Wikipedia. Der Fahrer des Lieferwagens, in dem der Biber transportiert wurde, wird daher dringend aufgefordert, sich bei der Polizei zu melden und sich ärztlich behandeln zu lassen. red.

Beitragsbild: Von Biber gefällter Baum. Foto: SE

Die Red. dankt den JAWINA-Lesern LS und SG für ihre Hinweise!

Österreich: Heftige Debatte im Nationalrat über Rückkehr des Wolfs

+++ Österreich: Bauernbund übergibt 57.689 Unterschriften gegen den Wolf +++ Thüringen: Wolfsnachweis im Hainich +++ Schleswig-Holstein: Schafe bei Bad Segeberg gerissen +++ Bayern: Wilderer im Landkreis Rottal-Inn erwischt +++ Österreich: Wildbiologe fordert Bejagung von Wölfen +++ Niedersachsen: Wolfsriss bei Wolfsburg? +++

ÖVP und FPÖ unterstützen Forderung nach wolfsfreien Zonen, Oppositionsfraktionen gegen Aufweichung des Artenschutzes

Die Rückkehr des Wolfes nach Österreich und seine mögliche dauerhafte Etablierung als Teil der heimischen Fauna ist nicht für alle Anlass zur Freude. Insbesondere in der Bauernschaft bestehen Ängste und Besorgnis, wie gestern im Nationalrat deutlich artikuliert wurde. Ausdruck finden die Bedenken gegen den Wolf in drei Petitionen, in denen auf Probleme der Siedlungs- und Weidegebiete im Waldviertel, in Tirol und in Salzburg hingewiesen wird. Als Antwort darauf werden gesetzliche Grundlagen gefordert, um so genannte Problemwölfe leichter entnehmen und bestimmte Gebiete überhaupt wolfsfrei halten zu können. Dazu sollen entsprechende europarechtlichen Ausnahmeregelungen genützt werden bzw. eine Änderung der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie erfolgen. Weiteres Anliegen der Petitionen ist die Zahlung von Entschädigungen an betroffene Bäuerinnen und Bauern.

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Niederösterreichischer Jagdverband startet Initiative für das Niederwild

Dramatisch sinkende Besätze bei Niederwild – NÖ Jagdverband lädt im Herbst 2019 zu Niederwildgipfel

Der NÖ Jagdverband hat anlässlich des Tags der Jagd am 15. Mai in den Wiener Donauturm geladen. Im Zentrum standen dabei die Artenvielfalt und Maßnahmen, um die Besätze an Niederwild wie Rebhuhn, Fasan und Feldhasen und damit auch zahlreicher anderer Vogel- und Insektenarten anzuheben. Seit 2007 sinken die Niederwildbesätze zum Teil dramatisch, ebenso wie jener zahlreicher Singvogelarten, betonte Landesjägermeister Josef Pröll vor rund 140 Gästen: „Rebhuhn, Fasan, Feldhase und Co. benötigen eine aktive Gestaltung ihrer Lebensräume. Wir als NÖ Jagdverband sehen es als unsere Aufgabe, dem Niederwild als Indikator für Biodiversität und die Funktionalität des Ökosystems eine Stimme zu geben. Wir fordern daher eine breite Allianz aus Jägerschaft, Landwirtschaft und Agrarpolitik“, so Pröll. „Um hier Ideen, Konzepte sowie gemeinsame Maßnahmen zu erörtern und zu initiieren, laden wir im Herbst 2019 zu einem Niederwildgipfel ein. Wir müssen abgestimmt, koordiniert und überregional Maßnahmen setzen“, stellte Pröll klar.

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Baden-Württemberg: Camper laut DNA-Analyse von Fuchs angegriffen

+++ M-V: Wolf bei Rostock totgefahren +++ Hessen: Wolfssichtung bei Ulrichstein +++ Österreich: Tirol kauft Herdenschutzzäune +++ Schweiz: Jagdsaison für Wildschweine im Kanton Freiburg verlängert +++ NRW: Motorradfahrerin bei Wildunfall mit Reh schwer verletzt +++

In der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai wurde ein Mann im Rems-Murr-Kreis in seinem Zelt von einem Tier angegriffen und gebissen. Das Senckenberg-Institut in Gelnhausen hat das Umweltministerium jetzt über das Ergebnis der genetischen Untersuchung der sichergestellten Beweisstücke informiert.

Sowohl an der Jacke, die der verletzte Mann zur Tatzeit trug, als auch an der Bissstelle des Zeltes und dem Kissenbezug, haben die Mitarbeiter des Instituts Fuchsspuren ermittelt. Zwar wurden auch Hundespuren nachgewiesen. Da der angegriffene Mann selbst Hundehalter ist, waren die Hundespuren aber erwartet worden. Spuren weiterer Tierarten, die als Angreifer in Frage kommen könnten, wurden nicht festgestellt.

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NRW: Pferdesport- und Zuchtverbände warnen vor traumatisierenden Erfahrungen durch Wolfsrisse

Neun Pferdesport- und Zuchtverbände aus NRW und der Dachverband, die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) haben ein Positionspapier veröffentlicht, das die Probleme der Pferdehalter und -züchter mit der Wiederbesiedlung des Landes durch Wölfe thematisiert. Die Grundhaltung der Pferdeleute zur Wiederansiedlung des Wolfs wird in dem Papier wie folgt beschrieben:

“Pferdehalter erleben die Rückkehr des Wolfes mit gemischten Gefühlen. Die Faszination, die viele Menschen mit dem Wolf verbinden, können wir nachempfinden – gleichzeitig sind wir in Sorge um die uns anvertrauten Pferde und Ponys, deren Wohl und Schutz unsere ausdrückliche Aufgabe ist.

Den derzeitigen öffentlichen Diskurs erfahren wir als emotional stark aufgeladen und zuspitzend. An vielen Stellen vermissen wir die sachliche Betrachtung und die angemessene Abwägung von Interessen. Uns besorgt besonders die Einseitigkeit, mit der dem Thema vielerorts begegnet wird.

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IUCN und Jagdverbände legen Hintergrundpapier zur Auslandsjagd vor

Sachlich und faktenbasiert: Wie komplex Tourismus, Jagd, Gesellschaft und Wildtierschutz miteinander wirken, erläutert ein Papier von IUCN, CIC und DJV. Der Text liegt nun in deutscher Sprache vor.

In Kooperation mit der Weltnaturschutzunion (IUCN) veröffentlichen die deutsche Delegation des Internationalen Rates zur Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC) und der Deutsche Jagdverband (DJV) ein Hintergrundpapier, das die teilweise stark emotionalisierte Debatte um die Auslandsjagd („Trophäenjagd“) versachlicht. Das seit September 2016 auf Englisch vorliegende IUCN-Informationsschreiben zur Trophäenjagd verweist auf Gefahren, die aus Jagdverboten oder Einfuhrbeschränkungen für Jagdtrophäen entstehen. Die IUCN erläutert, wie Jagdverbote sich negativ auswirken können auf Artenschutz, Bekämpfung der Wilderei vor Ort sowie Rechte und Lebensgrundlagen indigener und lokaler Gemeinschaften. Das Schreiben liegt nun in einer deutschen Fassung vor.

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Durchbruch beim Wolfsmanagement?

+++ Schleswig-Holstein: Pferd mit Armbrust beschossen +++ Schleswig-Holstein: Rekord-Damwildstrecke im Kreis Plön +++ Niedersachsen: Waldarbeiter von Wildschwein angegriffen +++ ASP: Luxemburg weist Vorwürfe deutscher Jäger zurück +++ Luxemburg: Jagdverband will Wildschweinjagd zum Weltkulturerbe erheben +++ Saarland: Serie von Sabotageakten an Jagdeinrichtungen +++ Bayern: Rehbock stirbt auf der A6 +++ Östereich: Wilderer wider Willen – Autofahrer fährt Reh nach Wildunfall im Kofferraum zur Polizei +++ Deutschland/Dänemark: Anwohner wehren sich gegen Wildschweinzaun +++ Verhungerte Kälber: ÖJV attackiert Wildbiologin +++ NRW: Proteste nach Abschuss von Reh in der Innenstadt von Bünde +++ Baden-Württemberg: Polizei erschießt angefahrenes Wildschwein +++

Der Landwirtschaftsminister Mecklenburg-Vorpommerns, Dr. Till Backhaus (SPD), hat einen Durchbruch beim Wolfsmanagement angekündigt: Gegenüber dem NDR orakelte Backhaus, dass die Bundesregierung “schon in den nächsten Tagen” einen Gesetzesentwurf vorlegen könnte. Backhaus setze sich für “rechtssichere Regeln” ein, “damit auffällige Wölfe abgeschossen werden dürfen”, so der NDR. Backhaus strebt eine Änderung des Naturschutzgesetzes an. Diese solle ermöglichen, dass Wölfe oder auch ganze Rudel entnommen werden dürfen, wenn diese “gut geschützte Bestände angreifen”. Backhaus wies darauf hin, dass Weidetierhaltung für die Biodiversität unerlässlich sei. Auch der Wolf habe ein “Recht auf Leben in Deutschland”, aber alles habe Grenzen.

Derweil setzt sich die Serie von Wolfssichtungen und Wolfsrissen fort:

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Brandenburg: Ökologisches Jagdgesetz per Verordnung

Die Entwürfe für die neue Durchführungsverordnung zum Brandenburger Jagdgesetz (DVO Jagd) sind durchgesickert. Es handelt sich in der ersten Entwurfsfassung um ein totalitäres Ermächtigungsgesetz, das weitgehenden Zugriff der Verwaltung auf jagdrechtliche Bestimmungen unter Umgehung parlamentarischer Kontrolle anstrebt.

Beginnen wir mit einer vorgesehenen Neuregelung, die vermutlich noch am ehesten die Zustimmung etlicher Jäger finden würde, der Zulassung von Nachtzielgeräten für die Schwarzwildbejagung: “Abweichend von § 19 Absatz 1 Nr. 5 a des Bundesjagdgesetzes ist es erlaubt, Nachtzielgeräte, die einen Bildwandler oder eine elektronische Verstärkung besitzen und für Schusswaffen bestimmt sind sowie künstliche Lichtquellen zum Anstrahlen oder Beleuchten des Zieles, beim Erlegen von Schwarzwild zu verwenden”, lautet § 3, Abs. 1 in der Entwurfsfassung der DVO. Kleiner Schönheitsfehler dabei ist, dass durch diese Regelung das Bundeswaffengesetz tangiert ist, die Gesetzgebungskompetenz nach Auffassung von Juristen also beim Bund liegt – was Brandenburger Forstbeamte in ihren Allmachtsfantasien freilich nicht anficht.

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Tracker Artemis – zukunftssichere Hundeortung

Der finnische Hundeortungsspezialist Tracker hat ein neues Hundeortungsgerät auf den Markt gebracht. Das Tracker Artemis “verbindet bewährte und fortschrittlichste Technologie”, heißt es in einer Pressemitteilung des Herstellers: So bietet das Artemis volle Unterstützung für 2G GSM-Netze, nutzt aber auch die neuen 4G (LTE)-basierten Netzwerke NB-IoT und LTE-CAT M1, mit denen die Ära des „Internets der Dinge“ (Internet-of-Things) eingeläutet wird. Die Technologie ermöglicht deutlich besseren Empfang bei geringerem Stromverbrauch. Damit ist technologische Zukunftssicherheit des Artemis garantiert, wenn die IoT- (4G) Netzwerke die herkömmlichen 2G- und 3G- Netzwerke ersetzen.

Zusätzlich hat Tracker mehrere konstruktive Verbesserungen vorgenommen: So ist das Artemis mit einer automatischen Over-The-Air aktualisierbaren Software ausgestattet, d. h., das Halsband aktualisiert sich automatisch, sobald ein Update verfügbar ist. Nutzer müssen sich nicht mehr um die Aktualisierung des Halsbands kümmern. Darüber hinaus verfügt das Tracker Artemis über einen völlig neuen, exakten Bell-Lautzähler, einen leistungsstarken Lautsprecher und helle, fernsteuerbare LED-Leuchten.

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Russland: Bär klaut Jägern Proviant

Auf der Kamtschatka-Halbinsel im russischen Föderationskreis mit dem treffenden Namen Ferner Osten hat ein Bär eine Jägergruppe um ihren Proviant gebracht. Als die Jäger mit ihrem Pick-Up an einer durch die Taiga führenden Straße hielten, eilte der Bär herbei, schnappte sich die Kühlbox mit den Vorräten und machte sich davon. Mehrere von den Jägern abgegebene Warnschüsse konnten ihn von seinem Vorhaben nicht abbringen. Einer der Jäger filmte den Vorfall mit dem Handy, das Video geht in Russland viral, wie RTdeutsch berichtet. red.

Video: YouTube / kamchat100

Sachsen-Anhalt: Herdenschutzhund bei Wolfsangriff schwer verletzt

Am Elbdeich im Landkreis Stendal ist ein neun Jahre alter Herdenschutzhund durch einen Wolfsangriff schwer verletzt worden. Der Schäfer fand die zehn Jahre alte Kaukasische Schäferhündin Ira am Sonntag Mittag “blutüberströmt und schwer atmend” in dem Pferch, in dem Herdenschutzhunde und Schafe zur Beweidung des Deichs eingesperrt sind, wie die Volksstimme berichtet. Der Wolf fügte der Hündin mehrere tiefe Bissverletzungen in der Halsgegend zu. Das “Wolfskompetenzzentrum” Iden bestätigte den Wolfsangriff. Der Schäfer hofft, dass er die Tierarztkosten in Höhe von 180 Euro ersetzt bekommt. Ob der Hund nach der Genesung wieder als Herdenschutzhund eingesetzt werden kann, ist fraglich. red.

Beitragsbild: Herdenschutzhunde – sie sind bei ihrem Job selbst gefährdet und bieten keinen absoluten Schutz gegen Wolfsangriffe. Foto: SE

Mecklenburg-Vorpommern: Ortstermin zur Bejagung von Rotwild in der Schonzeit

Keine Verbissschäden, kein Gutachten, Wald “voll intakt und vollkommen ungefährdet”

Nach Beantragung durch das Forstamt (FA) Schuenhagen, dessen Amtsleiter, und den ergangenen Bescheid des Landkreises (LK) Vorpommern-Rügen vom 12.04.2019 bzw. der Obersten Jagdbehörde (OJB) Mecklenburg-Vorpommern (M-V) vom 23.04.2019 zur Erlaubnis der Bejagung von Rotwild in der Schonzeit hatte die zuständige Hegegemeinschaft (HG) Hochwild Schuenhagen-Franzburg umgehend einen Ortstermin auf den betroffenen Flächen vorgeschlagen und erbeten. Dieser wurde von Behördenseite abgelehnt. Erst nach der Zurücknahme der Erlaubnis und durch Anordnung von Minister Dr. Backhaus zeigte sich die Landesforstanstalt zögerlich zu einem Ortstermin bereit. Die Rotwildfreigabe in der Schonzeit hatte bereits zuvor Minister Dr. Backhaus einkassiert (JAWINA berichtete).

Am 10.05. konnten sich der Vorstand der Landesforst und die HG in Schuenhagen auf eine Begehung der vorgegebenen Schadflächen verständigen. Hierzu hatte die HG unabhängige Sachverständige mit eingeladen.

Im Antrag des Amtsleiters des Forstamtes Schuenhagen waren Schadflächen mit 54 bis 60% Verbiss „nachweislich“ angegeben und ein Gutachten gemäß Verbissinventurverfahren benannt. Diese waren dann ursächlich für die Begründung der Erlaubnis der Schonzeit-Bejagung durch die Behörden.

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Sachsen: Joggerin soll bei Bautzen von Wolf angegriffen worden sein

Bei Großpostwitz in der Nähe von Bautzen soll eine Joggerin von einem Wolf angegriffen worden sein. Das berichtet Radio Lausitz. Der Vorfall hat sich demnach schon vor zwei Wochen am 28. April zugetragen. Die Joggerin habe ein lautes Knacken im Unterholz gehört und zunächst an eine Wildschweinrotte geglaubt. Dann sei ein Wolf auf die joggende Ärztin zugerannt “und ihr zwischen die Beine gegangen.” Auf das Schreien der Frau hin floh der Wolf wieder in den Wald. Der Vater der Frau wandte sich dem Bericht zufolge an den Landrat des Landkreies Bautzen, Michael Harig. Mittlerweile hat sich der Landrat mit der Frau in Verbindung gesetzt und eine Untersuchung des Vorfalls angekündigt. Ob diese zwei Wochen danach noch belastbare Ergebnisse bringt, darf bezweifelt werden. Der Vater der Joggerin, ein Jäger, vermutet, dass der Wolf ein frisch gerissenes Stück im Gebüsch neben dem Wanderweg verteidigen wollte. Der Wolfsrüde soll einen Peilsender getragen haben. Demnach müsste immerhin nachvollziehbar sein, ob sich ein besenderter Wolf zum fraglichen Zeitpunkt an diesem Ort aufgehalten hat. Auf der Internetseite des Radiosenders sind Interviews mit dem Vater der Joggerin und dem Landrat als Podcast zum Nachhören veröffentlicht. red.

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags auf der Internetseite von Radio Lausitz (Screenshot).

Der Rothirsch als die „arme Sau“ unserer Wälder

Unter dem Titel „Der Rothirsch im Erzgebirge – Naturschützer oder Waldschädling?“ fand am 07.05.2019 in Schneeberg eine vom NABU Kreisverband Aue-Schwarzenberg e.V. organisierte Veranstaltung zur aktuellen Situation des letzten uns noch gebliebenen großen Pflanzenfressers statt. Ein Beitrag von Matthias Scheffler, Vorsitzender des Nabu-Kreisverbands Aue-Schwarzenberg.

Etwa 150 Gäste waren nach Schneeberg gekommen und erlebten einen langen, interessanten und aufgeregten Abend. „Von seiner Natur aus ist er ein Tier offener Landschaften und der Wald nur sein Lebensraum dritter Wahl. … Tatsächlich ist er darum ein bejammernswertes Geschöpf – eher eine arme Sau, mit der niemand tauschen möchte.“

Mit diesem Zitat von Wilhelm Bode aus dessen Buch „Hirsche“ begann Matthias Scheffler vom NABU Kreisverband Aue-Schwarzenberg e.V. den Abend und forderte einen (art)gerechteren Umgang mit dem Rotwild. In seiner Einführung stellte er seine Sicht auf die aktuelle Situation von Wald und Wild im Erzgebirge und die dabei hervor tretenden Konflikte zwischen den verschiedenen Interessengruppen dar. Außerdem zeigte er, welche Vorstellungen der NABU zur Zukunft unserer Wälder hat, in denen vor allem natürliche Entwicklungen eine größere Rolle spielen sollten als gegenwärtig.

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Schleswig-Holstein: Behörden warnen vor auffälligem Wolf bei Lübeck

+++ Niedersachsen: Wolfssichtungen bei Thülsfelder Talsperre und Landolfshausen +++ Sachsen-Anhalt: LJV fordert Aufnahme der Nilgans ins Jagdrecht +++ Bayern: Verhungerte Kälber – Nationalpark Berchtesgaden prüft rechtliche Schritte gegen Wildes Bayern e.V. +++

Im Grenzgebiet von Mecklenburg-Vorpommern (nahe Herrnburg im Landkreis Nordwestmecklenburg) und im Lübecker Umland ist mehrfach ein Wolf gemeldet worden, der sich Hunden und Spaziergängern bis auf wenige Meter genähert hat und sich schwer vertreiben ließ. Der Wolf sei nicht aggressiv gewesen, habe aber hartnäckiges Interesse an den Hunden gezeigt, erklärte ein Sprecher des Landesamts für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume LLUR) gegenüber den Kieler Nachrichten (KN). Der Wolf wurde als “auffällig” eingestuft, es wird geprüft, ob Vergrämungsmaßnahmen erforderlich sind. Spaziergänger in dem Bereich werden aufgefordert, ihre Hunde angeleint zu lassen. Der Wolf darf auf keinen Fall gefüttert werden. Das LLUR empfiehlt den KN zufolge, sich dem Wolf nicht zu nähern. Kommt der Wolf einem nahe, solle er “aktiv durch Lärm vergrämt werden” und dann unverzüglich langsam und ruhig der Rückzug angetreten werden. Wolfssichtungen sollen der Wolfshotline unter 0174-63 30 335) gemeldet werden. red.

Beitragsbild: Hund – im Wolfsgebiet bitte anleinen. Foto: SE

Die Red. dankt JAWINA-Leser JS für den Hinweis!

UMK: Rechtsrahmen zum Wolf soll angepasst werden

Beim Umgang mit dem Wolf hat die Umweltministerkonferenz (UMK) mit dem Bund vereinbart, dass zeitnah Vorschläge für mögliche Anpassungen des bundesrechtlichen Rahmens vorgelegt werden und im Rahmen einer gemeinsamen Arbeitsgruppe ein kontinuierlicher Austausch über den Bestand der Wölfe in Deutschland stattfinden soll. “Es ist wichtig, dass wir die konkreten Probleme beim Umgang mit dem streng geschützten Wolf zügig angehen und insbesondere die Unterstützung für Weidetierhalterinnen und -halter weiter ausbauen. Ich bin guter Dinge, dass wir auf der Grundlage der Gespräche zwischen dem Bund und den Ländern zeitnah zu konkreten Ergebnissen kommen”, sagt der Umweltminister Schleswig-Holsteins, Jan Philipp Albrecht (Grüne). PM

Beitragsbild: Wolf. Foto: Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel

Mitgliederversammlung LJN: Jäger leisten wertvollen Beitrag zur Artenvielfalt

In der Stadthalle von Gifhorn findet heute die Mitgliederversammlung der Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. statt (LJN). Neben aktuellen jagdpolitischen Themen und den damit verbundenen Herausforderungen steht auch das Thema Wolf im Mittelpunkt.

Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast betonte in ihrem Grußwort die Rolle der Landesjägerschaft Niedersachsen als wichtiger und verlässlicher Partner in Sachen Jagd, Natur- und Artenschutz. Zugleich dankte sie den Jägerinnen und Jägern für die beherzte Bejagung von Schwarzwild und Nutria in den vergangenen Jahren und ihr Engagement im Bereich der Biodiversität in der Kulturlandschaft: „Die Jägerinnen und Jäger in Niedersachsen leisten einen wichtigen und wertvollen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt. Dazu gehört die Jagd, dazu gehören die vielen verschiedenen Maßnahmen zur Biotopverbesserung, zur Umweltbildung oder Wildunfallprävention und dazu gehört ihre Bereitschaft, dies alles und vieles mehr freiwillig und ehrenamtlich zu tun“.

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Europäischer Gerichtshof: Grünes Licht für Wolfsjagd als Managementmaßnahme

Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofs hält Jagd auf Wölfe für zulässig. Eine Ausnahmeregelung ist kein Widerspruch zum strengen Schutz durch die FFH-Richtlinie.

Der Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofs hat sich für die Genehmigung der Wolfsjagd in Ausnahmefällen ausgesprochen. Konkret geht es in dem Verfahren um die Frage, unter welchen Bedingungen Finnland von den strengen Schutzbestimmungen der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH) abweichen darf, um eine Jagd auf Wölfe nach Artikel 16 zuzulassen. Die Stellungnahme ist zwar nicht bindend, wird jedoch normalerweise vom Gerichtshof befolgt. Das Urteil wird in der zweiten Hälfte dieses Jahres erwartet.

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Niedersachsen: Schafherde angegriffen – Jäger erschiesst Huskys

Am Donnerstagmorgen, 09.05.2019, kurz nach 06.00 Uhr, teilte ein Binnenschiffer auf der Weser der Polizei mit, dass im Bereich von Bücken eine kleinere Schafherde von zwei Hunden attackiert werden würde. Der Hinweisgeber konnte erkennen, dass bereits einige Schafe in die Weser geflüchtet waren. Auf der Weide lagen bereits eine Reihe von Tieren zum Teil verletzt, zum Teil augenscheinlich bereit tot. Zu seinem eigenen Schutz und zum Beenden der Angriffe auf die Schafe erschoss ein erfahrener Jäger die beiden schäferhundgroßen Hunde. Im Rahmen der Ermittlungen der Polizei Hoya erhärtete sich der Verdacht, dass es sich bei den beiden wildernden Hunden um zwei Huskies gehandelt hatte, die bereits seit Dienstagabend, 07.05.2019, in Holtorf vermisst wurden.

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Baden-Württemberg: ASP-Prävention – Sammelstellen für Schwarzwild-Abfälle an Jägerschaft übergeben

Zur Prävention der Afrikanischen Schweinepest haben die Fachdienste Forst und Veterinärwesen des Landratsamtes Neckar-Odenwald-Kreis fünf Sammelstellen für Wildabfälle aus der Jagdausübung eingerichtet und die Schlüssel in den vergangenen Wochen an die Jägerschaft übergeben. Die so genannten Wildverwahrstellen wurden auf Veranlassung des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz eingerichtet, um eine mögliche Seuchenverbreitung der Afrikanischen Schweinepest durch Teile von Wildschweinen zu minimieren. Der Kreis hat die Einrichtung von fünf solcher Räumlichkeiten in Mudau, Buchen, Osterburken, Schefflenz und Neunkirchen nun abgeschlossen. Es handelt sich um Container mit Kühleinrichtungen und Mülltonnen, deren Verwendung für die örtlichen Jäger ab sofort möglich ist.

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Heute: Über 120 Mahnfeuer gegen den Wolf in Europa

+++ Bauern und Schäfer demonstrieren gegen Wölfe +++ Ganze Rudel entnehmen: FDP fordert im Bundestag Ausweitung der Jagd auf Wölfe +++ Niedersachsen: Wolf im Landkreis Göttingen gefilmt +++

Weidetierhalter rufen unter dem Motto “Realitätsferner „Herdenschutz“ bringt keine Lösung” zum Schäfer-Aktionstag am heutigen Freitag auf.

Deutsche Weidetierhalter werden am Abend des 10. Mai Mahn- und Informationsfeuer gegen den Wolf entzünden. Das teilt der Förderverein der Deutschen Schafhaltung e.V mit. Europaweit seien mehr als 120 Mahnfeuer gemeldet worden, teilte ein Sprecher des Vereins auf Anfrage von JAWINA mit. Die Schäfer wollen damit auf die existenzbedrohende Lage hinweisen, in die sie immer mehr hineingeschoben werden, um so die politischen Entscheider zum Umdenken zu bewegen, wie es in der Pressemitteilung heißt: Durchzunehmende Wolfsschäden – infolge des ungehemmten unkontrollierten Populationswachstums – stehen immer mehr Betriebe vor immer größeren Problemen. Die Schäfer wenden sich insbesondere auch gegen realitätsferne Herdenschutz-Debatten.

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Umweltminister fordern klare Regeln für Wolfsmanagement

+++ NRW: LANUV bestätigt Wolfsrisse in den Kreisen Steinfurt und Soest +++ Baden-Württemberg: Mutmaßlicher Wolfsriss in Bad Wildbad +++ Bayern/NRW: Wolfssichtungen bei Wunsiedel und Selm +++ Schweiz: Nationalrat lockert Kriterien für Wolfsabschüsse +++ Hessen: Verwaltungsgericht Gießen untersagt Wildschweinhaltung im Vorgarten +++ Bayern: Wildernde Hunde – Jäger setzen Belohnung aus +++ Baden-Württemberg: Hund reißt Reh – Hundebesitzer flüchtet +++

Die Umweltminister Schleswig-Holsteins und Niedersachsens haben anlässlich der Umweltministerkonferenz (UMK) in der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) “vom Kanzleramt eine eindeutige Linie zum Umgang mit Wölfen” eingefordert. Der grüne (!) Umweltminister Schleswig-Holsteins, Jan Philipp Albrecht sagte, es müssten “endlich klare Rahmenbedingungen für den Artenschutz des Wolfs einerseits und den Schutz von Nutztieren vor seinen Übergriffen andererseits geschaffen werden”. Der niedersächsische Umweltminister Olas Lies erklärte in der NOZ, es sei “in Berlin lange genug darüber gestritten worden, wie mit dem Wolf umzugehen ist.” Die Länder bräuchten jetzt “klare Antworten.” Lies forderte der NOZ zufolge, dass der Bund festlegen müsse, “ab welcher Anzahl Wölfe nicht mehr im Bestand gefährdet seien”.

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Sachsen-Anhalt: Jäger erlegt Wildschwein und findet Pfeil in der Schulter

Ein Jäger hat bei Cörmigk (Salzlandkreis) am vergangenen Freitag ein Wildschwein erlegt. Bei der Inbesitznahme der Sau entdeckte er, dass ein Pfeil in der Schulter des Tiers steckte. So etwas Grausames habe er “selten erlebt”, sagte der Vorsitzende der Bernburger Jägerschaft, Michael Warthemann, gegenüber der Mitteldeutschen Zeitung (MZ). Das Wildschwein müsse nach diesem Schuss starke Schmerzen gelitten haben, so der Jägerschaftsvorsitzende. Bei dem Pfeil habe es sich um einen Jagdpfeil gehandelt, der mit seinen rasiermesserscharfen Spitzen tiefe Wunden ins Fleisch schneide. Wer dem Tier die Verletzung beigebracht haben könnte, ist unklar. Die Jäger haben Anzeige bei der Polizei wegen Jagdwilderei erstattet. red.

Beitragsbild: Jagdpfeil. Foto: privat

Aktionsbündnis Forum Natur: Bisherige Wolfspolitik gescheitert

+++ Schweiz: Wolf soll jagdbar werden +++ Österreich: Jagdunfall bei Hahnenjagd – Jäger durch Schuss leicht verletzt +++

Nach realistischen Schätzungen leben bereits jetzt zwischen 1.000 und 1.300 Wölfe in Deutschland, eine Verdopplung innerhalb von drei Jahren ist anzunehmen. Die Probleme mit dem Wolf nehmen mit seiner Ausbreitung in Deutschland stetig zu. Das Aktionsbündnis Forum Natur (AFN) sowie die Verbände der Halter von Weidetieren fordern deshalb anlässlich der Konferenz der Umweltminister von Bund und Ländern in Hamburg den Einstieg in ein geregeltes Management für den Wolf. „Zur Akzeptanz des Wolfes bei unseren Mitgliedsbetrieben ist ein aktives Wolfsmanagement wichtig, wobei eine notwendige Entnahme dabei nur über den jeweiligen Jagdausübungsberechtigten erfolgen kann. Ohne ein gezieltes Eingreifen ist sowohl die Haltung von Rindern, Schafen, Ziegen, Pferden und landwirtschaftlichen Wildtieren als auch die Akzeptanz der Menschen im ländlichen Raum für den Wolf in Frage gestellt“, so Max Frhr. von Elverfeldt, Vorsitzender des AFN.

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Milchviehhalter fordern Begrenzung der Wolfspopulation “auf vertretbares Mass”

Wolf ist Thema der Umweltministerkonferenz: Chance für Vermittlung zwischen Weidetierhaltung und Naturschutz

Anlässlich der am heutigen Mittwoch beginnenden Umweltministerkonferenz (UMK) in Hamburg, bei der auch der Umgang mit dem Wolf auf der Tagesordnung steht, weist der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter BDM e.V. noch einmal darauf hin, wie wichtig es insbesondere für die Grünlandregionen und damit für die Weidetierhalter ist, dass beim hoch emotional diskutierten Thema Wolf ein sachlich begründeter Ausgleich zwischen den bereits bestehenden Zielkonflikten im Hinblick auf Tierschutz, Klimaschutz und Biodiversität gefunden wird. Das Thema Wolf droht die bisher über gemeinsame Projekte häufig gut verbundene Weidetierhaltung und den Naturschutz zu spalten. Die Länderminister haben die Chance, dieser Spaltung mit einer ausgewogenen Regelung zum Wolfsmanagement entgegenzuwirken.

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Thüringen: Wölfe reissen vier Fohlen innerhalb von sieben Wochen

+++ DJV fordert Rechtssicherheit-bei-Wolfsmanagement +++ Sachsen-Anhalt: Wolfsriss in Weißenfels? +++ Dorfbewohner haben genug vom Wolf +++ ASP: FLI aktualisiert Risikobewertung +++

Seit Mitte März sind in der Umgebung von Ohrdruf vier Fohlen von Wölfen gerissen worden. Am 19. März wurde der erste Riss eines Fohlens aus dem Ilmkreis vermeldet (JAWINA berichtete), seitdem scheinen der oder die Wölfe auf den Geschmack an Pferdefleisch gekommen zu sein. In Thüringen ist bisher nur die auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf ansässige Wölfin als territoriales Einzeltier nachgewiesen. Die Ohrdrufer Wölfin hatte sich mit einem Haushund gepaart und 2018 Hybriden gewölft, die zum Teil entnommen wurden (JAWINA berichtete). Experten zufolge, so die Thüringer Allgemeine, könnten jedoch möglicherweise auch durchziehende Wölfe für den einen oder anderen Riss verantwortlich sein. Bei dem nun am Montag (06.05.) gerissenen Pferd handelt es sich um ein erst anderthalb Tage altes Sportpferdefohlen (Warmblut), wie der betroffene Züchter gegenüber JAWINA bestätigte.

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Sachsen-Anhalt: Wolf angefahren – Fangschuss nach Nachsuche

Eine 30-jährige Fahrzeugführerin aus dem Landkreis Stendal hatte am Sonntag einen Zusammenstoß auf der Bundesstraße 189 mit einem Wolf. Das teilt die Polizei mit. Das Tier konnte sie beim Zusammenstoß im nördlichen Bereich des Landkreises noch erkennen und der Polizei mitteilen. Im Anschluss flüchtete der schwer verletzte Wolf in den angrenzenden Wald. Am Pkw der Fahrerin entstand Sachschaden. Am Unfallort erschienen neben der Polizei Mitarbeiter des Landesamtes für Umweltschutz aus dem Wolfkompetenzzentrum Iden, ein Tierarzt, ein Schweißhundführer, ein Betäubungsschütze sowie ein hinzugezogener Jagdpächter.

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RLP: Polizei fahndet nach vermisstem Jäger

+++ Niedersachsen: Löwen attackieren Tierpfleger in Safaripark +++ Italien: Wolf reißt 11 Schafe in Südtirol +++ Bremen: Deichverband fordert Nutria-Bejagung +++

Der 26-jährige Timo Balshüsemann aus Kaiserslautern wird seit Freitagvormittag (3. Mai 2019) vermisst. Die Polizei kann nicht ausschließen, dass sich der Student in einer hilflosen Lage befindet. Er soll eine scharfe Schusswaffe mit sich führen. Umfangreiche Suchmaßnahmen mit Unterstützung von Personenspürhunden und Hubschrauber haben bislang nicht zum Auffinden des 26-Jährigen geführt, weshalb sich die Polizei jetzt an die Öffentlichkeit wendet. Wer kann Hinweise zum Aufenthaltsort von Timo Balshüsemann geben?

Der Gesuchte ist etwa 1,80 Meter groß und hat eine trainierte Figur. Er hat dunkle, kurze Haare und ist Brillenträger. Der 26-Jährige war zuletzt mit einer schwarzen Jeans, einer schwarzen Jacke und braunen Schnürschuhen bekleidet. Ein Foto des Vermissten finden Sie unter https://s.rlp.de/rvSmg auf der Internetseite der Polizei.

In der Vermisstensuchmeldung warnt die Polizei: Bitte treten Sie nicht an die Person heran. Der 26-Jährige soll bewaffnet sein. Er ist Jäger und berechtigt, Waffen zu besitzen. Der Bild-Zeitung zufolge soll der Vermisste nach der Trennung von seiner Freundin seinen Suizid angekündigt.

Zeugen, die Hinweise zu Timo Balshüsemann geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0631 369 2620 mit der Polizei Kaiserslautern in Verbindung zu setzen. PM

Beitragsbild: Fahndungsbild der Polizei. Quelle: Polizei RLP