Schlagwort-Archive: Wildschweinjagd

Nach Tierschützer-Protesten – vorläufiges Aus für erstes Schweizer Saugatter

Das bei Elgg im Schweizer Kanton Zürich geplante erste nationale Saugatter der Schweiz steht vor dem Aus: Tierschützer-Protest haben, wie die Limmattaler Zeitung berichtet,  die Gemeinde bewogen, das als „tierquälerische Wildschwein-Guantanamo“ diffamierte Projekt vorerst auf Eis zu legen. Dass die Ausbildung von brauchbaren Hunden zur Schwarzwildbejagung unmittelbar dem Tierschutz dient, hat bei der Entscheidung offenbar ebenso wenig eine Rolle wie gespielt, wie Forschungsergebnisse der Tierärztlichen Hochschule Hannover, die in einer Reihe von Studien wissenschaftlich nachgewiesen haben, dass die Situation im Saugatter für die Wildschweine keine extreme Stresssituation und damit keine Tierquälerei darstellt. Bei der Entscheidung, das Projekt zu „sisitieren“, spielte auch die bevorstehende Volksabstimmung über die Jagd in Zürich (JAWINA berichtete) eine Rolle: Wenn die private oder Milizjagd ohnehin verboten wird, brauche es auch weniger ausgebildete Hunde… SE

Beitragsbild: Hund im Saugatter. (Archivbild) Foto: SE

M-V: Mann bei Erntejagd verletzt

Bei einem Jagdunfall auf einem Feld bei Mustin (Landkreis Ludwigslust-Parchim) ist am Dienstagnachmittag ein 62-jähriger Mann verletzt worden. Der Jäger kam mit einer Verletzung am Unterarm ins Krankenhaus. Ersten Ermittlungen zufolge hatte der 62-Jährige mit einem anderen Jäger ein Wildschwein auf einem fast abgeernteten Maisfeld bejagt. Beide Männer sollen abwechselnd auf das Schwein geschossen haben. Dabei soll es zu diesem Vorfall gekommen sein. Ob der 62-Jährige direkt von einem Projektil oder von einem Querschläger getroffen wurde, ist noch unklar. Die Polizei stellte die Waffen von beiden Jägern sicher. Nun muss die Kriminalpolizei die genauen Umstände des Vorfalls klären. PM

Beitragsbild: Erntejagd. Foto: SE

DJV und Bauernverband: Wildschweine verstärkt bejagen

Die Afrikanische Schweinepest ist nur noch 300 Kilometer von Deutschland entfernt, bedroht sind Haus- und Wildschweine. Das Ansteckungsrisiko im Seuchenfall lässt sich bereits jetzt durch effektive Jagd senken. Die anstehende Maisernte bietet eine gute Möglichkeit dazu.

Ab Mitte September beginnt die Maisernte: Für Jäger eine gute Möglichkeit, die Schwarzwildbestände in der Feldflur und somit im Seuchenfall das Ansteckungsrisiko der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zu reduzieren. Denn Wildschweine lieben Mais und verbringen ab August viel Zeit in den Feldern. Der Deutsche Bauernverband (DBV) und der Deutsche Jagdverband (DJV) appellieren an Jäger, über die gesamte Jagdsaison jede Gelegenheit zu nutzen, Schwarzwild zu bejagen. Die ASP-Ausbreitung findet derzeit hauptsächlich über verunreinigte Lebensmittel statt. Auch infizierte Wild- und Hausschweine übertragen das Virus. Über Tschechien ist die Tierseuche inzwischen bis auf 300 Kilometer an Deutschland herangerückt. Für Menschen ist die Afrikanische Schweinpest ungefährlich.

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Bayern: Sauenjagd mit Drohne

Luftunterstützung haben Bayerische Jäger zwecks Bejagung eines Maisfelds in der Nähe vom Manteler Forst bei Weiden in der Oberpfalz angefordert: Mit einer Drohne orteten sie die Sauen, die in dem Maisfeld seit Wochen schwer zu Schaden gingen, wie das Oberpfälzer Lokalportal onetz.de berichtet. 40 Jäger traten, unterstützt von 20 Treibern und 15 Hunden, am Sonntag Vormittag gegen die 14köpfige Rotte Schwarzkittel an. Mit Erfolg: Nur ein Wildschwein entkam demnach über die Staatsstraße in den Wald, die übrigen 13 wurden gestreckt – Weidmannsheil! Für die Aktion hatte die Feuerwehr die Kreisstraße komplett gesperrt. onetz.de hat eine große Fotostrecke der Maisjagd im Netz. SE

Beitragsbild: Flugdrohne. Copyright: Schekinov Alexey Victorovich, Quelle: Wikipedia. Veröffentlicht unter der Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported Lizenz.

BH schützt vor Schussverletzung – Verfahren gegen Jäger eingestellt

Das Verfahren gegen einen Jäger, der im August 2015 einen Schuss auf ein Wildschwein abgab, wobei durch einen Querschläger eine Radfahrerin im Brustbereich verletzt wurde (JAWINA berichtete), ist vom Amtsgericht Wismar gegen eine Geldauflage eingestellt worden. Der Metallbügel in dem BH, den die Radlerin trug, bewahrte sie damals vor schlimmeren Verletzungen. Der 54 Jahre alte Jäger hat die vom Gericht im Rahmen des Täter-Opfer-Ausgleichs verhängte Geldauflage in Höhe von mehreren hundert Euro bereits an die Geschädigte gezahlt. Damit seien die beschädigte Kleidung und ein Schmerzensgeld für die Radfahrerin berücksichtigt worden, erklärte eine Gerichtssprecher. Dem Jäger war vom Gericht vorgehalten worden, den Schuss ohne ausreichenden Kugelfang abgegeben zu haben. Er hätte auch die Gefahr durch Querschläger berücksichtigen müssen. SE

Beitragsbild: Bustier, Autor: Tranquil Garden, Quelle: Wikipedia, verööfentlicht nach Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.5 generisch“