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Thüringen: Forstministerin wirbt für heimisches Wildbret

Forstministerin Birgit Keller (Die Linke) besuchte heute im Forsthaus Willrode bei Erfurt Thüringens einzigen landeseigenen Wildladen für küchenfertiges Wildbret. Seit 2011 verkauft die Landesforstanstalt in Produktionskooperation mit der Töttelstädter Fleisch- und Wurstwaren GmbH sowie anderen regionalen Unternehmen im Wildladen portionierte und veredelte, regionale Wildfleischprodukte sowie ergänzende Erzeugnisse. Hierzu wurde die ThüringenForst-eigene Marke „Wildgut – echt Wild direkt von ThüringenForst“  entwickelt. Zusätzlich werden Wildkochkurse und Wildgrillkurse angeboten. „Unsere Initiative soll dem Verbraucher das heimische Fleischprodukt Wildbret näherbringen. Wildbret ist ein hochwertiges Lebensmittel und liegt voll im Trend der leichten, fettarmen, aber biologisch vollwertigen Küche. Es ist bekömmlich und leicht verdaulich, was gerade für Senioren und Kinder wichtig ist“, so Ministerin Keller. Mit jährlich rund 20.000 Stück Wild tragen Thüringens Förster etwa ein Viertel der landesweiten Wildstrecke bei.

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Ein Beitrag von Frank Martini

Bio und Premium – die Attribute, die wir Jäger Wildfleisch zuschreiben, treffen auf gleichklingende Bedürfnisse beim Verbraucher. Die muss man nur zu bedienen wissen!

Hand aufs Herz: Wie viele Menschen außerhalb Ihres jagdlichen Umfeldes kennen Sie noch, denen Sie mit einem frisch erlegten Hasen von der ersten Treibjagd leuchtende Augen bereiten würden? So ursprünglich tierische Nahrung noch aussehen mag, aber wo noch Augen rausgucken und noch Haare drauf sind, erregen wir mit unserem Beuteangebot bei der weiten Mehrheit der Verbraucher günstigstenfalls Ratlosigkeit, schlimmstenfalls sogar Abscheu. Dabei würden mit keiner dieser Reaktionen Zweifel an der lukullischen wie ernährungsphysiologischen Qualität unseres Angebots zum Ausdruck kommen, sondern schlicht Ratlosigkeit.

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