Schlagwort-Archive: Wildschweine

Sachsen: Freistaat übernimmt Kosten für Trichinenuntersuchungen

Um Präventionsmaßnahmen gegen ein Ausbrechen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zu stärken, hat Staatsministerin Barbara Klepsch entschieden, dass das für die Tierseuchenbekämpfung zuständige Sozialministerium vorläufig die Kosten für die Trichinenschau bei Wildschweinen übernimmt. Die Staatsministerin erklärte: »Die sächsischen Jäger leisten einen wichtigen Beitrag zur Reduktion der hohen Wildschweinbestände, dies verringert das Risiko einer Ausbreitung der Tierseuche Afrikanische Schweinepest (ASP). Deshalb sollen sie durch eine Erstattung der Trichinengebühr entlastet werden.«

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Brandenburg: Ab morgen darf Schwarzwild mit Taschenlampe gejagt werden

Die Allgemeinverfügung des MLUL, die das Verbot künstlicher Lichtquellen bei der Bejagung von Schwarzwild aufhebt (JAWINA berichtete), ist heute im Amtsblatt des Landes veröffentlicht worden. Da die Allgemeinverfügung am Tag nach der Bekanntmachung wirksam wird, kann ab morgen mit der Taschenlampe auf Schwarzkittel geweidwerkt werden. SE

Beitragsbild: Allgemeinverfügung im Amtsblatt (Screenshot)

Sachsen: Wildschweinrotte in Innenstadt von Meißen

Am späten Samstagabend rückte die Meißner Feuerwehr zu einer ungewöhnlichen Hilfeleistung aus: Eine Rotte Wildschweine hatte sich im Stadtgebiet verirrt, wobei die Bache von einigen ihrer Jungtiere getrennt. wurde Zur Unterstützung der Polizei leuchtete die Feuerwehr das Grundstück, in dem sich die Wildschweine befanden aus und lokalisierte diese mittels Wärmebildkamera. Feuerwehr und die Polizei sicherten die Ausgänge. Nachdem zwei Jäger die Tiere in die Enge getrieben hatten konnten diese „fachgerecht“, so die Feuerwehr, erlegt werden. Mehr dazu in der Sächsischen Zeitung, ein ausführlicher Bericht eines beteiligten Jägers findet sich auf der Internetseite des KJV Meißen. PM

Beitragsbild: WMH in der Meißner Innenstadt. Foto: Feuerwehr

Brandenburg: Verbot von künstlichen Lichtquellen soll ausgesetzt werden

Das Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft (MLUL) hat den Entwurf einer Allgemeinverfügung vorgelegt, mit dem das Verbot der Verwendung künstlicher Lichtquellen bei der Bejagung von Schwarzwild zeitweise außer Kraft gesetzt werden soll. Einen entsprechenden Schritt gab das Ministerium am 6. November bekannt. In dem Entwurf der Verfügung heißt es: „Zur Erlegung von Schwarzwild wird gemäß § 26 Absatz 2 des Jagdgesetzes für das Land Brandenburg (BbgJagdG) eine Ausnahme vom Verbot der Verwendung von künstlichen Lichtquellen (allgemein gebräuchlichen Taschenlampen oder [Hand-]Scheinwerfern) gemäß § 19 Absatz 1 Nummer 5a des Bundesjagd-gesetzes (BJagdG) für alle Jagdbezirke in Brandenburg zugelassen.“

Die Verfügung soll zunächst bis 31. März 2021 befristet sein. Anlass ist die drohende Gefahr eines ASP-Ausbruchs. Die Allgemeinverfügung wird voraussichtlich am 29. November 2017 im Amtsblatt für Brandenburg veröffentlicht werden.

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M-V: Backhaus verteidigt Zehn-Punkte-Programm gegen Wildschweine und Jagdrechtsanpassung

Nachdem einige Jäger in Mecklenburg-Vorpommern dem Umwelt- und Landwirtschaftsministerium des Landes die Gefolgschaft bei der Eindämmung der Wildschweinpopulation wegen eines zu befürchtenden ASP-Ausbruchs verweigern, hat Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) die Maßnahmen verteidigt: „Die angekündigten Maßnahmen zur Reduzierung des Schwarzwildbestandes im Land sind nicht Ausdruck einer aufgeheizten Hysterie, sondern angesichts des unvorstellbaren Schadenspotenzials der Afrikanischen Schweinepest unumgänglich.“ Das sagte Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus gestern im Schweriner Landtag. Der Minister verwies auf einen jährlichen Zuwachs an Wildschweinen von 200 bis 300 Prozent gegenüber dem Frühjahrsbestand. Schwarzwild gilt als potenzieller Überträger der Afrikanischen Schweinepest ASP, gegen die noch kein wirksamer Impfstoff auf dem Markt ist. Die Krankheit war 2017 in die drei baltischen Staaten und Polen vorgedrungen; die Zahl der Ausbrüche bei Wild- und Hausschweinen in den betroffenen Gebieten der Ukraine, im Baltikum, in Polen, Tschechien und Rumänien hatte sich mit 2632 Fällen gegenüber 2016 mehr als verdoppelt.

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Insider bestätigt: Brandenburger „Praxisleitfaden“ zum Sauenfang in endgültiger Version

Wie ein Insider gegenüber der JAWINA-Redaktion bestätigte, liegt der Praxisleitfaden zum Sauenfang mittlerweile in einer endgültigen Fassung vor. Diese ist bereits gedruckt und wird an die zuständigen Stellen verteilt.

Der Abschnitt über das Töten der gefangenen Wildschweine ist überarbeitet worden. Darin heißt es jetzt:

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Wegen ASP: Brandenburg plant Einrichtung von Saufängen

Das Land Brandenburg plant offenbar, wegen der drohenden Ausbreitung von ASP die Wildschweinpopulation im Lande mit Hilfe von Sauenfängen zu dezimieren. Der Entwurf eines entsprechenden Leitfadens, herausgegeben vom Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg (MLUL) und dem Landesforstbetrieb Brandenburg, liegt der Redaktion vor. Nach Auskunft des MLUL handelt es sich bei dem Leitfaden lediglich um „Arbeitsentwürfe, die verwaltungsintern noch abgestimmt werden müssen.“ Nach Informationen von JAWINA liegt der Leitfaden jedoch bereits in einer überarbeiteten, druckreifen Version vor.

In der Einleitung des Leitfadens heißt es zur Begründung: „Landesweit sehr hohe Schwarzwilddichten, zeitweise nicht bejagbarer [sic] Agrarstrukturen, die permanente Nichterfüllung der Abschussquoten von erforderlichen Anteilen an Jungwild und Bachen sowie insbesondere die immer näher rückende Seuchenfront der Afrikanischen Schweinepest (ASP) macht es dringend erforderlich, die Schwarzwildbestände unter Anwendung aller verfügbaren Möglichkeiten zu reduzieren.“

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Mecklenburg-Vorpomern: Programm zur Schwarzwildreduzierung vorgestellt

25 Euro Aufwandsentschädigung für erlegte Bachen und Frischlinge bis 25 kg – 25 Euro pro Jagdtag für Hundeführer – Frischlinge bis 25 kg werden Erlegern im Forst geschenkt

Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus stellte heute einen Plan von Maßnahmen zur Reduzierung der Schwarzwildpopulation in Mecklenburg-Vorpommern vor.
„Die drastische Reduzierung der Schwarzwildbestände ist eine ganz entscheidende Maßnahme zur Verringerung der Gefahr, die von einem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest ausgeht“, sagte er. Bei Ausbruch der von Wild- auf Hausschweine übertragbaren Afrikanischen Schweinepest (ASP) drohen Hausschweinehaltungen, Schlacht- und fleischverarbeitenden Betrieben im Land existenzielle wirtschaftliche Einbrüche. „Ich appelliere an die Jägerschaft, an Landwirte und Naturschützer, sich ihrer Verantwortung beim Thema ASP zu stellen“, so der Minister.

Backhaus hatte mit Unterstützung der SPD- und der CDU-Fraktionen im Landtag Mitte Oktober 2017 das Bereitstellen von Landesmitteln zur Bekämpfung der ASP-Gefahr und zur Reduzierung der Schwarzwildbestände gefordert und eine Taskforce mit der Erarbeitung entsprechender Maßnahmen betraut. Heute dankte er den beteiligten Regierungsfraktionen für ihre Unterstützung bei der Abstimmung über Landesmittel für ein auf zwei Jahre angelegtes Sofortprogramm zur ASP-Verhinderung in Höhe von 2 Millionen Euro.

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Tschechien: Wegen ASP – Polizei-Scharfschützen jagen Wildschweine

16 mit Wärmebildkameras und Nachtsichtgeräten ausgerüstete Präzisionsschützen der tschechischen Polizei beteiligen sich an der Dezimierung des Schwarzwilds im Südosten des Landes, wo die Afrikanische Schweinepest (ASP) ausgebrochen ist. Die Scharfschützen hätten bereits 38 Stück Schwarzwild erlegt, meldete die tschechische Nachrichtenagentur CTK. Die erlegten Sauen seien zur Untersuchung auf das ASP-Virus in ein Labor transportiert worden. Die Spezialkräfte würden vor allem nachts den Wildschweinen nachstellen, hieß es. Aufgrund ihrer Ausrüstung und ihrer technischen Ausstattung seien sie in der Lage, auch in der Dunkelheit auf weite Entfernungen Ziele sicher zu treffen. Der Einsatz soll noch bis Ende Januar fortgeführt werden. red.

Beitragsbild: Wildschwein (Archivbild). Foto: SE

Mecklenburg-Vorpommern: Sauen-Drückjagdsaison vorgezogen

Angesichts der zahlenmäßig stark angewachsenen Wildschweinpopulation in Mecklenburg-Vorpommern und der Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bis nach Polen und Tschechien kündigt Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus die „drastische Reduzierung der Schwarzwildbestände“ an. „Das ist eine ganz entscheidende vorbeugende Maßnahme, um Schweinehalter, Schlacht- und Fleischverarbeitungsbetriebe im Land mit einem jährlichen Gesamtumsatz von fast einer Milliarde Euro vor massiven wirtschaftlichen Schäden durch den Ausbruch von ASP zu bewahren“, sagte er.

Früher als üblich beginnt deshalb am heutigen Sonnabend (28. Oktober) die diesjährige Drückjagdsaison in Mecklenburg-Vorpommern. Viele Jagdbezirksinhaber sind der Aufforderung des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt gefolgt und beteiligen sich an revierübergreifenden Drückjagden, insbesondere mit dem Ziel der Wildschweinebejagung. Traditionell beginnt die Drückjagdsaison mit dem Hubertustag am 3. November. „Die Landwirte sind angehalten, ihre Maisernte jetzt zeitnah abzuschließen, um den Schwarzwildjagden zum Erfolg zu verhelfen“, sagte Minister Backhaus. An Verkehrsteilnehmer appellierte er, wegen der Drückjagden besondere Aufmerksamkeit walten zu lassen, um Verkehrsgefährdungen Wild zu vermeiden.

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Schmiere, Schleim und Ströme von Maden

Was passiert, wenn drei Tonnen Wildschweine im Wald verrotten

In Anbetracht einer drohenden Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP nach Deutschland, wird sich der eine oder andere bereits gefragt haben, welche Zustände dann wohl in Wildschwein-Paradiesen (um ein anderes, mit P beginnendes Wort zu vermeiden…) wie zum Beispiel im Berliner Grunewald herrschen. Forscher der A & M University in Texas können darauf eine empirisch angesicherte Antwort geben: Entomologen um Jeff Tomberlin wollten erforschen, wie sich Massensterben von Tieren auf die Umwelt auswirken. Jüngstes Beispiel für ein derartiges Massensterben ist der Tod von 300 Rentieren in Norwegen durch Blitzschlag. Da sich solche Ereignisse jedoch nicht vorhersagen lassen, haben die Forscher in Wäldern der Mississippi State University eins nachgebaut.

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Brandenburg: Rehwildstrecke in Wolfsgebiet auf „historischem Tiefstand“

Jäger befürchten das „Verschwinden der Rehe“, der Umweltausschusses des Landkreises Spree-Neiße im Südosten Brandenburgs diskutiert, inwieweit der Wolf die Tierwelt in der Lausitz verändert. Anlass ist der dramatische Rückgang der Streckenergebnisse: Wie die Lausitzer Rundschau berichtet, werden seit dem Jahr 2010 weit weniger Rehe erlegt als zuvor. Bis zum Jahr 2010 wurden im Kreisgebiet stets zwischen 4000 und 4500 Stück Rehwild erlegt. Im vergangenen Jagdjahr 2016/17 waren es nur noch 2821 Stück – ein „historischer Tiefstand“ sei das.

Die Diskussion rief umgehend Kritik hervor: Der Kreistagsabgeordnete Sascha Fussan der für Die Linke im Umweltausschuss sitzt, monierte gegenüber der Lausitzer Rundschau, die Jäger würden behaupten, das Gleichgewicht in der Natur erhalten zu wollen. Rehe hätten sich aber in der Vergangenheit „vor allem deshalb so stark vermehrt“, weil der Mensch natürliche Fressfeinde wie den Wolf ausgerottet habe. Der für seine – vorsichtig ausgedrückt – schalenwildkritische Position bekannte Privatwaldbesitzer Sebastian von Rotenhan stieß in das selbe Horn:

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DJV und Bauernverband: Wildschweine verstärkt bejagen

Die Afrikanische Schweinepest ist nur noch 300 Kilometer von Deutschland entfernt, bedroht sind Haus- und Wildschweine. Das Ansteckungsrisiko im Seuchenfall lässt sich bereits jetzt durch effektive Jagd senken. Die anstehende Maisernte bietet eine gute Möglichkeit dazu.

Ab Mitte September beginnt die Maisernte: Für Jäger eine gute Möglichkeit, die Schwarzwildbestände in der Feldflur und somit im Seuchenfall das Ansteckungsrisiko der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zu reduzieren. Denn Wildschweine lieben Mais und verbringen ab August viel Zeit in den Feldern. Der Deutsche Bauernverband (DBV) und der Deutsche Jagdverband (DJV) appellieren an Jäger, über die gesamte Jagdsaison jede Gelegenheit zu nutzen, Schwarzwild zu bejagen. Die ASP-Ausbreitung findet derzeit hauptsächlich über verunreinigte Lebensmittel statt. Auch infizierte Wild- und Hausschweine übertragen das Virus. Über Tschechien ist die Tierseuche inzwischen bis auf 300 Kilometer an Deutschland herangerückt. Für Menschen ist die Afrikanische Schweinpest ungefährlich.

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Groteske Anschuldigung gegen Jäger: „Alte und kranke Hunde auf Wildschweine gehetzt“

+++ Mecklenburg-Vorpommern: Wölfe reißen jungen Ochsen +++ Mecklenburg-Vorpommern: Wölfe reißen Schafe auf dem Darß +++ Niedersachsen: Tödlicher Wildunfall – Mann stirbt nach Kollision mit Fuchs +++ Brandenburg: Elche bei Golzow (Landkreis Märkisch-Oderland gesichtet +++

Die Tageszeitung Trierischer Volksfreund (TV) setzt sich mit lügnerischen Anschuldigungen gegen Jäger auseinander, die im Zusammenhang mit Erntejagden bei Wallscheid (Rheinland-Pfalz, Landkreis Bernkastel-Wittlich) erhoben wurden: Angeblich setzten Jäger dort „rücksichtslos alte und kranke Hunde ein, die auf Wildschweine losgelassen würden und danach erschöpft und orientierungslos von den Freiwilligen Helfern der Feuerwehr eingefangen werden müssten.“ Den Anlass für diese grotesken Unterstellungen lieferte ein Einsatz von Stöberhunden in einem Maisfeld. Offenbar waren mehrere der Hunde dabei in der Umgebung gesehen worden und als freilaufende Hunde Polizei und Feuerwehr gemeldet worden.

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NRW: Schonzeitaufhebung wegen ASP im Märkischen Kreis und Kreis Viersen

Nach dem Rhein-Erft-Kreis hat nun auch der Märkische Kreis per Allgemeinverfügung für Überläufer erlassen. Begründet wird diese Maßnahme mit der Verminderung von Wildschäden sowie der Verminderung des Risikos einer Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Die Schonzeitaufhebung ist mit der Verkündung im Amtsblatt (S. 718) in Kraft getreten und gilt vorerst bis zum 31.03.2018. Wie rp-online.de berichtet, wurde auch im Kreis Viersen die „Schonzeit für junge Wildschweine“ aufgehoben. Auf der Internetseite des Kreises Viersen finden sich dazu keine Informationen, es konnte auch kein/e Mitarbeiter/in der Kreisverwaltung dazu Auskunft geben oder mitteilen, wo der entsprechende Erlass zu finden ist. SE

Beitragsbild: Wildschwein. Foto: SE

BMEL bestätigt: ASP bei 29 Wildschweinen in Tschechien nachgewiesen

Wie das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft soeben auf Nachfrage von JAWINA bestätigte, ist der Erreger der Afrikanischen Schweinepest ASP) bereits bei 29 Wildschweinen nachgewiesen worden. Die Tierseuche scheint sich rasant auszubreiten. Aus diesem Grund schätzt das Friedrich-Löffler-Institut die Gefahr, dass die ASP nach Deutschland eingeschleppt wird, jetzt als hoch ein (JAWINA berichtete). Das FLI warnt in einer aktuellen Pressemitteilung:

Erhöhte Wachsamkeit ist nicht nur für Schweinehalter, Jäger und Tierärzte, sondern allgemein angezeigt. Tot aufgefundene Wildschweine sind den zuständigen Behörden zu melden, die eine Untersuchung sowie die unschädliche Beseitigung der Kadaver veranlassen. Höchste Priorität hat die Verhinderung eines Ausbruchs der ASP in Deutschland. Sollte es dennoch zur Einschleppung in die Wildschweinbestände in Deutschland kommen, so muss dies so früh wie möglich erkannt werden. Nur dann besteht die Möglichkeit der erfolgreichen Seuchenkontrolle.

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Risikobewertung geändert: FLI sieht hohes Risiko für Einschleppung der ASP nach Deutschland

Update: BMEL bestätigt: Bereits 29 infizierte Wildschweine in Tschechien – FLI: Hygienemaßnahmen bei der Jagd kommt besondere Bedeutung zu

Ende Juni meldete die Tschechische Republik erste Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen im Osten des Landes (JAWINA berichtet). Hierdurch ändert sich die Risikobewertung des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) für den Eintrag der ASP durch direkten Kontakt zwischen Wildschweinen von gering auf mäßig. Außerdem nahmen in den letzten Wochen die Ausbrüche bei Hausschweinen in Polen zu. Daher bewertet das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) das Risiko einer Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest nach Deutschland insgesamt als hoch und ruft zur erhöhten Wachsamkeit auf. Wie das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft auf Nachfrage von JAWINA bestätigt, sind in Tschechien bereits 29 mit ASP infizierte Wildschweine nachgewiesen worden.

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Berlin: Stadtschweine stehen auf Naturkost

Städtische Wildschweine bevorzugen natürliche Nahrung – anders als vermutet kommen Wildschweine nicht nach Berlin, um dort Mülleimer zu plündern oder andere Nahrungsquellen aus menschlicher Herkunft zu nutzen. Im Gegenteil, auch Stadtschweine ernähren sich vorzugsweise von natürlichen Ressourcen. Das ist das überraschende Ergebnis einer Studie des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW), die von National Geographic und der Stiftung Naturschutz Berlin unterstützt wurde. Die ForscherInnen untersuchten Mägen von 247 Wildschweinen aus Berlin und dem Umland. Die Forschungsergebnisse wurden jetzt in der wissenschaftlichen Zeitschrift „PLOS ONE“ veröffentlicht.

Immer mehr Wildtiere leben in Städten, auch in Berlin, das als „Hauptstadt der Wildschweine“ bekannt ist. Aufgeteilt in vier Forstgebiete sind 20 % des Berliner Stadtgebiets von großflächigen Wäldern bedeckt, ideal für Wildtiere aller Art. Allerdings leben Berliner Wildschweine nicht nur in diesen Stadtwäldern, sondern werden auch regelmäßig in innerstädtischen Parks oder Gärten gesichtet und bringen dort sogar Frischlinge auf die Welt.

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Bayern: 13 verendete Wildschweine in Gehege

In einem Wildgehege im Veldensteiner Forst (Landkreis Bayreuth) sind 13 verendete Wildschweine aufgefunden worden. Zehn Frischlinge, ein Keiler und zwei Bachen lagen tot in dem Gehege, wie nordbayern.de berichtet. Zunächst wurde die Infektionskrankheit Actinobacillus pleuropneumoniae (APP) als Ursache vermutet, was sich jedoch nicht bestätigte. Befürchtungen, es könne sich um einen ASP-Ausbruch handeln, bestätigten sich glücklicherweise nicht: Wie eine Mitarbeiterin des zuständigen Veterinäramts gegenüber JAWINA bestätigte, kann sowohl die Klassische, als auch die Afrikanische Schweinepest (ASP) als Ursache ausgeschlossen werden – dann wären nämlich alle Sauen in dem Gehege betroffen gewesen. Die Kadaver der verendeten Tiere wurden zur Untersuchung in das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) verbracht. Die Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen. Es gebe aber bereits einen Zwischenbefund, demzufolge es sich um eine bakterielle Infektion durch Pasteurellen handle. Welcher Typ von Pasteurellen solle noch genauer geklärt werden, so die von JAWINA befragte Veterinärin. Die betroffenen Tiere weisen im pathologischen Befunden charakteristische Lungenveränderungen auf.

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ASP in Tschechien: DJV bittet Jäger um erhöhte Aufmerksamkeit

Nachdem die ersten beiden Fälle der Afrikanischen Schweinepest in der Tschechischen Republik nachgewiesen wurden (JAWINA berichtete), appelliert der DJV an alle Jägerinnen und Jäger in Deutschland, in Alarmbereitschaft zu sein. Entdeckt wurden zwei infizierte Schweine. Der nächstgelegene Fundort ist 400 Kilometer entfernt in der Ukraine.

Kürzlich wurden zwei Wildschweine etwa 300 Kilometer südöstlich von Prag entdeckt, die an der Afrikanischen Schweinepest (ASP) gestorben waren. Damit ist die Afrikanische Schweinepest nur noch rund 300 Kilometer Luftlinie von der deutschen Grenze entfernt. Wie das Virus dorthin gelangt ist, bleibt unklar. Der räumlich nächstgelegene Nachweis liegt 400 Kilometer entfernt in der Ukraine. In der Slowakei, dem östlichen Nachbarn auf dem Weg in die Ukraine, wurde bisher kein ASP-Ausbruch gemeldet.

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Baden-Württemberg: Zwölf tote Sauen bei Wildunfall

Bei einem Wildunfall auf der B29 bei Remshalden (Rems-Murr-Kreis) wurden zwölf Wildschweine getötet. Am Samstag, gegen  4 Uhr lief eine Wildschweinrotte auf Höhe der Anschlussstelle in Fahrtrichtung Stuttgart auf die Fahrbahn. Dort wurde sie zunächst von  dem Mercedes eines 38jährigen erfasst. Dabei wurden sechs Schweine sofort getötet, vier weitere überlebten den Zusammenstoß und mussten durch einen Jäger erlöst werden. Zwei weitere Sauen überquerten die Fahrbahn und wurden auf der Gegenfahrbahn von einem weiteren Pkw erfasst. Auch diese Wildschweine wurden durch den Aufprall getötet. Die B 29 musste zur Unfallaufnahme, in Fahrtrichtung Stuttgart, für eine Stunde voll gesperrt werden. An den beiden Pkw entstand erheblicher Sachschaden in Höhe von 10000 Euro.  PM

Beitragsbild: Wildunfall. Symbolbild. Foto: SE

Bayern: Landkreis Cham genehmigt 13 Saufänge

Wie ein Sprecher des Landkreises Cham gegenüber JAWINA bestätigte, haben Jagd- und Veterinärbehörde des Landkreises auf Antrag der Jägerschaft 13 Saufänge auf Gemeindegebiet genehmigt. Der Bayerische Rundfunk berichtete, dass die auch unter Jägern umstrittenen Saufänge aufgrund der anwachsenden Schwarzwildpopulation und der damit einhergehenden Zunahme der Wildschäden beantragt und genehmigt worden seien. Im Gemeindegebiet an der deutsch-tschechischen Grenze grenzten ausgedehnte Wälder und Gebirge unmittelbar an intensiv bewirtschaftete landwirtschaftliche Nutzflächen. Dies seien paradiesische Bedingungen für die Sauen, zumal die Durchführung von Bewegungsjagden in vielen Revieren nicht möglich sei. Die jährlich anwachsenden Bestände sind nach Auffassung vieler Jäger mit herkömmlichen jagdlichen Mitteln kaum mehr in den Griff zu bekommen. Die Genehmigung der Saufänge ist auf drei Jahre befristet und mit diversen Auflagen verbunden:

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Studie: Städtische Wildschweine bevorzugen natürliche Nahrung

Anders als vermutet kommen Wildschweine nicht nach Berlin, um dort Mülleimer zu plündern oder andere Nahrungsquellen aus menschlicher Herkunft zu nutzen. Im Gegenteil, auch Stadtschweine ernähren sich vorzugsweise von natürlichen Ressourcen. Das ist das überraschende Ergebnis einer Studie des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW), die von National Geographic und der Stiftung Naturschutz Berlin unterstützt wurde. Die ForscherInnen untersuchten Mägen von 247 Wildschweinen aus Berlin und dem Umland. Die Forschungsergebnisse wurden jetzt in der wissenschaftlichen Zeitschrift „PLOS ONE“ veröffentlicht.

Immer mehr Wildtiere leben in Städten, auch in Berlin, das als „Hauptstadt der Wildschweine“ bekannt ist. Aufgeteilt in vier Forstgebiete sind 20 % des Berliner Stadtgebiets von großflächigen Wäldern bedeckt, ideal für Wildtiere aller Art. Allerdings leben Berliner Wildschweine nicht nur in diesen Stadtwäldern, sondern werden auch regelmäßig in innerstädtischen Parks oder Gärten gesichtet und bringen dort sogar Frischlinge auf die Welt.

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Brandenburg: Erlegungsprämie für Schwarzwild

Landkreis Oder-Spree unterzeichnet als erster Landkreis Vereinbarung für Modellprojekt: Prämie für die Erlegung von zusätzlichen Wildschweinen

Der Oder-Spree-Landrat Rolf Lindemann hat am Freitag (10. Februar) mit Agrar- und Umweltminister Jörg Vogelsänger eine Vereinbarung über die Gewährung einer Erlegungsprämie für zusätzlich erlegtes Schwarzwild unterschrieben. Berechnungsgrundlage für die „Übererfüllung“ der Jagdstrecke ist die Streckenmeldung je Jagdbezirk für das Jagdjahr 2015/2016. Jagdjahre beginnen beziehungsweise enden jeweils am 31. März/ 1. April. Streckenmeldungen erfassen auch tot aufgefundene beziehungsweise durch Unfälle getötete Tiere. Für jedes Stück Schwarzwild, das über die Meldung des Referenzjahres 2015/2016 hinaus im jeweiligen Jagdbezirk erlegt wird, können die Jagdpächter eine Erlegungsprämie in Höhe von 20 Euro beantragen.

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Wildschweine machen Stress

Kriegsgräberstätte verwüstet – Volksbund ruft zu Spenden auf

In Berlin ist am Samstag gegen 14.00 Uhr eine Wildschweinrotte in der Nähe des Flughafens Tegel am belebten Kurt-Schumacher-Platz im Bezirk Reinickendorf aufgetaucht. Ein Keiler sonderte sich von der Rotte ab und verletzte im Volkspark Rehberge einen Mann und zwei Frauen. Die Polizei erschoss den Keiler, der Rest der Rotte zog sich ohne weitere Komplikationen in die umliegenden Grüngebiete zurück.

In Siegen (NRW, Kreis Siegen-Wittgenstein) streifte ein Wildschwein gegen 16.00 Uhr durch die Innenstadt und überquerte von Autos und Fußgängern stark frequentierte Straßen und Gehwege. Ein Polizeiwagen nahm die Verfolgung auf, woraufhin das Tier die Flucht ergriff und durch die Glastür eines Friseursalons sprang. Die Polizei blockierte die Tür mit dem EInsatzfahrzeug, ein zur Unterstützung herangezogener Jäger erlegte das Tier im Friseursalon.

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Spanien: Bogenjäger gegen Stadtschweine

55 Bogenjäger bekämpfen im Auftrag des städtischen „Dienstes für die Kontrolle wild lebender Arten durch den Bogen“ (Servicio de Controladores con Arco de Especies Silvestres) Wildschweine im Umland der spanischen Hauptstadt Madrid, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet. Die rasante Vermehrung der Sauen führt nicht nur zu einer drastischen Zunahme von Wildschäden, die Wildschweine verursachen Verkehrsunfälle, haben gelernt, sich ihr Futter im Müll zu suchen und vereinzelt bereits Menschen angegriffen. Bereits 2011 sei von den Behörden Madrids beschlossen worden, Bogenjäger gegen die schätzungsweise 35.000 Wildsauen im Umland Madrids einzusetzen. Der Bogen ist eine lautlose Waffe, weshalb es zu keiner Belästigung und Beunruhigung der Bevölkerung kommt, zudem ist die Gefahr durch Abpraller und verirrte Geschosse im Vergleich zum Einsatz einer Kugelwaffe in städtischem Bericht deutlich geringer. Dennoch kritisieren Tierschützer den Einsatz von Pfeil und Bogen massiv: Insbesondere bei nicht optimalen Schüssen müssten die Tiere einen langen Todeskampf erleiden. SE

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Rheinland-Pfalz: Wildschweine vergraulen Touristen

In Bernkastel-Kues, einem Heilbad und Erholungsort an der Mosel, beschweren sich Touristen über die anwachsende Wildschwein-Population im Stadtwald, wie der Volksfreund.de berichtet. „Manche Urlauber trauen sich gar nicht mehr in den Wald“, zitiert das Blatt eine Ortsvorsteherin. Der Leiter des für den Stadtwald zuständigen Forstreviers bestätigte, dass sich die Sauen „extrem vermehrt“ hätten. Schuld seien der zunehmende Maisanbau auf den angrenzenden Feldern und die milden Winter. Zusammen mit dreißig Jagdpächtern aus der Umgebung wurde über eine Intensivierung der Bejagung beraten. SE

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Remmel-Ministerium fordert Jäger zum Handeln auf

Das von dem Grünen-Politiker Johannes Remmel geführte NRW-Umweltministerium fordert die Jäger angesichts der anwachsenden Schwarzwildpopulation zum Handeln auf, wie die WAZ berichtet. Fragt sich nur, warum sich die Jäger um irgendwelche Forderungen von Herrn Remmel scheren sollten, der den Grünröcken im Land das ideologielastige und allseits verhasste, sogenannte „ökologische“ Jagdgesetz beschert hat. Das fragt die WAZ zwar nicht, dafür hat sie aber drei andere interessante Fragen an das Remmel-Ministerium gerichtet, und zwar:

1. Warum wurde im neuen Jagdgesetz die Jagdzeit für Schwarzwild von 1. August bis 31. Januar auf 1. August bis 15. Januar verkürzt?

2. Warum wurde die zulässige Ködermenge Mais in Kirrungen von 1 l auf 0,5 l halbiert?

3. Warum müssen Kirrungen auf drei Stellen hinterm Komma nach dem Gauß-Krüger-Koordinaten-System der unteren Jagdbehörde angezeigt werden?

Das sind alles Maßnahmen, die Jäger als schikanös empfinden und eine effiziente Bejagung des Schwarzwildes erschweren. Das Remmel-Ministerium ficht das aber nicht an, wie dessen Antworten in der WAZ zeigen. SE

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Baden-Württemberg: Jagdzeit für Schwarzwild ab März

Rasanter Anstieg bei Verwendung von Schalldämpfern im Ländle

Die baden-württembergische Landesregierung will zwecks Vermeidung von Wildschäden und zur Eindämmung der wachsenden Wildschweinpopulation die Bejagung von Schwarzwild schon ab März ermöglichen. Das Landesjagdgesetz solle entsprechend geändert werden. Das geht aus der Antwort des Ministers für Ländlichen Raum, Peter Hauk (CDU) auf eine schriftliche Anfrage von SPD-Abgeordneten hervor. Darin heißt es, eine „Gesetzesänderung zur Umsetzung der im Koalitionsvertrag vereinbarten unbürokratischen Möglichkeit, im März das Schwarzwild auch bei günstigen Schneelagen im Wald zu bejagen, ist in Vorbereitung.“ Durch die Änderung dieser jagdrechtlichen Bestimmung solle die Schwarzwildbejagung in Bereichen ermöglicht werden, „die durch geeignete Schneelagen bedingt günstige Bejagungsmöglichkeit aufweisen.“

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Bayern: Landkreis zahlt Abschussprämie für Schwarzwild

Wie eine Sprecherin auf Nachfrage von JAWINA bestätigte, hat der bayerische Landkreis Dachau auf einen Antrag von Kreisjagd- und Bauernverband hin beschlossen, Jägern eine Abschussprämie für erlegtes Schwarzwild zu bezahlen. Das berichtet der Merkur. Der amtliche Zuschuss soll zehn Euro pro Wildschwein betragen. Voraussetzung ist, dass das Stück in einem Jagdrevier im Landkreis zur Strecke gekommen und verwertbar ist, sowie, dass eine Trichinenuntersuchung durchgeführt wurde. Die Prämie soll den Zweck haben, Jäger von den Kosten für die vorgeschriebene Trichinenuntersuchung zu entlasten. Antragsberechtigt ist nur der Jagdpächter.

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Vorgestern, Berlin, Heerstraße, 18.40 Uhr…

Die Berliner Forsten scheinen mit der Bejagung der Sauen im Grunewald jetzt endlich ernst zu machen: Darauf deutet jedenfalls das Bild hin, dass uns JAWINA-Leser JOS gesendet hat: Am Mittwoch um 18.40, also bei bestem Tageslicht und mitten im Berufsverkehr, grubbern Sauen den Grünstreifen zwischen den Fahrbahnen der siebenspurigen Heerstraße um. Nach Angaben von JOS waren es drei Bachen, dazu einige Überläuferbachen und ca. 30 Frischlinge! Von den sich vorbeiwälzenden Automassen ließen sich die Sauen nicht stören. Das lässt nur einen Schluss zu: Die scharfe Bejagung der Sauen durch die Forstpartie hat die Sauen aus dem Wald vertrieben! SE

JAWINA sagt danke für das schöne Bild!

Kreis VG: Bachenabschuss und Abschussprämie für Frischlinge

„Alte jagdliche Zöpfe abschneiden“ – Pilotprojekt will Wildschwein-Bestände „mit unkonventionellen Mitteln“ reduzieren

Exorbitant hohe Wildschäden an landwirtschaftlichen Kulturen, bedrohliche Beschädigungen von Hochwasserschutz-Deichen und eine hohes Seuchengefahr-Potenzial angesichts der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im Nachbarland Polen – diese Faktoren sehen Experten und Praktiker als Folgen zu hoher Wildschwein-Bestände im Nordosten Deutschlands.
Dem will der Landkreis Vorpommern-Greifswald (VG) in Mecklenburg-Vorpommern nun auf Initiative der Jäger  mit einem Aktionsplan begegnen, an dem auch Forst und Landwirte beteiligt sind. Dies erklärte der Kreis VG in einer Pressemitteilung.

Darin heißt es: „Bereits vor Monaten war diese Problematik absehbar. Daher haben sich Weidgenossen an uns gewandt und angefragt, ob wir als Untere Jagdbehörde nicht im Schulterschluss mit Jägerschaft, Landwirten, Forst und Wissenschaft nicht auch neue Wege bei der Schwarzwildbejagung gehen könnten“, sagte Landrätin Dr. Barbara Syrbe.
Es fanden daraufhin vier Schwarzwild-Symposien statt, Rundtisch-Gespräche bei denen sich jagdliche, landwirtschaftliche und forstwirtschaftliche Praktiker zusammenfanden und mögliche Maßnahmen diskutierten.

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Tierquäler vor Gericht

Trächtige Ricke absichtlich überfahren – Polizei ermittelt verdächtige Motorradfahrer

Zwei besonders widerwärtige Fälle von Tierquälerei, begangen gegen Wildtiere, haben in den letzten Wochen für Abscheu und Empörung bei Jägern und Nichtjägern gesorgt: Zum einen der Landwirt, der vergangenen Oktober mit seinem Geländewagen auf einem Feld bei Böttstein im Schweizer Kanton Aargau eine Bache und ihre drei Frischlinge überfahren hatte. Während die drei Frischlinge sofort verendeten, blieb die Bache mit gebrochenem Rückgrat die ganze Nacht auf dem Feld liegen, bis ein Jäger sie am nächsten Morgen erlöste. An den vom Geländewagen hinterlassenen Reifenspuren war zu sehen, dass der Fahrer drei Mal gewendet hatte, um die Tiere zu erwischen. Der Landwirt hatte die Tat lange geleugnet, war jedoch durch Bewegungsprofile überführt worden, die von jedem Benutzer von Mobiltelefonen auch nachträglich erstellt werden können.

Jetzt ist der Täter vom Bezirksgericht Zurzach zu einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten, bedingt auf zwei Jahre – das entspricht der deutschen Bewährungsstrafe – und einer Geldbuße von 4000 Franken verurteilt worden. Außerdem muss er Gerichts- und Anwaltskosten in Höhe von 10.000 Franken tragen. Vor Gericht hatte sich der Mann mit den durch die Wildschweine verursachten Schäden zu rechtfertigen versucht. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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A7: Laster macht Wildschweinrotte platt

Mehr als eine Stunde musste die A7 in Höhe der Anschlussstelle Großenaspe (Kreis Segeberg, Schleswig-Holstein) in Fahrtrichtung Norden) gesperrt werden, nachdem Mittwoch Nacht gegen drei Uhr  der Fahrer eines rumänischen Sattelzuges eine Rotte Wildschweine überfuhr. Auch der Fahrer eines nachfolgenden Audi konnte nicht ausweichen und überfuhr die Tiere. Insgesamt acht Tiere verendeten. Die Feuerwehr musste die Fahrbahn reinigen und die Tierkörper beseitigen. Personen kamen nicht zu Schaden. Der Sachschaden an den beiden Fahrzeugen wird auf rund 10.000 Euro geschätzt. Der Audi wurde abgeschleppt. Der Einsatz war um 4.40 Uhr beendet. PM Polizei

Beitragsbild: Wildunfall (Symbolbild), Copyright: SE

Wildschweine profitieren von milden Temperaturen

DJV veröffentlicht WILD-Jahresbericht 2014

Wildschweine haben sich mittlerweile in ganz Deutschland verbreitet und werden aktuellen Daten zufolge selbst in den Bereichen der Nordseeküste und alpinen Gebieten erlegt. Das zeigen die neuen Streckenzahlen der Jäger, die der Deutsche Jagdverband (DJV) heute im WILD-Jahresbericht veröffentlicht. WILD, das Wildtier-Informationssystem der Länder Deutschlands, erfasst neben Streckenstatistiken der Bundesländer auch Informationen über Populationsentwicklungen ausgewählter Arten, Wildkrankheiten und Wildunfälle. Der Fokus des neuen Berichtes liegt auf Schalenwildarten, wie Rotwild, Wildschwein und Reh, deren Streckenzahlen seit Jahren kontinuierlich steigen.

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