Schlagwort-Archive: Wildschweine

Groteske Anschuldigung gegen Jäger: „Alte und kranke Hunde auf Wildschweine gehetzt“

+++ Mecklenburg-Vorpommern: Wölfe reißen jungen Ochsen +++ Mecklenburg-Vorpommern: Wölfe reißen Schafe auf dem Darß +++ Niedersachsen: Tödlicher Wildunfall – Mann stirbt nach Kollision mit Fuchs +++ Brandenburg: Elche bei Golzow (Landkreis Märkisch-Oderland gesichtet +++

Die Tageszeitung Trierischer Volksfreund (TV) setzt sich mit lügnerischen Anschuldigungen gegen Jäger auseinander, die im Zusammenhang mit Erntejagden bei Wallscheid (Rheinland-Pfalz, Landkreis Bernkastel-Wittlich) erhoben wurden: Angeblich setzten Jäger dort „rücksichtslos alte und kranke Hunde ein, die auf Wildschweine losgelassen würden und danach erschöpft und orientierungslos von den Freiwilligen Helfern der Feuerwehr eingefangen werden müssten.“ Den Anlass für diese grotesken Unterstellungen lieferte ein Einsatz von Stöberhunden in einem Maisfeld. Offenbar waren mehrere der Hunde dabei in der Umgebung gesehen worden und als freilaufende Hunde Polizei und Feuerwehr gemeldet worden.

Weiterlesen

NRW: Schonzeitaufhebung wegen ASP im Märkischen Kreis und Kreis Viersen

Nach dem Rhein-Erft-Kreis hat nun auch der Märkische Kreis per Allgemeinverfügung für Überläufer erlassen. Begründet wird diese Maßnahme mit der Verminderung von Wildschäden sowie der Verminderung des Risikos einer Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Die Schonzeitaufhebung ist mit der Verkündung im Amtsblatt (S. 718) in Kraft getreten und gilt vorerst bis zum 31.03.2018. Wie rp-online.de berichtet, wurde auch im Kreis Viersen die „Schonzeit für junge Wildschweine“ aufgehoben. Auf der Internetseite des Kreises Viersen finden sich dazu keine Informationen, es konnte auch kein/e Mitarbeiter/in der Kreisverwaltung dazu Auskunft geben oder mitteilen, wo der entsprechende Erlass zu finden ist. SE

Beitragsbild: Wildschwein. Foto: SE

BMEL bestätigt: ASP bei 29 Wildschweinen in Tschechien nachgewiesen

Wie das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft soeben auf Nachfrage von JAWINA bestätigte, ist der Erreger der Afrikanischen Schweinepest ASP) bereits bei 29 Wildschweinen nachgewiesen worden. Die Tierseuche scheint sich rasant auszubreiten. Aus diesem Grund schätzt das Friedrich-Löffler-Institut die Gefahr, dass die ASP nach Deutschland eingeschleppt wird, jetzt als hoch ein (JAWINA berichtete). Das FLI warnt in einer aktuellen Pressemitteilung:

Erhöhte Wachsamkeit ist nicht nur für Schweinehalter, Jäger und Tierärzte, sondern allgemein angezeigt. Tot aufgefundene Wildschweine sind den zuständigen Behörden zu melden, die eine Untersuchung sowie die unschädliche Beseitigung der Kadaver veranlassen. Höchste Priorität hat die Verhinderung eines Ausbruchs der ASP in Deutschland. Sollte es dennoch zur Einschleppung in die Wildschweinbestände in Deutschland kommen, so muss dies so früh wie möglich erkannt werden. Nur dann besteht die Möglichkeit der erfolgreichen Seuchenkontrolle.

Weiterlesen

Risikobewertung geändert: FLI sieht hohes Risiko für Einschleppung der ASP nach Deutschland

Update: BMEL bestätigt: Bereits 29 infizierte Wildschweine in Tschechien – FLI: Hygienemaßnahmen bei der Jagd kommt besondere Bedeutung zu

Ende Juni meldete die Tschechische Republik erste Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen im Osten des Landes (JAWINA berichtet). Hierdurch ändert sich die Risikobewertung des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) für den Eintrag der ASP durch direkten Kontakt zwischen Wildschweinen von gering auf mäßig. Außerdem nahmen in den letzten Wochen die Ausbrüche bei Hausschweinen in Polen zu. Daher bewertet das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) das Risiko einer Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest nach Deutschland insgesamt als hoch und ruft zur erhöhten Wachsamkeit auf. Wie das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft auf Nachfrage von JAWINA bestätigt, sind in Tschechien bereits 29 mit ASP infizierte Wildschweine nachgewiesen worden.

Weiterlesen

Berlin: Stadtschweine stehen auf Naturkost

Städtische Wildschweine bevorzugen natürliche Nahrung – anders als vermutet kommen Wildschweine nicht nach Berlin, um dort Mülleimer zu plündern oder andere Nahrungsquellen aus menschlicher Herkunft zu nutzen. Im Gegenteil, auch Stadtschweine ernähren sich vorzugsweise von natürlichen Ressourcen. Das ist das überraschende Ergebnis einer Studie des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW), die von National Geographic und der Stiftung Naturschutz Berlin unterstützt wurde. Die ForscherInnen untersuchten Mägen von 247 Wildschweinen aus Berlin und dem Umland. Die Forschungsergebnisse wurden jetzt in der wissenschaftlichen Zeitschrift „PLOS ONE“ veröffentlicht.

Immer mehr Wildtiere leben in Städten, auch in Berlin, das als „Hauptstadt der Wildschweine“ bekannt ist. Aufgeteilt in vier Forstgebiete sind 20 % des Berliner Stadtgebiets von großflächigen Wäldern bedeckt, ideal für Wildtiere aller Art. Allerdings leben Berliner Wildschweine nicht nur in diesen Stadtwäldern, sondern werden auch regelmäßig in innerstädtischen Parks oder Gärten gesichtet und bringen dort sogar Frischlinge auf die Welt.

Weiterlesen

Bayern: 13 verendete Wildschweine in Gehege

In einem Wildgehege im Veldensteiner Forst (Landkreis Bayreuth) sind 13 verendete Wildschweine aufgefunden worden. Zehn Frischlinge, ein Keiler und zwei Bachen lagen tot in dem Gehege, wie nordbayern.de berichtet. Zunächst wurde die Infektionskrankheit Actinobacillus pleuropneumoniae (APP) als Ursache vermutet, was sich jedoch nicht bestätigte. Befürchtungen, es könne sich um einen ASP-Ausbruch handeln, bestätigten sich glücklicherweise nicht: Wie eine Mitarbeiterin des zuständigen Veterinäramts gegenüber JAWINA bestätigte, kann sowohl die Klassische, als auch die Afrikanische Schweinepest (ASP) als Ursache ausgeschlossen werden – dann wären nämlich alle Sauen in dem Gehege betroffen gewesen. Die Kadaver der verendeten Tiere wurden zur Untersuchung in das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) verbracht. Die Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen. Es gebe aber bereits einen Zwischenbefund, demzufolge es sich um eine bakterielle Infektion durch Pasteurellen handle. Welcher Typ von Pasteurellen solle noch genauer geklärt werden, so die von JAWINA befragte Veterinärin. Die betroffenen Tiere weisen im pathologischen Befunden charakteristische Lungenveränderungen auf.

Weiterlesen

ASP in Tschechien: DJV bittet Jäger um erhöhte Aufmerksamkeit

Nachdem die ersten beiden Fälle der Afrikanischen Schweinepest in der Tschechischen Republik nachgewiesen wurden (JAWINA berichtete), appelliert der DJV an alle Jägerinnen und Jäger in Deutschland, in Alarmbereitschaft zu sein. Entdeckt wurden zwei infizierte Schweine. Der nächstgelegene Fundort ist 400 Kilometer entfernt in der Ukraine.

Kürzlich wurden zwei Wildschweine etwa 300 Kilometer südöstlich von Prag entdeckt, die an der Afrikanischen Schweinepest (ASP) gestorben waren. Damit ist die Afrikanische Schweinepest nur noch rund 300 Kilometer Luftlinie von der deutschen Grenze entfernt. Wie das Virus dorthin gelangt ist, bleibt unklar. Der räumlich nächstgelegene Nachweis liegt 400 Kilometer entfernt in der Ukraine. In der Slowakei, dem östlichen Nachbarn auf dem Weg in die Ukraine, wurde bisher kein ASP-Ausbruch gemeldet.

Weiterlesen

Baden-Württemberg: Zwölf tote Sauen bei Wildunfall

Bei einem Wildunfall auf der B29 bei Remshalden (Rems-Murr-Kreis) wurden zwölf Wildschweine getötet. Am Samstag, gegen  4 Uhr lief eine Wildschweinrotte auf Höhe der Anschlussstelle in Fahrtrichtung Stuttgart auf die Fahrbahn. Dort wurde sie zunächst von  dem Mercedes eines 38jährigen erfasst. Dabei wurden sechs Schweine sofort getötet, vier weitere überlebten den Zusammenstoß und mussten durch einen Jäger erlöst werden. Zwei weitere Sauen überquerten die Fahrbahn und wurden auf der Gegenfahrbahn von einem weiteren Pkw erfasst. Auch diese Wildschweine wurden durch den Aufprall getötet. Die B 29 musste zur Unfallaufnahme, in Fahrtrichtung Stuttgart, für eine Stunde voll gesperrt werden. An den beiden Pkw entstand erheblicher Sachschaden in Höhe von 10000 Euro.  PM

Beitragsbild: Wildunfall. Symbolbild. Foto: SE

Bayern: Landkreis Cham genehmigt 13 Saufänge

Wie ein Sprecher des Landkreises Cham gegenüber JAWINA bestätigte, haben Jagd- und Veterinärbehörde des Landkreises auf Antrag der Jägerschaft 13 Saufänge auf Gemeindegebiet genehmigt. Der Bayerische Rundfunk berichtete, dass die auch unter Jägern umstrittenen Saufänge aufgrund der anwachsenden Schwarzwildpopulation und der damit einhergehenden Zunahme der Wildschäden beantragt und genehmigt worden seien. Im Gemeindegebiet an der deutsch-tschechischen Grenze grenzten ausgedehnte Wälder und Gebirge unmittelbar an intensiv bewirtschaftete landwirtschaftliche Nutzflächen. Dies seien paradiesische Bedingungen für die Sauen, zumal die Durchführung von Bewegungsjagden in vielen Revieren nicht möglich sei. Die jährlich anwachsenden Bestände sind nach Auffassung vieler Jäger mit herkömmlichen jagdlichen Mitteln kaum mehr in den Griff zu bekommen. Die Genehmigung der Saufänge ist auf drei Jahre befristet und mit diversen Auflagen verbunden:

Weiterlesen

Studie: Städtische Wildschweine bevorzugen natürliche Nahrung

Anders als vermutet kommen Wildschweine nicht nach Berlin, um dort Mülleimer zu plündern oder andere Nahrungsquellen aus menschlicher Herkunft zu nutzen. Im Gegenteil, auch Stadtschweine ernähren sich vorzugsweise von natürlichen Ressourcen. Das ist das überraschende Ergebnis einer Studie des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW), die von National Geographic und der Stiftung Naturschutz Berlin unterstützt wurde. Die ForscherInnen untersuchten Mägen von 247 Wildschweinen aus Berlin und dem Umland. Die Forschungsergebnisse wurden jetzt in der wissenschaftlichen Zeitschrift „PLOS ONE“ veröffentlicht.

Immer mehr Wildtiere leben in Städten, auch in Berlin, das als „Hauptstadt der Wildschweine“ bekannt ist. Aufgeteilt in vier Forstgebiete sind 20 % des Berliner Stadtgebiets von großflächigen Wäldern bedeckt, ideal für Wildtiere aller Art. Allerdings leben Berliner Wildschweine nicht nur in diesen Stadtwäldern, sondern werden auch regelmäßig in innerstädtischen Parks oder Gärten gesichtet und bringen dort sogar Frischlinge auf die Welt.

Weiterlesen

Brandenburg: Erlegungsprämie für Schwarzwild

Landkreis Oder-Spree unterzeichnet als erster Landkreis Vereinbarung für Modellprojekt: Prämie für die Erlegung von zusätzlichen Wildschweinen

Der Oder-Spree-Landrat Rolf Lindemann hat am Freitag (10. Februar) mit Agrar- und Umweltminister Jörg Vogelsänger eine Vereinbarung über die Gewährung einer Erlegungsprämie für zusätzlich erlegtes Schwarzwild unterschrieben. Berechnungsgrundlage für die „Übererfüllung“ der Jagdstrecke ist die Streckenmeldung je Jagdbezirk für das Jagdjahr 2015/2016. Jagdjahre beginnen beziehungsweise enden jeweils am 31. März/ 1. April. Streckenmeldungen erfassen auch tot aufgefundene beziehungsweise durch Unfälle getötete Tiere. Für jedes Stück Schwarzwild, das über die Meldung des Referenzjahres 2015/2016 hinaus im jeweiligen Jagdbezirk erlegt wird, können die Jagdpächter eine Erlegungsprämie in Höhe von 20 Euro beantragen.

Weiterlesen

Wildschweine machen Stress

Kriegsgräberstätte verwüstet – Volksbund ruft zu Spenden auf

In Berlin ist am Samstag gegen 14.00 Uhr eine Wildschweinrotte in der Nähe des Flughafens Tegel am belebten Kurt-Schumacher-Platz im Bezirk Reinickendorf aufgetaucht. Ein Keiler sonderte sich von der Rotte ab und verletzte im Volkspark Rehberge einen Mann und zwei Frauen. Die Polizei erschoss den Keiler, der Rest der Rotte zog sich ohne weitere Komplikationen in die umliegenden Grüngebiete zurück.

In Siegen (NRW, Kreis Siegen-Wittgenstein) streifte ein Wildschwein gegen 16.00 Uhr durch die Innenstadt und überquerte von Autos und Fußgängern stark frequentierte Straßen und Gehwege. Ein Polizeiwagen nahm die Verfolgung auf, woraufhin das Tier die Flucht ergriff und durch die Glastür eines Friseursalons sprang. Die Polizei blockierte die Tür mit dem EInsatzfahrzeug, ein zur Unterstützung herangezogener Jäger erlegte das Tier im Friseursalon.

Weiterlesen

Spanien: Bogenjäger gegen Stadtschweine

55 Bogenjäger bekämpfen im Auftrag des städtischen „Dienstes für die Kontrolle wild lebender Arten durch den Bogen“ (Servicio de Controladores con Arco de Especies Silvestres) Wildschweine im Umland der spanischen Hauptstadt Madrid, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet. Die rasante Vermehrung der Sauen führt nicht nur zu einer drastischen Zunahme von Wildschäden, die Wildschweine verursachen Verkehrsunfälle, haben gelernt, sich ihr Futter im Müll zu suchen und vereinzelt bereits Menschen angegriffen. Bereits 2011 sei von den Behörden Madrids beschlossen worden, Bogenjäger gegen die schätzungsweise 35.000 Wildsauen im Umland Madrids einzusetzen. Der Bogen ist eine lautlose Waffe, weshalb es zu keiner Belästigung und Beunruhigung der Bevölkerung kommt, zudem ist die Gefahr durch Abpraller und verirrte Geschosse im Vergleich zum Einsatz einer Kugelwaffe in städtischem Bericht deutlich geringer. Dennoch kritisieren Tierschützer den Einsatz von Pfeil und Bogen massiv: Insbesondere bei nicht optimalen Schüssen müssten die Tiere einen langen Todeskampf erleiden. SE

Weiterlesen

Rheinland-Pfalz: Wildschweine vergraulen Touristen

In Bernkastel-Kues, einem Heilbad und Erholungsort an der Mosel, beschweren sich Touristen über die anwachsende Wildschwein-Population im Stadtwald, wie der Volksfreund.de berichtet. „Manche Urlauber trauen sich gar nicht mehr in den Wald“, zitiert das Blatt eine Ortsvorsteherin. Der Leiter des für den Stadtwald zuständigen Forstreviers bestätigte, dass sich die Sauen „extrem vermehrt“ hätten. Schuld seien der zunehmende Maisanbau auf den angrenzenden Feldern und die milden Winter. Zusammen mit dreißig Jagdpächtern aus der Umgebung wurde über eine Intensivierung der Bejagung beraten. SE

Weiterlesen

Remmel-Ministerium fordert Jäger zum Handeln auf

Das von dem Grünen-Politiker Johannes Remmel geführte NRW-Umweltministerium fordert die Jäger angesichts der anwachsenden Schwarzwildpopulation zum Handeln auf, wie die WAZ berichtet. Fragt sich nur, warum sich die Jäger um irgendwelche Forderungen von Herrn Remmel scheren sollten, der den Grünröcken im Land das ideologielastige und allseits verhasste, sogenannte „ökologische“ Jagdgesetz beschert hat. Das fragt die WAZ zwar nicht, dafür hat sie aber drei andere interessante Fragen an das Remmel-Ministerium gerichtet, und zwar:

1. Warum wurde im neuen Jagdgesetz die Jagdzeit für Schwarzwild von 1. August bis 31. Januar auf 1. August bis 15. Januar verkürzt?

2. Warum wurde die zulässige Ködermenge Mais in Kirrungen von 1 l auf 0,5 l halbiert?

3. Warum müssen Kirrungen auf drei Stellen hinterm Komma nach dem Gauß-Krüger-Koordinaten-System der unteren Jagdbehörde angezeigt werden?

Das sind alles Maßnahmen, die Jäger als schikanös empfinden und eine effiziente Bejagung des Schwarzwildes erschweren. Das Remmel-Ministerium ficht das aber nicht an, wie dessen Antworten in der WAZ zeigen. SE

Weiterlesen

Baden-Württemberg: Jagdzeit für Schwarzwild ab März

Rasanter Anstieg bei Verwendung von Schalldämpfern im Ländle

Die baden-württembergische Landesregierung will zwecks Vermeidung von Wildschäden und zur Eindämmung der wachsenden Wildschweinpopulation die Bejagung von Schwarzwild schon ab März ermöglichen. Das Landesjagdgesetz solle entsprechend geändert werden. Das geht aus der Antwort des Ministers für Ländlichen Raum, Peter Hauk (CDU) auf eine schriftliche Anfrage von SPD-Abgeordneten hervor. Darin heißt es, eine „Gesetzesänderung zur Umsetzung der im Koalitionsvertrag vereinbarten unbürokratischen Möglichkeit, im März das Schwarzwild auch bei günstigen Schneelagen im Wald zu bejagen, ist in Vorbereitung.“ Durch die Änderung dieser jagdrechtlichen Bestimmung solle die Schwarzwildbejagung in Bereichen ermöglicht werden, „die durch geeignete Schneelagen bedingt günstige Bejagungsmöglichkeit aufweisen.“

Weiterlesen

Bayern: Landkreis zahlt Abschussprämie für Schwarzwild

Wie eine Sprecherin auf Nachfrage von JAWINA bestätigte, hat der bayerische Landkreis Dachau auf einen Antrag von Kreisjagd- und Bauernverband hin beschlossen, Jägern eine Abschussprämie für erlegtes Schwarzwild zu bezahlen. Das berichtet der Merkur. Der amtliche Zuschuss soll zehn Euro pro Wildschwein betragen. Voraussetzung ist, dass das Stück in einem Jagdrevier im Landkreis zur Strecke gekommen und verwertbar ist, sowie, dass eine Trichinenuntersuchung durchgeführt wurde. Die Prämie soll den Zweck haben, Jäger von den Kosten für die vorgeschriebene Trichinenuntersuchung zu entlasten. Antragsberechtigt ist nur der Jagdpächter.

Weiterlesen

Vorgestern, Berlin, Heerstraße, 18.40 Uhr…

Die Berliner Forsten scheinen mit der Bejagung der Sauen im Grunewald jetzt endlich ernst zu machen: Darauf deutet jedenfalls das Bild hin, dass uns JAWINA-Leser JOS gesendet hat: Am Mittwoch um 18.40, also bei bestem Tageslicht und mitten im Berufsverkehr, grubbern Sauen den Grünstreifen zwischen den Fahrbahnen der siebenspurigen Heerstraße um. Nach Angaben von JOS waren es drei Bachen, dazu einige Überläuferbachen und ca. 30 Frischlinge! Von den sich vorbeiwälzenden Automassen ließen sich die Sauen nicht stören. Das lässt nur einen Schluss zu: Die scharfe Bejagung der Sauen durch die Forstpartie hat die Sauen aus dem Wald vertrieben! SE

JAWINA sagt danke für das schöne Bild!

Kreis VG: Bachenabschuss und Abschussprämie für Frischlinge

„Alte jagdliche Zöpfe abschneiden“ – Pilotprojekt will Wildschwein-Bestände „mit unkonventionellen Mitteln“ reduzieren

Exorbitant hohe Wildschäden an landwirtschaftlichen Kulturen, bedrohliche Beschädigungen von Hochwasserschutz-Deichen und eine hohes Seuchengefahr-Potenzial angesichts der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im Nachbarland Polen – diese Faktoren sehen Experten und Praktiker als Folgen zu hoher Wildschwein-Bestände im Nordosten Deutschlands.
Dem will der Landkreis Vorpommern-Greifswald (VG) in Mecklenburg-Vorpommern nun auf Initiative der Jäger  mit einem Aktionsplan begegnen, an dem auch Forst und Landwirte beteiligt sind. Dies erklärte der Kreis VG in einer Pressemitteilung.

Darin heißt es: „Bereits vor Monaten war diese Problematik absehbar. Daher haben sich Weidgenossen an uns gewandt und angefragt, ob wir als Untere Jagdbehörde nicht im Schulterschluss mit Jägerschaft, Landwirten, Forst und Wissenschaft nicht auch neue Wege bei der Schwarzwildbejagung gehen könnten“, sagte Landrätin Dr. Barbara Syrbe.
Es fanden daraufhin vier Schwarzwild-Symposien statt, Rundtisch-Gespräche bei denen sich jagdliche, landwirtschaftliche und forstwirtschaftliche Praktiker zusammenfanden und mögliche Maßnahmen diskutierten.

Weiterlesen

Tierquäler vor Gericht

Trächtige Ricke absichtlich überfahren – Polizei ermittelt verdächtige Motorradfahrer

Zwei besonders widerwärtige Fälle von Tierquälerei, begangen gegen Wildtiere, haben in den letzten Wochen für Abscheu und Empörung bei Jägern und Nichtjägern gesorgt: Zum einen der Landwirt, der vergangenen Oktober mit seinem Geländewagen auf einem Feld bei Böttstein im Schweizer Kanton Aargau eine Bache und ihre drei Frischlinge überfahren hatte. Während die drei Frischlinge sofort verendeten, blieb die Bache mit gebrochenem Rückgrat die ganze Nacht auf dem Feld liegen, bis ein Jäger sie am nächsten Morgen erlöste. An den vom Geländewagen hinterlassenen Reifenspuren war zu sehen, dass der Fahrer drei Mal gewendet hatte, um die Tiere zu erwischen. Der Landwirt hatte die Tat lange geleugnet, war jedoch durch Bewegungsprofile überführt worden, die von jedem Benutzer von Mobiltelefonen auch nachträglich erstellt werden können.

Jetzt ist der Täter vom Bezirksgericht Zurzach zu einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten, bedingt auf zwei Jahre – das entspricht der deutschen Bewährungsstrafe – und einer Geldbuße von 4000 Franken verurteilt worden. Außerdem muss er Gerichts- und Anwaltskosten in Höhe von 10.000 Franken tragen. Vor Gericht hatte sich der Mann mit den durch die Wildschweine verursachten Schäden zu rechtfertigen versucht. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Weiterlesen

A7: Laster macht Wildschweinrotte platt

Mehr als eine Stunde musste die A7 in Höhe der Anschlussstelle Großenaspe (Kreis Segeberg, Schleswig-Holstein) in Fahrtrichtung Norden) gesperrt werden, nachdem Mittwoch Nacht gegen drei Uhr  der Fahrer eines rumänischen Sattelzuges eine Rotte Wildschweine überfuhr. Auch der Fahrer eines nachfolgenden Audi konnte nicht ausweichen und überfuhr die Tiere. Insgesamt acht Tiere verendeten. Die Feuerwehr musste die Fahrbahn reinigen und die Tierkörper beseitigen. Personen kamen nicht zu Schaden. Der Sachschaden an den beiden Fahrzeugen wird auf rund 10.000 Euro geschätzt. Der Audi wurde abgeschleppt. Der Einsatz war um 4.40 Uhr beendet. PM Polizei

Beitragsbild: Wildunfall (Symbolbild), Copyright: SE

Wildschweine profitieren von milden Temperaturen

DJV veröffentlicht WILD-Jahresbericht 2014

Wildschweine haben sich mittlerweile in ganz Deutschland verbreitet und werden aktuellen Daten zufolge selbst in den Bereichen der Nordseeküste und alpinen Gebieten erlegt. Das zeigen die neuen Streckenzahlen der Jäger, die der Deutsche Jagdverband (DJV) heute im WILD-Jahresbericht veröffentlicht. WILD, das Wildtier-Informationssystem der Länder Deutschlands, erfasst neben Streckenstatistiken der Bundesländer auch Informationen über Populationsentwicklungen ausgewählter Arten, Wildkrankheiten und Wildunfälle. Der Fokus des neuen Berichtes liegt auf Schalenwildarten, wie Rotwild, Wildschwein und Reh, deren Streckenzahlen seit Jahren kontinuierlich steigen.

Weiterlesen

Wildschwein-Forscher der Uni Rostock starten Projekt in Sachsen

„Wildschweine vermehren sich explosionsartig und richten große Schäden in der Landwirtschaft an“, sagt Dr. Hinrich Zoller von der Universität Rostock. Aus ganz Deutschland erhält der Biologe derzeit Anfragen zu „seinem“ Wildschwein-Forschungsprojekt. Er erkundet seit drei Jahren im Auftrag der Hansestadt Rostock und dem Schweriner Landwirtschaftsministerium in und um Rostock die Gewohnheiten der Schwarzkittel vor allem mit dem Ziel, sie künftig von Parks, Straßen, Gärten und Feldern fernzuhalten. Seit über zwei Jahren sind die Ortskerne von Rostock Markgrafenheide und Hohe Düne wildschweinfrei. Dort war das Pilotprojekt zur Wildschwein-Bekämpfung gestartet. Zoller kennt sich auch als Waidmann mit den Gepflogenheiten der Wildschweine bestens aus. Er gehört in Deutschland mit zu den ersten Forschern, die sich so intensiv mit Wildschweinen im städtischen Bereich beschäftigen.

Weiterlesen

Landgericht Berlin: Vermieter muss Mieter vor Wildschweinen schützen

Der Mieter einer Erdgeschosswohnung in Berlin hat seinen Vermieter verklagt, weil immer wieder Wildschweine in seinem Garten marodierten. Während das Amtsgericht Berlin Wedding in der Vorinstanz noch geurteilt hatte, dass Wildschweine im Garten eines Hauses in Waldnähe keinen Mangel darstellten, kam das Landgericht zu einem anderen Schluss: Demnach hat der Vermieter die Pflicht, seine Mieter mit geeigneten Mitteln vor allzu engem Kontakt mit Wildschweinen zu schützen.

Im Garten des Mieters waren nicht nur vereinzelte Sauen, sondern ganze Rotten, darunter führende Bachen mit Frischlingen aufgetaucht. Er hatte daraufhin selbst einen Stromzaun gespannt und den Vermieter aufgefordert, den alten und schadhaften Zaun zu reparieren. Als nichts geschah, minderte er die Miete und zog vor Gericht.

Weiterlesen

Wenn die Bache zum Angriff bläst

Familienzuwachs bei den Wildschweinen. Der Landesjagdverband Brandenburg e.V. (LJVB) empfiehlt, Wald- und Feldwege nicht zu verlassen und Hunde beim Spaziergang anzuleinen.

Derzeit erblickt der Wildschweinnachwuchs in Brandenburgs Wäldern und Fluren das Licht der Welt. Nach einer Tragzeit von drei Monaten, drei Wochen und drei Tagen werfen die Bachen bis Ende Februar ein bis acht Frischlinge, die drei Monate gesäugt werden. In den ersten Tagen nach der Geburt dulden die weiblichen Wildschweine keine Artgenossen in ihrer Nähe. Sie verlieren sogar die Scheu vor den Menschen und greifen mitunter sogar an, wenn sich jemand dem sogenannten Wurfkessel nähert. „Zwischen Bache und ihre Frischlinge zu geraten, kann für Spaziergänger und Hunde gefährlich werden. Wir empfehlen deshalb dringend, die Wald- und Feldwege nicht zu verlassen und Hunde ausschließlich angeleint mitzuführen“, sagt Georg Baumann, Geschäftsführer des LJVB. „Spätestens wenn die Wildschweinmutter laut die Atemluft ausstößt, ist Gefahr in Verzug. Damit stellt die Bache unmissverständlich klar, dass sie mit vollem Einsatz bereit ist, ihre Frischlinge zu verteidigen.“, so Baumann weiter.

Weiterlesen

BfR: Handschuhe beim Aufbrechen schützen vor Hepatitis E

Studie bestätigt die Notwendigkeit sorgfältiger Hygienemaßnahmen bei der Gewinnung und Zubereitung von Wildschweinfleisch

Wildschweine können Träger des Hepatitis E-Virus (HEV) sein. Für Jäger besteht durch direkten Kontakt zu Wildschweinen bei der jagdlichen Gewinnung von Wildschweinfleisch deshalb ein erhöhtes Infektionsrisiko. „Dieses Risiko kann durch das Tragen von Handschuhen beim Aufbrechen und Zerlegen des Wildkörpers und der anschließenden Zubereitung von jagdlich gewonnenem Wildschweinfleisch erheblich verringert werden“, zieht  BfR-Präsident  Professor Dr. Dr. Andreas Hensel als Fazit aus den Ergebnissen einer neuen Studie, die das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Zusammenarbeit mit anderen Forschungseinrichtungen durchführte. „Jäger können sich durch das Tragen von Handschuhen folglich vor einer HEV-Infektion wirksam schützen.“ Das BfR nimmt diese Studie deshalb zum Anlass, auf seine Empfehlungen zu verbesserten Hygienemaßnahmen beim Aufbrechen, bei der Zerlegung und der Zubereitung von Wildschweinen – auch im Hinblick auf den Schutz vor anderen Infektionserregern – hinzuweisen.

Weiterlesen

Wissenschaftlich erwiesen: Klimawandel für Populationsanstieg von Wildschweinen verantwortlich

Wildschweine auf dem Vormarsch – Klimaerwärmung fördert Populationswachstum

Die Wildschweinpopulation in Europa wächst. Warum das so ist, war bisher unklar. Das Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie (FIWI) der Vetmeduni Vienna hat nun herausgefunden, dass die Klimaerwärmung dabei eine wichtige Rolle spielt. Nach milden Wintern wächst die Zahl der Wildschweine besonders stark. Auch die verfügbare Nahrung ist ausschlaggebend. Nach Jahren mit besonders hohen Bucheckernerträgen gibt es auch mehr Wildschweine. Die Forschungsergebnisse sind im Journal Plos One nachzulesen.

Seit den 1980er Jahren wächst die Wildschweinpopulation in Europa stetig. Das wird immer häufiger zum Problem für die Landwirtschaft, wenn die Tiere auf der Suche nach Nahrung die Felder plündern. „Wie viele Wildschweine es tatsächlich in Europa gibt, ist gar nicht so leicht zu erheben“, meint der Wildtierbiologe und Erstautor der Studie, Sebastian Vetter. „Deshalb haben wir Jagd- und Verkehrsunfallstatistiken ausgewertet und konnten so das Wachstum der Wildschweinpopulation nachvollziehen.

Weiterlesen

Neues von der Berliner Wildschweinezucht…

Die Jawina-Meldung über einen Räudeausbruch in der Berliner Wildschwein-Überpopulation hat für eine heftige Diskussion gesorgt. Jawina-Leser haben uns Bilder geschickt, die das Ausmaß der Schwarzwildschäden dokumentieren – übrigens im Bereich der Berliner Forsten. Das Beitragsbild zeigt die von Wildsauen säuisch zugerichtete Badewiese an der Krummen Lanke im Grunewald, im Berliner Bezirk Zehlendorf. In der Badesaison liegen dort leicht oder gar nicht bekleidete Berliner dicht an dicht. Doch: „Mit liegen in der Sonne an der Krummen Lanke wird es wohl nix in der nächsten Zeit“, lautet der leicht hämische Kommentar des Jawina-Lesers, der uns das Bild gemailt hat. Gern gießen wir noch mehr Öl ins Feuer, indem wir im folgenden noch ein paar nackte Sauen zeigen: Die armen Schweine haben Räude und sind in den letzten Wochen in Berlin erlegt worden.

Weiterlesen

Berlin: Räudige Stadtschweine

Die Wildschweinzucht in den Berliner Forsten bleibt nicht ohne Folgen: In der Berliner Wildschweinpopulation grassiert die Räude. „Vom Eichkamp bis zum Wannsee“ – also im gesamten Grunewald – würden derzeit teilweise massiv befallene Wildschweine erlegt, von Hunden gerissen oder verendet aufgefunden, erklärte ein Berliner Förster auf Nachfrage von Jawina.de. Offenbar breitet sich die Erkrankung derzeit weiter aus: Der auf dem Beitragsbild abgebildete Frischling wurde am Dienstag am nordwestlichen Stadtrand erlegt. Die durch Sarcoptes-Milben verursachte und hoch ansteckende Erkrankung sowie deren rasante, flächendeckende Ausbreitung sind deutliche Hinweis auf eine Überpopulation. Die Erkrankung ist auf Hunde und andere Säugetiere, selten auch auf Menschen übertragbar. Befallene Individuen leiden an unerträglichem Juckreiz, der die Tiere von der Nahrungsaufnahme abhält und häufig zu einem qualvollen Verenden führt. Bei fortgeschrittenem Befall sind die Tiere stellenweise oder gar vollständig kahl.

Weiterlesen

Neue Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) in Polen

LJV Brandenburg fordert mehr Unterstützung bei Präventionsmaßnahmen

Im Grenzgebiet der polnischen Republik nach Weißrussland sind zwei weitere Fälle der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen festgestellt worden, wie das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Verbraucherschutz kürzlich meldete. Damit steigt die Gefahr, dass die hoch ansteckende Seuche bald auch in Deutschland ausbricht. Den rund 12.500 Jägern in Brandenburg kommt bei der Gefahrenabwehr eine besondere Verantwortung zu. Einerseits sind sie aufgefordert, Verdachtsfälle sofort an die zuständige Veterinärbehörde zu melden. Andererseits sollen sie durch eine verstärkte Bejagung zu einer Reduktion der Bestände beitragen.

Weiterlesen

Sachsen: Jäger und Landwirte vereinbaren Zusammenarbeit

Freiberger Erklärung unterzeichnet.

Im Beisein von Staatsminister Frank Kupfer haben die Verbandsspitzen des Landesjagdverbandes Sachsen e. V., des Sächsischen Landesbauernverbandes e. V., des Sächsischen Waldbesitzerverbandes e. V., der Landesarbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer und der Geschäftsführer des Staatsbetriebes Sachsenforst heute (30. Juni 2014) in Dresden eine Erklärung mit „Gemeinsamen Empfehlungen zur Reduzierung von überhöhten Schwarzwildbeständen in Sachsen“ unterzeichnet. „Die steigenden Wildschweinbestände und die weitere Ausbreitung dieser Wildart stellen uns vor große Herausforderungen“, sagte der Minister. „Deshalb unterstütze ich das Anliegen der Verbände. Es gilt in erster Linie, übermäßige Wildschäden zu vermeiden und die Seuchengefahr zu verringern. Dazu ist eine Reduzierung des Schwarzwildbestandes durch konsequente Bejagung erforderlich.“

Weiterlesen

Algerien: Wildschweinplage nach Jagd- und Waffenverbot

Es gibt viele Beispiele dafür, dass Jagd- und Jagdwaffenverbote auf Dauer nicht praktikabel sind: Etwa die Vergasung flugunfähiger Gänse in den Niederlanden, die unhaltbaren Zustände in dem ebenfalls niederländischen Naturpark Oostvaardersplassen oder explodierende Wildschäden in Norditalien. Der Berliner Tagesspiegel bringt in einem kurzen, sehenswerten Video ein weiteres Beispiel: In Algerien waren Jagdwaffen verboten worden, weil die Regierung Terroristen fürchtete. Die Folge: Eine untragbare Wildschweinplage.Die Verbote mussten zurück genommen werden. SE

Zum Video geht es hier.

Bild: Screenshot der Tagesspiegel-Internetseite. Copyright: Tagesspiegel.

Afrikanische Schweinepest: Workshop zur ASP gibt Empfehlungen für Jäger

Verendete Wildschweine ab sofort untersuchen lassen – Jagdruhe im Fall eins Ausbruchs – Nur mäßiges Risiko durch Jagdtourismus

Am 13. März fand in Berlin ein vom Friedrich-Löffler-Institut initiierter Workshop statt, auf dem Experten erörterten, wie hoch das Risiko ist, dass die Afrikanische Schweinepest (ASP) nach Deutschland eingeschleppt wird – und welche Strategien im Fall eines Ausbruchs die Verbreitung der Seuche aufhalten könnten. „Alle Teilnehmer stimmten überein, dass im Ausbruchsfall in dem betroffenen Gebiet zunächst Jagdruhe herrschen sollte“, heißt es in den vom FLI veröffentlichten Ergebnissen des Fachgesprächs: „Eine Bejagung könnte Unruhe in die dort ansässigen Rotten bringen und unter Umständen zu ausgeprägten Wanderbewegungen führen, die das Risiko einer Verschleppung des Erregers erhöhen. Dies entspricht auch den Empfehlungen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA). Außerdem sollte Fallwild etwa sechs bis zehn Tage nach Feststellung des Ausbruchs gezielt gesucht und aus dem Revier verbracht werden.“

Weiterlesen

IWA-Nachlese 2: Hundeschutzweste mit integrierter Wolfs-Abwehr

Wolfsangriffe sind Todesursache Nr. 1 bei Stöberhunden in Schweden – diese Hundeschutzwesten-Kombination des schwedischen Herstellers Dogtech verspricht Schutz bei Attacken von Wildschwein und Wolf.

Die Schweden haben bei der Entwicklung der Hundeschutzweste Protector Pro einen innovativen Ansatz verwirklicht: Unter der strapazierfähigen Außenhaut aus kräftigem Nylongewebe (Cordura), steckt ein aus Neopren geschneiderter Kern – das ist das Material, aus dem Taucheranzüge bestehen. Die Neoprenschicht hält den Hund warm, falls er bei der Jagd in eiskaltes Wasser fällt, was im Winter, wenn Flüsse und Seen mit einer dünnen Eisschicht überfroren sind, bekanntermaßen eine reale Gefahr darstellt. Außerdem gewährt die Weste einen gewissen Auftrieb: Das soll verhindern, dass der Hund ertrinkt.

Weiterlesen

Mecklenburg-Vorpommern: Aus Seuchenschutzgründen Jagd auf Rabenvögel in Großschutzgebieten

Auf der Jahreshauptversammlung des LJV Mecklenburg-Vorpommern am Samstag in Linstow hat Landesumweltminister Till Backhaus (SPD) angekündigt, dass wegen des Vordringens der Afrikanischen Schweinepest (ASP) die Jagd auf Nebelkrähen, Raben und Elstern in Großschutzgebieten freigegeben werden soll. Auch die Prädatorenbejagung, also der in den Schutzgebieten bislang verpönte Abschuss von Füchsen und Waschbären, soll Backhaus zufolge ermöglicht werden. Desweiteren forderte Backhaus die Jägerschaft auf, die Schwarzwildbejagung an der Grenze zu Polen zu intensivieren und Jagdreisen nach Litauen, Ostpolen und Weißrussland abzusagen, um die Verbreitung der ASP nicht zu begünstigen.

Weiterlesen