Schlagwort-Archive: Wallis

Schweiz: Deutscher Rentner vom Vorwurf der Wolfswilderei freigesprochen

Schuldsprüche jedoch wegen mehrfacher Verstöße gegen Jagd- und Waffenrecht

Am 7. März 2016 ist bei Raron im Schweizer Kanton Wallis der bereits stark verweste Kadaver eines männlichen Wolfs gefunden worden, der durch DNA-Analysen als M63 identifiziert wurde. Am Freitag musste sich ein deutscher Rentner, der seit Jahren in der Region wohnt, vor dem Bezirksgericht Brig wegen des Verdachts auf illegalen Abschuss dieses Wolfs verantworten. Das Gericht sah die von der Staatsanwaltschaft erhobenen Vorwürfe jedoch nicht als erwiesen an. So ließ sich das in dem Kadaver gefundene Geschoss nicht eindeutig einem bestimmten Gewehr zuordnen. Außerdem sei nicht bewiesen worden, dass sich M63 zum Tatzeitpunkt tatsächlich in dem Gebiet aufgehalten habe, in dem der Beschuldigte der Fuchsjagd nachging. Das Gericht sprach den Angeklagten daher vom Vorwurf des illegalen Wolfsabschusses frei. Des weiteren wurde er auch vom Vorwurf unrechtmäßiger Abschüsse eines Wildschweins, eines Rotwildkalbs und eines Rotspießers sowie diverser weiterer Verstöße gegen das Waffengesetz freigesprochen.

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Schweiz: Wolf im Wallis gewildert

10.000 Franken Belohnung für Hinweis auf Täter

Im Schweizer Kanton Wallis ist ein Wolf gewildert worden. Spaziergänger entdeckten den Kadaver des erwachsenen, weiblichen Tiers am 17. Februar gegen 17:00 Uhr in einem Wald bei dem Ort Pomi in Mayoux/Anniviers. Die Wölfin weist einen Einschuss hinter der Schulter auf. Für eine Autopsie wird der Tierkadaver ins Institut für Pathologie der Universität Bern transportiert, wie die Kantonspolizei mitteilt. Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet. Die Kantonspolizei hat einen  Zeugenaufruf im Internet veröffentlich: lle Personen, die sachdienliche Hinweise machen können, sind gebeten sich bei der Kantonspolizei, Tel. +43 (0)27 326 56 56, zu melden. Die „Gruppe Wolf“ hat eine Belohnung in Höhe von 10.000 Franken ausgelobt für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen. SE/PM

Beitragsbild: Gewilderte Wölfin. Quelle: Kantonspolizei Wallis

Schweiz: Wolf reisst Nutztiere im Wallis

Grundbesitzer fordert: Wolfsfreunde sollen Kadaver entsorgen

In der Augstbordregion im Schweizer Kanton Wallis haben Wölfe in den vergangenen Tagen elf Schafe und eine Ziege gerissen. Ein weiteres Schaf wurde verletzt aufgefunden, von zwei weiteren fehlt jede Spur, wie die Schweizer Tageszeitung blick.ch auf ihrer Internetseite berichtet. Allein auf einer Weide oberhalb von Törbel wurden acht Schwarznasenschafe gerissen. Der Schäfer zog seine Herde von der Weide ab, die Kadaver blieben auf dem Yakspfad, einem beliebten Wanderweg liegen, wie 1815.ch berichtet. Der Schäfer und der Besitzer der Weide sind sich über das weitere Vorgehen einig: Er sehe nicht ein, warum sich der Schafbesitzer die Mühe machen solle, die toten Tiere zu entsorgen, sagte der Besitzer der Weidefläche gegenüber 1815.ch. Auch er selbst fühle sich nicht verpflichtet, die toten Tiere wegzuräumen. Dies sollten eher die Pro-Wolf-Aktivisten von der „Gruppe Wolf Schweiz“ tun, schlägt der Grundbesitzer vor. Auch für den angerichteten Schaden sollten die Wolfsfreunde seiner Ansicht nach aufkommen.

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Schweiz: Kanton Wallis verbietet Wildkameras

Fotofallen-Verbot auf Betreiben des Kantonalen Jägerverbands

Der Schweizer Kanton Wallis hat Wildkameras, auch Fotofallen genannt, bei der Jagd verboten. Wildkameras sind mit Bewegungsmeldern ausgestattete Kameras, die automatisch Fotos oder Videos erstellen, wenn sich im Bereich der Sensoren etwas – ein Wildtier beispielsweise – bewegt. Sie werden im Rahmen der Jagdausübung z.B. zur Überwachung von Kirrungen, Wildwechseln und wildschadensgefährdeten Kulturen eingesetzt. Ihr Einsatz ist unter Datenschützern umstritten.

Im Wallis müssen Jäger nun auf dieses Hilfsmittel verzichten: Eine Jagdgesellschaft aus dem Mittelwallis hat einem Bericht der Neuen Luzerner Zeitung (NLZ) zufolge den Kantonalen Jägerverband aufgefordert, sich für ein Verbot der Wildkameras einzusetzen. Die Regierung des Kantons kam diesem Wunsch aus den Reihen der Jägerschaft nun nach. Das Wildkamera-Verbot scheint die Folge eines in der Walliser Jägerschaft schwelenden Generationenkonflikts zu sein:

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Schweiz: Flüchtlinge sollen Schafe vor Wolfsangriffen schützen

Nein, das ist kein Scherz: Der Große Rat des Schweizer Kantons Wallis hat einen Vorschlag der FDP-Fraktion gebilligt, wonach Flüchtlinge und Langzeitarbeitslose zum Schutz von Schafherden in den Bergen eingesetzt werden sollen. Das berichtet die Neue Luzerner Zeitung. Niemand könne Schafe besser Schützen als Hirten, begründete ein FDP-Politiker den Vorschlag. Den Viehhaltern fehle es aber oft an Geld und Arbeitskräften. Das Beschäftigungsprogramm wurde mit 72 zu 41 Stimmen bei drei Enthaltungen angenommen. Nur die die CVP lehnte dem Bericht der NLZ zufolge das Projekt ab: Die Situation bei den Schafherden und in den Bergen sei zu gefährlich: Die Viehhalter könnten ihre Hirten noch vor den Schafen verlieren… SE

Beitragsbild: Headline des zitierten Beitrags in der Neuen Luzerner Zeitung.

Schweiz: Kanton gibt Wolf zum Abschuss frei

Der Kanton Wallis,  hat gestern (Dienstag) eine Abschussgenehmigung für einen Wolf erteilt. Das teilt der Kanton in einer Presseerklärung mit. Darin heißt es: „Staatsrat Jacques Melly ordnete heute den Abschuss eines Wolfs an, der zwischen dem 25. Juni und 25. August 2015 auf den Alpen im Turtmanntal und der Augstbord-Region 44 Schaffe gerissen hat. Der Bewilligungsentscheid stützt sich auf das Jagdgesetz und die Jagdverordnung des Bundes.“ Aus den in den letzten beiden Jahren erfolgten Angriffen gehe hervor, dass sich das Streifgebiet des Wolfs derzeit vom Turtmanntal bis nach Törbel-Bürchen erstreckt.

Gemäß der seit 15. Juli 2015 rechtskräftigen Revision der Jagdverordnung (JSV) darf ein einzelner Wolf abgeschossen werden, wenn er in seinem Streifgebiet mindestens 15 Schafe getötet hat, nachdem im Vorjahr bereits Schäden zu verzeichnen waren, wobei Schäden nur berücksichtigt werden dürfen, sofern zumutbare Schutzmassnahmen ergriffen worden sind. Dies ist nach Ansicht des Staatsrats in dem betroffenen Gebiet der Fall: Der Bund fördert den Einsatz von Herdenschutzhunden, um Schäden an Nutztieren durch Grossraubtiere vorzubeugen. In der konkreten Situation hielt die kant. Dienststelle für Landwirtschaft (DLW) diese Massnahme aber für ungenügend bzw. ungeeignet und schlug daher andere Vorkehrungen vor, wie das Behirten, Einzäunen und Nachtpferche.

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