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Brandenburg: Landesförster nutzen DJV-Tierfund-App

Hotspots für Wildunfälle identifizieren: Brandenburgs Förster unterstützen die Tierfund-App des Deutschen Jagdverbands

Der Landesbetrieb Forst Brandenburg (LFB) und der Deutsche Jagdverband e. V. (DJV) kooperieren in bei der Datenerfassung für ein Tierfundkataster. Über die App des Tierfund-Katasters können Unfälle vor Ort eingegeben werden. Bessere Daten sollen zu mehr Tierschutz und mehr Verkehrssicherheit beitragen. Forstminister Jörg Vogelsänger und der Präsident des DJV Hartwig Fischer haben sich darauf verständigt, dass alle Forstleute, die im Außendienst tätig sind, ihre Diensthandys mit der „Tierfund App“ ausstatten. „Die Mitarbeiter des Landesbetriebs Forst Brandenburg sind flächendeckend im Land vertreten“, so Vogelsänger: „Wir werben aber auch dafür, dass sich viele weitere Helfer finden, die Daten liefern. Gerade in Brandenburg mit seinem hohen Wildbestand ist der Bedarf groß, bessere Erkenntnisse über Totfunde an Straßen zu bekommen.“

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DJV: Wildtierfreundlichere Straßen dank neuem Tierfund-Kataster

Das Tierfund-Kataster ermöglicht in Deutschland erstmals eine bundesweit einheitliche Erhebung von Wildunfällen sowie anderen Totfunden. Damit stellt es einen neuen wichtigen Bestandteil des vom Deutschen Jagdverband (DJV) durchgeführten WILD-Monitorings dar. Alle Verkehrsteilnehmer sind aufgerufen, verunfallte Wildtiere zu melden. Wissenschaftler werten die Datensätze an der Universität Kiel aus.

Der Deutsche Jagdverband stellt am kommenden Montag anlässlich der Tagung „Lebensraumkorridore für Tier und Mensch“ das neu entwickelte Tierfund-Kataster in Berlin vor. Damit lassen sich beispielsweise Wildunfälle innerhalb von wenigen Minuten erfassen – vor Ort über die kostenfreie Smartphone-App (Android und iOS) oder im Internet (www.tierfund-kataster.de). Der aktuelle Standort wird bei der App automatisch erfasst und relevante Daten wie Datum oder Wildart werden abgefragt. Nutzer können ein Foto des Tieres einstellen und helfen damit Experten bei der Artbestimmung. Eine Speicherung der Daten auf dem Smartphone ist auch ohne Internetverbindung möglich. Wissenschaftler der Universität Kiel prüfen die Daten, werten sie systematisch aus und ermitteln Wildunfall-Schwerpunkte. Die Straßenbehörden können die Daten schließlich nutzen, um Konfliktstellen zu entschärfen. Werden Verkehrswege wildtierfreundlicher gestaltet, bedeutet dies ein Plus an Tierschutz sowie weniger Personen- und Sachschäden.

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