Schlagwort-Archive: Wolfsverhalten – Einschätzung und Handlungsempfehlungen für das Management

BfN: „Sachinformationen nicht zielführend“

Wie das Bundesamt für Naturschutz (BfN) die Öffentlichkeit manipuliert

JAWINA-Leser MH verdanken wir einen interessanten Hinweis (veröffentlicht als Kommentar zum Beitrag „BfN prescht beim Wolf vor – Backhaus äussert „Unverständnis“), der zeigt, wie das BfN die Öffentlichkeit strategisch manipuliert, um seine Ziele zu erreichen. Staatliche Neutralität? Fehlanzeige. Das verdeutlicht auch: Die Veröffentlichung der umstrittenen Handlungsempfehlungen Wolf zu diesem Zeitpunkt dürfte kein Zufall oder Ungeschick gewesen sein, sondern Teil der Strategie, die „Diskursmacht des Naturschutzes“ auszubauen „zu einem frühen Zeitpunkt, an dem die Konkurrenz um die Aufmerksamkeit zu diesem Thema noch gering ist.“

JAWINA-Leser MH schreibt:

BfN und der Wolf?! Guckst Du hier:

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Handlungsempfehlungen zum Umgang mit dem Wolf des BfN – zum Nachlesen

Der vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) in der (vom BfN herausgegebenen) Zeitschrift Natur & Landschaft veröffentlichte Auszug aus den Handlungsempfehlungen des BfN dür den Umgang mit dem Wolf hat für Empörung gesorgt. Dies liegt nicht nur am Inhalt – der Deutsche Jagdverband (DJV) kritisierte die „naive Herangehensweise“ und „kritiklose Grundhaltung“ des BfN im Umgang mit dem Wolf – sondern auch am Zeitpunkt der Veröffentlichung, wenige Tage vor dem Umweltministerkonferenz, auf der das Thema Wolf zwischen Bund und Ländern  abgestimmt werden sollte.

Wir stellen den Auszug aus den Handlungsempfehlungen, wie sie in Natur & Landschaft unter dem Titel „Wolfsverhalten – Einschätzung und Handlungsempfehlungen für das Management“ veröffentlicht wurden, zum Nachlesen bereit. SE

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DJV: „Kritiklose Grundhaltung“ des BfN gegenüber dem Wolf

Der Wolf hat, so das BfN laut DJV keine Scheu vor Menschen – der DJV begrüßt das offizielle Eingeständnis des amtlichen Naturschutzes und moniert gleichzeitig die kritiklose Grundhaltung gegenüber dem Fleischfresser. Das jetzt in „Natur und Landschaft“ veröffentlichte Handlungskonzept skizziert eine Bauernhofidylle, in der Wolf und Mensch auf engstem Raum friedlich nebeneinander leben. Ein steigendes Risiko von Übergriffen ist programmiert.

Erstmals erkennt der amtliche Naturschutz offiziell an, dass der Wolf keine natürliche Scheu vor dem Menschen hat. Der Deutsche Jagdverband (DJV) begrüßt diese Einsicht ausdrücklich, die das Bundesamt für Naturschutz (BfN) jetzt in Heft 11 der hauseigenen Zeitschrift „Natur und Landschaft“ veröffentlicht hat. Allerdings betrachtet der Dachverband der Jäger das skizzierte „Handlungskonzept zum Umgang mit auffälligen Wölfen“ mit großer Sorge: Die kritiklose Grundhaltung gegenüber dem Wolf sorgt dafür, dass die Akzeptanz für den Fleischfresser zusehends schwindet.  Laut Managementempfehlung „verlangt“ es lediglich „Aufmerksamkeit“, wenn Wölfe mehrere Tage weniger als 30 Meter entfernt von bewohnten Häusern gesehen werden. „Ungefährlich“ sei es, wenn Wölfe in Dunkelheit durch Siedlungen laufen oder tagsüber in Sichtweite von Häusern. Vorgestellt werden sollte das gesamte Konzept heute auf einer Pressekonferenz, die gestern am späten Abend überraschend abgesagt wurde.

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Forum Natur Brandenburg: Bund lässt Brandenburg beim Wolf im Stich

+++ Update: Pressekonferenz abgesagt: Die Pressekonferenz, auf der die Handlungsempfehlungen des BfN zum Wolf der Öffentlichkeit präsentiert werden sollten, ist nach Protesten der Länderminister abgesagt worden. Der Landwirtschafts- und Umweltminister Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus, hatte seinen Unmut als erster formuliert (JAWINA berichtete). +++

Wendorff: „Die Realitätsferne des BfN ist mittlerweile die Hauptursache für das Schwinden der Akzeptanz dem Wolf gegenüber.“ Wellershoff: „Das Konzept des Bundes zum Wolfsmanagement ist eine verantwortungslose Zumutung für die Bevölkerung in Brandenburg und darüber hinaus!“

Die Mitgliedsverbände im Forum Natur Brandenburg (FNB) haben sich anlässlich der aktuell veröffentlichten Handlungsempfehlungen für das Management von Wölfen* durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) entsetzt gezeigt. Die Tatsache, dass darin beispielsweise Wölfe, die sich über mehrere Tage im Abstand von weniger als 30 Metern von bewohnten Häusern zeigen, als grundsätzlich ungefährlich eingestuft werden sollen, sei eine vollständige Verkennung der Realität. „Wenn diese Zumutung für die Bevölkerung Gegenstand eines zukünftigen Wolfsmanagements werden würde, dann wäre der endgültige Verlust für die Akzeptanz des Wolfes todsicher“, stellt Dirk Wellershoff, Präsident des Landesjagdverbandes und Vorstand im Forum Natur, klar. Gleichzeitig verweist er darauf, dass der erste sogenannte Problemwolf Brandenburgs, der Ende 2016 mehrere Tage im Vorgarten einer Kindertagesstätte im Havelland zu beobachten war, nach den BfN-Kriterien lediglich „erhöhte Aufmerksamkeit“ verlangt hätte. Erst wenn er auf Menschen aggressiv reagiert hätte, wäre er als gefährlich anzusehen gewesen. Die neueren Verlautbarungen des Bundesamtes reihten sich damit in die Historie von Fehleinschätzungen des deutschen Wolfsmanagements ein.

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