Österreich: Schwarzwildstrecke steigt stark an

Jagdverband: “Jäger nehmen Verantwortung ernst: 2019 wurden in Niederösterreich 29.550 Wildschweine erlegt.”

Die Wildschweinbestände in Niederösterreich haben sich aufgrund der guten Nahrungs- und Witterungsverhältnisse stark erhöht. Diese Zunahme ist in Hinblick auf die Afrikanische Schweinepest (ASP), die sich in Ost- und Nordeuropa ausbreitet und bereits erste Nachbarländer Österreichs erreicht hat, problematisch. Denn sollte die ASP auch Österreich erreichen, kann sie sich bei einer hohen Wildschweinpopulation rascher ausbreiten. Dementsprechend hat sich die präventive Reduktion der Bestände als eine von vielen Maßnahmen besonders bewährt. Die niederösterreichischen Jägerinnen und Jäger haben daher die Wildschweinbejagung im vergangenen Jahr intensiviert und 29.550 Wildschweine erlegt. Damit wurde der Abschuss im Vergleich zu 2018 um 47 Prozent erhöht.

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“Die Änderung hat den Wolf-Mensch-Konflikt entschärft”

In Schweden darf ein Wolf getötet werden, wenn er im Begriff ist, Schaden an Nutztieren oder Jagdhunden zu verursachen. Das war nicht immer so. Wildökologe Fredrik Widemo von der Schwedischen Universität für Agrarwissenschaften erklärt im DJV-Interview, wie es zu der Regelung kam und warum sie die gesellschaftliche Akzeptanz beim Zusammenleben mit dem Wolf fördert.

DJV: In Deutschland hat ein holländischer Jagdgast einen Wolf erschossen, als dieser Jagdhunde attackiert hat. Zuvor hatte er versucht, den Wolf durch Rufe, Klatschen und einen Warnschuss davon abzuhalten. Dies bestätigen die Aussagen benachbarter Jagdschützen. Am Jagdhund konnten von einem Tierarzt Kratz- und Bissspuren nachgewiesen werden. Wie würden Sie in Schweden diesen Fall handhaben?

Widemo: Es wäre legal für den Hundebesitzer oder für einen anderen Jäger im selben Jagdteam, den Wolf zu töten. Die schwedische Gesetzgebung sieht in einem solchen Fall vor, den Abschuss an die Kreisverwaltung (County Administrative Board) zu melden, die den Vorfall prüft. Soweit die Kreisverwaltung keine Unregelmäßigkeiten findet, bleibt die Polizei außen vor.

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Schweiz: Kranker Wolf geschossen

+++ Bayern: Braunbär bei Garmisch-Partenkirchen – Wanderer sollen aufpassen +++ 

In der Nacht auf Mittwoch wurde im Kanton Thurgau ein Wolf durch die Jagd- und Fischereiverwaltung des Kantons Thurgau in Zusammenarbeit mit der St. Galler Wildhut geschossen. Der Abschuss erfolgte, weil das Tier verschiedene Krankheitsbilder zeigte.

Der Wolf, der in den vergangenen Wochen im Grenzgebiet der Kantone Thurgau und St. Gallen bei verschiedenen Angriffen mehrere Schafe getötet hatte – letztmals am 17. Februar in der Region Bischofszell, wo er ein weiteres Schaf in einem offenen Laufstall riss – war krank. Der Verdacht bestand von Beginn weg aufgrund fehlender Haare an der hinteren Körperhälfte, wie die Bilder von Fotofallen zeigten. Der Wolf kehrte bereits vergangene Woche mehrmals zum Hof im Kanton St. Gallen zurück, wo er mehrere Schafe gerissen hatte. Dort gelangen zahlreiche Fotos und Direktbeobachtungen, welche belegen, dass sich der Gesundheitszustand in den letzten Wochen massiv verschlechterte. Zudem deutete auch der immer kleiner werdende Radius seiner Raumnutzung auf ein atypisches Verhalten hin.

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Bleimunition: FACE lehnt Kriminalisierung von Jägern ab

Stellungnahme von FACE, dem Dachverband der europäischen Jagdverbände, zu der Diskussion über Bleimunition im Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (ENVI-Ausschuss)

Am 18. Februar 2020 fand ein Meinungsaustausch mit der Europäischen Kommission (EK) zu Bleimunition im Ausschuss für Umweltfragen, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit (ENVI) statt. Dabei wurde FACE verschiedentlich von Mitgliedern des Europäischen Parlaments und der EK erwähnt.

FACE möchte folgende Punkte klarstellen:

FACE unterstützt die schrittweise Einstellung der Verwendung von Bleischrot für die Jagd über Feuchtgebieten.

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Thüringen: Weiterer Hybrid-Abschuss bei Ohrdruf

Am Mittwoch wurde in der Region Ohrdruf ein weiblicher Hund-Wolf-Hybrid geschossen. Das tote Tier wird – wie auch der am vergangenen Freitag geschossene Hybrid – im Berliner Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung weiter untersucht. Die Behörden gehen von drei verbliebenen Wolf-Hund-Mischlingen im Revier um Ohrdruf aus. Der Thüringer Wolfmanagementplan sieht das Entnehmen von Wolf-Hund-Mischlingen aus der freien Natur vor. Das Umweltministerium hatte im September 2019 die artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung zur Entnahme der Wolf-Hund-Mischlinge erwirkt. PM

Beitragsbild: Wolf. Foto: Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel

 

Gesetz zur Änderung des Waffengesetzes veröffentlicht

Jäger müssen neue Regelungen beachten – unter anderem für Schalldämpfer und Nachtsichttechnik in Verbindung mit Waffen. Gesetzestext steht hier zum Download bereit.

Mit der heutigen Verkündung im Bundesgesetzblatt tritt das geänderte Waffengesetz morgen in Teilen in Kraft. Dann gelten für Jäger wichtige Regelungen zu Schalldämpfer, Nachtsichttechnik in Verbindung mit Waffen, Abfrage beim Verfassungsschutz und Waffenverbotszonen. Die meisten Neuerungen treten erst zum 1. September 2020 in Kraft. Jäger müssen jetzt Übergangs- und Meldefristen beachten. Beispielsweise muss der bestehende Besitz von größeren Magazinen bis zum 1. September 2021 der Waffenbehörde gemeldet werden, damit das Verbot nicht gilt. Die zulässigen Magazingrenzen liegen künftig bei zehn Schuss für Langwaffen und bei 20 Schuss für Kurzwaffen.

Die wichtigsten Änderungen im Überblick:

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Urteil: Schüsse auf Haustauben können WBK-Entzug rechtfertigen

Mit Beschluss vom 19.12.2019 hat die 10. Kammer des Verwaltungsgerichts Karlsruhe einen waffenrechtlichen Eilantrag abgelehnt.

Mit seinem beim Verwaltungsgericht Karlsruhe gestellten Eilantrag wandte sich der Antragsteller gegen eine waffenrechtliche Verfügung des zuständigen Landratsamts, mit der seine Waffenbesitzkarten wegen Unzuverlässigkeit widerrufen wurden und sein Jagdschein für ungültig erklärt wurde. Seine waffenrechtliche Unzuverlässigkeit ergebe sich daraus, dass er seit Jahren regelmäßig mit einem Gewehr durch das Wohngebiet gehe und auf Tauben schieße. Der Antragsteller, der bereits 2017 ein von ihm als Hausschwein gehaltenes Wildschwein erschossen hatte, hielt die Verfügung für rechtswidrig, weil er die Tauben lediglich von seiner Solaranlage habe vertreiben wollen, welche die Tauben mit ihrem Kot verunreinigt hätten, was zu erheblichen Stromertragseinbußen geführt habe. Er habe immer die Kugel aus der Patrone entfernt und die Hülse somit quasi als Platzpatrone verwendet. Die Tauben seien weder verletzt noch getötet, sondern lediglich vergrämt worden.

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Thüringen: Allgemeinverfügung zur Entnahme der Wolf-Hund-Hybriden

Umweltstaatssekretär Möller informiert Jagdverbände und Jagdausübungsberechtigte über weiteres Vorgehen um den Standortübungsplatz Ohrdruf

Das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) erlässt in den kommenden Tagen eine Allgemeinverfügung zur Entnahme der Wolf-Hund-Hybriden im Umfeld des Standortübungsplatzes Ohrdruf. Darüber informierte Umweltstaatssekretär Olaf Möller heute bei einem Treffen mit Thüringer Jagdverbänden und örtlichen Jagdausübungs-berechtigten in Crawinkel (Ilmkreis). Die Verfügung soll im Thüringer Staatsanzeiger vom 24.02.2020 erscheinen und am Folgetag in Kraft treten.

“Trotz großen Einsatzes aller Beteiligten ist es bislang nicht gelungen, die Wolf-Hund-Hybride zu entnehmen. Die Allgemeinverfügung wird die Möglichkeit zum Abschuss erweitern. Dadurch ergeben sich bessere Chancen, die Hybride noch vor einem möglichen Abwandern zu erlegen“, so Umweltstaatssekretär Möller heute in Crawinkel.

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Niedersachsen: “Jagd” auf Problemwolf kostet bislang 1,25 Mio.

+++ Brandenburg: Umweltminister lehnt Bogenjagd auf Wildschweine in Stahnsdorf ab +++ Sachsen-Anhalt: Wolf tötet 13 Schafe +++ Hessen: Toter Wolf in Wiesbaden +++ NRW: Wolf auf Grünbrücke über A3 fotografiert +++ Hessen: Wolf reißt Kalb seltener Nutztierrasse – verstörte Mutterkuh muss notgeschlachtet werden +++ 

Die erfolglosen Bemühungen, des Leitwolfs des Rodewalder Rudels GW717m habhaft zu werden, haben das Land Niedersachsen bislang 1,25 Millionen Euro gekostet. Das erklärte der Niedersächsische Umweltminister Olaf Lies (SPD) anlässlich der Verabschiedung des neuen Bundesnaturschutzgesetzes durch den Bundesrat.

Lies zeigt sich erleichtert, dass das neue Bundesnaturschutzgesetz der Bundesregierung auch den Bundesrat passiert hat. „Damit kommen wir unserem Ziel näher, mit einem nationalen Wolfs-Managementplan Kriterien und Methoden zu entwickeln, mit der die Zahl der Tiere in Niedersachsen reguliert werden kann“, betont Lies, der sich nachdrücklich dazu bekennt, „den Wolf als Art zu erhalten und die Akzeptanz für den Wolf bei den Bürgern trotz aller Nutztierrisse dauerhaft zu sichern“.

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Urteil: Gericht weist behördlich angeordnete “Bestandseleminierung” von Schwarzwild zurück

Der Schwarzwildbestand in einem Teil des Voslapper Grodens, eines Naturschutzgebiets bei Wilhelmshaven, ist vorerst nicht zu eliminieren – eine Beschwerde der Stadt Wilhelmshaven gegen einen Beschluss des Verwaltungsgerichts Oldenburg hat keinen Erfolg

Die Jagdpächterin eines Naturschutzgebiets bei Wilhelmshaven muss den behördlich angeordneten Totalabschuss des Schwarzwilds in ihrem Revier nicht durchführen, urteilt das niedersächsische Oberverwaltungsgericht. Die “Eliminierung des Schwarzwildbestandes in ihrem Revier verlange ihr Unmögliches ab”, erklärten die Richter. In der Pressemitteilung des Gerichts zum Fall heißt es weiter:

“Mit Beschluss vom 14. Januar 2020 (10 ME 230/19) hat der 10. Senat des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts die Beschwerde der Stadt Wilhelmshaven gegen den Beschluss des Verwaltungsgerichts Oldenburg vom 29. Oktober 2019 (7 B 2533/19) zurückgewiesen, mit dem dieses die aufschiebende Wirkung der Klage der Jagdpächterin gegen die Anordnung, den Wildschweinbestand in ihrem Jagdbezirk auf Null zu reduzieren, wiederhergestellt hat.

Die Klägerin ist die Pächterin eines von zwei im Naturschutzgebiet Voslapper Groden-Süd gelegenen Jagdrevieren. Die Stadt Wilhelmshaven ordnete ihr gegenüber an, den seit dem Jahr 2016 in dem Gebiet vorhandenen Schwarzwildbestand in ihrem Jagdbezirk auf Null zu reduzieren, um eine weitere Schädigung des Naturschutzgebietes zu verhindern.

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