Schlagwort-Archive: Trophäenjäger

USA heben Importverbot für Elefantentrophäen auf

Die US-amerikanische Natur- und Artenschutzbehörde US Fish and Wildlife Service (USFWS) hat das unter der Obama-Administration verhängte Importverbot für Trophäen von afrikanischen Elefanten teilweise aufgehoben. Trophäen von in Simbabwe und Sambia erlegten Dickhäutern dürfen nun wieder importiert werden. Die Entscheidung des USFWS wurde im Rahmen eines Wildtier-Forums in Tansania verkündet, das unter anderem vom Safari Club International (SCI) veranstaltet wurde. Der SCI ist eine international tätige Organisation, die sich für den Erhalt von Jagdrecht und Wildtieren einsetzt. Die Entscheidung des USFWS hat, wie zu erwarten, wütende Proteste von Tierschützern hervorgerufen. Kritisiert wurde die angeblich „ungute Nähe“ der Trumps zu Pro-Jagd-Organisationen wie dem SCI, wie u.a. der Guardian berichtet: Die Trump-Söhne Donald Jr. und Eric gelten als passionierte (Großwild-)Jäger. US-Präsident Trum verteidigte indes die Entscheidung: Das Geld, das Trophäenjäger für die Erlegung von Wildtiere bezahlten, komme dem Schutz der Wildtiere und ihrer Habitate zugute, so Trump. SE

Beitragsbild: Headline des verlinkten Artikels im Guardian (Screenshot).

DJV und CIC kritisieren „Trophäenjägerjäger“-Kampagne des Zolls

Der Deutsche Jagdverband (DJV) und der Internationale Rat zur Erhaltung der Jagd und des Wildes (CIC) würdigen die wichtige Rolle des Zolls bei der Bekämpfung von Artenschutzkriminalität. Immer wieder beschlagnahmen Behörden geschützte Tier- und Pflanzenarten, die illegal eingeführt werden. Ein neues Werbeplakat sorgt allerdings für Unverständnis.  Aktuell wirbt der Zoll um neue Nachwuchskräfte mit dem Werbeslogan: „Trophäenjägerjäger gesucht“ – und stößt damit die Jägerschaft vor den Kopf. Der Slogan pauschalisiert und bedient Jagdgegner-Klischees von der Auslandsjagd, die schlecht sei für den Artenschutz. In der Realität sind es allerdings Urlauber, die Einfuhrvergehen begehen: Mehr als 90 Prozent geschützter Tier- und Pflanzenarten, die vom Zoll beschlagnahmt wurden, sind Souvenirs, die Touristen von Auslandsreisen mit nach Deutschland bringen. Gelegentliche Beanstandungen bei Jägern sind in aller Regel harmlose Formfehler, etwa wenn ein Einfuhrdokument in Kopie und nicht als Original vorgelegt wird. Darauf weisen der Deutsche Jagdverband (DJV) und die deutsche Delegation des Internationalen Rats zur Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC) hin. Im Jahr 2000 hat die Internationale Weltnaturschutzunion IUCN nachhaltige Jagd als eine Form des Natur- und Artenschutzes anerkannt.

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„Arche Noah auf Lastwagen“

Trophäenjäger finanzieren Wiederbesiedlung von Nationalpark in Mosambik mit Wildtieren

Elefanten, Kudus, Impalas, Zebras, Büffel, Eland-Antilopen und viele mehr – vollkommen zu Recht spricht die englische Tageszeitung Guardian von einer „Arche Noah auf Rädern.“ Ins Rollen gebracht hat diese Arche der deutschstämmige Unternehmer Wilfried Pabst, der in Simbabwe die Sango Wildlife Conservancy betreibt. Sango ist eine Jagdfarm, deren Naturschutz-Ziele durch nachhaltige Nutzung finanziert werden. 6000 Wildtiere wird Pabst in den kommenden sechs Jahren spenden, um damit die Wiederbesiedlung des vom Bürgerkrieg im benachbarten Simbabwe verwüsteten Zinave Nationalparks mit Wildtieren zu ermöglichen. Ein Projekt, das ohne die „big-spending hunters“, die viel Geld im Land lassenden Großwild- und Trophäenjäger nicht möglich wäre, wie der Guardian feststellt. Das Vorhaben wird unterstützt von der Peace Park Foundation, die sich zum Ziel gesetzt hat, Großschutzgebiete in Afrika über Ländergrenzen hinweg zu vernetzen.

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