Schlagwort-Archive: Streit

Österreich: Wölfe auf dem Truppenübungsplatz sorgen für Diskussionen

+++ WWF: Jäger in Niederösterreich sollen „Hetze“ gegen Wolf beenden +++ NRW: Landwirte im Kreisverband Ennepe-Ruhr/Hagen entzünden Mahnfeuer gegen Wölfe +++

Die wachsende Wolfspopulation auf dem niederösterreichischen Truppenübungsplatz Allentsteig sorgt für Streit zwischen Bauern, Jägern und Naturschützern. Die zunehmende Zahl von Nutztierrissen verärgert die Bauern, die mittlerweile stark dezimierte Mufflonpopulation und die zunehmend problematische Entwicklung beim Rotwild erzürnt die Jäger. „Die Ausrottung einer Wildart, die seit Jahrzehnten im Truppenübungsplatz gelebt hat, ist anscheinend egal. Wenn nur der liebe Wolf wieder da ist“, beklagte Bezirksjägermeister Gottfried Kernecker in einer von nön.at zitierten Mail. Der österreichische WWF forderte die Jäger in Niederösterreich derweil auf, ihre angeblich „Hetze“ gegen den Wolf einzustellen: „Es ist nicht nur ein Skandal, dass Teile der Jägerschaft offen für den Abschuss von geschützten Wildtieren werben, um die sie sich stattdessen per Landesgesetzgebung zu kümmern haben. Wer den Abschuss von Wölfen bewirbt, ist mit dem Straf-, Jagd- und Naturschutzgesetz konfrontiert und bewegt sich hart an der Grenze der Legalität. Der Wolf ist eine nach EU-Recht und Landesgesetzen geschützte Art, die auf Grund von intensiven Schutzbemühungen in den Nachbarländern erst zaghaft wieder nach Österreich zurückkehrt und nicht getötet werden darf“, so Christian Pichler, Artenschutz-Experte beim WWF Österreich in einer Pressemitteilung.

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Wegen Drückjagd: Jäger zeigen Münchner Forstverwaltung an

Wegen einer Drückjagd, die die Münchner Forstverwaltung am 12. Januar in einem Wald bei Jesenwang (Landkreis Fürstenfeldbruck) veranstaltete, haben zwei benachbarte Jagdpächter Anzeige wegen angeblicher Verstöße gegen das Jagdrecht erstattet. Das berichtet die Lokalzeitung Merkur. Die Reviernachbarn hatten berobachtet, wie Hunde ein Kitz von der Ricke trennten, niederzogen und schwer verletzten. Sie gaben an, dass sie das Stück hätten erlösen müssen, nachdem sie die Hunde verscheucht hätten. Der Pressesprecher der Münchner Statdtverwaltung, Bernd Plank, erklärte gegenüber dem Merkur, dass das Stück bereits durch einen Schuss verletzt worden sei, was auch bei sorgfältigster Schussabgabe passieren könne. Die Hunde hätten das Stück verfolgt, um es zu erlösen und eigentlich „einen guten Job“ gemacht. Die Pächter halten dem entgegen, dass das fragliche Waldstück mit 160 Hektar viel zu klein sei, um Drückjagden durchzuführen. Es ließe sich praktisch nicht vermeiden, dass Hunde überjagen.

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Streitigkeiten zwischen Jagdgegnern und Jägern eskalieren

Die juristischen und mitunter handgreiflichen Auseinandersetzungen zwischen militanten Jagdgegnern und -störern und Jägern steuern vielerorts auf eine neue Eskalationsstufe zu. Bei einer Gatterjagd in Hausbrunn (Niederösterreich, Bezirk Mistelbach) soll ein Jäger auf einen Jagdgegner angelegt haben, wie das Nachrichtenportal NÖN.at berichtet. Auf dem angeblichen Beweisfoto ist aber eher zu erkennen, dass der Jäger nicht genau in Richtung des Fotografen zielt.

Bei einer Fasanenjagd im Burgenland soll eine Jagdgegnerin angeblich von Maskierten „mit einer ätzenden und brennbaren Flüssigkeit“ überschüttet worden sein. Der Polizei ist, einem Bericht von Heute.at zufolge, von dem angeblichen „Säureattentat“ jedoch nichts bekannt. Just der Vertreter des militanten Jagdgegner-Vereins gegen Tierfabriken (VgT), Martin Balluch, der behauptet, von einem Jäger mit der Waffe bedroht worden zu sein (s.o.), forderte in Heute.at, dass die Polizei aufhören solle, „die Privat-Security von Mensdorff-Pouilly  [des Jagdveranstalters] zu spielen.“ Dies wäre freilich sofort möglich, wenn der VgT von seinen rechtswidrigen Jagdstörungen Abstand nähme und sich auf Protest im Rahmen der demokratischen Rechtsordnung beschränkte…

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