Schlagwort-Archive: Schwarzwild

Rheinland-Pfalz: Handlungsprogramm zur Intensivierung der Schwarzwildbejagung verabschiedet

Geplant unter anderem: Keine Abschussgebühren für Schwarzwild bei staatlichen Regiejagden – Weitgehende Einschränkungen von Kirrungen – Förderung des Jagdhundewesens

Angesichts ausufernder Wildschäden, weiterhin steigender Schwarzwildbestände und der Bedrohung durch die Afrikanische Schweinepest (ASP) haben das Forstministerium RLP und involvierte Verbände (s.u.) ein 16 Punkte umfassendes Handlungsprogramm zur Intensivierung der Schwarzwildbejagung verabschiedet. Zur Erklärung der Dringlichkeit dieses Vorhabens heißt es in der Einleitung: „Seit Anfang der 1980er Jahre stiegen die Schwarzwildpopulation sowie die Jagdstrecke dieser Wildart enorm an. Damit einhergehend waren und sind zum Teil sehr hohe Wildschäden in der Landwirtschaft und im Weinbau zu beklagen. Hinzu kommen die Wildseuchenproblematik und die gestiegenen Verkehrsunfallzahlen. Gerade hinsichtlich der in Osteuropa vorkommenden Afrikanischen Schweinepest (ASP) ist festzuhalten, dass flächendeckend Wildschweinpopulationen mit hohen Tierdichten vom Baltikum bis nach Deutschland bestehen. Eingeschleppt in nicht infizierte Gebiete besteht die Gefahr, dass sich die ASP dort mit der Tendenz der weiteren Ausbreitung dauerhaft festsetzen wird. Die Folgen sind schwerwiegende Restriktionen für schweinehaltende Betriebe und Jagende. Eine Impfung gegen ASP ist derzeit nicht möglich.

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Hessen: Trichinenfund bei Wildschwein im Landkreis Gießen

Bei einem im Landkreis Gießen erlegten Wildschwein sind Trichinen nachgewiesen worden. Der Fachdienst Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Landkreises Gießen hatte im Rahmen der amtlichen Trichinenuntersuchung bei dem Ende April erlegten Tier Trichinen festgestellt. Inzwischen hat das Bundesinstitut für Risikobewertung den Befund bestätigt und mitgeteilt, dass es sich um Trichinella pseudospiralis handelt.

Eine Infektion mit diesem Parasiten verläuft beim Wildschwein meist unauffällig, kann jedoch für den Menschen sehr gefährlich sein und sogar tödlich verlaufen. Eine Infektion ist durch den Verzehr von trichinenhaltigem rohem beziehungsweise nicht ausreichend durcherhitztem Fleisch, Rohwürsten, Schinken oder Gehacktem möglich.

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Hessen: Trichinenfund bei Wildschwein im Landkreis Gießen

Der Landesbetrieb Hessisches Landeslabor teilt mit, dass in der Trichinen- Untersuchungsstelle des Amtes für Verbraucherschutz und Veterinärwesen des Landkreises Gießen im Rahmen der amtlichen Schlachttier- und Fleischuntersuchung ein Trichinellen-verdächtiges Wildschwein identifiziert wurde. Das etwa 43 Kilogramm schwere und am 22.04.2017 in Grünberg-Harbach erlegte Tier wurde daraufhin in die oben genannte Untersuchungsstelle verbracht.

Sowohl in der ursprünglichen, als auch in erneut entnommenen Proben des betroffenen Wildschweins konnte die anfängliche Verdachtsdiagnose eindeutig bestätigt werden. Sämtliche Proben wurden auch an das Nationale Referenzlabor für Trichinellen am Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) zwecks Bestätigung und weiterer Typisierung übersandt. Dort wurde der Befund erneut bestätigt. Die Trichinella- Larven wurden mittels PCR als T. pseudopiralis identifiziert.

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Brandenburg: Erlegerprämie für Schwarzwild im Landkreis Barnim

20 Euro pro erlegtem Schwarzkittel

Der Landkreis Barnim nimmt entsprechend einer Vereinbarung mit dem Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft (MLUL) an der Einführung einer Erlegerprämie für Schwarzwild teil. Mit einem Betrag von 20 Euro kann jedes Stück Schwarzwild (auch Unfall und Fallwild), welches über der Streckenmeldung des Jagdjahres 2015/2016 (Referenzjahr) erlegt wurde, prämiert werden. Das Pilotprojekt ist zunächst für drei Jagdjahre (2016/17, 2017/18, 2018/19) ausgelegt. Damit sollen Schäden auf landwirtschaftlichen Nutzflächen reduziert, Schäden an Hochwasserschutzanlagen an der Oder und Neiße vermieden und ein positiver Effekt zur Erleichterung der Seuchenbekämpfung (ASP) erreicht werden.

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Bayern: Landkreis Cham genehmigt 13 Saufänge

Wie ein Sprecher des Landkreises Cham gegenüber JAWINA bestätigte, haben Jagd- und Veterinärbehörde des Landkreises auf Antrag der Jägerschaft 13 Saufänge auf Gemeindegebiet genehmigt. Der Bayerische Rundfunk berichtete, dass die auch unter Jägern umstrittenen Saufänge aufgrund der anwachsenden Schwarzwildpopulation und der damit einhergehenden Zunahme der Wildschäden beantragt und genehmigt worden seien. Im Gemeindegebiet an der deutsch-tschechischen Grenze grenzten ausgedehnte Wälder und Gebirge unmittelbar an intensiv bewirtschaftete landwirtschaftliche Nutzflächen. Dies seien paradiesische Bedingungen für die Sauen, zumal die Durchführung von Bewegungsjagden in vielen Revieren nicht möglich sei. Die jährlich anwachsenden Bestände sind nach Auffassung vieler Jäger mit herkömmlichen jagdlichen Mitteln kaum mehr in den Griff zu bekommen. Die Genehmigung der Saufänge ist auf drei Jahre befristet und mit diversen Auflagen verbunden:

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Brandenburg: Erlegungsprämie für Schwarzwild

Landkreis Oder-Spree unterzeichnet als erster Landkreis Vereinbarung für Modellprojekt: Prämie für die Erlegung von zusätzlichen Wildschweinen

Der Oder-Spree-Landrat Rolf Lindemann hat am Freitag (10. Februar) mit Agrar- und Umweltminister Jörg Vogelsänger eine Vereinbarung über die Gewährung einer Erlegungsprämie für zusätzlich erlegtes Schwarzwild unterschrieben. Berechnungsgrundlage für die „Übererfüllung“ der Jagdstrecke ist die Streckenmeldung je Jagdbezirk für das Jagdjahr 2015/2016. Jagdjahre beginnen beziehungsweise enden jeweils am 31. März/ 1. April. Streckenmeldungen erfassen auch tot aufgefundene beziehungsweise durch Unfälle getötete Tiere. Für jedes Stück Schwarzwild, das über die Meldung des Referenzjahres 2015/2016 hinaus im jeweiligen Jagdbezirk erlegt wird, können die Jagdpächter eine Erlegungsprämie in Höhe von 20 Euro beantragen.

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Trichinellen bei Wildschwein auf Usedom

Bei einem Wildschwein sind anlässlich der vorgeschriebenen Untersuchung im Landkreis Vorpommern-Greifswald Trichinellen festgestellt worden. Das teilt der Landkreis in einer Presseerklärung mit. Das 25 Kilo schwere, männliche Stück Schwarzwild war auf der Insel Usedom zur Strecke gekommen. „Mit trichinösem Fleisch können sich Menschen durch Verzehr infizieren und schwer erkranken. Deshalb ist bei Haus- und Wildschwein sowie bei Dachs und Nutria die Untersuchung auf Trichinellen rechtlich vorgeschrieben“, sagte Kreissprecher Achim Froitzheim. Seit 2005 würden in Vorpommern bei der Untersuchung auf Trichinellen beim Schwarzwild einzelne positive Befunde ermittelt.

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Rheinland-Pfalz: Wildschweine vergraulen Touristen

In Bernkastel-Kues, einem Heilbad und Erholungsort an der Mosel, beschweren sich Touristen über die anwachsende Wildschwein-Population im Stadtwald, wie der Volksfreund.de berichtet. „Manche Urlauber trauen sich gar nicht mehr in den Wald“, zitiert das Blatt eine Ortsvorsteherin. Der Leiter des für den Stadtwald zuständigen Forstreviers bestätigte, dass sich die Sauen „extrem vermehrt“ hätten. Schuld seien der zunehmende Maisanbau auf den angrenzenden Feldern und die milden Winter. Zusammen mit dreißig Jagdpächtern aus der Umgebung wurde über eine Intensivierung der Bejagung beraten. SE

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Remmel-Ministerium fordert Jäger zum Handeln auf

Das von dem Grünen-Politiker Johannes Remmel geführte NRW-Umweltministerium fordert die Jäger angesichts der anwachsenden Schwarzwildpopulation zum Handeln auf, wie die WAZ berichtet. Fragt sich nur, warum sich die Jäger um irgendwelche Forderungen von Herrn Remmel scheren sollten, der den Grünröcken im Land das ideologielastige und allseits verhasste, sogenannte „ökologische“ Jagdgesetz beschert hat. Das fragt die WAZ zwar nicht, dafür hat sie aber drei andere interessante Fragen an das Remmel-Ministerium gerichtet, und zwar:

1. Warum wurde im neuen Jagdgesetz die Jagdzeit für Schwarzwild von 1. August bis 31. Januar auf 1. August bis 15. Januar verkürzt?

2. Warum wurde die zulässige Ködermenge Mais in Kirrungen von 1 l auf 0,5 l halbiert?

3. Warum müssen Kirrungen auf drei Stellen hinterm Komma nach dem Gauß-Krüger-Koordinaten-System der unteren Jagdbehörde angezeigt werden?

Das sind alles Maßnahmen, die Jäger als schikanös empfinden und eine effiziente Bejagung des Schwarzwildes erschweren. Das Remmel-Ministerium ficht das aber nicht an, wie dessen Antworten in der WAZ zeigen. SE

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Aujeszkysche Krankheit beim Schwarzwild im Landkreis Celle

Schweinepest-Monitoring bringt serologischen Nachweis

Im Rahmen des Monitorings der Schweinepest bei Wildschweinen wurden im Bereich Hermannsburg Anfang August 2016 erneut bei zwei im Übrigen klinisch unauffälligen Überläufern serologisch Antikörper der Aujeszkysche Krankheit (AK) nachgewiesen. Eine vergleichbare Probe war bereits im Dezember 2014 im Gebiet Oberohe bei einer Überläuferbache positiv getestet worden. In allen Fällen handelte es sich um starke Tiere, die vor und nach dem Abschuss unauffällig waren.

Seit dem Frühherbst 2014 wurden in den Gebieten Faßberg, Unterlüß, Hermannsburg und Eschede aufgrund von Hinweisen auf die Wild- und Rinderseuche (Fachbegriff: Pasteurellose) zahlreiche Blutproben vom Schwarzwild genommen und an ihnen auch AK-Untersuchungen durchgeführt. Trotz umfangreicher Beprobung erfolgten im Zeitraum von fast zwei Jahren nur diese drei Nachweise ohne Anzeichen klinischer Symptome in der dortigen Schwarzwildpopulation. Das Amt für Veterinärangelegenheiten und Verbraucherschutz geht daher von Einzelfällen aus. Das Geschehen wird von den Amtsveterinären intensiv beobachtet. Die Jäger werden nach wie vor aufgefordert, auch weiterhin zahlreiche Blutproben von Schwarzwild aller Altersklassen einzusenden.

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Baden-Württemberg: Jagdzeit für Schwarzwild ab März

Rasanter Anstieg bei Verwendung von Schalldämpfern im Ländle

Die baden-württembergische Landesregierung will zwecks Vermeidung von Wildschäden und zur Eindämmung der wachsenden Wildschweinpopulation die Bejagung von Schwarzwild schon ab März ermöglichen. Das Landesjagdgesetz solle entsprechend geändert werden. Das geht aus der Antwort des Ministers für Ländlichen Raum, Peter Hauk (CDU) auf eine schriftliche Anfrage von SPD-Abgeordneten hervor. Darin heißt es, eine „Gesetzesänderung zur Umsetzung der im Koalitionsvertrag vereinbarten unbürokratischen Möglichkeit, im März das Schwarzwild auch bei günstigen Schneelagen im Wald zu bejagen, ist in Vorbereitung.“ Durch die Änderung dieser jagdrechtlichen Bestimmung solle die Schwarzwildbejagung in Bereichen ermöglicht werden, „die durch geeignete Schneelagen bedingt günstige Bejagungsmöglichkeit aufweisen.“

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Landkreis Dahme-Spreewald übernimmt Kosten für Trichinenuntersuchung

Ab 1. August ist im Landkreis Dahme-Spreewald die Trichinenprobenuntersuchung für erlegte Wildschweine aller Altersklassen kostenfrei. Der LJVB begrüßt diese Maßnahme zur Prävention von Seuchen, insbesondere der Afrikanischen Schweinepest (ASP).

Mit der generellen Befreiung geht der Landkreis weit über die Forderung des Landesjagdverbands Brandenburg (LJVB) hinaus, der eine Gebührenbefreiung lediglich für Frischlinge angemahnt hatte. Bedingung für den Kostenerlass ist die gleichzeitige Abgabe einer Blutprobe für die Untersuchung auf Schweinepest. Leider ist diese Aktion aber bis zum 31. Oktober befristet.

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Bayern: Landkreis zahlt Abschussprämie für Schwarzwild

Wie eine Sprecherin auf Nachfrage von JAWINA bestätigte, hat der bayerische Landkreis Dachau auf einen Antrag von Kreisjagd- und Bauernverband hin beschlossen, Jägern eine Abschussprämie für erlegtes Schwarzwild zu bezahlen. Das berichtet der Merkur. Der amtliche Zuschuss soll zehn Euro pro Wildschwein betragen. Voraussetzung ist, dass das Stück in einem Jagdrevier im Landkreis zur Strecke gekommen und verwertbar ist, sowie, dass eine Trichinenuntersuchung durchgeführt wurde. Die Prämie soll den Zweck haben, Jäger von den Kosten für die vorgeschriebene Trichinenuntersuchung zu entlasten. Antragsberechtigt ist nur der Jagdpächter.

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Brandenburg: Erster Landkreis setzt Trichinengebühr auf null

Der Kreistag des Landkreises Potsdam-Mittelmark hat in seiner gestrigen Sitzung beschlossen, dass für Schwarzwild der AK 0 und 1, welches im Kreisgebiet erlegt wurde, ab 1. Mai keine Trichinenuntersuchungsgebühr mehr erhoben wird. Dies soll die Jäger bei der dringenden Bestandsreduzierung beim Schwarzwild wegen der drohenden ASP unterstützen.

JAWINA dankt für den Hinweis!

Modifizierter Frischling: Ein seltsamer Fang

Am Montag Nachmittag (25.4.) rufen Jagdfreunde Tanja und Karsten bei Jagdkumpel Holger an, Mitpächter eines Jagdreviers am nordwestlichen Stadtrand Berlins, und melden einen einzelnen, noch gestreiften Frischling, der ziemlich vertraut zwischen Straße und Feldrand grubbert. Holger schwingt sich ins Auto und brettert los, schließlich gilt es, einen weiteren Wildunfall auf der vielbefahrenen Straße an der Reviergrenze zu verhindern. Am angegebenen Ort findet er den Frischling ohne große Mühe: Völlig arglos widmet sich der Mini-Schwarzkittel gleich neben der Straße am hellichten Tag der Nahrungssuche. Holger nimmt die im Rahmen seiner Nebentätigkeit als Stadtjäger in einer benachbarten Gemeinde gründlich eingeübte Schleichpositur – Oberkörper leicht vorgebeugt, Fangarme ausgestreckt, Knie federnd angewinkelt – ein und pirscht sich an. Das übliche Einkriegespiel durch Gräben und Dornenbüsche entfällt diesmal. Gleich beim ersten ersten Versuch lässt sich der Frili an den Hinterläufen packen. „Der hat auf den Schreck hin zwar gequiekt wie am Spieß, sich aber sonst nicht groß gewehrt“, berichtet Holger. „Das fand ich schon seltsam, denn normalerweise kämpfen die kleinen Kerle dieser Größenordnung schon wie die Helden.“

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Massiver Trichinenbefall bei Wildschwein im Landkreis Osnabrück

Bei einem Ende März 2016 im Landkreis Osnabrück (Altkreis Bersenbrück, Niedersachsen) erlegten Wildschwein ist ein massiver Befall mit Trichinellen festgestellt worden. Das teilt der Landkreis in einer Presseerklärung mit. Vom Bundesinstitut für Risikobewertung in Berlin wurde der Befund inzwischen bestätigt; es wurden Trichinellen der Gattung Trichinella pseudospiralis diagnostiziert. Mit diesem Parasit können neben Säugetieren auch Vögel infiziert sein. Es handelt sich um den ersten Nachweis seit Jahrzehnten bei einem Wildschwein aus dem Landkreis Osnabrück und dieser aktuelle Fall konnte nur entdeckt werden, weil der Jäger sich an die Pflicht zur Untersuchung des Fleisches gehalten hat.

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Vorgestern, Berlin, Heerstraße, 18.40 Uhr…

Die Berliner Forsten scheinen mit der Bejagung der Sauen im Grunewald jetzt endlich ernst zu machen: Darauf deutet jedenfalls das Bild hin, dass uns JAWINA-Leser JOS gesendet hat: Am Mittwoch um 18.40, also bei bestem Tageslicht und mitten im Berufsverkehr, grubbern Sauen den Grünstreifen zwischen den Fahrbahnen der siebenspurigen Heerstraße um. Nach Angaben von JOS waren es drei Bachen, dazu einige Überläuferbachen und ca. 30 Frischlinge! Von den sich vorbeiwälzenden Automassen ließen sich die Sauen nicht stören. Das lässt nur einen Schluss zu: Die scharfe Bejagung der Sauen durch die Forstpartie hat die Sauen aus dem Wald vertrieben! SE

JAWINA sagt danke für das schöne Bild!

Trichinenuntersuchung: LJVB veröffentlicht Musterantrag zur Gebührenbefreiung

Angesichts der drohenden Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest liegt die Schwarzwildbejagung im öffentlichen Interesse, meint der Landesjagdverband Brandenburg (LJVB). Damit sei die Voraussetzung zur Gebührenbefreiung bei Trichinenuntersuchungen erfüllt. Hierzu muss gemeinsam mit der Probe ein Antrag eingereicht werden, heißt es in einer Pressemitteilung des Verbandes. Im Dezember vergangenen Jahres hatte der brandenburgische Landtag die Landesregierung aufgefordert, die Landkreise bei der kostengünstigen und unbürokratischen Organisation der Trichinenuntersuchung zu unterstützen. Außerdem wurde darauf hingewiesen, dass die Behörden auf „Antrag des Gebührenschuldners“ die Gebühren erlassen können, sofern dies im öffentlichen Interesse liegt.

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„Schwein gehabt“ – Abschuss eines Wildschweins bleibt für Jäger folgenlos

Beobachtet und erfasst ein Jäger alle äußeren Merkmale zur Altersbestimmung eines Wildschweins sorgfältig und irrt er sich trotzdem über das Alter des Tieres, so stellt dies keinen derart schwerwiegenden Verstoß gegen die Jagdgesetze dar, dass dieser Verstoß mit einer hohen Geldbuße zu bestrafen ist. Das hat der I. Senat für Bußgeldsachen des Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgerichts kürzlich entschieden und das Bußgeldverfahren gegen einen Jäger eingestellt.

Zum Sachverhalt: Ein 76jähriger Jäger war im Mai 2015 auf Wildschweinjagd in Ostholstein. Zu dieser Zeit ist nur die Jagd auf Wildschweine im ersten Lebensjahr (Frischlinge) und auf solche im zweiten Lebensjahr (Überläufer) erlaubt. Für alle übrigen Wildschweine besteht Schonzeit. Nachdem der Jäger mit seinem Fernglas ein einzelnes Wildschwein beobachtet hatte und es auf Grund seiner Größe, Statur und anderer Merkmale für einen weiblichen Überläufer (Überläuferbache) hielt, erlegte er das Tier. Der herbeigerufene Förster untersuchte später das Gebiss des Wildschweins. Er meinte, dass das Schwein älter als zwei Jahre sein müsse und zeigte den Jäger bei der Jagdbehörde an.

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Kreis VG: Bachenabschuss und Abschussprämie für Frischlinge

„Alte jagdliche Zöpfe abschneiden“ – Pilotprojekt will Wildschwein-Bestände „mit unkonventionellen Mitteln“ reduzieren

Exorbitant hohe Wildschäden an landwirtschaftlichen Kulturen, bedrohliche Beschädigungen von Hochwasserschutz-Deichen und eine hohes Seuchengefahr-Potenzial angesichts der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im Nachbarland Polen – diese Faktoren sehen Experten und Praktiker als Folgen zu hoher Wildschwein-Bestände im Nordosten Deutschlands.
Dem will der Landkreis Vorpommern-Greifswald (VG) in Mecklenburg-Vorpommern nun auf Initiative der Jäger  mit einem Aktionsplan begegnen, an dem auch Forst und Landwirte beteiligt sind. Dies erklärte der Kreis VG in einer Pressemitteilung.

Darin heißt es: „Bereits vor Monaten war diese Problematik absehbar. Daher haben sich Weidgenossen an uns gewandt und angefragt, ob wir als Untere Jagdbehörde nicht im Schulterschluss mit Jägerschaft, Landwirten, Forst und Wissenschaft nicht auch neue Wege bei der Schwarzwildbejagung gehen könnten“, sagte Landrätin Dr. Barbara Syrbe.
Es fanden daraufhin vier Schwarzwild-Symposien statt, Rundtisch-Gespräche bei denen sich jagdliche, landwirtschaftliche und forstwirtschaftliche Praktiker zusammenfanden und mögliche Maßnahmen diskutierten.

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Wildschweine profitieren von milden Temperaturen

DJV veröffentlicht WILD-Jahresbericht 2014

Wildschweine haben sich mittlerweile in ganz Deutschland verbreitet und werden aktuellen Daten zufolge selbst in den Bereichen der Nordseeküste und alpinen Gebieten erlegt. Das zeigen die neuen Streckenzahlen der Jäger, die der Deutsche Jagdverband (DJV) heute im WILD-Jahresbericht veröffentlicht. WILD, das Wildtier-Informationssystem der Länder Deutschlands, erfasst neben Streckenstatistiken der Bundesländer auch Informationen über Populationsentwicklungen ausgewählter Arten, Wildkrankheiten und Wildunfälle. Der Fokus des neuen Berichtes liegt auf Schalenwildarten, wie Rotwild, Wildschwein und Reh, deren Streckenzahlen seit Jahren kontinuierlich steigen.

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Wildschwein-Forscher der Uni Rostock starten Projekt in Sachsen

„Wildschweine vermehren sich explosionsartig und richten große Schäden in der Landwirtschaft an“, sagt Dr. Hinrich Zoller von der Universität Rostock. Aus ganz Deutschland erhält der Biologe derzeit Anfragen zu „seinem“ Wildschwein-Forschungsprojekt. Er erkundet seit drei Jahren im Auftrag der Hansestadt Rostock und dem Schweriner Landwirtschaftsministerium in und um Rostock die Gewohnheiten der Schwarzkittel vor allem mit dem Ziel, sie künftig von Parks, Straßen, Gärten und Feldern fernzuhalten. Seit über zwei Jahren sind die Ortskerne von Rostock Markgrafenheide und Hohe Düne wildschweinfrei. Dort war das Pilotprojekt zur Wildschwein-Bekämpfung gestartet. Zoller kennt sich auch als Waidmann mit den Gepflogenheiten der Wildschweine bestens aus. Er gehört in Deutschland mit zu den ersten Forschern, die sich so intensiv mit Wildschweinen im städtischen Bereich beschäftigen.

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Landgericht Berlin: Vermieter muss Mieter vor Wildschweinen schützen

Der Mieter einer Erdgeschosswohnung in Berlin hat seinen Vermieter verklagt, weil immer wieder Wildschweine in seinem Garten marodierten. Während das Amtsgericht Berlin Wedding in der Vorinstanz noch geurteilt hatte, dass Wildschweine im Garten eines Hauses in Waldnähe keinen Mangel darstellten, kam das Landgericht zu einem anderen Schluss: Demnach hat der Vermieter die Pflicht, seine Mieter mit geeigneten Mitteln vor allzu engem Kontakt mit Wildschweinen zu schützen.

Im Garten des Mieters waren nicht nur vereinzelte Sauen, sondern ganze Rotten, darunter führende Bachen mit Frischlingen aufgetaucht. Er hatte daraufhin selbst einen Stromzaun gespannt und den Vermieter aufgefordert, den alten und schadhaften Zaun zu reparieren. Als nichts geschah, minderte er die Miete und zog vor Gericht.

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Hagen: Riesenschweinerei in der Fußgängerzone

„Überläufer nennt der Jäger ein heranwachsendes Wildschein“, weiß die Polizei NRW in einer Pressemitteilung zu einem Vorfall, der sich am Dienstag Nachmittag in der Hagener Fußgängerzone ereignete: „Und mit einem solchen hatte es die Polizei in der Hagener Innenstadt zu tun. Ein etwa 40 kg schwerer Halbstarker (Das Gewicht des Wildschweins wurde mittlerweile auf ca. 60 Kg nach oben korrigiert) hatte sich offensichtlich verirrt, lief von der Kampstraße aus in Panik durch den Seiteneingang in ein großes Kaufhauses und durch den Haupteingang in die belebte Fußgängerzone.

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Wenn die Bache zum Angriff bläst

Familienzuwachs bei den Wildschweinen. Der Landesjagdverband Brandenburg e.V. (LJVB) empfiehlt, Wald- und Feldwege nicht zu verlassen und Hunde beim Spaziergang anzuleinen.

Derzeit erblickt der Wildschweinnachwuchs in Brandenburgs Wäldern und Fluren das Licht der Welt. Nach einer Tragzeit von drei Monaten, drei Wochen und drei Tagen werfen die Bachen bis Ende Februar ein bis acht Frischlinge, die drei Monate gesäugt werden. In den ersten Tagen nach der Geburt dulden die weiblichen Wildschweine keine Artgenossen in ihrer Nähe. Sie verlieren sogar die Scheu vor den Menschen und greifen mitunter sogar an, wenn sich jemand dem sogenannten Wurfkessel nähert. „Zwischen Bache und ihre Frischlinge zu geraten, kann für Spaziergänger und Hunde gefährlich werden. Wir empfehlen deshalb dringend, die Wald- und Feldwege nicht zu verlassen und Hunde ausschließlich angeleint mitzuführen“, sagt Georg Baumann, Geschäftsführer des LJVB. „Spätestens wenn die Wildschweinmutter laut die Atemluft ausstößt, ist Gefahr in Verzug. Damit stellt die Bache unmissverständlich klar, dass sie mit vollem Einsatz bereit ist, ihre Frischlinge zu verteidigen.“, so Baumann weiter.

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Baden-Württemberg: Unbekannter schießt Sau – Polizei sucht Wilderer

Am Samstag fand ein Zeuge gegen 11.30 Uhr auf einer Wiese im Gewann Kohlhau bei Bolheim im Landkreis Heidenheim ein totes Wildschwein. Bei der Untersuchung des noch warmen Kadavers stellte sich heraus, dass das Tier wegen einer Schussverletzung verendet war. In der Nähe fanden sich Fuß- und Fahrzeugspuren im Schnee. Die Jagdberechtigten erstatteten Anzeige beim Polizeiposten Herbrechtingen.

Die Polizei bittet jetzt um Hinweise: Wer am Samstag im Bereich der Wiesen zwischen Bohlheim und des Wanderparkplatzes Ugenhof verdächtige Personen oder Fahrzeuge gesehen hat, einen Schuss gehört hat oder sonst sachdienliche Hinweise geben kann wird gebeten, sich bei der Polizei unter der Telefonnummer 07322 / 96530 zu melden. PM Polizei BW

Beitragsbild: Erfolgreich nachgesuchte Sau (Symbolbild). Copyright: SE

Sauerfleisch von Wild

Ein Rezept von Germaid und Gerd

Die kleinen Teile vom Rot-, Dam-, Schwarzwild und Reh, die oft als Hackfleisch verarbeitet werden, eignen sich gut, um leckeres Sauerfleisch zu erstellen.
Mit Bratkartoffeln oder auf Graubrot, mit Remoulade – nur lecker.

Und nun zum eigentlichen Rezept:

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BfR: Handschuhe beim Aufbrechen schützen vor Hepatitis E

Studie bestätigt die Notwendigkeit sorgfältiger Hygienemaßnahmen bei der Gewinnung und Zubereitung von Wildschweinfleisch

Wildschweine können Träger des Hepatitis E-Virus (HEV) sein. Für Jäger besteht durch direkten Kontakt zu Wildschweinen bei der jagdlichen Gewinnung von Wildschweinfleisch deshalb ein erhöhtes Infektionsrisiko. „Dieses Risiko kann durch das Tragen von Handschuhen beim Aufbrechen und Zerlegen des Wildkörpers und der anschließenden Zubereitung von jagdlich gewonnenem Wildschweinfleisch erheblich verringert werden“, zieht  BfR-Präsident  Professor Dr. Dr. Andreas Hensel als Fazit aus den Ergebnissen einer neuen Studie, die das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Zusammenarbeit mit anderen Forschungseinrichtungen durchführte. „Jäger können sich durch das Tragen von Handschuhen folglich vor einer HEV-Infektion wirksam schützen.“ Das BfR nimmt diese Studie deshalb zum Anlass, auf seine Empfehlungen zu verbesserten Hygienemaßnahmen beim Aufbrechen, bei der Zerlegung und der Zubereitung von Wildschweinen – auch im Hinblick auf den Schutz vor anderen Infektionserregern – hinzuweisen.

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Lesefrüchte 1: Die taz über den waidgerechten Fangschuss

Aus der Perspektive der linken Tageszeitung taz dürfte es eher ein Randthema sein, uns Jägern liegt die Problematik am Herzen: Die Gesunderhaltung der Schwarzwildbestände und die damit verbundene Aussonderung mutierter Stücke – eine Problematik, die die Erörterung des „waidgerechten Fangschusses“ unumgänglich werden lässt. Dank und Anerkennung gebührt der taz, dass sie sich des unpopulären Themas angenommen hat: „Zwei paarungsbereite, nackte Schweine auf einer Wolldecke im Maisfeld; einen Keiler im Pullunder, der seine Angelausrüstung im offenen Kofferraum verstaut hatte, oder eine Bache mit Frischlingen, die Pilzkörbchen durch den Mischwald trugen und dabei Kinderlieder sangen. Natürlich ist es unabdingbar, den Genpool von solchen offenkundigen Mutationen zu reinigen, um den Schwarzwildbestand gesund zu halten…“

Der mutige Beitrag räumt mit hartnäckigen Vorurteilen gegen Jagd und Jäger auf: „Klar, gab es bei Edeka eine Zeit lang die Option ‚Treueherzen oder Jagdschein?‘, was aber keinesfalls heißt, dass der Jagdschein nachgeschmissen wurde: Immerhin war dafür ein Mindestwareneinkauf von zehn Euro nachzuweisen. Und warum soll man, wie jetzt wieder gefordert wird, Fehlsichtige diskriminieren?“ Schütze redet sich in Rage: „Was soll denn schon passieren? Bei einer Sehschwäche ab – 8,0 Dioptrien sind automatisch größere Kaliber vorgeschrieben.“ Prädikat lesenswert. SE

Beitragsbild: Der zitierte Artikel in der taz.

Wissenschaftlich erwiesen: Klimawandel für Populationsanstieg von Wildschweinen verantwortlich

Wildschweine auf dem Vormarsch – Klimaerwärmung fördert Populationswachstum

Die Wildschweinpopulation in Europa wächst. Warum das so ist, war bisher unklar. Das Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie (FIWI) der Vetmeduni Vienna hat nun herausgefunden, dass die Klimaerwärmung dabei eine wichtige Rolle spielt. Nach milden Wintern wächst die Zahl der Wildschweine besonders stark. Auch die verfügbare Nahrung ist ausschlaggebend. Nach Jahren mit besonders hohen Bucheckernerträgen gibt es auch mehr Wildschweine. Die Forschungsergebnisse sind im Journal Plos One nachzulesen.

Seit den 1980er Jahren wächst die Wildschweinpopulation in Europa stetig. Das wird immer häufiger zum Problem für die Landwirtschaft, wenn die Tiere auf der Suche nach Nahrung die Felder plündern. „Wie viele Wildschweine es tatsächlich in Europa gibt, ist gar nicht so leicht zu erheben“, meint der Wildtierbiologe und Erstautor der Studie, Sebastian Vetter. „Deshalb haben wir Jagd- und Verkehrsunfallstatistiken ausgewertet und konnten so das Wachstum der Wildschweinpopulation nachvollziehen.

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Feuer im Feld, Ruhe im Wald: Neue Jagdstrategie in Thüringen erfolgreich

Dem Schwarzwild als einem der Risikotierarten für Landwirtschaft und Wald wird von ThüringenForst seit über einem Jahr mit einer neuen Jagdstrategie begegnet. Mit verkürzter Jagdzeit dem Wild mehr Ruhe zu gönnen, um dann konzentriert Jagd zu machen, sei die Zielsetzung der neuen Vorgehensweise, so Horst Sproßmann von der Thüringer Landesforstanstalt. Mit der neuen Bejagungsstrategie werde das Schwarzwild nicht mit geringerer Intensität bejagt. Die jagdlichen Aktivitäten würden aber auf bestimmte Jahreszeiten konzentriert.

„Schwarzwild reißt junge Pflanzen aus dem Waldboden, zerstört Kulturzäune, frisst Bucheckern und vor allem Eicheln, die zur Naturverjüngung benötigt werden“, erläutert Sproßmann. So werde unter anderem der Waldumbau hin zu klimatoleranteren Mischwäldern in Thüringen behindert. Neben den enormen Wildschäden geselle sich auch ein hohes Seuchenpotential beispielsweise durch die Schweinepest. Förster und Waldbesitzer seien deshalb wie auch die Landwirte an der Natur angepassten Schwarzwildbeständen interessiert.

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Sommer, Sonne: Grillen!

Sind sommerliche Temperaturen für das Wochenende angekündigt, so kniet der Weidmann schon Mitte der Woche vor dem Tiefkühler, um passende Fleischstücke schön langsam im Kühlschrank auftauen zu lassen. Als Starter dienten diesmal ein paar leckere Wildwürste:

Wurst

Die Gäste stürzten sich so gierig auf die selbstgemachten (wenn auch nicht von uns) Wildwürste, dass der Fotograf fast zu spät kam.

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Neues von der Berliner Wildschweinezucht…

Die Jawina-Meldung über einen Räudeausbruch in der Berliner Wildschwein-Überpopulation hat für eine heftige Diskussion gesorgt. Jawina-Leser haben uns Bilder geschickt, die das Ausmaß der Schwarzwildschäden dokumentieren – übrigens im Bereich der Berliner Forsten. Das Beitragsbild zeigt die von Wildsauen säuisch zugerichtete Badewiese an der Krummen Lanke im Grunewald, im Berliner Bezirk Zehlendorf. In der Badesaison liegen dort leicht oder gar nicht bekleidete Berliner dicht an dicht. Doch: „Mit liegen in der Sonne an der Krummen Lanke wird es wohl nix in der nächsten Zeit“, lautet der leicht hämische Kommentar des Jawina-Lesers, der uns das Bild gemailt hat. Gern gießen wir noch mehr Öl ins Feuer, indem wir im folgenden noch ein paar nackte Sauen zeigen: Die armen Schweine haben Räude und sind in den letzten Wochen in Berlin erlegt worden.

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Das Buch zur Sau

Jawina-Lesern ist Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel als kein Blatt vor den Mund nehmender Autor von Beiträgen und Kommentaren bekannt. Jetzt hat Prof. Pfannenstiel ein Buch über seine Lieblingswildart geschrieben: Das Schwarzwild. Der Untertitel des Werks: „Biologie und Bejagung – ein Leitfaden für die Praxis“, bringt ziemlich gut auf den Punkt, worum es in dem Buch geht: Hier wird anschaulich und verständlich, aber fundiert und auf der Grundlage aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse die Biologie der Sauen geschildert. Dabei kommt der jagdliche Bezug in keinem Kapitel zu kurz.

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Berlin: Räudige Stadtschweine

Die Wildschweinzucht in den Berliner Forsten bleibt nicht ohne Folgen: In der Berliner Wildschweinpopulation grassiert die Räude. „Vom Eichkamp bis zum Wannsee“ – also im gesamten Grunewald – würden derzeit teilweise massiv befallene Wildschweine erlegt, von Hunden gerissen oder verendet aufgefunden, erklärte ein Berliner Förster auf Nachfrage von Jawina.de. Offenbar breitet sich die Erkrankung derzeit weiter aus: Der auf dem Beitragsbild abgebildete Frischling wurde am Dienstag am nordwestlichen Stadtrand erlegt. Die durch Sarcoptes-Milben verursachte und hoch ansteckende Erkrankung sowie deren rasante, flächendeckende Ausbreitung sind deutliche Hinweis auf eine Überpopulation. Die Erkrankung ist auf Hunde und andere Säugetiere, selten auch auf Menschen übertragbar. Befallene Individuen leiden an unerträglichem Juckreiz, der die Tiere von der Nahrungsaufnahme abhält und häufig zu einem qualvollen Verenden führt. Bei fortgeschrittenem Befall sind die Tiere stellenweise oder gar vollständig kahl.

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