Umweltstaatssekretär Flasbarth: „Wir diskutieren Entnahme von Wolfsrudeln“

In einem lesenswerten Interview äußert sich Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth in der taz zur Gefahr, die vom Wolf für Menschen ausgeht und über die Bedrohung der Weidetierhaltung in Gebieten, wo Herdenschutz nicht oder kaum möglich ist wie auf Deichen oder Almen. Dort müsse möglicherweise die Ansiedlung von Wolfsrudeln verhindert werden, „indem man komplette Rudel schießt.“ „Wir“ seien in dieser Frage „komplett romantikfrei“, so der ehemalige Nabu-Präsident Flasbarth. Der Bejagung des Wolfs erteilte er indes eine Absage – auch wenn der „günstige Erhaltungszustand“ erreicht sei. Entschädigungszahlungen an Weidetierhalter sollen beschleunigt und entbürokratisiert werden, Agrarsubventionen so umverteilt werden, dass auch das Freimähen der Elektrolitze noch vom Steuerzahler gefördert wird. Die Behauptung – oder Feststellung? – dass es Leute gebe, die vom Wolf lebten – „Biologen und Beamte beispielsweise“ – hält Flasbarth nicht für einen „Beitrag zur Versachlichung.“ Leseempfehlung. SE

Beitragsbild: Headline des empfohlenen und verlinkten Artikels im taz-Archiv. (Bildschirmfoto, Ausschnitt)

3 Gedanken zu „Umweltstaatssekretär Flasbarth: „Wir diskutieren Entnahme von Wolfsrudeln“

  1. Ralf K.

    „Der Bejagung des Wolfs erteilte er indes eine Absage – auch wenn der „günstige Erhaltungszustand“ erreicht sei.“
    Den Sinngehalt dieses Satzes verstehe wer will (oder dafür Geld bekommt, oder eine gewisse Lobbyarbeit macht und ideologisch entsprechend verbohrt ist).

    Ich bin der Meinung, dass die mit den Ansichten der Grünen durchsetzte SPD-Politik, in diesem Fall in Vertretung durch den Umweltstaatssekretär Flasbarth, der ehemaliger Nabu-Vorsitzender war und weiterhin Lobbarbeit für den Nabu macht
    ( siehe hierzu https://www.nabu.de/news/2003/11408.html )
    aus der Regierung rausgewählt werden muss. Offensichtlich werden Vergrämungsabschüsse erst möglich, wenn zumindest in der Bundesregierung ein Umweltstaatssekretär sitzt, der gewillt ist, den Wolf in der Schutzstufe der FFH-Richtlinie herunterstufen zu WOLLEN.
    Mit der SPD scheint dies schlichtweg nicht möglich zu sein.

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  2. Paul

    Wir Bürger sollten einmal fragen: Was hat ein ehemaliger Nabu-Vorsitzender -der weiterhin für den NABU arbeitet – in einem Bundesministerium zu suchen? Oder, was hat ein Wasserbau – Ing. als höchster Forstmann in NRW in der Forstbehörde zu suchen? Kennen sich Remmel -Grüne NRW – und auch die SPD damit aus, wie und wo man solche Leute einnistet?
    [Kommentar gekürzt, admin.]

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