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Bayern: Entlaufene Wölfe gefilmt

+++ Update: Von Zug überfahren: Erster entlaufener Wolf ist tot +++ Niedersachsen: Toter Wolf auf der A7 +++ Sachsen: Wölfe reißen sieben Stück Gatter-Damwild +++ Thüringen: Jäger fotografiert Wolf im Südharz +++ Baden-Württemberg: Jäger finden Menschenknochen bei Drückjagd +++

Die sechs aus einem Gehege im Bayerischen Nationalpark entlaufenen Wölfe (JAWINA berichtete) sind am Freitag Morgen über die Bundesstraße 11 bei Lindberg (Landkreis Regen) und damit einem Ehepaar vor die Kamera gelaufen. Wie die Passauer Neue Presse (PNP) berichtet, hatten die Eheleute gerade ihre Kinder zur Schule bzw. in den Kindergarten gebracht, als die Wölfe ihren Weg kreuzten. Sie seien gar nicht scheu gewesen, sie hätten ganz nahe heranfahren können, freute sich das Paar in der PNP.

Video: Passauer Neue Presse / YouTube / privat

Neue Wolfsvideos auf YouTube

 

Zwei interessante Videos haben wir auf dem YouTube-Kanal der Mitteldeutschen Zeitung (MZ) entdeckt:
Auf dem einen ist ein Wolf zu sehen, der unmittelbar neben der Straße ein stattliches Reh erbeutet hat und fortschleppt. Köstlich die Kommentare des ziemlich konsternierten filmenden Paars im Auto.
Video zwei zeigt einen Wolf, der ganz ohne Scheu einem pflügenden Traktor folgt – wie früher die Störche…

 

JAWINA dankt der Online-Redaktion der MZ für das OK zum Einbetten!

Videos: Mitteldeutsche Zeitung (MZ)/YouTube

Der nächste Wolfs-Fake

Update 22.02.: Walsroder Förster genervt, weil ihm Wolfsvideo zugeschrieben wird

Das unten beschriebene Wolfs-Fake ist mittlerweile in einer präzisierten Version unterwegs: Demnach soll das Video von einem Förster aus der Gegend von Walsrode stammen. JAWINA hat den Mann angerufen: Er ist schwer genervt, weil seit gestern sein Telefon „hundert Mal“, geklingelt habe, sein E-Mail-Posteingang überquillt und das Fax-Gerät heißläuft. „Ja, guten Tag, ich bin auch Jäger, mein Beileid, nun erzählen Sie doch mal – so geht das schon den ganzen Tag!“, stöhnt der Förster. Dabei sähe doch jeder auf den ersten Blick, dass das Video nie und nimmer in der Lüneburger Heide aufgenommen worden sein könne… Er habe das Video wie so viele andere über Whatsapp erhalten und an ein paar befreundete Jäger weitergeleitet – was man sich aber offenbar auch schon gut überlegen müsse… Wohl wahr. SE

Am Wochenende kursierte eine weitere Falschmeldung über Wölfe in Deutschland, nachdem sich die Aufregung über in den Sozialmedien verbreitete Berichte, derzufolge Wölfe einen Jäger in Polen getötet haben sollten (JAWINA berichtete), gerade gelegt hatte. Der neuen Fake-Meldung war ein Video beigefügt, dass von Videokamera (einer sogenannten Action-Cam) aufgenommen wurde, die an der Halsung eines Stöberhunds befestigt war. Das offensichtlich bearbeitete Video (Zeitlupensequenz) zeigte einen Wolfsangriff auf mindestens einen weiteren Hund. Dem Begleittext zufolge soll das Video auf einer Drückjagd im Postleitzahlbereich 29664 aufgenommen worden, es habe sich um eine „Treibjagd“ mit fünf Hunden gehandelt, von denen vier infolge von Angriffen durch Wölfe getötet worden sein sollten. Massive Zweifel waren von Anfang an angebracht: 29664 steht für die niedersächsische Stadt Walsrode in der Lüneburger Heide. Weder die auf dem Video zu sehende Mittelgebirgslage, noch die Wetterbedingungen passten zur angeblichen geografischen Lage, von dem Vorfall hätte man bestimmt auch auf andere Weise gehört, überdies erschien es fraglich, ob Mitte Februar in der Lüneburger Heide noch „Treibjagden“ stattfanden. Ausrüstung der Hunde, Vegetation und Wetter scheinen weit eher nach Skandinavien zu passen.

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Comic erklärt Jagd – jetzt auch auf englisch

Bereits im Februar hat der Deutsche Jagdverband (DJV) einen Zeichentrickfilm auf YouTube veröffentlicht, der das Kleine Einmaleins der Jagd leicht fasslich – und vor allem: mit Bildern! – erklärt. Überzeugt von dieser ohne Zweifel notwendigen Annäherung an einen zeitgemäßen Aufmerksamkeits- und Verständnishorizont, hat der CIC dieses Video nun ins Englische übertragen.

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IWA 2016: The Making-Of

JAWINA hat als offizieller Blog der IWA 2016 drei Tage lang live aus dem Messezentrum Nürnberg berichtet. Die vielen positiven Rückmeldungen von Ausstellern, Lesern und nicht zuletzt dem Veranstalter, der NürnbergMesse, zeigen uns: Es hat sich gelohnt, es war ein großer Erfolg. Und so ist es an der Zeit, danke zu sagen, denn unser Foto-, Video- und Berichte-Feuerwerk ist eine Leistung des für die Messe zusammen arbeitenden großartigen JAWINA-Teams: Ein riesengroßes Dankeschön geht daher an Anna Kaufmann (http://textschmiede-kaufmann.de/) und ihren Mann Benny, an Robert Saemann-Ischenko (www.saemannischenko.de) und – last not least – an Annas Vater Jürgen Hollweg (http://www.hollweg-fotografie.de/). Viel Spaß bei einem Blick hinter die Kulissen… SE

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Bambi revisited

Er befürworte es nicht, Wildtiere als Haustiere zu behalten, erklärt der litauische Jäger Darius Sasnauskas in den Erläuterungen zu einem Video über die „Rettung“ und Auswilderung eines Weißwedelkalbs, das er auf seinem YouTube-Channel veröffentlicht hat und schon mehr als zwei Millionen Mal angesehen wurde. Dieser Fall sei aber eine Ausnahme: Das Kalb war eines von zwei Zwillingskälbern, es hatte ein verletztes Bein, wurde vom Muttertier verlassen und hatte keine Chance, in der Wildnis zu überleben. Ob die Überlebenschancen des Kalbs, das während der Aufzucht von Hand an Hunde und Menschen gründlich gewöhnt wurde, dauerhaft gesteigert wurden, darf bezweifelt werden. Außer Frage steht allerdings, dass solche Bilder Nachahmer erzeugen, die sich „verlassene“ Rehkitze aneignen, um sie zu retten und auch  mal eine gute Tat zu vollbringen. Oder sich ein originelles Haustier wünschen.

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Niedersachsen: Jäger filmt Wolfsriss bei Burgwedel

Der 59jährige Maler und Jäger Werner Siemers hat bei seiner Morgenrunde mit dem Fahrrad einen Wolfsriss bei Burgwedel dokumentiert. In dem Video, das auf der Internetseite des NDR zu sehen ist, verspeist ein Wolf auf einer Wiese am Waldrand ein Reh. Im Hintergrund ist lautes Schrecken zu hören. Der Urheber des Schreckens tritt dann auch bald ins Bild: Ein junger Bock, der anscheinend Mühe hat zu glauben, dass der Wolf da wirklich gerade seine Gespielin auffrisst. Sehenswert. SE

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Das ist sie, die vielbeschworene „natürliche Scheu“…

Einem Landwirt im Landkreis Uelzen (Niedersachsen) sind, wie die Allgemeine Zeitung berichtet, am 26. März diese beeindruckenden Video-Aufnahmen eines fünfköpfigen Wolfsrudels gelungen, die schon seit ein paar Tagen auf WhatsApp und Facebook die Runde machen. Vom Radau des Traktors völlig unbeeindruckt, ziehen die Wölfe am hellichten Tag über das Feld. Das vielzitierte Gerede von der angeblichen „natürlichen Scheu“ der Grauhunde, die man deshalb ja so gut wie nie zu Gesicht bekomme, sollte sich damit so langsam erledigt haben.

Video: YouTube

Schönen Gruß vom Murmeltier


Reporter, Fotografen und Kameramänner und -frauen wissen: Es gibt zwei unterschiedliche Typen von Zeitgenossen, die ein ebenso unterschiedliches Reaktionsmuster zeigen, wenn eine Kamera auf sie gerichtet wird. Die einen versuchen, sich der Aufnahme durch Wegdrehen, Abducken, Hände oder Jacken vor das Gesicht reißen zu entziehen, die anderen drängen ins Bild, posen, schneiden Grimassen. Das Murmeltier, das in ein Zeitraffer-Video von Greenpeace America zum Thema Klimawandel grätschte, ist eindeutig dem letzteren Typus zuzuordnen.

Algerien: Wildschweinplage nach Jagd- und Waffenverbot

Es gibt viele Beispiele dafür, dass Jagd- und Jagdwaffenverbote auf Dauer nicht praktikabel sind: Etwa die Vergasung flugunfähiger Gänse in den Niederlanden, die unhaltbaren Zustände in dem ebenfalls niederländischen Naturpark Oostvaardersplassen oder explodierende Wildschäden in Norditalien. Der Berliner Tagesspiegel bringt in einem kurzen, sehenswerten Video ein weiteres Beispiel: In Algerien waren Jagdwaffen verboten worden, weil die Regierung Terroristen fürchtete. Die Folge: Eine untragbare Wildschweinplage.Die Verbote mussten zurück genommen werden. SE

Zum Video geht es hier.

Bild: Screenshot der Tagesspiegel-Internetseite. Copyright: Tagesspiegel.

Österreich: Freerider retten Hirsch

Das österreichische Fernsehen ORF zeigt auf seiner Internetseite ein Video einer außergewöhnlichen Hirschrettung: Eine Truppe Freerider rettet einen Hirsch, der in eine Schneespalte gerutscht war und eigentlich unrettbar festsaß: Nur noch ein Stück des Geweihs guckte heraus.

Schalenwild als Klimaschädling

Schalenwild ist als Schädling einzustufen, weil es den ganzen Wald auffrisst, wovon sich jeder leicht überzeugen kann, wenn er mal einen Blick aus dem Fenster wirft: Überall Häuser und Straßen, kein Wald. Noch nicht hinreichend gewürdigt wurde allerdings der Beitrag des Schalenwilds zum Klimawandel durch Freisetzung klimaschädlicher Emissionen. Ein wissenschaftliches Video von einem Weißwedeltier, aufgenommen beim Verbeißen unendlich wertvollen, nun unwiederbringlich im Äser verschwundenen  Blattwerks (das Video wurde zur Schadensdokumentation aufgenommen), beweist: Es ist noch viel schlimmer, als wir dachten.