„Überbordender Naturschutz arroganter Art“

Dass einseitiger und ideologisch motivierter Pseudo-Naturschutz mitunter mehr schadet, als nützt, davon können viele Jäger ein Lied singen: Beispiele sind der einseitige und unverhandelbare Schutz von problematischen Allerweltsarten wie Krähenvögeln und opportunistischen Prädatoren einerseits, ideologische motivierte Verbote z.B. von Bau- und Fangjagd andererseits und überdies die Weigerung einschlägiger Kreise, die negativen Auswirkungen etwa von Windkraft oder dem flächendeckenden Anbau erneuerbarer Rohstoffe auf Natur und Artenvielfalt überhaupt anzuerkennen, geschweige denn zu diskutieren.

In der Lausitzer Rundschau (LR) rechnet „ein besorgter Naturfreund“ mit dem „überbordenden Naturschutz“ ab, der „in arroganter Art“ eine Vielzahl von Naturschutzbestimmungen seit der Wende geschaffen habe, die „unumstößlich und nicht diskutierbar“ seien, in Wirklichkeit aber in der Region „den größten Artenrückgang seit Jahren und das bedingungslose Einwandern von Konkurrenzarten erst möglich gemacht“ hätten.

Die kleinteilige Landwirtschaft sei in den Jahren nach der Wende fast völlig zum Erliegen gekommen, beklagt Falkner Schwarz in der LR, Umwelt- und Naturschutzrestriktionen seien dafür mitverantwortlich. Hohe Anforderungen und kostenpflichtige Genehmigungen für das Halten von Nutz- und Kleintieren hätten eine ganze Generation abgeschreckt. Die klassiche Kleintierhaltung werde erschwert. Die Folgen – weniger Misthaufen auf den Höfen und damit weniger Insekten – seien zum Beispiel bei den Störchen nie wieder aufzuholen. Lesenswert! SE

Beitragsbild: Störche in Brandenburg. Foto: SE

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