Schlagwort-Archive: Wolfsnachweis

Sachsen-Anhalt: Wolf bei Wippra fotografiert

Bei der Auswertung der Fotos von Wildkameras, die Luchse im Harz überwachen sollen, haben die Mitarbeiter des Wolfskompetenzzentrums Sachsen-Anhalt einen Wolf in einem Revier bei Wippra (Landkreis Mansfeld-Südharz) entdeckt.

Damit gibt es einen weiteren gesicherten Nachweis dafür, dass die Wölfe auf ihrer Reviersuche auch in den Harz wandern. Ob sich die Tiere dort auch ansiedeln und Rudel bilden, bleibe abzuwarten, so eine Sprecherin des Landesumweltamtes.

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Wolfswelpen im Bayerischen Wald nachgewiesen

Bei der aktuellen routinemäßigen Auswertung einer Fotofalle im Nationalpark Bayerischer Wald wurden drei Jungtiere bestätigt. Die Aufnahme stammt vom 28.07.2017. Es handelt sich damit um den ersten Nachweis von Jungwölfen bei freilebenden Tieren in Bayern seit rund 150 Jahren. Die Behörden, Interessenverbände und Vertreter von Nutztierhaltern vor Ort wurden informiert, so das Landesamt für Umwelt in einer Pressemitteilung. Seit 2006 werden in Bayern immer wieder einzelne Wölfe nachgewiesen. Es handelt sich in der Regel um durchziehende Jungtiere, die entweder aus der südwestlichen Alpenpopulation oder nordosteuropäischen Tieflandpopulation stammen. Standorttreue Wölfe, d. h. Wölfe, die länger als ein halbes Jahr in einer Region nachgewiesen werden können, gibt es derzeit im Nationalpark Bayerischer Wald und auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr. Dort wurde seit Ende 2016 jeweils ein Wolfs-Paar bestätigt.

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Mecklenburg-Vorpommern: Wolf auf dem Darß

Im Darßwald im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft hält sich ein Wolf auf. Der sichere Nachweis dafür konnte anhand einer am 10. Juli 2017 entstandenen Fotografie eines Privatmanns geführt werden. Bereits seit längerer Zeit wurde die zumindest zeitweise Anwesenheit eines Wolfes vermutet. Sichtungen von Urlaubern und das Verhalten von Wildtieren ließen auf die Anwesenheit schließen. „Bei der Populationsdynamik des Wolfes ist es nicht überraschend, dass Einzelindividuen jetzt auch den Nationalpark an der Ostseeküste erreicht haben. Insbesondere die großen zusammenhängenden Kernzonenbereiche des Ostzingst bieten dem Wolf Rückzugsbereiche“, so Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus. Der Wolf zeigte ein arttypisches Fluchtverhalten, nachdem er die Witterung des Fotografen aufgenommen hatte. „Ich bitte die Besucher des Nationalparks um Vorsicht und Aufmerksamkeit. Bei Sichtung des Tieres ist der Nationalpark oder das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie zu informieren“, sagte Backhaus weiter.

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Erster Wolfsnachweis im Landkreis Mittelsachsen

Im Landkreis Mittelsachsen wurde erstmals seit Beginn der natürlichen Wiederbesiedlung ein Wolf nachgewiesen. Das Tier wurde am 17.04.2017 ca. 7 km östlich von Döbeln von einer Privatperson fotografiert. Das Foto wurde als eindeutiger Nachweis (C1) eingestuft und nach Überprüfung der Örtlichkeit als Erstnachweis für den Landkreis bestätigt. Bis jetzt gibt es allerdings keinen Hinweis darauf, dass der Wolf sich noch in der Region aufhält. Möglicherweise handelte es sich um einen Wolf auf Wanderschaft.

In Sachsen sind Wölfe seit Ende der neunziger Jahre wieder dauerhaft heimisch. Junge Wölfe verlassen meist im Alter von ein bis zwei Jahren das elterliche Territorium. Auf der Suche nach einem eigenen Territorium und einem möglichst nicht verwandten Paarungspartner können sie weite Strecken zurücklegen. Daher ist mit dem Vorkommen von Wölfen außerhalb der bekannten Wolfsgebiete jederzeit zu rechnen.

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Baden-Württemberg: Wolf bei Überlingen

Vor drei Tagen wurde in der Gegend von Überlingen am Bodensee ein Wolf beobachtet. Zu diesem Ergebnis kommt die vom Umweltministerium mit dem Wolfsmonitoring betraute Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) in Freiburg nach Auswertung eines Fotos, das eine Privatperson nordöstlich von Überlingen am Mittwoch gegen 17:30 Uhr aufgenommen hat. Der aktuelle Aufenthaltsort des – vermutlich noch jungen – Wolfs ist nicht bekannt.

Beitragsbild: Wolf bei Überlingen. Quelle: FVA/privat

NRW: Land bestätigt einen weiteren Wolfs-Nachweis

Wenige Tage nach einem Wolfsnachweis bei Gummersbach (JAWINA berichtete) wurde nun im Kreis Siegen-Wittgenstein, in der Nähe von Bad Berleburg-Alertshausen am Mittwoch gegen 21:20 Uhr ein Wolf beobachtet. Die Beobachtung gelang einem Landwirt, der gerade mit einem Schlepper eine Wiese gemäht hatte. Der Landwirt konnte seine Beobachtung per Handy in Form mehrerer Fotos und eines Videos dokumentieren.

Der entstandene Film (https://drive.google.com/open?id=0B1NOBF00Bni4dmZJNjNUUkpZbDg) und das Bildmaterial wurde von der „Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf“  (https://www.dbb-wolf.de) ausgewertet und eindeutig einem Wolf zugeordnet. Der Aufnahmeort wurde anschließend von der Luchs- und Wolfsberaterin des LANUV, Nicole Skrebutis im Gelände aufgesucht und identifiziert. Der dokumentierte Wolf hat eine auffallend helle Wangenzeichnung und eine dünne Rute. Wahrscheinlich handelt es sich um denselben Wolf, der am 19.05.2017 in Gummersbach-Apfelbaum nachgewiesen wurde.

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NRW: Weiterer Wolfs-Nachweis offiziell bestätigt

LANUV: „Aussetzen von Wölfen nicht vorgesehen und nicht erforderlich“

Am Freitag, den 19.05.2017 gegen 15:45 Uhr waren die Gummersbacherin Claudia Kamp und ihr Sohn Florian zwischen den Ortschaften Nochen und Apfelbaum (Oberbergischer Kreis) mit dem Auto unterwegs, als sie ein Tier entdeckten, das sie zunächst für einen Fuchs hielten. Ihnen sei aber schnell klar geworden, dass das Tier für einen Fuchs viel zu groß ist, schreibt der Kölner Stadtanzeiger. Stimmt: Den beiden ist „ein überprüfbarer Hinweis auf einen freilebenden Wolf durch Foto- und Video- Beleg“ gelungen, meldet das NRW-Umweltministerium: Das Material konnte  von der DBBW (Dokumentations-und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf) eindeutig einem Wolf zugeordnet werden. Ferner habe auch die für den Raum Gummersbach zuständige Luchs- und Wolfberaterin den Ort, an dem das Bildmaterial entstand, verifizieren können. Zur Herkunft des Tieres, zum Alter oder zum Geschlecht können keine Angaben gemacht werden. Zurzeit liegen weitere Hinweise auf einen möglichen Wolf in räumlicher und zeitlicher Nähe vor, sie werden aktuell vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) geprüft.

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Sachsen-Anhalt: Kreistag Stendal beschliesst Wolfs-Resolution

Sachsen-Anhalt: Kindergärtnerinnen werden für Wolfsbegegnungen geschult +++ Bayern: Wolfsnachweis im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen

Der Kreistag von Stendal hat in seiner Sitzung am Donnerstag auf Antrag der CDU-Fraktion einer Resolution „für ein praxistaugliches Wolfsmanagement“ zugestimmt. Im folgenden geben wir den Wortlaut der Resolution wieder:

Der Kreistag verabschiedet vorliegende Resolution zum Wolfsmanagement und bittet die Landesregierung Sachsen-Anhalt und die Bundesregierung in der Sache tätig zu werden.

1. Überprüfung der FFH-Richtlinien und Anpassung des Schutzstatus

2. Vorkehrungen zu treffen, wie man den wachsenden Bestand zukünftig kontrollieren und die Weichen für eine Regulierung der Population stellen will.

3. Jährliche Monitoring-Ergebnisse zum Wolf mit allen Betroffenen, also der Wissenschaft, dem Naturschutz, den Nutztierhaltern, Grundeigentümern sowie der Jägerschaft auszutauschen.

4. Die Aufnahme des Wolfes in das Jagdrecht mit feststehender Jagd- und Schonzeit. Ausschluss der Pflicht zur Hege und der Wildschadensvergütung

Wolfgang Kühnel
Fraktionsvorsitzender

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Bayern: Erneut Wolf auf dem Truppenübungsplatz Hohenfels nachgewiesen

Am vergangenen Dienstag wurde auf dem Truppenübungsplatz Hohenfels (Landkreis Neumarkt i.d.Opf.) nordwestlich von Regensburg ein Wolf fotografiert. Das teilt das bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) mit. Ob es sich dabei um dasselbe Tier handelt, das bereits im Januar 2017 mittels DNA-Analyse dort nachgewiesen wurde, kann nicht belegt werden. Die Bemühungen, Probenmaterial für genetische Analysen aufzufinden, wurden verstärkt, um mehr Informationen zu Geschlecht und Herkunft des Tieres zu erhalten. Das im Januar auf dem Truppenübungsplatz gesicherte genetische Material konnte eindeutig einem Wolf aus der zentraleuropäischen Tieflandpopulation zugeordnet werden. Die Qualität der Probe war jedoch für eine Bestimmung des Geschlechts und des Rudels, von dem die Zuwanderung ausging, nicht ausreichend. PM

Beitragsbild: Wolf auf dem TÜP Hohenfels. Foto: privat/Quelle: LfU

Niedersachsen: Neuntes Wolfsrudel nachgewiesen

Wölfe im Raum Visselhövede – Fotofallenbilder belegen Präsenz von fünf Wölfen

Im Raum Visselhövede im Landkreis Rotenburg (Wümme) konnte nun mittels Fotofallenbildern die Präsenz von fünf Wölfen nachgewiesen werden. Der Nachweis gelang durch eine Serie von Bildern, die hintereinander fünf Wölfe aufgenommen haben. „Wir gehen von einem neuen Rudel aus – es wäre aktuell das neunte in Niedersachsen“, so Raoul Reding, Wolfsbeauftragter der Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. Allerdings sei behördlicherseits unter Berücksichtigung der nationalen Monitoringstandards  noch ein eindeutiger genetischer Nachweis zu erbringen. Die Landesjägerschaft Niedersachsen führt neben dem landesweiten, passiven Wolfsmonitoring bei unklaren Situationen im Rahmen ihrer Möglichkeiten und in Zusammenarbeit mit den ehrenamtlichen Wolfsberatern und den Jägern vor Ort auch aktive Monitoringmaßnahmen durch. In der Vergangenheit konnten mithilfe dieser aktiven Maßnahmen so bereits die Rudel im Raum Gartow, im LK Cuxhaven sowie bei Wietzendorf bestätigt werden.

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Mecklenburg-Vorpommern: Wolfsnachwuchs in der Lübtheener Heide

Das Wolfsrudel in der Lübtheener Heide (Landkreis Ludwigslust-Parchim) hat Nachwuchs bekommen. Im Rahmen des Wolfsmonitorings des Bundesforstbetriebes Trave der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben in Kooperation mit der TU Dresden konnten auf ersten Fotofallenbildern mindestens vier Welpen nachgewiesen werden. Die genaue Anzahl ist noch unklar. Auch im Ueckermünder Rudel werden Welpen vermutet. Zumindest liegen bereits Fotofallenbilder von einer Wölfin mit Gesäuge vor.

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Bulgarien: Skiurlauber nach Unfall von Wölfen verfolgt

Wolf in Gütersloh nachgewiesen – weitere Schafherde attackiert

Ein ungewöhnliches Reiseerlebnis wurde dem indischstämmigen Briten Janveer Sandhu im Skiurlaub in Bulgarien zuteil: Der 30jährige war von der Piste abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Der Vorfall soll sich Anfang Februar im Skigebiet Bansko ereignet haben. Der Bruchpilot war nicht bewusstlos, stand aber unter Schock, berichtete er der britischen Zeitung Telegraph (die auch interessante Bilder von dem Verletzten online gestellt hat). Als er sich benommen umsah, bemerkte er drei Wölfe, die aus einer Entfernung von einigen hundert Metern auf ihn zuliefen. Er begann, talwärts zu steigen, kam aber nur sehr langsam vorwärts, weil er hüfttief im Schnee steckte. Er zog die Skistiefel aus, in denen er weder gut laufen, noch klettern konnte: „Ich habe nicht an meine Füße gedacht“, sagte er dem Telegraph, „ich wollte nur mein Leben retten.“

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Dübener Heide: Erster Wolfsnachweis in Nordsachsen

Eine automatische Wildkamera („Fotofalle“) hat den ersten Nachweis eines Wolfes in der Dübener Heide (Landkreis Nordsachsen) geliefert. Das Bild entstand bereits Ende Mai, wie die Auswertung der Kameradaten nun ergab. Noch ist unklar, ob sich das Tier dort dauerhaft niederlassen wird oder das Gebiet nur durchwandert hat. Im Rahmen des Monitorings soll dieser Frage nun nachgegangen werden, in dem nach Spuren, Losungen und Rissen gesucht wird. In der Dahlener Heide wurden bereits im Jahr 2010 eine Zeit lang mehrere Hinweise auf einen einzelnen Wolf gemeldet. Seitdem gab es jedoch keine Nachweise aus dem Landkreis Nordsachsen.

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