Schlagwort-Archive: Trophäenjagd

Nachhaltige Bejagung ist Artenschutz

Westliche Tier- und Naturschutzverbände verbreiten zum wiederholten Mal Unwahrheiten über legale Auslandsjagd und stellen sich damit gegen Artenschutz- und Anti-Wilderei-Konzepte in den Herkunftsländern. Die Forderung nach einem Einfuhrverbot von Trophäen bezeichnen afrikanische Umweltminister als „besonders schlimme Form des Neo-Kolonialismus“.

Gestern haben Tier- und Naturschutzverbände zum wiederholten Mal ein pauschales Importverbot von Jagdtrophäen „gefährdeter Arten“ gefordert und nach eigenen Angaben eine entsprechende Petition an Umweltministerin Dr. Barbara Hendricks übergeben. Der Deutsche Jagdverband (DJV) stellt klar, dass es bereits heute selbstverständlich ist, dass bedrohte Arten nur dann bejagt und die Trophäen  ein- und ausgeführt werden dürfen, wenn eine solche nachhaltige Nutzung dem Erhalt der Art dient. Die Einzelheiten legen die CITES-Vertragsstaaten fest. Die EU hat weitergehende Vorschriften erlassen, um Nachhaltigkeit zu überprüfen. Der DJV begrüßt die Position des Bundesumweltministeriums, das heute die Petitionsforderung nach einem pauschalen Importstopp für Jagdtrophäen zurückwies, da dieser „aus Sicht des Naturschutzes nicht zu rechtfertigen“ ist.

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Leseempfehlung: Schafe – die „ultimative jagdliche Herausforderung“

Warum Jäger die eigentlichen Naturschützer sind – Trophäenjagd als Artenschutz

In einem reich bebilderten Artikel „The Ultimate Pursuit in Hunting: Sheep“ von John Branch berichtet die New York Times über eine der exklusivsten Jagdarten: Die Jagd auf Wildschafe gilt Eingeweihten als die jagdliche Herausforderung. Zum einen, weil die Jagd auf die scheuen und wachsamen Tiere wochenlanges Pirschen in Hochgebirgslagen erfordert und dem Jäger damit physische Strapazen auferlegt und jagdliches Können verlangt wie kaum eine andere, zum anderen, weil zuvor glamouröse Summen als Eintrittsgeld zu entrichten sind. Lizenzen für den Abschuss eines Trophäenträgers – sehr alter männlicher Tiere, die an der Reproduktion oft nicht mehr teilnehmen und ohnehin bald eines natürlichen Todes sterben würden – werden für sechsstellige Dollarbeträge versteigert. Der Rekord liegt bei 480.000 Dollar für eine Lizenz auf ein Rocky Mountains Dickhornschaf, die 2013 in Montana versteigert wurde. Zu behaupten, dass die Wildschafjagd ein Sport für reiche Männer sei, sei absolut korrekt, sagt ein von der NY Times interviewter Schafjäger, der hinzufügt: „Aber wenn es die reichen Männer nicht gäbe, wären auch die Schafe nicht mehr da.“

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Umstrittene Trophäenjagd

Umweltorganisation WWF befürwortet Trophäenjagd unter strengen Auflagen

Befürworter der Trophäenjagd auf bedrohte Spezies in Afrika verteidigen diese mit dem Argument, dass die mit der Trophäenjagd generierten Einnahmen dem Schutz der Tierarten, ihrer Habitate und der Bevölkerung vor Ort zugute kämen. Die Autoren einer neuen Studie des Komitees für erneuerbare Ressourcen des U.S.-Kongresses (U.S. House Committee on Natural Resources) hegen Zweifel an dieser These, wie die New York Times berichtet. Demnach verhinderten zügellose Korruption und das schlechte Management der entsprechenden Wildtierprogramme in der Regel, dass die Einnahmen den erhofften Nutzen brächten. Die Studienautoren folgern, dass unter den real existierenden Bedingungen die Trophäenjagd eher zur Ausrottung bedrohter Tierarten beitragen könnte.

Die global agierende Umweltschutzorganisation WWF vertritt auf ihrer Internetseite eine andere Auffassung: „In bestimmten und rigoros kontrollierten Fällen sei es wissenschaftlich erwiesen, dass Trophäenjagd auch für bedrohte Arten eine effiziente Schutzmaßnahme als Teil eines größeren Maßnahmenbündels darstellt“, so die Organisation. (In certain limited and rigorously controlled cases, including for threatened species, scientific evidence has shown that trophy hunting can be an effective conservation tool as part of a broad mix of strategies.)

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DJV begrüßt IUCN-Stellungnahme zu Auslandsjagd

Nachhaltiger Jagdtourismus ist Naturschutz-Instrument

Die Internationale Union zur Bewahrung der Natur und natürlicher Ressourcen (IUCN) hat kürzlich ein Dokument veröffentlicht, das Jagdtourismus als Instrument des Naturschutzes würdigt: „Legale und gut regulierte Trophäenjagd trägt wesentlich zum Schutz des Wildes wie auch zum Lebensunterhalt und Wohl der einheimischen Bevölkerung bei, die Seite an Seite mit dem Wild lebt“. Das 19-seitige Dokument enthält zahlreiche wissenschaftliche Belege. Das Informationspapier richtet sich ausdrücklich an die europäischen Entscheidungsträger in Brüssel, die gerade weitere Restriktionen bei der Trophäeneinfuhr vorbereiten. Der DJV begrüßt die IUCN-Klarstellung zur Auslandsjagd und fordert die Politik in Europa und Deutschland auf, von einem generellen Einfuhrverbot für Trophäen abzusehen, da die Schäden für den Naturschutz immens wären. Die IUCN mit ihren 1.250 Mitgliedern, davon 90 staatliche Umwelt- oder Außenministerien und viele nationale und internationale Nichtregierungsorganisationen, ist weltweit eine der wichtigsten Stimmen im Natur- und Artenschutz.

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Wie der Nabu EU-Politik macht

SpiegelOnline berichtet heute über die Luxemburg-Steueraffäre. In dem Beitrag heißt es: „Seit Monaten versucht das EU-Parlament herauszufinden, wie Luxemburg und andere EU-Staaten jahrelang internationale Großkonzerne mit Steuervorteilen angelockt haben. Doch die Ermittlungen des „Taxe“-Sonderausschuss gerieten zur Farce: Die EU-Kommission und der Europäische Rat verweigern entscheidende Dokumente, mit teils abenteuerlichen Begründungen.“ Auch die Konzernvertreter der sauberen Firmen, die mit den windigen Konstruktionen Milliardenbeträge an Steuern gespart haben, weigern sich kurzerhand, vor den Parlamentariern auszusagen – eine Rechtsgrundlage, deren Aussage zu erzwingen, gibt es nicht…

Ein schönes Beispiel für die Machenschaften der Lobbyisten in Brüssel und ein Lehrstück über die Machtlosigkeit des EU-Parlaments, der einzigen durch Wahlen demokratisch legitimierten EU-Institution. Ein anderes Beispiel für das Treiben der Lobbyisten liefert der Nabu. Zur heute anstehenden Entscheidung der EU-Kommission zur Einfuhr von Löwentrophäen aus Tansania und Sambia in die EU hat der international agierende Arm des „Nabu International – Foundation for Nature“ einen Input an Entscheidungsträger herumgesandt. Absender ist Dr. Barbara Maas, Head of International Species Conservation bei Nabu International. Die „überzeugte Vegetarierin“ gilt als militante Tierrechtlerin.

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Borchert: „Jäger sind keine Wilderer!“

Die Jägerinnen und Jäger in Deutschland wenden sich gegen ein mögliches Einfuhrverbot für Jagdtrophäen. „Wir Jäger können es nicht akzeptieren, auch nur annähernd mit Wilderern gleichgesetzt zu werden“, erklärte Jochen Borchert, Vorsitzender der Jägerstiftung natur+mensch, zu der im Wahlprogramm von Bündnis 90/Die Grünen verankerten Forderung, den Import jagdlicher Trophäen EU-weit zu verbieten.

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