Tansania hebt Jagdverbot auf

Der ostafrikanische Staat Tansania hat das erst im Oktober 2015 verhängte Jagdverbot wieder aufgehoben. Die Regierung Tansanias begründete den Schritt damit, dass die Einnahmen aus nachhaltiger Trophäen- und Fleischjagd für den Arten- und Umweltschutz benötigt würden. Das Jagdverbort war aufgrund massiven Missbrauchs von Jagdlizenzen für Einheimische und Wilderei verhängt worden. Die jetzt wieder zugelassene Jagd solle streng überwacht werden, berichtet The East African. Bürger Tansanias und Inhaber von Jagdlizenzen für Ausländer sollen die Jagd künftig in nach Nutzungsart – Fleisch- oder Trophäenjagd – aufgeteilten Wildreservaten ausüben dürfen. Die Reservate gelten als wildreich. Der Direktor der Jagdbehörde Tansanias (Tanzania Wildlife Management Authority, Tawa), James Wakibara, erklärte gegenüber The East African, dass die Jagdlizenzen für Einheimische in fünf Jagdblocks in fünf verschiedenen Regionen (Manyara in Nord-Tansania, Lindi (Süden), der Küstenzone, Singida (Zentral-Tansania) und Tabora-Katavi (Westen) ausgegeben werden. Dies sei ein Experiment: Es gehe darum, eine neue Naturschutzstrategie zu etablieren, die auf nachhaltige Nutzung des Wildbestands setze. SE

Beitragsbild: Headline des zitierten Beitrags in The East African (Screenshot)

Mecklenburg-Vorpommern: Totes Pferd auf Weide entdeckt

“Augenscheinlich Schussverletzung” – Polizei prüft Zusammenhang mit Drückjagd

Auf einer Weide der Gemeinde Nostorf (bei Boizenburg, Landkreis Ludwigslust-Parchim) ist am Sonntag ein totes Pferd entdeckt worden. Augenscheinlich ist das Islandpony an einer Schussverletzung verendet. Bisherigen Erkenntnissen zufolge ereignete sich der Vorfall wahrscheinlich schon mehreren Tagen, blieb jedoch bis zum Sonntagnachmittag unentdeckt. Die anderen 17 Pferde auf der betreffenden Weide blieben unbeschadet. Eine Sektion des Tieres soll nun die genauen Todesumstände klären. Zudem prüft die Polizei, ob der Vorfall in Zusammenhang mit einer Drückjagd stehen könnte, die Zeugenaussagen zufolge vor mehreren Tagen in dem betreffenden Bereich stattgefunden haben soll. Die Polizei ermittelt wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Hinweise zu diesem Vorfall nimmt die Polizei in Boizenburg (Tel. 038847/ 6060) entgegen. PM

Beitragsbild: Islandpferde – Stute mit Fohlen auf der Weide. Foto: SE

86-jährige wurde auf ihrer Terrasse erschossen

Im Fall des tödlichen Jagdunfalls bei Dalberg (JAWINA berichtete), werden weitere Details bekannt. Einem Bericht der Bild-Zeitung zufolge wurde die 86-jährige Rentnerin Lisette W. von dem tödlichen Projektil auf ihrer Terrasse getroffen. Wie es dazu kommen konnte, wird derzeit noch ermittelt. Die seit 20 Jahre verwitwete “siebenfache Mutter, vielfache Groß- und Urgroßmutter” lebte in dem Haus allein mit ihren Katzen. Die Bild-Zeitung zitiert eine Tochter des Opfers mit den Worten: “Den Krieg hat sie überlebt und jetzt wird sie auf ihrer eigenen Terrasse erschossen.” red.

Beitragsbild: Headline des zitierten Beitrags (hinter Paywall) in der Bild-Zeitung (Screenshot)

Rheinland-Pfalz: 86-jährige bei Jagdunfall erschossen

Update: Ermittlungsverfahren gegen Jäger eingeleitet

Am Sonntagnachmittag kam es gegen 14:45 Uhr in Dalberg bei einer angemeldeten Jagd zu einem Jagdunfall. Eine 86-jährige Frau ist an den Folgen einer Schussverletzung verstorben. Zu den genauen Umständen kann derzeit noch keine Aussage getroffen werden. Die Staatsanwaltschaft und das zuständige Fachkommissariat des Polizeipräsidiums Mainz haben die Ermittlungen aufgenommen.

Die Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach hat inzwischen ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung gegen einen 60-jährigen Jäger eingeleitet. Die Kriminalinspektion Bad Kreuznach führt die notwendigen Ermittlungen zu dem gestrigen Jagdunfall in Dalberg. Im Rahmen einer eingehenden Spurensuche vor Ort sollen so bei Tageslicht weitere Erkenntnisse zum genauen Ablauf des tödlichen Unfallgeschehens gewonnen werden. Nach bisherigem Ermittlungsstand hielt sich der beschuldigte 60-jährige erfahrene Jäger der Jagdgesellschaft alleine im näheren Unfallbereich auf.

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Mecklenburg-Vorpommern: Zwei neue Wolfsrudel – Backhaus stellt Wolfsmanagement vor

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es zwei neue Wolfsrudel. Das haben die Auswertungen des Wolfsmonitorings im Land bestätigt. Demnach konnten erstmals für die Regionen „Kaarzer Holz“ (LK Ludwigslust-Parchim) und „Nossentiner Heide“ (LK Mecklenburgische-Seenplatte) Welpennachweise erbracht werden, die den Status eines Rudels bekräftigen. Für Mecklenburg-Vorpommern kann somit derzeit von sechs Rudeln ausgegangen werden (Kalißer Heide, Ueckermünder Heide, Retzow-Jännersdorfer Heide, Löcknitz, Kaarzer Holz, Nossentiner Heide).

„Für mich als Landwirtschafts- und Umweltminister ist diese Nachricht Fluch und Segen zugleich. Die Rückkehr des Wolfes ist ohne Frage ein artenschutzpolitischer Erfolg. Wir müssen aber auch davon ausgehen, dass die Population weiter rasch ansteigen wird. Schon heute liegen uns Hinweise auf ein Wolfspaar im Bereich des Forstamtes Jasnitz, auf sesshafte Einzelwölfe in den Bereichen Müritz-Nationalpark und Pritzier sowie andere Sichtungen mit zum Teil unklarem Status vor. Jetzt kommt es darauf an, ein möglichst konfliktarmes Nebeneinander von Mensch und Tier zu gestalten. Dabei hat die Sicherheit der Menschen für mich ganz klar oberste Priorität. Auch die Zukunft der Weidetierhaltung liegt mir am Herzen. Sie ist Bestandteil der traditionellen Landbewirtschaftung und von großer Bedeutung für den Erhalt halboffener Weidelandschaften mit ihrer hohen Biodiversität. Bislang können den bekannten Rudeln oder Einzeltieren keine Verhaltensauffälligkeiten zugeordnet werden“, betonte der Minister für Landwirtschaft und Umwelt heute auf einer Pressekonferenz zum Umgang mit dem Wolf an seinem Dienstsitz in Schwerin.

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Zurück zur englischen Blechschüssel

Ein Beitrag von Jens Ole Sendke

Die Ausführungen des von mir geschätzten Prof. Dr. Pfannenstiel zu klassischen Land Rovern im Allgemeinen und seinem KIA im Besonderen verdienen es durchaus, in einen größeren Gesamtzusammenhang gestellt zu werden. Die von Prof. Dr. Pfannenstiel empirisch ermittelten  Sachverhalte und dargebotenen subjektiven Wahrnehmungen können natürlich nur vor dem Hintergrund von Tatsachen durch die Leser richtig bewertet und eingeordnet werden. Guter Journalismus (wie bei JAWINA üblich) und echte Wissenschaft orientieren sich ausschließlich an  Fakten!

Die vorgestellte „koreanische Reisschüssel“ (Man tut dem Hersteller KIA unrecht, da dort nie Küchengeräte hergestellt wurden, sondern KIA 1944 zur Produktion von Fahrrädern gegründet wurde) ist also neun Jahre alt und hat 130.000 km auf dem Tacho. In einer Zeit, in der Neuwagen für drei Jahre geleast werden und drei Jahre alte Diesel-PKW als „ältere Diesel“, die aus Umweltschutzgründen mit Fahrverboten belegt werden müssen, bezeichnet werden, scheinen neun Jahre für ein Auto ein biblisches Alter zu sein.  … wäre da nicht dieser Fels in der Brandung der Zeit, unbeeindruckt umspült von der Vergänglichkeit: der klassische Land Rover! Nach Angaben des Herstellers sind ca. 2/3 der seit 1948 (da baute KIA noch Fahrräder) hergestellten Land Rover noch heute in Betrieb. Es wundert den Fachmann deshalb kaum, dass der 1954 gebaute Land Rover von Sir Winston Churchill (KIA fahrende herausragende Persönlichkeiten – außer Prof. Dr. Pfannenstiel – sind leider nicht bekannt) „UKE 80“ im Jahr 2012 in einer Scheune wiederentdeckt wurde und als Gebrauchtwagen sogar noch einen ordentlichen Preis erzielte. Oder dass im vergangenen Jahr einer der Land Rover der Oxford & Cambridge Far Eastern Expedition (1955) aus Singapur zurück geholt (dass ein KIA die Strecke London – Singapur absolviert hat, ist leider auch nicht bekannt) und mittlerweile mit seinem Originalkennzeichen „SNX 891“ im Vereinigten Königreich wieder für den Straßenverkehr zugelassen wurde. Der Autor (leider keine wirklich herausragende Persönlichkeit) besitzt übrigens einen Land Rover, der 30 Jahre alt ist und 472.000 km auf der Uhr hat. Das entspricht zehn Leasing-Fahrzeugen (s.o.), wenigstens drei KIA Sorento und außerdem gut 16 Mal der Strecke London – Singapur. DAS ist wirkliche Langlebigkeit, Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung! Einen Land Rover kauft man sich eben nur ein Mal, der ist ein Auto fürs ganze Leben!

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Deerhunter Heat: Heisse Jacke (oder Weste) für kalte Tage

Neue Rusky-Kollektion – leise und kontrastarm

Deerhunter, der bekannte dänische Hersteller von Jadgbekleidung, bietet jetzt auch eine elektrisch beheizbare Jacke bzw. Weste an: Die Deerhunter Heat hält dank der Wattierung mit 100 g/m² DuPont™ Sorona® Sustans auch ohne zugeschaltete Heizung schon schön warm. Spätestens wenn man beginnt zu frösteln, reicht ein Knopfdruck, um die drei in die Jacke eingenähten Heizpads (zwei vorne, eins auf dem Rücken) zu aktivieren. Das passiert mit einem Schalter, der in einer mit Reißverschluss geschützten Tasche auf der Vorderseite der Jacke sitzt.

Drei Temperaturbereiche wählbar. Foto: SE

Wie bei der Sitzheizung im Auto sind drei Temperaturstufen wählbar (38, 45 und 55 Grad, die gewählte Temperatur zeigt der Schalter an, indem er in unterschiedlichen Farben (blau, weiß, rot) leuchtet (siehe Beitragsbild).

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Erntejagd: Statt Wildschwein Traktorist getroffen – Jäger verurteilt

+++ Thüringen: Drei Wolfshybriden weiterhin auf freiem Fuß +++ Sachsen-Anhalt: Elch bleibt seiner Kuhherde treu +++ Brandenburg: Wölfe reißen fünf Stück Damwild im Gatter +++ Schweiz: Jagdhund hetzt Fuchs in Straßenschacht – Jäger muss Tierrettung nicht bezahlen +++ WWF: Afrikanische Schweinepest (ASP) bedroht Sibirischen Tiger +++ Hessen: Toten Fuchs an Autobahnbrücke gehängt +++ Kenntnisfrei, aber selbstbewusst: Tierschützer hetzen gegen Bejagung invasiver Arten +++ NRW: Vier Jäger klagen erfolgreich gegen Jagdabgabe +++

Ein 70-jähriger Jäger, der bei einer Erntejagd im Kreischaer Ortsteil Bärenklause (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) einen Traktoristen angeschossen hatte, ist vom Amtsgericht Dippoldiswalde zu einer Geldstrafe in Höhe von 2400 Euro verurteilt worden. Jagdschein, WBK und die Jagdwaffe waren bereits nach der Tat eingezogen worden. Die Waffe, ein Drilling im Wert von 4500 Euro, bleibt als Tatmittel eingezogen, wie die Sächsische Zeitung (SZ) berichtet. Außerdem muss der Jäger die Gerichtskosten tragen. Der Jäger hatte beim Maishäckseln ein Wildschwein beschossen, dieses aber verfehlt. Das Projektil durchschlug mehrere Bahnen Mais, traf den Traktor und verletzte den Fahrer der Erntemaschine am Fuß. Während der Verurteilte beteuerte, nicht in Richtung der Fahrzeuge geschossen zu haben, kam das Gericht zu der Auffassung, dass der Jäger den Traktor von seinem Sitz aus gar nicht sehen konnte, weil der hoch stehende Mais diesen verdeckte. Zudem habe das ansteigende Maisfeld keinen ausreichenden Kugelfang abgegeben. red.

Beitragsbild: Erntejagd (Archivbild)

Die Red. dankt JAWINA-Leser NoS für den Hinweis!

Deutscher Jagdrechtstag beschäftigt sich mit den Themen Wolf und ASP

Der Deutsche Jagdrechtstag hat vom 4. bis zum 9. November in Berlin getagt. 70 Fachexperten unterbreiten Empfehlungen für die Bundesregierung. Hier ist die Übersicht.

Der Deutsche Jagdrechtstag hat bei seiner jährlichen Tagung in Berlin zu aktuellen jagdrechtlichen Fragen mit Empfehlungen ein Resümee seiner Beratungen gezogen. Im Rahmen der Veranstaltung befassten sich die Teilnehmer mit neuen Entwicklungen im Jagdrecht von Bund und Ländern sowie in zugehörigen Rechtsgebieten. Die Vorträge und Diskussionen thematisierten unter anderem Rechtsfragen im Zusammenhang mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) und der Rückkehr des Wolfes sowie Fragen der waffenrechtlichen Zuverlässigkeit, der Fangjagd und des Umgangs mit Wildtieren in der Stadt. An der Tagung nahmen rund 70 Experten teil, insbesondere Rechtsanwälte sowie Vertreter von Politik, Behörden, Gerichten und Verbänden.

Die Empfehlungen finden Sie hier.

Beitragsbild: Die Teilnehmer befassten sich mit neuen Entwicklungen im Jagdrecht von Bund und Ländern. Quelle: Hertl/DJV

Jagdunfall: Siebenjähriger schiesst sich in den Rücken

Jagdliche Frühprägung, wie in Amerika möglich und üblich, ist ja eine tolle Sache, aber mit Risiken und einem hohen Maß an Verantwortung für den Betreuer verbunden: In Kentucky hat sich ein sieben Jahre alter Junge mit seinem Jagdgewehr in den Rücken geschossen, wie der Fernsehsender WKYT berichtet. Der Junge weidwerkte mit seinem Großvater auf Weißwedel-Hirsche im McCreary County im US-Bundesstaat Kentucky. Wie die Polizei mitteilte, waren die beiden dabei, das Jagdgebiet zu verlassen. Der Junge wollte sein Gewehr abnehmen, das er über der Schulter trug. Dabei löste sich ein Schuss und traf ihn in den Rücken. Der Großvater fuhr ihn in das nächstgelegene Krankenhaus, von wo aus er mit dem Hubschrauber in eine andere Klinik verlegt wurde. Glücklicherweise erlitt der Junge bei dem Unfall keine lebensgefährlichen Verletzungen, über seinen Zustand machte die Polizei keine weiteren Angaben. Ein Ermittlungsverfahren wurde eingeleitet, eine Verurteilung sei jedoch nicht erwarten, da der Vorfall als Jagdunfall gewertet werde. red.

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags auf WKYT (Screenshot).

Kia Surrender

Warnung: Die Bilder in diesem Beitrag zeigen Zerstörung, Leid und wichtige Organe in fortgeschrittenem Verfall. Überlegen Sie sich gut, ob Sie das wirklich sehen wollen – insbesondere, wenn Sie Kia fahren…

JAWINA-Leser Frank hat uns Bilder geschickt, die seinen Kommentar zum Artikel “Pfannenstiel kontert mit koreanischer Reisschüssel” illustrieren. Wir veröffentlichen Kommentar und Bilder hier zusammen (obwohl letztere für sich sprechen) und verneigen uns in stiller Ehrfurcht vor diesem Meisterwerk koreanischer Ingenieurskunst, dem Kia Sorento:

“Na, also jetzt muss ich mich doch auch noch einmischen, ohne den Landis eine Lanze brechen zu wollen: Wieso fährt denn der Herr Professor seinen mittlerweile dritten Sorento? Etwa, weil er den genauso geil findet, wie ich seinerzeit meinen? Er gegenüber mir nur resilienter oder gar schmerzresitenter ist?

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Schweden: Forstbehörde will Elchbestand halbieren

Andere Länder, altbekannte Interessenkonflikte: Die schwedische Forstbehörde (Skogsstyrelsen) will die Hälfte des Elchbestands abschießen lassen, um den Verbiss zu mindern. Der schwedische Jagdverband (Jägareförbundet) spricht in SvenskJakt von einem “Propagandakrieg gegen den Elch“: Das nationale Symboltier solle auf dem Altar der Holzindustrie geopfert werden.

In einem von der Forstbehörde in Zusammenarbeit mit Naturschutzverbänden und der Holzindustrie erstellten Report wird das Jagdsystem in Schweden kritisiert: Demnach hätten die Waldbesitzer – das sind oft große Holzfirmen – zu wenig Einfluss auf den “tatsächlich ausgeübten Jagddruck.” Dabei käme den Wäldern eine entscheidende Rolle beim Einstieg in eine Wirtschaft ohne fossile Brennstoffe zu. Um ein “Gleichgewicht” zwischen Schalenwild, verfügbarer Äsung, Waldschäden und Wildunfällen herzustellen, schlägt der Report die Halbierung der Elchpopulation vor. Diese machtvolle Reduktion sei die einzige Möglichkeit, die propagierten Ziele zu erreichen. Der Naturschutzverband Schwedens soll sich SvenskJakt zufolge bereits von diesem Teil des Reports distanziert haben.

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Mecklenburg-Vorpommern: VW-Bus bricht in Biberbau ein

+++ Non olet: Grüne freuen sich über Großspende  von Metallverband, in dem zahlreiche Unternehmen der Rüstungsindustrie organisiert sind +++

Stefan Aust: Wolf wurde schon bei den Nazis mystifiziert

In Völschow (Landkreis Vorpommern-Greifswald) ist ein Fahrzeug der Gemeinde in einen Biberbau eingebrochen. Die Gemeindemitarbeiter hatten das Fahrzeug am Fahrbahnrand an einem Teich geparkt, um dort einige Bäume zu fällen. Plötzlich sackte das rechte Vorderrad weg, die Karosserie setzte auf dem Boden auf und das linke Hinterrad hing in der Luft. Ein Traktor musste zur Bergung des Busses herbeigeholt werden. Das zurückgelassene Loch entpuppte sich als Gang eines Biberbaus, der im Teichufer angelegt worden war. Spitz angenagte Zweige ließen keinen Zweifel am Bauherrn aufkommen, wie der Nordkurier berichtet. Auf mehr als vier Meter Breite soll der Biber den Fahrbahnrand unterhöhlt haben. Die Gemeinde sieht jetzt Gefahr in Verzug, denn wenn der Straßenbelag unterminiert werde oder ein breites, schweres Agrarfahrzeug auf den Randstreifen ausweichen müsse, drohten massive Folgeschäden.

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Pfannenstiel kontert mit koreanischer Reisschüssel

Den englischen und japanischen Blechkisten setzt Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel seine “koreanische Reisschüssel” entgegen – leider außer Konkurrenz, da die (flexibel gehandhabten) Teilnahmebedingungen eine mindestens zweistellige Zahl beim Alter und eine mindestens dreistellige beim Kilometerstand voraussetzen:

Diese koreanische Reisschüssel stammt aus dem Jahr 2009 und hat knapp 130000 km auf dem Tacho. Es ist mein dritter Sorento. Das sagt wohl einiges aus hinsichtlich der Qualität und Zuverlässigkeit des Wagens. Wie man sieht, kann man damit auch regelmäßig 1000 Liter Wasser zur trockenen Suhle bringen. Über die englische Blechkiste habe ich mich als erster Vorsitzender des VLRG echauffiert (VLRG – Verband der Land Rover-Geschädigten). Diesen Verband habe ich im Jahre 2000 gegründet, nachdem ich mehr als 5000 km mit einem Land Rover damals älteren Baujahrs in Namibia unterwegs war.

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NRW: LJV fordert Nachbesserungen am Entwurf zum Landesjagdgesetz

+++ Bayern: Treibjagd im Landkreis Passau wegen Hasenpest abgesagt +++

In der Expertenanhörung zur Novellierung des Landesjagdgesetzes im Umweltausschuss des Landtages am 12.11. erläuterten Präsident Ralph Müller-Schallenberg und Vizepräsident Hans-Jürgen Thies die bereits schriftlich eingereichte Stellungnahme des Landesjagdverbandes NRW. In der zweieinhalbstündigen Anhörung wurde klar, dass die Novellierung des Landesjagdgesetzes ein wesentlicher Schritt in die richtige Richtung ist. Müller-Schallenberg: „Jagd ist anerkannter Natur-, Tier- und Artenschutz! Die angestrebten Verbesserungen des Jagdrechtes sind dringend erforderlich.“ Zugleich erläuterten die Vertreter des Landesjagdverbandes aber auch, dass noch wesentlicher Nachbesserungsbedarf am Entwurf besteht. Dabei geht es insbesondere um die Aufnahme folgender Regelungen:

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Schleswig-Holstein: Strafanzeige wegen unzureichendem Herdenschutz

Mecklenburg-Vorpommern: Überfahrene Wölfin war mit Schrot beschossen worden

Bei der Staatsanwaltschaft Kiel liegt eine Strafanzeige von Unbekannt gegen Unbekannt vor, die sich gegen Schafhalter richtet. Das berichten die Kieler Nachrichten (KN). Diesen wird vorgeworfen, ihre Schafherden unzureichend vor dem Wolf zu Schützen. Dies stelle einen Verstoß gegen § 17 Tierschutzgesetz dar, also gegen das Verbot, ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund zu töten oder ihm erhebliche Schmerzen oder Leiden zuzufügen. Die Staatsanwaltschaft will prüfen, ob ein Anfangsverdacht besteht, so die KN. Die Prüfungsmöglichkeiten seien jedoch begrenzt, da die Anzeige anonym erstattet worden ist und somit nicht klar sei, auf welche Schafhalter sie sich beziehe, erklärte der zuständige Staatsanwalt gegenüber der Zeitung. Es sei nicht einmal klar, ob die Anzeige sich auf Vorgänge im Zuständigkeitsbereich der Staatsanwaltschaft Kiel beziehe. Einen “Rundumschlag gegen alle Schafhalter” werde nicht geben. Der Nabu, der selbst Schafe bei Wolfsangriffen verloren hat, hat in letzter Zeit wiederholt Kritik an unzureichendem Herdenschutz geäußert und gefordert, die Schäfer in diesen Fällen nicht zu entschädigen. Eines lässt sich vorhersagen: Wenn Schafhalter in Wolfsgebieten jetzt auch noch kriminalisiert werden, dürften noch mehr Hobby- und Nebenerwerbshalter die Schafhaltung aufgeben.

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Fleischkonzerne wollen Jägern 10.000 Wildschweine abnehmen

Die Fleischkonzerne Tönnies und Westfleisch haben dem Westfalen-Blatt zufolge angekündigt, den Jägern 10.000 Wildschweine abzunehmen. Damit soll dem Preisverfall durch das Überangebot an Wildschweinfleisch infolge der verstärkten Bejagung wegen der Afrikanischen Schweinepest entgegen gewirkt werden. Im vergangenen Jagdjahr haben die Jäger in NRW mehr als 60.000 Schwarzkittel erlegt (JAWINA berichtete). Das Wildschweinfleisch solle nicht verramscht werden, bekräftigte ein Sprecher des Tönnies-Konzerns gegenüber der Zeitung. Allerdings müssten die Verarbeitungskapazitäten für das Wildbret noch geschaffen werden, aktuell laufen die Planungen dazu. Der Landesjagdverband NRW begrüßte das Angebot der Fleischindustrie. red.

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags im Westfalenblatt (Screenshot)

Die Red. dankt JAWINA-Leser JS für den Hinweis!

Prof. Pfannenstiel: Wolfs-Lobby täuscht Öffentlichkeit

Im Celler Kurier ist ein Interview mit Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel zum Thema Wolf erschienen. Es geht u.a. um die Probleme mit dem Wolf in der Kulturlandschaft, das Versagen von Herdenschutzmaßnahmen, den Schutzstatus des Wolfs in verschiedenen EU-Ländern – und die Probleme, in Deutschland ein praktikables Wolfsmanagement durchzusetzen, weil Politik und Naturschutzverbände miteinander auf ungute Weise verbandelt sind. Leseempfehlung!

Beitragsbild: Headline des empfohlenen Beitrags im Celler Kurier (Screenshot)

Die Red. dankt den JAWINA-Lesern TU, KB und SG für ihre Hinweise!

Bayern: Hasenpest jetzt offiziell bestätigt

+++ Brandenburg: Elch schließt sich Kuhherde an +++ Hessen: Demo gegen Jagd mobilisiert ca. 15 Teilnehmer +++

Positive Untersuchungsbefunde an Mensch und Tier

Nach einer Hasenjagd sind Jäger im bayerischen Landkreis Schwandorf mit Verdacht auf Hasenpest in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Nun wurde der Erreger im Labor nachgewiesen, wie das Landratsamt auf seiner Internetseite mitteilt: “In der Zeit vom 04. bis 08. November wurden elf Personen mit Verdacht auf Tularämie im Klinikum St. Marien in Amberg aufgenommen. Es handelt sich dabei um neun Jäger und um zwei Personen, die im Wildbearbeitungsbetrieb im Zusammenhang mit der Weiterverarbeitung der Hasen in Kontakt mit dem Fleisch gekommen waren. Aktuell befinden sich drei dieser elf Personen im Krankenhaus. Acht Jäger konnten am 08. November entlassen werden. Nachuntersuchungen werden vom Gesundheitsamt Schwandorf durchgeführt. Der letzte der bei der Jagd am 27. Oktober im Raum Nabburg erlegten acht Hasen konnte von den Veterinär- und Gesundheitsbehörden am 09. November sichergestellt werden. Damit ist kein Hase mehr in Umlauf. Am Landratsamt besteht deshalb Zuversicht, dass es zu keinen weiteren Erkrankungen mehr kommen wird, wenngleich im Hinblick auf die Inkubationszeit noch nicht von einer sicheren Entwarnung gesprochen werden kann.

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Spanischer Wissenschaftler stellt ASP-Impfstoff für Wildschweine in Aussicht

Der spanische Immunologe und Virologe José Manuel Sánchez Vizcaíno hat am 6.11. auf der Landwirtschaftsmesse Sepor in Murcia einen wirksamen Impfstoff gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) in Aussicht gestellt. Im Rahmen des International Swine Symposium (Internationales Schweine-Symposium), das im Rahmen der Sepor stattfand, erklärte der an der Complutense Universität Madrid lehrende Forscher einem Bericht der spanischen Zeitung La Opinión de Murcia zufolge, dass sein Team einen Virus gefunden habe, der die gewünschten Mutationen aufweise. Die Natur habe die Arbeit gemacht, wir hatten das Glück, den Virus nach langer Suche zu finden, so Sánchez Vizcaíno. Der aus dem Virus gewonnene Impfstoff liefere guten Schutz. Der Professor für Tiergesundheit arbeitet seit Jahren an der Erforschung und Bekämpfung von Tierseuchen wie Afrikanischer und Klassischer Schweinepest oder Afrikanischer Pferdepest. Die Erprobung des Impfstoffs an Haus- und Wildschweinen laufe seit Jahren und habe gute Ergebnisse gezeitigt. Die Forschung konzentriere sich auf das Wildschwein, da in der EU die ASP im Wildschweinebestand das größere Problem darstelle.

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Wolfsdemo in Potsdam – Bauern fordern wolfsfreie Zonen

+++ Bayern: Jäger finden skelettierte Leiche auf Drückjagd bei Mainleus (Landkreis Kulmbach) +++

Über 300 Menschen haben am Samstag (10.11.) auf der Demonstration des Bauernbundes Brandenburg vor dem Landtag in Potsdam gegen die Ausbreitung der Wölfe protestiert. “Wir fordern die Landesregierung auf, große Teile unseres Landes zur wolfsfreien Zone zu machen”, sagte Bauernbund-Präsident Marco Hintze, Landwirt aus Krielow im Havelland: “Überall, wo Menschen und Weidetiere sind, müssen Wölfe konsequent gejagt werden, und zwar sofort.” Brandenburg habe eine viermal so hohe Wolfsdichte wie Schweden, und in Schweden werde scharf geschossen, so Hintze.

Vor einer “systematischen Verharmlosung” des Großraubtiers warnte Forstwirt Christoph Rechberg aus Plattenburg: “Es ist eine Illusion zu glauben, die Wolfspopulation würde sich irgendwann selbst regulieren oder es gäbe andere Möglichkeiten sich dagegen zu schützen als mit dem Gewehr.” Biolandwirt Reinhard Jung berichtete von seinem Fachwerkbauernhof in Lennewitz, wo er die alte Nutztierrasse Rotbuntes Niederungsvieh züchtet: “Wir haben uns hier ein Paradies geschaffen und das lassen wir uns nicht kaputt machen von einer reißenden Bestie, die unsere Vorfahren aus gutem Grund ausgerottet haben.”

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Slowakei: Jäger erschiesst 29-jährige Treiberin bei Fasanenjagd

+++ Rheinland-Pfalz: Jäger schießt sich durch die Hand +++ Österreich: Jäger lösen Großeinsatz der Polizei aus +++ Interview: FDP-Chef Christian Lindner isst weniger Fleisch, seit der den Jagdschein hat +++ Hessen: Weiße Damhirsche gesichtet

Bei einer Fasanenjagd in der Nähe von Mojmirovce im Südwesten der Slowakei hat ein Jäger am Samstag eine 29 Jahre alte Frau erschossen, die mit ihrem Hund als Treiberin an der Jagd teilnahm. Die Frau erlag im Krankenhaus der Provinzhauptstadt Nitra ihren schweren Verletzungen. Nach Angaben der Polizei ist noch nicht klar, welcher der Jagdteilnehmer den tödlichen Schuss abgegeben hat. red.

Rheinland-Pfalz. Am Samstag Morgen fand im Seibersbacher Wald (Landkreis Bad Kreuznach) eine Treibjagd statt. Einer der beteiligten Jäger, ein 53-Jähriger aus Nordrhein-Westfalen, schoss sich hierbei gegen 10:15 Uhr aufgrund von Unachtsamkeit mit seinem Jagdgewehr in die eigene Hand. Er hatte seine Hand über den Gewehrlauf gelegt, als sich aus bisher ungeklärter Ursache ein Schuss löste. Der 53-Jährige wurde hierbei durch einen Handdurchschussschwer verletzt. Der Schütze wurde nach einer ersten notärztlichen Versorgung vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus verbracht. PM

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Wir präsentieren stolz: Olle japanische Blechkiste

In einem Kommentar zum JAWINA-Beitrag “Herrlich…” schrieb – nein, monierte, also sagen wir, wie es ist, nörgelte – unser lieber und hochgeschätzter Freund Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel in einem Kommentar: “Müssen denn immer diese ollen englischen Blechkisten gezeigt werden? (Ha, ha)”. Gerne greifen wir Leserwunsch und Anregung auf, zumal sich JAWINA-Leser Robert in seiner Entgegnung auf HDP anheischig machte, eine Alternative bereitzustellen: “wie wär’s mit ollen JAPANISCHEN blechkisten? ich könnte sofort fotos schicken!” Ein Angebot, das wir gern und dankbar annähmen, insbesondere wenn angereichert mit einem Erfahrungsbericht. Hier ist er:

“So, here we come, damit Prof. Pfannenstiel mal etwas Abwechslung bekommt (oder zumindest über ein anderes Auto lästern kann).

Subaru Forester, Modell SF, Baujahr 1999, also 19 Jahre alt. 227.000 km.

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Jagderlebnisse: Frankonia verlost Wärmebildkamera

Wärmebildkameras sind ein geniales Werkzeug für Jäger, aber leider immer noch ganz schön teuer. Bei Frankonia gibt es jetzt die Chance, eine Wärmebildkamera zu gewinnen. Und zwar hat der fränkische Jagdausstatter eine Seite gestartet, auf denen Jägerinnen und Jäger ihre Jagderlebnisse posten können. Unter allen Teilnehmern (ab 18), die ein Jagderlebnis auf www.frankonia.de hochgeladen haben, verlost Frankonia eine Bering Prodigy 348 im Wert von 1799 Euro. Das Gewinnspiel läuft noch bis zum 31.1.2019. Auf der offenbar gut angenommenen Seite sind schon etliche  Jagderlebnisse versammelt. Neben Abschussberichten, den unvermeidlichen ersten Böcken, ersten Wildschweinen und ersten Jagden finden sich auch spannende Nachsuchengeschichten, Berichte von Jagdreisen oder Jagderlebnisse wie “Mein Mann begleitet mich das erste Mal auf die Jagd.” Jede Menge Lesestoff und teilweise durchaus amüsant und / oder interessant. Sogar eine Suchfunktion gibt es, mit der die Jagderlebnisse nach Jagd- und Wildart sortiert werden können. Auch Bilder lassen sich hochladen.

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Baden-Württemberg: Grüner Umweltminister für Wolfsabschüsse

Der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) hat sich in einem Brief an den EU-Kommissar für Umwelt, Maritime Angelegenheiten und Fischerei, Karmenu Vella, gewandt, um ein effizeientes Wolfsmanagement und damit “letale Entnahmen” im Ländle zu ermöglichen – letztlich aus Artenschutzgründen. Denn wenn Weidetierhalter die Nebenerwerbs- oder Hobbyhaltung wegen des Wolfs aufgeben, lassen sich “beweidungsabhängige FFH-Lebensraumtypen” nicht erhalten. Auch werde “von einigen Bevölkerungskreisen eine pauschale Entnahme von Wölfen vermehrt gefordert.” Den Schutzstatus des Wolfs will Untersteller jedoch nicht ändern. Wir dokumentieren das Schreiben Untersteller an die EU im Wortlaut.

Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg

Management von Arten des Anhangs IV der FFH-Richtlinie

Sehr geehrter Herr Kommissar,

in Baden-Württemberg gibt es zahlreiche natürliche Lebensräume, die ihre Existenz einer jahrhundertelangen Beweidung verdanken. Zu nennen sind hier insbesondere Lebensräume von europaweiter Bedeutung, die innerhalb Deutschlands ihr Hauptvorkommen u.a. in Baden-Württemberg haben. So sind beispielsweise Wacholderheiden (FFH-Code 5130), Kalk-Magerrasen und Kalk-Pionierrasen (FFH-Code 6210 und 6110) kennzeichnend für die Schwäbische Alb, trockene Heiden (FFH-Code 4030) und artenreiche Borstgrasrasen (FFH-Code 6230) haben ein Hauptvorkommen im Schwarzwald. Vielfach liegen diese Lebensräume in Bereichen, die beispielsweise aufgrund ihrer Steilheit oder Kleinparzelliertheit nicht mit Maschinen bewirtschaftbar sind und die deshalb aufgrund ihrer extensiven Bewirtschaftung durch Beweidung einen hohen naturschutzfachlichen Wert für die Biodiversität darstellen. Die Erhaltungszustände dieser FFH-Lebensraumtypen sind ungüstig-schlecht.

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Backhaus: “Rechtsgrundlage zur Entnahme von Problemwölfen wird unverzüglich geschaffen”

In Bremen ist heute die 91. Umweltministerkonferenz (UMK) zu Ende gegangen. Zentrales Thema war der Wolf neben den Schwerpunktthemen Klima, Energie und saubere Luft.

„Wir sind uns einig, dass die Rückkehr des Wolfes ein großer artenpolitischer Erfolg ist”, verkündete der Umweltminister Mecklenburg-Vorpommerns zum Abschluss der UMK: “Aber: die Erfolgsgeschichte kann nur fortgeschrieben werden, wenn es uns gelingt, hier auch gesellschaftliche Akzeptanz zu finden. Gerade in den betroffenen Regionen und bei den Weidetierhaltern ist dies nicht der Fall. Deshalb begrüße ich es sehr, dass alle Länder mittlerweile eine rechtssichere Grundlage zur Entnahme von problematischen Wölfen fordern und diese bis zur nächsten UMK geschaffen werden soll.“

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Das übliche Geschrei

Ein Kommentar von Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel

Dem Vernehmen nach möchte ein prominenter Waldschützer bei der in Kürze anstehenden Sitzung des Landesjagbeirates Sachsen eine Veränderung der Rotwild-Jagdzeiten im Freistaat anregen. Derzeit kann Rotwild in Sachsen ab dem 1. August bejagt werden. Die Anregung des Waldschützers geht dahin, den Beginn der Jagdzeit auf Rotwild wie beim Rehwild bereits auf Mitte April festzusetzen.

Jagd- und Schonzeiten sind immer ein Kompromiss zwischen Biologie und Bedürfnissen des Wildes einerseits und Wünschen und Forderungen des Menschen, zumeist in Gestalt von Landwirt, Waldbauer oder Jäger, andererseits. Schonzeit für Rehwild und Rotwild vom 1. Februar bis zum 15. April hat diesen Namen allerdings nicht verdient und ist weder im Sinne des Wildes noch im Sinne des Waldbaus (sic!) ein vernünftiger Kompromiss. Das Gleiche gilt für Bewegungsjagden auf Rot- und Rehwild nach der Wintersonnenwende.

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EU-Kommission: 100 Prozent Entschädigung bei Wolfsrissen keine unzulässige Beihilfe

Hundertprozentige staatliche Unterstützung für Vorsorge und Entschädigung bei Wolfsrissen möglich – Landwirte können ihre Investitionen in Vorsorgemaßnahmen gegen Wolfsrisse künftig zu 100 Prozent erstattet bekommen. Das entschied die Europäische Kommission gestern und verbesserte die Entschädigungsquote damit um 20 Prozentpunkte.

Die Europäische Kommission hat gestern entschieden, dass Investitionen in Vorsorgemaßnahmen gegen Risse von Weidetieren durch Wölfe zu 100 Prozent durch die Länder finanziert werden können, ohne dass dies als unzulässige Beihilfe gilt. Bislang konnten Schafhaltern und Landwirten nur 80 Prozent der Vorsorgekosten, etwa für die Anschaffung von wolfssicheren Zäunen oder von Herdenschutzhunden erstattet werden. Auch solche Schäden, die infolge eines Wolfsrisses auftreten, dürfen fortan vollständig erstattet werden. Neu ist, dass dies auch für indirekte Schäden gilt, wie zum Beispiel für die Behandlungskosten gerissener Tiere beim Veterinär oder für die Arbeitskosten bei der Suche versprengter Tiere nach einem Angriff. Auch hier waren vorher nur 80 Prozent staatliche Erstattung zulässig.

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Brandenburg: Demonstration gegen die Ausbreitung der Wölfe am 10. November 2018

+++ Luchs in der Lüneburger Heide nachgewiesen +++

Am Samstag, dem 10. November 2018, um 10 Uhr veranstaltet der Bauernbund Brandenburg auf dem Alten Markt in Potsdam, gegenüber vom Landtag, eine Protestdemonstration gegen die Ausbreitung der Wölfe. Redner sind Bauernbund-Präsident Marco Hintze, Gregor Beyer vom Forum Natur Brandenburg, Mario Borchert vom Netzwerk Wolfsfreie Gemeinden, der Forstwirt Christoph Rechberg und der Biobauer Reinhard Jung. Vor den Reden, die um 11 Uhr beginnen, treten u. a. die Jäglitzer Jagdhornbläser, der Naturfotograf Jens-Werner Dettmann sowie Rosa Rotkäppchen auf. Gerds Insel-Catering aus Werder sorgt für das leibliche Wohl. Auch die anderen Landnutzerverbände in Brandenburg unterstützen inzwischen die Veranstaltung. Der Bauernbund möchte mit der Demonstration seiner Forderung Nachdruck verleihen, große Teile Brandenburgs zur wolfsfreien Zone zu machen. Überall, wo Menschen und Weidetiere sind, müssen Wölfe konsequent gejagt werden, verlangt der Verband und ruft alle Bürgerinnen und Bürger, die auch künftig ohne Angst auf dem Lande leben wollen, zur Teilnahme an der Demonstration auf. PM

Beitragsbild: Transparent zur Wolfsdemo. Bildrechte: Xaver Klaussner/fotolia, City Repro GmbH

Birkwild: Ornithologen üben scharfe Kritik an Sachsenforst

Der Staatsbetrieb Sachsenforst (SBS) stellt sich gerne als ökologischen Muster- und Vorzeigebetrieb dar. Was von dergleichen Lippenbekenntnissen zu halten ist, offenbart nicht nur der Umgang mit dem Rotwild im Landesforst, sondern auch die an den Tag gelegte Gleichgültigkeit gegenüber dem Birkwild. In Deutschland steht das imposante Raufußhuhn auf der Roten Liste, Kategorie 1: Es ist vom Aussterben bedroht. Im Westerzgebirge ist der Bestand seit Ende der 90er Jahre von 200 auf nur noch 20 Tiere geschrumpft, wie die Freie Presse (FP) berichtet. Viele der Flächen, auf denen die letzten sächsischen Birkhähne leben, werden vom SBS bewirtschaftet: “Obwohl der Sachsenforst dazu verpflichtet ist, den Lebensraum der seltenen Vögel zu erhalten, geschieht das Gegenteil”, so die FP. Bei einer Anhörung im Umweltausschuss im sächsischen Landtag am 2.11. haben Ornithologen scharfe Kritik am Sachsenforst geübt und Sofortmaßnahmen gefordert.

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Niedersachsen: Änderungen des Landesjagdgesetzes in Kraft getreten

Landesjägerschaft Niedersachsen: Geplantes Genehmigungsverfahren beim Schallminderer nicht nachvollziehbar

Mit der Veröffentlichung im Niedersächsischen Gesetz- und Verordnungsblatt, ausgegeben am 01. November 2018, gelten die Änderungen des Niedersächsischen Jagdgesetzes, die im Rahmen der kleinen Novelle beschlossen wurden. Zu den Änderungen gehört auch die Aufhebung des sachlichen Verbotes des Schallminderers. Die jagdrechtlichen Voraussetzungen für die Genehmigung eines Schalldämpfers in Niedersachsen sind damit zwar nun geschaffen, allerdings ist auch eine waffenrechtliche Genehmigung erforderlich – diese ist an die Person gebunden – das bedeutet eine Bedarfsprüfung im Einzelfall. Das vom Land Niedersachsen geplante Genehmigungsverfahren hierfür ist aus Sicht der Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. (LJN) schlichtweg nicht nachvollziehbar:

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Tödlicher Jagdunfall bei Nittenau: Polizei dementiert Gerüchte

+++ Italien: Jäger in Tirol tödlich abgestürzt +++ Schweiz: Abschussverfügung für zwei Wölfe abgelaufen +++ Thüringen: Nabu erstattet Anzeige wegen geschossenem Fischotter +++

Bei einem Jagdunfall ist am Sonntagvormittag, den 12.08.2018, in Zusammenhang mit einer Jagd, der Beifahrer eines unbeteiligten PKW bei Nittenau (Landkreis Schwandorf) von einem Projektil getroffen und tödlich verletzt worden (JAWINA berichtete). Inzwischen hat die Polizei einen Tatverdächtigen ermittelt. Es kursieren haltlose Gerüchte über die Person des vermeintlichen Täters, die von der Polizei nun dementiert wurden. In einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Oberpfalz heißt es dazu: “In den letzten Wochen halten sich in der betroffenen Region hartnäckige Gerüchte über die Person des ermittelten Tatverdächtigen und dessen Suizid. Dabei wird offensichtlich fortlaufend ein Arzt aus Nittenau benannt.

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Mecklenburg-Vorpommern: Pürzelprämie bis 2019 verlängert

Aufwandsentschädigungen für Schwarzwildabschüsse und Jagdhundeeinsätze werden fortgesetzt

Seit 1. Dezember 2017 erhalten Jäger in Mecklenburg-Vorpommern für jedes erlegte Wildschwein auf Antrag eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 25 Euro. Die Zahlung ist Bestandteil des Sofortprogramms der Landesregierung zur Reduzierung der Schwarzwildbestände in Mecklenburg-Vorpommern. Die im Sprachgebrauch der Jägerschaft als sog. Pürzelprämie bekannte Aufwandsentschädigung wird bis zum 31. März 2019 in gleicher Höhe gewährt.

Darüber hinaus sieht eine Änderung der diesbezüglichen Verwaltungsvorschrift vor, dass beim Zusammenschluss benachbarter Jagdbezirksinhaber für eine revierübergreifende Drückjagd den beteiligten Jagdhundeführern rückwirkend vom 1. Oktober 2018 bis zum 31. Januar 2019 eine Aufwandsentschädigung in Höhe von jeweils 35 Euro für jeden eingesetzten Jagdhund zu gewähren. „Hierfür soll der mit der Bestandsreduktion einhergehende Mehraufwand der Jagdhundeführer und ihrer vierbeinigen Helfer bei ihrem unermüdlichen Einsatz am wehrhaften Schwarzwild entschädigt werden. Ohne den Einsatz leistungsgeprüfter Jagdhunde lassen sich Wildschweine nicht effektiv bejagen“, sagte Minister Dr. Backhaus.

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NRW: Mehr als 60 jagdliche Einrichtungen professionell zerstört

+++ Seit 2015 haben Wölfe in Norddeutschland ca. 1300 Nutztiere gerissen +++ NRW: Wolf reißt erneut Schafe in Holte-Stukenbrock +++ Bayern: Jäger an Hasenpest erkrankt +++ Sachsen-Anhalt: Wölfe reißen Damschaufler im Mehmker Forst +++

Seit Jahresbeginn sind in den Kreisen Wesel und Kleve mehr als 60 Hochsitze, Kanzeln und Erdsitze von bislang unbekannten Tätern zerstört worden. Die Westfälische Rundschau (WR) zitiert einen Revierinhaber aus Kamp-Lintfort mit dem Satz: “Bei mir steht keine einzige Kanzel mehr.” Der oder die Täter rücken vermutlich nachts mit Fahrzeugen an, sie sind mit Profi-Werkzeugen wie Akku-Sägen und Trennschleifern ausgestattet. So werden die Hochsitze z.T. nicht nur angezündet oder umgesägt, sondern teilweise sogar komplett zersägt. Selbst Metallrohre seien kleingeschnitten worden, klagt Alfred Nimphius, der Vorsitzende der Kreisjägerschaft Wesel, gegenüber RPonline. Mitunter werden bis zu acht Hochsitze in einer Nacht zerstört, der Schaden beläuft sich mittlerweile auf über 30.000 Euro. Bei manchen Sabotageakten geht es nicht nur um Sachbeschädigung, die Täter nehmen offenbar billigend in Kauf, dass Menschen durch angesägte Kanzeln zu Schaden kommen. Die WR berichtet von einem Fall, in dem ein Jagdaufseher erst auf einer der obersten Sprossen der Leiter bemerkte, dass der ganze Hochsitz schwankte: Die Telefonmasten waren durchgesägt, der Sitz aber nicht umgestoßen worden. Dass auch spielende Kinder solchen feigen und hinterlistigen Attentaten zum Opfer fallen könnten, nehmen die fanatisierten Täter offenbar billigend in Kauf.

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