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Neues DJV-Video klärt über die extremen Positionen militanter Tierrechtler auf

Menschenrechte für Tiere? Zum Bundesjägertag veröffentlicht der DJV ein Video, das Konsequenzen von gefährlichen Allmachtsphantasien zeigt. Gegen radikale Tierrechtler im Internet geht der Dachverband der Jäger derzeit vor.

Menschenrechte für Tiere und vegane Ernährung für alle: Weil kein empfindungsfähiges Wesen mehr leiden solle, entwickelt die Tierrechtslobby gefährliche antidemokratische Allmachtsphantasien. Die Jagd soll ebenso verboten werden wie Haus- und Nutztiere oder Nahrungsmittel wie Eier, Käse und Honig. Der Deutsche Jagdverband (DJV) veröffentlicht anlässlich des Bundesjägertages ein Comic und zeigt, welche Konsequenzen die Forderung hätte, dass jedes Wesen ein Recht auf Leben, Freiheit und Glück habe. „Fressen und gefressen werden ist ein Gesetz, das auf der Erde gilt, seit es Lebewesen gibt. Bereits hier versagt die Glückstheorie der Tierrechtsszene jämmerlich: Ein Löwe, der eine Gazelle frisst, empfindet sicherlich etwas anderes als seine Beute“, sagte DJV-Präsident Hartwig Fischer. Einige Philosophen wie David Pearce wollen dieses Dilemma jetzt lösen und forschen an Möglichkeiten, Fleischfresser genetisch auf vegane Ernährung umzuprogrammieren. „Tierrechtsanhänger haben offensichtlich Schwierigkeiten, die Natur so zu akzeptieren, wie sie ist. Wir Jäger leben von und mit der Natur, Jagd ist eine ursprüngliche schonende Nutzung“, so Fischer. Es gehe nicht darum, Ernährungsformen zu verdammen, sondern vielmehr darum, nachhaltig mit der Natur umzugehen. Toleranz und Realitätssinn seien gefragt.

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Die Rettung der Welt in fünf Schritten – was Sie dafür tun können.

Ein Gastbeitrag von JAWINA-Leser JS, inspiriert durch Besuche einschlägiger Foren

1. Stellen Sie ihr Konsumverhalten um, werden Sie Veganer!

Wenn alle Menschen Veganer werden, gibt es kein Tierleid mehr und die Weltbevölkerung lässt sich viel einfacher und ohne Klimaschädigung ernähren! Das erzählen zumindest die Veganer. Die Tiere, die bei der landwirtschaftlichen Bodenbearbeitung verstümmelt oder getötet werden, lassen Sie besser unter den Tisch fallen. Solche Kollateralschäden müssen bei der Rettung der Welt in Kauf genommen werden.

Ganz wichtig! Erzählen Sie jedem – gefragt oder ungefragt – von Ihrer veganen Lebensweise! Nur so tritt die einzig vertretbare Lebensweise ins Bewusstsein der übrigen Bevölkerung. Wenn man Sie nach Mangelerscheinungen fragt, tun Sie das als Falschinformation der Fleischerzeugerlobby ab! Wenn Ihr Gegenüber das Gespräch abbricht oder den Blick senkt, wenn Sie auf Veganismus zu sprechen kommen, ist dies ein Zeichen des schlechten Gewissens. Sie sind auf dem richtigen Weg!

Vergessen Sie nicht, einen Vorrat Nahrungsergänzungsmittel mit in den Urlaub zu nehmen. Diese sind im Ausland häufig nicht so leicht verfügbar, wie im Szenebezirk Ihrer Großstadt.

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Seinen Jagdinstinkt zu leugnen, kann psychisch krank machen

Der amerikanische Autor James A. Swan hat sich auf der NRA-Seite American Hunter unter dem Titel „An Accurate Psychology Of Hunting“ mit der Psychologie von Jägern und Jagdgegnern beschäftigt (mehr dazu hier). Swan geht von dem Sachverhalt aus, dass zwar 79 Prozent der Amerikaner eine ethische, nachhaltige Jagd befürworteten, es aber dennoch in Amerika heute nur so viele Jäger gäbe wie vor 50 Jahren, als das Land nur halb so viele Einwohner hatte. Warum jagen so wenige Leute, fragt er, zumal es doch reichlich Wild gebe. Studien hätten darauf in der letzten Zeit verschiedene Antworten geliefert: Zum einen führen die Befragten als Gründe für ihre Jagd-Abstinenz zu wenig Freizeit bei zunehmenden familiären und beruflichen Verpflichtungen an, und auch, dass sie keinen Zugang zur Jagd fänden.

Aber es gibt noch einen anderen Grund: 56 Prozent der von dem Psychologen Simon Bronner Befragten führten an, dass sie mit Anti-Jagd-Einstellungen und Jagdgegnern konfrontiert worden sein. Die schlechte Nachricht ist also, dass die Anti-Jagd-Propaganda bei einigen Leuten funktioniert: Sie kommen nicht auf die Idee, einen Jagdschein zu machen oder verkneifen sich den Wunsch, weil sie fürchten, von militanten Jagdgegnern zu unmoralischen oder psychisch gestörten Personen (Sadisten, Lustmördern, man kennt das…) erklärt zu werden. Wollen wir doch mal sehen, wer hier psychisch krank ist, mag sich James A. Swan gedacht haben – und ist der Psychologie von Jagd und Jagdgegnern vor dem Hintergrund „seiner Erfahrung als pensionierter Professor für Psychologie und Umwelttechnik an vier Universitäten“ nachgegangen – mit interessanten- und für Jagdgegner eher unerfreulichen – Ergebnissen.

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Tierfreunde fordern: Nie mehr „Fuchs, du hast die Gans gestohlen“

Bürgermeister: Wollte nur „nett“ sein

Die militanten Tierrechtler von Peta unterstützen die Forderung einer Veganerin, das Kinderlied „Fuchs, Du hast die Gans gestohlen“ nicht mehr vom Glockenspiel des Limburger Rathauses spielen zu lassen (JAWINA berichtete). Dass der Bürgermeister Limburgs, Dr. Marius Hahn, dieser Bitte entsprochen hatte und das Lied „vorübergehend“ aus dem Repertoire des Glockenspiels entfernte, hat bundesweit für Aufsehen und Empörung gesorgt. Die Tierfreunde fordern nun einem Bericht der FAZ zufolge, dass das Lied dauerhaft gestrichen werden solle: Altertümliche Lieder wie dieses oder auch Märchen wie „Rotkäppchen und der böse Wolf“ seien „leider noch immer weit verbreitet und senden vor allem an Kinder ein falsches Zeichen, indem sie ein schlechtes Licht auf bestimmte Tiere werfen“, zitierte die FAZ die umstrittene Organisation. Ins gleiche Horn der Intoleranz und Indoktrination stieß der Vegetarierbund Deutschland: Es sei gut, Traditionen kritisch zu hinterfragen. Wenn sie nicht mehr zeitgemäß seien, sollte man sich von ihnen verabschieden, so ein Sprecher des Vegetarierbundes gegenüber der FAZ: Unsere Tradition sei so vielfältig, dass sie nicht gleich zusammenbreche, wenn man sich von einem Lied trenne.

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Ernährungsminister warnt: Vegane Ernährung schadet Kindern

Bundesernährungsminister Christian Schmidt warnt in einem Gespräch mit der Bild-Zeitung davor, Kinder vegan zu ernähren. Das berichtet die FAZ. Veganes Essen könne zu gefährlichen Mangelerscheinungen führen, gerade bei Kindern, so der Minister. Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) rät dem Bericht zufolge davon ab, Kinder vegan zu verköstigen. Insbesondere bei der Versorgung mit dem Vitamin B12, das in der Natur nur in tierischem Eiweiß vorkomme, könne es zu Mangelerscheinungen kommen. Es drohten verzögertes Wachstum und neurologische Symptome, so die FAZ. SE

Beitragsbild: Lecker Wildbret – voll öko und reich an wertvollem Vitamin B12. Copyright: MF

„Aus Ratlosigkeit zum Vegetarismus“

DJV-Interview mit dem Nahrungsethnologen Professor Marin Trenk

Der Nahrungsethnologe Professor Marin Trenk untersucht die internationale Esskultur und ihre Veränderungen. Er lehrt an der Goethe-Universität Frankfurt Kulinarische Ethnologie. Anfang nächsten Jahres erscheint sein neues Buch „Döner Hawaii – unser globalisiertes Essen“. Besonders angetan hat es ihm die thailändische Küche. Mit dem DJV sprach Professor Trenk über Nahrungstabus, die Vorzüge von Wildfleisch und die allmähliche Entfremdung vom Tier.

DJV: In Deutschland wurden 2012 etwa 3,6 Millionen Stück Wild zur Strecke gebracht. Im Vergleich zur industriellen Fleischproduktion von etwa 750 Millionen Stück kann man das als marginal bezeichnen. Warum essen wir heute überhaupt noch Wildfleisch in Deutschland und wie beurteilen Sie das Fleisch?

Trenk: Als Kulinarischer Ethnologe staune ich nicht schlecht, wie sehr sich bei uns jeden Herbst die uralte Faszination unserer Kultur an den Erträgen des Waldes zeigt. Noch ist in Deutschland der gastronomische Kult um Hase, Reh und Wildschwein lebendig, die möglichst mit Waldpilzen und Wildpreiselbeeren verspeist werden. In Amerika, wo bekanntlich auch viel gejagt wird, gibt es das in der Öffentlichkeit nicht. Aber bei einer Mehrzahl vor allem junger Menschen ist Wild zunehmend verpönt. Denn für die Chicken-Nugget-Generation, die mit fadem Fleisch aus industrieller Fertigung groß wurde, ist Wild schlicht zu geschmacksintensiv. So seltsam es sich anhört: aber ausgerechnet seine Qualität wird dem Wildbret zum Verhängnis.

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Von vegetarischen Denkfehlern und Wildfleisch als „wunderbarer Ergänzung des Speisezettels“

Der DJV im Gespräch mit Ernährungswissenschaftlerin Ulrike Gonder über Fleischesser und Vegetarier und deren Beziehungsprobleme

„Statt strikt vegan bitte einfach bewusster essen – auch mit Fleisch!“, sagt Ulrike Gonder. Die Ökotrophologin hat das Buch „Mythos Vegetarismus“ der Ex-Veganerin Lierre Keith übersetzt. Die US-amerikanische Autorin lebte mehr als 20 Jahre ohne Fleisch, ohne Milch und ohne Eier – bis sie genau deshalb erkrankte. Wer sich ethisch korrekt ernähren möchte, muss nicht auf Fleisch verzichten, sondern die biologischen Zusammenhänge, das Leben auf dieser Erde, besser verstehen.

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