Schlagwort-Archive: Waschbär

Managementpläne für invasive Arten auf dem Prüfstand

Jägerinnen und Jäger können bis zum 20. November den Entwurf der Managementpläne für invasive Arten auf einem Anhörungsportal im Internet kommentieren. Der DJV fordert zur regen Beteiligung auf: Möglichst viele Waidmänner und -frauen sollten Wissen einbringen.

Bis zum 20. November 2017 können Behörden, Verbände und anderen Interessensgruppen eine Stellungnahme zu den geplanten Managementplänen für invasive Arten unter www.anhoerungsportal.de abgeben. Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat zu den Entwürfen der Management- und Maßnahmenblätter für jagdlich relevante Arten Nutria und Waschbär bereits Position bezogen und diese entsprechend begründet. Der DJV bittet Jäger, die geplanten Maßnahmen ebenfalls zu bewerten und bei Kritik möglichst nachvollziehbare Begründungen anzuführen.

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M-V: Management-Vorschläge für invasive gebietsfremde Arten vorgelegt

Stellungnahmen bis  20. November möglich

Bis zum 18. Oktober 2017 liegen im Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und Geologie (LUNG) sowie in den Staatlichen Ämtern für Landwirtschaft und Umwelt in Schwerin, Neubrandenburg, Rostock und Stralsund zu den Geschäftszeiten die bundesweit abgestimmten Unterlagen für das Management gebietsfremder invasiver Arten aus.

Dabei handelt es sich um Vorschläge, die Jedermann einsehen kann und zu denen Interessierte bis zum 20. November 2017 schriftlich Stellung nehmen können. Hinweise können entweder an das LUNG (Stichwort „Anhörung Managementpläne invasive Arten) gerichtet oder direkt online eingegeben werden. Die Unterlagen sind unter www.anhoerungsportal.de verfügbar.

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LJVB: Prädatorenjagd begünstigt Vogelschutz

+++ Zwei deutsche Angler in Frankreich ertrunken +++ NRW: Landwirt zahlt Geldbuße für „falsches Mähen“ +++

Brandenburg: In seiner Antwort auf eine Große Anfrage der Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen zur Entwicklung der Vogelwelt in Brandenburg bekräftigt Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger die große Bedeutung der Bejagung von Waschbär, Marderhund und Co. für den Schutz der heimischen Arten. Der Landesjagdverband Brandenburg e.V. (LJVB) fordert, nun endlich die notwendigen Voraussetzungen dafür zu schaffen.

Jörg Vogelsänger, Minister für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft räumte in seiner Antwort für den Zeitraum von 1995 – 2016 einen Bestandsrückgang des Brutvogelvorkommens insbesondere in der Agrarlandschaft ein. 30 von 39 Arten seien in ihrem Bestand zurückgegangen. Als Ursachen benennt er insbesondere die hohe Intensität der Flächennutzung und den hohen Prädationsdruck. Der hohe Anteil von Mais als Ackerfrucht sowie die Größe der Schläge wirkten sich ebenfalls negativ auf die Entwicklung der Vogelwelt Brandenburgs aus. Ursächlich seien vor allem die damit verbundene Insekten- und Beikrautarmut. Sie führen zu einer Verarmung der Artenvielfalt.

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Thüringen: Waschbär vom Grill

Einen innovativen Ansatz bei der Bekämpfung invasiver Arten haben Thüringer Jäger geliefert: Einfach aufessen! Auf dem Jägerfest Großhelmsdorf (Saale-Holzland-Kreis) servierten die unerschrockenen Weidmänner nicht nur Reh und Wildschwein, sondern auch Waschbär vom Grill. Der Ostthüringer Zeitung zufolge kam das super an: Innerhalb kürzester Zeit war der Panzerknacker verputzt. Im nächsten Jahr sollen beim Jägerfest drei Waschbären auf dem Grill landen. SE

Beitragsbild: Grillgut-Apport. Foto: SE

Anticyon-Kampagne: Wer war das?

Wer oder was das war, wollte eine Nachbarin wissen, als Jäger kennen Sie sich doch aus mit sowas: Vorwurfsvoll zeigt sie auf ein Vogelnest, das neben dem Wacholderbaum in ihrem Garten auf dem Boden lag. „Da haben so zwei zierliche Vögel drin gebrütet, von einer Sorte, die ich hier noch nicht gesehen habe: So grau mit etwas Rosa an der Brust. Jetzt sind sie weg.“ Es ist ziemlich schnell klar, das hier nur ein Täter in Frage kommt. Um an das Vogelnest zu gelangen, hat er einen beeindruckenden Tunnel durch den stacheligen Wacholder gefräst. So kann nur einer klettern: Waschbären. „Meinen Komposthaufen und den Grasschnitt daneben haben sie auch durchwühlt“, klagt die Nachbarin.

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Hessen: Nabu-Vertreter für „starke Bekämpfung“ von Waschbären

Der Vorsitzende des Nabu Waldeck-Frankenberg, Heinz-Günther Schneider, hat sich für eine „starke Bekämpfung“ von Waschbären ausgesprochen. Die Tiere seien „ein riesiges Problem“ und hätten sich stark vermehrt, sagte Schneider in der Waldeckischen Landeszeitung. Im Hessischen Landtag wird derzeit über eine Aufhebung der Schonzeit für Waschbären diskutiert (JAWINA berichtete). Die Schonzeit für die Waschbären müsse man jedoch akzeptieren, meint Schneider. Eine intensivere Bejagung des Kormorans lehnte der Nabu-Vertreter ab.

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Hessen: Streit um Bejagung von Waschbär und Kormoran im Landtag

In der gestrigen Plenarsitzung des Hessischen Landtags haben die Regierungskoalition aus CDU und Grünen und die Opposition heftig um die Bejagung von Waschbär und Kormoran gestritten. Einige SPD-Abgeordnete hatten einen Antrag eingebracht, in dem gefordert wird, die Bejagung des Waschbären in Hessen „ohne Einschränkungen“ zuzulassen. Die Schonzeit vom 1. März bis 31. Juli solle aufgehoben werden. Die FDP unterstützte den Antrag der SPD. Der jagdpolitische Sprecher der hessischen FDP-Fraktion, Jürgen Lenders, erklärte, man wolle eine Regelung, die es unter Wahrung des Schutzes der Elterntiere erlaube, Waschbären ganzjährig zu bejagen. Ministerpräsident Bouffier habe beim Landesjägertag erklärt, dass er die Auffassung der Jäger teile, dass Waschbären gejagt werden sollten, wenn sie zur Bedrohung anderer Tierarten werden. Leider habe sich die CDU nun dem Druck der Grünen gebeugt und der Ministerpräsident sein Wort gebrochen, da die Koalition einen Antrag vorgelegt habe, der an den unsinnigen Regelungen der Jagdverordnung festhalte.

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Fallenjagd: Dem Waschbär den Krieg erklärt

„Mir reicht es jetzt“, erklärt Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel, „Wir haben keine Ente und keine Küken mehr auf den Kanälen. Diese Biester machen alles kaputt. Ich habe dem Waschbären den Krieg erklärt!“

Auch der Gesetzgeber hat erkannt, dass insbesondere die anpassungsfähigen Prädatoren unter den Neubürgern in Wald und Flur – Waschbären, Mink und Marderhund – eine echte Bedrohung für die Artenvielfalt darstellen und den Bestand gefährdeter Arten wie Kiebitz, Birkwild oder Schwarzstorch lokal zum Erlöschen bringen können. Die effizienteste Methode für die Bejagung insbesondere von Waschbären ist die Fallenjagd. Prof. Pfannenstiel schwört auf die Conibear-Falle: „Wenn der Waschbär an den Auslöser kommt, sitzt er mitten in der Falle, ein Bügel vorne, ein Bügel hinten. Die Falle tötet blitzschnell und tierschutzgerecht, die gefangenen Waschbären sind zu 100 Prozent tot. Brantenfänge oder ähnliches sind noch nie vorgekommen.“

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Eingeschleppte Arten breiten sich weiter aus

Seit dem Jahr 2006 überwachen Jäger systematisch die Ausbreitung von Waschbär, Marderhund und Mink in Deutschland. Wissenschaftler haben jetzt Datenreihen aus über 24.000 Revieren bis zum Jahr 2015 für das Wildtier-Informationssystem der Länder (WILD) ausgewertet. Das deutschlandweit umfangreichste Monitoring umfasst 13 Millionen Hektar – das entspricht etwa 40 Prozent der land- und forstwirtschaftlichen Fläche. Die wichtigsten Ergebnisse hat der Deutsche Jagdverband (DJV) heute veröffentlicht.

Waschbär bricht alle Rekorde

Besonders auffällig ist die Entwicklung beim Waschbären, einem nordamerikanischen Kleinbären: Er hat sich bundesweit ausgebreitet und kommt inzwischen in 43 Prozent der Reviere vor. Das sind 19 Prozentpunkte mehr als bei der ersten Erfassung im Jahr 2006. Die historisch bedingten Hochburgen Brandenburg und Hessen sind zwischenzeitlich Teil eines größeren Kerngebiets (Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Hessen, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern). Dort haben Jäger den Waschbär 2015 in 74 Prozent der Reviere nachgewiesen. Im Jahr 2006 haben nur 42 Prozent ein Vorkommen gemeldet.

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Marderhund überträgt Fuchsbandwurm und Dunkerschen Muskelegel

Vetmed-Uni Wien: Marderhund akuteres Risiko als Überträger heimischer Parasiten als Waschbär

Mit dem Waschbären und dem Marderhund etablierten sich über die letzten Jahrzehnten in Europa zwei, bisher nicht heimische, Tierarten. Ihre stetig wachsende Zahl machte sie in einzelnen Ländern nicht nur zum bestimmenden Raubtier, sondern rückte sie als Wirte für Krankheitserreger in den Fokus von Parasitologen. Ein Forschungsteam der Vetmeduni Vienna analysierte nun Proben der beiden Wildtiere in Österreich. Der mit dem Fuchs näher verwandte Marderhund dient als zusätzlicher Überträger heimischer Parasiten. Er stellt ein Risiko als Wirt von Zoonosen wie dem Fuchsbandwurm oder Trichinen, also auch für den Menschen relevanten Krankheiten, neben dem heimischen Fuchs dar. Der Waschbär ist dagegen aufgrund seiner ursprünglichen Herkunft aus Gehegehaltung noch weitgehend frei von gefährlichen Parasiten. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Parasitology Research veröffentlicht.

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Niedersachsen: Nabu-„Klarstellung“ zur Waschbär-Bejagung

Der Nabu Niedersachsen hat auf Nachfrage von JAWINA eine Klarstellung übermittelt, in der der Verband von der Forderung nach einer ganzjährigen Waschbärenbejagung (JAWINA berichtete) abrückt. Die Bejagung des Waschbären ohne Rücksicht auf den Schutz von Elterntieren während der Brut- und Setzzeit sei „definitiv keine Forderung des Nabu Niedersachsen“, erklärte der Pressesprecher der niedersächsischen Nabu-Fraktion, Ulrich Thüre, gegenüber JAWINA. Wie es zu der angeblichen Falschmeldung kam, die zuerst durch die Nachrichtenagentur dpa verbreitet wurde, konnte oder wollte Thüre nicht erläutern. „Ohne Medienschelte betreiben zu wollen“, schien er den Medien doch die Schuld daran zu geben, Nabu-Projektmitarbeiter „falsch verstanden“ zu haben. Die „Klarstellung“ des Nabu geben wir im folgenden im Wortlaut wieder:

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Nabu fordert ganzjährige Waschbär-Bejagung

Die Naturschutzorganisation Nabu Niedersachsen hat nach übereinstimmenden Berichten der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) und des Hamburger Abendblatts (HAB) eine ganzjährige Bejagung des Waschbären gefordert. In der NOZ hieß es dazu, dass Waschbären immer mehr Kleintiere fräßen und teilweise gar an Nabu-Krötenschutzzäunen auf Beutezüge gingen und massenweise Kröten töteten. Für adulte Waschbären gilt in Niedersachsen eine Schonzeit vom 1. April bis 15. Juli. Jungwaschbären dürfen bereits ganzjährig bejagt werden. Die Nabu-Forderung erstaunt indes, denn die Schonzeit für adulte Waschbären fällt in die Brut- und Setz-Zeit und dient dem Schutz der Elterntiere, die in dieser Zeit für ihren Nachwuchs sorgen. Diese Schonzeit dürfte daher allein schon aus tierschutzrechtlichen Gründen kaum zur Disposition stehen. NOZ und HAB berichten übereinstimmend, dass im vergangenen Jagdjahr „die Rekordzahl von mehr als 10.000 Waschbären“ erlegt worden sei. Vor zehn Jahren seien es nur etwa 2400 gewesen. Der Nabu war für eine Stellungnahme bislang nicht zu erreichen. SE

Beitragsbild: Waschbär-Porträt. Autor: Quartl, Quelle: Wikipedia. Veröffentlicht unter der Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported Lizenz.

Kabinett beschließt neue Regeln zum Schutz der Artenvielfalt vor invasiven Arten

Waschbär in Deutschland „nicht heimisch“

Die Bundesregierung hat neue Regeln zum Schutz der Artenvielfalt vor invasiven Arten auf den Weg gebracht. Das Kabinett beschloss ein entsprechendes Durchführungsgesetz zur EU-Verordnung über invasive gebietsfremde Arten (EU-Verordnung 1143/2014).

Die absichtliche Einfuhr und das unbeabsichtigte Einschleppen von Arten in Regionen außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebietes gehören zu den größten Gefahren für die biologische Vielfalt weltweit, erklärt das Bundesumweltministerium in einer aktuellen Pressemitteilung. Einige Neuankömmlinge können „invasiv“ werden und Ökosysteme, Biotope oder Arten schädigen, wenn sie sich etwa massenhaft vermehren und natürlich vorkommende Arten verdrängen. Auch in Deutschland können einige invasive Arten ernsthafte nachteilige Folgen für Natur, Mensch und Wirtschaft haben. Daher verbietet die EU per Verordnung Einfuhr, Haltung, Zucht, Transport, Erwerb, Verwendung, Tausch und Freisetzung von 37 invasiven gebietsfremden Tier- und Pflanzenarten. In Deutschland treten mindestens 24 dieser Arten wild lebend auf. Einige sind bereits weit verbreitet, wie etwa die Chinesische Wollhandkrabbe oder der Waschbär. Andere Arten wie das Großblütige Heusenkraut, die Asiatische Hornisse oder der Chinesische Muntjak wurden bisher in Deutschland nur selten in freier Natur nachgewiesen.

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Backhaus: Konsequente Raubwildbejagung zur Rettung des Niederwildes

Rettung für Rebhuhn, Fasan und Hase – Niederwildsymposium in Linstow (M-V)

„Der Verlust an geeigneten Lebensräumen sowie ein hoher Prädationsdruck müssen als die wohl wichtigsten Ursachen für den Rückgang unseres Niederwildes, wie zum Beispiel Rebhuhn, Fasan oder Hase, genannt werden.“ Mit diesen Worten machte der Landwirtschafts- und Umweltminister Mecklenburg-Vorpommerns, Dr. Till Backhaus heute in Linstow im Rahmen des Symposiums zur Förderung des Niederwildes in M-V auf die angespannte Situation dieser Spezies in unserer Kulturlandschaft aufmerksam. Mit der Veranstaltung unter dem Motto „Unser Niederwild – Was ist zu tun?“ sollen Wege aufgezeigt werden, wie dieser Entwicklung Einhalt geboten werden kann. „Dabei setze ich auf eine enge Kooperation von Jägerinnen und Jägern mit den Grundeigentümern und Bewirtschaftern“, so Dr. Backhaus.

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2017 ist das Jahr des Waschbären

Seit mehr als 80 Jahren sind Waschbären in deutschen Wäldern unterwegs. Ohne nennenswerte Fressfeinde breiten sich die Neubürger aus Nordamerika rasant aus. Jäger und andere Naturschützer beobachten seit Jahren einen Einfluss auf die heimische Artenvielfalt. Umso wichtiger, sich intensiv mit dem nachtaktiven Räuber auseinanderzusetzen.

Pelzig, putzig und manchmal auch ein Plagegeist: Der Waschbär (Procyon lotor). Erst kürzlich hat ihn die EU-Kommission in eine Liste mit 37 fremden, invasiven Arten aufgenommen, die europaweit zurückgedrängt werden sollen. Der Kleinbär verursacht Schäden in Siedlungs- und Gartenanlagen und beeinflusst die heimische Artenvielfalt negativ. In der Natur gibt es kaum nennenswerte Faktoren, die eine weitere Ausbreitung stoppen könnten. Der DJV hat 2017 deshalb als Jahr des Waschbären ausgerufen. „Die Fangjagd ist das effektivste Mittel, um den nachtaktiven Räuber zu bejagen. Diese ist absolut notwendig und muss unter Beachtung des Elterntierschutzes ganzjährig möglich sein, um seine weitere Ausbreitung zu verlangsamen“, sagt Professor Dr. Jürgen Ellenberger, Präsident des Landesjagdverbandes Hessen. Er hat sein Verbreitungsgebiet deutschlandweit in sieben Jahren nahezu verdoppelt und kommt jetzt fast in jedem zweiten Jagdrevier vor. Trotz allem gehört er zu den Raubsäugern Europas, die bisher am wenigsten untersucht wurden.

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Anpassungsfähige Fleischfresser weiter auf dem Vormarsch

Die Jagdstatistik für die eingewanderten Arten Waschbär und Marderhund zeigt sprunghafte Anstiege. Auch beim Dachs sind die Zuwächse zweistellig, wogegen die Fuchsstrecke nahezu konstant bleibt. Die Bejagung leistet einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz.

Zur „Jagd und Hund“, Europas größter Fachmesse für Jagd, hat der Deutsche Jagdverband (DJV) die aktuelle Jagdstatistik für Waschbär, Marderhund, Dachs und Fuchs veröffentlicht. Alle vier Arten gelten als anpassungsfähig und haben auf ihrem Speiseplan auch Jungvögel und Eier. Im Jagdjahr 2015/16 (1. April bis 31. März) haben Deutschlands Jäger 128.103 Waschbären erlegt. Im Vergleich zum Durchschnitt der vorangegangenen 5 Jahre sind das 40,7 Prozent mehr Tiere des aus Nordamerika stammenden Kleinbären. Noch höher fällt die Steigerungsrate beim ursprünglich in Nordostasien verbreiteten Marderhund aus: 27.842 Tiere wurden erlegt, das entspricht einem Plus von 51,7 Prozent. Vom heimischen Dachs erlegten Jäger 70.575 Tiere (plus 14,7 Prozent) und vom Fuchs 466.186 (minus 0,8 Prozent). Jäger leisten mit der Bejagung der anpassungsfähigen Fleischfresser einen erheblichen Beitrag zum Artenschutz in Deutschland. Die zweite Stellschraube ist der Erhalt und die Verbesserung von Lebensräumen.

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EU-Kommission verbietet Waschbären

Nach dem Verbot von Glühbirnen und leistungsstarken Staubsaugern hat die EU-Kommission jetzt ein europaweites Waschbären-Verbot ausgesprochen. Die aus Nordamerika stammenden Neubürger sollen sich nicht weiter ausbreiten. 37 weitere Tier- und Pflanzenarten stehen auf der Liste unerwünschter Arten, darunter das Säugetiere wie Grau- und Fuchshörnchen, chinesischer Muntjak, Nutria und südamerikanischer Nasenbär, Vögel wie Schwarzkopfruderente und Ibis, Fische und Krebse, unter anderem  Signal- und Kamberkrebs, Amur-Schäfergrundel und Blaubandbärbling sowie Pflanzen, zum Beispiel Amerikanischer Stinktierkohl oder Flutendes Heusenkraut. Haltung, Import, Verkauf und Zucht dieser Art sind damit verboten. Auch Zoos müssen darauf gewährleisten, dass die Listen-Tiere in ihrem Besitz sich weder fortpflanzen, noch ausbrechen können. SE

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Lecker Waschbär

Vor wenigen Tagen berichteten wir über Probleme mit der ausufernden Waschbär-Population, deren verheerende Auswirkungen auf die Biodiversität und die Gefährdung durch Jagdhunde, die von den wehrhaften Neozoen augeht. Jetzt präsentieren wir die Lösung des Problems: Die Viecher einfach aufessen (lassen)! Offenbar gibt es einen Markt für Waschbären – im freundlichen Supermarkt nebenan. Diese Vermutung legt zumindest ein YouTube-Video nahe, das appetitlich eingefrorene Waschbären in einem Asia-Markt in Temple City im US-amerikanischen Bundesstaat Kalifornien zeigt. Die Sprecherin in dem Video, eine ordinäre, vermutlich latent rassistische, hysterische „O-my-god-Schreierin“ scheint den Supermarkt gezielt aufgesucht zu haben, um sich über den „fucking raccoon“ in der Tiefkühltruhe zu echauffieren. Die Dame kriegt auf YouTube die Kommentare, die sie verdient. Sollen die Leute doch essen, was sie wollen. Genau! So leicht lassen wir uns die Lösung des Waschbärproblems nicht zerreden. Die Gesundheitsbehörde des LA County wurde auf das Video und die dadurch ausgelösten Medienberichte aktiv. Eine Trichinenprobe wäre wohl schon ratsam. Jawina.de freut sich auf Eure Rezeptideen! SE

Video: YouTube

Invasion von Marderhund und Waschbär

Jagdstatistik: mehr als 3.000 Prozentpunkte Zuwachs seit der Wiedervereinigung

Waschbär und Marderhund sind weiter auf dem Vormarsch, das belegen die aktuellen Jagdstatistiken, die der Deutsche Jagdverband (DJV) anlässlich der Messe Jagd und Hund veröffentlichte. Demnach wurden im Jagdjahr 2012/13 erstmals mehr als 100.000 Waschbären erlegt, 47 Prozent mehr als im Vorjahr. Innerhalb von zehn Jahren ist die Zahl der erlegten Tiere sogar um mehr als 3.000 Prozentpunkte gestiegen. Beim Marderhund gab es nach vier Jahren Rückgang ebenfalls wieder positive Zahlen: Knapp 18.600 Tiere wurden erlegt, das sind 29 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Im 10-Jahres-Vergleich verzeichnen die Jäger eine Steigerung um knapp 4.500 Prozentpunkte.

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Dem Waschbären auf der Spur

DJV vertritt Jägerschaft auf der Internationalen Grünen Woche 2014

Wildtiere in der Stadt? Für viele Bürger eine schöne Vorstellung von Naturnähe. Doch was tun, wenn Wildschweine über den Spielplatz streifen, Marder auf dem Dachboden heimisch werden oder Waschbären die Mülltonnen stürmen? Jäger wissen in solchen Fällen Rat und geben ihre Kenntnisse gern am Stand des DJV in Halle 26a an die Besucher der Internationalen Grünen Woche weiter.

Wer wissen möchte, worin sich Waschbär und Dachs unterscheiden oder welchen Verwandtschaftsgrad Baum- und Steinmarder haben, ist im naturnahen Biotop des DJV richtig: Auf 300 Quadratmetern können Besucher aller Altersklassen unter fachkundiger Anleitung des Lernort-Natur-Teams auf einem Parcours pirschen und die heimische Flora und Fauna kennen lernen. Ein spannendes Quiz führt dicht heran an die Wildtiere. Die Initiative Lernort Natur wurde bereits zum zweiten Mal von der UNESCO ausgezeichnet.

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Mit Fangjagd gefährdeten Tieren helfen

Experten stellen erfolgreiche Projekte aus dem Artenschutz vor

Auf den Feldern hoppeln Feldhasen, Rebhuhnfamilien sind zahlreich zu sehen und man hört den Fasan rufen: „gock, gock, gock“. So sieht es normalerweise in einer intakten Natur aus. In Deutschland wird der Anblick dieser Arten leider immer seltener. Am Boden lebende Tiere haben es schwer, auf den großen Feldern mit der intensiven Landwirtschaft Verstecke zu finden und so ihren natürlichen Feinden wie etwa dem Fuchs zu entwischen. In eintönigen Landschaften finden die Tiere für sich selbst und ihre Jungen weniger zu fressen. Auch schlechtes Wetter macht ihnen zu schaffen. Deshalb werden bestimmte Tierarten mit sehr viel Aufwand von Naturschützern und Jägern unterstützt. Wie das erfolgreich geht, darüber sprechen Experten am heute und morgen auf dem Jagdschloss in Kranichstein.

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