Schlagwort-Archive: Wald

EuGH verbietet Polen weitere Abholzung in Białowieża

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat unter Androhung eines Zwangsgeldes in Höhe von „mindestens 100.000 Euro pro Tag“ angeordnet, dass Polen die aktive Bewirtschaftung des Waldes von Białowieża unverzüglich einzustellen hat. Der Wald von Białowieża ist einer der besterhaltenen Naturwälder Europas, der durch große Mengen von Totholz und eine Vielzahl alter Bäume, die zum Teil über hundert Jahre alt sind, charakterisiert ist, so der EuGH. Im Jahr 2016 genehmigte der polnische Umweltminister eine Reihe von Maßnahmen, die vorgeblich der Bekämpfung des Buchdruckers, eines Forstschädlings galten. So wurden laut EuGH „eine Ausweitung der Holzgewinnung im Forstgebiet Białowieża und Maßnahmen der aktiven Waldbewirtschaftung in Gebieten [genehmigt], die bis dahin von Interventionen ausgenommen waren, wie Sanitärschnitte, Aufforstung und Verjüngungsschnitte. Daraufhin wurde mit der Beseitigung trockener und vom Buchdrucker befallener Bäume auf einer Fläche von etwa 34.000 Hektar des sich über 63.147 Hektar erstreckenden Gebiets Natura 2000 Puszcza Białowieska begonnen. Die EU-Kommission hat deshalb am 20. Juli 2017 eine Vertragsverletzungsklage erhoben, mit der sie beantragt, festzustellen, dass Polen gegen seine Verpflichtungen aus der Habitat- und der Vogelschutzrichtlinie verstoßen habe.

Weiterlesen

Pilzsammler, bitte nehmt Rücksicht aufs Wild

In deutschen Wäldern ist ein regelrechtes Sammelfieber ausgebrochen: Aufgrund der feuchtwarmen Witterung wachsen Pilze besonders gut. Verantwortungsvolle Pilzsucher nehmen Rücksicht auf Wildtiere. Der DJV gibt Verhaltenstipps.

Marone, Pfifferling oder Steinpilz: Der spätsommerliche Wald steckt voller kulinarischer Verführungen. Auch Blau- und Brombeeren haben mancherorts noch Hochsaison. Nach dem Bundesnaturschutzgesetz darf jedermann Früchte des Waldes und Pilze für den eigenen Gebrauch in kleinen Mengen sammeln, sofern ein Gebiet nicht einem Betretungsverbot unterliegt. Einzelheiten regeln die Länder. Der Deutsche Jagdverband (DJV) bittet Waldbesucher, sich rücksichtsvoll und umsichtig zu verhalten. „Der Wald ist das Wohnzimmer vieler Wildtiere, Waldbesucher sind nur zu Gast“, sagt Dr. Hans-Heinrich Jordan, zuständiges DJV-Präsidiumsmitglied für Forstwirtschaft.

Weiterlesen

Sound-Check im Wald

Forschungsprojekt der Carl-Zeiss-Stiftung soll klären, wie sich europäische Wälder im Klang unterscheiden

Mit rund 200.000 Euro unterstützt die Carl-Zeiss-Stiftung für zwei Jahre ein Forschungsprojekt an der Universität Freiburg, das den Klang von Wäldern untersucht. Der Klang eines Waldes setzt sich aus Lauten und Geräuschen zusammen, die biologischen, geophysikalischen und menschlichen Ursprungs sind. So sollen 60 Waldbestände in Europa untersucht werden, die sich vor allem in der Baumdichte, der Baumartenzusammensetzung und in der Zahl der dort lebenden Tierarten unterscheiden. Die Forscher wollen wissen, wie sich Veränderungen oder Störungen in diesen Klanglandschaften durch eine Intensivierung der Landnutzung, durch Klimawandel oder durch Artensterben verändern. Vielleicht, so ThüringenForst-Vorstand Volker Gebhardt, können sich akustische Indikatoren zumindest zur ergänzenden ökologischen Bewertung von Wäldern eignen. Die Landesforstanstalt befürwortet Forschungsansätze, die Wald ganzheitlich in Wert setzen.

Weiterlesen

Jägerin stirbt bei Geburt ihres Kindes im Wald

Bereits am vergangenen Mittwoch entdeckte ein Spaziergänger einen Kastenwagen in einem Waldstück bei Dresden, in dem eine leblose, blutverschmierte Person lag. Der Spaziergänger dachte zuerst an einen Jagdunfall, wie die Bild-Zeitung berichtet, und verständigte die Polizei. Rettungskräfte fanden in dem Wagen an einem Teich in Weinböhla eine tote Frau – und ihren lebenden Säugling. Die 38 Jahre alte Jägerin, laut Bild-Zeitung Katharina K. aus Coswig, hatte am Vorabend ihre Wohnung verlassen. Als sie am Morgen danach nicht zurückgekehrt war, verständigte ihr Lebensgefährte die Polizei. Die Obduktion ergab, dass die Frau bei der Geburt einen Gebärmutterriss erlitt und verblutete. Das Kind ist wohlauf. Katharina K. hatte einen weiteren Sohn. SE

Beitragsbild: Headline des verlinkten und zitierten Artikels in der Bild-Zeitung. (Bildschirmfoto, Ausschnitt)

Die Red. dankt JAWINA-Leser JG für den Hinweis!

Brandenburg: Jäger und Waldbesitzer einigen sich auf Verfahren zur Bewertung von Wildschäden

Nach schwierigen Verhandlungen haben sich Jäger und Waldbesitzer in Brandenburg auf ein einheitliches Verfahren zur Bewertung von Wildschäden im Wald geeinigt. Der Wildschadensfall und seine monetäre Bewertung sind dabei nur die letzte aller Möglichkeiten, heißt es in einer Pressemitteilung des Landesjagdverbands Brandenburg (LJVB). Am Mittwoch, den 23. November, soll der errungene Kompromiss in Eberswalde in Anwesenheit von Vertretern des Umweltministeriums, des LJVB und der Forstbehörde der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Weiterlesen

UN-Report: Wälder und Holzprodukte schützen das Klima

Nicht die Waldflächenstilllegung, sondern Forstwirtschaft gilt als Schlüssel zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft

Ein aktuell von den Vereinten Nationen vorgelegter Bericht betont die Bedeutung von Wäldern und nachhaltig erzeugten Holzprodukten für den Klimaschutz. Darsuf weist ThüringenForst in einer Pressemitteilung hin. So sind Wälder einerseits langfristiger Kohlenstoffspeicher und jährliche Senke von CO2-Emissionen, andererseits bewirkt die vielseitige Verwendung von Holzprodukten eine zusätzliche temporäre Kohlenstoffbindung und damit Klimaentlastung. Weiterer positiver Effekt: Holzprodukte verdrängen energieintensive und damit treibhausgasbelastete Produkte wie etwa Stahl, Aluminium, Kunststoff oder auch Beton. Holz kann außerdem gut recycelt werden und ersetzt klimaschädliche Energieträger wie Kohle, Gas und Öl. Der nachhaltigen Forstwirtschaft wird daher im Bericht eine Schlüsselrolle auf dem Weg zu einer CO2-armen Wirtschaft zugeordnet, zu der sich die Weltgemeinschaft anlässlich der Pariser Klimakonferenz bekannt hat.

Weiterlesen

Kommunen warnen vor Umwandlung von Wald in Wildnis

Das Bundesumweltministerium (BMUB) und Umweltverbände arbeiten auf die Errichtung von Wildnisgebieten in Deutschland hin. Im Fokus stehen 337 große Waldgebiete. Bis 2020 sollen Kommunen 10 % ihrer Wälder aus der forstlichen Nutzung nehmen und für Wildnis zur Verfügung stellen. „Obwohl auf europäischer Ebene der Stilllegung von Wäldern eine klare Absage erteilt wird, sollen in Deutschland große Waldgebiete in Wildnis umgewandelt werden. Die Wildnispläne des BMUB lassen dabei wissenschaftliche und internationale Entwicklungen weitestgehend außer Acht. Deshalb lehnen waldbesitzende Kommunen einen deutschen Sonderweg ab. Sollten die Pläne des BMUB verwirklicht werden, müssen sich Bürger, Waldbesitzer und Kommunen auf gravierende Veränderungen einstellen. Wildnis nach EU-Standards bedeutet: Verbot von Tourismus, Forst-, Land- und Weidewirtschaft, Jagd, Waldbrand- und Borkenkäferbekämpfung, Beeren- und Pilze sammeln. Gebäude und Straßen müssen in den Kernzonen entfernt werden“, so der Vorsitzende des Gemeinsamen Forstausschusses „Deutscher Kommunalwald“, Verbandsdirektor Winfried Manns (Mainz) und der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Dr. Gerd Landsberg, anlässlich der Bundestagung des Gemeinsamen Forstausschusses „Deutscher Kommunalwald“ am 27. Juni 2016 in Iphofen. Bereits im Jahr 2009 habe das EU-Parlament in der Begründung zur Entschließung über Wildnisgebiete darauf hingewiesen, dass das Konzept Wildnis im urbanen europäischen Raum an seine Grenzen stoße: „Wir müssen die Natur schützen, jedoch durch menschliche Nutzung“. Die Fläche Europas sei zu klein, um Bürgern den Zugang zu bestimmten Gebieten zu verbieten.

Weiterlesen

Jäger unterstützen Volksbegehren: Keine Windkraft im Wald!

Der Landesjagdverband Brandenburg (LJVB) ruft zur Unterzeichnung des Volksbegehrens „Rettet Brandenburg“ auf. Bis zum 6. Juli werden 80.000 Unterschriften gegen Windkraftanlagen im Wald benötigt.

In Brandenburg entstehen immer neue Windkraftanlagen – zunehmend auch im Wald. Dem Ausbau stehen die Jägerinnen und Jäger Brandenburgs kritisch gegenüber. Mitte Mai beschlossen die Vertreter der rund 9.600 Mitglieder des Landesjagdverbands Brandenburg (LJVB) einstimmig die Unterstützung des Volksbegehrens „Rettet Brandenburg“. Kommen bis zum 6. Juli 80.000 Unterschriften zusammen, muss sich das Parlament mit der Forderung, keine weiteren WKA im Wald zu bauen, befassen. Lehnen die Delegierten ab, wäre ein Volksentscheid der nächste Schritt.

Weiterlesen

Rettungspunkte: Mach mal einen Punkt

Der Unfall eines belgischen Jagdgasts vor einigen Tagen (JAWINA berichtete) zeigt ein Problem auf, von dem viele, wenn nicht die meisten Jäger betroffen sein dürften, die in einem fremden Revier zur Jagd gehen: Wenn etwas passiert, ist es für Ortsunkundige oft schwer zu beschreiben, wo sie sich befinden. Zwar bieten Smartphones die Möglichkeit, den eigenen Standort per GPS zu erfassen und auch zu versenden, das funktioniert aber nur unter zwei Voraussetzungen: a) Der Verunglückte muss im Besitz eines Smartphones und noch in der Lage sein, es zu bedienen und b) am Unglücksort muss einigermaßen guter Internet-Empfang vorhanden sein.

Sind diese Bedingungen nicht erfüllt, fällt es vielen Leuten schwer, ihre Position einigermaßen genau zu beschreiben: Sie können nicht angeben, in welcher Himmelsrichtung sie sich wie weit bewegt haben, kennen markante Geländepunkte wie Seen, Flussläufe oder Erhebungen nicht und können deshalb auch nicht angeben, ob sie sich in der Nähe derselben befinden. Hinzu kommt, dass auch Rettungskräfte mit den Gegebenheiten vor Ort in der Regel auch nicht vertraut sind, so dass sie auch eine genaue Beschreibung des Anfahrtswegs oft nicht unmsetzen können. Die Folge ist, dass die Suche nach dem Verletzten viel kostbare Zeit kostet – mit möglicherweise ernsten Folgen.

Weiterlesen

Klimawandel: Die Rückkehr des Waldmaikäfers

Der ehemalige, heute seltene Forstschädling könnte mit dem Klimawandel eine Renaissance erleben

Viele kennen ihn nur noch aus der Literatur, aus der Musik oder vom Schokoladenregal. Die Großelterngeneration hat ihn allerdings als üblen Schädling in Feld und Wald in Erinnerung, der in der vergangenen Jahrhunderthälfte auch im Thüringer Eichsfeld ganze Laubwälder kahlgefressen hatte: Der Waldmaikäfer. Der ab Mai flugaktive, derzeit rare Frühlingsbote könnte allerdings in den nächsten Jahren auch im Freistaat eine Renaissance erleben. Der vom Menschen verursachte Klimawandel macht es möglich. „Durch höhere Jahresmitteltemperaturen und verlängerte Vegetationsperioden scheint sich der Entwicklungszyklus einiger Maikäferpopulationen in letzter Zeit beschleunigt zu haben“, so Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. Experten vermuten, dass der bisherige vierjährige Entwicklungszyklus von der Eiablage bis zum Insekt sich künftig auf ein Jahr verkürzen könnte. Auch wenn Thüringen kein „klassisches“ Maikäferland ist, dürfte diese Entwicklung den Weg des brummigen, aber durchaus flugaktiven Insekts aus den Nachbarbundesländern Hessen oder Sachsen-Anhalt nach West- und Nordthüringen öffnen. Zumal der Waldmaikäfer in Thüringen zwar selten, aber keineswegs ausgestorben ist.

Weiterlesen

Müll im Wald macht Tiere kalt

Der Oberkiefer des Damkalbs steckt in einem gelben Kunststoffring. Seit vielen Tagen schon. Immer wieder haben die Wildkameras in dem Revier bei Nauen das Stück fotografiert. Die Bilder dokumentieren den langsamen und qualvollen körperlichen Verfall des bei der Nahrungsaufnahme gehandicapten Stücks. „Wir sitzen ständig an, um das Kalb von seinen Qualen zu erlösen“, berichtet Revierpächter Bernd Schulze alias Wiesel. „Bisher ist es uns leider nicht gelungen, das Stück zu erlegen.“ Das Kalb wird von Tag zu Tag schwächer, inzwischen folgt es dem Damtier (für Nichtjäger: Muttertier) nicht mehr. Tierschicksale wie dieses sollte den Leuten zu denken geben, die ihren Müll bedenkenlos im Wald abladen.

Weiterlesen

Frühblüher: Blütenpracht im winterkahlen Wald

Dank mildem Winter und den ersten längeren Sonnentagen bieten die Wälder für aufmerksame Naturfreunde ein besonderes Ereignis: die Frühblüher sind das derzeitig auffälligste Farbphänomen in den noch winterkahlen Forsten. Scharbockskraut, Winterlinge, Seidelbast, Märzenbecher oder Buschwindröschen sind erste (Vor)Frühlingsboten, noch bevor der Laubaustrieb der Waldbäume beginnt. Ihre Blütezeit ist allerdings nur kurz. Wer deshalb die erste Blütenpracht des Jahres genießen will, sollte die nächsten Wochen einen Waldspaziergang einplanen.

Weiterlesen

DJV: Jagd ist wichtig für den Artenschutz

Internationales Forscherteam: Wald aus der Nutzung nehmen schadet der Artenvielfalt

Verbiss-Schäden an Bäumen sind am größten in Schutzgebieten. Das haben Forscher des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie in Jena gemeinsam mit rumänischen Forschern festgestellt. Ihr Fazit: Das Ziel der nationalen Biodiversitätsstrategie, fünf Prozent des Waldes zu schützen und aus der Nutzung zu nehmen, werde zu einem Artenverlust führen. Die Wissenschaftler betonen, dass Artenschutz nur im komplexen Zusammenhang mit der gesamten Fauna und Flora gesehen werden könne und bestätigen damit die Position des Deutschen Jagdverbands. „Die Strategie zum Erhalt der Baumartenvielfalt kann nur ‚Wald und Wild‘ heißen und die Jagd in Schutzgebieten grundsätzlich zulassen“, so DJV-Präsidiumsmitglied Dr. Hans-Heinrich Jordan. Die Idee, dass Wolf, Bär und Luchs künftig in Deutschland die Rolle der Jäger übernehmen und für sinkende Reh- oder Hirsch-Bestände sorgen könnten, entkräfteten die Wissenschaftler: Der Wolf jage in Rumänien lieber Schafe auf Weiden als Rehe, Wildverbiss gebe es immer noch.

Weiterlesen

Hilf, Sebastian Rotenhan, damit der Wald jetzt wachsen kann!

Selbst nach Ansicht mancher Förster und Waldbesitzer, die dem Gedanken naturnahen Waldbaus durchaus nahe stehen, hat sich Sebastian Freiherr von Rotenhan mit seinen jüngsten Verlautbarungen in der Ökojagd 8/214: „….damit keiner mehr sagen kann, er habe es nicht gewusst!“ – 10 Jahre später …“, als ernst zu nehmender Gesprächspartner diskreditiert. Eine Entgegnung von Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel:

Welch ein Glück ist das für die östlichen Bundesländer, und insbesondere für Brandenburg, dass kapitalkräftige Menschen aus den westlichen Bundesländern, wie z. B. Herr Rotenhan, sich hier nach der Wende forstlich und forstpolitisch so engagiert ins Zeug legen. Wie sonst hätte man von den konspirativen Machenschaften in Sachen Wald und Wild erfahren, die hierzulande für eine „beispiellose Verarmung der Wälder“ gesorgt haben. In Potsdam treffen sich noch heute die für Forst und Jagd zuständigen Ministerialbürokraten regelmäßig, merkwürdigerweise überwiegend Westimporte, um Maßnahmen zur weiteren Verarmung des Brandenburger Waldes und zur Erhöhung der Brandenburger Schalenwildbestände durchzusetzen.

Weiterlesen

NRW: Acht Wisente – 33.800 Euro Schaden

Seit ihrer Auswilderung im März 2013 bis zum Frühjahr 2014 haben die acht Wisente im Kreis Siegen-Wittgenstein Schäden in Höhe von 33.800 Euro verursacht. Das geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage des CDU-Abgeordneten Reiner Deppe an den nordrhein-Westfälischen Landtag hervor. Die Schadenssumme verteilt sich auf Landesforst (22.000 Euro) und Privatwald (11.800 Euro). Im Landeswald wurden 1200 geschädigte Bäume gezählt. Von den Schälschäden waren zu 90 Prozent Buchen betroffen.

Weiterlesen

Tausche Haus gegen Eigenjagd

Der Unternehmer Harro Uwe von Cloppenburg (Peek & Cloppenburg) möchte gerne eine Eigenjagd haben und bietet der Gemeinde Kesseling (Landkreis Ahrweiler, Rheinland-Pfalz) dafür ein Geschäftshaus in Bonn zum Tausch an. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung. Der 360 Hektar große Gemeindewald soll dem Bericht zufolge etwa 3,75 Millionen Euro wert sein und durch Holzverkauf und Jagdpacht im Jahr etwa 40.000 Euro einbringen. Dem stehen 4,6 Millionen Euro für das Geschäftshaus und Mieteinnahmen in Höhe von 200.000 gegenüber.

Weiterlesen

2013 nur mäßige Aussichten für Pilzsucher

Langer Winter und nasskaltes Frühjahr schmälern Erfolgsaussichten von Pilzsuchern

Die 3500 in Thüringen bekannten Pilzarten haben die nasskalten fünf ersten Monate sowie den trockenen Sommer wie befürchtet nur mäßig gut überstanden. Darauf weisen die Thüringer Forsten hin. Die Förster erwarten jedenfalls eine regional sehr unterschiedliche Waldpilzsaison im Herbst. Als größtes Pilzgebiet im Freistaat gilt der Thüringer Wald, wo Steinpilze, Morcheln, Pfifferlinge oder Maronen besonders gut gedeihen. Dort ist ThüringenForst größter Waldeigentümer.

Weiterlesen

Thüringen: Visite beim Dauerpatienten Wald

Neue Forschungsergebnisse erfordern differenzierte Waldzustandsdiagnose

Wer dieser Tage in Thüringens Wäldern unterwegs ist, wird möglicherweise uniformierten Herren begegnen, die mit Ferngläsern angestrengt in die Baumkronen starren. Doch es besteht kein Anlass zur Beunruhigung: Es handelt sich um die Experten der Waldzustandserfassung (WZE) bei der Arbeit.

Weiterlesen

Verkannte Gefahr: Sommergewitter im Wald

Tipps zum richtigen Verhalten bei Blitzschlag im Wald

In den deutschen Mittelgebirgen, etwa im Thüringer Wald, werden Waldbesucher und Naturfreunde immer wieder von schweren Sommergewittern überrascht. Rund 100 Millionen Volt, und mehrere 10.000 Ampere stark sowie rund 30.000 Grad Celsius heiß sind Gewitterblitze, die Jahr für Jahr regelmäßig Opfer fordern. Denn vor „Eichen weichen“ und die „Buchen suchen“ sind keine guten Tipps.

Weiterlesen

Zehn Fragen zur Rehwild-Jagd

Ein Gastbeitrag von Dr. Armin Freund, Wildbiologe

1. Frage: Brauchen wir eine Jagdzeit für Rehwild?

Versuch einer Antwort:

Der Mensch ist kein Wolf. Wir jagen heute nicht nur zur Nahrungsbeschaffung. Wir jagen auch nicht nur, um den Wald wachsen zu lassen. Wir jagen nicht nur, um Wildbestände an die Landeskultur anzupassen. Wir jagen vor allem aus Freude am Jagen!

Dennoch ist Jagen nicht grenzenloses Vergnügen. Immer ist uns bewusst, dass unsere potentielle Jagdbeute ein Mitgeschöpf ist, für das wir mehr empfinden als z. B. für eine Pflanze. Aus diesen Überlegungen, die stark in den Bereich hineinspielen, den die Jäger Weidgerechtigkeit nennen, folgen gewisse Einschränkungen der Jagd.

Wir jagen nicht auf hochbeschlagene weibliche Stücke und wir erlegen keine zur Aufzucht der Jungen notwendigen Elterntiere. Aus diesen Restriktionen folgt zwangsläufig eine zeitliche Regulierung der Jagd, nämlich wann was erlegt werden darf.

Weiterlesen