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Ökumenisches Anschuss-Seminar

Das hat Vorbild-Charakter: Die Jagdschule des Brandenburger Jagdverbands König-Wusterhausen veranstaltet im Rahmen der Jungjägerausbildung jeweils ein Anschuss-Seminar, in dem die Jagdscheinaspiranten mit den Grundlagen des Nachsuchewesens vertraut gemacht werden. Die Veranstaltung beginnt mit einem Vortrag, in dem die Jagdschüler alles Wesentliche über Grundlagen, rechtliche Rahmenbedingungen und die Hundearbeit erfahren, aber zum Beispiel auch, wie man Nachsucheführer in seiner Umgebung ausfindig macht und erreicht oder wie man sich am Anschuss und während einer Nachsuche verhält. Das alles aus erster Hand und von wirklich erfahrenen Praktikern.

Dann geht es auch schon direkt in die Praxis: Einem bei einem Verkehrsunfall getöteten Frischling werden post mortem verschiedene Schüsse beigebracht: Gebrechschuss, Laufschuss, Weidwundschuss. Hinter dem auf einem eigens konstruierten Gestell aufgehangenen Frischling ist weiße Folie ausgelegt, damit die Jagdschüler die verschiedenen Pirschzeichen bei unterschiedlichen Trefferlagen studieren können.

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Verein Hirschmann wildert in fremden Revieren

Erstaunliches lässt der Verein Hirschmann (VH) verlauten: In der aktuellen Ausgabe des Hirschmannbriefs von 2016 heißt es auf S. 36: „Unsere Hundeführer werden älter (wie die Vorstandsmitglieder auch), die „Masse“ der nachdrängenden jungen Nachwuchsführer ist durchaus überschaubar und der jährliche Bedarf an Welpen orientiert sich eher an dieser Entwicklung als an der Notwendigkeit, dass es besser wäre, anstatt 60 eben 80 Welpen [Hört, hört!, Anm. d. Red.] zu züchten. Wie kann man diese Zahlen sinnvoll beeinflussen?

Es wäre gut, auf fähige junge Leute zurückzugreifen, auch wenn diese zur Zeit einen Jagdhund anderer Rasse führen. Wichtig ist es meines Erachtens, gute und leistungsfähige Hundeführer (übrigens auch im SHVD) zu identifizieren, die gut in unsere Reihen passen würden und mit denen schon heute vor Ort eine gute Zusammenarbeit gepflegt wird.

Sie sind alle aufgerufen, insbesondere aber unsere Nachsuchenführer in allen Regionen Deutschlands, die Führer zu identifizieren, namhaft zu machen, zu benennen, zu überzeugen und ihnen den Weg in den VH und zu einem Welpen zu eröffnen.“

Da drängen sich doch Fragen auf: Hat der VH so große Nachwuchssorgen (wie war das mit der „Masse“ der nachdrängenden Nachwuchsführer und dem alternden Verein?), dass er es nötig hat, seine Mitglieder in der offiziellen Vereinspostille aufzufordern, anderen Vereinen die Mitglieder abzuwerben? Und dann beim SHVD – dem Gottseibeiuns, dem Dissidentenverein, den angeblichen Schwarzzüchtern? Haben die Verantwortlichen beim VH nicht die Befürchtung, dass das selbst von den eigenen Mitgliedern als grob unsportliches Verhalten aufgefasst werden würde? Oder verbirgt sich in dem Eingeständnis, dass mit den Hundeführern vom SHVD „vor Ort eine gute Zusammenarbeit gepflegt wird“, zwischen den Zeiler eine Anerkennung der Hunde und Hundeführer des SHVD und damit dessen Zucht und Vereinsarbeit?

Wir haben den VH und den SHVD um Stellungnahme gebeten…

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