Brandenburg: Nach dem Aus für die Bogenjagd – neuer Ansatz zum Umgang mit Wildschweinen in Ortslagen

Mecklenburg-Vorpommern: Prof. Dr. Axel Siefke verstorben +++ NRW: Aus dem Fenster geschossen? Polizei zieht WBK und Jagdwaffen ein +++ Mecklenburg-Vorpommern: Totes Wildschwein bei Zinnowitz angespült +++ Sachsen: LJV-Präsident Hans-Heinrich Jordan verstorben +++

Einsatz von Spezial-Munition für kurze Distanzen und Schalldämpfern geplant

Die dem Brandenburger Landwirtschaftsministerium zugeordnete oberste Jagdbehörde (OJB) sowie die Wildökologische Forschungsstelle Eberswalde haben mit den Bürgermeistern der beiden Gemeinden Stahnsdorf und Kleinmachnow sowie dem örtlichen Jagdpächter Gespräche über die Eindämmung von Schäden durch Wildschweine geführt.

Wildschweine verursachen hier immer wieder Schäden. Bundesweit bekannt wurden Bilder großer Wildschweinrotten, die durch Siedlungsstraßen ziehen. Die Wildschweine sollen möglichst dauerhaft aus den Siedlungsgebieten vertrieben werden. Die Jagd mit Schusswaffen stößt in bewohnten Gebieten schnell an Grenzen.

Ursprünglich sollte die Jagd mit Pfeil und Bogen durch eine Ausnahmegenehmigung ermöglicht werden. Das Antragsverfahren bei der obersten Jagdbehörde musste Mitte Juni abgebrochen werden, weil keine wissenschaftliche Begleitung des Pilotprojekts gefunden werden konnte.

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Jagdhornbläser aus Hessen und Nordrhein-Westfalen sind Deutsche Meister im Jagdhornblasen

Am vergangenen Wochenende fand der Bundesbläserwettbewerb des Deutschen Jagdverbandes (DJV) im Schlosspark des Jagdschloss Kranichstein in der Nähe von Darmstadt, Hessen, statt.

Die Bläsergruppe des Kreisjagdvereins Groß-Gerau (Hessen) gewann am Samstag die Klasse Es (geblasen mit Parforcehörnern) mit 853 Punkten von 855 möglichen Punkten vor der Gruppe Mildetal-Gardelegen (Sachsen-Anhalt) und der Jagdhornbläsergruppe Betzendorf aus Niedersachsen.

Sonntag konnte sich die Bläsergruppe des Kreisjagdvereins Gelnhausen (Hessen) mit 970 Punkten von 975 möglichen Punkten an die Spitze der Klasse A setzen. Die dort vorgetragenen Stücke werden mit Fürst-Pless Hörnern geblasen. Den zweiten Platz belegte die „Visbeker Bläserrotte“ aus Niedersachsen, gefolgt von den Bläsern „Hubertus Gießen“ (Hessen).

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Jagdhundeeinsatz auf Stöberjagden: Welche Rasse hat welche Jagdstrategie?

Sarah Isaak hat ihre Bachelorarbeit in Forstwissenschaft an der Georg-August-Universität Göttingen über die “Klassifizierung von Jagdhunderassen anhand des spezifischen Jagdverhaltens auf Bewegungsjagden” geschrieben. Im Interview mit JAWINA spricht sie über ihre Ergebnisse.

JAWINA: Du hast Deine Bachelorarbeit in Forstwirtschaft über den Einsatz von Jagdhunden auf Drückjagden geschrieben – wie bist Du auf die Idee gekommen?

Sarah Isaak: Nachdem ich das erste Mal den Tracker benutzte und den Track meines eigenen Hundes auslas, überlegte ich, ob dieses Bewegungsmuster eigentlich typisch für die Rasse meines Hundes ist. Ich sprach mit anderen Hundeführern, die ebenfalls ihre Hunde orten und es schien, als würden die verschiedenen Jagdhunderassen unterschiedliches Jagdverhalten und Bewegungsmuster zeigen.

Was genau war das Thema, wie lautete die Aufgabenstellung?

In meiner Abschlussarbeit versuchte ich Jagdhunderassen anhand des spezifischen Jagdverhaltens und Bewegungsmuster zu klassifizieren, sprich: Wie jagen und suchen die unterschiedlichen Hunde und kann ich anhand dessen die Rasse bestimmen? Oder anders ausgedrückt: Welche Rasse hat welche Jagdstrategie?

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SHVD wählt neuen Vorstand

Hunde, Schweißarbeit, geselliges Zusammensein und ein wenig natürlich auch die Verbandsarbeit – darum ging es am vergangenen Wochenende (15.16.06.) in Thale/Harz (Sachsen-Anhalt) bei der Jahreshauptversammlung des Schweißhundevereins Deutschland (SHVD). Nach der Begrüßung durch Tino Fiedler (1. Vorsitzender) und Mario Hörig (Geschäftsstellenleiter) wurden auf der Pfostenschau Neuzugänge aus der Zucht, Zuchthunde und erfolgreiche Gespanne vorgestellt. Danach begann die große Hundebespaßung mit der Laufsau, einem an gespannten Drahtseilen hin und herfahrenden Gestell, das mit einer Schwarzwilddecke verkleidet wird und so ziemlich große Ähnlichkeit mit einem Wildschwein in Bewegung erhält. Dass das weit mehr ist als nur ein Spaß, machen einem schon die ersten Durchgänge klar: Die Laufsau ermöglicht nicht nur Aufschlüsse über Ausbildungsstand und Charakter des Hundes, es ist auch ein hervorragendes Mittel zur Ausbildung. Sehr deutlich wurde dies an der bemerkenswerten Lerneffekt, den eine noch junge und nicht so erfahrene BGS-Hündin in nur drei Durchgängen an der Laufsau an den Tag legte.

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Mecklenburg-Vorpommern: Landwirte und Jäger unterstützen Wiederansied­lung von Wiesenbrütern

Im Odermündungsgebiet will die Stiftung Umwelt- und Naturschutz M-V (StUN) im Rahmen eines EU-Projektes Lebensräume für wiesenbrütende Watvögel erhalten bzw. wiederherstellen. Gestern (20.06.) hat sich der Staats­sekretär im Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Dr. Jürgen Buchwald, in Bugewitz bei Anklam (Vorpom­mern-Greifswald) über Stand und zukünftige Maßnahmen dieses LIFE-Projektes Limicodra informiert.

In drei Poldern des Gebietes zwischen Rosenhagen und Mönkebude sollen Strategien zur Wiederherstellung von Bruthabitaten für Watvögel wie Kiebitze, Rotschenkel, Uferschnepfen, Bekassinen sowie in Mecklenburg-Vorpommern vom Aussterben bedrohte Arten wie den Kampfläufer entwickelt und erprobt werden.

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Sachsen-Anhalt: Öffentlichkeitsfahndung nach Diebstahl von Jagdmunition

Anfang Mai wurde eine 36-jährige Frau im Biederitzer Busch bei Magdeburg Opfer eines Diebstahles. Der bislang unbekannte männliche Täter entwendete eine Jagdtasche vom Hochsitz der Frau und stahl Jagdmunition sowie den Jagdschein der Frau. Hierbei konnte die 36-jährige geistesgegenwärtig ein Foto vom Täter machen, bevor dieser auf seinem Mountainbike in unbekannte Richtung flüchtete.

Mit der Veröffentlichung dieses Bildes erhofft sich die Polizei weitere Ermittlungsansätze und bittet nun die Bevölkerung um Mithilfe.

Zeugen, welche Hinweise zum hier abgebildeten Täter geben können, werden gebeten sich unter 0391/546 3292 im Polizeirevier Magdeburg zu melden.

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Schweiz: Passion. Bilder von der Jagd

Das Bündner Kunstmuseum Chur, das derzeit sein hundertjähriges Bestehen feiert, zeigt die hochkarätige Ausstellung: Passion. Bilder von der Jagd 22. Juni –27. Oktober 2019

In keinem anderen Schweizer Kanton ist die Jagd in der Öffentlichkeit derart präsent wie in Graubünden. Das Bündner Kunstmuseum widmet ihr nun erstmals eine grosse Ausstellung, die allerdings weit über Graubünden hinausgreift. Sie fragt nach Konstanz und Wandel in der Darstellung und Interpretation der Jagd als einer vielfältigen, universell verbreiteten Kultur-technik und betrachtet das regional solide verankerte Thema im Kontext international be-deutender Kunst.Kuratiert von Stephan Kunz und Peter Egloff.

Jagd bedeutete schon immer viel mehr als die blosse Beschaffung von Nahrung oder die Abwehr von Nahrungskonkurrenten. Jagdbare Tiere gehören zu den frühesten Motiven von Malerei und Skulptur überhaupt. Die Ausstellung denkt über Jagd, Jäger und Gejagte nach, wie sie von der Antike bis zum «Animal Turn» der Gegenwart wahrgenommen und dargestellt werden. In sieben Kapiteln thematisiert sie den mythologischen Überbau von Artemis und Diana bis zum heiligen Hubertus. Sie spürt dem Zusammengehen von Eros und Thanatos nach, zeigt die Jagd als Bühne der Macht, illustriert die Bedeutung von Trophäen und fragt nach der Wildnis als Sehnsuchtsort.

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Brandenburg: Frontalangriff auf Wellershoff

Jagdverband spricht LJVB-Präsident das Misstrauen aus

Der Jagdverband Brandenburg/Havel hat dem Präsidenten des Landesjagdverbands Brandenburg (LJVB), Dr. Dirk-Henner Wellershoff, in einem auf den 11.06. datierten Schreiben das Misstrauen ausgesprochen. Dies erfolgt dem (der Red. vorliegenden) Schreiben zufolge aufgrund eines einstimmigen Beschlusses des Vorstands vom 05.06., basierend auf einstimmigen Beschlüssen der Mitgliederversammlung vom 22.02, wie es heißt.

In dem Brief wirft der JV Brandenburg/Havel Wellershoff “fehlendes Demokratieverständnis” vor, welches nicht länger hingenommen werden könne. Der Präsident sei laut § 9 der Satzung des LJVB “kein Organ dieses Verbandes, welches nach eigenem Gutdünken handeln könne, sondern […] an die Beschlüsse der Organe gebunden.”

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Schweden: Keine Lizenzjagd auf Wölfe in 2020

+++ Schleswig-Holstein: Bauern verfolgen Wolf nach Schafsriss mit Traktor +++ NRW: LANUV bestätigt weiteren Wolfsnachweis in der Städteregion Aachen +++ Niedersachsen: Shetland-Pony durch Bisse im Nacken verletzt – Wolf im Verdacht +++ Bayern: Wilderer will Wildschweinkeule +++ Namibia: Wildtiere werden wegen Dürre verkauft +++

Die schwedische Umweltbehörde Naturvårdsverket hat beschlossen, dass es im Winter 2020 keine Lizenzjagd auf Wölfe geben wird. Die aktuelle Bestandsschätzung zeige, dass es in Schweden etwa 300 Wölfe und kein Populationswachstum im Vergleich zum Vorjahr gebe, teilt die Behörde in einer Presseerklärung mit. Die schwedische Population befinde sich somit am Rande dessen, was für die Erreichung eines günstigen Erhaltungszustands der Art als notwendig erachtet wird. Die schwedische Wolfspopulation muss sich auf mindestens 300 Individuen belaufen, um einen günstigen Erhaltungszustand attestiert zu bekommen, außerdem muss sich mindestens alle fünf Jahre ein eingewanderter finnisch-russischer Wolf mit einem skandinavischen Wolf zwecks Auffrischung des Genpools verpaaren. Im Jahr 2020 wird die Behörde auf Grundlage der aktuellen Bestandsschätzung neu entscheiden. Die Schutzjagd auf Wölfe ist weiterhin möglich.

Kritik von Jagdverband und Politikern

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Sachsen: BGS von Biber attackiert

Österreich: Hund muss nach Biberangriff eingeschläfert werden

In Sachsen ist ein Bayerischer Gebirgsschweißhund (BGS) bei einem Bad in der Elbe nahe Meißen von einem Biber attackiert und durch Bisse verletzt worden. Der Vorfall ereignete sich bereits am 08.06. Der Hundeführer schildert die Situation gegenüber JAWINA so: “Mein Hund ist in der Elbe baden gegangen, vermutlich in der Nähe eines Biberbaus. Vermutlich hatte Frau Biber Junge, die sie verteidigen wollte. Der Hund hat großes Glück gehabt, offenbar hatte er noch Grund unter den Pfoten, so dass er mit einem Sprung entweichen konnte. Der Biber konnte sich so nicht fest verbeißen, vermutlich hat mein BGS auch zurückgebissen.”

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Brandenburg: Linke stellt Positionspapier zur Forstpolitik vor

“Nicht Wald vor Wild sondern Wald und Wild”

Die Brandenburger Landtagsfraktion der Partei Die Linke hat ein Positionspapier zur Forstpolitik einstimmig beschlossen. “Hintergrund sind zum einen die Herausforderungen für den Wald in Zeiten des Klimawandels, zum anderen die andauernden Diskussionen über Aufgaben, Struktur und Personalentwicklung der Landesforstverwaltung”, heißt es dazu auf der Internetseite der Partei. Zur Jagd heißt es in dem Positionspapier: Bei den jagdrechtlichen Regelungen sollten sowohl ein gesunder Wildbestand als auch die Reduzierung von Verbissschäden, um Naturverjüngung ohne Zäunung zu ermöglichen,beachtet werden. Das Wildmanagement  entscheidet mit darüber, wie sich ein gesunder Waldbestand entwickeln kann. Dabei geht es nicht um die Formel „Wald vor Wild“ sondern um „Wald und Wild“.”

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Österreich: Diskussionen um Studie zu Rotwild-Winterfütterung

In Österreich sorgt eine Studie des Büros für Wildökologie und Forstwirtschaft Horst Leitner für Diskussionen. Die Studie “Wildmanagement Gailtaler Alpen II” untersucht, wie sich die Beendigung der seit Jahrzehnten erfolgenden Winterfütterungen auf den Wald und die Rotwildbestände auswirkt. Das laut ORF “erstaunliche Resultat” war, dass sowohl die Fallwildzahlen, als auch die Schälschäden zurückgingen. In einer PowerPoint-Präsentation werden die Studienergebnisse wie folgt zusammengefasst:

Füttern mindert die Wildschäden in den Gailtaler Alpen nicht
Die Fütterungsauflösung war bei einem Wildbestands von rd. 5 Stück auf 100ha aus betrieblicher Sicht erfolgreich
Schälschäden treten in Wintern mit lang andauernder Schneebedeckung vermehrt auf
Die Rotwildsterblichkeit nimmt ohne Fütterung in Normalwintern im Vergleich zu Gebieten mit Fütterung nicht zu
Ungestörtes Rotwild passt Raumverhalten rasch auf Verhältnisse ohne Fütterung an

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Der Wolf “in der infantilen Ökogesellschaft”

Bayern: Wenn Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger einen Bock schießt +++ Bayern: Tierhasser vergiftet Kleinen Münsterländer +++ Wissenschaft: Der Dackelblick – enträtselt +++

In seinem Beitrag “Der Wolf gehört zu Deutschland” auf der Achse des Guten analysiert Thomas Rietzschel die Existenzbedingungen von canis lupus “in der infantilen Ökogesellschaft”, wo Schäfer und Landwirte sich von “studierten Kindergärtnerinnen” (gemeint ist wohl die hessische Landwirtschaftsministerin Priska Hinz von den Grünen) erklären lassen müssen, wie Herdenschutz funktioniert und wo “närrische Beamten” in klimatisierten Amtsstuben ihr schützende Hand über den Beutegreifer halten. Leseempfehlung! SE

Beitragsbild: Headline des empfohlenen Beitrags auf achgut.com (Screenshot)

Die Red. dankt JAWINA-Leser JG für den Hinweis!

Österreich: Zwei Wildschweine beschossen, zwei Autos getroffen

+++ Sachsen: Gefundener Wolfswelpe in Quarantäne zwecks Hybridprüfung +++ Niedersachsen: Tierhalter kritisieren andauernde Erfolglosigkeit des geplanten Problemwolf-Abschusses +++ Niedersachsen: Erstmalig Trichinen im Landkreis Rotenburg nachgewiesen +++

Eine “Gemeingefährdung durch Schussabgabe” wirft die Polizei einem Jäger im Bezirk St. Pölten Land vor: Eine Pressemitteilung der Polizei zufolge wurden Bedienstete der Polizeiinspektion Altlengbach am 15. Juni 2019, gegen 17.50 Uhr, wegen der Abgabe von mehreren Schüssen im Gemeindegebiet von Altlengbach alarmiert. Nach dem Eintreffen entdeckten die Beamten auf einem Parkplatz zwei Autos, die durch Schüsse beschädigt wurden. Bei den weiteren Erhebungen konnte umgehend ein 52-Jähriger aus dem Bezirk St. Pölten Land ausgeforscht werden, der beschuldigt wird, vier Schüsse aus einer Bockbüchsflinte abgegeben und dabei mehrere Personen gefährdet bzw. die zwei auf einem Parkplatz abgestellten Fahrzeuge beschädigt zu haben. Dem ORF zufolge befand sich zwischen dem Feld, von dem aus die Schüsse abgegeben wurden und den getroffenen Autos eine Wiese, auf der sich zum Zeitpunkt der Schussabgabe etwa 150 Personen aufhielten – daher der Vorwurf der Gemeingefährdung. Der Beschuldigte zeigte sich geständig und gab an, auf zwei Wildscheine geschossen zu haben. Es wurde ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen, ein waffenrechtliches Dokument abgenommen und die Schusswaffe sichergestellt. Die Staatsanwaltschaft St. Pölten ordnete die Anzeige auf freiem Fuß an. PM/red.

Beitragsbild: Zur Strecke gebrachter PKW. Foto: LPD NÖ

Österreich: Treuer Hund ist schon vermittelt

Der treue Jagdhund, der vier Tage ohne Wasser und Futter neben seinem verstorbenen Herrn ausharrte (JAWINA berichtete), ist vermittelt, wie JAWINA-Leser Anko in einem Kommentar zum verlinkten Beitrag mitteilt. Wie die Kronen-Zeitung berichtet, ist die Bracke schon am Freitag an einen “alleinstehenden, wanderfreudigen Pensionisten” vermittelt worden. Einserseits schön, andererseits schade, die treue Senta wäre sicherlich auch mit ihrem neuen Herrn liebend gern wieder auf die Jagd gegangen… In ihrem neuen Zuhause fremdelt die Hündin noch, soll aber “alle Zeit der Welt” haben, um sich einzugewöhnen. red.

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags in der Kronen-Zeitung. (Screenshot)

Tote Kälber: Nationalpark muss eigene Aussagen zurücknehmen

Der Streit um die tot aufgefundenen Kälber im Nationalpark Berchtesgaden (JAWINA berichtete) ist um ein weiteres bizarres Kapitel reicher: Nach einer Exkursion u.a. mit Vertretern des Bayerischen Jagdverbands (BJV) hatte die Nationalparkverwaltung offenbar eine Pressemeldung (PM) veröffentlicht, in der sie sich nicht nur selber von jedem Fehlverhalten freisprach, sondern dies auch noch den BJV-Vertretern in den Mund legte. In einem auf der PM des Nationalparks beruhenden Artikel im Berchtesgadener Anzeiger war zu lesen, “die Exkursionsteilnehmer hätten unisono bestätigt, dass der Nationalparkverwaltung keinerlei Fehlverhalten nachgewiesen werden könne”. Auf Druck des BJV müsse der Nationalpark nun zurückrudern und klarstellen, dass der Jagdverband “vor dem Hintergrund von zwei Strafanzeigen, die zum Thema Fallwild am Königsee gestellt wurden, […] den laufenden Ermittlungen nicht vorgreifen” wolle, wie es in einem Folgebeitrag im Berchtesgadener Anzeiger heißt. Nach der Veröffentlichung des ersten Artikels auf Grundlage der PM der Nationalparkverwaltung hatte der Rechtsanwalt Ernst Weidenbusch als anwaltlicher Vertreter von BJV-Vizepräsident Thomas Schreder einen Kommentar verfasst, in dem der Anwalt dem Nationalpark “erfundene Zitate und unwahre Behauptungen” vorwirft.

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Erlegerfotos: CIC und DJV fordern mehr Sensibilität der Jäger im Netz

Fotos erlegter Wildtiere treffen auf Unverständnis – ob erlegtes Reh oder aktuell eine Giraffe: Fotos von getöteten Wildtieren sorgen in sozialen Medien für Kritik an der Jagd.

Aktuell entbrennt in den sozialen Medien eine heftige Diskussion um das Bild der bekannten US-Jägerin Tess Talley, die in Siegerpose vor einer erlegten Giraffe steht. Das Bild stammt aus dem Jahr 2017 und wird nun von den Medien verwendet, da sich die Jägerin in einer US-Talkshow zu den Hintergründen der Jagd geäußert hat. Der Internationale Rat zur Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC) in Deutschland und der deutsche Jagdverband (DJV) appellieren an Jäger im In- und Ausland zu mehr Umsicht im Umgang mit Fotos im Internet und insbesondere in den sozialen Medien. „Es geht nicht darum, uns zu verstecken, sondern auch in Fotos Sensibilität und Respekt gegenüber nichtjagenden Mitmenschen zu zeigen. Wir wollen keine Zensur, aber wir brauchen den Dialog, wie wir die Jagd in der Öffentlichkeit künftig darstellen wollen. Da spielt es prinzipiell keine Rolle, ob es um das Foto einer erlegten afrikanischen Antilope oder eines heimischen Rehbocks geht“, so DJV-Pressesprecher Torsten Reinwald.

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Sachsenforst beantragt höheren Rotwild-Abschuss – LJVSN protestiert

+++ Sachsen: Spaziergänger finden zutraulichen Wolfswelpen bei Bautzen +++ NRW: Erst vor wenigen Tagen wurde in Brüggen eine führende Ricke gewildert – (JAWINA berichtete) jetzt schlugen die Wilderer wieder zu +++ Fleischpreise steigen wegen ASP +++ RLP: Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau fordert Freigabe von Nachtzielgeräten für Schwarzwildjagd +++ Verbändepapier: Nabu & Co verabschieden Positionspapier zu Wolf und Herdenschutz +++ Baden-Württemberg: Bauernverband hält Wolf und Weidewirtschaft im Schwarzwald für unvereinbar +++ NRW: Staupe-Virus bei Fuchs in Wuppertal nachgewiesen +++

Trotz sachsenweit sinkender Streckenergebnisse beim Rotwild – im Jagdjahr 2017/2018 nur noch 3771 Stück nach 4251 im Vorjahr – hat der Staatsbetrieb Sachsenforst (SBS) teilweise drastisch erhöhte Rotwild-Abschüsse für die kommenden drei Jagdjahre in einigen Forstbezirken beantragt. Nach Angaben des Landesjagdverbands Sachsen (LJVSN) wurden die folgenden Abschüsse beantragt:

FB Eibenstock: Beantragung von 350 Stück auf 495 Stück
FB Neudorf: Beantragung von 1.600 Stück (nachdem der Abschussplan in den zurückliegenden drei Jahren von ursprünglich 700 Stück über 900 Stück bereits auf über 1.290 Stück im letzten Jahr erhöht wurde)
FB Marienberg: Beantragung von 1.300 Stück auf 1.400 Stück.

In einem auf der Internetseite des LJVSN veröffentlichten Brandbrief protestiert LJVSN-Vizepräsident Wilhelm Bernstein vehement gegen die geplante Steigerung der Abschüsse.

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Baden-Württemberg: Innenminister will “Verfassungsfeinde konsequent entwaffnen”

+++ Berlin: Polizei findet in einem Reisebus zwei Kalaschnikows, eine Pump-Gun und eine Pistole im Gepäck – kein Haftbefehl gegen Verdächtigen +++ NRW: Bewaffneter Islamist auf freiem Fuß +++

Der baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl (CDU) will einem Bericht der Heilbronner Stimme zufolge auf der derzeit tagenden Innenministerkonferenz in Kiel einen Antrag einbringen, der es ermöglichen soll, “normale Mitglieder verfassungsfeindlicher Organisationen” zu entwaffnen. Anwendung finden soll die Regelung dem Bericht zufolge auf jeden Bürger, der “Mitglied einer Organisation ist, die vom Verfassungsschutz auf Bundes- oder Landesebene beobachtet wird.” Demnach könnte Mitgliedern der Partei “Alternative für Deutschland” der Verlust ihrer waffenrechtlichen Erlaubnisse drohen. Die AfD ist zwar bislang nicht verboten, und überdies im Bundestag und zahlreichen Länderparlamenten vertreten und liegt in aktuellen Umfragen auf Bundesebene auf dem dritten Platz. In Brandenburg könnte die AfD bei den bevorstehenden Landtagswahlen stärkste Kraft werden, in Sachsen und Sachsen-Anhalt liegt sie aktuell auf Platz 2. Vom Verfassungsschutz wurde sie gleichwohl als “Prüffall” eingestuft und steht seitdem unter Beobachtung.

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Österreich: Jäger stirbt im Wald – Hund weicht tagelang nicht von seiner Seite

In der Steiermark ist ein Jäger bei der Jagd an Herzversagen gestorben – vier Tage lang harrte seine Bracke an der Seite des Verstorbenen aus, bei großer Hitze, ohne Futter und Wasser. Da der 68-jährige Jäger allein und zurückgezogen lebte, fiel es zunächst keinem weiter auf, dass er von seinem Pirschgang nicht zurückgekehrt war, schreibt die Kronen-Zeitung. Vier Tage nach dem Ableben des Mannes entdeckte ein Mauer bei Mäharbeiten die sterblichen Überreste des Mannes. Sein Hund lag an seiner Seite, die Spurenlage im Gras zeigte, dass er sich nicht von seinem verstorbenen Herrn wegbewegt hatte. Auch verteidigte die Hündin ihren verstorbenen Herrn gegen die anrückenden Helfer und wollte sie nicht zu dem Leichnam lassen. Mit viel Geduld gelang es Helfern eines Tierschutzvereins schließlich, den Hund einzufangen. Im Tierheim trauere die Bracke nun offensichtlich, heißt in dem Zeitungsbericht: Er fresse nicht, liege nur in seinem Korb und lasse sich kaum ins Freie bringen. Das weitere Schicksal des treuen Tiers ist ungewiss, zumal bislang niemand nach der Bracke gefragt habe.

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Olaf Niestroj ist neuer DJV-Geschäftsführer

+++ Schweiz: Präventive Abschüsse ohne Schaden und Herdenschutzmaßnahmen – Ständerat stimmt für starke Lockerung des Wolfsschutzes +++ Sachsen-Anhalt: Wolf mit sichtbaren Verletzungen bei Dessau-Roßlau gefunden +++ Hessen: Mehr Förderung für Herdenschutz +++ RLP: Hochsitze und Damwildgehege beschädigt, Damwild entlaufen +++ NRW: Jagdwaffe und Nachtsichtgerät aus Kofferraum gestohlen +++ Sibirien: Riesiger Kopf eines Wolfs aus dem Pleistozän gefunden +++ Niedersachsen: Weidetierhalter verärgert – monatelange Bearbeitungsfristen der Anträge für Förderung von Herdenschutzzäunen +++

Auf dem Bundesjägertag hat Andreas Leppmann das Amt des DJV-Geschäftsführers an Olaf Niestroj übergeben. Leppmann wird jetzt hauptverantwortlich den Vertrieb der Fellwechsel GmbH ausbauen: Über 20.000 Tiere haben Jäger vergangene Saison abgegeben. Die DJV-Service GmbH setzt ihren positiven Trend fort, der Gesamtumsatz steigt.

Olaf Niestroj ist neuer Geschäftsführer des Deutschen Jagdverbandes (DJV). Er hat die Aufgaben auf dem zurückliegenden Bundesjägertag von Andreas Leppmann übernommen, der sich künftig als hauptamtlicher Geschäftsführer verstärkt auf die Belange der DJV-Tochter Fellwechsel GmbH konzentrieren wird. Andreas Leppmann startete 2006 beim DJV als Referent der Geschäftsführung und wurde 2009 zum Geschäftsführer berufen. Niestroj war seit 2014 Assistent der DJV-Geschäftsführung und seit Januar 2018 stellvertretender Geschäftsführer. Zuvor war er von 2004 bis 2014 im Deutschen Bundestag in verschiedenen Positionen und politischen Aufgabenfeldern tätig. „Wir wollen mit einem schlagkräftigen Team von Haupt- und Ehrenamt den wissens- und praxisorientierten Weg fortsetzen, um unsere Deutungshoheit für die Jagd weiter auszubauen“, sagt Olaf Niestroj. Insbesondere die strategischen Partnerschaften mit der Wirtschaft und eine große Präsenz in den sozialen Medien seien dafür ein wichtiger Baustein.

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Schweden: Provinz Jämtland gibt 100 Braunbären zum Abschuss frei

Rumänien: “Quick thinking Brit” rettet ihren deutschen Freund bei Bärenangriff in den Karpaten

Die Verwaltung der schwedischen Provinz Jämtland hat beschlossen, 100 Braunbären bei den herbstlichen Jagden zum Abschuss freizugeben. Das berichtet das Jagdportal SvenskJakt. Ein Sprecher des Jagdverbands Mitt Norrland begrüßte die Entscheidung des Bezirksverwaltungsrats gegenüber SvenskJakt: Dass die gleiche Anzahl Bären wie im Vorjahr geschossen werden dürfe, verschaffe eine langfristige Perspektive und ermögliche es, die Entwicklung der Bärenpopulation über mehrere Jahre hinweg zu verfolgen. Die Jagdzeit auf Bär beginnt am 21. August und endet am 15. Oktober, bzw. an dem Zeitpunkt, da die Quote in dem betreffenden Gebiet erfüllt ist. Die Abschüsse müssen sofort gemeldet werden und werden sorgfältig überwacht, so dass die Jagd beendet werden kann, wenn der Abschuss erfüllt ist. Die Bärenjagd findet in Jämtland in zwei Hauptjagdgebieten statt, die ihrerseits wieder in zwei Jagdbögen aufgeteilt sind.

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Niedersachsen: Schiessstand Waakhausen macht dicht

Der Schießstand Waakhausen bei Worpswede (Landkreis Osterholt) stellt den Betrieb zum 30.06. “auf Grund des öffentlichen Drucks” ein, wie der Betreiber auf der Internetseite des Schießstands mitteilt. Das “Gesamtkonzept für den nachhaltigen und umweltgerechten Betrieb der Schießanlage in Waakhausen” sei gescheitert. Durch die Schließung verlieren “nicht nur hunderte von Jägern ihre Aus- und Weiterbildungsmöglichkeit und Schützen ihre Sportstätte, sondern auch zehn Mitarbeiter auf dem Stand und in der Gastronomie ihren Arbeitsplatz”, heißt es in der Bekanntmachung der Betreiber weiter. Mit dem Aus für den Schießstand Waakhausen steht auch die Jungjägerausbildung der Jägerschaften in Bremen und Osterholz auf der Kippe. Gegen den Schießstand hatte sich eine Bürgerinitiative gebildet, die vehement die Schließung des Schießstands forderte, wie die Wümme-Zeitung schreibt. Das Sanierungskonzept, das die Entsorgung der Altlasten und den Bau eines 20 Meter hohen Lärmschutzwalls vorsah, sei auf “erbitterte Gegenwehr” gestoßen.

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USA: 74-jährige bekommt Hirschbesuch

+++ Niedersachsen: Brütender Rotmilan bei Rinteln vergiftet +++ Schleswig-Holstein: Tierschützer stören Rehwildbejagung auf Friedhof +++ Bayern: Deutschlands dümmster Dackel? +++ Heckler & Koch in schwerem Fahrwasser +++ Frankfurt a.M.: Zoll beschlagnahmt Waffenlieferung +++ Bayern: Keine gute Idee – Jagdgenossenschaft erwägt Abschuss freilaufender Hunde +++

Gleich drei Weißwedelhirsche sind in Decatur im US-Bundesstaat Indiana durch das Fenster eines Seniorenheims in das Schlafzimmer einer 74 Jahre alten Rentnerin gekracht und haben deren Appartement verwüstet. Die Seniorin rief die Polizei, weil sie auf ihrer Wohnzimmercouch festgesetzt war, nachdem die nervös umherspringenden Tiere ihre Gehhilfe umgestoßen hatten. Sergeant Kevin Gerber berichtete gegenüber dem Lokalsender WPTV, dass einer der Polizeibeamten die Dame abschirmen musste, nachdem einer der Hirsche sie auch noch umgeworfen hatte. Eines der Tiere konnte dem Bericht zufolge überwältigt und entfernt (“subdued and removed”) werden, die anderen beiden wurden im Badezimmer eingesperrt, narkotisiert und später frei gelassen. Die Seniorin blieb bei dem Vorfall unverletzt, sie sei in der ihr auferlegten Prüfung erstaunlich gelassen geblieben, so die Polizei, obwohl die Tiere erheblichen Schaden an der Wohnungseinrichtung verursacht hätten. red.

Beitragsbild: Die im Badezimmer gefangenen Weißwedelhirsche. Foto: Decatur Police Department

NRW: Ricke angeschossen – Kitze werden sterben

Polizei sucht Zeugen nach Jagdwilderei in Brüggen

Am Donnerstagvormittag fanden Passanten ein angeschossenes Reh neben einem Waldweg in der Verlängerung des Heidwegs in Nähe der ehemaligen Mülldeponie in Brüggen (Kreis Viersen). Einige Meter neben dem Waldweg lag eine schwer verletzte Ricke bewegungsunfähig. Das Tier musste von einem herbeigerufenen Jäger erlegt werden, da es keine Überlebenschance hatte. Es war offensichtlich mit kleinkalibriger Munition angeschossen worden. Eine Suche nach ihren Kitzen, die nunmehr ohne Muttertier an ihren Liegeplätzen verhungern dürften, verlief leider negativ. Die Polizei ermittelt wegen Verdachts der Jagdwilderei und bittet um Hinweise: Wer hat in der Nacht zu Donnerstag oder in den frühen Morgenstunden bis 08:00 Uhr verdächtige Wahrnehmungen rund um den Tatort gemacht? Wer kann sonstige Angaben zu vorausgegangenen Beobachtungen machen, die auf das Tätigwerden von Wilderern schließen lassen könnten? Hinweise bitte an die Polizei unter der Rufnummer 02162/377-0. PM

Beitragsbild: Während der Jagdzeit erlegte Ricke (Archivbild). Foto: SE

Brandenburg: Massiver Trichinenbefall bei Wildschwein im Landkreis Oberhavel

Das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Landkreises Oberhavel teilt mit, dass am 09.05.2019 bei einer im Veterinäramt zur Untersuchung eingereichten Schwarzwildprobe im Rahmen der vorgeschriebenen amtlichen Untersuchung auf Trichinen ein massiver Trichinenbefall bei einem Schwarzwildstück festgestellt wurde. Vom Referenzlabor Trichinella des Bundesinstituts für Risikobewertung wurde inzwischen dieser hochgradige Fall bestätigt. Es handelt sich um die Art Trichinella spiralis. Bereits im Jahr 2018 wurde bei drei im Landkreis Oberhavel erlegten Wildschweinen ein teils hochgradiger Trichinenbefall in der Muskulatur der Tiere nachgewiesen.

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Dr. Volker Böhning zum neuen DJV-Präsidenten gewählt

Auf dem Bundesjägertag haben die Delegierten heute einstimmig den Nachfolger von DJV-Präsident Hartwig Fischer gewählt. Dr. Böhning ist gleichzeitig Präsident des Landesjagdverbandes Mecklenburg-Vorpommern.

Die rund 250 Delegierten haben heute Dr. Volker Böhning einstimmig zum neuen Präsidenten des Deutschen Jagdverbandes (DJV) gewählt. Dr. Böhning folgt auf Hartwig Fischer, der nach acht Jahren Amtszeit aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kandidiert hat. Dr. Böhning ist bereits seit 2011 DJV-Vizepräsident. Von 2000 bis 2002 war er Vizepräsident des Landesjagdverbandes Mecklenburg-Vorpommern, seit 2002 ist er dort Präsident. Dr. Böhning hat an der Humbold-Universität Berlin Tierproduktion und Veterinärmedizin studiert und anschließend an der Universität Rostock promoviert. Dr. Böhning war lange Zeit Landrat des Landkreises Uecker-Randow. „Ich bin vom Vertrauen, das mir entgegen gebracht wird, überwältigt und nehme die Wahl natürlich sehr gerne an“, sagt Dr. Volker Böhning im Anschluss an seine Wahl. PM

Beitragsbild: Dr. Volker Böhning nimmt die Wahl zum DJV-Präsidenten an (Quelle: Kapuhs/DJV)

Bundeskabinett beschliesst Änderung des Waffengesetzes

+++ Bayern: Wildes Bayern und Tierschutzbund erstatten wegen toter Kälber Strafanzeigen gegen Jagdverantwortliche in der Nationalparkverwaltung +++

Das Bundeskabinett hat gestern (06.06.) den “Entwurf eines Dritten Gesetzes zur Änderung des Waffengesetzes und weiterer Vorschriften (Drittes Waffenrechtsänderungsgesetz – 3. WaffRÄndG)” ohne Aussprache beschlossen. Das teilt die Bundesregierung auf ihrer Internetseite mit. Die aktuelle Fassung des Gesetzesentwurfs liegt noch nicht der Öffentlichkeit vor. Bekannt ist die Fassung vom 09.01., in den die Ergebnisse der Verbändebeteiligung eingeflossen sein sollten. Wesentliche Inhalte der Neuregelung sind umfangreiche Vorschriften zur Kennzeichnung von Schusswaffen und wesentlicher Teile derselben, die erheblich ausgeweitet werden sollen. Auch die “Rückverfolgbarkeit aller Schusswaffen und ihrer wesentlichen Teile” soll sichergestellt werden: “Zu diesem Zweck haben  die  Mitgliedstaaten  Waffenhändler  und  -hersteller  in  einem  ersten  Schritt  zu  verpflichten,  den  Waffenbehörden  unverzüglich  sämtliche  Transaktionen  anzuzeigen,  die Bestandteil  des  Lebensweges  einer  Schusswaffe  und  ihrer  wesentlichen  Teile  sind”, heißt es in dem Gesetzesentwurf. Erwartet wird, dass sich die bürokratischen Anforderungen für Waffenhersteller, Büchsenmacher, Behörden und damit auch Legalwaffenbesitzer erheblich steigern werden.

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Brandenburg: Sechs Millionen Euro für Förderung von Ackerrand- und Blühstreifen

+++ Hessen: Wolfssichtungen im Vogelsbergkreis +++

Brandenburgs Umwelt- und Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger hat die Richtlinie zur Förderung der Etablierung von Strukturelementen auf konventionell bewirtschafteten Ackerflächen in Kraft gesetzt. Dazu gehören ein- und mehrjährige Blühstreifen sowie Ackerrandstreifen. Der Fördersatz beträgt 700 Euro je Hektar Blüh- beziehungsweise Ackerrandstreifen. Die Streifen dienen Nützlingen, Bienen oder anderen Wildtieren als Wirts-, Nahrungs- oder Schutzpflanzen. Jährlich sollen dafür mindestens sechs Millionen Euro Fördermittel bereitgestellt werden.

Verpflichtung für mindestens fünf Jahre

Förderanträge werden bereits mit der diesjährigen Herbstantragstellung von den Landwirtschaftsämtern online entgegengenommen. Landwirte können dann ab 1. Januar 2020 Blühstreifen für die Dauer von mindestens fünf Jahren anlegen.

Einjährige Blühstreifen sind jährlich mit einer standortangepassten Saatgutmischung zu bestellen als Voraussetzung für einen blütenreichen Bestand. Mehrjährige Blühstreifen werden im ersten Jahr bestellt und bleiben dann mindestens fünf Jahre auf derselben Fläche bestehen.

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Stadt Braunschweig unterstützt Jäger bei der “Schwarzwildreduzierung”

50 Euro Aufwandsentschädigung für Erlegung von Frischlingen bis 50 Kilo

Um der stark gestiegenen Schwarzwildbestände im Stadtgebiet und der dadurch verursachten erheblichen Flurschäden Herr zu werden, schlägt die Verwaltung dem Rat die Anschaffung einer mobilen Kastenfalle für Wildschweine aus städtischen Mitteln vor, die an die Jägerschaft ausgeliehen wird. Außerdem soll den Jägern künftig für im Stadtgebiet erlegte Jungtiere, so genannte Frischlinge bis 15 Kilogramm Gewicht eine Aufwandsentschädigung von je 50 Euro gezahlt werden.

„Die hohen Populationszahlen beim Schwarzwild sind mittlerweile ein erhebliches Problem“, stellt der für die Jagdaufsicht zuständige Ordnungsdezernent Claus Ruppert fest. Die Zahl der pro Jahr erlegten Tiere hat sich von 74 im Jahr 2013 auf 329 in 2018 mehr als vervierfacht. Insbesondere in den vergangenen drei Jahren wuchs sie erheblich an. Hohe Reproduktionszahlen und ein milder Winter taten ein Übriges: Die noch vorläufige Strecke für 2019 liegt bereits bei 246 Stück Schwarzwild.

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Steile Karriere: Hybride wird Leitwolf

+++ NRW: Wolf im Märkischen Kreis bestätigt +++ Schleswig-Holstein: 750.000 Euro Kosten pro Wolf +++ Thüringen: Waschanlage für Hunde eröffnet +++

Eine steile Karriere hat ein Wolfshybride in Italien hingelegt: Der wegen der schwarzen Färbung seines Fells “Nerone” genannte Wolfs-Hund-Mischling ist zum Leitwolf eines Wolfsrudels im Naturschutzgebiet Oasi Castel di Guido im Umland Roms aufgestiegen. Der Befund löste unter Natur- und Tierschützern tiefe Besorgnis aus, berichtet Südtirol-NEWS. Denn in Wolfsrudeln ist das Alphatier für die Fortpflanzung zuständig – wenn Nerone sich nun munter mit den Wölfinnen des Rudels verpaart, könnte dies nicht nur fatale Auswirkungen auf das Wolfsrudel in dem Naturschutzgebiet haben, sondern die  Art des Apenninischen Wolfes ernsthaft gefährden, da so (weitere) Hundegene in die Wolfspopulation eingeschleust würden. Bei Nerone handelt es sich eindeutig um einen Hybriden, der aufgrund seines wenig wolfstypischen Aussehens erregte Verdacht wurde durch DNA-Analysen bestätigt. Nerone wurde bereits in Begleitung der fortpflanzungsfähigen Wölfin Aurelia gesehen, heißt es in dem Medenbericht.

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Bremen: Jagdfreigabe für Nutria, Marderhund, Waschbär und Nilgans

Zum Schutz von heimischen Arten und Lebensräumen können Nutria, Marderhund, Waschbär und Nilgans nun bejagt werden. Eine entsprechende Verordnung wird das Bremer Umweltressort am kommenden Freitag (7. Juni 2019) in Kraft setzen. Diese Maßnahme dient dem Schutz von heimischen Arten und Lebensräumen sowie dem Deich- und Hochwasserschutz.

Die ursprünglich aus Südamerika stammenden Nutria stellen eine große Gefahr für den Hochwasserschutz dar. Sie unterwühlen Deiche und können so ihre Stabilität gefährden. Mit ihrem Höhlenbau zerstören sie in Abwassergräben in großem Ausmaße Uferböschungen, wodurch diese einerseits ständig breiter werden, anderseits durch den Erdeintrag verlanden und die Entwässerung beispielsweise bei Starkregenereignissen erschweren.

Nutria haben sich in Bremen besonders im Blockland und in der Wümme ausgebreitet, beides geschützte Natura-2000-Gebiete. Darunter können nicht nur großflächige geschützte Röhrichtbestände leiden, die von den sich hauptsächlich pflanzlich ernährenden Nutria vertilgt werden. Auch die auf der Roten Liste stehenden Malermuschel und die Große Teichmuschel werden zur Kalkaufnahme gefressen. Auf diese Muschelarten ist wiederum der ebenfalls auf der Roten Liste stehende Bitterling angewiesen, da er sie für die Eiablage benötigt.

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Brandenburg: Nun doch keine Bogenjagd in Stahnsdorf

Antragsverfahren zum Einsatz von Jagdbögen abgebrochen

Nach Mitteilung der Obersten Jagdbehörde (OJB) im Agrar- und Umweltministerium Brandenburg kann der Stahnsdorfer Antrag zur Jagd mit einem Jagdbogen nicht genehmigt werden. Wichtigste Voraussetzung für die Genehmigung dieses Pilotprojekts war für die Behörde die Begleitung durch eine wissenschaftliche Einrichtung. Hierzu gab es im Vorfeld bereits Kontakte zu Interessenten. Die notwendige Ausschreibung, die in dieser Woche abgeschlossen wurde, hat kein zuschlagfähiges Ergebnis gebracht.

Hintergrund des Antrags ist die grassierende Wildschweinplage in den Gemeinden Stahnsdorf und Kleinmachnow, die bereits zu Sachschäden und immer wieder zu Ängsten bei Bewohnern in beiden Gemeinden geführt hat. Der Einsatz von Schusswaffen bei der Jagd ist in Siedlungsbereichen verboten.

Da in der Bundesrepublik im Gegensatz zu anderen EU-Mitgliedsstaaten bislang noch keine eigenen Erfahrungen mit der Jagdbogenjagd vorliegen, sollte der wissenschaftliche Partner insbesondere Fragen des Tierschutzes, der Streckenentwicklung, der Gefährdungssituation, aber auch der öffentlichen Akzeptanz für diese Jagdmethode untersuchen.

Fachliche Hilfe

Die Oberste Jagdbehörde nimmt die Sorgen der Stahnsdorfer und Kleinmachnower ernst und bietet vor Ort weiterhin ihre besondere Unterstützung an, um hier den Problemen mit den großen Wildschweinrotten Herr zu werden.

Fachleute der Wildökologischen Forschungsstelle Eberswalde werden mit örtlichen Jägern und Kommunalpolitikern prüfen, wie die seit Jahren wachsende Wildschweinpopulation in Siedlungsbereichen wirksamer reduziert werden kann. So sollen Vorschläge, Jagdwaffen mit modifizierter Munition und Schalldämpfer einzusetzen, nochmals diskutiert werden. PM

Beitragsbild: Jagdpfeil. Foto: privat

Thüringen: Weiterer Wolf auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf gesichtet

Aktuell ausgewertete Fotos zeigen derzeit auf dem Truppenübungsplatz neben der standorttreuen Wölfin einen weiteren Wolf (oder eine Wölfin). Die Fotos, die von Mitarbeiter/innen des Thüringer Landesamtes für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) ausgewertet wurden, lassen noch keine sichere Bestimmung des Geschlechts zu. Die Fotos der bereits bekannten Wölfin und einem zusätzlichen Wolf (oder einer Wölfin) wurden von Wildtierkameras des TLUBN im Umfeld des Standortübungsplatzes Ohrdruf vor etwa zehn Tagen aufgenommen und seit gestern von den Wolfsexperten des TLUBN (in Zusammenarbeit mit der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf/ DBBW) ausgewertet. Weiteres Monitoring wird zeigen, um welches Geschlecht es sich bei dem neuen Tier handelt und ob es im Raum Ohrdruf bleibt.

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Bundesjägertag 2019: “Waidgerechtigkeit 2.0”

Wolf, Wildschwein, invasive Arten: Die Schwerpunkte auf der diesjährigen Delegiertenversammlung in Berlin sind vielfältig. Experten diskutieren zudem über Jagd in den sozialen Medien. Neu gewählt wird der DJV-Präsident, Hartwig Fischer tritt nach acht Jahren im Amt nicht mehr an.

Unter dem Motto „Waidgerechtigkeit 2.0“ lädt der Deutsche Jagdverband (DJV) am 6. und 7. Juni zum Bundesjägertag nach Berlin ein. Insgesamt 400 Delegierte der 15 Landesjagdverbände, Landes- und Bundespolitiker sowie Vertreter von Verbänden und Unternehmen aus ganz Deutschland werden am Freitag erwartet. Bundesministerin Julia Klöckner MdB begrüßt die Teilnehmer der Delegiertenversammlung.

Inhaltlich geht es auf dem Bundesjägertag unter anderem um den Wolf: Der Dachverband der Jäger fordert ein aktives Wolfsmanagement auf Basis einer wildökologischen Raumplanung: Unter anderem sollten territoriale Wolfsrudel in Deichnähe, urbanen Gebieten oder alpinen Regionen nicht geduldet werden. Weitere Themen sind Prävention und Früherkennung der Afrikanischen Schweinepest sowie die Bejagung von Waschbär, Fuchs und anderen Raubsäugern für den Artenschutz.

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