Schlagwort-Archive: überjagende Hunde

ASP: Sachsen ermöglicht Einsatz von Schalldämpfern, Saufängen und Nachtzielgeräten

Um die Reduktion der Schwarzwildbestände zwecks Eindämmung des ASP-Risikos zu erleichtern, hat der sächsische Landtag entsprechende Änderungen des Sächsischen Landtags beschlossen. Im ursprünglichen Gesetzesentwurf war vorgesehen, „aus gesundheitlichen Gründen“ den Einsatz von Schalldämpfern bei der Jagd zu erlauben, die „Fangjagd bei Schwarzwild befristet zuzulassen“ sowie „eine Duldungspflicht für überjagende Jagdhunde einzuführen“. Nach der Expertenanhörung beschlossen die Abgeordneten überdies, „die Verwendungs- und Nutzungsverbote des § 19 Absatz 1 Nummer 5a des Bundesjagdgesetzes“ (BJagdG) einzuschränken, „soweit die aufgeführten elektrischen und optischen Geräte der Nachtjagd dienen.“ Der entsprechende Absatz des § 19 BJagdG beinhaltet u.a. das Verbot, „künstliche Lichtquellen, Spiegel, Vorrichtungen zum Anstrahlen oder Beleuchten des Zieles, Nachtzielgeräte, die einen Bildwandler oder eine elektronische Verstärkung besitzen und für Schußwaffen bestimmt sind, Tonbandgeräte oder elektrische Schläge erteilende Geräte beim Fang oder Erlegen von Wild aller Art zu verwenden oder zu nutzen […]“.

Damit ermöglicht Sachsen die legale Verwendung von Nachtzielgeräten.

Weiterlesen

Bayern: Rothirsch angeblich von zwei Hunden gehetzt – Tierschutzverein erstattet Anzeige

Bei einer Drückjagd der Bayerischen Staatsforsten im Forstbetrieb Schliersee (Landkreis Miesbach) sollen zwei Hunde eine Rothirsch über die Reviergrenze hinaus bis in besiedeltes Gebiet gejagt haben. Der Hirsch kam bei dem Vorfall jedoch weder zur Strecke, noch zu Schaden, wie der Merkur berichtet. Dennoch nahm die Vorsitzende des Tierschutzvereins Tegernseer Tal den Vorfall zum Anlass, Anzeige gegen die Verantwortlichen der Jagd zu erstatten. Der Polizei lag die Anzeige dem Merkur zufolge noch nicht vor. Forstbetriebsleiter Jörg Meyer erklärte gegenüber der Zeitung, dass es sich nicht um eine „böswillige Hetzjagd“ gehandelt habe. Es sei nicht im Interesse des Forsts, dass Hunde überjagten und Wild in besiedelte Gebiete trieben. Ein Berufsjäger habe den Bereich abgesucht, um sicherzustellen, dass der gehetzte Hirsch sich nicht im Wald niedergetan habe. red.

Beitragsbild: Erlegter Rothirsch. Foto: SE

Wegen Drückjagd: Jäger zeigen Münchner Forstverwaltung an

Wegen einer Drückjagd, die die Münchner Forstverwaltung am 12. Januar in einem Wald bei Jesenwang (Landkreis Fürstenfeldbruck) veranstaltete, haben zwei benachbarte Jagdpächter Anzeige wegen angeblicher Verstöße gegen das Jagdrecht erstattet. Das berichtet die Lokalzeitung Merkur. Die Reviernachbarn hatten berobachtet, wie Hunde ein Kitz von der Ricke trennten, niederzogen und schwer verletzten. Sie gaben an, dass sie das Stück hätten erlösen müssen, nachdem sie die Hunde verscheucht hätten. Der Pressesprecher der Münchner Statdtverwaltung, Bernd Plank, erklärte gegenüber dem Merkur, dass das Stück bereits durch einen Schuss verletzt worden sei, was auch bei sorgfältigster Schussabgabe passieren könne. Die Hunde hätten das Stück verfolgt, um es zu erlösen und eigentlich „einen guten Job“ gemacht. Die Pächter halten dem entgegen, dass das fragliche Waldstück mit 160 Hektar viel zu klein sei, um Drückjagden durchzuführen. Es ließe sich praktisch nicht vermeiden, dass Hunde überjagen.

Weiterlesen