Schlagwort-Archive: Wildunfall

Österreich: 21-jähriger bei Rehbergung totgefahren

Ein 21 Jahre alter Slowene ist auf der Pyhrnautobahn (A9) in der Steiermark ums Leben gekommen. Der Mann hatte nach einer Kollision mit dem Tier sein Fahrzeug auf dem Standstreifen abgestellt und verließ den Wagen, um den Kadaver des Rehs zu bergen. Dabei wurde er von einem Kleinbus erfasst. Der 21jährige starb noch an der Unfallstelle. Die Fahrer des Busses und seine Beifahrerin blieben unverletzt.

In Saarbrücken ist eine Frau in der Nacht auf Sonntag einem Wildschwein ausgewichen, wobei sie die Kontrolle über ihr Fahrzeug verlor. Der Kleinwagen durchschlug ein Absperrgitter und rollte eine drei Meter tiefe Böschung herunter, bevor er im Fischbach liegenblieb. Die Polizei sicherte das Fahrzeug, das von der Feuerwehr geborgen wurde. Die 56 Jahre alte Fahrzeugführerin wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht.

Ebenfalls schwer verletzt wurde eine 18jährige Fahranfängerin, die beim bayerischen Brennberg (Kreis Regensburg) einem Reh ausweichen wollte. Dabei geriet ihr Fahrzeug ins Schleudern und sie prallte an einen Baum. red.

Beitragsbild: Wildunfall (Symbolbild). Foto: SE

Sachsen-Anhalt: Wildschwein im Fußraum

Ein 54 Jahre alter Skoda- Fahrer war am Dienstag gegen 17:00 Uhr auf der B 188 in Richtung Uchtspringe unterwegs, als plötzlich hinter der Ortslage Hottendorf ein Wildschwein über die Straße lief. Er konnte einen Zusammenstoß nicht verhindern und stieß mit dem Wildschwein zusammen. Nachdem er die Fahrertür öffnete und sich nach dem Schaden erkundigen wollte, sprang das Tier in den Fußraum. Der Fahrer konnte sich retten. Eintreffende Polizeibeamte erschossen das noch lebende Wildschwein. Am Pkw entstand Sachschaden. Der Mann blieb unverletzt. PM

Beitragsbild: Schecke im Fußraum. Foto: Polizei

Die Red. dankt JAWINA-Leser NoS für den Hinweis!

Mecklenburg-Vorpommern: Rotwild verursacht tödlichen Verkehrsunfall

Ein Rudel Rotwild hat in der Schwinzer Heide zwischen Bossow und Alt Schwinz (Landkreis Ludwigslust-Parchim) einen folgenschweren Wildunfall verursacht. Ein 52-jähriger Kradfahrer befuhr zusammen mit anderen Kradfahrern die Kreisstraße aus Bossow kommend in Richtung Dobbertin. Auf Höhe der Unfallstelle wechselte ein Rudel Rotwild von rechts nach links über die Fahrbahn. Ein Hirsch lief unmittelbar in den Geschädigten. Dieser stürzte daraufhin und wurde lebensbedrohlich verletzt. Unter ständigen Reanimationsmaßnahmen wurde der Motorradfahrer mit einem Rettungswagen in die Klinik nach Plau am See verbracht. Trotz aller durchgeführten Rettungsmaßnahmen verstarb der verunfallte Kradfahrer wenig später im Krankenhaus. PM

Beitragsbild: Wildunfall (Symbolbild). Foto: SE

Sachsen: Wolf im Landkreis Bautzen überfahren

Wölfin soll zuvor mit Schrot beschossen worden sein

Am frühen Morgen des 05.07.2017 wurde auf der B156 zwischen Bluno und Sabrodt (Landkreis Bautzen) eine junge Wölfin (Jährlingsfähe) überfahren. Der Unfallort liegt im Territorium des Seenland Rudels. Ob es sich bei dem ca. einjährigen Tier um einen weiblichen Nachwuchs dieses Rudels handelt wird mittels der genetischen Untersuchung abgeklärt.

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Niedersachsende: Säugende Wolfsfähe überfahren

+++ Sachsen: Lausitz-Wölfe fressen Biber +++ Sachsen: Wolf bei Hoyerswerda überfahren +++ Österreich: Wolf im Burgenland gesichtet +++ Brandenburg: Gefressen ja, gerissen nein: Kälber im Spreewald nicht von Wolf getötet

Im niedersächsischen Heidekreis ist eine säugende Wolfsfähe überfahren worden. Aus dem Gesäuge des Tiers sei noch Milch geflossen, wie der NDR berichtet. Aus welchem Rudel das Tier stammt ist demnach noch unbekannt. Es spreche aber viel dafür, dass es sich um eine junge Wölfin aus dem Munsteraner Rudel handelt.

Auf bis zu sieben bis neun Prozent beläuft sich der Anteil von Bibern an der Nahrung der Lausitz-Wölfe. Insbesondere in der Umgebung der Königsbrücker Heide sei dieses Phänomen zu beobachten, wie die Lausitzer Rundschau berichtet. Dort gebe es gesättigte Biberpopulationen. Die Jungtiere würden auf der Suche nach eigenen Revieren abwandern und dabei leichte Beute von Wölfen werden. SE

Beitragsbild: Wildunfall (Symbolbild). Foto: SE

Baden-Württemberg: Zwölf tote Sauen bei Wildunfall

Bei einem Wildunfall auf der B29 bei Remshalden (Rems-Murr-Kreis) wurden zwölf Wildschweine getötet. Am Samstag, gegen  4 Uhr lief eine Wildschweinrotte auf Höhe der Anschlussstelle in Fahrtrichtung Stuttgart auf die Fahrbahn. Dort wurde sie zunächst von  dem Mercedes eines 38jährigen erfasst. Dabei wurden sechs Schweine sofort getötet, vier weitere überlebten den Zusammenstoß und mussten durch einen Jäger erlöst werden. Zwei weitere Sauen überquerten die Fahrbahn und wurden auf der Gegenfahrbahn von einem weiteren Pkw erfasst. Auch diese Wildschweine wurden durch den Aufprall getötet. Die B 29 musste zur Unfallaufnahme, in Fahrtrichtung Stuttgart, für eine Stunde voll gesperrt werden. An den beiden Pkw entstand erheblicher Sachschaden in Höhe von 10000 Euro.  PM

Beitragsbild: Wildunfall. Symbolbild. Foto: SE

Bayern: Wohnwagengespann überfährt absichtlich lebendes Reh

Wie erst jetzt der Polizei bekannt wurde, ereignete sich am Gründonnerstag ein Wildunfall auf der Staatsstraße 2105 bei Waging am See (Landkreis Traunstein), bei dem ein Wohnwagengespann absichtlich über ein noch lebendes Reh fuhr. Kurz vor Mitternacht erfasste ein Einheimischer mit seinem Pkw ein Reh. Er blieb sofort stehen und sicherte die Unfallstelle mit seinem Pkw ab. Das Reh lag noch lebend auf dem Gegenfahrstreifen. Auch weitere Ersthelfer hielten an und sicherten die Unfallstelle ab. Nach Zeugenangaben kam kurze Zeit später ein Wohnwagengespann aus dem Landkreis Neuburg a.d. Donau an die Unfallstelle und fuhr an den haltenden Fahrzeugen vorbei. Unmittelbar vor dem Reh stoppte der noch unbekannte Fahrer, fuhr jedoch dann direkt über das noch lebende Reh. Da der Verdacht besteht, dass der Fahrer des Gespanns das Reh erkannt hat und dennoch weiterfuhr, ermittelt die Laufener Polizei nun wegen einem Verstoß nach dem Tierschutzgesetz. Der Fahrer wird sich infolge mit der Staatsanwaltschaft auseinandersetzen müssen. PM

Beitragsbild: Rehbock (Symbolbild). Foto: Robert Saemann-Ischenko

Niedersachsen: Wolf bei Vechta überfahren

Nach einer Dreiviertelstunde „elend verreckt“, weil ihn niemand einschläfern durfte

Am 11. April 2017 um 7.12 Uhr hat ein 53jähriger in der Steinloger Straße in Varnhorn (Landkreis Vechta) einen Wolf überfahren. Nach bisherigen Erkenntnissen kreuzte der Wolfsrüde die Fahrbahn und geriet dabei unter den Pkw des Mannes. Der Wolf wurde etwa 50 Meter mitgeschleift, bevor er schwer verletzt am Fahrbahnrand zum Liegen kam. Gegen 08.00 Uhr verendete der Wolf an der Unfallstelle. Der 53jährige Pkw-Fahrer blieb unverletzt. In der Polizeimeldung zum Vorfall heißt es weiter: „Für das Erlegen eines Wolfes sind strenge Maßstäbe angelegt. So muss ein Amtstierart oder ein Arzt des Veterinäramtes mit einem entsprechenden Sachkundenachweis vor Ort sein. Hinzu kommt, dass die untere Naturschutzbehörde dem Erlegen des Tieres zustimmen muss. Ein Jagdpächter oder ein Polizist sind nicht zum Erlegen eines Wolfes befugt.“

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NRW: Wildunfall mit Wolf im Kreis Minden-Lübbecke

Gestern wurde auf der B 482 in Petershagen, Kreis-Minden-Lübbecke, ein Wolf überfahren. Das Tier ist verendet, die Polizei hat vor Ort den Fall aufgenommen. Anhand von Foto-Belegen konnte im Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) eine erste Bewertung vorgenommen werden, das DBBW (Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf) hat diese Bewertung bestätigt. Das Tier wird voraussichtlich morgen dem Leibniz Institut für Zoo- und Wildtierforschung übergeben. Genetische Proben zur möglichen Feststellung der individuellen Herkunft werden zum Senckenberg Forschungsinstitut, Außenstelle Gelnhausen geschickt. Der Kadaver soll im Anschluss an die Untersuchungen präpariert und der Sammlung eines der naturwissenschaftlichen Museen in Nordrhein-Westfalen zugeführt werden. PM

Beitragsbild: Überfahrener Wolf. Foto: Polizei

Brandenburg: Kollision mit Wolf und Wildschwein auf A24

Polizist erlöst angefahrenen Wolf mit Dienstwaffe – neue Regelung für angefahrene Wölfe

Am 29. März ist es auf der A24 bei Meyenburg zu zwei Wildunfällen gekommen: Gegen 05.30 Uhr kollidierte der PKW eines 49-jährigen auf dem rechten Fahrstreifen mit einem plötzlich auftauchenden Wildschwein. Trotz Gefahrenbremsung konnte ein Zusammenstoß mit dem Tier nicht mehr verhindert werden. Das Wildschwein verendete vor Ort. Der Pkw war nicht mehr fahrbereit und wurde durch einen Abschleppdienst geborgen. Es entstand ein Gesamtschaden in Höhe von etwa 5.000 Euro, so die Polizei. Am selben Tag um 22.55 Uhr überfuhr ein Lieferwagen einen auf der rechten Fahrbahn laufenden Wolf. Der Wolf wurde in den Straßengraben geschleudert und blieb dort schwerverletzt liegen. Die aufnehmenden Beamten mussten das Tier von seinem Leiden mit zwei Schuss aus der Dienstwaffe erlösen.

Was hier in einem Satz so nebenbei verkündet wird, ist eine beachtliche Neuerung: Der erste Polizist, der in Brandenburg einen schwer verletzten Wolf nach einem Verkehrsunfall mit der Dienstwaffe erlöst hatte, musste ein Disziplinarverfahren über sich ergehen lassen: Er hätte ein so streng geschütztes Tier nicht aufgrund seiner laienhaften Einschätzung erlösen dürfen, hieß es, stattdessen hätten Experten hinzugezogen werden müssen, die zu entscheiden hätten, ob das Tier eingeschläfert oder tiermedizinisch behandelt wird.

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Urteil: Autofahrer müssen nicht für Bergung und Entsorgung von Unfallwild zahlen

Verwaltungsgericht Hannover hebt Leistungsbescheide der Straßenbaubehörde auf

Die 7. Kammer des Verwaltungsgerichts Hannover hat mit mehreren Urteilen verschiedene Leistungsbescheide der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) aufgehoben, mit denen Fahrzeugführer zur Kostenerstattung für die Bergung und Entsorgung von verendeten Wildtieren herangezogen wurden, die nach einer Kollision mit dem Fahrzeug der jeweiligen Kläger im Seitenraum von Bundes- und Landesstraßen liegen geblieben waren. Die Behörde sah die zuvor herrenlosen und nunmehr verendeten Tierkörper als Verunreinigung der Straße an, die der jeweilige Fahrzeugführer unverzüglich zu beseitigen hatte. Da er dies unterlassen habe, müsse er die Kosten der Bergung und Entsorgung des Unfallwildes tragen. das Gericht entschied:

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Norddeutschland: Zwei Wölfe an einem Tag überfahren

Bei Verkehrsunfällen sind zwei Wölfe in Norddeutschland iunerhalb weniger Tage getötet worden. Ein Wolf starb am 6.3. auf der B207 im Kreis Herzogtum Lauenburg (Schleswig-Holstein) nordwestlich von Ratzeburg. Es sei unvermittelt auf die Landstraße geraten, so dass ein herankommendes Auto nicht mehr bremsen konnte und das Tier erfasste, teilte das Landesumweltministerium mit. Der auf Bitten der Polizei herbeigerufene zuständige Wolfsbetreuer des Landes stellte fest, dass es sich bei dem getöteten Tier um einen etwa 35 Kilogramm schweren männlichen Wolf handelte. Der für die Beurteilung entsprechender Funde in Schleswig-Holstein zuständige Sachverständige geht davon aus, dass es ein junger Wolf war – entweder ein Welpe aus dem Jahr 2016 oder ein sogenannter Jährling (also aus dem Jahr 2015). Im benachbarten Mecklenburg-Vorpommern hatte ein Wolfsrudel im Bereich der Lübtheener Heide im Jahr 2016 Welpen großgezogen. Dieses Gebiet liegt 30 bis 50 Kilometer vom Unfallort entfernt.

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Thüringen: Tödlicher Unfall bei Rehbergung

Auf der L1034 zwischen Nohra und Wolkramshausen ist ein 76 Jahre alter Mann am Donnerstag Abend gegen 19 Uhr bei einem Verkehrsunfall tödlich verletzt worden. Der Rentner hatte zuvor ein Reh überfahren und wollte den Kadaver von der Straße räumen. Dabei wurde er von dem Wagen eines 53-jährigen erfasst. Der Rentner starb noch an der Unfallstelle, der 53-jährige erlitt einen Schock. Die Straße war für etwa zwei Stunden gesperrt. SE

Beitragsbild: Wildunfall (Symbolbild). Foto: SE

Niedersachsen: Rothirsch durchschlägt Windschutzscheibe

Fahrer schwer verletzt

Heute gegen 07.15 Uhr, kam es auf der K 27, zwischen Undeloh und Wesel (Landkreis Harburg) zu einem folgenschweren Wildunfall. Ein 42-jähriger Mann war mit seinem Pkw in Richtung Wesel unterwegs, als plötzlich ein Rothirsch auf die Fahrbahn lief. Der Mann erfasste das Tier als es im Sprung war, sodass der Hirsch in die Windschutzscheibe prallte und den 42-Jährigen unter sich begrub. Das rund 250 kg schwere Tier starb beim Aufprall. Der Fahrer blieb zunächst unter dem Tier eingeklemmt, konnte aber mit Hilfe von Ersthelfern aus dem Fahrzeug geholt werden. Der Mann erlitt schwere Kopfverletzungen und kam mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus. Der Hirsch wurde von der Feuerwehr aus dem Fahrzeugwrack geborgen. Die K 27 blieb für rund eine Stunde voll gesperrt. PM

Beitragsbild: Autofahrer bei Kollision mit Rothirsch schwer verletzt. Foto: Polizei

Die Red. dankt JAWINA-Lesern AHe und JG für den Hinweis!

Bayern: „Wildunfall des Jahres“

Ein außergewöhnlicher Wildunfall, der zum „Wildunfall des Jahres“ werden könnte, ereignete sich am späten Montagabend, schreibt die bayerische Polizei in einer Pressemitteilung: Eine 29-jährige Peugeotfahrerin befuhr mit ihrem Pkw die NES 23 aus Unterwaldbehrungen kommend in Richtung Hainhof. Ca. 2 Kilometer nach Unterwaldbehrungen kam es zur Kollision mit einem Reh, was die Fahrzeugführerin so wohl nicht richtig wahrgenommen hatte. Das “arme” Wildtier wurde in der Folge über eine Strecke von 9,7 Kilometern in der Fahrzeugfront mitgeschleift. Dies bemerkte die junge Frau nicht, sie stellte lediglich einen beißenden Geruch im Fahrzeuginneren fest. Erst auf dem Firmenparkplatz ihres Arbeitgebers in Mellrichstadt stoppte sie ihren Wagen. Etwa 200 Meter vor ihrem Ziel hatte sie das Tier schließlich, mitten im Industriegebiet Mellrichstadt,  “verloren” und abschließend nochmals überrollt. Am Peugeot entstand Schaden in Höhe von ca. 1500 Euro, das Reh war verendet. Die zur Beseitigung des Kadavers notwendigen Verständigungen wurden durch die PI Mellrichstadt am Morgen des Dienstags vorgenommen. PM

Beitragsbild: Wildunfall (Symbolbild). Foto: SE

Eine Woche – fünf tote Wölfe

In Brandenburg und Sachsen-Anhalt sind innerhalb einer Woche fünf tote Wölfe aufgefunden worden. Vier davon fielen dem Straßenverkehr zum Opfer: Am Montag vergangener Woche erfasste ein Auto einen männlichen Wolf bei Crinitz (Brandenburg, Landkreis Elbe-Elster), am Donnerstag wurde eine Wölfin bei Eichow (Brandenburg, Landkreis Spree-Neiße) totgefahren. Tags darauf erwischte es eine Wölfin, die mit einem erbeuteten Reh im Fang eine Straße bei Jänschwalde überquerte (ebenfalls Landkreis Spree-Neiße). Am vergangen Sonntag überfuhr ein PKW einen jungen Wolfsrüden auf der B189 bei Colbitz in Sachsen-Anhalt (Landkreis Börde).

Ebenfalls am vergangenen Dienstag fand ein Jagdpächter auf einem abgeernteten Acker bei Sergen (Landkreis Spree-Neiße) einen Wolfskadaver, der zur Untersuchung an das Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin geschickt wurde. Die Todesursache steht noch nicht fest. SE

Beitragsbild: Wildunfall (Symbolbild). Foto: SE

Zwei tote Wölfe im Landkreis Bautzen

Am 15.10.2016 wurde bei Rehnsdorf (Gemeinde Elstra, LK Bautzen) ein toter erwachsener, männlicher Wolf von Spaziergängern gefunden und gemeldet. Die genetische Untersuchung soll Informationen zu seiner Identität liefern.
Die Untersuchung des Kadavers am Leibniz Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin zeigte, dass der Wolf an Auszehrung, also eines natürlichen Todes gestorben ist. Das Tier hatte eine Verletzung (Riss oder Schnitt) an der Innenseite der Lippen, welche sich stark entzündet hatte. Dies sorgte offenbar dafür, dass der Wolf seit längerer Zeit keine Nahrung und ggf. kein Wasser mehr zu sich nehmen konnte und deshalb verhungert bzw. verdurstet ist.

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Doktorand entwickelt Wildunfall-Warnsystem

Jäger können mithelfen!

Die Zahl der Wildunfälle und auch die Schadenshöhe steigt in Deutschland seit Jahren an, dennoch reagieren die meisten Autofahrer kaum noch auf die üblichen Wildwarn-Schilder. Matthias Böhm will an dieser Situation etwas ändern: Der Doktorand entwickelt im Rahmen seiner Dissertation im Hause der hessischen Straßenbaubehörde nebenberuflich ein Warnsystem, das künftig vor Wildunfällen warnen soll – und zwar an dem Ort und Zeitpunkt, wo die Wildunfallgefahr tatsächlich besonders hoch ist. Dazu sammelt Böhm Daten über Wildunfälle. Zuträger sind Polizei, Jäger, Straßenmeistereien. Mit im Boot sind der LJV Hessen, aber auch das Tierfundkataster, das vom LJV Schleswig-Holstein in Zusammenarbeit mit der Uni Kiel entwickelt wurde. Das Tierfundkataster ist Bestandteil des vom Deutschen Jagdverband (DJV) durchgeführten WILD-Monitorings. Für die zu entwickelnde Wildwarn-App sammelt und analysiert Böhm die Wildunfall-Daten wie Jahres- und Uhrzeit, Wetter, geografische und topografische Eigenheiten des Unfallorts und andere mehr. Die Auswertung dieser Daten soll dann eine Prognose ermöglichen, wo und wann ein besonders hohes Risiko von Wildunfällen besteht.

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Baden-Württemberg: Auto brennt nach Kollision mit Wildschwein aus

Nach einem Wildunfall ist auf der A 81 zwischen dem Autobahndreieck Bad Dürrheim und der Anschlussstelle Geisingen in der Nacht zum Donnerstag ein VW Lupo vollständig ausgebrannt. Eine 45-jährige Frau war gegen 22.40 Uhr auf dem Weg in Richtung Singen, als ihr ein von links kommendes Wildschwein vor das Auto lief. Eine Kollision konnte sie nicht mehr verhindern. Nach dem Frontalzusammenstoß schleuderte es das Tier in die angrenzende Böschung, wo es leblos liegen blieb. Der Kleinwagen wurde so stark beschädigt, dass er Feuer fing und total ausbrannte. Glücklicherweise konnte die 45-Jährige ihren Wagen noch rechtzeitig verlassen und blieb unverletzt. Zum Löschen des brennenden Personenkraftwagens waren die Feuerwehren aus Tuningen und Geisingen mit 7 Fahrzeugen und 38 Einsatzkräften vor Ort. Das Autowrack wurde von einem Abschleppdienst geborgen. Der entstandene Sachschaden wird auf 2000 Euro geschätzt. PM Polizei BaWü

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Lecker Roadkill – Motorradfahrer kollidiert mit Reh und isst es auf

„Mehr geht bald nicht“ – überschreit die Polizei Weimar eine Pressemeldung zu einem eigentlich alltäglich Wildunfall, der allerdings wirklich in einer bemerkenswerten Häufung von Delikten kulminierte: Am 18.05.2015 wurde die Polizei Weimar informiert, dass es am 17.05.2016 gegen 23:00 Uhr zu einem Wildunfall zwischen der Ortslage Blankenhain und dem Abzweig Keßlar kam. Der Fahrer (40) eines Krad „Kawasaki“ kollidierte auf der o.g. Ortsverbindungsstraße mit einem Reh stürzte und verletzte sich. Statt aber die  zuständigen Behörden zu informieren, bestellte er telefonisch eine Familienangehörige zum Unfallort. Das Reh wurde verladen nach Hause gebracht und als vermutlich leckere Mahlzeit zerlegt.

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A7: Laster macht Wildschweinrotte platt

Mehr als eine Stunde musste die A7 in Höhe der Anschlussstelle Großenaspe (Kreis Segeberg, Schleswig-Holstein) in Fahrtrichtung Norden) gesperrt werden, nachdem Mittwoch Nacht gegen drei Uhr  der Fahrer eines rumänischen Sattelzuges eine Rotte Wildschweine überfuhr. Auch der Fahrer eines nachfolgenden Audi konnte nicht ausweichen und überfuhr die Tiere. Insgesamt acht Tiere verendeten. Die Feuerwehr musste die Fahrbahn reinigen und die Tierkörper beseitigen. Personen kamen nicht zu Schaden. Der Sachschaden an den beiden Fahrzeugen wird auf rund 10.000 Euro geschätzt. Der Audi wurde abgeschleppt. Der Einsatz war um 4.40 Uhr beendet. PM Polizei

Beitragsbild: Wildunfall (Symbolbild), Copyright: SE

Polizei rettet Baby-Dachs

Am frühen Montagmorgen meldete sich ein 24-jähriger Autofahrer bei der Polizeiwache in Bad Berleburg (NRW) und teilte den Beamten mit, dass er soeben einen Wildunfall auf der L 553 gehabt habe. In Höhe „Im Grünewald“ sei ihm eine junge Dachsmutter plötzlich vor sein Auto gelaufen. Die Mutter sei dabei verstorben – ihr kleines Dachsbaby säße nun jedoch jämmerlich quiekend neben seiner toten Mutter. Als die beiden Polizeikommissare am Unfallort eintrafen, hörten sie schon im Streifenwagen das Jammern des Dachsbabys. Nicht größer als zwei Hände voll lag es zitternd neben seiner totgefahrenen Mutter. Weiterlesen

Niedersachsen: Wolf auf A1 überfahren

Am Samstag ist auf der A1 bei Achim (Landkreis Verden) gegen 23.30 ein Wolf überfahren worden. Das berichtet der NDR. Der Wolf war sofort tot, am Fahrzeug entstand ein Sachschaden in Höhe von 2000 Euro. Der Kadaver soll jetzt untersucht werden, um ihn einem der bekannten Wolfsrudel zuordnen zu können. SE

Beitragsbild: Die zitierte Meldung auf der Internetseite des NDR.

Wildunfall: Vater stirbt unter den Augen seines Sohns

Ein tragischer Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang ereignete sich am Sonntag auf der Bundesstraße 16 bei Saal an der Donau (Bayern): Ein Autofahrer kollidierte mit einem Wildschwein, verunfallte und starb dabei, wie die Polizei Niederbayern berichtet. Demnach fuhr der 67-jährige Mann aus dem Landkreis Kelheim am Sonntag gegen 00.10 Uhr mit seinem Pkw auf der Bundesstraße 16 von Saal in Richtung Abensberg. Auf Höhe Pullach lief ein Wildschwein von rechts kommend auf die Bundesstraße. Der Autofahrer konnte nicht mehr ausweichen und erfasste die Bache frontal. Das Tier wurde nach vorne weggeschleudert und anschließend ein zweites Mal vom Pkw erfasst.

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Bayern: Elch auf Autobahn überfahren

Nicht schlecht staunten die Beamten der Verkehrspolizei Deggendorf, als sie kurz vor Mitternacht zu einem Wildunfall auf der A3 Richtung Regensburg, kurz vor der Anschlussstelle Iggensbach, gerufen wurden. Auf der rechten Spur lag ein kapitaler Elch. Der 44 Jahre alte Fahrer eines Skoda Octavia hatte das Tier glücklicherweise nicht frontal, sondern nur vorne rechts gerammt. Die vier Insassen des Autos blieben unverletzt und kamen mit einem gehörigen Schrecken davon. Das schwer beschädigte Fahrzeug musste abgeschleppt werden. Zur Bergung des Kadavers rückte die Autobahnmeisterei mit einem Kranwagen an. PM Polizei Bayern

Beitragsbild: Der auf der A3 totgefahrene Elch. Copyright: Polizei Bayern

Bei Bergung von Unfallwild: Jagdhund stirbt bei Auffahrunfall

Auf der A5 bei Teningen (Baden-Württemberg) etwa 20 Kilometer nördlich von Freiburg im Breisgau ist am Sonntagmorgen ein Jagdhund bei einem Auffahrunfall getötet worden. Ein Jäger hatte sein Fahrzeug mit eingeschaltetem Warnblinker auf dem Standstreifen abgestellt, um ein bei einem Wildunfall in der Nacht totgefahrenes Reh zu bergen. Der Weidmann zog sich eine Warnweste über und verließ sein Fahrzeug, um den Kadaver zum Auto zu bringen. Während er damit beschäftigt war, raste ein Kleinlaster „nahezu ungebremst“, wie es im Polizeibericht heißt, in den Suzuki Vitara, in dem die beiden Jagdhunde des Jägers warteten. Der eine Jagdhund war sofort tot, der andere wurde schwer verletzt. Der 22 Jahre alte Fahrer des Kleinlasters trug leichte Verletzungen davon, an beiden Autos entstand Totalschaden. PM Polizei BW/SE

Beitragsbild: Jagdhund in Jägerauto (Symbolbild), Copyright: SE

Schleswig-Holstein: Wolf bei Bordesholm überfahren

Auf einer Landstraße nahe Bordesholm (Kreis Rendsburg-Eckernförde) ist heute in den frühen Morgenstunden (10. März 2015) ein Wolf überfahren worden. Dank der guten Zusammenarbeit mit der Polizei konnte das Tier von Wolfsbetreuern des Landes geborgen werden. Der Wolf  wird zur Untersuchung ins Leibnitz Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) nach Berlin gebracht. Den ersten Untersuchungen zufolge handelt es sich um ein junges Tier. Todesursache sind die schweren Verletzungen durch den Zusammenstoß mit dem Auto. Proben für eine genetische Untersuchung werden an das Senckenberg Institut für Wildtiergenetik weitergeleitet. Ziel ist es herauszufinden, woher der Wolf kam.

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Wildunfälle: Angst-Gegner Elch

Nicht nur Wölfe und Bären, sondern auch Elche wandern nach dem Fall des Eisernen Vorhangs auf uralten Wechseln zurück in ihre angestammten Habitate diesseits von Oder und Elbe. In letzter Zeit häufen sich Meldungen über Elch-Sichtungen in Brandenburg oder Bayern. Wie bei Wolf und Bär löst auch die Rückkehr des Elchs Kontroversen aus: Förster fürchten die gravierenden Wildschäden im Wald, Autofahrer fürchten die größte vorkommende Hirschart – Elche können laut Wikipedia bis zu 800 Kilogramm wiegen – als Unfallgegner bei Wildunfällen. Zu Recht: Bei einem Aufprall eines PKW mit höherer Geschwindigkeit sorgen die langen Läufe des Elchs oft dafür, dass der Wildkörper nicht unter das Fahrzeug, sondern in die Windschutzscheibe geschleudert wird. Wie das aussieht, hat Ashley Stoddard aus dem US-Bundesstaat Maine auf ihrer Facebookseite dokumentiert.

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Dübener Heide: Erster Wolfsnachweis in Nordsachsen

Eine automatische Wildkamera („Fotofalle“) hat den ersten Nachweis eines Wolfes in der Dübener Heide (Landkreis Nordsachsen) geliefert. Das Bild entstand bereits Ende Mai, wie die Auswertung der Kameradaten nun ergab. Noch ist unklar, ob sich das Tier dort dauerhaft niederlassen wird oder das Gebiet nur durchwandert hat. Im Rahmen des Monitorings soll dieser Frage nun nachgegangen werden, in dem nach Spuren, Losungen und Rissen gesucht wird. In der Dahlener Heide wurden bereits im Jahr 2010 eine Zeit lang mehrere Hinweise auf einen einzelnen Wolf gemeldet. Seitdem gab es jedoch keine Nachweise aus dem Landkreis Nordsachsen.

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Wolf auf der A 24 überfahren

Eine junge Wölfin ist auf der Autobahn 24 zwischen Witzhave und Reinbek (Kreis Stormarn) überfahren worden. Wie das Umweltministerium am Montag mitteilte, starb das Tier am frühen Samstagmorgen. Von der Autobahnpolizei informierte Wolfsbetreuer bargen das Jungtier und brachten es zur Untersuchung in das Leibnitz Institut für Zoo- und Wildtierforschung nach Berlin. Erste Untersuchungen ergaben, dass es sich um ein sehr junges weibliches Tier handelte.

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Wildunfälle: Es werden immer mehr

DJV legt Wildunfallstatistik 2013 vor – Deutscher Jagdverband fordert Umsetzung des „Bundesprogramms Wiedervernetzung“

Heißhunger treibt sie über die Straße: Pflanzenfresser wie das Reh sind nach dem milden Winter früher als die vergangenen Jahre auf Futtersuche. “Rechts vor Links” an Straßen kennen sie dabei nicht. Zudem werden jetzt junge, geschlechtsreife Rehböcke vertrieben. In der vermeintlich sicheren Dämmerung erkunden sie neue Reviere, doch der April ist der Monat mit den meisten Wildunfällen. Die Zeitumstellung am kommenden Sonntag verschärft dann zusätzlich die Gefahr: Plötzlich fällt der morgendliche Berufsverkehr in die aktive Zeit der Wildtiere. Besonders hoch ist die Unfallgefahr im Frühjahr auf Straßen entlang der Wald-Feld-Kante. „Dort fahren wir praktisch durch das Wohn- und Esszimmer der Tiere“, sagt Torsten Reinwald, Pressesprecher des Deutschen Jagdverbands (DJV).

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Wolf bei Ferch überfahren

Wenige Kilometer von der Berliner Stadtgrenze entfernt ist am Freitag auf der A10 (Berliner Ring) bei Ferch im Landkreis Potsdam-Mittelmark ein Wolf überfahren worden. Wie die bereits am Freitag Nachmittag durchgeführte Obduktion ergab, handelt es sich um ein ca. 30 Kilogramm schweres gesundes weibliches Tier.

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Sachsen: Tödliche Verwechslung

Autofahrer meldet Wildunfall – Polizei findet tote Frau im Straßengraben

Am frühen Mittwochmorgen hat sich bei Bautzen auf der S 109 ein tragischer Verkehrsunfall ereignet. Die Umstände des Unfalls sind derzeit noch nicht geklärt. Der einzig feststehende Fakt ist, dass eine mittlerweile identifizierte Frau mittleren Alters tödlich verletzt wurde: Gegen 2:20 Uhr sprach ein 26-jähriger Kurierfahrer im Autobahnpolizeirevier in Bautzen vor und wollte einen Wildunfall melden. Er sei mit seinem VW T 4 kurz zuvor auf der S 109 etwa 200 Meter vor dem Anschluss zur B 156 am Bautzener Stausee seinen Wahrnehmungen nach mit einem Wildtier kollidiert. Eine Streife des Autobahnpolizeireviers suchte nach dem vermuteten angefahrenen Tier und machte dabei eine tragische Entdeckung. Die Polizisten stießen im Straßengraben auf eine Frau. Diese wies schwere Verletzungen auf und war nicht mehr ansprechbar. Ein sofort hinzu gerufener Notarzt konnte nur noch den Tod der Person feststellen.

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Waren es Wölfe? Gutachten zum schweren Unfall auf der B6

Der schwere Verkehrsunfall auf der B6 bei Zehren Landkreis Diera-Zehren, Sachsen) am 10. Dezember 2013, bei dem zwei Menschen schwer verletzt wurden und neun Pferde starben, war das Initial für eine gemeinsame Beratung von Mitarbeitern der Unteren Naturschutzbehörde der Landkreisverwaltung Meißen, eines Wildtierbeauftragten des sächsischen Landesjagdverbandes wie des Kreisjagdverbandes Meißen.

Der Dialog zum Arbeitsthema „Wölfe im Landkreis Meißen“ wurde von Andreas Herr, Beigeordneter des Landkreises und Dezernent für Technik und damit auch zuständig für den Naturschutz, geleitet.
In den zurückliegenden Wochen gab es öffentliche Irritationen zu einer Spurenrecherche zwei Tage nach dem Unglück durch Wernher Gerhards, freier Wissenschaftsjournalist und Fachbuchautor. Der Kreisjagdverband Meißen e.V. hatte in einem „Brandbrief“ an den sächsischen Innenminister auf die „Gefahren für die innere Sicherheit durch den unkontrollierten Bestandszuwachs des Wolfes“ hingewiesen. Das von Wernher Gerhards in Eigenregie gefertigte Gutachten blieb jedoch unter Verschluss, was wiederum zu Spekulationen in den Medien führte.

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