Wölfe in Sachsen: „Nachsuche mit Hund völlig unmöglich“

Es mehren sich Berichte, denen zufolge die Nachsuchenarbeit in den Wolfsgebieten Sachsens und Brandenburgs durch die flächendeckende Anwesenheit von Wölfen schwierig bis unmöglich wird. In der Sächsischen Zeitung (SZ) berichtet ein Nachsuchenführer, dass die Wölfe zunehmend „zu einer echten Konkurrenz“ werden. Demnach hätten die Wölfe gelernt, den Schuss mit dem Vorhandensein von Beute in Verbindung zu bringen – ein Phänomen, das unter dem Begriff „Schusshitzigkeit“ in ähnlicher Weise bei Jagdhunden bekannt ist. Man müsse sich beeilen, so der Jäger in der SZ, nach dem Schuss vom Hochsitz zu kommen und den Hund aus dem Auto zu holen, sonst habe der Wolf das Stück bereits in Besitz genommen. In Gebieten mit besonders hoher Wolfsdichte seien Nachsuchen mit dem Hund „völlig unmöglich“ geworden. Das Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“ bestätigte gegenüber der Zeitung, dass entsprechende Berichte von Hundeführern vorliegen.

Das Kontaktbüro empfiehlt, davon abzusehen, Wölfe vertreiben zu wollen, die sich in der Nähe erlegter oder verletzter Stücke befinden – obwohl es „nicht zu erwarten“ sei, dass ein an einem Beutetier überraschter Wolf aggressiv auf Menschen reagiere. red.

Beitragsbild: In Wolfsgebieten nicht unproblematisch: Nachsuche mit Jagdhund, hier auf einer Prüfungssuche. Foto: SE

7 Gedanken zu „Wölfe in Sachsen: „Nachsuche mit Hund völlig unmöglich“

  1. Ralf

    Mich überrascht die Schilderung im Artikel. Dennoch zeigt sie in logischer Konsequenz aus meiner Sicht, dass Wölfe lernfähig sind und ihre von gewissen Naturschutzverbänden immer propagierte Menschenscheu bei fehlender Verfolgung ablegen.
    Die Wölfe haben gelernt, sich an Schussgeräusche zu gewöhnen und diese mit Beute in Verbindung zu bringen und für sich zu nutzen. Das nennt sich „Klassisches Konditionieren“.
    Die einzig logische Konsequenz aus dieser Erfahrung ist, dass die Wölfe (und die Wolfhybriden) im Sinne der Klassischen Konditionierung umkonditioniert werden müssen. Sie müssen lernen, etwas Negatives mit Schussgeräuschen in Verbindung zu bringen. Das geht aus logischer Sicht nur durch den Schuss ins Rudel.

    Vielleicht sollte man doch recht zügig daran arbeiten, den Wolf in die Liste der jagdbaren Arten im Bundejagdgesetz mit aufzunehmen. Ansonsten wird es irgendwann „schwierig“.

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  2. Thomas

    Bei uns (in Canada) heist das Dinner Bell…
    und beschreibt den Grizzley, der den Jaeger sehr wohl bemerkt, folgt, wartet bis der Elch/Wapiti geschossen ist. Dann hat man i.d.R. 2 Stunden Zeit das Wildbret zu bergen. Nachsuche macht in ‚dichtbesetzten‘ Grizzly Gebieten keiner. Ein Guide hat sich schon geweigert am naechsten Morgen den Anschuss zu suchen (weil er zweimal angefallen wurde). Bei einem Wolfsrudel, waere ich persoenlich auch SEHR vorsichtig. Fureher oder spaeter wird es einen ‚Unfall‘ geben. Nur eine Frage der Zeit

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  3. Joachim

    Das lernt man doch schon als Kind, wenn man Freundschaft mit einem Hund schließen will, dann geht man zu ihm, wenn er an seinem Freßnapf ist.
    Auch wer schon mal in der Wildnis unterwegs war weiß, nie sind wilde Tiere harmloser als wenn man zwischen sie und ihre Jungen kommt. Und die ungefährlichste Situation schlechthin ist, wenn man einem Raubtier am Riß begegnet.

    Mein Fresse labern die Damen und Herren vom Wolfsbüro einen Müll.

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  4. Ronbi

    Eine gewisse Dame, die bereits Stewardess und Anwältin war, jetzt nach eigenem bekunden jetzt, Wolfsexpertin, meint , Wölfe an ihrem Riss seien ganz harmlos und lassen sich ohne weiteres stören.

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  5. Franky

    Na, dann wird bei soviel Expertise wie offenbar in den Vorberufen als Fluggastbetreuerin und Rechtsbeistand dem der Wolfsexpertin bald irgendwann wann Neues folgen müssen; bald = nach der ersten Wolfsattacke auf einen beharrlichen Inbesitznehmer seiner Jagdbeute…
    Oder wusste die Dame im Leben bis heute nie, was sie wirklich will?

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