Schlagwort-Archive: Wildkamera

Dumm gelaufen: Jäger beim Wildkamera-Klau von anderer Wildkamera gefilmt

Motiv: Jagdneid

Ein österreichischer Jäger soll beim Diebstahl einer Wildkamera gefilmt worden sein – von einer anderen Wildkamera. Der Vorfall ereignete sich bereits Ende August, ist aber erst jetzt bekannt geworden. Die zweite Kamera hatte der 28 Jahre alte Besitzer der entwendeten Kamera vorsorglich angebracht, da in seinem Revier bei Feldkirchen (Kärnten) die Wildkameras immer öfter entwendet worden seien. Auf den Aufnahmen war der Täter gut zu erkennen: Hut, Gehstock und Armband des diebischen Jägers sorgten dafür, dass die Polizei ihn rasch ausforschen konnte, wie der ORF berichtet. Dabei hatte der Jäger die Tat akribisch geplant. Vorsichtig hatte er sich von hinten an die Kamera angeschlichen, mit Folie das Objektiv abgedeckt und dann die Batterien der Kamera entfernt. Nur die zweite Kamera hat er übersehen. Von der Polizei zur Rede gestellt, leugnete der Mann zunächst die Tat, das belastende Bildmaterial überzeugte ihn dann jedoch, dass ein Geständnis unvermeidlich sei. Das Motiv für den Diebstahl sei Jagdneid gewesen, gab der Täter an: Im Revier des Beklauten gebe es reichlich Rotwild, darunter einen starken Hirsch. Polizei und Staatsanwaltschaft haben Anzeige erstattet. Da der Mann dem ORF zufolge beeideter Jagdaufseher sein soll, droht im Fall einer Verurteilung weiteres Ungemach: Die Jagdkarte des diebischen Jägers steht auf dem Spiel. SE

Beitragsbild: Wildkamera. Foto: SE

Wolfswelpen im Bayerischen Wald nachgewiesen

Bei der aktuellen routinemäßigen Auswertung einer Fotofalle im Nationalpark Bayerischer Wald wurden drei Jungtiere bestätigt. Die Aufnahme stammt vom 28.07.2017. Es handelt sich damit um den ersten Nachweis von Jungwölfen bei freilebenden Tieren in Bayern seit rund 150 Jahren. Die Behörden, Interessenverbände und Vertreter von Nutztierhaltern vor Ort wurden informiert, so das Landesamt für Umwelt in einer Pressemitteilung. Seit 2006 werden in Bayern immer wieder einzelne Wölfe nachgewiesen. Es handelt sich in der Regel um durchziehende Jungtiere, die entweder aus der südwestlichen Alpenpopulation oder nordosteuropäischen Tieflandpopulation stammen. Standorttreue Wölfe, d. h. Wölfe, die länger als ein halbes Jahr in einer Region nachgewiesen werden können, gibt es derzeit im Nationalpark Bayerischer Wald und auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr. Dort wurde seit Ende 2016 jeweils ein Wolfs-Paar bestätigt.

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Wildkamera erwischt Wolf mit Frischling

Dessert mit Streifen: Dieses faszinierende Bild eines Wolfs, der einen Frischling im Fang davonträgt, hat die Wildkamera eines Jägers (der nicht genannt werden möchte) bei Torgau (Landkreis Nordsachsen) aufgenommen.

Foto: privat

JAWINA dankt dem anonymen Weidmann für die Genehmigung zur Veröffentlichung!

 

Geister-Mädchen auf der Wildkamera

Schon komisch, was für Geschichten mitunter weltweit Schlagzeilen machen: Zum Beispiel das aufgrund der Bewegungsschärfe transparent wirkende Foto eines Mädchens, das die Wildkamera eines Jägers in Cambridge im US-Bundesstaat New York aufgenommen hat: Ein Geistermädchen auf der Wildkamera. Gähn. Natürlich nicht. Das amerikanische Nachrichtenportal INSIDE Edition gelang es,  in einem Musterbeispiel investigativen Journaismus die wahre Identität der vermeintlichen Geistererscheinung zu enthüllen: Es handelt sich um die 9jährige Holdan McGreevy. red.

Mecklenburg-Vorpommern: Sieben Wolfswelpen in Fotofalle getappt

Die in Mecklenburg-Vorpommern bekannten Wolfsrudel haben erfolgreich Nachwuchs großgezogen, wie das Umweltministerium des Landes verkündet. Auf der Naturerbe-Bundesfläche Lübtheener Heide bestätigen Fotofallenbilder vier Welpen, in der Ueckermünder Heide wurden drei Welpen nachgewiesen. Beide Wolfsrudel ziehen seit 2014 jährlich Nachkommen auf. Das Wolfsmonitoring mit Fotofallen wird in diesen beiden Gebieten von den Bundesforstbetrieben Trave und Vorpommern-Strelitz der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) durchgeführt.

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IWA 2016: Minox – Wildkamera mit LTE

Zielfernrohrserie mit 5-fach Zoom ausgebaut.

Die neue Minox Wildkamera DTC 1100 mit GSM und 4G-Funktion (LTE) sorgt für eine noch bessere und zukunftsorientierte Netzabdeckung. Die Aufnahmen werden schnell und direkt an eine gespeicherte Handynummer per MMS oder an eine eMail-Adresse per Mail gesendet. Laut Hersteller war es noch nie so einfach, eine Kamera mit Mobilfunkmodul zu installieren: Mit Einlegen der SIM-Karte wird die DTC 1100 unmittelbar gestartet, wobei der Anwender aus verschiedenen vorinstallierten Netzen auswählt (T-Mobile, E-Plus/O2 und Vodafone) und sich per Plug+Play einfach und schnell einwählt. Bei schwacher Netzabdeckung wählt die Kamera automatisch das am stärksten verfügbare Netz (GSM oder 4G) aus und gewährleistet so eine dauerhafte Datenübertragung.

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Wolf mit Reh geködert – Strafanzeige gegen Jäger

Weil er ein Wolf mit einem toten Reh angekirrt hat, sind ein Jagdpächter und dessen Jagdaufseher aus Barnstorf im niedersächsischen Landkreis Diepholz angezeigt worden. Das berichtet der Weser-Kurier. Demnach hatten die beiden ein bereits gerissenes Reh in der Nähe des Fundorts ausgelegt und eine Wildkamera zur Überwachung des Kadavers installiert. Deshalb hat ein Wolfshundzüchter und Volljurist namens Christian Berge, laut Weser-Kurier „selbst ernannter Anwalt der Wölfe“ Anzeige erstattet. Die Staatsanwaltschaft in Verden bestätigte das Vorliegen der Strafanzeige gegenüber der Zeitung. Es sei nicht nur verboten, einen Wolf zu erschießen, argumentiert der Wolfsanwalt, es sei auch verboten, diesem nachzustellen.

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Sachsen: Wolf bei Markkleeberg nachgewiesen

Bei Markkleeberg, nur knapp zehn Kilometer südlich von Leipzig (Landkreis Leipziger Land), ist ein Wolf in eine Fotofalle getappt. Es ist der erste Nachweis eines Wolfes in dieser Gegend. Das Bild entstand bereits Ende Mai, wie die Auswertung der Kameradaten durch den Jagdpächter nun ergab. Noch ist unklar, ob sich das Tier dort dauerhaft niederlassen wird oder das Gebiet nur durchwandert hat. Im Rahmen des Monitorings soll dieser Frage nachgegangen werden. Die nächstgelegenen Wolfsrudel sind das Annaburger-Heide-Rudel (im Dreiländereck Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Sachsen) und das Königsbrücker- Heide-Rudel, dessen Territorium sich in Sachsen im Bereich der Königsbrücker Heide (Landkreise Bautzen und Meißen) befindet.

Tierhaltern, vor allem von Schafen und Ziegen sowie Betreibern von Wildgattern, wird empfohlen, ihre Schutzzäune zu überprüfen. Die Umzäunung müsse richtig stehen, dürfe keine Durchschlupfmöglichkeiten am Boden bieten und müsse an allen Seiten geschlossen sein – über offene Gräben können Wölfe leicht in die Umzäunung eindringen, empfiehlt das „Kontaktbüro Wolfsregion Lausitz“ in einer Pressemeldung zum Thema.

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Weidmannsheil mit der Wildkamera

Ein super Schnappschuss mit der Wildkamera ist einem Jäger aus dem Brandenburger Landkreis Dahme-Spreewald gelungen: Der Weidmann hatte das Loch in bzw. unter einem Zaun in seinem Pirschbezirk bei der Forst bemerkt. Er wollte herausfinden, was sich da unter dem Zaun durchquetscht und stellte die Wildkamera fängisch: Kurz darauf war diese beeindruckende Aufnahme eines Wolfs auf dem Chip, der ein halbes Rotkalb davonträgt. Ob der Wolf unter dem Zaun durchschlüpft, weil er dort möglicherweise sein Geheck aufzieht, oder er dem aus und in den Zaun einwechselnden Wild am Wechsel aufgelauert hat – wir wissen es nicht. Die Wildkamera steht noch vor Ort, vielleicht liefert sie weitere Aufschlüsse. Die Jawina-Redaktion dankt W. und D.W. ganz herzlich für die Übersendung der Bilder und wünscht Horrido und WMH! SE

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Rheinland-Pfalz: Datenschützer wollen Wildkameras verbieten

Schon mherfach haben Datenschützer in verschiedenen Bundesländern den Versuch unternommen, Wildkameras verbieten zu lassen. Diesmal wagt Edgar Wagner, Datenschützer Rheinland-Pfalz mit einen entsprechenden Vorstoß. Der LJV protestiert.

„Wir teilen die Auffassung von Herrn Wagner in keinster Weise“, erklärt Rechtsanwalt Klaus Nieding, Justitiar des LJV RLP zu dem Ansinnen Wagners, Wildkameras zu verbieten und Zuwiderhandlungen mit hohen Bußgeldern belegen zu lassen: „Die Einschätzung, dass der gezielte Einsatz von Wildkameras an einer von Jägerinnen und Jägern eingerichteten Kirrung mit dem Datenschutzrecht (§ 6b BDSG) nicht vereinbar ist, kann in unseren Augen nur falsch sein. Eine Kirrung ist unserer Auffassung nach eine jagdliche Einrichtung, die einzig dem Anlocken des Wildes zum Zwecke der Erlegung dient. Daher handelt es sich bei dieser sehr kleinen und eng begrenzten Fläche um keinen öffentlich zugänglichen Raum“, so Rechtsanwalt Nieding. Jagdliche Einrichtungen – wozu z.B. auch Hochsitze – sind Privatbesitz und dürfen nicht ohne weiteres betreten werden.

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