Schlagwort-Archive: Wildschwein

Tote Wildtiere in Berlin – Polizei ermittelt

Nachdem Anwohner im Lauf der letzten Wochen 14 tote Füchse und ein verendetes Wildschwein in Hakenfelde im Spandauer Forst gefunden haben, ermittelt nun die Polizei. Einem Bericht des rbb zufolge wurden auch mit Glasscherben zugeschüttete Fuchsbaue und mit einer bislang unbekannten Substanz gefüllte Bambusrohre entdeckt, was auf Giftköder hindeute. Wenige Kilometer entfernt, am Tegeler See, sind inzwischen 14 Hunde nach Spaziergängen am See gestorben. Die Todesursache konnte bisher nicht festgestellt werden, auch ist unklar, ob ein Zusammenhang zwischen den toten Wildtieren und den toten Hunden besteht. Hundebesitzer sind auf jeden Fall zu größter Vorsicht aufgefordert. Verdächtige Personen oder Gegenstände sollten der Polizei gemeldet werden. SE

Beitragsbild: Wildschwein im Spandauer Forst. Foto: SE

Hessen: Trichinenfund bei Wildschwein im Landkreis Gießen

Bei einem im Landkreis Gießen erlegten Wildschwein sind Trichinen nachgewiesen worden. Der Fachdienst Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Landkreises Gießen hatte im Rahmen der amtlichen Trichinenuntersuchung bei dem Ende April erlegten Tier Trichinen festgestellt. Inzwischen hat das Bundesinstitut für Risikobewertung den Befund bestätigt und mitgeteilt, dass es sich um Trichinella pseudospiralis handelt.

Eine Infektion mit diesem Parasiten verläuft beim Wildschwein meist unauffällig, kann jedoch für den Menschen sehr gefährlich sein und sogar tödlich verlaufen. Eine Infektion ist durch den Verzehr von trichinenhaltigem rohem beziehungsweise nicht ausreichend durcherhitztem Fleisch, Rohwürsten, Schinken oder Gehacktem möglich.

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Wien: Keiler randaliert auf Kinderspielplatz

Update: Petition fordert „Justiz“ für getötetes Wildschwein…

Petition „Justiz für Wildschwein“ auf Change.org. (Bildschirmfoto, Ausschnitt)

Update: Wenige Stunden nach dem Abschuss eines Wildschweins in Wien, das kurz zuvor Kinder auf einem Spielplatz in die Flucht geschlagen hatte (s.u.), regt sich Protest: Eine Michelle Missbauer hat auf Change.org eine Petition gestartet, die sich an die Staatsanwaltschaft Wien richtet und Gerechtigkeit für den erlegten Keiler fordert. „Das Veterinäramt hat den Abschuss freigegeben!“, erregt sich die Petentin: „Laut den Aussagen der Leute, die vor Ort waren, sei das Wildschwein jedoch in keinster Weise aggressiv“ gewesen! Die Zeitung habe bei der Berichterstattung „nicht die Wahrheit verfasst, weil die Kommentare der Leute eine andere Sprache sprechen!“ Und natürlich: „Die Behörden haben versagt!“ Eine Strafe sei das Mindeste, was nun gefordert wird, für dieses sinnlose Töten, meint Missbauer. Schon 108 Unterstützer haben die Petition gezeichnet, seit diese vor 16 Stunden (Stand 29.05. 11:05 Uhr) gestartet wurde.

Ein angeblich 250 Kilogramm schwerer Keiler hat am Samstag Abend Kinder auf einem Spielplatz im Gemeindbezirk Donaustadt im Norden Wiens attackiert. Das berichtet das Onlineportal Nachrichten.at. Der Keiler sei „wie aus dem Nichts“ gegen 20.45 auf dem Spielplatz erschienen und auf die Kinder losgestürmt. Die Kinder rannten weg, der Keiler schob sich in einem Gebüsch im Innenhof eines Gemeindebaus ein. Nach missglückten Versuchen, den angriffslustigen Keiler lebend zu fangen, wurde er mit Polizeihunden aus seinem Versteck gescheucht und von einem Mitglied der österreichischen SEK-Einheit Cobra vom Dach eines Polizeibusses aus erschossen. Zuvor sei die Wohnanlage wegen Gefahr im Verzug weiträumig abgesperrt und Polizeibeamte in den Treppenhäusern postiert worden, um sicherzustellen, dass kein Anwohner das Haus verlasse. Ein Polizeisprecher vermutete im Gespräch mit Nachrichten.at, dass der Keiler aus der Lobau, einem Donau-Auengebiet nordöstlich von Wien eingewandert sei.

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Hessen: Trichinenfund bei Wildschwein im Landkreis Gießen

Der Landesbetrieb Hessisches Landeslabor teilt mit, dass in der Trichinen- Untersuchungsstelle des Amtes für Verbraucherschutz und Veterinärwesen des Landkreises Gießen im Rahmen der amtlichen Schlachttier- und Fleischuntersuchung ein Trichinellen-verdächtiges Wildschwein identifiziert wurde. Das etwa 43 Kilogramm schwere und am 22.04.2017 in Grünberg-Harbach erlegte Tier wurde daraufhin in die oben genannte Untersuchungsstelle verbracht.

Sowohl in der ursprünglichen, als auch in erneut entnommenen Proben des betroffenen Wildschweins konnte die anfängliche Verdachtsdiagnose eindeutig bestätigt werden. Sämtliche Proben wurden auch an das Nationale Referenzlabor für Trichinellen am Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) zwecks Bestätigung und weiterer Typisierung übersandt. Dort wurde der Befund erneut bestätigt. Die Trichinella- Larven wurden mittels PCR als T. pseudopiralis identifiziert.

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Brandenburg: Trichinenbefall bei Wildschwein

Bei einem in der Gegend um Märtensmühle (Landkreis Teltow-Fläming) erlegten Wildschwein wurden bei der Untersuchung von Fleischproben am 27. April 2017 im Labor des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes Teltow-Fläming Trichinen gefunden. Die Nachuntersuchung im nationalen Referenzlabor für Trichinella im Bundesinstitut für Risikobewertung bestätigte den Fund von trichinella spiralis. Das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt macht aus diesem Anlass noch einmal darauf aufmerksam, wie wichtig eine gründliche und lückenlose Untersuchung von Wild- und Hausschweinen auf Trichinen ist. Trichinen sind kleine Fadenwürmer, die verkapselt in der Muskulatur von Säugetieren, Vögeln und Reptilien auftreten, sofern diese Fleisch- oder Allesfresser sind.

Die Infektion erfolgt über die Aufnahme von verseuchtem Fleisch. Im Magen wird das Fleisch verdaut und die Trichinen aus den Kapseln freigesetzt. Es folgt für einige Tage eine Vermehrungsphase im Darm, bevor die Larven über Lymph- und Blutgefäße in die Muskulatur gelangen. Dort kapseln sie sich ein, können bis zu 30 Jahre überleben und einen neuen Wirt infizieren.

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Brandenburg: Erlegerprämie für Schwarzwild im Landkreis Barnim

20 Euro pro erlegtem Schwarzkittel

Der Landkreis Barnim nimmt entsprechend einer Vereinbarung mit dem Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft (MLUL) an der Einführung einer Erlegerprämie für Schwarzwild teil. Mit einem Betrag von 20 Euro kann jedes Stück Schwarzwild (auch Unfall und Fallwild), welches über der Streckenmeldung des Jagdjahres 2015/2016 (Referenzjahr) erlegt wurde, prämiert werden. Das Pilotprojekt ist zunächst für drei Jagdjahre (2016/17, 2017/18, 2018/19) ausgelegt. Damit sollen Schäden auf landwirtschaftlichen Nutzflächen reduziert, Schäden an Hochwasserschutzanlagen an der Oder und Neiße vermieden und ein positiver Effekt zur Erleichterung der Seuchenbekämpfung (ASP) erreicht werden.

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Frischling frisst Frontkämpfer

Echt jetzt? Diverse Medien, darunter auch Jagdmedien, melden dieser Tage, dass Wildschweine drei IS-Kämpfer in den Hamrin-Bergen etwa 70 Kilometer südlich von der nordirakischen Stadt Mossul getötet und fünf weitere verwundet haben sollen. Hektisch gegen entsprechende alarmistische Hinweise in den Nachrichtenkanälen der JAWINA-Redaktion ein. Demnach hätten die Frontkämpfer einen Hinterhalt installiert, um Anti-IS-Kämpfer eines lokalen Stammes anzugreifen. Es sei „wahrscheinlich“, dass die Terrorkämpfer dabei eine Rotte Wildschweine gestört hätten, die die Gegend und die nahegelegenen Kornfelder bewohnten“, wird  ein gewisser Sheikh Anwar al-Assi, vom örtlichen Ubaid Stamm zum Beispiel in USA Today zitiert. Dafür hätten die Wildschweine blutige Rache genommen. Mal abgesehen von der jagdlichen Relevanz – wie „wahrscheinlich“ die von Scheich Anwar al-Assi aufgetischte Geschichte wirklich ist, sollten Jäger doch recht zuverlässig beurteilen können. Nach weitgehend übereinstimmenden Erfahrungen ergreifen gestörte Wildschweinrotten eher die Flucht, als zu einem koordinierten Gegenangriff überzugehen. Selbst bei der Nachsuche auf krank geschossene und entsprechend schlecht gelaunte Wildsauen, kommt es relativ selten zu wirklich schweren Verletzungen, dass (unbeschossene) Sauen gleich ganze Jägertrupps dahingemeuchelt hätten, ist historisch nicht belegt. Dass eine im Getreide aufgeschreckte Rotte Sauen einen Trupp bis an die Zähne bewaffneter, fronterfahrener IS-Kämpfer aufmischt, die in den Tagen zuvor mindestens 25 Menschen auf der Flucht aus dem Kampfgebiet exekutiert haben sollen, erscheint vor diesem Hintergrund nicht „wahrscheinlich“ – sondern extrem unwahrscheinlich.

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Brandenburg: Kollision mit Wolf und Wildschwein auf A24

Polizist erlöst angefahrenen Wolf mit Dienstwaffe – neue Regelung für angefahrene Wölfe

Am 29. März ist es auf der A24 bei Meyenburg zu zwei Wildunfällen gekommen: Gegen 05.30 Uhr kollidierte der PKW eines 49-jährigen auf dem rechten Fahrstreifen mit einem plötzlich auftauchenden Wildschwein. Trotz Gefahrenbremsung konnte ein Zusammenstoß mit dem Tier nicht mehr verhindert werden. Das Wildschwein verendete vor Ort. Der Pkw war nicht mehr fahrbereit und wurde durch einen Abschleppdienst geborgen. Es entstand ein Gesamtschaden in Höhe von etwa 5.000 Euro, so die Polizei. Am selben Tag um 22.55 Uhr überfuhr ein Lieferwagen einen auf der rechten Fahrbahn laufenden Wolf. Der Wolf wurde in den Straßengraben geschleudert und blieb dort schwerverletzt liegen. Die aufnehmenden Beamten mussten das Tier von seinem Leiden mit zwei Schuss aus der Dienstwaffe erlösen.

Was hier in einem Satz so nebenbei verkündet wird, ist eine beachtliche Neuerung: Der erste Polizist, der in Brandenburg einen schwer verletzten Wolf nach einem Verkehrsunfall mit der Dienstwaffe erlöst hatte, musste ein Disziplinarverfahren über sich ergehen lassen: Er hätte ein so streng geschütztes Tier nicht aufgrund seiner laienhaften Einschätzung erlösen dürfen, hieß es, stattdessen hätten Experten hinzugezogen werden müssen, die zu entscheiden hätten, ob das Tier eingeschläfert oder tiermedizinisch behandelt wird.

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Lemgo: Polizisten erlegen aggressives Wildschwein

Am Montagnachmittag verständigten besorgte Anwohner an der Rintelner Straße in Lemgo (NRW) gegen 15.30 Uhr per Notruf die Polizei: In Höhe der dortigen Friedhofsanlage gehe eine Gefahr für Menschen durch ein angriffslustiges Wildschwein aus. Das Tier sei bereits mehrfach auf Personen zugelaufen. Es sei auch zu gefährlichen Begegnungen im Bereich der angrenzenden Siechenstraße und Oesterhausstraße gekommen. Das Wildschwein wies eine blutende Verletzung am Kopf auf, was seine Aggressivität erhöhte. Die Polizei machte sich sofort mit mehreren Kräften auf den Weg zum Friedhofsgelände und suchte vorsichtig nach dem Tier. Parallel wurde eine Warnung über den Rundfunk an Verkehrsteilnehmer und Anwohner ausgestrahlt. Wer einmal eine Begegnung mit einem aggressiven Wildschwein gehabt hat, der weiß, wie gefährlich dieses Treffen sein kann, heißt es in der Pressemitteilung der Polizei zu dem Einsatz:

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Sachsen-Anhalt: Wildschwein beißt Frau

Am Samstag hat ein Wildschwein die Innenstadt von Merseburg unsicher gemacht und eine 75 Jahre alte Frau in den Arm gebissen. Das berichtet der MDR. Die Frau musste nach der Attacke zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden. Das Wildschwein war von einigen anderen Passanten gesehen worden, die drei Streifenwagen und der Jagdpächter, die sich an der zweistündigen Suchaktion beteiligten, bekamen es jedoch nicht zu Gesicht. SE

Beitragsbild: Wildschwein. Foto: SE

Wildschwein-Wellness in Weser-Therme

Am Donnerstag sind zwei Wildschweine in die Weser-Therme in Bad Karlshafen (Hessen, Landkreis Kassel) eingedrungen. Vermutlich wollten sie einer im Solling stattfindenden Drückjagd weiträumig ausweichen. Sie durchschwammen die Weser und gelangten so in den Garten der Therme. Während ein Wildschwein sich unter die Becken verirrte, wie es auf der Internetseite der Therme heißt, fand das andere den Weg in die Thermenwelt. Dort suchte es nach einem Bad in einem der Schwimmbecken, wobei es Badegäste in Panik versetzte, zielstrebig den Gastronomiebereich auf, wo es durch Mitarbeiter der Therme „festgesetzt werden konnte.“ Die Thermenwelt wurde derweil „aus Sicherheitsgründen geräumt und die Gäste in das Saunaland sowie den Umkleidebereich geschickt“, so die Meldung der Therme. Beherzte Thermen-Mitarbeiter trieben das Wildschwein dann durch einen Hinterausgang hinaus, dabei verletzte sich ein Techniker leicht am Unterarm. Die Sau floh über den Parkplatz zurück durch die Weser in den Solling. Die Polizei kontrollierte daraufhin noch einmal den Thermengarten, um auszuschließen, dass das zweite Wildschwein keine weitere Gefahr für die Badegäste darstellt.

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Trichinellen bei Wildschwein auf Usedom

Bei einem Wildschwein sind anlässlich der vorgeschriebenen Untersuchung im Landkreis Vorpommern-Greifswald Trichinellen festgestellt worden. Das teilt der Landkreis in einer Presseerklärung mit. Das 25 Kilo schwere, männliche Stück Schwarzwild war auf der Insel Usedom zur Strecke gekommen. „Mit trichinösem Fleisch können sich Menschen durch Verzehr infizieren und schwer erkranken. Deshalb ist bei Haus- und Wildschwein sowie bei Dachs und Nutria die Untersuchung auf Trichinellen rechtlich vorgeschrieben“, sagte Kreissprecher Achim Froitzheim. Seit 2005 würden in Vorpommern bei der Untersuchung auf Trichinellen beim Schwarzwild einzelne positive Befunde ermittelt.

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Aujeszkysche Krankheit beim Schwarzwild im Landkreis Celle

Schweinepest-Monitoring bringt serologischen Nachweis

Im Rahmen des Monitorings der Schweinepest bei Wildschweinen wurden im Bereich Hermannsburg Anfang August 2016 erneut bei zwei im Übrigen klinisch unauffälligen Überläufern serologisch Antikörper der Aujeszkysche Krankheit (AK) nachgewiesen. Eine vergleichbare Probe war bereits im Dezember 2014 im Gebiet Oberohe bei einer Überläuferbache positiv getestet worden. In allen Fällen handelte es sich um starke Tiere, die vor und nach dem Abschuss unauffällig waren.

Seit dem Frühherbst 2014 wurden in den Gebieten Faßberg, Unterlüß, Hermannsburg und Eschede aufgrund von Hinweisen auf die Wild- und Rinderseuche (Fachbegriff: Pasteurellose) zahlreiche Blutproben vom Schwarzwild genommen und an ihnen auch AK-Untersuchungen durchgeführt. Trotz umfangreicher Beprobung erfolgten im Zeitraum von fast zwei Jahren nur diese drei Nachweise ohne Anzeichen klinischer Symptome in der dortigen Schwarzwildpopulation. Das Amt für Veterinärangelegenheiten und Verbraucherschutz geht daher von Einzelfällen aus. Das Geschehen wird von den Amtsveterinären intensiv beobachtet. Die Jäger werden nach wie vor aufgefordert, auch weiterhin zahlreiche Blutproben von Schwarzwild aller Altersklassen einzusenden.

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Soest: Polizei greift Wildschwein vor Schnellrestaurant auf

Kurz nach Mitternacht meldete ein Zeuge am Mittwochmorgen ein junges Wildschwein auf dem Grünstreifen vor einem Schnellrestaurant am Overweg, heißt es in einer Polizeimeldung  aus Soest. Die Polizeibeamten trafen dort dann tatsächlich auf ein etwa sechs Monate altes und handzahmes Wildschwein, das sie kurzerhand auf den Namen Ilse tauften. Woher das junge Wildschwein stammte, und ob es unter Umständen aus der Küche des Schnellrestaurants geflüchtet war, konnte noch nicht ermittelt werden. Das Tier genoss sichtlich die Streicheleinheiten der Polizeibeamten und folgte diesen anschließend auf Schritt und Tritt. Allerdings weigerte es sich beharrlich in den Streifenwagen einzusteigen.

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Landkreis Dahme-Spreewald übernimmt Kosten für Trichinenuntersuchung

Ab 1. August ist im Landkreis Dahme-Spreewald die Trichinenprobenuntersuchung für erlegte Wildschweine aller Altersklassen kostenfrei. Der LJVB begrüßt diese Maßnahme zur Prävention von Seuchen, insbesondere der Afrikanischen Schweinepest (ASP).

Mit der generellen Befreiung geht der Landkreis weit über die Forderung des Landesjagdverbands Brandenburg (LJVB) hinaus, der eine Gebührenbefreiung lediglich für Frischlinge angemahnt hatte. Bedingung für den Kostenerlass ist die gleichzeitige Abgabe einer Blutprobe für die Untersuchung auf Schweinepest. Leider ist diese Aktion aber bis zum 31. Oktober befristet.

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Polen: Keiler am Ostseestrand

Ein Keiler ist polnischen Ostseebad Karwia den Fluten entstiegen und über den Badestrand geflitzt. Er riss Strandmuscheln und Badegäste um, bevor er von einigen beherzten Urlaubern verscheucht werden konnte. Es kam niemand zu Schaden. Das benachbarte Naturschutzgebiet Bielawskie Błoto gilt als Wildschweinparadies. SE

Video (Link führt zum Original-Video ausf YouTube): Arkadiusz Łukowski/YouTube

Brandenburg: Erster Landkreis setzt Trichinengebühr auf null

Der Kreistag des Landkreises Potsdam-Mittelmark hat in seiner gestrigen Sitzung beschlossen, dass für Schwarzwild der AK 0 und 1, welches im Kreisgebiet erlegt wurde, ab 1. Mai keine Trichinenuntersuchungsgebühr mehr erhoben wird. Dies soll die Jäger bei der dringenden Bestandsreduzierung beim Schwarzwild wegen der drohenden ASP unterstützen.

JAWINA dankt für den Hinweis!

Massiver Trichinenbefall bei Wildschwein im Landkreis Osnabrück

Bei einem Ende März 2016 im Landkreis Osnabrück (Altkreis Bersenbrück, Niedersachsen) erlegten Wildschwein ist ein massiver Befall mit Trichinellen festgestellt worden. Das teilt der Landkreis in einer Presseerklärung mit. Vom Bundesinstitut für Risikobewertung in Berlin wurde der Befund inzwischen bestätigt; es wurden Trichinellen der Gattung Trichinella pseudospiralis diagnostiziert. Mit diesem Parasit können neben Säugetieren auch Vögel infiziert sein. Es handelt sich um den ersten Nachweis seit Jahrzehnten bei einem Wildschwein aus dem Landkreis Osnabrück und dieser aktuelle Fall konnte nur entdeckt werden, weil der Jäger sich an die Pflicht zur Untersuchung des Fleisches gehalten hat.

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„Schwein gehabt“ – Abschuss eines Wildschweins bleibt für Jäger folgenlos

Beobachtet und erfasst ein Jäger alle äußeren Merkmale zur Altersbestimmung eines Wildschweins sorgfältig und irrt er sich trotzdem über das Alter des Tieres, so stellt dies keinen derart schwerwiegenden Verstoß gegen die Jagdgesetze dar, dass dieser Verstoß mit einer hohen Geldbuße zu bestrafen ist. Das hat der I. Senat für Bußgeldsachen des Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgerichts kürzlich entschieden und das Bußgeldverfahren gegen einen Jäger eingestellt.

Zum Sachverhalt: Ein 76jähriger Jäger war im Mai 2015 auf Wildschweinjagd in Ostholstein. Zu dieser Zeit ist nur die Jagd auf Wildschweine im ersten Lebensjahr (Frischlinge) und auf solche im zweiten Lebensjahr (Überläufer) erlaubt. Für alle übrigen Wildschweine besteht Schonzeit. Nachdem der Jäger mit seinem Fernglas ein einzelnes Wildschwein beobachtet hatte und es auf Grund seiner Größe, Statur und anderer Merkmale für einen weiblichen Überläufer (Überläuferbache) hielt, erlegte er das Tier. Der herbeigerufene Förster untersuchte später das Gebiss des Wildschweins. Er meinte, dass das Schwein älter als zwei Jahre sein müsse und zeigte den Jäger bei der Jagdbehörde an.

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Hagen: Riesenschweinerei in der Fußgängerzone

„Überläufer nennt der Jäger ein heranwachsendes Wildschein“, weiß die Polizei NRW in einer Pressemitteilung zu einem Vorfall, der sich am Dienstag Nachmittag in der Hagener Fußgängerzone ereignete: „Und mit einem solchen hatte es die Polizei in der Hagener Innenstadt zu tun. Ein etwa 40 kg schwerer Halbstarker (Das Gewicht des Wildschweins wurde mittlerweile auf ca. 60 Kg nach oben korrigiert) hatte sich offensichtlich verirrt, lief von der Kampstraße aus in Panik durch den Seiteneingang in ein großes Kaufhauses und durch den Haupteingang in die belebte Fußgängerzone.

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Baden-Württemberg: Unbekannter schießt Sau – Polizei sucht Wilderer

Am Samstag fand ein Zeuge gegen 11.30 Uhr auf einer Wiese im Gewann Kohlhau bei Bolheim im Landkreis Heidenheim ein totes Wildschwein. Bei der Untersuchung des noch warmen Kadavers stellte sich heraus, dass das Tier wegen einer Schussverletzung verendet war. In der Nähe fanden sich Fuß- und Fahrzeugspuren im Schnee. Die Jagdberechtigten erstatteten Anzeige beim Polizeiposten Herbrechtingen.

Die Polizei bittet jetzt um Hinweise: Wer am Samstag im Bereich der Wiesen zwischen Bohlheim und des Wanderparkplatzes Ugenhof verdächtige Personen oder Fahrzeuge gesehen hat, einen Schuss gehört hat oder sonst sachdienliche Hinweise geben kann wird gebeten, sich bei der Polizei unter der Telefonnummer 07322 / 96530 zu melden. PM Polizei BW

Beitragsbild: Erfolgreich nachgesuchte Sau (Symbolbild). Copyright: SE

Baden-Württemberg: Sau auf Shoppingtour

Einen gehörigen Schrecken dürften die Kunden und Angestellten eines Discounters am Geschwister-Scholl-Platz im Freiburger Stadtteil Rieselfeld am Donnerstagvormittag bekommen haben, als gegen 10.30 Uhr ein Wildschwein das Lebensmittelgeschäft durch den Haupteingang betrat und Interesse für die ausgelegten Waren zeigte. Das Angebot konnte den ungewöhnlichen Kunden offenbar nicht überzeugen, weshalb sich das Schwein direkt zur Warenanlieferung begab, wo es seinen Unmut durch gewaltsame Beschädigung des Rolltores zum Ausdruck brachte.

Aus Sicherheitsgründen nahm die Geschichte leider kein gutes Ende für den nicht ungefährlichen und daher unliebsamen Gast: Einem hinzugerufenen Jagdpächter blieb keine andere Wahl, als das Wildschwein weidmännisch zu erlegen. Das dennoch ausgesprochene Hausverbot gilt nun auch für alle Verwandten und Bekannten des aufdringlichen Vierbeiners. PM Polizei

Beitragsbild: So endete der Ausflug in den Supermarkt (Symboldbild), Copyright: SE

Sachsen-Anhalt: Aujeszkysche Krankheit bei Wildschwein nachgewiesen

Im Altmarkkreis Salzwedel hat sich erstmalig der Verdacht der Aujeszkyschen Krankheit durch Nachweis von Antikörpern bei einem erlegten Wildschwein bestätigt. Darüber informiert die Amtsveterinärin des Kreises, Elke Filter, in einer Pressemitteilung. Die Aujeszkysche Krankheit oder Pseudowut ist eine durch Viren übertragene anzeigepflichtige Tierseuche mit geringer Pathogenität für den Menschen, die jedoch bei fast allen Säugetieren tödlich verläuft (siehe verlinkten Wikipedia-Artikel). Insbesondere Jagdhunde sind gefährdet. Sie können sich durch den Verzehr rohen Wildschweinfleischs, aber auch durch Arbeit auf der Wundfährte oder den Kontakt mit verschmutzten Stiefeln, Aufbrechwerkzeugen u.ä. infizieren. Die Krankheit verläuft bei Hunden zu 100 Prozent tödlich, es gibt keine wirksamen Medikamente, keine Heilung.

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Drecksau: Wildschwein im Erdloch gegart

Tobias Müllers Berufszeichnung in eigenen Worten: „Fresskritiker des Standards.“ Für die österreichische Tageszeitung schreibt Müller den prächtigen Blog „Gruß aus der Küche“ („Einfaches umständlich gemacht. Kochen und essen für Leute, die sonst nicht allzu viel zu tun haben.“) und die Kolumne „Müller mag’s“ („Tobias Müllers streng subjektiv ausgewählte Lieblingsspeisen und -lokale, bevorzugte Drinks und Produzenten“). Im Rahmen seiner Blogger-Tätigkeit hat er sich jetzt einen „langjährigen Traum“ erfüllt und ein Wildschwein (oder Teile davon) auf urtümliche Art in einem Erdloch zubereitet: Reich bebildert, detailliert geschildert weckt sein Beitrag die Lust am Nachahmen. „Genießen Sie Ihren Triumph über Bequemlichkeit, Elemente und Vernunft, und fragen Sie sich nicht, wie das alles wohl im stinknormalen Ofen geworden wäre“, rät Tobias Müller nach erfolgtem Schmaus. Warum auch? Hmm. Man müsste kein Loch buddeln. Das wäre zu einfach. SE

Beitragsbild: Bache in der Suhle – die Zubereitung im Erdloch ist artgerecht. Copyright: SE

Italien: Wildschwein tötet Spaziergänger

Risiken der ausufernden Wildschweinpopulation zu lange ignoriert: „Katastrophe mit Ansage“

In der Nähe der Stadt Cefalù auf Sizilien hat eine Rotte Wildschweine am Samstag Morgen gegen 8.30 Uhr ein älteres Ehepaar angegriffen. Der 77jährige Salvatore Rinaudo überlebte die Attacke nicht. Medienberichten zufolge hatte das Paar mit seinen Hunden einen Spaziergang unternommen, als sie auf die Rotte trafen. Die Hunde bellten die Wildschweine an, worauf die Sauen angriffen. Als der Mann versuchte, seinen Hunden zu helfen, wurde er ebenfalls attackiert. Ein Keiler fügte ihm tödliche Verletzungen zu. Die Frau wurde beim Versuch, ihren Mann zu retten ebenfalls verletzt. Rosa Rinaudo, 73, kam mit Prellungen und Bisswunden vor allem an Bauch und Beinen in ein Krankenhaus, sie steht unter Schock.

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Sommer, Sonne: Grillen!

Sind sommerliche Temperaturen für das Wochenende angekündigt, so kniet der Weidmann schon Mitte der Woche vor dem Tiefkühler, um passende Fleischstücke schön langsam im Kühlschrank auftauen zu lassen. Als Starter dienten diesmal ein paar leckere Wildwürste:

Wurst

Die Gäste stürzten sich so gierig auf die selbstgemachten (wenn auch nicht von uns) Wildwürste, dass der Fotograf fast zu spät kam.

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Spareribs vom Wildschwein

Ein super Sommer-Rezept von Joachim Ernst, www.eye2nature.com

 Für den kleinen Hunger zwischendurch: Spareribs vom Wildschwein ganz auf die Schnelle

Wild grillen? JA!

Ist das nicht aufwendig? Nein!

Das sind die Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen, wenn es darum geht Wild zu grillen.

Aus den Rippen vom Wildschwein lassen sich gleich zwei richtig leckere Gerichte „zaubern“.

Die obere Schicht Fleisch, läßt sich mit einem scharfen Küchenmesser problemlos entfernen. Man erhält ein Stück Fleisch, das aussieht wie eine überdimensionierte Roulade. Das muß nun leider in die Kühltruhe, weil wir Spareribs machen wollen.

Die verbleibenden Rippen haben immer noch genug Fleisch, denn wie der BBQ Enthusiast weiß: the closer the bone the sweeter the meat.

Und nun zum eigentlichen Rezept:

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Brandenburg: Trichinenbefall im Landkreis Dahme-Spreewald (LDS)

Am 22. September wurde im akkreditierten Trichinenlabor des Landkreis Dahme-Spreewald ein Stück Schwarzwild aus dem Jagdbezirk Butzen (bei Lübben) positiv auf Trichinen getestet. Trichinen sind winzige Fadenwürmer, die sich in der Muskulatur, aber auch in Zwerchfell, Augen und Zunge befallener Organismen einnisten und parasitieren. Auch Menschen können sich infizieren, wenn sie das Fleisch befallener Tiere wie Wildschweinen oder Dachsen verzehren. Die durch Trichinen ausgelöste Erkrankung Trichinellose ist, wenn sie nicht im Anfangsstadium bemerkt und behandelt wird, unheilbar und kann einen tödlichen Verlauf nehmen.

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Fuchs als Anschneider

Nicht einmal verwöhnte Füchse bekommen allzu oft frische Hirschkeule vorgesetzt – hier ist es drei tapferen Rotröcken gelungen, sich mit der Delikatesse gehörig den Wanst vollzustopfen. Und das ging so: Jawina-Leserin MF hat einen Abschusshirsch gestreckt. Da das Rudel sich nach dem Schuss noch in der Nähe des Anschusses aufhielt, wartete sie erst einmal eine Weile ab, um durch die Bergung des Stücks nicht allzu viel Beunruhigung zu verursachen.

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Schlingenschwein

Dieser stark abgekommene Überläufer wurde im Rahmen eines Gemeinschaftsansitzes im Berliner Umland am vergangenen Wochenende erlegt. Es sah so aus, als würde das Stück ein Halsband tragen. Das vermeintliche Halsband erwies sich jedoch als eine den gesamten Hals umlaufende Verletzung. Die Borsten waren auf fünf Zentimeter Breite bis auf die nackte Haut abgescheuert, die tiefe Einschnürungen aufwies. Die Art der Verletzung deutet auf eine Wildererschlinge hin, möglicherweise ist das Wildschwein aber auch in einem Zaun hängengeblieben. Die Verletzung war über und über mit widerwärtigen Fliegen besetzt. Das Stück wäre auf jeden Fall fleischbeschaupflichtig gewesen und wurde verworfen.Gut, dass es zur Strecke gekommen ist. SE

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Mit Wildschwein verwechselt: Jäger erschießt Pony

Ein 48-jähriger Schweizer Gastjäger hat am vergangenen Montag bei Eggingen (Baden-Württemberg, Landkreis Waldshut) ein schwarzes Islandpferd mit einem Wildschwein verwechselt und erschossen. Das berichtet der Südkurier. Die Besitzerin des Reiterhofs, auf deren Weide sich der Vorfall ereignete, wurde noch in der Nacht telefonisch informiert. Die Polizei ermittelt wegen Verstößen gegen das Jagd- und Tierschutzgesetz. Offenbar hatte der Jäger am späten Abend in der Dämmerung auf eine Entfernung von 200 Metern geschossen.

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Verletztes Wildschwein greift Spaziergänger an

Auf einem Wirtschaftsweg bei Waldböckelheim (Kreis Bad Kreuznach, RLP) hat ein verletztes Wildschwein einen Spaziergänger angegriffen und schwer verletzt, wie der Öffentliche Anzeiger Bad Kreuznach berichtet. Das Tier riss den Mann zu Boden und biss ihn mehrfach. Der Mann schleppte sich etwa einen Kilometer in den nächsten Ort, wo Anwohner Erste Hilfe leisteten und einen Krankenwagen riefen. Ein Nachsuchengespann machte sich derweil auf die Suche nach dem aggressiven Wildschwein.

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Tierische Strategien gegen Sommerhitze

Nicht nur Menschen leiden unter den hochsommerlichen Temperaturen. Auch Wildtieren setzt die Hitze zu – doch sie wissen, wie sie sich Abhilfe verschaffen können. Schlammige Pfützen und kühle Wasserlöcher sind bei Wildtieren jetzt heiß begehrt. Hirsche und andere Paarhufer haben keine Schweißdrüsen wie Menschen. Also mussten Wildtiere Strategien entwickeln, um der Hitze zu trotzen. Hirsche waten beispielsweise durch tiefe Gewässer bis ihnen das Wasser buchstäblich bis zum Hals steht. Bei Wildschweinen ist eine ordentliche Schlammpackung besonders beliebt. Durch das Suhlen im Schlamm bleibt feuchte Erde an den Borsten hängen und kühlt die empfindliche Haut der Schwarzkittel. Ein weiterer Vorteil dieser Wellness-Behandlung: Mücken, Bremsen und Zecken bleiben in der zentimeterdicken Schlammschicht kleben, trocknen ein und werden später an Bäumen einfach abgescheuert.

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