Schlagwort-Archive: Tierrechtler

Neues DJV-Video klärt über die extremen Positionen militanter Tierrechtler auf

Menschenrechte für Tiere? Zum Bundesjägertag veröffentlicht der DJV ein Video, das Konsequenzen von gefährlichen Allmachtsphantasien zeigt. Gegen radikale Tierrechtler im Internet geht der Dachverband der Jäger derzeit vor.

Menschenrechte für Tiere und vegane Ernährung für alle: Weil kein empfindungsfähiges Wesen mehr leiden solle, entwickelt die Tierrechtslobby gefährliche antidemokratische Allmachtsphantasien. Die Jagd soll ebenso verboten werden wie Haus- und Nutztiere oder Nahrungsmittel wie Eier, Käse und Honig. Der Deutsche Jagdverband (DJV) veröffentlicht anlässlich des Bundesjägertages ein Comic und zeigt, welche Konsequenzen die Forderung hätte, dass jedes Wesen ein Recht auf Leben, Freiheit und Glück habe. „Fressen und gefressen werden ist ein Gesetz, das auf der Erde gilt, seit es Lebewesen gibt. Bereits hier versagt die Glückstheorie der Tierrechtsszene jämmerlich: Ein Löwe, der eine Gazelle frisst, empfindet sicherlich etwas anderes als seine Beute“, sagte DJV-Präsident Hartwig Fischer. Einige Philosophen wie David Pearce wollen dieses Dilemma jetzt lösen und forschen an Möglichkeiten, Fleischfresser genetisch auf vegane Ernährung umzuprogrammieren. „Tierrechtsanhänger haben offensichtlich Schwierigkeiten, die Natur so zu akzeptieren, wie sie ist. Wir Jäger leben von und mit der Natur, Jagd ist eine ursprüngliche schonende Nutzung“, so Fischer. Es gehe nicht darum, Ernährungsformen zu verdammen, sondern vielmehr darum, nachhaltig mit der Natur umzugehen. Toleranz und Realitätssinn seien gefragt.

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Niedersachsen: Landwirtschaftsministerin stellt Gemeinnützigkeit von „Peta und Co“ in Frage

Die niedersächsische Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast hat sich gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) dafür ausgesprochen, die Gemeinnützigkeit von radikalen Tierschutzorganisationen wie Peta „im Zweifel“ zu überprüfen. Otte-Kinast reagierte damit auf die jüngsten Einbrüche in Ställe, um dort angebliche oder tatsächliche Verstöße gegen Tierschutzbestimmungen zu dokumentieren. „Einbruch ist Einbruch“ erklärte Otte-Kinast gegenüber der NOZ, und setzte sich für eine konsequente Strafverfolgung ein. Es verunsichere Landwirte, wenn auf dem Hof herumgeschlichen und heimlich gefilmt werde, so Otte-Kinast laut NOZ. Die Ministerin kritisierte auch den Umgang mit den Aufnahmen durch die Tierschutzorganisationen: Die Tierrechtler würden mitunter Monate verstreichen lassen, bis sie die Aufnahmen veröffentlichten, Aufsichtsbehörden würden nicht informiert. Was sei das für ein Tierschutz, wenn man die Schweine, Rinder oder Hähnchen weiter leiden lasse, fragte Otte-Kinast. Dies sei „Stimmungsmache“ und „Eintreiben von Spendengeldern“. Es sei zu fragen, ob „Peta und Co“ zu Recht als gemeinnützig eingestuft seien. Im Zweifelsfall müsse die Gemeinnützigkeit aberkannt werden.

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Räudiger Fuchs – entschwurbelt

WWW  (was in diesem Fall für Werte, Wandel, Weidgerechtigkeit) 2.01 ist im Schweizer Eichlmändli-Verlag erschienen. In den „Meditationen über den räudigen Fuchs“ setzt sich der Verleger und Autor Alexander Schwab mit der Philosophie der Tierrechtsbewegung auseinander: „Die philosophische Energie der Ethikindustrie und der Missionseifer der Tierrechtsbewegung scheinen unerschöpflich. Der politische Rückhalt der Tierrechtsbewegung wird immer stärker und die Forderungen bezüglich der Jagd und anderer Land- bzw. Tiernutzungen (Angeln, Reiten, Zoos, Forschung, Landwirtschaft, Aquarien etc.) immer radikaler“, heißt es auf der Internetseite des Eichlmändli-Verlags. Das Thema ist, wie Alexander Schwab feststellt, aktuell und wird es bleiben. WWW 2.01 ist die gekürzte, präzisere und „vollständig entschwurbelte“ [O-Ton Schwab] Neuauflage des von JAWINA lobend rezensierten WWW 2.0, das nur in einer limitierten Auflage verfügbar und deshalb bald vergriffen war. WWW 2.01 ist nicht limitiert, weshalb wir es hemmungslos empfehlen dürfen – was wir hiermit auch tun. Die Straffung ist dem Werk gut bekommen, es stellt nach wie vor eine gut geschriebene Einführung in und Darstellung der Tierrechts-Problematik dar – jetzt auch für Leute, die nicht allzu vertieft in philosophische Auseinandersetzungen einsteigen wollen. Bis zum 31. März ist WWW 2.01 zum Einführungspreis von 10 Schweizer Franken erhältlich. SE

WWW 2.01
Titel: Werte, Wandel, Weidgerechtigkeit – Meditationen über den räudigen Fuchs
Autor: Alexander Schwab
Ausstattung: Broschur, 128 Seiten s/w
ISBN: 978-3-033-06510-9

Nach Stalleinbruch: Landgericht Magdeburg spricht Tierrechts-Aktivisten frei

Das Landgericht Magdeburg hat drei Tierrechts-Aktivisten der – stramm jagdfeindlichen – Tierrechts-Organisation Animal Rights Watch (ARIWA) freigesprochen, die in einen Stall der van Gennip Tierzuchtanlagen GmbH eingebrochen waren und die dort vorgefundenen Missstände durch Filmaufnahmen dokumentiert hatten. Den Angeklagten, zwei 39 und 53 Jahre alten Männern und einer 37 Jahre alten Frau, wurde vorgeworfen, am 29. Juni 2013 widerrechtlich in eine Tierzuchtanlage im Ortsteil Sandbeyendorf der Gemeinde Burgstall (Sachsen-Anhalt, Landkreis Börde) eingedrungen zu sein und dadurch einen Hausfriedensbruch begangen zu haben. In einem Urteil vom 26.09.2016 waren die Angeklagten von einer Strafrichterin des Amtsgerichts Haldensleben von diesem Tatvorwurf bereits freigesprochen worden. Das Gericht war zu der Überzeugung gelangt, dass sich die Tatvorwürfe bestätigt haben. Dies bedeutet, dass aus Sicht des Amtsgerichts die Angeklagten widerrechtlich in die Stallungen eingedrungen und damit an sich einen Hausfriedensbruch begangen haben. Dennoch konnten aus Sicht des Amtsgerichts die Angeklagten nicht bestraft werden, da das Handeln der Angeklagten wegen Notstands nach § 34 StGB gerechtfertigt gewesen sei.

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Tierrechtler stehlen Kaninchen von Neunjähriger

In Neumünster haben militante Tierrechtler die Zwergkaninchen einer Neunjährigen entwendet. Das Mädchen entdeckte den Diebstahl, als sie Neo und Moritz am Montag vor der Schule mit Grünzeug und Wasser versorgen wollte. Tieftraurig und fassungslos sei sie gewesen, als sie anstelle der Kaninchen ein Bekennerschreiben der Animal Liberation Front (ALF) entdeckte, die lt. Wikipedia in den USA als Terrororganisation eingestuft wurde. Sie seien Tierquäler, musste sich die Familie von den Terroristen obendrein vorwerfen lassen, Kaninchen seien Rudeltiere und bräuchten viel Platz, ihre Kaninchen lebten jetzt an einem schöneren Ort. Doch damit nicht genug: Wie shz.de berichtet, verstiegen sich die militanten Tierfreunden noch zu einer Drohung: Wenn die Familie sich neue Tiere anschaffte, würde man diese auch holen kommen. „Wir beobachten euch!“ Die Tiere seien Familienmitglieder gewesen, erklärt der Vater der Drittklässlerin gegenüber shz.de. Man habe sich lange überlegt, welche Tiere für das Kind geeignet seien, der Großvater des Mädchens habe einen zweistöckigen Stall mit einem großen Auslauf für die Kaninchen gezimmert. Die Täter sollten darüber nachdenken, was sie seiner Tochter angetan hätten, meint der Vater, und die Tiere zurückgeben.

Beitragsbild: Kaninchen finden auch etwas ältere Mädchen gut. Foto: SE

Frankfurt: Tierrechtler zeigen Nilgans-Jäger an

+++ Niedersachsen: Goldenstedter Wölfe reißen zwei Kälber und vier Stück Damwild in gesicherten Gehegen +++

Die militante Tierrechtler-Organisation Peta hat Anzeige gegen einen Jäger erstattet, der im Auftrag der Behörden und mit einer amtlichen Sondergenehmigung versehen Nilgänse im Frankfurter Brentano-Bad bejagt. Die Gänsepopulation in dem Freizeitbad verkotet Wiesen und Gewässer. Weil Salmonellen im Kot der Tiere nachgewiesen wurden, Gesundheitsgefahren befürchtet wurden und andere Vergrämungsmethoden erfolglos waren, wurde die Bejagung beschlossen. Peta meint jedoch, dass es einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz darstelle, Gänse zu töten, weil sie zu viel Kot hinterließen, wie die hessenschau.de berichtet. Dies stelle keinen „vernünftigen Grund“ dar, der nach dem Tierschutzgesetz zur Tötung eines Wirbeltiers erforderlich sei. Nicht nur gegen den Jäger, sondern auch gegen die zuständige Jagdbehörde wurde Anzeige erstattet. Der betroffene Jäger sagte gegenüber hessenschau.de, dass er von der Anzeige aus den Medien erfahren habe und die Sache gelassen sehe: Jagd produziere hochwertiges Wildbret, die im Brentanobad erlegten Gänse habe er zum Teil selbst verspeist. SE

Beitragsbild: Gänse – es gibt mehr als genug davon. Foto: SE

Schweiz: Tierschützer baut Paketbomben

Eine unappetitliche Geschichte scheint sich im Schweizer Tierschützer-Milieu zugetragen zu haben: Wie blick.ch berichtet, soll „Haesli-Papa“ Ueli Bichsel, der einen Gnadenhof für Hasen und Kaninchen betreibt, funktionsfähige Paketbomben gebaut haben, mit denen er Tierquäler bekämpfen wollte. Den Hinweis erhielt die Polizei blick.ch zufolge ausgerechnet von Erwin Kessler (72), Präsident des Vereins gegen Tierfabriken Schweiz (VgT), einer militanten Tierrechtler-Organisation. Dem VgT-Präsidenten soll der Haesli-Papa eine funktionsfähige Bombe vorgeführt haben. Die Vorführung liege jedoch schon Monate zurück, weshalb Kessler gegenüber blick.ch einräumte, dass er sich zu spät an die Polizei gewandt habe. Der VgT distanziere sich vom Häslihof und Ueli Bichsel und erklärte, dass er mit Gewalt „nichts zu tun haben“ möchte. Die Polizei stellte mehrere Kisten mit verdächtigen Materialien sicher, der Nagerfreund sitzt in Untersuchungshaft. SE

Beitragsbild: Headline des zitierten und verlinkten Beitrags in blick.ch (Bildschirmfoto, Ausschnitt).