Schlagwort-Archive: Wildunfälle

Brandenburg: Landesförster nutzen DJV-Tierfund-App

Hotspots für Wildunfälle identifizieren: Brandenburgs Förster unterstützen die Tierfund-App des Deutschen Jagdverbands

Der Landesbetrieb Forst Brandenburg (LFB) und der Deutsche Jagdverband e. V. (DJV) kooperieren in bei der Datenerfassung für ein Tierfundkataster. Über die App des Tierfund-Katasters können Unfälle vor Ort eingegeben werden. Bessere Daten sollen zu mehr Tierschutz und mehr Verkehrssicherheit beitragen. Forstminister Jörg Vogelsänger und der Präsident des DJV Hartwig Fischer haben sich darauf verständigt, dass alle Forstleute, die im Außendienst tätig sind, ihre Diensthandys mit der „Tierfund App“ ausstatten. „Die Mitarbeiter des Landesbetriebs Forst Brandenburg sind flächendeckend im Land vertreten“, so Vogelsänger: „Wir werben aber auch dafür, dass sich viele weitere Helfer finden, die Daten liefern. Gerade in Brandenburg mit seinem hohen Wildbestand ist der Bedarf groß, bessere Erkenntnisse über Totfunde an Straßen zu bekommen.“

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Wildunfälle vermeiden – wie Autofahrer helfen können

Gemeinsam gegen Wildunfälle – DJV fordert bessere Finanzierung des Bundesprogramms Wiedervernetzung und ruft Verkehrsteilnehmer auf, Wildunfälle aktiv im Tierfund-Kataster einzutragen.

Straßen zerschneiden Lebensräume von Tieren und gefährden damit die biologische Vielfalt, weil Tiere nur noch schwer wandern können oder verunglücken. Eine Herausforderung für den Tierschutz: Alle zweieinhalb Minuten kollidiert ein Reh, Wildschwein oder Hirsch mit einem Fahrzeug, zeigt die Statistik der Jäger. Seit zwei Jahrzehnten arbeiten das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und der Deutsche Jagdverband (DJV) in verschiedenen Projekten eng zusammen, um Lebensräume mit Hilfe von Grünbrücken aktiv wieder zu vernetzen und das Risiko von Wildunfällen zu minimieren. Im Sinne von mehr Tierschutz ruft  der DJV jetzt Verkehrsteilnehmer und Naturliebhaber auf, das Tierfund-Kataster (tierfund-kataster.de) aktiv zu unterstützen. In diesem Projekt werden erstmals Wildunfälle bundesweit einheitlich und standortgenau erfasst. „Ein erster Schritt für mehr Artenschutz und weniger Wildunfälle“, sagte DJV-Präsident Hartwig Fischer auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin. Anhand von systematisch erfassten Daten könnten Wissenschaftler Gefahrenpunkte für Tier und Mensch bundesweit erkennen. Dies sei ein entscheidender Schritt, um etwa Grünbrücken oder elektronische Wildwarnanlagen dort zu bauen, wo sie gebraucht würden, so Fischer.

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Hessen: Wildwarnreflektoren werden wieder genehmigt

Im Streit zwischen Hessen Mobil und dem Landesjagdverband Hessen, ob die blauen Wildwarnreflektoren weiterhin an Straßenleitpfosten genehmigt und angebracht werden, konnte nun eine Einigung erzielt werden: Nach der Fachtagung „Wildunfallprävention“, die von ADAC und dem Deutschen Jagdverband (DJV) Anfang Dezember in Hannover veranstaltet wurde, hat sich Hessen Mobil entschieden, an der bisherigen Vorgehensweise festzuhalten und bis zur Vorlage weiterer Evaluationsergebnisse die von der Jägerschaft finanzierten Wildwarnreflektoren weiterhin entgeltfrei anzubringen. Der Landesjagdverband hat sich in den vergangenen Wochen intensiv dafür eingesetzt, dass die Wildwarnreflektoren weiterhin genehmigt und angebracht werden. „Dort, wo Wildwarnreflektoren angebracht sind, gehen die Wildunfallzahlen im Schnitt 60 % zurück, das zeigen aktuelle wissenschaftliche Studien und Erfahrungsberichte. Auch wenn die Wissenschaft noch nicht nachweisen konnte, wie die Reflektoren eigentlich wirken“, so Pressesprecher Markus Stifter.

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Wirkung von Wildwarnreflektoren umstritten

Vorgestellte Studien zeigen, dass blaue Reflektoren die Zahl der Wildunfälle senken können, die Wirkweise ist allerdings umstritten. Rund 200 Experten nahmen an der Fachtagung von ADAC und DJV teil.

„Reflektoren wirken / nicht“: Am Rande der Messe Pferd und Jagd trafen sich Anfang Dezember 2017 rund 200 Experten aus Wissenschaft, Behörden und Verbänden, um über die Wirksamkeit von Wildwarnreflektoren zu diskutieren. Wissenschaftler des Instituts für Wildbiologie Göttingen und Dresden stellten das Ergebnis einer Langzeitstudie aus Schleswig-Holstein vor, die ADAC, DJV und weitere Partner unterstützt haben: Auf den mit Reflektoren ausgestatteten Strecken wurden im Schnitt 60 Prozent weniger Wildunfälle registriert. Während vier Jahren trat weder ein Gewöhnungseffekt noch eine Verlagerung des Unfallgeschehens auf. Über ähnlich hohe Rückgänge bei Wildunfällen berichteten die Initiatoren der Aktion Lichtzaun in Baden-Württemberg, die auf 4.000 Straßenkilometern Reflektoren angebracht hatten. Ein Langzeitprojekt der Universität für Bodenkultur Wien kommt zu dem Schluss: Wenn der richtige Reflektor richtig eingesetzt, montiert und gewartet wird, dann wirkt er. Jäger, Verwaltung, Polizei und Tierschützer müssten mehr kooperieren um Unfälle effektiv zu reduzieren.

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228.500 Wildunfälle in Deutschland im Jagdjahr 2016/17

Aktuelle DJV-Statistik: Knapp 228.500 Wildunfälle im Jagdjahr 2016/17 / Experten diskutieren auf einer Fachtagung von ADAC und DJV in Hannover über die Wirksamkeit von Präventionsmaßnahmen.

Laut aktueller Statistik des Deutschen Jagdverbands (DJV) gab es im vergangenen Jagdjahr – die Zeit vom 1. April 2016 bis 31. März 2017 – knapp 228.500 Wildunfälle. Während das im Vergleich zum Vorjahr eine Stagnation bedeutet, ist es gemessen am Schnitt der vorangegangenen fünf Jahre eine Steigerung um fünf Prozent. Hauptverursacher ist das Reh (86 Prozent), gefolgt vom Wildschwein (12 Prozent).

Diese aktuellen Zahlen hat der DJV heute anlässlich der Fachtagung „Reflektoren wirken/nicht“ zur Wildunfallprävention vorgestellt, die der Verband gemeinsam mit dem ADAC in Hannover veranstaltet. Gut 200 Experten aus Wissenschaft, Straßenbau, Politik und Polizei diskutieren kontrovers über die Wirksamkeit von Wildwarnreflektoren, die häufig an Straßenleitpfosten angebracht werden. Vorgestellt werden unter anderem die Forschungsergebnisse eines Langzeitprojektes, das ADAC, DJV und regionale Partner in Schleswig-Holstein durchgeführt haben.

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DJV unterstützt Allianz gegen Wildunfälle

Interdisziplinäre Forschergruppe will Verkehrs-, Unfall- und Umweltdaten auswerten und dynamisches Warnsystem entwickeln. Daten aus dem Tierfund-Kataster fließen mit ein.

Alle 2,5 Minuten passiert in Deutschland ein Wildunfall mit Reh, Wildschwein oder Hirsch, 99 Prozent enden mit Blechschäden. Bundesweit gesehen erfasst die Polizei nur einen Bruchteil als Wildunfälle. Damit fehlt die Datengrundlage, um Schwerpunkte zu ermitteln und zu entschärfen. Das Projekt „Wildunfälle und Daten (WilDa)“ soll Abhilfe schaffen. Partner aus verschiedenen Fachbereichen haben sich zusammengeschlossen, um die Methoden und Systeme zur besseren dynamischen Warnung vor Wildunfällen zu erforschen und entsprechend zu verwerten. Der Deutsche Jagdverband wird als assoziierter Partner das Projekt unterstützen: Anonymisierte Meldungen aus dem Tierfund-Kataster (www.tierfund-kataster.de) zu Wildunfällen fließen künftig ein, über 40.000 Datensätze haben Verkehrsteilnehmer bereits eingegeben. Autofahrer können über die kostenlose Tierfund-App verunfallte Tiere an der Straße in Echtzeit melden. Auf der Internetseite können Nutzer alle Tierfunde auf einer Karte mit Zoom-Funktion sehen. In das WilDa-Projekt fließen zusätzlich auch amtliche Daten ein.

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Berlin: Keiler greift Spaziergänger an

Mehrere schwere Unfälle mit Wildschweinen

In einem Hundeauslaufgebiet im Norden Berlins sind ein 73 Jahre alter Mann und sein Hund durch den Angriff eines Wildschweins schwer verletzt worden. Einem Bericht der BZ zufolge hatte der Airdale-Terrier des Rentners einen 120-Kilo-Keiler im Schlaf überrascht. Der Keiler packte den Hund, als dessen Besitzer das jämmerliche Klagen des Hundes hörte, eilte er hinzu und wurde selbst attackiert. Der Herr kam ins Krankenhaus, der Hund in die Tierklinik, inzwischen sind beide wieder wohlauf.

Weniger glimpflich ging die Kollision eines Rollerfahrers mit einem Wildschwein in NRW aus: Bereits am Donnerstagmorgen gegen 05:50 Uhr fuhr ein 58-jähriger Mann mit seinem Motorroller auf der 516 von Mühlheim in Richtung Belecke (Kreis Soest). In Höhe der Einmündung Erley querte ein Wildschwein die Fahrbahn. Es kam zur Kollision zwischen dem Wildschwein und dem Motorroller. Dabei stürzte der 58-Jährige auf die Fahrbahn. Trotz notärztlicher Erstversorgung erlag der Mann noch am Unfallort seinen schweren Verletzungen.

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Zwei tote Wölfe in Sachsen-Anhalt

Wolfsnachweis im Vogtland – Naturschutzorganisationen rufen zu Pro-Wolf-Demo auf

Am Mittwoch hat eine 31-jährige Mercedes-Fahrerin gegen 8 Uhr auf der Bundesstraße 71 zwischen Born und Letzlingen einen Wolf überfahren. Der Wolf starb an der Unfallstelle, am Wagen entstand ein Schaden von ca. 3000 Euro. Die Fahrerin wurde nicht verletzt.

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Überfahrener Wolf an der B 71. Foto: Polizei

Ebenfalls am Mittwoch um 09:03 Uhr wurde die Bundespolizeiinspektion Magdeburg von der Notfallleitstelle der Bahn über ein totes Tier im Gleisbereich in der Nähe des Haltepunktes Magdeburg-Herrenkrug – also unmittelbar in einem dicht besiedelten Wohngebiet in der Nähe der Hochschule, wie die Volksstimme ergänzt – informiert. Das Tier wies Verletzungen, die vermutlich von einer Bahn stammen, im Kopfbereich auf. Das tote Tier, bei dem es sich höchster Wahrscheinlichkeit nach um einen Wolf handelt, wurde durch die Bundespolizisten aus dem Gleisbett genommen. Mitarbeiter der Tierrettung und der Arbeitsgruppe Wildtiere verbrachten den Kadaver zunächst ins Tierheim. Am Mittag wurde er vom Wolfsbeauftragten abgeholt und in ein Berliner Institut transportiert. Dort erfolgt eine DNA-Untersuchung, um unter anderem zu ermitteln, ob es ein Wolf war und zu welchem Rudel er gehörte.

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DJV: Wildtierfreundlichere Straßen dank neuem Tierfund-Kataster

Das Tierfund-Kataster ermöglicht in Deutschland erstmals eine bundesweit einheitliche Erhebung von Wildunfällen sowie anderen Totfunden. Damit stellt es einen neuen wichtigen Bestandteil des vom Deutschen Jagdverband (DJV) durchgeführten WILD-Monitorings dar. Alle Verkehrsteilnehmer sind aufgerufen, verunfallte Wildtiere zu melden. Wissenschaftler werten die Datensätze an der Universität Kiel aus.

Der Deutsche Jagdverband stellt am kommenden Montag anlässlich der Tagung „Lebensraumkorridore für Tier und Mensch“ das neu entwickelte Tierfund-Kataster in Berlin vor. Damit lassen sich beispielsweise Wildunfälle innerhalb von wenigen Minuten erfassen – vor Ort über die kostenfreie Smartphone-App (Android und iOS) oder im Internet (www.tierfund-kataster.de). Der aktuelle Standort wird bei der App automatisch erfasst und relevante Daten wie Datum oder Wildart werden abgefragt. Nutzer können ein Foto des Tieres einstellen und helfen damit Experten bei der Artbestimmung. Eine Speicherung der Daten auf dem Smartphone ist auch ohne Internetverbindung möglich. Wissenschaftler der Universität Kiel prüfen die Daten, werten sie systematisch aus und ermitteln Wildunfall-Schwerpunkte. Die Straßenbehörden können die Daten schließlich nutzen, um Konfliktstellen zu entschärfen. Werden Verkehrswege wildtierfreundlicher gestaltet, bedeutet dies ein Plus an Tierschutz sowie weniger Personen- und Sachschäden.

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Freie Bahn für Wildtiere

Gemeinsame Pressemeldung von Allgemeiner Deutscher Automobil-Club e. V. (ADAC), Deutscher Jagdverband e. V. (DJV), Naturschutzbund Deutschland e. V. (NABU) und WWF Deutschland (WWF)

Hunderttausende Rehe, Hirsche, Füchse und viele andere Tiere sterben jedes Jahr auf unseren Straßen. Wildunfälle stellen zudem für Autofahrer ein erhebliches Risiko dar. Zum anderen gefährden die Zerschneidung und Verinselung von Lebensräumen die biologische Vielfalt in Deutschland.

ADAC, Deutscher Jagdverband, Naturschutzbund (NABU) und der WWF Deutschland begrüßen deshalb das heute vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) in Berlin vorgestellte „Bundeskonzept Grüne Infrastruktur“ als eine dringend notwendige Grundlage. Gleichzeitig kritisieren sie die schleppende Umsetzung des 2012 beschlossenen Bundesprogramms Wiedervernetzung sowie eines bundesweiten Biotopverbunds. Grund dafür ist neben der unzureichenden Finanzierung auch der bestehende Mangel von bundesweiten Planungsgrundlagen und Umsetzungsstrategien.

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Doktorand entwickelt Wildunfall-Warnsystem

Jäger können mithelfen!

Die Zahl der Wildunfälle und auch die Schadenshöhe steigt in Deutschland seit Jahren an, dennoch reagieren die meisten Autofahrer kaum noch auf die üblichen Wildwarn-Schilder. Matthias Böhm will an dieser Situation etwas ändern: Der Doktorand entwickelt im Rahmen seiner Dissertation im Hause der hessischen Straßenbaubehörde nebenberuflich ein Warnsystem, das künftig vor Wildunfällen warnen soll – und zwar an dem Ort und Zeitpunkt, wo die Wildunfallgefahr tatsächlich besonders hoch ist. Dazu sammelt Böhm Daten über Wildunfälle. Zuträger sind Polizei, Jäger, Straßenmeistereien. Mit im Boot sind der LJV Hessen, aber auch das Tierfundkataster, das vom LJV Schleswig-Holstein in Zusammenarbeit mit der Uni Kiel entwickelt wurde. Das Tierfundkataster ist Bestandteil des vom Deutschen Jagdverband (DJV) durchgeführten WILD-Monitorings. Für die zu entwickelnde Wildwarn-App sammelt und analysiert Böhm die Wildunfall-Daten wie Jahres- und Uhrzeit, Wetter, geografische und topografische Eigenheiten des Unfallorts und andere mehr. Die Auswertung dieser Daten soll dann eine Prognose ermöglichen, wo und wann ein besonders hohes Risiko von Wildunfällen besteht.

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Baden-Württemberg: Schnellere Hilfe bei Wildunfällen

Das Landratsamt Rems-Murr-Kreis hat in Zusammenarbeit mit dem Polizeipräsidium Aalen eine landesweit einmalige Lösung zur Übermittlung und Nutzung der Jagdpächterdaten im Einsatzleitsystem der Polizei realisiert.

In der polizeilichen Praxisarbeit treten seit Jahren vermehrt Probleme bei der Verständigung von Jagdpächtern bei Wildunfällen auf. Nahezu täglich müssen die Beamtinnen und Beamten der Polizeireviere zu jeder Zeit infolge von Wildunfällen oder ähnlichen Ereignissen Kontakt mit den Jagdpächtern aufnehmen. Die Vorgehensweise ist mit den Jagdpächtern abgesprochen, da es insbesondere in deren Interesse liegt, wenn möglichst zeitnah die Unterrichtung durchgeführt wird, um entsprechendes Wild noch verwerten zu können. Die Polizei hatte früher wegen veralteter Listen oder Jagdbereichskarten erhebliche Probleme die zuständigen Jagdpächter zu erreichen. Die Kontaktaufnahme erforderte einen enormen Arbeitsaufwand und polizeiliche Folgeermittlungen, um schließlich den zuständigen Jäger verständigen zu können. Die aufnehmende Polizeistreife muss bis zum Eintreffen des Jagdpächters an der Unfallstelle verbleiben, um erforderliche Absperr- oder Umleitungsmaßnahmen durchzuführen oder die illegale Mitnahme des Wildtiers zu verhindern. Anderweitige Aufträge, die in dieser Zeit anfallen, müssen bei Verfügbarkeit durch Fremdkräfte anderer Reviere abgearbeitet werden oder sind im Rahmen einer Dringlichkeitsanalyse nach hinten zu stellen.

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Wildunfälle: Es werden immer mehr

DJV legt Wildunfallstatistik 2013 vor – Deutscher Jagdverband fordert Umsetzung des „Bundesprogramms Wiedervernetzung“

Heißhunger treibt sie über die Straße: Pflanzenfresser wie das Reh sind nach dem milden Winter früher als die vergangenen Jahre auf Futtersuche. “Rechts vor Links” an Straßen kennen sie dabei nicht. Zudem werden jetzt junge, geschlechtsreife Rehböcke vertrieben. In der vermeintlich sicheren Dämmerung erkunden sie neue Reviere, doch der April ist der Monat mit den meisten Wildunfällen. Die Zeitumstellung am kommenden Sonntag verschärft dann zusätzlich die Gefahr: Plötzlich fällt der morgendliche Berufsverkehr in die aktive Zeit der Wildtiere. Besonders hoch ist die Unfallgefahr im Frühjahr auf Straßen entlang der Wald-Feld-Kante. „Dort fahren wir praktisch durch das Wohn- und Esszimmer der Tiere“, sagt Torsten Reinwald, Pressesprecher des Deutschen Jagdverbands (DJV).

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Wolf bei Ferch überfahren

Wenige Kilometer von der Berliner Stadtgrenze entfernt ist am Freitag auf der A10 (Berliner Ring) bei Ferch im Landkreis Potsdam-Mittelmark ein Wolf überfahren worden. Wie die bereits am Freitag Nachmittag durchgeführte Obduktion ergab, handelt es sich um ein ca. 30 Kilogramm schweres gesundes weibliches Tier.

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Nach Jagdverbot: Explodierende Wildschäden in Norditalien

Auf Betreiben von Umwelt- und Naturschutzverbänden wurde die Schwarzwildjagd im Piemont in der Jagdsaison 2012/2013 ausgesetzt. Jetzt zahlen vor allem die Landwirte in der norditalienischen Region die Zeche: Die Verluste in der Landwirtschaft werden für 2012 auf 500.000 Euro geschätzt, Entschädigungen flössen nur zögerlich, wie der italienische Bauernverband Cia beklagt.

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Weniger Wildunfälle: Duftzäune und Reflektoren funktionieren

ADAC und DJV ziehen erste Bilanz eines Langzeitprojekts/ Elektronische Wildwarnanlagen bewähren sich an Landstraßen

Wildunfälle verhindern und die Sicherheit von Mensch und Tier zu steigern – das haben sich der ADAC und der Deutsche Jagdverband (DJV) vorgenommen. Die Zwischenbilanz eines vierjährigen Forschungsprojekts zeigt jetzt, dass durch den Einsatz von Duftzäunen und blauen Reflektoren die Zahl der Wildunfälle örtlich um bis zu 80 Prozent reduziert werden konnte. Erprobt werden die Präventionsmaßnahmen an 25 Versuchsstrecken in Schleswig-Holstein, an denen besonders oft Wildunfälle passieren. Ziel ist es, in den nächsten beiden Jahren die langfristige Wirksamkeit der Maßnahmen wissenschaftlich zu untersuchen und ihren Einsatz zu optimieren. Unterstützt wird das Gemeinschaftsprojekt auch vom schleswig-holsteinischen Landwirtschaftsministerium, dem zuständigen Landesjagdverband und weiteren Organisationen. Für die Durchführung ist das Institut für Wildbiologie in Göttingen zuständig.

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