Schlagwort-Archive: Streuner

Von Spatzen und Katzen

Ausgesetzte Haustiere richten in der Tierwelt oft erheblichen Schaden an. Der DJV appelliert zum Internationalen Tag der Katze am 8. August 2017 an das Verantwortungsbewusstsein von Haustierhaltern.

Etwa 2 Millionen streunende, besitzerlose Katzen gibt es in Deutschland nach Angaben von Tierschutzverbänden. In der Urlaubszeit landen besonders viele Haustiere auf der Straße. Teilweise müssen diese dann unter erbärmlichen und tierschutzwidrigen Umständen in freier Wildbahn ihr Leben fristen. Der Deutsche Jagdverband (DJV) betont, dass nicht nur die Haustiere selbst leiden, sondern auch die heimische Tierwelt: Nach Hochrechnungen auf Basis mehrerer Studien fallen mindestens 14 Millionen Singvögel in Deutschland verwilderten Hauskatzen zum Opfer. Diese machen nur ein Viertel der Beute aus; hinzu kommen 70 Prozent kleine Säuger und zahlreiche Reptilien.

Weiterlesen

Sollen Jäger streunende Katzen schießen dürfen? RTL stimmt ab.

Der Fernsehsender RTL hat auf seiner Internetseite eine Online-Abstimmung zum Thema: „Sollten Jäger weiterhin auf streunende Haustiere schießen dürfen?“ gestartet. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Beitrags steht es ungefähr unentschieden zwischen Gegnern und Befürwortern des Abschusses, wobei die Befürworter hauchdünn in Führung liegen (50,1 zu 49,9 Prozent). Zahlreiche Studien haben immer wieder ergeben, dass streunende Katzen über das Überleben bzw. den Fortpflanzungserfolg gefährdeter Arten in Siedlungsnähe entscheiden können. Vor wenigen Tagen hat der DJV ein Interview mit dem Wildbiologen Prof. Dr. Klaus Hackländer von der Universität für Bodenkultur Wien veröffentlicht, in dem festgestellt wird: Die zehn Millionen zahmen und zwei Millionen verwilderten Hauskatzen „stellen ein Problem für die Biodiversität in Deutschland“ dar.

Weiterlesen

NRW: Jagdschutz mit der Kamera

Der LJV NRW ruft alle Jäger auf, Schäden in der heimischen Fauna durch wildernde Hunde und Katzen mit der Kamera zu dokumentieren. Hintergrund: Regelmäßig erreichen den LJV Fotos von wildernden Hunden und Katzen, beziehungsweise von den Resten ihrer Opfer. Gerissene Rehe, ausgeräuberte Gelege und verlorene Trachten seien offenbar traurige Alltagsbilder geworden, wie es in einer aktuellen Pressemitteilung des Verbands heißt. Auch diese Faktoren seien Teil der augenblicklichen Niederwildmisere.

Weiterlesen