LJVB empört: “Grüner Minister lässt OJB von der Kette”

Der Landesjagdverband Brandenburg (LJVB) ist empört – Schonzeitaufhebung für Reh- und Rotwild unter dem Deckmantel der ASP (JAWINA berichtete) widerspricht jeglicher Weidgerechtigkeit, so der Verband

Der Erlass der Obersten Jagdbehörde vom 17. Januar 2020 führt zu erheblichen tierschutzrelevanten Bedenken und Entsetzen der Jägerschaft.

“Vor dem Hintergrund des noch immer drohenden Übergriffs der Afrikanischen Schweinepest (ASP) auf Deutschland, hat das MLUK – Referat 35, nun bekanntgegeben die Schonzeit für wiederkäuendes Schalenwild bis zum 31.01.2020 auf Antrag auszusetzen und ruft auf, vermehrt Bewegungsjagden durchzuführen,. Den Abschuss anderen Wildes als des Schwarzwildes, insbesondere des seitens der Landesforst ungeliebten Reh- und Rotwildes  könne man ja dann gleich mit “erledigen”, wenn schon einmal Unruhe im Wald herrsche”, schreibt der LJVB in einer aktuelle Pressemitteilung. Darin heißt es weiter: “Wie bitte ??

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Rheinland-Pfalz: Jagdteilnehmer durch Geschosssplitter verletzt

+++ Niedersachsen: Wolf im Treiben +++ MV: Kollision mit Wildschweinrotte +++ Bayern: Jäger zeigt Bayerische Staatsforsten wegen Wilderei an +++ MV: Fußballspiel wegen aggressiver Bache abgesagt +++ Sachsen: Wildschwein in Görlitz von Polizei erschossen +++ Wissenschaft: Wolf holt Stöckchen +++ Kill the Poor: Grüne wollen Billig-Lebensmittel verbieten +++ Thüringen: Wolfsnachweis im Wartburgkreis +++ RLP: Wolf überfahren +++ Brandenburg: ASP-Schutzzaun mutwillig beschädigt +++ Österreich: Massenabschuss im Rotwild-Gatter +++ Hessen: Schäfer buhen grüne Ministerin aus +++ 

Am Samstag, den 18.01.2020 gegen 13:45 Uhr wurden der Rettungsdienst und die Polizei Bernkastel-Kues wegen eines Jagdunfalls in einem Jagdrevier auf dem Kröver Berg (Landkreis Bernkastel-Wittlich) alarmiert. Im Rahmen einer Treibjagd von Schwarzwild sei eine Person bei der Schussabgabe auf eine Rotte Wildscheine verletzt worden. Nach bisherigen Erkenntnissen hat sich bei dem gezielten Schuss auf ein Wildschwein und dem anschließenden Eindringen des Projektils in das Erdreich ein Teil des Projektils gelöst und einen an der Jagd Beteiligten im Bereich des Halses verletzt. Der Verletzte wird mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus nach Trier verbracht. Nach weiteren Untersuchungen kann jedoch Entwarnung gegeben werden, der Verletzte habe lediglich eine Fleischwunde davongetragen und großes Glück gehabt. Im Einsatz waren der Rettungshubschrauber, der Rettungsdienst und die Polizei Bernkastel-Kues. PM

Beitragsbild: Geschosse und Geschosssplitter (Archivbild). Foto: SE

Brandenburg: Feuer frei auf alles

In Brandenburg fallen die letzten Hemmungen: Unter dem Vorwand der “Abwehr der Afrikanischen Schweinepest: Intensivierung der Jagd auf Wildschweine” soll nun auch auf andere “verbeißende” Schalenwildarten das Feuer auf winterlichen Drückjagden eröffnet werden. 

In einer Presseerklärung des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK) heißt es dazu: “Um einen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Brandenburg entgegenzuwirken, soll – neben anderen präventiven Maßnahmen – die intensive Jagd auf Wildschweine fortgesetzt werden. Die Jäger sind aufgefordert, weiterhin alle jagdlichen Möglichkeiten auszunutzen, um die Wildschweine zu erlegen. Hierzu eignen sich besonders Bewegungsjagden mit Treibern und Hunden, da dabei gleichzeitig eine Suche nach verendeten Wildschweinen erfolgen kann.

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Bayern: Grosseinsatz wegen angeblicher Bedrohung durch Jäger

In Fischach (Landkreis Augsburg) kam es am Dienstag gegen 16 Uhr wegen einer “möglicher Gefährdungslage”, wie es im Polizeibericht heißt, zu einem grßeren Polizeieinsatz: Nach ersten Informationen soll dabei ein 76-jähriger ehemaliger Jäger eine 66- jährige Frau angegangen und gedroht haben, deren Hund zu erschießen. Zur weiteren Abklärung wurden Polizeikräfte aus Augsburg herangeführt. Etwa 20 Polizeibeamte waren im Einsatz. Nach Kontaktaufnahme mit dem 76-Jährigen kam dieser freiwillig und friedlich auf die Einsatzkräfte zu. Die 66-jährige Lebensgefährtin des Jägers befand sich zum Zeitpunkt des Eintreffens der Polizei nicht mehr auf dem Grundstück. Die Augsburger Allgemeine berichtet, dass der Mann weder bewaffnet, noch aggressiv gewesen sei. Die ca. 20 Lang- und Kurzwaffen des Mannes seien sicher und ordnungsgemäß im Waffentresor des Mannes verwahrt gewesen. Dennoch seien die Waffen zunächst “vorsorglich” sichergestellt worden.

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Mecklenburg-Vorpommern: Öko-Jagdgesetz soll umgesetzt werden

Das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern (ML) hat einen Entwurf einer “Verordnung zur Änderung der Verordnung über die Bestimmung weiterer jagdbarer Tierarten und zur Änderung der Jagdzeitenverordnung” an die Verbände zur Stellungnahme versendet. In dem (der Red. vorliegenden) Entwurf ist vorgesehen, die Jagdzeiten für verbeißendes Schalenwild zu ändern. Außerdem wird der Nandu in die Liste jagdbarer Arten aufgenommen. Beim Erlegen von Schwarzwild sollen “Nachtsichtgeräte mit Montagevorrichtung für Schusswaffen und Nachtsichtvorsätze und Nachtsichtaufsätze für Zielhilfsmittel” ebenso erlaubt werden wie “künstliche Lichtquellen zum Anstrahlen oder Beleuchten des Zieles”. Konkret sind folgende Änderungen der Jagdzeiten vorgesehen:

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Hessen: Landesjagdverband unterstützt Weidetierhalter

Die aktuelle Entwicklung der Wolfsnachweise in Hessen beunruhigt die hessischen Weidetierhalter massiv, stellt der Landesjagdverband Hessen in einer aktuellen Pressemitteilung fest. Darin heiß es weiter: Im Jahr 2019 sind bereits mehr als 30 Nachweise von Wölfen in Hessen auf der offiziellen Monitoring-Homepage des HLNUG verzeichnet. 10 der 30 Nachweise beruhren auf Rissen in Schafherden, bei denen regelmäßig mehrere Tiere betroffen waren. Aus diesem Grund ruft der Hessische Verband für Schafzucht und -haltung e. V. am Mittwoch, 15.01.2020 um 10.00 Uhr zu einer Demonstration auf, die am Wiesbadener Hauptbahnhof beginnt. Eine Kundgebung erfolgt gegen 11.00 Uhr auf dem Luisenplatz in Wiesbaden.

Der Landesjagdverband Hessen unterstützt die Weidetierhalter in Hessen.

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DJV verabschiedet Positionspapier zur Gämse

Die Nutzung alpiner Lebensräume durch Forstwirtschaft und Tourismus hat in den vergangenen 20 Jahren stark zugenommen. Die heimischen Gamsbestände nehmen hingegen kontinuierlich ab – der Erhalt eines gesunden, ausreichend großen Bestandes ist mehr als fraglich. Das DJV-Positionspapier erläutert Ansätze zum nachhaltigen Umgang mit der Gams.

Der Deutsche Jagdverbandes (DJV) hat ein Positionspapier zum Gamswild verabschiedet. Es zeigt Ursachen für den Bestandsrückgang und Konfliktbereiche im Lebensraum der Gämse auf. Um Erhalt und Nutzung dieser Wildziegenart weiterhin zu gewährleisten, fordert der DJV einen Ausgleich zwischen menschlicher Nutzung und den Ansprüchen der Gämse. Zusätzlich will er das Monitoring verbessern, als Basis für ein erfolgreiches Wildtiermanagement.

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Hessen: Weidetierhalter kritisieren “praxisfremden Wolfskuschelkurs”

+++ Bayern: ASP-Angst – Erhöhung der Absschussprämie und Drohneneinsatz bei der Wildschweinjagd +++ Brandenburg: Tägliche Drückjagden auf Schwarzwild im deutsch-polnischen Grenzgebiet +++ NRW: Wildschwein durchbricht Terrassentür +++ Baden-Württemberg: Wildschwein besucht Tankstelle und wird erlegt +++ Saarloand: Keiler beschädigt mehrere Autos in Saarbrücken +++ Japan: Wildschweine erobern Tokyo +++ Schweiz: Wolf im Kanton Graubünden von Zug überfahren +++ 

Schäfer fordern Bestandsobergrenze für Wölfe und “wirkliches Wildtiermanagement”

Die aktuelle Entwicklung der Wolfsnachweise in Hessen beunruhigt die hessischen Weidetierhalter massiv, heißt es in einer Pressemitteilung des Hessischen Schafzüchterverbandes: Im Jahr 2019 seien bereits mehr als 30 Nachweise von Wölfen in Hessen auf der offiziellen Monitoring-Homepage des HLNUG verzeichnet. 10 der 30 Nachweise beruhen auf Rissen in Schafherden, bei denen regelmäßig mehrere Tiere betroffen waren.

Aus diesem Grund sehe sich der Hessische Verband für Schafzucht und –haltung e.V. gezwungen, an die Öffentlichkeit zu gehen. Weiter heißt es: “Da in das Beutespektum des Wolfes nicht nur unsere Schafe und Ziegen fallen, sondern auch Kälber, Fohlen, Gefügel, Gatterwild, Kameliden, Esel und Ponys suchen wir den Zusammenschluss mit Weidetierhaltern der anderen Tierarten. So kann es in Hessen nicht weitergehen! Es ist „5 NACH 12“ für den Schutz der Weidetiere.

Die dauerhalfte Ansiedlung von Wölfen in Hessen steht kurz bevor, womöglich gar die erste Bildung eines Rudels. Die Weidetierhalter werden beim Schutz ihrer Herden vor dem großen Raubtier von der Politik alleingelassen. Immer wieder hören wir in den Aussagen der Naturschutzbehörden, wie wichtig die Beweidung unserer offenen Landschaften für die Erhaltung der Biodiversität sei. Das wissen wir schon lange.

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Schweiz: Wolf im Kinderland

+++ Brandenburg: “Schlachtfeld” – Wölfe reißen 13 Stück Gatterwild +++ Brandenburg: Dreimal mehr Wölfe? – Zweifel an offiziellen Wolfszahlen +++ 

Ein Wolf ist am hellichten Tag bei Obersaxen im Schweizer Kanton Graubünden durch das Kinderland einer Skischule gestreift. Der Vorfall ereignete sich am Morgen des 09. Januar vor 8 Uhr früh. Eine von einem Augenzeugen erstellte Aufnahme des Wolfs wurde Schweizer Medien übermittelt. Der Wolf auf dem Bild streift anscheinend in aller Seelenruhe durch die Skischule, vorbei an bunt beleuchteten Buden. Der Bündner Jagdinspektor Adrian Arquint bestätigte gegenüber dem Schweizer Fernsehen SRF, dass es sich bei dem Tier um einen Wolf handele. Der für das Gebiet zuständige Wildhüter habe ihm berichtet, dass an dem Morgen Wölfe in der Umgebung gesichtet worden waren. In den vergangenen Wochen sind bereits mehrfach Wolfssichtungen aus der Umgebung Obersaxens gemeldet worden. Es sei “speziell”, dass sich der Wolf bei Tageslicht zeige, meint Arquint. Tagsüber sollten sich Wölfe nicht in der Nähe der Menschen aufhalten, so der Jagdinspektor gegenüber dem SRF. Schon zwei Mal sei versucht worden, die Wölfe durch Schüsse aus der Nähe der Siedlung zu vertreiben, heißt es in dem Bericht weiter. Dies solle nun nochmals probiert werden. red.

Beitragsbild: Wolf im Kinderland (Screenshot)

Niedersachsen: Newsletter des LIFE-Projekts „Wiesenvögel” erschienen

+++ NRW: Wilde Verfolgungsjagd – Wilderer flüchten mit Rotwild auf Ladefläche von Pick-Up +++ Niedersachsen: Wolfsriss im Vorgarten? +++ Baden-Württemberg: Reh mit Drahtschlinge gewildert +++ Sachsen: Erneut Wolf in Dresden gesichtet +++ Baden-Württemberg: Fuchsräude im Landkreis Rottweil +++ Bayern: Wilderei – Rehe angeschossen und liegen gelassen +++ Bayern: Streit zwischen Jäger und Hundehalter eskaliert +++ Sachsen: ASP-Schutzzaun an der Grenze zu Polen +++ 

Klimafolgen für den Kiebitz, Rekordflug einer Uferschnepfe ins Überwinterungsgebiet, Projektmeldungen – in seinem aktuellen Newsletter berichtet das LIFE-Projekt „Wiesenvögel” über seine Arbeit im Jahr 2019. Der Newsletter kann unter https://www.wiesenvoegel-life.de/newsletter/newsletter-20191/ heruntergeladen werden. Mehr Informationen zum LIFE-Projekt finden Interessierte unter www.wiesenvoegel-life.de .

Niedersachsen ist das wichtigste „Wiesenvogelland” Deutschlands. Hier brüten hohe Anteile der gesamtdeutschen Brutbestände von beispielsweise Uferschnepfe, Kiebitz, Brachvogel, Rotschenkel, Bekassine und Wachtelkönig. Daher hat Niedersachsen auch eine besondere Verantwortung für deren Schutz, nicht nur im Bundesland und in Deutschland, sondern auch europaweit. Dies gilt besonders für die Uferschnepfe. Die westliche Population hat in Europa nur ein sehr kleines Brutverbreitungsgebiet. In den Niederlanden und im westlichen Niedersachsen befinden sich zusammen über 90 Prozent aller Brutpaare dieser Population.

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Berufsjäger: Auch Wildtiere haben ein Recht auf Tierschutz

Schwarzwild-Sonderbejagung im ASP-Fall: “Grobe, nicht zu tolerierende Verletzung des Tierschutzes”

Die Landesregierung in NRW plant ein Sonderjagdrecht zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest bei einem entsprechenden Seuchenausbruch. Unter anderem soll die Aufhebung der Schonzeit für Bachen, auch wenn diese, noch kleine gestreifte Frischlinge säugen und der Abschuss mit Schrotmunition erlaubt werden.

Der Bundesverband Deutscher Berufsjäger e.V. (BDB) sieht in diesen Maßnahmen eine grobe, nicht zu tolerierende Verletzung des Tierschutzes. „Bei einem Seuchenausbruch in Hausschwein-beständen müssen gesetzlich vorgeschrieben, höchste Ansprüche an Personal und Methode zur Keulung der erkrankten Tierbestände angewendet werden. Dies muss doch selbstverständlich auch für die Seuchenbekämpfung bei Wildtieren als Mindeststandard gelten! Der Wald ist kein rechtsfreier Raum und Wildtiere empfinden ebenso Schmerz und Leid wie Haustiere. Natürlich müssen infizierte Tiere sehr schnell und möglichst effizient der Wildbahn entnommen werden, aber professionell und unter strikter Beachtung des Tierschutzes.“ führt Peter Markett, stellvertretender Vorsitzender des BDB aus.

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Erfahrungsaustausch: Versicherungsschutz für Nachsuchenführer

Ein Bericht von Christoph Egert

Beim Erfahrungsaustausch der Stöberhunde- und Nachsuchenführer am 16.12. in Meißen ging es schwerpunktmäßig um die Themen Versicherungsschutz und ASP: “Wir Hundeführer sind zwar sehr wichtig und gefragt, wenn es aber um persönliche Unfälle bei der Arbeit mit den Hunden kommt, stehen wir an letzter Stelle” schreibt der Initiator des Treffens, Christoph Egert: “Wir machen auch aktiven Tierschutz. Das läuft nicht immer glimpflich ab und dann werden wir bei einem Unfall allein gelassen. In solchen Fällen sind wir die Dummen.”

Die ASP “meldet sich an”. Da werden wir mit unseren Hunden von den “Außenstehenden” vielleicht “Retter in der Not” betrachtet. Unsere Hunde sind Fährtenhunde und keine Leichenspürhunde! Gut, man sollte es probieren, aber diejenigen, die vom Jagdgeschehen sehr weit entfernt stehen, werden von Hunden nicht viel wissen, aber “klug” reden – “Die Jäger”… Wir sollen wieder den Kopf hinhalten, ohne dass eigentlich selbstverständliche Versicherungsleistungen erbracht werden.

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NRW: Landesregierung plant Verordnung für den Fall eines ASP-Ausbruchs

Die nordrhein-westfälische Landesregierung plant eine Verordnung über die Anwendung besonderer jagdlicher Maßnahmen zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Der Verordnungsentwurf wurde Ende Dezember an die Mitglieder des Umweltausschusses im NRW-Landtag überwiesen. Zwischenzeitlich liegt der Entwurf auch dem Landesjagdverband NRW als Volltext vor. Nach einem Bericht des Westfalenblatts soll im Fall eines ASP-Ausbruchs die Schwarzwildbejagung erleichtert werden, indem etwa das Verbot von Bleimunition aufgehoben wird. Zudem sollen Schrotschüsse auf Sauen, Abschüsse von führenden Bachen und Saufänge im Seuchenfall gestattet werden. Jagdliche Restriktionen wie das Verbot von Abschüssen im Umkreis von Fütterungen oder Wildbrücken sollen aufgehoben werden.

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Polen: Deutscher Jagdgast angeschossen

+++ Südafrika: Vergiftete und verstümmelte Löwen auf Jagdfarm gefunden +++ 

In einem Waldgebiet in der Nähe der Ortschaft (Woiwodschaft Oppeln, Oberschlesien) ist am Sonntag ein deutscher Jagdgast bei einer Drückjagd angeschossen worden. Medienberichten zufolge ist der 67 Jahre alte Mann von dem Schuss eines anderen Jägers im Brustkorb getroffen worden. Es habe jedoch keine Lebensgefahr bestanden. Der Verletzte wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen. red.

Beitragsbild: Jagd (Symbolbild). Foto: SE

USA: Mit Wild verwechselt – Jäger erschiesst Vater (30) und Tochter (9)

Bei Walterboro im US-Bundesstaat South Carolina sind am Neujahrstag der 30-jährige Kim Drawdy und dessen neunjährige Tochter Lauren bei einem Jagdunfall erschossen worden. Das Unglück ereignete sich gegen 14.30 Ortszeit in einer bewaldeten Gegend an einer Straße (Barracada Road) bei Walterboro. Ersten Ermittlungen zufolge sollten die Drawdys und zwei weitere Jäger anderen Jägern Weißwedelhirsche zutreiben. Aus bislang nicht geklärten Ursachen hätten ein oder mehrere Jäger die Drawdys mit Wild verwechselt und erschossen. Ob der oder die Täter die Menschen mit Hirschen oder anderen Wildtieren verwechselt haben, wurde nicht bekannt gegeben. Die Ermittlungen dauern an. Die Todesopfer sollen obduziert werden. red.

Beitragsbild: Statement der Jagd- und Naturschutzbehörde South Carolina Department of Natural Ressources (SCDNR) auf Twitter. (Screenshot)

ASP rückt näher, FLI aktualisiert Risikobewertung

Die polnischen Behörden haben dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) aktuell acht weitere Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) innerhalb der bestehenden Restriktionszone in Polen gemeldet. Zwei der viruspositiven Kadaver liegen 32 respektive 21 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt.

Aufgrund der neuen Entwicklung in Westpolen hat das Friedrich-Loeffler-Institut /Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit seine Risikobewertung zur ASP am 23.12.2019 aktualisiert.

Mit Blick auf das aktuelle Ausbreitungsgeschehen der Tierseuche in Polen hatten sich sowohl Bundesministerin Julia Klöckner als auch Staatssekretär Dr. Hermann Onko Aeikens vor Weihnachten mit Schreiben an die zuständigen Minister sowie Staatssekretäre in den Bundesländern gewandt. Darin bitten sie die Länderkollegen, weiterhin wachsam zu bleiben und ihre Bemühungen zur Verhinderung eines Seucheneintrags durch alle geeigneten Maßnahmen, insbesondere auch jagdliche Maßnahmen, zu intensivieren.

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Italien: Wildschweine durchschwimmen Po

Entenjäger, die mit ihrem Boot auf dem Po zwischen Cremona und Parma unterwegs waren, haben Wildschweine dabei gefilmt, wie sie den an dieser Stelle ziemlich breiten Fluss durchschwommen haben. Die Rotte ließ sich von den filmenden Jägern nicht stören und hielt Kurs auf das gegenüber liegende Ufer. red.

Video: Quotidiano La Provincia di Cremona / YouTube

Mecklenburg-Vorpommern: Einbrecher stehlen Jagdwaffen

+++ Schweiz: Zwei Wölfe im Kanton Graubünden überfahren +++ Schweiz: Wolf läuft durch Dorf, Politiker fordert Abschuss +++ 

Unbekannte Täter nutzten die Silvesternacht, um in ein Wohnhaus in Poggendorf (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) einzubrechen. Während der Abwesenheit der Eigentümer verschafften sich die Täter durch Einschlagen einer Fensterscheibe Zutritt zum Haus. Anschließend durchwühlten sie die Räumlichkeiten, flexten einen Waffen-Tresor auf und entwendeten aus diesem zwei Jagdwaffen (Langwaffen). Der Schaden wird derzeit auf ca. 5.500 EUR, davon 5.000 EUR Stehlschaden und 500 EUR Sachschaden, beziffert. Erst im November hatten Einbrecher bei einem Jäger im Landkreis Vorpommern Greifswald einen Revolver mitsamt Munition gestohlen.

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Görlitz: Wolf im Hinterhof

+++ Bayern: Jäger schießt Hund in Falle – Jagdschein weg +++ Bayern: Verein Wildes Bayern legt Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Forstbetrieb Berchtesgaden ein +++ 

Die “natürliche Scheu” der Wölfe sorgt immer wieder für Erstaunen: In einem Hinterhof der sächsischen Stadt Görlitz ist ein Wolf entdeckt worden. Das Tier hatte sich bei einem Sprung durch ein Kellerfenster verletzt, wie der MDR berichtet. Der Wolf1 wurde betäubt und nach tierärztlicher Behandlung wieder freigelassen. Das Institut Lupus bestätigte gegenüber dem MDR, dass es sich tatsächlich um einen Wolf gehandelt habe.

Die Umweltministerin von Sachsen-Anhalt, Claudia Dalbert (Grüne), hat sich derweil gegen eine Obergrenze für den Wolf ausgesprochen. Stattdessen setze man auf Herdenschutz, heißt es im MDRred.

Beitragsbild: Wolf. Foto: Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel

 

Kooperationsprojekt Bunte Biomasse zieht positive Jahresbilanz 2019

Zukunftschance für Artenschutz und Biogas?

Das Kooperationsprojekt „Bunte Biomasse – Ressource für Artenschutz und Landwirtschaft“ der Veolia Stiftung, des Deutschen Jagdverbandes e.V. und der Deutschen Wildtier Stiftung zieht eine überaus positive Bilanz ihres 1. Projektjahres: Deutschlandweit wurden 2019 bereits über 120 Hektar mehrjährige Wildpflanzenmischungen zur Biomassenutzung neu etabliert.

„Da das Projekt erst im Frühjahr und damit mitten in der Anbauphase gestartet ist, haben wir mit einer so großen Nachfrage von Landwirten und Landwirtinnen nicht gerechnet“, sagt Dr. Andreas Kinser, stellvertretender Leiter Natur und Artenschutz bei der Deutschen Wildtier Stiftung. Gleichzeitig wurden bereits über 80.000 Euro an Kofinanzierungsmitteln eingeworben, die gemeinsam mit den Projektmitteln zur Honorierung der teilnehmenden Landwirte eingesetzt werden. „Sowohl die Anzahl der bereits jetzt teilnehmenden Betriebe als auch die Höhe der zugesagten Kofinanzierungsmittel zeigen uns, dass Bunte Biomasse ein Anbausystem mit Zukunft ist“, so Kinser weiter. Als Kofinanzierer konnten bereits mehrere Jagd- und Fachverbände sowie Verwaltungen und Privatpersonen überzeugt werden.  Weiterlesen

Niedersachsen: Der Dauerbrenner – Genehmigung zur Tötung des Wolfsrüden GW717m wird nochmals erneuert

+++ Österreich: Betrunkener Jäger nimmt Gastwirt mit Jagdmesser an +++ Belgien: Wolf gönnt sich zu Weihnachten ein Känguru +++ Thüringen: Jäger fängt Brief ins Jenseits ab +++ Brandenburg: 1,40-m-Zaun überwunden, vier Schafe gerissen +++ 

Die bis Ende Dezember befristete artenschutzrechtliche Genehmigung zur Entnahme des Wolfsrüden GW717m wird bis zum 31.01.2020 verlängert und das Verfahren zur Entnahme weiter unter Hochdruck vorangetrieben. Die Gefahr weiterer Risse von geschützten Nutztieren und der Weitergabe problematischer Jagdtechniken besteht unverändert fort, wie das Niedersächsische Umweltministerium mitteilt. PM

Beitragsbild: Wolf. Foto: Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel

Mecklenburg-Vorpommern: Jäger-Weihnachten im Knast

Beitrag aktualisiert. Am 24.12.19 gegen 19:00 Uhr beobachteten Zeugen einen Geländewagen in auffälliger Fahrweise im Schweriner Stadtgebiet. Dieser fuhr mit teilweiser überhöhter Geschwindigkeit in Schlangenlinien und bedrängte andere Fahrzeuge. Das Fahrzeug setzte sein Fahrt bis auf ein Grundstück im Ortsteil Wickendorf fort. Als Beamte den 31jährigen Fahrer dort mit dem Verdacht der Trunkenheitsfahrt konfrontiert hatten, kam dessen Vater aus dem Haus, bedrohte die Beamten mit einem Gewehr und hetzte zwei Hunde auf sie. Die Beamten zogen sich darauf zurück. Die beiden Männer realisierten aber dann möglicherweise, dass sich nun ein größerer Polizeieinsatz entwickeln würde. Gegen 20:10 Uhr begaben sich beide zu den Beamten und wurden in Gewahrsam genommen. Sie standen unter erheblicher Alkoholeinwirkung.

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Baden-Württemberg: Angeschossener Traktofahrer – Unglücksschütze ermittelt

+++ NRW: Tödlicher Schuss von Polizisten auf Jäger noch nicht aufgeklärt +++ Thüringen: Denkmal für erlösten alkoholkranken Waschbären (JAWINA berichtete) +++ Österreich: Treiber durch Schrotschuss verletzt +++ Österreich: “Landwirte verstehen nicht, warum sie sich für den Schutz des Niederwilds einsetzen sollen” +++ Brandenburg: Wolf reißt trächtige Ziegen mitten im Dorf +++ Bayern: Wildsammelstellen an Jäger übergeben +++ Berlin: Wildschwein nach Wildunfall von Polizist erlöst +++ Bayern: Jäger kritisieren “falsche Zahlen und Hetzkampagnen” des ÖJV +++

Am 06. September hat sich (JAWINA berichtete) im Bereich der Steinbachhofstraße in Gündelbach (Kreis Ludwigsburg) ein Jagdunfall ereignet. Der Pächter eines Maisfeldes hatte zwei Jäger damit beauftragt, während der Ernte aus dem Feld flüchtendes Schwarzwild zu erlegen. Als ein aufgescheuchtes Wildschwein das Maisfeld verließ, gaben ein 59 -jähriger und ein 73 Jahre alter Jäger jeweils mehrere Schüsse ab. Eines der Geschosse trat durch die Glasscheibe in die Kabine eines Traktors ein, in dem ein zwischenzeitlich 26-jähriger Fahrer und eine 18 Jahre alte Erntehelferin saßen. Der Fahrer wurde durch einen Schuss ins Bein schwer verletzt. Die Erntehelferin erlitt durch herumwirbelnde Glassplitter leichte Verletzungen. Die Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg nahm anschließend die Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung auf. Anhand kriminaltechnischer Untersuchungen, die durch das Kriminaltechnische Institut des Landeskriminalamts Baden-Württemberg durchgeführt wurden, konnte nunmehr festgestellt werden, dass das Geschoss, das in den Traktor eingedrungen war, aus der Waffe des 73-Jährigen stammte. PM

Beitragsbild: Projektile (Symbolbild). Foto: SE

Thüringen: Ausnahmegenehmigung für Entnahme der Wölfin GW267f liegt vor

Für den Ausnahmeantrag des Umweltministeriums auf die letale Entnahme von GW267f (Ohrdrufer Wölfin) liegt seit heute die Genehmigung des Thüringer Landesamtes für Umwelt, Bergbau und Naturschutz als zuständiger Bewilligungsbehörde vor. Diese Ausnahmegenehmigung erfolgt auf der Grundlage des Bundesnaturschutzgesetzes. Das Umweltministerium hatte nach intensiver Abwägung und Prüfung am 18. Dezember einen Antrag gestellt.

Der Antrag auf Entnahme der Wölfin wurde auf Grundlage der Ausnahmeregelungen des § 45 Abs. 7 Bundesnaturschutzgesetz und des § 4 Bundesartenschutzverordnung gestellt. Das Umweltministerium hatte nachgewiesen, dass dasselbe Tier mehrmals wolfssichere Einzäunungen, d.h. den optimalen Herdenschutz, überwunden und somit erheblichen Schaden verursacht hat. Für die Ohrdrufer Wölfin gab es aufgrund genetischer Nachweise Klarheit, dass sie (Stand Dezember 2019) in mindestens sieben Fällen Zäune überwunden hat, die den Anforderungen des optimalen Herdenschutzes entsprechen. Eine Schadensprognose ergab, dass aufgrund des erlernten Verhaltens der Wölfin, Herdenschutzmaßnahmen zu überwinden, weiterhin erheblicher wirtschaftlicher Schaden entstünde.

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Schleswig-Holstein: Waldkindergarten wegen Wolf geschlossen

+++ Belgien: Infizierter Wildschwein-Kadaver außerhalb der Kernzone entdeckt +++ Sachsen: Wildhalter baut Wolfsfalle: “Nabu kann den Wolf dann abholen…” +++ Sachsen-Anhalt: “Wolf hinterlässt Schlachtfeld” +++ Sachsen-Anhalt: 1,20 m hoch, 12.000 Volt – Wolf überwindet wolfssicheren Zaun und darf doch nicht geschossen werden +++ 

Der Waldkindergarten Christianslust (Kreis Dithmarschen) ist geschlossen, worden, weil der Wolf GW1430m mehrere Schafe in der Umgebung gerissen hat. Der Gemeindeverwaltung zufolge handelt es sich um eine Präventivmaßnahme. Medienberichten zufolge gilt der Wolf als “aggressiv”, wohl weil er in der Nähe des Kindergartens mehrere Schafe “im Blutrausch” tagsüber getötet habe. Schäfer haben ihre Schafe zum Teil bereits aus dem Gebiet abgezogen. Der Waldkindergarten bleibt vorerst bis Januar geschlossen, derweil werde die Situation hinsichtlich Wald und Wolf beobachtet. Ob der Kindergarten am gewohnten Ort wieder eröffnet werden kann oder die Kinder in ein neues Quartier umziehen müssen, steht noch nicht fest. “Unsere Kinder wurden vom Wolf aus ihrem Wald vertrieben“, sagt eine besorgte Mutter gegenüber der Bildzeitung: “Das macht natürlich was im Kopf. Wenn sie bis jetzt keine Angst hatten, dann jetzt.”.

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Schleswig-Holstein: Helfer bei Bergung von Unfallwild überfahren und lebensgefährlich verletzt

Am Sonntag Abend (22.12.) ereignete sich gegen 18:00 Uhr in der Ortschaft Heede im nördlichen Kreis Pinneberg ein Wildunfall, bei dem ein Reh totgefahren wurde. Das getötete Reh lag auf der Fahrbahn, davor befand sich ein Auto mit eingeschaltetem Licht und Warnblinklicht. Wenige Minuten später fuhr ein 78-jähriger Mann von der Bundesstraße 4 kommend auf die Unfallstelle zu. Da sich die Unfallstelle auf seinem Fahrstreifen befand lenkte der Barmstedter seinen Renault rechts an dem stehenden Auto vorbei. Er beschädigte das entgegen seiner Fahrtrichtung stehende Auto hierbei. Unmittelbar darauf erfasste er drei Personen, die sich am Fahrbahnrand hinter dem Fahrzeug befanden, um das Reh von der Straße zu ziehen. Eine 43-jährige Frau aus dem Elmshorner Umland wurde unter dem Renault eingeklemmt, ein 56-jähriger Mann aus Barmstedt und ein 41-jähriger Kieler wurden ebenfalls lebensgefährlich verletzt. Eine weitere Person konnte sich zuvor durch einen Sprung in den Graben vor dem herannahenden Renault retten.

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ASP: Bezahltes Jagen in Brandenburg

Deutsche und polnische Behörden koordinieren ASP-Bekämpfung

Der Brandenburger Landkreis Märkisch Oderland hat eine Allgemeinverfügung erlassen, die die Jagdausübungsberechtigten im Kreis verpflichtet, eine verstärkte Bejagung von Schwarzwild durchzuführen. Außerdem ist es ab Inkrafttreten der Allgemeinverfügung zwingend vorgeschrieben, “jedes verendet aufgefundene Wildschwein einschließlich Unfallwild beim Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt anzuzeigen, mittels Tupfer zu beproben und diese Probe mit dem vollständig ausgefüllten Untersuchungsantrag und dem Wildursprungsschein bei [den] Kurierstützpunkten der Kreisverwaltung abzugeben”.

Rechtsgrundlage für den Erlass der Allgemeinverfügung sind u.a. § 6  Tiergesundheitsgesetz,  und §§ 38 Abs. 1, 39 des Brandenburger Gesetzes über Aufbau und Befugnisse der Ordnungsbehörden – Ordnungsbehördengesetz (OBG). Während im genannten Paragrafen des Tiergesundheitsgesetzes das Recht der Behörden, Hilfesleistungen im Tierseuchenfall zu verlangen festgeschrieben ist, regelt das OBG die Entschädigung die für angeordnete Hilfeleistungen gefordert werden kann. Das heißt, dass von der Allgemeinverfügung betroffene Jäger nun eine Rechnung stellen können für den Aufwand, den sie aufgrund behördlicher Anordnung über den üblichen Aufwand bei der Jagd hinaus leisten.

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DJV: Umstrittene Waffengesetzänderung tritt in Kraft

Bundesrat hat Reform zugestimmt. Verbände und Sicherheitsbehörden kritisieren Bürokratie. Für Jäger gibt es unter anderem neue Regeln für Schalldämpfer und Nachtzieltechnik.

Der Bundesrat hat heute der umstrittenen Änderung des Waffengesetzes zugestimmt. Damit hat das Gesetz die letzte Hürde genommen und wird voraussichtlich Anfang 2020 in Kraft treten. Es ist vor allem umstritten, weil es einen erheblichen bürokratischen Aufwand verursacht und weit über die Vorgaben der EU-Feuerwaffenrichtlinie hinausgeht. Der Deutsche Jagdverband (DJV) sowie Verbände der Sportschützen und der zivilen Waffenbranche, zusammengeschlossen im Forum Waffenrecht, kritisieren das Gesetz, obwohl weitere geplante Beschränkungen noch abgewendet werden konnten. Vertreter von Sicherheitsbehörden sehen große Schwierigkeiten in der Umsetzung, aber kaum einen Zugewinn für die öffentliche Sicherheit.

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Bundestag verabschiedet Gesetz zum Umgang mit Wölfen

Der Bundestag hat gestern neue Regelungen zum Umgang mit dem Wolf beschlossen. Das teilt das Bundesumweltministerium (BMU) mit: “Mit der Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes werden berechtigte Sorgen der Bevölkerung, die Interessen der Weidetierhaltung und der Schutz des Wolfs als streng geschützter Tierart in einen angemessenen Ausgleich gebracht”, so das BMU. Die Novelle muss noch den Bundesrat passieren.

Mit den Neuregelungen werden laut BMU “einige drängende Probleme des Umgangs mit den Wölfen” geregelt. “Dazu gehören ein Fütterungsverbot, die Pflicht für die Behörden zur Entnahme von Wolfshybriden, Regelung der Mitwirkung der Jagdberechtigten und die Herabsetzung der Schadensschwelle, ab der Wölfe entnommen werden dürfen. Zudem ist die Entnahme von Wölfen künftig auch dann möglich, wenn nicht eindeutig klar ist, welcher Wolf des Rudels Weidetiere gerissen hat”, sagt der direkt gewählte Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Celle-Uelzen, und Vorsitzende des Gesprächskreises Jagd, Fischerei und Natur der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Henning Otte.

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Schleswig-Holstein: Jäger tötet Sohn und anschließend sich selbst

Dienstag Nacht hat ein Mann im Itzehoer Gewerbegebiet zunächst seinen Sohn und anschließend sich selbst durch Schüsse getötet. Die Ermittlungen in dieser Sache hat die Itzehoer Mordkommission übernommen, die genauen Hintergründe der Tat bleiben zu klären. Nach Informationen der Bildzeitung soll der Todesschütze Jäger sein.

Gegen 0.45 Uhr teilte ein 64-Jähriger über Notruf mit, dass er seinen Sohn im Bereich des Mediamarktes in Itzehoe erschossen habe und nun sich selbst richten wolle. Sofort entsandten Einsatzkräften zeigte sich vor Ort ein trauriges Bild – sie entdeckten den Anrufer, seinen 15-jährigen Jungen und einen Jack-Russell-Terrier erschossen neben dem Fahrzeug des 64-Jährigen. Rettungsmaßnahmen waren nicht mehr möglich.

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ASP: DJV veröffentlicht Leitfaden für Jäger

Der DJV veröffentlicht eine Broschüre zur Afrikanischen Schweinepest. Typische Krankheitsbilder sind mit Fotos dargestellt. Weitere Themen: Symptome, Verbreitung und Prävention der Tierseuche.

Wie lässt sich die Afrikanische Schweinepest (ASP) erkennen? Was ist im Fall eines Ausbruchs zu tun? Welche Folgen bringt die Krankheit mit sich? Antworten liefert die neue Broschüre “Wissenswertes zur Afrikanischen Schweinepest” des Deutschen Jagdverbandes (DJV), die ab sofort digital auf www.jagdverband.de erhältlich ist. Ab Mitte Januar ist die gedruckte Version kostenfrei bestellbar. Das 28-seitige Dokument füllt Wissenslücken und bietet insbesondere Jägern und Landwirten einen guten Überblick über Symptome der Tierseuche, Präventionsmaßnahmen sowie Vorgehen im Seuchenfall.

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Schweiz: Hirsch mit 6 Kilo Plastikmüll im Magen erlegt

+++ Bayern: Hirsch in Gatter getötet und abtransportiert +++ Berlin: Schaf auf Kinderbauernhof angeblich nicht von Wolf gerissen +++ Sachsen-Anhalt: Wolf bei Wildunfall getötet +++ Schweiz: Wolf im Kanton Graubünden totgefahren Thüringen: Wolf auf A71 überfahren +++ Polen: ASP? Totes Wildschwein aus der Oder geborgen +++ 

Es sei” ein bekanntes Phänomen”, berichtet das Amt für Jagd und Fischerei des Schweizer Kantons Graubünden: “Beim ersten Schnee tauchen Hirsche in Dörfern auf, obwohl noch keine Wintersnot herrscht. Die Gründe sind schnell gefunden: Fütterungen locken die Tiere in die Siedlungen. Sei es falsche Tierliebe oder Nachlässigkeit, das Futterangebot im Siedlungsgebiet kann für die Hirsche fatale Konsequenzen haben, wie ein aktuelles Beispiel in Arosa zeigt. Angelockt von Komposthaufen, Vogelhäuschen und anderen Futterquellen hielt sich das Wildtier in den Bergdörfern Arosa und Langwies auf und wurde aufgrund seines Verhaltens zum Sicherheitsrisiko, weshalb die Wildhut den Hirsch anfangs Dezember erlegen musste.

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Mecklenburg-Vorpommern: Hegegemeinschaft verurteilt Rotwildjagd im Naturschutzgebiet

Von wegen öko: Die Hegegemeinschaft Schuenhagen-Franzburg HG) kritisiert die Bejagung des Rotwilds im Naturschutzgebiet Krummenhagener See durch den Landesforst MV: “Wieder im Forstamt Schuenhagen, damit im Zuständigkeitsbereich dessen Amtsleiters Andreas Baumgart und zum zweiten Mal im Jahr 2019 werden hier bei der Bejagung des Rotwildes unlautere Mittel angewendet”, heißt es in einer Mitteilung der HG, die der Red. vorliegt.

Darin heißt es weiter: “Nachdem bereits im April 2019 die Bejagung von Rotwild innerhalb dessen Schonzeit stattfand, die auf falschen Angaben und fehlerhafter Behördenbescheiden beruhte, bejagt man im FoA Schuenhagen seit Sommer 2019 Rotwild im Naturschutzgebiet Krummenhagener See. Hier wurden ohne weitere Rücksprache und ohne Erlaubnis der Unteren Naturschutzbehörde oder der zuständigen Hegegemeinschaft Schuenhagen-Franzburg Zuwegungen durch angrenzende Jagdbezirke in die Schilfbereiche hinein geschaffen, eine Kanzel errichtet und eine Kirrung mit Wildkamera angelegt.

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Brandenburg: ASP-Schutzzaun auf dem Oderdeich

Brandenburg plant einem Bericht des Focus zufolge die Errichtung eines Schutzzauns gegen das Vordringen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) von Polen nach Deutschland. Bereits in den nächsten Tagen solle mit dem Bau begonnen werden, schreibt das Blatt unter Berufung auf eine Äußerung, die der Umweltminister Mecklenburg-Vorpommerns, Till Backhaus (SPD) auf der Jahresabschlusspressekonferenz getan haben soll. Demnach hat auch MV 50 Kilometer Elektrozaun angeschafft, um im Fall eines Kadaverfundorts den Fundort weiträumig absperren zu können. „Nach Einschätzung von Experten des Friedrich-Loeffler-Institutes befindet sich die Seuche in Westpolen in einer Phase des maximalen Wachstums. In den nächsten Wochen müssen wir daher mit stetig steigenden Fallzahlen sowie mit einer weiteren und vor allem schwer abzuschätzenden Ausbreitung des Geschehens rechnen“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus heute im Rahmen der Jahresabschlusspressekonferenz.  red./PM

Beitragsbild: Oderdeich. Foto: SE

Mecklenburg-Vorpommern: Berufsjäger kritisieren Backhaus’ Öko-Jagdgesetz

Der Landesverband der Berufsjäger in Mecklenburg-Vorpommern e.V. hat eine Stellungnahme  zum Positionspapier „Wald und Wild“ (JAWINA berichtete) veröffentlicht. Die Abschussvorgaben in dem Positionspapier halten die Berufsjäger für “einen klaren Verstoß gegen das Tierschutzgesetz und gegen das Jagdgesetz sowie gegen unsere Verantwortung zum Erhalt der Wildtiere als Mitgeschöpfe in unserer Kulturlandschaft.”

In der Stellungnahme der Berufsjäger heißt es: “Der Landesverband der Berufsjäger e. V. ist der einzige jagdliche Berufsverband in Mecklenburg-Vorpommern. Als solcher lehnen wir die Forderungen des Positionspapieres „Wald und Wild“ und auch die ausnahmslose Reduzierung der Schalenwildbestände ab.
Die Vitalität unseres Waldes definiert sich nicht aus der Quantität vorhandener
Schalenwildbestände. Sie ist vielmehr abhängig von klimatischen Bedingungen, einer
standortangepassten Baumartenwahl und einer fachgerechten Umsetzung naturgemäßer
Forstwirtschaft.

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