Schlagwort-Archive: Wolfsriss

Niedersachsen: Betreutes Schafe-Reissen

Wolf reißt Schaf in Gegenwart der Schäferin

In Freistatt (Landkreis Diepholz) hat ein Wolf am Mittwoch genau den Moment abgepasst, als die Schäferin die vier Herdenschutzhunde von der Schafherde wegführte, um sie in deren Schutzbereich zu bringen. Als Schäferin und Hunde sich zu diesem Zweck zirka 40 Meter von den Schafen entfernt hatten, sprang der Wolf über den Zaun und attackierte ein Schaf. Als die Schäferin dies bemerkte, lief sie zurück. Es gelang ihr, den Wolf zu verscheuchen. Das Schaf überlebte den Angriff, zwar, musste aufgrund der erlittenen Verletzungen jedoch später eingeschläfert werden. Wie die Kreiszeitung berichtet, will der Naturschutz- und Landschaftspflegebetrieb von Bethel, auf dessen Flächen sich der Vorfall ereignete, nun „mit den Fachleuten des Wolfscenters in Hannover […] grundsätzlich überlegen, wie das Team […] künftig mit der Thematik Wolf umgehen könne.“ Alle Mitarbeiter seien noch weiter für das Thema Wolf sensibilisiert worden, so ein Sprecher des Unternehmens gegenüber der Kreiszeitung.  SE

Beitragsbild: Gerissenes Schaf. (Archivbild). Foto: SE

Nach Wolfsriss: Ärger beim Veterinäramt wegen Kadaver auf der Weide

In Cunnewitz (Sachsen, Landkreis Bautzen) haben Wölfe die doppelte Einzäunung eines Schafweide übersprungen und drei Schafe gerissen. Der Schäfer Martin Just hatte die 50köpfige Herde hinter dem Festzaun der Koppel zusätzlich mit einem Elektrozaun gesichert. Mittlerweile hat der zuständige Rissgutachter bestätigt, dass Wölfe die Verursacher waren, wie die Sächsische Zeitung berichtet. Obwohl eine wichtige Voraussetzung für eine Entschädigung des Schäfers damit erfüllt ist, gibt es eine Menge Ärger für Just: Zum einen gingen beim Veterinäramt Beschwerden ein, weil die toten Schafe nach dem Wolfsriss auf der Wiese liegen blieben – kein schöner Anblick. Der Schäfer ist aber verpflichtet, alles so lange unverändert liegen zu lassen, bis der Rissgutachter sich die Sache angeschaut hat.

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Brandenburg: Wolf reißt weitere 16 Schafe

Brandenburger Schäfer verliert fast 50 Schafe in nicht einmal drei Wochen durch Wolfsrisse

Der Brandenburger Schäfer Dirk Hoffmann, der bei einem Wolfsangriff im Mai bereits dreißig Schafe eingebüßt hatte, musste in der Nacht auf Mittwoch einen weiteren Verlust hinnehmen: 16 Tiere, zwei Schafe und 14 Lämmer, sind in der Nacht auf Mittwoch auf einer Weide im Landkreis Teltow-Fläming vom Wolf gerissen worden. 94 Schafe hat der Schäfer damit insgesamt durch Wolfsangriffe verloren. Schon nach dem letzten Wolfsriss, hatte Hoffmann von einer existenzbedrohenden Situation gesprochen (siehe verlinkten MAZ-Bericht) und darüber nachgedacht, seinen Job an den Nagel zu hängen. Nach dem neuerlichen Rissvorfall zeigte sich Hoffmann im Gespräch mit JAWINA am Boden zerstört: „Der Anblick der toten Tiere macht mich so fertig, ich kann das nicht in Worte fassen.“ Die Herde ist durch einen Elektrozaun geschützt, der von den Wölfen jedoch immer wieder überwunden wird, indem sie ihn untergraben oder überspringen. SE

Foto: Schaf mit Lämmern. Foto: SE

Schweden: Wolf tötet Schosshund

In Kolsva, einer Kleinstadt mit ca. 2500 Einwohnern in der schwedischen Provinz Västmanland ist ein kleiner Begleit- oder Schoßhund („en liten sällskapshund“) vermutlich von einem Wolf angegriffen und getötet worden. Das berichtet das schwedische Jagdmagazin SvenskJakt. Demnach beobachteten die Hundebesitzer, wie der Wolf in ihren Garten eindrang. Als sie ihren Hund holten, war es bereits zu spät: Das Tier war so schwer verletzt worden, dass es wenig später starb. Der Vorfall ereignete sich am gestrigen schwedischen Nationalfeiertag (6. Juni) gegen 16.45 Uhr. Der Wolfsriss wurde der Polizei angezeigt. Laut SvenskJakt bestätigte die Polizei den Vorfall gegenüber dem Nachrichtenportal vlt.se. Die Polizei befragte die Hundebesitzer und weitere Zeugen des Vorfalls. Die Hundebesitzer erlitten einen Schock. Die Provinzverwaltung hat einen Suchtrupp in das Gebiet entsandt, der über einen speziell trainierten Spürhund verfügt, der die Wolfsfährte anzeigen und verfolgen soll. Obwohl der Wolfsbestand in dem Gebiet deutlich über dem festgelegten Minimum liegt, sei im vergangenen Winter von den Behörden keine Wolfsjagd gestattet worden, so SvenskJakt. SE

Beitragsbild: En liten sällskapshund. Foto: SE

Neues vom Wolf

Etliche Politiker, sogenannte Wolfsexperten und linientreue Medienschaffende verbreiten ja immer noch (z.B. hier) die Mär von der natürlichen Scheu des Wolfs, aufgrund derer man ihn praktisch nie zu Gesicht bekommen würde, aber nicht alle Wölfe halten sich auch dran: In Rusbend, einem Ortsteil der Stadt Bückeburg im niedersächsischen Landkreis Schaumburg hat ein Traktorfahrer am Montag einen Wolf gefilmt, der am Vormittag gemächlich die Ortslage durchstreifte, wie die Schaumburger Nachrichten berichten. Knapp 200 Kilometer entfernt, auf der B 493 im niedersächsischen Landkreis Uelzen hat sich ein Jungwolf auf acht Meter einem Auto genähert. Auch hier erstellte die Fahrerin ein Handyvideo, das auf az-online zu sehen ist. Wer den ganzen Tag durch die Gegend rennt, muss natürlich auch mal was essen, so geschehen in der Nacht zu Mittwoch in der Nähe von Lostau (Sachsen-Anhalt, Landkreis Jerichower Land). Dort beklagt ein Schäfer den Verlust eines Schafs, das nur 100 Meter von der Ortslage entfernt höchstwahrscheinlich von einem Wolf gerissen wurde, nachzulesen in der Volksstimme. Allein dieser Schäfer hat in den letzten zwei Jahren bei acht Wolfsangriffen 40 Tiere verloren. SE

Beitragsbild: Gerissene Ziege (Symbolbild). Foto: SE

Zwei tote Wölfe in Sachsen-Anhalt

Wolfsnachweis im Vogtland – Naturschutzorganisationen rufen zu Pro-Wolf-Demo auf

Am Mittwoch hat eine 31-jährige Mercedes-Fahrerin gegen 8 Uhr auf der Bundesstraße 71 zwischen Born und Letzlingen einen Wolf überfahren. Der Wolf starb an der Unfallstelle, am Wagen entstand ein Schaden von ca. 3000 Euro. Die Fahrerin wurde nicht verletzt.

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Überfahrener Wolf an der B 71. Foto: Polizei

Ebenfalls am Mittwoch um 09:03 Uhr wurde die Bundespolizeiinspektion Magdeburg von der Notfallleitstelle der Bahn über ein totes Tier im Gleisbereich in der Nähe des Haltepunktes Magdeburg-Herrenkrug – also unmittelbar in einem dicht besiedelten Wohngebiet in der Nähe der Hochschule, wie die Volksstimme ergänzt – informiert. Das Tier wies Verletzungen, die vermutlich von einer Bahn stammen, im Kopfbereich auf. Das tote Tier, bei dem es sich höchster Wahrscheinlichkeit nach um einen Wolf handelt, wurde durch die Bundespolizisten aus dem Gleisbett genommen. Mitarbeiter der Tierrettung und der Arbeitsgruppe Wildtiere verbrachten den Kadaver zunächst ins Tierheim. Am Mittag wurde er vom Wolfsbeauftragten abgeholt und in ein Berliner Institut transportiert. Dort erfolgt eine DNA-Untersuchung, um unter anderem zu ermitteln, ob es ein Wolf war und zu welchem Rudel er gehörte.

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Niedersachsen: Wolf beißt Stromzaun durch und reißt Tiere

Eine „neue Qualität“ sei das und „bundesweit einmalig:“ Bei Ellerndorf im Landkreis Uelzen hat ein Wolf den Stromzaun einer Weide durchgebissen und drei Ziegen und drei neugeborene Lämmer gerissen. Das berichtet az-online.de. Weder der Herdenschutzhund, noch der als Geheimwaffe gegen Wolfsangriffe gepriesene Esel konnten den Wolf von diesen Nutztierrissen abhalten. Fassungslos äußert sich der betroffene Schäfer gegenüber az-online.de: Er könne es nicht begreifen, sagt der Mann: „Die Lämmer wurden letzte Nacht geboren und durften den Sonnenaufgang nicht mehr erleben.“ Es ist bereits der siebte Rissvorfall, den der Schäfer hinnehmen muss. Er will jetzt seine Weiden mit einem weiteren, über einen Meter hohen Stromzaun zusätzlich sichern. SE

Beitragsbild: Isolierte Kneifzange. Foto: SE

Brandenburg: Wolf reisst Kalb

Auf der Klinkenmühle in Gottsdorf (Landkreis Teltow-Fläming) ist in der Nacht zu Samstag ein Kalb gerissen worden, wahrscheinlich von einem oder mehreren Wölfen. Die Tiere sind im Winterauslauf in unmittelbarer Nähe von Stall und Wohnhaus untergebracht. Gegen drei Uhr nachts wurden die Bio-Landwirte Kathrin und Andreas Lütteken von der Panik unter den Rindern geweckt. Am Morgen fanden sie die Überreste des vier Tage alten und ca. 40 Kilogramm schweren Bullenkalbs. Gegenüber der Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ) berichteten die Landwirte, dass ihre Tochter die Fährten von drei Wölfen auf dem Außengelände des Hofs gesichtet habe. Die Biobauernfamilie befürchtet, dass sich solche Angriffe wiederholen könnten. Die Herde von 70 Mutterkühen und 16 Kälbern solle demnächst auf die Weide, eine wolfssichere Einzäunung des gesamten Geländes könne keiner bezahlen, so Kathrin Lütteken gegenüber der MAZ. SE

Weitere Bilder und Informationen:

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Wölfe reißen weiteres Stück Damwild im Wildpark Johannismühle

Nachdem bereits am vergangenen Samstag (JAWINA berichtete) ein Stück Damwild im Wildpark Johannismühle bei Baruth (Brandenburg, Landkreis Teltow-Flämin,) gerissen wurde, haben die Wölfe erneut zugeschlagen: Am gestrigen Donnerstag wurden Haupt und Knochen eines gerissenen Damtiers im Gehege gefunden. Wurde für den Riss vom Samstag eine einzelne läufige Wölfin verantwortlich gemacht, so waren diesmal drei Wölfe an dem Angriff beteiligt. Sie drangen auch an einer anderen Stelle in das Gelände des Wildparks ein, als die läufige Wölfin. Die Einfriedung des Wildparks soll jetzt verstärkt und mit einem Stromzaun versehen werden. Der Geschäftsführer des Wildparks erklärte Medien gegenüber, dass man dafür auf die Hilfe des Landes angewiesen sei. SE

Beitragsbild: Das am Samstag gerissene Stück Damwild. Quelle: Wildpark Johannismühle

Brandenburg: Wolfsriss im Wildpark

Im Wildpark Johannismühle bei Baruth (Landkreis Teltow-Fläming) ist am Samstag Morgen ein Stück Damwild von einem Wolf gerissen worden. Am Tag danach hielt sich der Wolf nach Aussage des Geschäftsführers des Wildparks, Julian Dorsch, noch zwischen dem inneren und äußeren Zaun des Parks auf. Obwohl für Menschen keine Gefahr bestehe, sei der Bereich für Besucher gesperrt worden, außerhalb sei im Außenzaun eine Öffnung angelegt worden, die dem Wolf das Entweichen erleichtern soll. Es soll sich bei dem Wolf um ein weibliches, läufiges Tier handeln: Darauf deuten Blutstropfen in der Fährte der Wölfin hin. Die Läufigkeit ist nach Ansicht von Dorsch auch der Grund dafür, dass sich die Wölfin in den Wildpark gewagt hat, der ja das Revier der dort gehaltenen Wölfe sei. Gegenüber JAWINA betonte Dorsch, dass „es nicht die Wölfe seien, die Probleme verursachen, sondern das Land Brandenburg, welches durch ein unzureichendes und nicht transparentes Wolfsmanagement fährt.“ SE

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Mecklenburg-Vorpommern: Wölfe reißen 20 Schafe

Update: Backhaus äußert sich erneut zu Rissvorfällen

Bei Malliß im Landkreis Ludwigslust-Parchim haben Wölfe zwanzig Kamerunschafe gerissen. Das berichtet das Ludwigsluster Tageblatt. Demnach lagen einige Tiere tot auf der Weide, andere liefen teilweise schwer verletzt noch herum, einige ertranken auch in dem Flüsschen, das an die Weide grenzt. Die Tierhalter erwarteten nun eine Reaktion aus der Politik, heißt es in der Lokalzeitung: Landwirtschaftsminister Till Backhaus habe in einer Pressemitteilung erklärt, „dass die Rückkehr des Wolfes ein großer Erfolg für den Artenschutz sei, der Umgang mit ihm aber eine große Herausforderung darstelle. Außerdem erwarte er von Tierhaltern, den Schutz der Tiere auszubauen und dabei staatliche Zuwendungen der Förderrichtlinie Wolf in Anspruch zu nehmen. Dazu gehören u.a. Zäune und Hütehunde.“ Eine Auskunft, die den geschädigten Tierhaltern bestimmt sehr weiterhilft.

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Cuxhaven: Wolf reißt trächtiges Rind

Wölfe haben im Naturschutzgebiet Armstorf-Langes Moor ein trächtiges Rind gerissen. Das Tier wurde aus einer Herde von elf Jungrindern herausgelöst und über einen Kilometer weit gehetzt, bis es in einem Graben landete, wo es von den Wölfen gerissen und teilweise verspeist wurde. Dies berichtet das Onlineportal Nord24. Der niedersächsische CDU-Landtagsabgeordnete Ernst-Ingolf Angermann sprach aufgrund des Vorfalls von einer neuen Dimension in der Wolfsproblematik: „Das ist der erste Angriff auf ein ausgewachsenes und noch dazu tragendes Rind – ein Szenario, das Wolfsbefürworter bislang kategorisch ausgeschlossen haben“, so Angermann. Der Vorfall mache deutlich, dass im Hinblick auf die Ausbreitung des Wolfes in Niedersachsen dringender Handlungsbedarf bestehe. „So kann es nicht weitergehen. Die Grünen-Minister Wenzel und Meyer müssen endlich eine Lösung finden. Auf Dauer wird sich der maximale Schutz des Wolfes nicht mit der für den Agrarstandort Niedersachsen existentiellen Weidetierhaltung vereinbaren lassen“, so Angermann.

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Angler beobachtet missglückten Wolfsriss

Ein Angler hat im brandenburgischen Landkreis Dahme-Spreewald zwei Wölfe beobachtet, die einen Rehbock attackierten. Das berichtete die Lübbener Rundschau in der Wochenendausgabe (16./17.04.). Der Bock rettete sich durch einen Sprung in den See. Auf dem Rückweg zum Parkplatz begegnete der Angler einem der beiden Wölfe erneut. Das Tier war keine 20 Meter von dem Angler entfernt, trollte sich dann aber. Mario Liebsch vom Kreisanglerverband riet der Lübbener Rundschau zufolge seinen Mitgliedern dennoch, vorsichtshalber Pfefferspray mitzunehmen. SE

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Sachsen: Ohne Herdenschutz kein Geld mehr bei Wolfsrissen

Übergangsfrist ist ausgelaufen – Herdenschutzmaßnahmen sind sachsenweit Voraussetzung für Schadensausgleichszahlungen

Seit dem 09.02.2016 haben Halter von Schafen, Ziegen und Gatterwild in Sachsen nur noch dann Anspruch auf Schadensausgleich, wenn bei einem Nutztierriss durch einen Wolf der vorgeschriebene Mindestschutz vorhanden war. Entschädigung von nicht oder unzureichend geschützten Nutztieren wird nicht mehr geleistet. Das teilt das „Kontaktbüro Wolfsregion Lausitz“ in einer Presseinformation mit.

Vor einem knappen Jahr wurde das Fördergebiet zum präventiven Herdenschutz gegen Wolfsübergriffe auf den gesamten Freistaat Sachsen erweitert. Das heißt, dass seitdem alle Schaf- und Ziegenhalter sowie Betreiber von Wildgattern im gesamten Freistaat Sachsen Fördermittel zur Sicherung ihrer Nutztiere beantragen können. Die Landkreise Bautzen, Görlitz, Meißen, Sächsische Schweiz – Osterzgebirge sowie Teile der Landkreise Mittelsachsen, Leipzig und Nordsachsen waren bereits seit 2011 in der Förderkulisse. Die Tierhalter im neu dazugekommenen Fördergebiet hatten ein Jahr Zeit, entsprechende Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Diese Frist ist am 9. Februar abgelaufen.

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NRW: Wildkamera filmt Wolfsriss

In Barntrup, einem Dorf im Landkreis Lippe hat ein Wolf vor einer eigens installierten Wildkamera eine Ziege gerissen. Das berichtet die Online-Ausgabe der Lippischen Landes-Zeitung (LZ). Die Kamera war vom Besitzer der Ziege nach einem vorangegangenen Rissvorfall angebracht worden. Ein weiteres Tier wurde von dem Wolf schwer verletzt und musste eingeschläfert werden. Die Weide befand sich nur etwa 50 Meter von den Wohngebäuden des Dorfs entfernt.

In Malk Göhren im Landkreis Ludwigslust-Parchim (Mecklenburg-Vorpommern) hat ein Wolf eine Schafherde angegriffen, wie die Schweriner Volkszeitung (SVZ) berichtet. Drei Tiere wurden getötet, etwa 20 verletzt. Die meisten verletzten Schafe werden wohl auch eingeschläfert werden müssen. SE

Ministerium bestätigt: Schafe bei Picher von Wolf gerissen

Am Wochenende vom 28. zum 30.11.2015 wurden in Mecklenburg-Vorpommern bei Picher (Landkreis Ludwigslust-Parchim) sieben Schafe gerissen und zwei weitere verletzt. Das Wolf bzw. die Wölfe gelangten über einen durch Sturmschaden herabgedrückten Wildschutzzaun auf die Koppel. Nach der Einschätzung des hinzugezogenen Rissgutachters „kann ein Wolf als Verursacher des Schadens nicht ausgeschlossen werden“, wie es im Behördendeutsch so trefflich heißt.

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Sachsen: Wölfe reißen 19 Schafe – auf vorbildlich gesicherter Koppel

Auf einer Weide bei Cunnewitz (Landkreis Bautzen) haben Wölfe fast 20 Schafe gerissen: Elf Tiere wurden getötet, sechs verletzt, zwei Schafe werden vermisst. Die Koppel war nach Einschätzung von Experten vorbildlich mit Elektrolitzen und Flatterband gegen Wolfsangriffe geschützt, was auch die Kreisbehörde bestätigte. Gutachter haben bereits bestätigt, dass Wölfe eindeutig die Verursacher waren. Diverse Medien zitieren Experten mit der Aussage, dass es sich bei dem Vorfall um einen sogenannten „Overkill“ handele, bei dem die Wölfe viel mehr ihrer weitgehend wehrlosen Opfer töteten, als sie fressen können. SE

Beitragsbild: Schaf – möchte man dieser Tag nicht unbedingt sein. Copyright: SE

Gerissenes Fohlen: War es doch kein Wolf?

Unklare Beweislage wegen „starker Nutzung des Kadavers“

Der Islandpferde-Züchter Götz George, auf dessen Hof Ende Mai ein Fohlen mutmaßlich vom Wolf gerissen wurde, ist ein bedächtiger Mensch. Unmittelbar nach dem Vorfall gab er zu Protokoll, dass er dem Wolf keinen Vorwurf machen könne. Jetzt, nachdem ihm der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in einem Schreiben lapidar mitgeteilt hat, dass er nicht die volle Entschädigung für das wertvolle Fohlen erhalten werde, äußert er sich ähnlich zurückhaltend: Er sei „etwas betreten, dass man das nicht anerkenne.“ Angesichts der haarsträubenden Begründung des NLWKN würde manch anderer wohl weitaus drastischere Formulierungen wählen. Denn der Landesbetrieb verkündet, dass die „Todesursache des Fohlens aufgrund der starken Nutzung des Kadavers nicht mehr festgestellt werden“ konnte. Sprich: Der Verursacher hat so viel von dem Fohlen gefressen, dass die kargen Überreste keine Rückschlüsse auf ihn erlauben. Eine Argumentationslinie, die das Wohlwollen von Tierhaltern gegenüber dem Wolf empfindlich schmälern dürfte.

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Niedersachsen: Weiteres Fohlen von Wolf gerissen?

Auf einem Islandpferdehof in Bücken (Landkreis Nienburg) ist ein frisch geborenes Fohlen tot und angefressen aufgefunden worden. Nachdem wenige Wochen zuvor ein Fohlen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit von Wölfen gerissen wurde, stellt sich auch hier die Frage: War es ein Wolf? Das Fohlen dürfte „nicht früher als sieben Uhr geboren worden sein, nach dem letzten Kontrollgang“, schätzt Züchterin Inga Müller. Zwischen acht und neun wurde der Vorfall entdeckt, und zwar weil die Mutterstute das andere Fohlen – es war eine Zwillingsgeburt – unter einem Zaun „durchgeschubst“ hatte. So stand das kleinere der beiden Fohlen etwas verloren auf der Nachbarkoppel – das andere war tot, Hals, Brust und Schulter waren angefressen. Die Koppel liegt dicht hinter dem Haus, der Abfohlplatz ist ca. 80 Meter vom Haus entfernt. Da die Züchterfamilie von dem kurz zuvor gerissenen Fohlen erfahren hatte, wurde einer der Wolfsberater des Kreises hinzugezogen:

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Das verendet und angeschnitten aufgefundene Fohlen. Fotos: privat (mit freundlicher Genehmigung)

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Niedersachsen: Jäger filmt Wolfsriss bei Burgwedel

Der 59jährige Maler und Jäger Werner Siemers hat bei seiner Morgenrunde mit dem Fahrrad einen Wolfsriss bei Burgwedel dokumentiert. In dem Video, das auf der Internetseite des NDR zu sehen ist, verspeist ein Wolf auf einer Wiese am Waldrand ein Reh. Im Hintergrund ist lautes Schrecken zu hören. Der Urheber des Schreckens tritt dann auch bald ins Bild: Ein junger Bock, der anscheinend Mühe hat zu glauben, dass der Wolf da wirklich gerade seine Gespielin auffrisst. Sehenswert. SE

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Wolfsriss im Nauener Stadtwald dokumentiert

Kieferknochen, säuberliche abgenagte Wirbelsäule und Rippen, ein paar Fellreste – das ist alles, was von einem Stück Damwild übrig bleibt, wenn der Wolf damit fertig ist. Der Wolf, der es sich hier hat schmecken lassen, lebt im Nauener Stadtwald, gut 20 Kilometer vom nordwestlichen Berliner Stadtrand entfernt. Er hat sich auch schon von den Wildkameras im Revier ablichten lassen (Beitragsbild). Dieser dokumentierte Wolfsriss ist höchstens zwei, drei Tage alt. Wer später kommt, findet noch weniger vor, weil Füchse, Wildschweine, Kolkraben, Krähen, Ameisen, und Würmer endgültig reinen Tisch machen. Das macht es so schwer, Wolfsrisse zu dokumentieren. Von den aufgefundenen Rissen auf die Anzahl der Wölfe oder der von ihnen gerissenen Beutetiere zurück zu schließen, ist unmöglich.

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Frischer Wolfsriss im Nauener Stadtwald – gut 20 Kilometer vom nordwestlichen Berliner Stadtrand entfernt. Foto: BS

Jawina-Leser und Jagdpächter Bernd S., der uns die Bilder in diesem Beitrag zur Verfügung gestellt hat (Danke dafür!), berichtet, wie sich die Anwesenheit der Wölfe auf die Jagd im Nauener Stadtwald auswirkt:

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Brandenburg: Wolf reißt Kalb und Mutterkuh

In Verlorenort bei Kremmen (Landkreis Oberhavel) sind bereits am vergangenen Mittwoch ein Kalb und eine Mutterkuh von einem Wolf gerissen worden. Das Kalb wurde bei der Wolfsattacke getötet, die Mutterkuh wurde durch den Wolf so schwer verletzt, dass sie eingeschläfert werden musste: Der Wolf hatte das Euter der Kuh angefressen. Der Vorfall wurde Medienberichten zufolge erst bestätigt, nachdem entsprechende Gerüchte im Dorf aufgekommen waren. Der Wolf wurde nach dem Riss in einer Kuhherde gesichtet, konnte jedoch vertrieben werden. Erst wenige Tage zuvor war im nur knapp sieben Kilometer entfernten Groß-Ziethen ein Wolf von einer Wildkamera fotografiert worden. SE

Beitragsbild: Mutterkuh mit Kalb, Copyright: SE

Niedersachsen: Wolf reißt Kalb

Auf einem Biohof in der Gemeinde Großenkneten (Landkreis Oldenburg) hat ein Wolf Sonntag Nacht ein neu geborenes Zwillingskalb gerissen. Das sei aber nur passiert, weil das erstgeborene Kalb schutzlos im Gras lag, während die Kuh kalbte, erklärte der Biobauer gegenüber dem NDR. Normalerweise „schlage die Kuh den Wolf in die Flucht.“ Es ist nicht das erste Mal, dass in Niedersachsen Kälber vom Wolf gerissen werden. Erst im August hatte ein ähnlicher Fall für Aufregung gesorgt. SE

Tote Rinder bei Cuxhaven – Verdacht auf Wolfsriss

Auf einer Weide bei Lamstedt (Landkreis Cuxhaven, Niedersachsen) sind zwei Jungrinder gerissen worden, das berichtet der NDR. Der Wolfsberater des Landkreises hat die Kadaver besichtigt und bestätigt, dass Wölfe als Verursacher nicht auszuschließen seien. Die Spuren ließen auf „große, hundeartige Tiere“ schließen. DNA-Proben sollen endgültige Klarheit bringen. SE

Schweiz: Calanda-Wölfe reißen Jagdhund

Das Wolfsrudel, das am Berg Calanda in den Schweizer Kantonen Graubünden und St. Gallen seinen Einstand hat, soll bereits Anfang Dezember den Jagdhund eines ortsansässigen Jägers gerissen haben. Das berichtet das Schweizer Nachrichtenportal 20 Minuten. Demnach hat sich der Hund aus dem Einwirkungsbereich seines Herrn entfernt, als dieser beim Holzhacken war. Nach zwei Tagen der Suche fand der Hundehalter die Überreste seines Hundes: Einen Knochen und Blut. An der Fundstelle entdeckte er zahlreiche Wolfsspuren. Man habe gesehen, dass ein Kampf stattgefunden habe, erklärte der Jäger gegenüber 20 Minuten.

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Schafsrisse in Dithmarschen: Es war der Wolf

Knapp zwei Monate, nachdem mehrere Schafe im Kreis Dithmarschen gerissen wurden, haben genetische Untersuchungen des Senckenberg Forschungsinstituts und Naturmuseums Frankfurt ergeben, dass zwei der Tiere zweifelsfrei durch einen Wolf getötet wurden. Wie das schleswig-holsteinische Umweltministerium mitteilte, wurde eine Gensequenz, die ausschließlich bei europäischen Wölfen vorkommt, nachgewiesen. Zur Klärung der Herkunft dieses Wolfes sind weitere Gentests notwendig, die beim Senckenberg Forschungsinstitut, dem nationalen Referenzzentrum für entsprechende Fragen, durchgeführt werden.

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