Schlagwort-Archive: Staupe

NRW: Staupefälle im Kreis Düren

Im Kreis Düren sind erneut drei mit dem hochansteckenden Staupe-Virus infizierte Füchse gefunden worden. Die betroffenen Reviere lagen dieses Mal im Raum Titz und Jülich. Die Kreisjägerschaft Düren und Veterinärmediziner des Kreises Düren raten Hundehaltern deshalb, ihre Tiere gegen das Virus impfen zu lassen. Für Menschen ist die Staupe nicht gefährlich.
Infektion führt in der Regel zum Tod des Tieres

Die Staupe ist eine für den Haushund gefährliche Infektionskrankheit. Insbesondere Hunde, die regelmäßig in der freien Natur ausgeführt oder eingesetzt werden – wie Hüte- oder Jagdhunde -, können sich infizieren. Die Infektion mit dem Virus erfolgt durch die Luft und das Maul über die Schleimhäute der oberen Atem- und Verdauungswege. Sie führt in der Regel zum Tod. Die Krankheit hat sich in den vergangenen Jahren deutschlandweit unter hiesigen Wildtieren (Fuchs, Dachs, Iltis, Marder, Wiesel, Waschbär) sehr stark ausgebreitet. Im Kreis Düren sind im vergangenen Jahr an Staupe verendete Füchse in den Kommunen Vettweiß, Nörvenich und Merzenich sowie im Stadtgebiet Düren gefunden worden.

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Hannover: Staupe-Verdacht bei getötetem Fuchs bestätigt

In der vergangenen Woche ist im Bereich der Marienstraße in Hannover immer wieder ein abgemagerter Fuchs aufgetaucht, der dann letztlich eingefangen und später getötet wurde. Der Bereich Gewerbe- und Veterinärangelegenheiten des Landeshauptstadt Hannover bestätigt jetzt den Staupe-Verdacht bei dem Tier. Wegen der Infektionsgefahr sollte man sich hilflosen Wildtieren besser nicht nähern und sie generell nicht füttern, rät das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES). Im Veterinärinstitut des LAVES ist das Virus im Rahmen der Sektion nachgewiesen worden. Bei der Staupe handelt es sich um eine weltweit bei Hunden und anderen Fleischfressern auftretende Erkrankung. Zusätzlich wurden bei dem Fuchs verschiedene Parasiten (z. B. Lungen- und Magen-Darmwürmer) nachgewiesen. Diese haben zusätzlich zu dem schlechten Zustand des Fuchses beigetragen.

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Hessen: Häufung von Staupefällen im Hochtaunuskreis

Derzeit werden immer wieder erkrankte Füchse, Marder und Waschbären mit erheblich gestörtem Allgemeinbefinden von Bürgern aufgefunden. Bei Untersuchungen von toten Tierkörpern, die das Veterinäramt des Hochtaunuskreises beim Landesbetrieb Hessisches Landeslabor veranlasst hat, wurde bei mehreren untersuchten Füchsen, Mardern und einem untersuchten Waschbären nun aktuell das Staupevirus festgestellt. Das Veterinäramt empfiehlt daher, folgende Verhaltensregeln im Umgang mit  auffälligen Wildtieren dringend zu beachten:

Die Krankheitssymptome, die Waschbären, Marder oder Füchse bei Staupe zeigen, können denen der Tollwut ähneln. Wenn Bürger Wildtiere mit Verhaltensauffälligkeiten wie Verlust der Scheu, Schläfrigkeit, Bewegungsstörungen oder Aggressivität bemerken, ist es am besten, den für das Gebiet zuständigen Jäger, die Gemeinde oder die Polizei zu informieren. Waschbären, Füchse oder Marder mit verdächtigen Krankheitssymptomen müssen außerhalb geschlossener Ortslagen von Jägern tierschutzgerecht getötet werden, da die Erkrankung fast immer tödlich verläuft. Innerhalb von Ortschaften  übernimmt die Polizei diese Aufgabe.

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Bayern: Staupefall bei Fuchs in Wolfratshausen

Im Stadtgebiet von Wolfratshausen (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) musste ein Jäger Ende Juli einen Fuchs mit zentralnervösen Störungen erlegen, wie das Landratsamt Wolfratshausen mitteilt. Bei dem Kadaver, der ans Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) eingeschickt wurde, ist Staupe festgestellt worden. Hundebesitzer sollten die Impfpässe ihrer Hunde überprüfen. Die Staupe ist eine Viruserkrankung, an der vor allem Hunde, aber auch Füchse und andere Fleischfresser wie Frettchen und Waschbären erkranken. Katzen können den Erreger aufnehmen, erkranken jedoch nicht. Eine Infektion erfolgt über das Maul oder über die Luftwege durch Exkrete und Sekrete. Die Staupe kann sich an verschiedenen Organen manifestieren, sodass folgende Symptome auftreten können: Zentralnervöse Störungen, katarrhalische Form mit Augen- und Nasenausfluss, Lungenentzündung, Durchfall und Erbrechen oder die Veränderung der Hautform mit Verhärtung der Ballen (Hard Pad Disease).

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Mecklenburg: Staupe im Kreis Vorpommern-Greifswald

„Hundebesitzer sollten Impfschutz ihrer Hunde im Auge behalten“

Bei fünf Füchsen aus dem Landkreis Vorpommern-Greifswald, die zur Beprobung im Labor eingeschickt worden waren, ist der Erreger der Staupe, ein soenannter Morbillivirus, festgestellt worden. Die Fundorte der verendeten Füchse sind Lassan, Sauzin, Lütow, Zemitz und Lieper Winkel auf Usedom. Die Tiere zeigten deutliche Krankheitszeichen vor dem Tod. So sind Beeinträchtigungen in den Bewegungsabläufen in Form deutlicher Koordinationsstörungen typisch für den Befall mit Staupe. Aufgrund entsprechender Beobachtungen wurden die Tierkörper zur Untersuchung in das Landesamt in Rostock gesandt.

Amtstierarzt empfiehlt dringend Impfung von Hunden

Amtstierarzt Dr. Holger Vogel empfiehlt insbesondere Haltern von Jagdhunden und von Hunden, mit denen Spaziergänge in freier Natur unternommen werden, dringend eine Immunisierung durch Impfung.

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Thüringen: Dachs greift Pferd an

Amtstierarzt stellt hochansteckende Staupe-Infektion fest

Pferde gehören üblicherweise nicht zum Beuteschema von Dachsen, die sich von pflanzlicher Kost und allerlei Kleingetier ernähren. Doch im thüringischen Ifta (Wartburgkreis) hat kürzlich ein Dachs ein Pferd attackiert (wie die Thüringer Allgemeine berichtet) – und für seine Vermessenheit mit dem Leben bezahlt. Das Pferd erwehrte sich des Angreifers und entschied den ungleichen Kampf für sich: Es trat den Dachs tot. Die Besitzerin des Pferdes fand das verendete Tier auf der Koppel und informierte einen Jäger, der den Kadaver an den Amtstierarzt weiterreichte. Dieser diagnostiszierte eine hochansteckende Staupeerkrankung, die für das ungewöhnliche Verhalten des Dachses verantwortlich gewesen sein dürfte. Da Staupe eine hochansteckende Tierseuche ist, von der vor allem Hunde befallen werden, sollten Hundebesitzer im Wartburgkreis den Impfschutz ihrer Vierbeiner überprüfen. SE

Beitragsbild: Europäischer Dachs, Autor: BadgerHero, Quelle: Wikipedia, lizensiert unter der Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported Lizenz.