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„Klassisches Gammelfleisch“ – so lecker ist Wildbret vom Discounter

In einer Verbrauchersendung vom NDR wurde Wildbret aus dem Discounter getestet und der Stern berichtet darüber. Die verkosteten Proben kamen aus Neuseeland, Australien und den USA, das Zeug wird also einmal um den ganzen Erdball gekarrt. Die Erzeugnisse sind mitunter doppelt so teuer wie Wild aus heimischen Wäldern direkt vom Jäger. Dafür bekommen die Schnäppchen-Käufer aber auch wirklich etwas Feines auf den Festtagstisch: Die Hirschsteaks riechen schlecht und sehen auch so aus und wurden schon vor anderthalb Jahren eingefroren, Prädikat ungenießbar. Hmmm! Das Wildschwein aus Australien könnte auch von verwilderten Hausschweinen stammen und verwöhnt mit feinherbem Fäkaliengeschmack. Lecker! Das Rehfleisch ist nach dem Braten appetitlich grau gefärbt, der vor einem Jahr frisch eingefrorene Hase verliert beim Braten Flüssigkeit, wie man es von Industriefleisch gewohnt ist, wird dadurch schön trocken und schmeckt lebrig. Guten Appetit!

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Erfahrungsbericht: BMW X5 3.0d als All-in-one-Lösung für Alltag und Revier

JAWINA-Leser JG hat einen BMW X5 3.0d, erste Baureihe E53, EZ 2001 – noch mit fester Kraftverteilung zwischen Vorder- Hinterachse und somit ohne „XDrive“, sieben Jahre lang als Fahrzeug für Revier und Straße gefahren. Auf Wunsch der Red. hat er seine Erfahrungen mit dem luxuriösen Allradler für uns aufgeschrieben.

Allgemein:

Angenehmes Reisen, Platz, Raumgefühl, gute Zuladungsmöglichkeiten, starker, ruhig laufender Motor, angenehmes Automatikgetriebe, Fahrverhalten, Langstreckeneignung und Verbrauch lassen keine Wünsche offen.

Schon auf den ersten Blick weniger gut: die schlechte Übersichtlichkeit nach hinten. Dies und den etwas üppigen Wendekreis können andere 4×4-Fahrzeuge dieser Leistungs-/ Größenklasse besser.

Ärgerlich: Die mit dem Gewicht des Fahrzeugs besonders bei Schlechtwegeeinsatz überforderten Fahrwerkskomponenten, Querlenker, Stabistäbe, irgendwelche ausgeschlagenen Teile am Fahrwerk stellen sich schnell und regelmäßig ein. Arbeitszeitaufwand und Ersatzteilpreise liegen auf teils absurd hohem Niveau.

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Steel Action HS: Alexander Ostanins grosser Wurf

Geradezugrepetierer Steel Action HS im Praxistest

Es reicht nicht, ein begnadeter Konstrukteur zu sein – man muss auch in der Lage sein, zu erkennen, wonach der Markt verlangt und Kundenwünsche konstruktiv überzeugend umzusetzen. Die große Aufmerksamkeit, die die Steel Action HS seit ihrer Vorstellung auf der IWA 2017 hervorruft (siehe auch hier), verdankt sich definitiv auch der Konsequenz, mit der Konstrukteur Alexander Ostanin die in den üblichen Foren an der Geradezugkonkurrenz geäußerte Kritik in seinem Repetierer umgesetzt hat: Ein Geradezugrepetierer, aber mit bombensicherer, über eine Steuerkurve zwangsgesteuerten Drehkopfverriegelung (von der DEVA in Überdruckversuchen mit Gasdrücken bis 10.000 malträtiert), ohne Kunststoff (das einzige Kunststoffteil, das wir an der Waffe entdeckt haben, ist der Magazineinsatz), dafür aber mit einem richtigen Magazin, eine ins System eingefräste Picatinny-Schiene, die eine Vielzahl preiswerter und stabiler Montagen ermöglicht. Eine Waffe, überdies, die „bis zur letzten Schraube (und vom Schaftholz abgesehen) made in Germany“ ist, wie Steel Action auf Nachfrage von JAWINA nochmals bekräftigte. Und das alles für knapp unter 2.000 Euro inklusive zwei Magazinen und Mündungsgewinde. Wir haben die vielversprechende Waffe auf dem Schießstand und in der Jagdpraxis getestet.

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Kurztest Ledlenser H14.2: Gute Lampe, durch Spielereien entwertet

Irgendeiner sagte am Jägerstammtisch einmal, die Ledlenser H14.2 sei ein gutes Beispiel für ein an und für sich gutes Produkt, das durch sinnlose elektronische Spielereien entwertet werde. Das bringt es ziemlich genau auf den Punkt. Gut an der Ledlenser H14.2: Sie arbeitet mit normalen Mignon-Batterien (eine Akku-Version gibt es auch), und sie ist wirklich sehr hell. „Passen Sie auf, dass hier nicht aus Versehen ein Flugzeug landet, weil es den Weg für die Landebahn hält“, rief mir ein versehentlich geblendeter Fußgänger – angestrengt kneistend und die Augen mit der Hand beschirmend – einmal zu. Der makellos ausgeleuchtete Lichtkegel lässt sich außerdem sehr gut fokussieren, das Vor- oder Zurückschieben der Vorsatzlinse ermöglicht stufenlose Verstellung von Flutlicht bis Laserschwert. Auch die sauber einrastende Verstellung des Leuchtwinkels, vergleichbar mit dem Wechsel von Abblend- auf Fernlicht, ist gefällig gelöst.

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Hundeortung: Außenseiter im Test

Tracker und Garmin dominieren den Markt für Hundeortiungsgeräte – wir haben die bei Frankonia erhältlichen Alternativen BS Planet BS3119, Martin MPS und Sport Dog Tek 2.0 einem Schnelltest unterzogen.

Die Anforderungen, die Hundeführer an ein Hundeortungsgerät stellen, sind recht klar umrissen: Wir wünschen uns ein Gerät, das zuverlässig und mit großer Reichweite ortet und einfach zu bedienen und handzuhaben ist. Was den letzteren Punkt angeht, lag das „Martin System MPS Tracking System“ unter den hier versammelten Testkandidaten zunächst ganz weit vorne – allerdings nicht lange: Nach dem Einschalten zeigte das Handgerät auf einem pixeligen LCD-Display die ungefähre Richtung und Entfernung an, in der sich das zugehörige Halsband befindet. Die unkomplizierte Inbetriebnahme ist ein Alleinstellungsmerkmal des Martin MPS im Testfeld, wie wir noch sehen werden. Doch nach dem ersten vollständigen Aufladen von Handgerät und Halsung ließ sich ersteres nicht mehr zum Leben erwecken. Weiterlesen

Wer ortet, der findet

Tracker-Hundeortungssystem im Langzeit-Praxistest

Der finnische Hersteller von Hundeortungsgeräten und -software, Tracker Inc., hat dem Jawina-Test-Team mehrere G500FI-Halsungen und Testlizenzen für die Tracker-App zur Verfügung gestellt. Wir haben damit in der vergangenen Drückjagdsaison verschiedene Stöber- und Schweißhundeführer ausgestattet, die in dem mehrmonatigen Testzeitraum Hard- und Software im härtesten Praxiseinsatz ausgiebig getestet haben. Der folgende Testbericht ist das Resümee aus den Praxiserfahrungen unserer Tester.

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Klappen und sitzen

Mobile Ansitzleitern sind eine praktische Sache: Sie sind ruck, zuck aufgebaut und verschwinden nach dem Ansitz im Kofferraum. Wir haben zwei beliebte Modelle getestet.

Die Sauen brechen auf der großen Wiese am Waldrand“, klagt der Landwirt und deutet an, dass er nun doch mal Wildschaden anmelden müsse, wenn das so weitergeht. In dem stadtnahen Gebiet wimmelt es nur so von Spaziergängern, Joggern, Reitern und Mountainbikern. Ein ebenerdig abgegebener Schuss verbietet sich also – viel zu riskant. Jagdliche Einrichtungen gibt es nicht, weil sie hier immer wieder demoliert wurden. Da ist eine mobile Ansitzleiter genau das Richtige: Sie ermöglicht an (fast) allen Stellen im Revier sichere Schüsse aus luftiger Höhe mit dem Erdboden als Kugelfang.

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Mobilität für Öko-Jäger

Absurder Benzinpreis? Zunehmender Leibesumfang? Hier ist die Lösung: Mit dem Zweirad ins Revier.

 Den ganzen Tag von Ökologie reden, aber mit dem dicken Geländewagen durch den Wald fahren – das haben wir gerne! Wir schaffen Abhilfe und präsentieren die einzig politisch korrekte Form der Fortbewegung für den Öko-Jäger, die in Zeiten dramatisch steigender Benzinpreise und zunehmender Adiposität der Gesamtbevölkerung aber nicht nur für diese interessantsein dürfte: Den Fahrradanhänger „Der Roland“ vom Roland-Werk in Garrel (Niedersachsen), wo Laufräder für Fahrräder und Fahrradanhänger mit dem Prädikat „Made in Germany“ hergestellt werden.

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Gut, günstig, gebonded: Geco Plus

Die Firma RUAG Ammotec hat großzügig einige hundert Schuss Munition zu Testzwecken gesponsort, die wir an fleißig jagende Jawina-Leser weitergegeben haben. Zur Verfügung stand mit dem neuen gebondeten Geco-Plus-Geschoss geladene Munition in den Kalibern 8×57 IS und .30.06. Jetzt sind die ersten Abschussberichte eingetroffen.

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Gut, günstig, bleifrei: Hornady GMX

Abgecheckt: Das bleifreie GMX-Geschoss im Jagdbetrieb.

Für alle, die demnächst bleifrei schießen müssen oder wollen ist das Hornady GMX zunächst aus zwei Gründen interessant: Erstens ist es relativ günstig – eine 20er Schachtel Patronen in Standardkalibern kostet zirka 40 Euro und ist damit um fast die Hälfte günstiger als eine ganze Reihe bleifreier „Premiumprodukte“. Zweitens ist es als Deformator ausgelegt – das bedeutet in der Regel keine Splitter, was das Geschoss auch für Hunde- und Nachsuchenführer geeignet erscheinen lässt.

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Hundeorungsgeräte im Test: Kinderkrankheiten ausgemerzt?

Zwei beliebte Hundeortungsgeräte – Garmin Astro und TrackerHunter – sind mit neuen Versionen am Markt. Wir haben sie einem Praxistest unterzogen.

Das Garmin Astro 320 fällt gleich beim ersten Einschalten positiv auf: Das Menü ist jetzt in deutscher Sprache verfügbar. Außerdem führt das Gerät den Benutzer mit Anweisungen auf dem Bildschirm durch die ersten Schritte, so dass auch der Neuling das Garmin nach wenigen Minuten einsatzbereit konfiguriert hat. Das Astro wird in einem stabilen Kunststoffkoffer geliefert, der neben Halsung und Handgerät zwei (13 und 34,5 Zentimeter lange) Antennen, Heim- und Autoladegerät sowie weiteres Zubehör enthält (Setpreis 729 Euro). Ein Handgerät kann bis zu zehn Hunde verwalten.

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Hundeortung: Reichweiten-Champion

Im Test: Das finnische Hundeortungsgerät Hunter Tracker 3

Autor: Stephan Elison

 Der Elch hatte uns abgehängt: Er war vor dem Elchhund in undurchdringliches Sumpfland eingewechselt und würde jetzt wohl den See durchrinnen. Die finnischen Hundeführer schlagen vor, zum Auto zurückzugehen und den See zu umfahren: Die einzige Chance sei, Hund und Elch auf der anderen Seite des Sees abzupassen. Während wir auf Schotterpisten das Gewässer umrunden, schauen die beiden regelmäßig auf ihre Smartphones, um Position und Laufrichtung des Hundes zu überprüfen, der mit dem Ortungsgerät G 400 der finnischen Firma Tracker Oy ausgerüstet.

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