Niedersachsen: Wolfsentnahme wird etwas teurer

+++ Brandenburg: Hinterlauf gebrochen – Elch in Eberswalde geschossen +++ Österreich: Hund verendet in Conibear-Falle +++ Tödlicher Jagdunfall in der Schweiz: Täter und Opfer waren beste Freunde +++ Wölfe unter Verdacht: Schafe, Pferd, Kalb +++Schweiz: Jagdunfall – Jäger (79) schießt sich in die Hand +++ Südkorea: ASP-Ausbruch bei Hausschweinen +++

150.000 statt 83.000 Euro für externen Dienstleister

Die Kosten für die geplante, aber bislang erfolglose Entnahme des “Problemwolfs” GW717m laufen aus dem Ruder. Das ergibt sich aus der Antwort der niedersächsischen Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen. Stand bisher ein Betrag in Höhe von rund 83.000 Euro als Kosten für den externen Dienstleister im Raum, der das Land Niedersachsen “bei der “Individualisierung und dem Entnahme-Verfahren unterstützt”, so ist in der Antwort der Landesregierung von 150.000 Euro die Rede. Ohne die Präventionsmaßnahmen für den Herdenschutz einzurechnen, fallen für das Wolfsmanagement Kosten in Höhe von knapp 1,4 Millionen Euro an (siehe Beitragsbild). Diese werden unter anderem für Besenderungsversuche, eine “Eingreiftruppe Herdenschutzhunde”, DNA-Analysen oder Öffentlichkeitsarbeit ausgegeben. Die Kosten für die Entnahme eines Wolfs überstiegen die Kosten für”alle Schäden durch Wölfe im ganzen Land”, bemerkte der Grünen-Politiker Christian Meyer süffisant gegenüber dem NDR. SE

Beitragsbild: Aus der Antwort der Niedersächsischen Landesregierung auf die Kleine Anfrage der Grünen (Screenshot, Ausschnitt).

Die Red. dankt JAWINA-Leser GM für den Hinweis!

 

Wisente an der deutsch-polnischen Grenze gesichtet

+++ Mord, Vergewaltigung, Folter: Massive Vorwürfe gegen den WWF +++

WWF: Ein zweites „Lebus“ darf es nicht geben

350 Meter vor der deutschen Grenze, wenige Kilometer von Bad Freienwalde (Landkreis Märkisch Oderland) entfernt, wurden im polnischen Cedynia zwei Wisentbullen gesichtet, die auch nach Deutschland kommen könnten. Vor zwei Jahren hatte schon einmal ein freilaufender Wisent die Grenze überquert und wurde dann bei Lebus in Brandenburg auf Anordnung des Ordnungsamt-Leiters von einem Jäger erschossen. Ein zweites Lebus dürfe es nun nicht geben, so die Umweltschutzorganisation WWF Deutschland. „Wenn Wisente von sich aus in ihre ehemalige Heimat zurückkehren, sollten wir sie willkommen heißen und nicht abschießen. Abgesehen davon ist die Abschussfreigabe eines streng geschützten Tieres ohne ein ersichtliches Gefährdungspotential eine Straftat“, sagt WWF-Wisent-Expertin Nina Gandl. Gegen den Leiter des Ordnungsamtes hatte der WWF damals Strafanzeige gestellt, das Verfahren wurde allerdings wieder eingestellt. Warum die Aussicht, im dicht besiedelten Deutschland von einem Auto überfahren zu werden, unter Berücksichtigung der Gefährdung für die Fahrzeuginsassen so viel besser ist, dazu äußerte sich der WWF nicht.

Weiterlesen

Niedersachsen: Wolf bei Celle totgefahren

+++ NRW: Wildschwein attackiert Mann in Hagen +++ Sachsen: Landschaftspflegeverband kämpft für Erhalt des Rotwilds im Erzgebirge +++

Am Sonntag, dem 15. September 2019, kam es auf der Kreisstraße 26 zwischen Hustedt und Wittbeck gegen 13:00 Uhr zu einem Verkehrsunfall, bei dem ein Pkw mit einem die Straße querenden Wolf kollidierte. Der Wolf wurde durch die Kollision getötet. Der Fahrzeugführer blieb unverletzt. Der Wolf wurde im Anschluss an die Verkehrsunfallaufnahme von einem zuständigen Wolfsbeauftragten abtransportiert. PM

Beitragsbild: Wildunfall (Symbolbild). Foto: SE

DJV/CIC: “Jagd refinanziert Nashornschutz”

Internationale und nationale Medien berichten von der Erlegung eines Spitzmaulnashorns durch einen US-Amerikaner in Namibia. Aus dieser Jagd fließen umgerechnet 360.000 Euro in den Wildtierschutz Namibias und tragen zu einer der erfolgreichsten Naturschutzstrategien Afrikas bei. Die Tierrechtsszene stellt das in Abrede.

Zuständige US-Behörden haben den Import eines Spitzmaulnashorns aus Namibia genehmigt, das ein US-Amerikaner erlegt hat. Die internationale Tierrechtsszene nimmt die Genehmigung zum Anlass, Forderungen nach Importbeschränkungen für Jagdtrophäen zu stellen. Der Internationale Rat zur Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC) und der Deutsche Jagdverband (DJV) stellen fest, dass derartige Forderungen das namibische Erfolgsmodell im Schutz seiner Wildtiere kompromittieren.

Namibia managt seine Spitzmaulnashörner im Rahmen einer Strategie, die zuletzt 2017 aktualisiert wurde. Diese basiert auf drei Empfehlungen führender Nashorn-Experten, darunter die „African Rhino Specialist Group“ der Weltnaturschutzunion (IUCN). Diese sind: die Vergrößerung des Ausbreitungsgebiets, ein jährliches Populationswachstum von mindestens fünf Prozent sowie die Minimierung von Wilderei. Im Rahmen dieser Strategie hat Namibia seinen Bestand an Spitzmaulnashörnern zwischen 1995 und 2015 mehr als verdoppelt. Damit ist Namibias Schutzprogramm für Nashörner und andere Wildtiere einer der größten Artenschutzerfolge Afrikas.

Weiterlesen

Schweiz: Tödlicher Jagdunfall – Jäger erschiesst Jäger

Bei einem tödlichen Jagdunfall in der Gemeinde Chiasso im Tessin ist am Samstag ein Jäger von einem anderen Weidmann erschossen worden. Das Opfer ist 51, der Schütze 50 Jahre alt. Der Getroffene erlag noch am Unfallort seinen schweren Verletzungen. Die Behörden haben eine Untersuchung des Vorfalls eingeleitet. Täter uns Opfer sind beide einheimische Jäger. red.

Beitragsbild: Gebirgsjagd (Symbolbild). Foto: SE

Thüringen: Wolfsbeauftragter schmeisst hin

“Habe mich vor den Kommunisten nicht verbogen, lasse mich auch nicht von den Grünen verbiegen!”

Der Thüringer Wolfsbeauftragte Uwe Müller hat seinen Job als Zuständiger für Wolfsrisse beim Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) fristlos gekündigt. Das berichtet der MDR. Müller führte zur Begründung “unüberwindbare Probleme mit seinem Arbeitgeber”, “Redeverbote” und “neue Prämissen seit Anfang des Jahres” an. Ziel sei es, “unbequeme Leute auszuschalten. “Ich habe mich vor den Kommunisten nicht verbogen, ich lasse mich auch nicht von den Grünen verbiegen”, bekundete Müller gegenüber dem MDR. Das TLUBN untersteht dem Thüringer Umweltministerium, das von der Grünen-Ministerin Anja Siegesmund geführt wird. Dem TLUBN zufolge handelt es sich bei der Personalie um eine “organisatorische Umstrukturierung, um die Abläufe weiter zu verbessern.” red.

Beitragsbild: Von Wolf gerissenes Schaf. Foto: SE

Die Red. dankt für die Hinweise!

Niedersachsen: “Ohne die Hilfe der Jäger geht es nicht”

+++ Niedersachsen: Nabu beklagt dramatische Einbrüche bei Wiesenvögeln +++ Österreich: Jäger schießt Rohrweihe, Passant zeigt ihn an +++

Der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies (SPD) bittet die Jägerschaft um Hilfe bei der Entnahme des “Problemwolfs” GW717m. Das berichtet die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ). Der Leitwolf des Rodewalder Rudels hat mehrfach als wolfssicher geltende Zäune überwunden und diverse Nutztiere von Schafen bis zu Alpakas, Ponys und Rindern gerissen. Deshalb ist eine Ausnahmegenehmigung für den Abschuss des Wolfs erteilt und mehrfach verlängert worden. Seit Januar versucht ein vom Land Niedersachsen bezahlter Dienstleister den Wolf zu “entnehmen”, dafür sind bislang Kosten in Höhe von rund 83.000 Euro angefallen. Lies müsse einräumen, dass das bisherige Verfahren erfolglos war, konstatiert die HAZ.  “Wir brauchen ganz klar die Ortskenntnis der Jagdpächter, deshalb bitte ich die Jäger um Hilfe“, sagte der Minister gegenüber der Zeitung. Dabei dürfe “nur nicht der Eindruck entstehen, als bliesen er oder die Jäger ganz generell zur Jagd auf Wölfe.” Es gehe um eine Ausnahme, betonte Lies, um die Entnahme eines Problemwolfs.

Weiterlesen

Streitschrift gegen den “Schalenwildkrieg der Forstpartie”

Der Jurist und Jagdrechtsblogger Dr. Wolfgang Lipps hat eine “Streitschrift gegen die rechtswidrige „Ausrottung“ und/oder „planlose Dezimierung“ von Schalenwild durch „Mindestabschusspläne“” verfasst. Darin geht es um den “Schalenwildkrieg der Forstpartie”, wie der Verfasser schreibt, eine Auseinandersetzung, die mit “der unsäglichen neuen DVO zum Landesjagdgesetz Brandenburg” den Höhepunkt erreicht habe. Die Streitschrift solle Jagdgenossenschaften, Jäger “und vor allem die Politik zum Umdenken und zu Aktionen bewegen”.

In der Einleitung zu dem Text heißt es, seit Jahren sei zu beobachten, dass “leider das Verhältnis zwischen Forst und Jagd immer schlechter” werde. […] Nach der Wende sei der Landesforst Brandenburg angetreten mit dem Bekenntnis  „Wald und Wild“ (auch bekannt geworden als „Der Brandenburger Weg“). “Sehr schnell allerdings wurde daraus der Slogan „Wald vor Wild“”, schreibt Lipps, “Und heute müssen wir nicht nur in Brandenburg, sondern vielerorts, erkennen, dass sich die Forstwirtschaft einen „Wald ohne Wild“ nicht nur wünscht, sondern massiv und, gerade in Brandenburg, mit vorwerfbaren Mitteln durchzusetzen versucht.”

Weiterlesen

Schleswig-Holstein: Kofferfalle wieder erlaubt

+++ Niedersachsen: Verhaltensauffällig? Junger Wolf spielt mit Jagdhund +++

In Schleswig-Holstein ist die Verwendung von Kofferfallen wieder zugelassen. Auf der Internetseite des Landesjagdverbands Schleswig-Holstein heißt es dazu: “Ab sofort darf die Kofferfalle wieder durch den LJV geprüft und registriert und somit landesweit eingesetzt werden. Das LJV-Präsidium und der Arbeitskreis Niederwild im LJV begrüßen den Erlass, an dem lange gearbeitet wurde: “Mit diesem Erlass sind wir unserem Ziel, die jagdlichen Rahmenbedingungen in Schleswig-Holstein zu verbessern, ein großes Stück näher gekommen”, stellt LJV-Präsident Wolfgang Heins fest. Ebenso positiv äußert sich der Vorsitzende des Arbeitskreises Niederwild Revieroberjäger Christopher von Dollen: “Dies ist ein wichtiger Schritt für das Prädatorenmanagement zur Niederwildhege”. Das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND) gibt folgenden Erlass bekannt:

Weiterlesen

Neue grüne Verbotsideen

Irre! Man denkt, es ist doch schon alles verboten, aber den Grünen fällt immer noch was Neues ein: Luftballons gehören schon lange verboten, da sind wir uns einig, deshalb ist der Vorstoß der niedersächsischen Grünen für ein Luftballon-Verbot als überfällig zu werten. Harmloser Spaß auf Kindergeburtstagen? Von wegen! Millionen Vögel verenden qualvoll, weil sie Luftballonreste fressen, was bestimmt irgendeine Studie alternativlos belegt. Außerdem sollen sich ruhig schon die kleinen grünen Nachwuchs-Khmer Soja-Bratlinge mümmelnd an die Freudlosigkeit des Daseins gewöhnen, eines Daseins, welches sich zuallererst als ein schuldbeladenes begreift, weil es Nacktmullen und Schweinswalen den Lebensraum mit Mikroplastik zumüllt.

Konsequent daher auch die spitzengrüne Forderung, Benziner und Diesel-Autos endlich zu verbieten. Mit steigenden Zwangsquoten für Elektroautos soll dem endgültigen Verbot bis 2030 der Weg geebnet werden. Von da ist es nur noch ein kleiner Schritt, bis in einem sauberen planwirtschaftlichen Verfahren (Grünen-Chef Habeck soll ja angeblich Sympathien für ein “durchregiertes System à la China hegen) festgelegt werden kann, wer überhaupt zu individueller Fortbewegung berechtigt ist (Gesichtspunkte wie Systemtreue, Ernährungsgewohnheiten, Bejahung von regenerativer Energie und Diversity) sollten unbedingt in die Bewertung einfließen). Berechtigte können dann eines der zwei Einheitsmodelle bei der staatlichen Mobilitätskommission beantragen.

Weiterlesen

LJV NRW verabschiedet Positionspapier Wald und Wild

+++ Bayern: Jäger stellt Mahntafel neben von Hund gerissenem Reh auf +++ Bayern: Luchs gewildert – Jäger unter Verdacht +++ Österreich: Jungrinder wahrscheinlich von Wolf gerissen +++ Schweiz: Wölfe im Basler Zoo eingeschläfert +++ Schweiz: Wolfsabschüsse in Schongebieten gefordert +++ Bahnbrechende Erkenntnis: “Böse Wölfe” gab es wirklich +++

Der Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen (LJV NRW) hat ein Positionspapier mit dem Titel “Wald und Wild” veröffentlicht. In einer Pressemitteilung des Verbandes heißt es dazu: “Die Waldbesitzer in Nordrhein-Westfalen stehen erneut vor einer riesigen Herausforderung, die manche Betriebe an ihre Existenzgrenze treibt. Mehrere extreme Sturmereignisse der letzten Jahre, die beiden Trockenjahre 2018 und 2019 und die daraus folgende Borkenkäferkalamität in den Nadelholzregionen bedrohen den Wald in NRW mit seinen vielfältigen Wirtschafts-, Schutz- und Sozialfunktionen. Die Sicherung und Wiederherstellung des Waldes bedürfen gemeinsamer Anstrengungen aller daran beteiligten Gruppen. Von der Jägerschaft in den betroffenen Regionen ist erneut große Solidarität gefordert, denn ohne ihre Mitwirkung können die Ziele nicht erreicht werden.

Weiterlesen

Bayern: Vier Jungwölfe im Veldensteiner Forst nachgewiesen

Wolf bei Pegnitz totgefahren

Im Landkreis Bayreuth wurden am 08.09.2019 vier Jungwölfe von einer automatischen Videokamera aufgenommen. Es handelt sich um den zweiten Wurf des Wolfspaars im Veldensteiner Forst. Am 11.09.2019 meldete die Polizeidienststelle Pegnitz dem Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) den Fund eines toten wolfsähnlichen Tieres an der BT28 zwischen Pegnitz und Plech. Bei dem toten Tier handelt es sich um einen Wolf, wie die Dokumentationsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) bestätigt hat. Das LfU hat Untersuchungen zur Klärung der Todesursache und Individualisierung des Tieres in die Wege geleitet. Nach den vorliegenden ersten Erkenntnissen ist davon auszugehen, dass es sich um einen Wildunfall handelt. Die Behörden, Interessenverbände und Vertreter von Nutztierhaltern vor Ort wurden informiert.

Weiterlesen

Bayern: Jagd- und Naturschutzverbände verabschieden Aktionsplan gegen Wilderei

Der Bayerische Jagdverband (BJV), der Landesbund für Vogelschutz (LBV) und der WWF Deutschland fordern von der bayerischen Landesregierung einen „Aktionsplan Wilderei“. Gemeinsam veröffentlichten die Verbände am Mittwoch eine „Regensburger Erklärung gegen Wilderei und Artenschutzkriminalität“. Sie fordern darin eine Anti-Wilderei-Offensive der bayerischen Behörden und eine zentrale Dokumentation und Veröffentlichung aller Artenschutzdelikte sowie ihrer Hintergründe und deren Strafverfolgung in Bayern. So heißt es in dem Papier: „Die illegale Tötung streng geschützter Wildtiere ist kein Kavaliersdelikt. Diese Straftaten müssen konsequent verfolgt werden. Ein eindeutiges Signal durch das Innen- und Justizministerium ist dringend erforderlich, damit Wilderei immer als gravierendes Problem mit entsprechendem Handlungsdruck wahrgenommen wird.“

Weiterlesen

Bayern: Vocke schliesst Rücktritt nicht mehr aus

Der Präsident des Bayerischen Jagdverbands (BJV), Jürgen Vocke, schließt seinen Rücktritt einem Bericht der Süddeutschen Zeitung zufolge nicht mehr aus. Vocke, der seit 25 Jahren BJV-Präsident ist, sieht sich “heftigen Vorwürfen wegen seines Finanzgebarens” ausgesetzt, formuliert die SZ. Der Memminger Jagdfunktionär und BJV-Präsidiumsmitglied Andreas Ruepp hat Strafanzeige gegen Vocke wegen des Verdachts der Untreue und Unterschlagung erstattet.  Derzeit prüft ein Wirtschaftsprüfer die Verbandsfinanzen. “Sollte sich herausstellen, dass es tatsächlich zu Versäumnissen gekommen ist, lege ich das Amt nieder”, kündigte Vocke an. Konkret geht es wohl um die “pauschale Aufwandsentschädigung” in Höhe von 5000 Euro monatlich, die sich Vocke vom BJV für sein “Ehrenamt” überweisen lässt – dem Bericht zufolge steuer- und abgabenfrei. Dies liege “weit jenseits der üblichen steuerfreien Ehrenamtspauschale von 720 Euro pro Jahr”, merkt die SZ süffisant an. Der Verband behalte nun 2000 Euro monatlich ein, falls für die Ehrenamtsbezüge des BJV-Präsidenten nachträglich Lohnsteuer und Sozialabgaben abgeführt werden müssen.

Weiterlesen

Jagdreise: Streit um Elch

Vor dem Amtsgericht Mönchengladbach streiten sich ein Jagdreisender und ein Jagdreiseunternehmen – der Fall gibt Anlass zu allgemeinen Erwägungen zu Streitfällen auf Jagdreisen.

Dem Zivilverfahren liegt einer Pressemitteilung des Gerichts zufolge folgender Sachverhalt zugrunde:

“Der Kläger verlangt von der Beklagten Zahlung von EUR 1.500,00 als Ersatzansprüche nach einer nicht wie gewünscht verlaufenen Jagdreise nach Weißrussland. Die Beklagte hatte sich in einem 2017 geschlossenen Vertrag verpflichtet, dem Kläger und einem weiteren Jagdgenossen die Gelegenheit zu vermitteln, in einem Jagdrevier bei Sklov einen Elch zu erlegen. Sollte der Kläger keine Chance bekommen, einen Elch zu beschießen, war eine Erstattung von 1.500 EUR des Reisepreises vorgesehen.

Weiterlesen

Neuer Defender: Es ist ein SUV geworden

Maßlose Enttäuschung dürfte sich anlässlich der Vorstellung des neuen Defender 2020 unter eingefleischten Fans des Ur-Modells breitmachen: Die schlimmsten Befürchtungen scheinen sich zu bewahrheiten, der neue Defender ist ein SUV geworden. Ohne Leiterrahmen und mit Einzelradaufhängung, wie die Darstellung in dem Video befürchten lässt. Aerodynamisch rundgelutscht wie ein ausgespuckter Bonbon und alle anderen modernen Autos. Vollgestopft mit (Unterhaltungs-)Elektronik und überkomplexer Technik. Der sprichwörtliche Dorfschmied dürfte hier nun gar nichts mehr ausrichten können, und damit ist es mit der Expeditionstauglichkeit für Leute ohne Tross und unbegrenztes Budget wohl vorbei.

Weiterlesen

Explodierte Waffe: Keine wiedergeladene Munition verwendet

Die Polizei hat auf Anfrage von JAWINA bestätigt, dass es sich bei dem bei einer Erntejagd nahe Saarlouis explodierten Gewehr um eine Selbstladebüchse im Kaliber .30-06 handelte. Entsprechende Gerüchte kursieren seit gestern im Internet. Zum Hersteller und der Marke der verwandten Munition wollte der Polizeisprecher zu diesem Zeitpunkt keine Angaben machen. “Die Unfallursache ist im Moment noch völlig offen”, hieß es weiter. Ausgeschlossen werden könne, dass ein Selbstlaborat verwendet wurde – es kam also Fabrikmunition zum Einsatz – und der Lauf irgendwelche Verstopfungen aufgezeigt hat.” Die genaue Ursache wird durch eine  Untersuchung bei einer dafür kompetenten Stelle festgestellt. red.

Beitragsbild: Munition (Symbolbild)

 

Baden-Württemberg: Traktorfahrer bei Erntejagd durch Schuss schwer verletzt

+++ Wildunfall: Taxifahrer hält Wildschwein für “großen Hamster” +++

Bei einem Jagdunfall, der sich vergangenen Freitag gegen 14.30 Uhr im Bereich der Steinbachhofstraße in Gündelbach ereignete, wurde ein 25-jähriger Traktor-Lenker durch einen Schuss ins Bein schwer verletzt, wie es in einer gemeinsamen Presseerklärung von Staatsanwaltschaft Heilbronn und Polizeipräsidium Ludwigsburg heißt. Der junge Mann befand sich mit seinem Traktor auf einem Feldweg neben dem Maisfeld, das zu einem großen Teil schon abgeerntet war. Mit in dem Gefährt saß eine 18 Jahre alte Erntehelferin. Um das Feld herum waren mehrere Jäger postiert, die während der Erntemaßnahmen Schwarzwild bejagten. Als ein aufgescheuchtes Wildschwein das Maisfeld verließ, gaben ein 59-jähriger und ein 71 Jahre alter Jäger jeweils mehrere Schüsse ab. Vermutlich trat eines dieser Geschosse durch die Glasscheibe in die Kabine des Traktors ein und verletzte den 25-Jährigen. Herumwirbelnde Glassplitter verletzten die 18-jährige Beifahrerin leicht. Der Fahrer wurde durch einen Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Die Beifahrerin kam mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus. Die zum Tatzeitpunkt durch die beiden Tatverdächtigen benutzten Waffen wurden sichergestellt. Die Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung führt die Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg. PM

Beitragsbild: Erntejagd (Symbolbild). Foto: SE

Schweiz: Kein Interesse an Jagdtouristen – 15.000 Franken für Jagdpatent

+++ Norwegen: Hunde sterben an rätselhafter Krankheit +++

760 Franken zahlen einheimische Jäger für ein Jagdpatent im Schweizer Kanton Graubünden. Wer als Ausländer in dem Kanton weidwerken wollte, müsste das Zwanzigfache, genauer 14.629 Franken (13.428 Euro) berappen. Dafür dürfte man immerhin 21 Tage an der Hochjagd im Kanton mitwirken. Die Preisgestaltung dient ausdrücklich dazu, Nicht-Einheimische Jäger abzuschrecken: “Wir sind nicht an Jagdtouristen interessiert, die nur zu uns kommen, um Tiere abzuschiessen”, erklärt der Bündner Jagdinspektor Adrian Arquint gegenüber dem Schweizer Fernsehsender SRF: Jagen heiße nicht nur Tiere schießen, jagen heiße auch hegen und pflegen – und dies das ganze Jahr hindurch, begründet Arquint.

David Clavadetscher, Geschäftsführer des Jagdverbands JagdSchweiz findet den Preis in Ordnung: “Wir brauchen keinen Jagdtourismus in der Schweiz”, sagt der Jagdfunktionär im SRF. In Graubünden gebe es genug einheimische Jäger, und wer in Österreich einen Hirsch schießen wolle, müsse schließlich auch 10.000 Franken bezahlen. Sogar der Einsatz ausländischer Jagdhunde kostet für Nicht-Einheimische das Dreifache.

Weiterlesen

Ausprobiert: Hundeortung mit Apple – Tracker Hunter für iOS

Seit einiger Zeit ist die ursprünglich für das Nokia-Betriebssystem Symbian entwickelte und dann für Android-Geräte modifizierte App des finnischen Hundeortungs-Spezialisten Tracker auf für Apples iOS und damit für iPhone und iPad erhältlich. Wir haben uns die Apple-Version der Software in der Praxis angeschaut.

Die positive Überraschung gleich zu Anfang: Man muss sich nicht für Android oder iOS entscheiden – es ist möglich, die vorhandene Lizenz auf Apple- wie auf Android-Geräten zu verwenden, nur halt nicht gleichzeitig. Startet man die Tracker-App beispielsweise auf dem Android-Smartphone, während Tracker Hunter 4 auf dem iPhone läuft, so erhält man die Fehlermeldung, dass die Lizenz bereits verwendet wird. Nach dem Beenden der App auf der einen Plattform, kann es auf der jeweils anderen weitergehen.

Weiterlesen

Hessen: Aujeszkysche Krankheit (AK) bei Wildschwein im Werra-Meissner-Kreis nachgewiesen

+++ Italien: Wildwasserpaddler retten Reh +++ NRW: LANUV bestätigt Wolfsnachweis im Rhein-Sieg-Kreis +++ NRW: Prüm, Gerolstein und Adenau zu Wolfspräventionsgebieten erklärt +++

Im Rahmen des sogenannten Wildschwein-Monitorings wurde am 4. September 2019 bei der routinemäßigen Untersuchung einer Wildschweinblutprobe aus dem Raum Waldkappel durch das Hessische Landeslabor in Gießen Antikörper gegen das Virus der Aujeszkyschen Krankheit (AK) amtlich nachgewiesen. Das Vorkommen der Erkrankung stellt eine potenzielle Bedrohung für die Hausschweinebestände und Haustiere, besonders Hunde, dar. Alle Schweinehalter sollten daher die bekannten Biosicherheitsmaßnahmen strikt einhalten. Jägern wird dringend empfohlen, keinen Aufbruch von Wildschweinen an Hunde zu verfüttern und den unmittelbaren Kontakt von Jagdhunden mit Wildschweinen zu minimieren. Zum Schutz vor einer Infektion mit dem Erreger der Aujeszkyschen Krankheit sollten Hunde und Katzen, bei denen die Infektion grundsätzlich tödlich verläuft, nur mit vollständig durchgekochtem Fleisch von Haus- und Wildschweinen gefüttert werden.

Weiterlesen

Österreich: Geköpfter Wolf – Naturschutzorganisationen setzen Belohnung aus

Denunzianten aufgemerkt: 11.000 Euro “Ergreiferprämie” von WWF und Naturschutzbund

Nach der vom Land Tirol bestätigten Wolfstötung im Sellrain (JAWINA berichtete) loben die Naturschutzorganisationen WWF Österreich und Naturschutzbund Österreich eine Ergreiferprämie von 11.000 Euro aus. Sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung und Verurteilung des Wilderers führen, können ab sofort an die zuständige Polizeiinspektion Kematen gerichtet werden – unter der Telefonnummer 059 133 7115 100, bzw. per Mail an pi-t-kematen@polizei.gv.at.

Weiterlesen

Saarland: Waffe explodiert – Jäger schwer verletzt

Bei einer Erntejagd in der Nähe von Überherrn (Kreis Saarlouis) ist ein 55 Jahre alter Jäger gegen 14.20 Uhr am gestrigen Donnerstag schwer an Händen, Gesicht und Oberkörper verletzt worden. Einem Bericht der Bild-Zeitung zufolge explodierte die Waffe in der Hand des Jägers. Die Saarbrücker Zeitung hingegen schreibt, dass sich ein Schuss gelöst habe, durch den der Mann an der Hand verletzt worden sei, die Schwere der Verletzungen sei unklar. Ein Rettungshubschrauber brachte den Verletzten in ein Krankenhaus.

Update: Nach Informationen von JAWINA ist der Unfall auf eine Explosion der Waffe zurückzuführen. Derzeit sind Einsatzkräfte der Polizei noch damit beschäftigt, weitere Trümmerteile von Waffe und Munition mittels Metallsuchgerät zu suchen und zu bergen.

Weiterlesen

Mecklenburg-Vorpommern: Drei neue Wolfsrudel

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es drei neue Wolfsrudel. Das Wolfsmonitoring des Landes hat für drei bekannte Wolfsvorkommen im Müritz-Nationalpark, Torgelow und Jasnitz erstmals Welpen bestätigt. Damit leben hierzulande gegenwärtig sieben Wolfsrudel (Jasnitz, Kaarzer Holz, Retzow-Jännersdorfer Heide, Nossentiner Heide, Müritz-Nationalpark, Torgelow, Ueckermünder Heide) und zwei Wolfspaare (Lübtheen, Billenhagen).

„Ich habe den deutlichen Anstieg der Wolfspopulation prophezeit, insofern sind die neuen Welpennachweise für mich wenig überraschend. Dennoch nehme ich diese Entwicklung sehr ernst. Sie zeigt, dass wir hier in Mecklenburg-Vorpommern über weitläufige, bisweilen menschenleere Naturräume verfügen, die den Wölfen ideale Lebensbedingungen bieten. Sie zeigt aber auch, dass wir dem Schutz der Menschen und der landwirtschaftlichen Nutztiere weiterhin oberste Priorität schenken müssen. Vorsorge ersetzt aber nicht eine langfristige und bundesweit abgestimmte Strategie zum weiteren Umgang mit dem Rückkehrer. Hier müssen wir deutschlandweit endlich zu einer gemeinsamen Herangehensweise kommen“, sagte der zuständige Umwelt- und Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus mit Blick auf den neuen Wolfsnachwuchs.

Weiterlesen

Sachsen-Anhalt: Fangschuss nicht gegeben – Jäger muss blechen

Beitrag aktualisiert

Peta legt Beschwerde gegen Einstellung des Verfahrens gegen Geldauflage ein

Die Staatsanwaltschaft Stendal wirft einem Jäger vor, dass er ein krank geschossenes Wildschwein zu lange habe leiden lassen. Das Tier sei getroffen worden, aber nicht sofort verendet, was zunächst unbemerkt geblieben sei. Als sich das Wildschwein dann doch noch bewegte, soll der Beschuldigte nicht geholfen haben. In einem Bericht der Volksstimme zum Thema heißt es, eine Nachfrage beim Jagdleiter habe ergeben, “dass es aus Sicherheitsgründen verboten sei, ohne Unterbrechung der Jagd das Schussfeld zu betreten und den sogenannten Fangschuss zu setzen”. Der Prozess hätte klären sollen, warum keine Unterbrechung der Jagd erfolgte und ob das Wildschwein unangemessen lange – nach Informationen der Volksstimme geht es um einen Zeitraum von zwölf Minuten – leiden musste. Auf die Idee, dass man eine laufende Drückjagd mal eben für einen Fangschuss unterbrechen könnte, können wohl nur Jagdtheoretiker kommen, die beim Jagdleiter nachfragen müssen, um zu erfahren, dass die Unfallverhütungsvorschriften das Verlassen des Standes verbieten…

Weiterlesen

Gegenwind für den Artenschutz

+++ Baden-Württemberg: Jäger schießt entlaufene, aggressive Kuh +++

„Windenergie-Gipfel“ von Bundesminister Altmaier: Deutsche Wildtier Stiftung kritisiert den Angriff der Windlobby auf den Natur- und Artenschutz

Bei dem heute in Berlin stattfindenden „Spitzengespräch zur Zukunft der Windenergie in Deutschland“ fordert der Bundesverband Windenergie (BWE) den Natur- und Artenschutz und die damit verbundene Gesetzgebung dem Ausbau der Windenergie unterzuordnen. Dies ist mit aller Deutlichkeit abzulehnen.

„Die große, politisch anerkannte Herausforderung, die Artenvielfalt auch in Deutschland zu erhalten, darf nicht dadurch erschwert werden, dass – Zitat des BWE – „im Zweifel für die Windenergie entschieden werden muss““, schreibt Prof. Fritz Vahrenholt, Alleinvorstand der Deutschen Wildtier Stiftung, in einem Brief an Peter Altmaier, Bundesminister für Wirtschaft und Energie. Ziel des BWE ist offensichtlich, die umfassenden Genehmigungsverfahren für den Bau von Windenergieanlagen auszuhebeln, um nun auch die letzten Refugien der Wildtiere wie große Waldgebiete für die Windenergie nutzbar zu machen. Auch das im Bundesnaturschutzgesetz definierte Tötungsverbot möchte der BWE aufweichen. „Es gibt kaum einen Industriezweig in Deutschland, der so stark in die Populationen von Greifvögeln und Fledermäusen eingreift wie die Windkraft. Wenn – wie vom BWE auch gefordert – beim Bau von Windenergieanlagen keine strikten Abstandsregeln zu den Brutplätzen mehr gelten sollen, riskieren wir Arten wie Rotmilan oder Mäusebussard in Deutschland auszurotten. Schon heute werden jährlich rund 12.000 Greifvögel durch Windenergieanlagen getötet. Bei der Abwägung zwischen Windenergie und Artenschutz muss es heißen: Im Zweifel für die Natur. Deshalb hat Windenergie in Wäldern auch nichts zu suchen“, sagt Prof. Vahrenholt.

Weiterlesen

Thüringen/Mecklenburg-Vorpommern: Hund und Katze in illegalen Fangen

Polizei sucht Zeugen

In der Nordhausener Martin-Andersen-Nexö-Straße entdeckte ein Mann am Sonntag Abend vor seinem Haus eine verletzte Katze, die mit dem rechten Hinterlauf in einer Falle steckte. Die Katze war in einen Graben gestürzt und konnte sich nicht allein befreien. Mitarbeiter der Tiernothilfe retteten das verletzte Tier und brachten sie zum Tierarzt. Die Polizisten stellten die Falle, bei der es sich um eine Schlagfalle handelte, sicher und erstatteten Anzeige, wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Wer Hinweise zum Tatgeschehen machen kann wird gebeten, sich bei der Polizei in Sondershausen unter der Telefonnummer 03632/6610 zu melden.

In Schwerin hat es einen Hund erwischt: Eine 50-jährige Schwerinerin ließ am Abend des 23.August 2019 ihren Hund von der Leine, wenige Augenblicke später hörte sie aus einem Waldstück am Zippendorfer Strand erbärmliches Schreien.

Weiterlesen

NRW: Nach tödlichem Schuss auf Jäger – Bochum ändert Regeln für Stadtjäger

Nach der Erschießung eines 77 Jahre alten Stadtjägers durch die Polizei (JAWINA berichtete) hat das Ordnungsamt der Stadt Bochum die Regeln für die Stadtjäger geändert: Künftig müssen sich die Stadtjäger 24 Stunden vor und nach ihren Einsätzen bei der örtlichen Polizeidienststelle an- und abmelden. “Die Regeln für die Stadtjagd werden ohnehin von Zeit zu Zeit angepasst”, betonte ein Pressesprecher der Stadt gegenüber JAWINA. Da man bislang nicht genau wisse, was auf dem Friedhof vorgefallen ist, könne man auch nicht sagen, ob diese Maßnahme geeignet sei, Abhilfe zu schaffen. Wie die WAZ berichtet, sind die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zu dem Vorfall noch nicht abgeschlossen. Dem Zeitungsbericht zufolge hat ein anderer Jäger die Polizei alarmiert, der den später erschossenen Rentner auf dem Friedhof bei der – nach Auffassung des Zeugen unsachgemäßen – Jagdausübung bemerkte. In Bochum üben 26 Personen mit Sondergenehmigungen die Jagd auf den 19 städtischen Friedhöfen aus, die grundsätzlich als befriedete Bezirke gelten.

Weiterlesen

Bayern: Schüsse vom Balkon – Jäger in Psychiatrie zwangseingewiesen

In Egloffstein (Landkreis Forchheim) hat ein 59 Jahre alter Jäger am Freitag gegen 19 Uhr in einer psychischen Ausnahmesituation mehrere Schüsse aus einer Schreckschusspistole und einer Schrotflinte vom Balkon eines Wohnhauses abgegeben. Nachbarn riefen die Polizei. Da bekannt war, dass der Mann als Jäger Legalwaffenbesitzer war, rückte das SEK an. Das Sondereinsatzkommando konnte den Mann beim Verlassen seines Hauses überwältigen. Die Waffen wurden eingezogen, und die Zwangseinweisung des Jägers in die Psychiatrie veranlasst. Der 59-jährige soll stark alkoholisiert gewesen sein. Offenbar ging dem Vorfall ein Familienstreit voraus: Wie das Nachrichtenportal nordbayern.de berichtet, wurde die Lebensgefährtin des Mannes nach dessen Festnahme unversehrt in der Wohnung aufgefunden. Da die Schüsse fast senkrecht in die Luft abgegeben wurden, seien weder Personen gefährdet noch fremdes Eigentum beschädigt worden. red.

Beitragsbild: Schrotflinte (Symbolbild). Foto: SE

CIC/DJV: Südliches Afrika stellt CITES-Mitgliedschaft in Frage

Bei mehreren südafrikanischen Staaten herrscht große Unzufriedenheit über die Ergebnisse der Genfer CITES-Konferenz. In einer gemeinsamen Abschlusserklärung kündigen zehn südafrikanische Länder an, ihre CITES-Mitgliedschaft auf den Prüfstand stellen zu wollen.

Vergangene Woche endete in Genf die 18. Vertragsstaatenkonferenz über das Washingtoner Artenschutzabkommen (CITES), das den internationalen Handel mit gefährdeten Tieren und Pflanzen regelt. Zehn südafrikanische Länder, darunter Botswana, Namibia und Tansania, zeigen sich schockiert darüber, wie CITES aktuell zu seinen Beschlüssen findet. In einer gemeinsamen Abschlusserklärung, adressiert an die CITES-Vollversammlung und an seine Generalsekretärin Ivonne Higuero, kündigt die Entwicklungsgemeinschaft der südlichen afrikanischen Länder (SADC) an, ihre Mitgliedschaft bei CITES überprüfen zu wollen. Der Internationale Rat zur Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC) in Deutschland und der Deutsche Jagdverband (DJV) stellen fest, dass aktuelle Entscheidungen von CITES nicht auf wissenschaftlichen Fakten basieren, sondern beeinflusst sind von Tierrechtsorganisationen.

Weiterlesen

Ein Plädoyer für die Freiheit der anderen

+++ Ulrich Wotschikowsky verstorben +++ Baden-Württemberg: Reh verursacht Wildunfall mit einem Toten und sechs Verletzten +++ NRW: Gewaltverbrechen – Jäger entdeckt verweste Leiche in Maisfeld +++

 Ein Beitrag von Rechtsanwalt Ingo Ebling

Presse und Öffentlichkeitsarbeit der Jägerschaft Stade

„Die Demokratie ist wie zehn Füchse und ein Hase, die darüber abstimmen, was es zu Essen geben soll. Erst wenn der Hase mit der Schrotflinte die Wahl anfechten kann, funktioniert Demokratie wirklich. “Vince Ebert, Kabarettist“

Nach Angaben der FAZ gibt es etwa 20 Millionen illegale Waffen in Deutschland. Warum setzen wir immer wieder bei den ca. 1,4 Million legalen Waffenbesitzern an? Jäger und Sportschützen werden wiederkehrend auf Straftaten durchleuchtet, verlieren ihre Waffenbesitzkarte bei kleinsten Verstößen gegen das Waffenrecht, werden von den Behörden Zuhause besucht und auf richtige Aufbewahrung der Waffen kontrolliert und sogar Trunkenheitsfahrten führen zum Entzug der Waffen. Wenn Waffenbesitzer sich wesentlich rechtstreuer verhalten als der Durchschnitt der Bevölkerung und hierzu auch waffenrechtlich verpflichtet sind, warum stellen wir diese Menschen unter Generalverdacht? Weil es einfacher und populärer ist als illegale Waffen zu bekämpfen, schneller zu politischen Erfolgen führt und leichter durchzusetzen ist.

Weiterlesen

Thüringen: Petition gegen “Verschlechterung” des Landesjagdgesetzes

Auf der Petitionsplattform des Thüringer Landtags ist die Petition “Die Verschlechterung des Thüringer Jagdgesetzes verhindern!” gestartet worden. Die Petition ist vom “Bündnis für Wald und Wild e.V.” eingereicht worden und “richtet sich gegen die Entscheidung der Landesregierung, das Thüringer Jagdgesetz in weiten Teilen so zu verändern, dass es bürokratischer, impraktikabler und wildtierfeindlicher wird”, wie es auf der Thüringer Petitionsplattform heißt.

Die rot-rot-grüne Landesregierung in Thüringen wolle noch kurz vor der Landtagswahl das Landesjagdgesetz nach ihren Vorstellungen ideologisch umarbeiten und Wald vor Wild im Landesjagdrecht festschreiben, heißt es in einem im Internet und den sozialen Medien verbreiteten Aufruf zur Zeichnung der Petition: “Insbesondere das Reh- und das Muffelwild sollen zu Forstschädlingen degradiert werden und die Jäger sollen nur noch die Erfüllungsgehilfen des Landesforstes sein. Dagegen wehrt sich der Jagdverband Bündnis für Wald und Wild e. V. und hat eine entsprechende Petition beim Thüringer Landtag eingebracht. Zeichnet diese mit und zeigt Wald vor Wild damit die rote Karte.”

Weiterlesen

NRW: Mit Wildschwein verwechselt – Jäger schiesst Fohlen

+++ Saarland: Auf Nachsuche verlaufen – Polizei und Feuerwehr suchen 80-jährigen Jäger +++

In Blankenheim (Kreis Euskirchen) hat ein Jäger ein vier Monate altes Islandpferdefohlen erschossen. Das Pferd wies einen Durchschuss aus einer großkalibrigen Waffe auf, der Kadaver lag in einer Senke etwa 70 Meter von einem Hochsitz entfernt. Das tote Tier wurde erst am nächsten Morgen gefunden. Am Abend zuvor hatte ein Gastjäger aus dem Ruhrgebiet auf dem Hochsitz auf Sauen angesessen. Dieser gab bei einer Befragung an, auf ein Wildschwein geschossen zu haben, das vermeintlich erlegte Tier jedoch nicht gefunden zu haben. Er sei dann nach Hause gefahren. Eine Nachsuche hielt er wohl nicht für erforderlich…

Das Rappfohlen stand auf einer Koppel zusammen mit anderen Pferden. Dass Wildschweine auf Pferdekoppeln zwischen den Pferden brechen, ist nicht ungewöhnlich. Steht ein Pony oder Fohlen in einer Senke, so dass die im Vergleich zum Wildschwein deutlich längeren Beine nicht erkennbar sind, ist die Verwechslungsgefahr durchaus gegeben. Umso größere Vorsicht muss man natürlich walten lassen: Einen Schuss auf 70 Meter in Dunkelheit zwischen die Pferde abzugeben, erscheint äußerst gewagt.

Weiterlesen

Italien: Dashcam filmt Wolfsangriff auf Wildschwein

Die Dashcam eines Autofahrers hat vergangene Woche bei Sassetta (Provinz Livorno) den misslungenen Angriff eins Wolfs auf ein Wildschwein – vermutlich ein Frischling – gefilmt. Der Wolf versucht die Sau zu packen und ins Gestrüpp zu ziehen, es gelingt dem Opfer aber, sich zu befreien – Schwein gehabt… red.

Video: LaRepubblica / YouTube

Die Red. dankt JAWINA-Leser JW für den Hinweis!

Bayern: Aujeszky-Krankheit bei Wildschwein im Landkreis Traunstein

Das Veterinäramt Traunstein hat bei einem im Landkreis Traunstein erlegten Wildschwein Antikörper gegen das Aujeszky-Virus festgestellt, wie der Landkreis mitteilt. Antikörper gegen dieses Herpesvirus sind laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in etwa zehn Prozent der untersuchten Wildschweinproben in Bayern nachweisbar. Die Untersuchung des Wildschweins erfolgte im Rahmen des Schweinepest- und Aujeszkysche Krankheit-Monitorings. Die Aujeszkysche Krankheit ist für den Menschen ungefährlich. Für Hausschweine, Hunde und Katzen ist sie jedoch ansteckend. Das Veterinäramt Traunstein rät deshalb zu einigen Vorsichtsmaßnahmen. Das Aujeszky-Virus kann durch Kontakt mit infizierten Wildschweinen, Lebensmitteln von diesen Wildschweinen oder mit kontaminierten Gegenständen in Hausschweinebestände gelangen. Dies kann zu erhöhter Sterblichkeit bei Ferkeln bzw. einer erhöhten Aborthäufigkeit bei Sauen führen. Schweinehalter, die auch Jäger sind, müssen deshalb die geltenden Hygienevorschriften strikt beachten und vor Betreten der Stallungen Kleidung und Schuhe wechseln.

Weiterlesen