Schlagwort-Archive: Tierrechtler

Nach Stalleinbruch: Landgericht Magdeburg spricht Tierrechts-Aktivisten frei

Das Landgericht Magdeburg hat drei Tierrechts-Aktivisten der – stramm jagdfeindlichen – Tierrechts-Organisation Animal Rights Watch (ARIWA) freigesprochen, die in einen Stall der van Gennip Tierzuchtanlagen GmbH eingebrochen waren und die dort vorgefundenen Missstände durch Filmaufnahmen dokumentiert hatten. Den Angeklagten, zwei 39 und 53 Jahre alten Männern und einer 37 Jahre alten Frau, wurde vorgeworfen, am 29. Juni 2013 widerrechtlich in eine Tierzuchtanlage im Ortsteil Sandbeyendorf der Gemeinde Burgstall (Sachsen-Anhalt, Landkreis Börde) eingedrungen zu sein und dadurch einen Hausfriedensbruch begangen zu haben. In einem Urteil vom 26.09.2016 waren die Angeklagten von einer Strafrichterin des Amtsgerichts Haldensleben von diesem Tatvorwurf bereits freigesprochen worden. Das Gericht war zu der Überzeugung gelangt, dass sich die Tatvorwürfe bestätigt haben. Dies bedeutet, dass aus Sicht des Amtsgerichts die Angeklagten widerrechtlich in die Stallungen eingedrungen und damit an sich einen Hausfriedensbruch begangen haben. Dennoch konnten aus Sicht des Amtsgerichts die Angeklagten nicht bestraft werden, da das Handeln der Angeklagten wegen Notstands nach § 34 StGB gerechtfertigt gewesen sei.

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Tierrechtler stehlen Kaninchen von Neunjähriger

In Neumünster haben militante Tierrechtler die Zwergkaninchen einer Neunjährigen entwendet. Das Mädchen entdeckte den Diebstahl, als sie Neo und Moritz am Montag vor der Schule mit Grünzeug und Wasser versorgen wollte. Tieftraurig und fassungslos sei sie gewesen, als sie anstelle der Kaninchen ein Bekennerschreiben der Animal Liberation Front (ALF) entdeckte, die lt. Wikipedia in den USA als Terrororganisation eingestuft wurde. Sie seien Tierquäler, musste sich die Familie von den Terroristen obendrein vorwerfen lassen, Kaninchen seien Rudeltiere und bräuchten viel Platz, ihre Kaninchen lebten jetzt an einem schöneren Ort. Doch damit nicht genug: Wie shz.de berichtet, verstiegen sich die militanten Tierfreunden noch zu einer Drohung: Wenn die Familie sich neue Tiere anschaffte, würde man diese auch holen kommen. „Wir beobachten euch!“ Die Tiere seien Familienmitglieder gewesen, erklärt der Vater der Drittklässlerin gegenüber shz.de. Man habe sich lange überlegt, welche Tiere für das Kind geeignet seien, der Großvater des Mädchens habe einen zweistöckigen Stall mit einem großen Auslauf für die Kaninchen gezimmert. Die Täter sollten darüber nachdenken, was sie seiner Tochter angetan hätten, meint der Vater, und die Tiere zurückgeben.

Beitragsbild: Kaninchen finden auch etwas ältere Mädchen gut. Foto: SE

Frankfurt: Tierrechtler zeigen Nilgans-Jäger an

+++ Niedersachsen: Goldenstedter Wölfe reißen zwei Kälber und vier Stück Damwild in gesicherten Gehegen +++

Die militante Tierrechtler-Organisation Peta hat Anzeige gegen einen Jäger erstattet, der im Auftrag der Behörden und mit einer amtlichen Sondergenehmigung versehen Nilgänse im Frankfurter Brentano-Bad bejagt. Die Gänsepopulation in dem Freizeitbad verkotet Wiesen und Gewässer. Weil Salmonellen im Kot der Tiere nachgewiesen wurden, Gesundheitsgefahren befürchtet wurden und andere Vergrämungsmethoden erfolglos waren, wurde die Bejagung beschlossen. Peta meint jedoch, dass es einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz darstelle, Gänse zu töten, weil sie zu viel Kot hinterließen, wie die hessenschau.de berichtet. Dies stelle keinen „vernünftigen Grund“ dar, der nach dem Tierschutzgesetz zur Tötung eines Wirbeltiers erforderlich sei. Nicht nur gegen den Jäger, sondern auch gegen die zuständige Jagdbehörde wurde Anzeige erstattet. Der betroffene Jäger sagte gegenüber hessenschau.de, dass er von der Anzeige aus den Medien erfahren habe und die Sache gelassen sehe: Jagd produziere hochwertiges Wildbret, die im Brentanobad erlegten Gänse habe er zum Teil selbst verspeist. SE

Beitragsbild: Gänse – es gibt mehr als genug davon. Foto: SE

Schweiz: Tierschützer baut Paketbomben

Eine unappetitliche Geschichte scheint sich im Schweizer Tierschützer-Milieu zugetragen zu haben: Wie blick.ch berichtet, soll „Haesli-Papa“ Ueli Bichsel, der einen Gnadenhof für Hasen und Kaninchen betreibt, funktionsfähige Paketbomben gebaut haben, mit denen er Tierquäler bekämpfen wollte. Den Hinweis erhielt die Polizei blick.ch zufolge ausgerechnet von Erwin Kessler (72), Präsident des Vereins gegen Tierfabriken Schweiz (VgT), einer militanten Tierrechtler-Organisation. Dem VgT-Präsidenten soll der Haesli-Papa eine funktionsfähige Bombe vorgeführt haben. Die Vorführung liege jedoch schon Monate zurück, weshalb Kessler gegenüber blick.ch einräumte, dass er sich zu spät an die Polizei gewandt habe. Der VgT distanziere sich vom Häslihof und Ueli Bichsel und erklärte, dass er mit Gewalt „nichts zu tun haben“ möchte. Die Polizei stellte mehrere Kisten mit verdächtigen Materialien sicher, der Nagerfreund sitzt in Untersuchungshaft. SE

Beitragsbild: Headline des zitierten und verlinkten Beitrags in blick.ch (Bildschirmfoto, Ausschnitt).