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Schweiz: Jäger schiesst Wolf – aus Versehen

+++ Hessen: Wolf bei Marburg gesichtet +++ Baden-Württemberg: Wolfsnachweis im Enzkreis +++ Hessen: Wölfe kurzzeitig aus Tierpark ausgebrochen +++ Schweiz: Wolf trabt an Haustür vorbei +++

In Goms, einem Bezirk im Schweizer Kanton Wallis, hat ein Jäger in der Samstagnacht eine Wölfin erlegt – weil er diese mit einem Fuchs verwechselt hat. Der Vorfall ereignete sich bei einer Fuchspassjagd, bei der Füchse an Luderplätzen angelockt werden. Wie der Kanton mitteilt, wurde die Wildhut durch eine unverzügliche Selbstanzeige informiert. DNA-Analysen zur Feststellung der Abstammung des Tieres wurden angeordnet. Die Staatsanwaltschaft hat ein Verfahren eröffnet. Die Fuchspassjagd ist im Goms bis Ende Februar offen. Die Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere (DJFW) benachrichtigte die Staatsanwaltschaft, welche für den vorliegenden Jagdvorfall zuständig ist. Diese hat zwischenzeitlich ein Ermittlungsverfahren eröffnet. Ein Sprecher der DJFW erklärte gegenüber dem Schweizer Radio und Fernsehen (SRF), „normalerweise solle das natürlich nicht passieren. Doch je nach Umständen, etwa bei tiefem Schnee oder Mulden könne es womöglich zu einer Verwechslung kommen.“

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Esel-Jäger: War eine Verwechslung…

Der Schweizer Jäger, der am Sonntag vier Esel eines Esel-Trekking-Unternehmens erschossen hat (JAWINA berichtete), hat gegenüber der Polizei angegeben, die Esel mit Rottieren (weiblichen Rothirschen) verwechselt zu haben. Gegenüber der Schweizer Tageszeitung Blick äußerte der für die Ermittlungen zuständige Kommandant der Gendarmerie du Châtelard Zweifel an der Aussage des 38jährigen: Bei einem Esel habe man das glauben können, aber nicht bei vier. Der Jäger soll vier Mal nachgeladen und insgesamt acht Schüsse abgegeben haben. Der Jagdverband von Arith hat dem Mann umgehend die Jagderlaubnis entzogen. Die Esel sollen sich im Unterholz am Randbereich der Weide aufgehalten haben.

Die Besitzerin der getöteten Esel, Sandrine Lassiaille, schrieb auf der Facebook-Seite ihres Esel-Trekking-Unternehmens Arpi’âne, dass sie die traurige Pflicht habe, „mit unbeschreiblichem Schmerz“die „Ermordung fast unserer gesamten Esel-Herde“ zu verkünden (C’est avec une douleur indescriptible que j’ai la tristesse de vous annoncer l’assassinat de presque l’intégralité de notre troupeau d’ânes). Der Beitrag ist über 3,8 Millionen Mal geteilt worden, viele Internetnutzer haben Beileid, Wut, Empörung und Unverständnis zum Ausdruck gebracht.

Leserkommentare auf der Facebook-Seite von Arpi’âne. (Screenshot)

Beitragsbild: Internetseite der französischen Esel-Trekking-Firma Arpi’âne. (Bildschirmfoto, Ausschnitt)