Fellwechsel GmbH: Vorerst kein Geld mehr für gelieferte Füchse

+++ AfD und FDP gegen Gängelung von Legalwaffenbesitzern +++ Brandenburg: Bisam gefährdet Oderdeich +++ Brandenburg: Wölfe reißen Gatterwild bei Frankfurt/Oder +++ Schleswig-Holstein: Risse durch Problemwolf GW924m in Ostholstein nachgewiesen +++

Interview mit Andreas Leppmann von Fellwechsel

Die nächste Sammelsaison hat gerade begonnen. Das gemeinsame Projekt „Fellwechsel“ von LJV Baden-Württemberg und DJV geht damit bereits in die dritte Saison. Im Interview erklärt Andreas Leppmann, Geschäftsführer der Fellwechsel GmbH, wie Jägerinnen und Jäger am Projekt teilnehmen können und welchen Nutzen die kommende Jägergeneration davon haben könnte.

DJV: Herr Leppmann, Sie haben seit einem Jahr die Betriebserlaubnis für die Abbalgstation in Rastatt. Welche Bilanz ziehen Sie für das Projekt Fellwechsel?

Andreas Leppmann: Wir sind nach wie vor beeindruckt von der riesigen Resonanz innerhalb der Jägerschaft. Wir haben bisher 25.000 Tiere eingesammelt und bereits 12.000 Tiere gestreift. Derzeit arbeiten wir unter Hochdruck daran, die restlichen gelieferten Tiere zu streifen, zu gerben und weiter zu verarbeiten.

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Österreich: Niederösterreich will Nachtzielhilfen für Wildschweinbejagung freigeben

Aufgrund der zu erwartenden Zunahme bzw. der bereits teilweisen hohen Bestände in Niederösterreich ist eine Reduktion des Schwarzwildes unbedingt notwendig, um im Falle eines Ausbruchs die Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zu erleichtern, meint der Landesjagdverband Niederösterreich. Das Schwarzwild sei besonders schwierig zu bejagen. Es ist überwiegend nachtaktiv, wehrhaft und extrem vorsichtig. Eine Reduktion des Bestandes ist daher nicht leicht. Aus diesem Grund wird nun in Niederösterreich für eine Dauer von vorerst vier Jahren der Einsatz von technischen Nachtzielhilfen flächendeckend zur Intensivierung der Wildschweinbejagung erlaubt. Im Seuchenfall dürfen zudem spezielle Fallen, die den Lebendfang von mehreren Wildschweinen ermöglichen, eingesetzt werden.
Jägerschaft unterstützt in der Seuchenprävention

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Thüringen: Wiederlader durch explodierendes Zündhütchen schwer verletzt

+++ Brandenburg: Landkreis OPR erlässt Jägern Gebühren für Trichinenbeschau bis 2024 +++ Rheinland-Pfalz: Jäger stürzt Steilhang hinab – schwierige Bergung +++ Bayern: Hundehalterin erbost, weil Jägerin vor verletztem Wildschwein warnt +++ Rheinland-Pfalz: Wildschwein auf Schulhof erlegt +++ Bayern: Empörung wegen Jagd auf Höckerschwäne +++

Ein 59-jähriger Jäger ist am Mittwoch Vormittag beim Wiederladen – der Herstellung von Munition – schwer verletzt worden. Ein Zündhütchen löste ungeplant und ungewollt aus. Durch die umherfliegenden Splitter erlitt der 59-jährige schwere Verletzungen im Bauch- und Brustbereich. Der Mann konnte jedoch durch die Rettungskräfte stabilisiert und in der weiteren Folge zur Behandlung seiner Verletzungen in das Klinikum nach Jena verflogen werden. Die Saalfelder Polizei überprüfte den Unfall vor Ort auf strafrechtliche Relevanz und stellte fest, dass der Mann ordnungsgemäß im Besitz aller notwendigen Erlaubnissen zur Herstellung und zum Umgang mit Munition und Sprengstoff besitzt. PM

Beitragsbild: Arbeitsplatz eines Wiederladers (Archivbild). Foto: SE

Mecklenburg-Vorpommern: Neues Wolfrudel – deutlich mehr Nutztierrisse

In Mecklenburg-Vorpommern hat sich in der Umgebung von Grabow ein neues Wolfsrudel gegründet. Das Wolfsmonitoring des Landes ist bereits im Sommer verschiedenen Hinweisen von Jägern und Landwirten nachgegangen. Nun gelang der Nachweis eines weiteren Wolfrudels mit mindestens zwei Welpen, wobei aus der Gegend weitere Sichtungsmeldungen gibt, denen weiterhin nachgegangen wird.

Erst im September hatte Umweltminister Dr. Till Backhaus über die Ansiedlung drei neuer Wolfsrudel informiert. Mit dem aktuell bestätigten Rudel in Grabow kann hierzulande somit gegenwärtig von insgesamt 8 Rudeln (Jasnitz, Grabow, Kaarzer Holz, Retzow-Jännersdorfer Heide, Nossentiner Heide, Müritz-Nationalpark, Torgelow, Ueckermünde) und 2 Wolfspaaren (Lübtheen, Billenhagen) ausgegangen werden, wobei das Rudel in der Retzow-Jännersdorfer Heide grenzübergreifend zu Brandenburg lebt.

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Experten bestätigen Kritik an Änderung des Waffengesetzes

+++ Bielefeld: Jäger verweigern Mufflon-Totalabschuss +++ Dresden: In Zaun steckendes Wildschwein abgefangen – Tierfreunde protestieren +++

Weniger Sicherheit durch mehr Bürokratie ist das Fazit des Deutschen Jagdverbandes nach einer Anhörung zum Waffengesetz im Bundestag. Experten von Behörden und Verbänden sehen viele Schwachpunkte, vor allem in der praktischen Umsetzung.

Vor dem Innenausschuss des Bundestages haben Sachverständige am vergangenen Montag die Kritik des Deutschen Jagdverbandes (DJV) und anderer Verbände am Gesetzentwurf zur Änderung des Waffengesetzes weitgehend bestätigt. Die Fragen der Abgeordneten des Innenausschusses zeigen, dass fraktionsübergreifend noch Änderungsbedarf am Entwurf gesehen wird. DJV-Vizepräsident Ralph Müller-Schallenberg: „Das Gesetz führt in erster Linie dazu, dass die Behördenmitarbeiter mit unsinnigen Überwachungsaufgaben des legalen Waffenbesitzes auf Trab gehalten werden, anstatt sich um den illegalen Waffenbesitz kümmern zu können.“ Es werde ein „Bürokratiemonster“ geschaffen, das der inneren Sicherheit eher abträglich wäre. Forum Waffenrecht und Deutscher Schützenbund haben diese Auffassung in der Anhörung bestätigt. Der Entwurf sei zu bürokratisch und für die Anwender in der Verwaltung sowie für Händler, Hersteller, Vereine und Waffenbesitzer kaum zu handhaben. Außerdem treffe er in erster Linie die Falschen und schaffe kaum einen Mehrwert für die öffentliche Sicherheit.

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DJV: Wald und Wild gehören zusammen

Der DJV protestiert anlässlich der Umweltministerkonferenz gegen die Pauschalforderung Wald vor Wild: Wildtiere sind nicht der Sündenbock einer verfehlten Forstpolitik. Die Abschusszahlen für Reh und Hirsch steigen weiter und liegen jetzt bei 1,4 Millionen Tieren. Trotzdem ist immer noch jeder zweite Baum im deutschen Wald ein anfälliger Nadelbaum.

Im Kontext des notwendigen Waldumbaus fordern Vertreter von Forst und Naturschutz „Wald vor Wild“ als Handlungsmaxime: Wenn nur möglichst viele Rehe und Hirsche getötet werden, entstünde ein vielfältiger Wald von alleine. Der Deutsche Jagdverband (DJV) protestiert gegen diese pauschale Haltung und macht deutlich: Wildtiere sind nicht für eine verfehlte Forstpolitik von über drei Jahrzehnten verantwortlich. Mehr als 1,4 Millionen Rehe, Rot- und Damhirsche haben Jäger in der vergangenen Saison erlegt – 5 Prozent mehr als im Vorjahr, zeigt eine vorläufige Auswertung. Trotz seit Jahren steigender Abschusszahlen dominieren allerdings immer noch die anfälligen Arten Fichte und Kiefer. Jeder zweite Baum ist nach wie vor ein Nadelbaum in Deutschland, 27 Prozent der Wälder sind Nadelholzreinbestände.

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DNA-Analyse: Norwegische Wölfe sollen aus Pariser Tierpark stammen

Beitrag aktualisiert. Das umstrittene private Analyse-Institut ForGen in Hamburg hat Proben von genetischem Material untersucht, die von in Norwegen erlegten Wölfen stammen, von Freiwilligen gesammelt und vom norwegischen Bauern- und Kleinbauernverband eingesandt wurden. Es befinden sich darunter auch DNA-Proben der zwei Wölfe, die bei der Lizenzjagd im vergangenen Winter erlegt wurden. Insgesamt wurden Proben von zehn norwegischen Wölfen eingereicht, in acht Fällen gab es Ergebnisse. Desweiteren wurden Proben von neun finnischen Wölfen und von zwei alten Wolfsfellen eingeschickt, die noch nicht analysiert werden konnten. Das Institut kommt norwegischen Medienberichten zufolge zu dem Ergebnis, dass Wölfe aus dem Slettås-Rudel in Trysil aus einem Zoo in Paris, andere Wölfe aus Lettland stammen könnten. Überdies sollen einige Wölfe Hybriden, also Mischlinge zwischen Wolf und Hund (Molosser) sein und andere aus Lettland stammen. Den Untersuchungen zufolge gibt es keine verwandtschaftlichen Beziehungen zwischen norwegischen und finnischen Wölfen. Bisher ging man davon aus, dass die skandinavischen Wölfe über Finnland eingewandert seien. Die Untersuchungsergebnisse wurden auf der Jahrestagung des norwegischen Bauern- und Kleinbauernverbands in Gardermoen vorgestellt.

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Bayern: Drückjagd wegen uneinsichtiger Wanderer abgebrochen

Bei Niedermirsberg (Landkreis Forchheim) ist am vergangenen Samstag eine Drückjagd aus Sicherheitsgründen abgesagt worden, weil uneinsichtige Wanderer Warnschilder ignoriert und durchs Treiben gelaufen waren. Nach Angaben der Jäger, die die Drückjagd mit großer Sorgfalt und Mühe geplant hatten, waren alle Wege ins das Jagdgebiet gut sichtbar gesperrt. Die Wanderer behaupteten indes, keine Warnschilder gesehen zu haben. Es habe keiner übersehen können, dass man da nicht rein darf, klagte ein Jäger gegenüber nordbayern.de. Weil zudem Nebel die Sicht behinderte, entschied der Jagdleiter, die laufende Jagd abzubrechen. Die Polizei wurde informiert, die Wanderer wurden ausfindig gemacht und verwarnt. red.

Beitragsbild: Jäger auf Drückjagdbock (Archivbild). Foto: SE

Brandenburg: Wölfe dringen in die Dörfer vor

+++ Brandenburg: Weitere Wolfsrisse im Schlaubetal +++ Berlin: Wolfsverdacht in Westend +++ Sachsen: Wölfe reißen Schafe im Erzgebirge +++

Die im Schlaubtal ansässigen Wölfe zeichnen sich anscheinend durch besondere Dreistigkeit aus: Auf Drückjagden attackieren sie Hunde und lassen sich nicht einmal durch Warnschüsse vertreiben, nun dringen sie auf ihren nächtlichen Beutezügen in die Dörfer vor und reißen Haustiere unmittelbar in den Gehöften. So haben in der Nacht zu Sonnabend mehrere Wölfe die Umzäunung eines Hofs in Schernsdorf in der Gemeinde Siehdichum (Landkreis Oder-Spree) untergraben, sie rissen einen 50 Kilogramm schweren Schafsbock sowie ein Lamm, zwei weitere Lämmer sind verschwunden. Der Wolfsbeauftragte fand die Spuren von mindestens drei Wölfen, wie die MOZ berichtet, doch die verzehrte Fleischmenge lässt auf eine höhere Zahl – die Schätzung beläuft sich auf sieben Wölfe – schließen. Ähnliche Angriffe hat es dem Zeitungsbericht zufolge in jüngster Zeit auch in anderen Siedlungen im Schlaubetal gegeben.

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Jörg-Andreas Krüger zum neuen Nabu-Präsidenten gewählt

Nabu-Bundesvertreterversammlung wählte neue Verbandsspitze

Jörg-Andreas Krüger ist neuer Nabu-Präsident. Er wurde auf der Nabu-Bundesvertreterversammlung am Samstag in Berlin einstimmig an die Verbandsspitze gewählt. Er folgt damit auf Olaf Tschimpke, der nach 16 Jahren nicht erneut für das Amt kandidiert hatte. Jörg-Andreas Krüger war die vergangenen sechs Jahre beim WWF tätig, zuletzt in der Position als Geschäftsführer „Ökologischer Fußabdruck“. Von 2004 bis 2013 war Jörg-Andreas Krüger Fachbereichsleiter für Naturschutz- und Umweltpolitik im Nabu-Bundesverband, ab 2010 zusätzlich in der Funktion als stellvertretender Bundesgeschäftsführer. Seit 1982 ist der in Niedersachsen geborene studierte Diplom-Ingenieur für Landschaftsarchitektur und ausgebildete Verwaltungsbeamte Mitglied im Nabu.

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Brandenburg: Wie das MLUL sich die künftige Bejagung von Bisam und Nutria vorstellt

Das Brandenburger Ministerium für ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft hat per E-Mail ein  Schreiben (das der Red. vorliegt) an die Unteren Jagdbehörden (UJB) des Landes versandt, in dem erläutert wird, die die Bejagung von Nutria und Bisam ablaufen soll. Mit der Aufnahme von Nutria und Bisam und Jagdrecht durch die umstrittene Durchführungsverordnung (DVO) zum Landesjagdgesetz hat sich das MLUL ein so unnötiges wie vorhersehbares (da andere Bundesländer in der Vergangenheit ähnliche Erfahrungen gemacht haben) Riesenproblem eingehandelt (JAWINA berichtete). Die Schadnager unterliegen jetzt dem Elterntierschutz, und die erfahrenen und bewährten Bisamjäger und Nutriafänger des Landes sind arbeitslos, da sie nun einen Jagdschein und eine Jagderlaubnis des Revierinhabers benötigen, um die Deiche schützen zu dürfen. “Im MLUL geht ÖJV-Nähe vor Fachkompetenz”, ätzt ein Insider, “Das rächt sich jetzt.”

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Slowakei: MAR-Prüfung der Kopovs im Live-Stream

Zur Zeit findet in den Wäldern nördlich von Žilina im Norden der Slowakei die höchste internationale Hundeprüfung der Kopovs statt: Das Memoriál Andreja Renča (MAR) 2019. Und wogegen sich deutsche Hundeverbände und Prüfungsrichter mit Händen und Füßen sträuben, ist in der Slowakei nun Realität geworden: Alle Prüfungshunde sind bei dieser hochkarätigen Stöberprüfung mit Ortungsgeräten des finnischen Hundeortungsspezialisten Tracker ausgerüstet. Um Nachvollziehbarkeit und Transparenz zu maximieren, werden die Tracks erstmals live und öffentlich im Internet übertragen. Der slowakische Kopov-Verband und der slowakische Jagdhunde-Dachverband haben die Links zum Livestream vor der Prüfung auf ihren Internet- oder Facebookseiten veröffentlicht. So geht Glaubwürdigkeit 2019. SE

Zum Tracker Livestream vom MAR 2019 geht es hier.

Beitragsbild: Tracks der MAR-2019-Prüfungshunde auf der Tracker-Internetseite (Screenshot)

NRW: Gericht ordnet “Entfernung” der Bielefelder Muffelherde an

Das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster hat die “komplette Bielefelder Muffelwild-Herde zum Tode verurteilt”, schreibt die Neue Westfälische (NW) und bringt den Sachverhalt damit durchaus treffend auf den Punkt: Weil die Wildschäden unzumutbar seien, die die gerade einmal 12-köpfige Herde reinrassiger Mufflons in den Wäldern des Klägers, der Johannes Klasing’schen Familienstiftung, anrichte, muss die Stadt Bielefeld über den Antrag auf Ab­schuss der Muffelwildherde neu entscheiden. Und dies, obwohl sich die anderen betroffenen Waldbesitzer wie auch die Stadt Bielefeld “bis zuletzt vehement für die kleine Herde der reinrassigen Tiere eingesetzt” hatten, wie die NW berichtet. Bei der Johannes Klasing’schen Familienstiftung handelt es sich übrigens um eine nicht gemeinnützige Familienstiftung, deren Stiftungszweck eine Informationsseite des NRW-Innenministeriums mit “Unterstützung der eigenen Familie” angibt. Dieser Aufstellung der Detmolder Bezirksregierung nach geht es konkret um die “Gewährung von Unterrichtsgeldern, Aussteuern, Renten an ledig bleibende Töchter”.

Einem Gutachten erleidet diese Stiftung Wildschäden in Höhe von 5000 Euro pro Jahr durch die 12 Mufflons , was die Stadt und die anderen Waldbesitzer laut NW bezweifeln. Zudem setzten diese auch den Artenschutz höher an – was etwa vor dem Hintergrund der vergleichsweise exorbitanten Kosten durch Wolfsrisse, die mit der Begründung Artenschutz bedenkenlos dem Steuerzahler aufgebürdet werden, nur allzu verständlich erscheint.

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Deutscher Jagdrechtstag: Wolf und Waffenrecht im Fokus

Der Deutsche Jagdrechtstag (DJRT) hat vom 3. bis zum 8. November in Uslar getagt. 70 Experten unterbreiten Empfehlungen an den Gesetzgeber.

Die rund 70 Teilnehmer des Deutschen Jagdrechtstags haben Anfang November im niedersächsischen Uslar getagt. Auf der Agenda standen aktuelle jagdrechtliche Fragen. Im Rahmen der Veranstaltung befassten sich die Teilnehmer mit neuen Entwicklungen im Jagdrecht von Bund und Ländern sowie in zugehörigen Rechtsgebieten. Im Fokus der Vorträge und Diskussionen stand unter anderem ein aktuelles Urteil des europäischen Gerichtshofes zum Umgang mit dem Wolf. Fragen zum Waffenrecht, zu Jagdgenossenschaften, Jagdhunden und Falknerei wurden ebenfalls aufgegriffen. An der Tagung nahmen rund 70 Experten teil, insbesondere Rechtsanwälte sowie Vertreter von Politik, Behörden, Gerichten und Verbänden.

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Italien: 80-jähriger zielt auf Hasen, trifft zwei Jäger

Im Südtiroler Fersental hat ein 80 Jahre alter Jäger einen Schrotschuss auf einen Hasen abgegeben und seine zwei Jagdgefährten getroffen. Der Vorfall ereignete sich am Mittwoch Morgen in der Nähe der Ortschaft Facchini, wie SüdtirolNEWS berichtet. Einer der Getroffenen wurde schwer verletzt. Der Unglücksschütze verständigte selbst die Rettungskräfte. red.

Beitragsbild: Schrotpatronen (Symbolbild). Foto: SE

Berlin: Doch kein Wolf?

Nach Ansicht eines Rissgutachters, deutet vieles darauf hin, dass das auf einem Berliner Kinderbauernhof gerissene Schaf nicht von einem Wolf, sondern von einem Hund gerissen worden ist. Das berichtet die Berliner Morgenpost. Das Ergebnis der DNA-Analyse liegt noch nicht vor.

Der Ende Oktober bei Dörverden (Landkreis Verden) tot gefundene Wolf (JAWINA berichtete) ist nicht der zum Abschuss freigegebene Rüde des Rodewalder Rudels, wie der NDR berichtet. red.

Beitragsbild: Wolf. Foto: Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel

Wolfsabschuss: DJV und LJV fordern gesetzliche Regelung

Am Wochenende hat ein Wolf in Brandenburg Jagdhunde attackiert (JAWINA berichtete). Ein Jäger hat den Wolf daraufhin getötet. Es wäre bereits der zweite Vorfall dieser Art in Deutschland. DJV und LJV fordern eine lückenlose Aufklärung des Falls und Rechtssicherheit für Jäger.

Vergangenen Samstag soll ein Wolf Jagdhunde während der Jagd attackiert haben. Medienberichten zufolge hat ein Jäger diesen deshalb getötet. Es wäre bundesweit bereits der zweite Fall – erneut in Brandenburg. Der Deutsche Jagdverband (DJV) und der Landesjagdverband Brandenburg (LJV) nehmen den Vorfall sehr ernst und fordern eine schnelle, lückenlose Aufklärung.

„Der Gesetzgeber muss endlich handeln und klare Regeln für einen derartigen Notstand entwickeln“, sagte DJV-Vizepräsident Helmut Dammann-Tamke. Vorbildlich sei Schweden: Dort könnten Jäger einen Wolf bereits töten, wenn er im Begriff sei, Hunde oder Nutztiere zu attackieren. Zuvor müsse allerdings versucht werden, den Wolf durch Rufen und Warnschüsse in den Boden zu vertreiben.

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Berlin: Schaf auf Kinderbauernhof gerissen

Auf dem Vierfelderhof in Gatow am nordwestlichen Rand Berlins hat ein Mitarbeiter ein gerissenes Schaf gefunden. Medienberichten zufolge halten Experten es für möglich, dass ein Wolf der Verursacher des Risses ist. Gewissheit soll es erst gegen Ende der Woche geben, wenn die Untersuchung der DNA-Proben abgeschlossen ist. Anwohner äußern sich besorgt, da sich in der Nähe des Bauernhofs auch Wohnhäuser, eine Kita und Reiterhöfe befinden. Offiziell gibt es in Berlin keine Wölfe, es wird aber seit Jahren immer wieder von mutmaßlichen Wolfssichtungen im Nordwesten Berlins wie z.B. im Spandauer Forst, Eiskeller und Gatow und Kladow berichtet. Auf dem Vierfelderhof werden die Schafe nun nachts im Stall untergebracht. red.

Beitragsbild: Von Wolf gerissenes Schaf (Archivbild). Foto: SE

Wichtiges Urteil zur Aufbewahrung von Waffentresor-Schlüsseln

Die Schlüssel für den Waffenschrank müssen nicht unbedingt in einem Behältnis aufbewahrt werden, das den selben Widerstandsgrad oder die selbe Sicherheitsklasse aufweist, wie der Waffentresor. Das hat das Verwaltungsgericht Köln entschieden. Ein Freibrief zum nachlässigen Umgang mit Tresorschlüsseln ist das Urteil jedoch nicht.

Einem Jäger waren Waffen gestohlen worden, woraufhin die Waffenbehörde die waffenrechtliche Zuverlässigkeit des Mannes in Zweifel zog und WBK und Jagdschein widerrufen wollte. Dagegen hatte der Jäger erfolgreich geklagt. Das VG Köln schildert den Fall wie folgt: “Im Februar 2017 fand im Wohnhaus des Klägers J.  T. ein Einbruchsdiebstahl statt, während sich der Kläger und seine Ehefrau in Urlaub befanden. Der Einbruch wurde am Morgen des 27.02.2017 von der Haushälterin entdeckt. U.a. wurden zwei Langwaffen des Klägers (eine Repetierbüchse Blaser, R 93, Kal. 9,3×62, und eine halbautomatische Büchse Savage, A 17, Kal. 17HMR) gestohlen, die sich in einem Waffenschrank im Keller des Wohnhauses befanden, den die Täter mit einem dazugehörigen Schlüssel geöffnet hatten. Den Schlüssel hatten sie in einer im Kleiderschrank des Schlafzimmers befindlichen Geldkassette aufgefunden, die sie in der Garage unter Verwendung von Werkzeugen gewaltsam geöffnet hatten.”

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Kreis Soest: Wildschwein-Kadaver nicht infiziert

+++ Brandenburg: Jäger schoss Wolf, um seinen Hund zu schützen +++ Baden-Württemberg: Falscher Wolfsalarm in der Gemeinde Glatten +++ Rheinland-Pfalz: Neue Wolfsnachweise +++

Vorabinformation des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamtes in Arnsberg

Zu den verendeten Wildschwein-Frischlingen, die am 2. November bei einer Jagd im Raum Anröchte/ Warstein gefunden worden waren, hat den Veterinärdienst des Kreises Soest eine erfreuliche Vorabinformation des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Westfalen in Arnsberg erreicht. Vier von fünf Kadavern sind danach definitiv weder mit Afrikanischer Schweinepest (ASP) noch mit Klassischer Schweinepest (KSP) infiziert, wie der Kreis Soest mitteilt.

Da das Blut des fünften verendeten Frischlings, der entdeckt worden war, labortechnisch nicht zu verwerten war, muss jetzt noch eine Untersuchung der Milz erfolgen. „Wir gehen aber angesichts der Gesamtsituation zuversichtlich davon aus, dass auch dieser Test keine Infektion mit den in Rede stehenden Seuchen nachweisen wird“, betont Ralf Hellermann, zuständiger Dezernent des Kreises Soest. Die Kadaver seien routinemäßig im Rahmen der Vorbeugung gegen ASP zum CVUA Arnsberg gebracht worden.

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NRW: Hirsch verletzt Jagdteilnehmer bei Drückjagd schwer

Am Samstag Mittag ist ein Mann auf einer Drückjagd bei Bad Berleburg (Kreis Siegen-Wittgenstein) durch einen Hirsch schwer verletzt worden. Der Hirsch überrannte den Jagdteilnehmer und schleppte ihn einige Meter weit mit. Der Verunglückte erlitt schwere Verletzungen im Hals- und Gesichtsbereich und musste mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen werden. Da der Verletzte in abschüssigem Gelände in dichtem Gestrüpp lag, musste er von Rettungskräften zunächst aufwändig geborgen werden. Der Unfall ereignete sich in der Nähe des Forsthauses Hülshof bei Richstein. red.

Beitragsbild: Erlegter Hirsch (Archivbild). Foto: SE

Brandenburg: Wolf bei Drückjagd geschossen

Bei einer Drückjagd in der Umgebung von Jännersdorf (Landkreis Prignitz) ist ein Wolf erschossen worden. Die Polizei wurde gegen 17 Uhr von dem Vorfall unterrichtet. Der zuständige Wolfsbeauftragte nahm den Kadaver des Wolfs in Verwahrung, nachdem die Polizei den Tatort freigegeben hatte. Gegen den Schützen wird wegen eines Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz ermittelt. red.

Beitragsbild: Wolf. Foto: Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel

Die Red. dankt JAWINA-Leser JS für den Hinweis!

Niedersachsen: Jogger bei Treibjagd angeschossen

Am Samstag Nachmittag ist ein Jogger auf einem öffentlichen Weg bei Schneverdingen (Landkreis Heidekreis), zwischen Lünzen und Schülern, während einer dort stattfindenden Treibjagd durch einen Schrotschuss am Bein verletzt worden. Das teilt die Polizei mit. Der 51-jährige Jogger lief auf einem öffentlichen Weg, auf dem durch Warnschilder auf die Jagd hingewiesen wurde. Der Mann wurde in einem Krankenhaus in Buchholz behandelt. Ein Ermittlungsverfahren gegen den Schützen ist eingeleitet worden. PM

Beitragsbild: Schrotpatronen (Symbolbild). Foto: SE

Die Red. dankt JAWINA-Leser HW für den Hinweis!

Thüringen: Trotz Freigabe im Landesjagdgesetz – vorerst keine Schalldämpfer für Thüringer Jäger

Im novellierten Thüringer Landesjagdgesetz, das am 31.10. in Kraft getreten ist, werden Schalldämpfer für Jäger unter bestimmten Voraussetzungen freigegeben. Dazu wird in Nummer 4 des § 29 LJG, in dem die sachlichen Verbote geregelt werden, folgender Passus eingefügt: “[…] das Schalldämpferverwendungsverbot gilt nicht für das Schießen auf Wild mit Büchsenpatronen, deren Auftreffenergie auf 100 m (E 100) mehr als 1000 Joule beträgt. Die jeweiligen Bestimmungen des Waffen”rechts bleiben unberührt;”

Dennoch wird Thüringer Jägern auf Anfrage von den Waffenbehörden mitgeteilt, dass keine Schalldämpfer für Jäger genehmigt werden: Er habe “kein Bedürfnis, ein Kapselschutz tue es auch”, wurde einem JAWINA-Leser von Amts wegen beschieden.

In den sozialen Medien kursiert ein Text, der das Verhalten der Waffenbehörden erklärlich macht:

“Im Hinblick auf das bald in Kraft tretende geänderte Thüringer Jagdgesetz sind waffenrechtliche Ausnahmegenehmigungen an private Jäger zum Umgang mit Schalldämpfern gegenwärtig grundsätzlich nicht zulässig”, heißt es in dem Schreiben.

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Niedersachsen: Tot aufgefundener Wolf wurde nicht erschossen

Der am Mittwoch bei Dörverden (Landkreis Verden) tot aufgefundene Wolf (JAWINA berichtete) wurde nicht erschossen. Das teilte das niedersächsische Umweltministerium mit. Die Vermutung des zuständigen Wolfsbeauftragten, der Wolf sei illegal erlegt worden, sei mittlerweile widerlegt. Demnach wies der tote Wolf massive Bissverletzungen auf, die ihm vermutlich ein anderer Wolf beigebracht habe. Ob es sich bei dem starken Wolfsrüden um den zum Abschuss freigegebenen Leitrüden des Rodewalder Rudels handelt, steht noch nicht fest. Die genetischen Untersuchungen dauern an. red.

Beitragsbild: Wolfs-Trophäe. Foto: SE

Die Red. dankt JAWINA-Leser RK für den Hinweis!

Hessen: Staatsgerichtshof verhandelt Normenkontrollantrag zur Jagdverordnung

Mündliche Verhandlung in dem Verfahren über den Normenkontrollantrag der FDP-Fraktion gegen die Hessische Jagdverordnung am 13. November 2019

„Der Hessische Staatsgerichtshof wird die mündliche Verhandlung in dem Normenkontrollverfahren der FDP-Landtagsfraktion gegen die Hessische Jagdverordnung am 13. November 2019 [und damit mehr als drei Jahre (!) nach dem Antrag der FDP, Anm. d. Red.] um 10:00 Uhr in Wiesbaden durchführen. Die Beteiligten sind zu diesem Termin geladen worden“, teilte der Präsident des Staatsgerichtshofes des Landes Hessen Roman Poseck heute in Wiesbaden mit.

Der Normenkontrollantrag richtet sich gegen die §§ 2 und 3 der Hessischen Jagdverordnung vom 10. Dezember 2015 und die mit diesen einhergehenden Verkürzungen bzw. Aufhebungen der Jagdzeiten für rund 20 verschiedene Tierarten. Die Antragstellerin ist der Auffassung, dass die neuen Bestimmungen einen verfassungswidrigen Eingriff in das durch die Eigentumsgarantie der Hessischen Verfassung geschützte Jagd- und Jagdausübungsrecht darstellen. Wegen des Fehlens einer Begründung der Verordnung verletze die Neuregelung zudem das Rechtsstaatsprinzip. Außerdem verstießen die verfahrensgegenständlichen Bestimmungen der Jagdverordnung gegen den Parlamentsvorbehalt.

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Mecklenburg-Vorpommern: Schalenwildstrecke stagniert auf hohem Niveau

In Mecklenburg-Vorpommern wurden im vergangenen Jagdjahr (01.04.2018 – 31.03.2019) insgesamt 156.164 Stück Schalenwild erlegt. „Das sind etwa 3.300 Stücken weniger als im Vorjahreszeitraum. Dennoch liegt dieses Streckenergebnis im Verhältnis zum Durschnitt der letzten 10 Jahre auf sehr hohem Niveau“, bewertete Landwirtschaftsminister Till Backhaus die Zahlen. Am häufigsten erlegt, werden im M-V Wildschweine und Rehe. Bei den Wildschweinen waren es im vergangenen Jagdjahr fast 73.200 Stück. 2017/2018 waren es sogar fast 86.000 Stück. Dieses hohe Streckenergebnis stehe im Zusammenhang mit der ASP-Prävention, zu der die Landesregierung ausdrücklich aufgefordert und dies auch finanziell unterstützt hat, so das Landwirtschaftsministerium. Das letzte Rekordergebnis wurde nach zwei milden Wintern im Jagdjahr 2009/10 erreicht. Damals wurden fast 76.000 Wildschweine geschossen.

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Niedersachsen: Rodewalder Rüde geschossen? Toter Wolf gefunden

+++ Norwegische Hundekrankheit in Mecklenburg-Vorpommern? +++

Bei Dörverden (Landkreis Verden) hat ein Traktorfahrer am Mittwoch Morgen einen toten Wolf entdeckt. Nach Ansicht des zuständigen Wolfsberaters deuten die Verletzungen des Tiers auf eine Schussverletzung und damit auf einen illegalen Abschuss hin. Einem Bericht der Kreiszeitung zufolge handelt es sich um einen starken, alten Rüden, der von “Größe, Geschlecht und Aussehen an den berühmt-berüchtigten Rodewalder Wolf” erinnere. Die Abschussgenehmigung für den Wolfsrüden mit der offiziellen Bezeichnung GW717m war vom niedersächsischen Umweltministerium gerade noch bis 30.11.2019 verlängert worden. red.

Beitragsbild: Wolf. Foto: Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel

Hessen: Etappensieg gegen die Schalenwildrichtlinie

Verwaltungsgericht Frankfurt am Main: Forstamt Jossgrund darf vorübergehend die Rotwildjagd nicht ausüben

Beitrag aktualisiert. Das Verwaltungsgericht Frankfurt am Main geht im Verwaltungsstreitverfahren der Rotwildhegegemeinschaft Spessart gegen das Land Hessen, das vom Landesjagdverband Hessen unterstützt wird, unter dem Aktenzeichen 10 L 3084/19 F davon aus, dass der Vollzug der streitgegenständlichen Abschussverfügung (Abschussplan) vorübergehend untersagt ist. Damit ist das hessische Forstamt Jossgrund nicht mehr berechtigt, weiter auf Rotwild zu jagen. Ein Verstoß gegen diese Anordnung stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, die in jedem einzelnen Fall mit einer Geldbuße von bis zu 5.000,- Euro geahndet werden kann.

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Brandenburg: Wolfsnachwuchs im Nauener Stadtwald

+++ Sachsen: Wolfsrudel in der Dresdner Heide nachgewiesen +++ Sachsen-Anhalt: Prozess um tödlichen Jagdunfall – tödliche Jägerin bestreitet Verschulden +++ Niedersachsen: Achtung Giftköder – schon wieder Hund in Cuxhaven getötet +++ Österreich: Salzburg verbietet Gatterjagden und Aussetzen von Zuchtenten für Jagdzwecke +++

Im Stadtwald von Nauen (Landkreis Havelland) hat eine Fotofalle eine Wolfsfähe mit ihren Welpen aufgenommen. Das Areal vor den Toren Berlins soll daher nun offiziell als Wolfsgebiet ausgewiesen werden. Der Jagdpächter des Gebiets hat schon seit sechs Jahren Hinweise auf das Vorhandensein von Wölfen in seinem Revier registriert, berichtet die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ) hinter der Paywall. red.

Beitragsbild: Wolf. Foto: Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel

Niedersachsen: Rekordergebnis bei der Nutriastrecke

Landesjagdbericht 2018/19 informiert über Jagdstrecken und neue Initiativen zur Steigerung der Artenvielfalt

Mit 32.357 Tieren im Jagdjahr 2018/19 liegt die Nutriajagdstrecke in Niedersachsen 33 Prozent über der des Vorjahres – ein neuer Höchstwert. „Für die anhaltend intensive und erfolgreiche Bejagung der Nutria danke ich den niedersächsischen Jägerinnen und Jägern sehr. Sie dient auch dem Schutz unserer Deiche und damit dem Allgemeinwohl und der Sicherheit der Bevölkerung“, sagte Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast mit Blick auf das Rekordergebnis, das aus dem heute veröffentlichten Landesjagdbericht „Wild und Jagd“ 2018/2019 hervorgeht.

Unterschiedliche Entwicklungen gibt es demnach bei den Schalenwildarten: Während die Jagdstrecken von Schwarzwild, Muffel- und Damwild sanken, gab es bei Reh- und Rotwild eine leichte Zunahme. Ein Hauptaugenmerk legt der diesjährige Bericht auf vielversprechende Initiativen bei der Aufwertung der Feldflur beim Schutz von Bodenbrütern.

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Baden-Württemberg: Ex-Salafist will Jagdschein

+++ Österreich: Jäger durch Schrote verletzt – Schütze alkoholisiert +++ Mecklenburg-Vorpommern: Hund oder Wolf? Wolfsähnliches Tier in Rostocker Innenstadt erschossen +++ Mecklenburg-Vorpommern: Vollsperrung der A 19 nach Wildunfall +++ Bayern: BJV beschließt Neuwahlen +++ Niedersachsen: Kopov vergiftet +++

Eine bestandene Jägerprüfung stellt bereits nach geltendem Recht keinen Weg zum Legalwaffenbesitz für Extremisten dar

Ein “Ex-Salafist” hat in Baden-Württemberg erfolgreich die Jägerprüfung abgelegt. Doch als der Mann bei der Stadt Ulm einen Jagdschein beantragte, verweigerte diese dem “42-jährigen mit dunklen Vollbart”, wie es in einem Bericht des Schwäbischen Tageblatts heißt, die Ausstellung der gewünschten Dokumente – obwohl der aus Bosnien stammende Mann ein “blütenweißes polizeiliches Führungszeugnis” vorlegen konnte. Grund waren die Kontakte des Möchtegern-Jungjägers zu einschlägig bekannten Islamisten. Der Mann klagte 2017 vor dem Verwaltungsgericht Ulm gegen die Versagung des Jagdscheins, doch das Gericht gab der Stadt Recht. Gegen das Urteil legte der Kläger Berufung ein. Doch der Verwaltungsgerichtshof Mannheim bestätigte jetzt das Urteil. Es sei davon auszugehen, dass die waffenrechtliche Zuverlässigkeit nicht gegeben sei. Wer Zugang zu Waffen habe, müsse über jeden Zweifel erhaben sein, erklärte ein Richter dem Zeitungsbericht zufolge.

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Schleswig-Holstein: Allgemeinverfügung zur Entnahme des Wolfs GW924m in Kraft getreten

Umweltminister Jan Philipp Albrecht: „Die Allgemeinverfügung erweitert die
Möglichkeiten zum Abschuss des Wolfes beträchtlich“

Die Allgemeinverfügung zur Entnahme des Wolfes GW924m ist heute im schleswig-holsteinischen Amtsblatt veröffentlicht worden und damit in Kraft getreten. Mit der
Allgemeinverfügung wird der Kreis der Jägerinnen und Jäger aus den Kreisen Pinneberg, Steinburg und Segeberg zur Entnahme von GW924m auf bis zu 175 Personen deutlich erweitert.

„Trotz großen Einsatzes aller Beteiligten ist es bislang nicht gelungen, den Wolf zu
entnehmen. Die Allgemeinverfügung erweitert die Möglichkeiten zum Abschuss
beträchtlich. Angesichts der bisherigen Entwicklung war dieser Schritt geboten. Wir
arbeiten weiter intensiv daran, den Abschuss des Problemwolfs zu erreichen“, sagte
Umweltminister Jan Philipp Albrecht heute in Kiel.

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Brandenburg: Kenia-Koalition will Jagdgesetz novellieren

“Flächendeckendes Schadensmonitoring” als “Grundlage für Festsetzung der Abschusspläne” – “vordringliches Ziel:” “Minimierung der Wildschäden”

In Brandenburg haben sich CDU, SPD und Grüne auf einen Koalitionsvertrag geeinigt, der jetzt als Entwurf vorliegt. Die Kenia-Koalition setzt sich darin zum Ziel, das Brandenburger Landesjagdgesetz zu novellieren. Unter dem Punkt “Jagd” heißt es ab Zeile 3825 des der Red. vorliegenden Dokuments: “Jägerinnen und Jäger sind wichtige Partner beim Waldumbau im Klimawandel. Ein funktionierendes und wertgeschätztes Jagdwesen ist eine Voraussetzung für die ordnungsgemäße Bewirtschaftung der Kulturlandschaft in Wald und Flur. Die Koalition will das Brandenburger Jagdgesetz novellieren, um die Biodiversität, den Tier- und Artenschutz sowie die Lebensräume des Wildes angemessen zu berücksichtigen und zu verbessern.

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