Schlagwort-Archive: Schutzstatus

EU-Kommission lehnt Senkung des Schutzstatus für Wölfe ab

Die EU-Kommission lehnt die Senkung des Schutzstatus für Wölfe ab. Dies teilte EU-Agrarkommissar Phil Hogan auf Anfrage Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) mit. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) hatte sich ebenso wie der Umwelt- und Landwirtschaftsminister Mecklenburg-Vorpommerns, Till Backhaus (SPD) für eine Absenkung des Schutzstatus eingesetzt. Dies hätte es zukünftig ermöglicht, die immer weiter anwachsende Wolfspopulation mit jagdlichen Mitteln zu regulieren. Auch die Entnahme von Problemwölfen wäre mit geringerem bürokratischen Aufwand möglich. Hogan begründete seine Ablehnung des Vorstoßes der NOZ zufolge damit, dass in weiten Teilen der EU nach wie vor eine gefährdete Art sei. Eine Erhebung der NOZ ergab, dass Wölfe seit ihrer Rückkehr nach Deutschland mehr als 3500 Nutztiere gerissen haben. red.

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags in der NOZ. (Screenshot)

Bundeslandwirtschaftsminister fordert Senkung des Schutzstatus von Wölfen

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) hat den maltesischen EU-Umwelt-Kommissar Karmenu Vella (67) per Brief aufgefordert, den Schutzstatus von Wölfen abzusenken, berichtet die Bild-Zeitung. Die in Deutschland heimische Wolfspopulation solle nicht mehr in Anhang IV der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie gelistet werden, sondern in Anhang V überführt werden, wie es in anderen Mitgliedsstaaten bereits erfolgt sei. Diese Herabstufung des Schutzstatus würde eine Bejagung der Wölfe ermöglichen. Schmidt begründet seine Forderung mit dem angeblichen Tötung einer britischen Touristin durch Wölfe in Griechenland (JAWINA berichtete). Er wolle nicht, dass „so etwas“ auch bei uns passiere, sagte Schmidt der Bild-Zeitung, die Zeit des Redens sei vorbei. Der Wolfsbestand müsse „auch durch Abschüsse“ so reguliert werden, dass für Menschen und Nutztierhaltung keine Gefahr vom Wolf ausgehe. Erst nachdem es zu Zwischenfällen gekommen sei, wachten die Ideologen endlich auf – eine Einschätzung hinsichtlich des Aufwachens, die man nicht teilen muss, wenn man die einschlägigen „Wolfs-Experten“ so reden hört

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USA: Wyoming nimmt Wolfsjagd wieder auf

Erstmals seit 2013 wird in dem US-amerikanischen Bundesstaat Wyoming wieder eine reguläre Lizenzjagd auf Wölfe stattfinden. Die Jagdsaison für Wölfe beginnt am Sonntag und geht bis zum 31. Dezember. Dem war ein Urteil im Berufungsverfahren eines Bundesgerichts vorausgegangen, durch das der Schutzstatus der Wölfe gelockert wurde. Dies erlaubte es dem Bundesstaat, das Management der Wölfe zu übernehmen, wie U.S.news berichtet. 44 Wölfe sind zum Abschuss freigegeben worden, dies wird als nachhaltige Abschussquote angesehen. Der Bundesstaat strebt an, dass in den Jagdgebieten 160 Wölfe überleben, die Gesamtpopulation in Wyoming (253.336 km², zum Vergleich Sachsen: 18.420 km²) wird auf 380 Wölfe geschätzt. Außerhalb der Nationalparks Yellowstone und Grand Teton sowie dem Wind River Reservat sollen mindestens 100 Wölfe, darunter 10 reproduzierende Paare, erhalten bleiben. SE

Beitragsbild: Irgendwo in Amerika. (Archivbild) Foto: SE

LJVB: „Der Wolf darf nicht das „goldene Kalb“ sein“

Der Landesjagdverband Brandenburg e.V. (LJVB) geht mit klaren Forderungen in die Fachgespräche zum Wolfsmanagement.

Der Landtagsausschuss für ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft hat für den morgigen Mittwoch zu einem Fachgespräch „Wolfsmanagement“ eingeladen. Auch der LJVB ist als ein Anzuhörender dazu geladen. Der Geschäftsführer des LJVB, Matthias Schannwell, wird den Standpunkt der Jägerinnen und Jäger Brandenburgs vertreten. „Brandenburg ist flächendeckend Wolfsland. Der Süden ist komplett von Wölfen besiedelt und über die Kyritz-Ruppiner Heide breitet sich Canis lupus weiter unbegrenzt Richtung Norden und Nordwesten aus. Schätzungen besagen, dass sich die Wolfspopulation alle drei Jahre verdoppelt.“, so Schannwell. Die damit verbundenen Probleme drohen unbeherrschbar zu werden. Der Wolfsbestand muss reguliert werden. Dies kann aus Sicht des LJVB nur über die ordnungsgemäße Jagd erfolgen. Das heißt: Senkung des Schutzstatus, Aufnahme des Wolfes ins Jagdrecht und Festlegung einer Jagdzeit. Ziel muss es sein, dass die Wölfe wieder eine natürliche Scheu gegenüber dem Menschen und seinen Einrichtungen entwickeln, die dann an die nächste Generation weitergegeben wird. Eine relativ schnell umsetzbare Alternative wären Schutzjagden nach dem skandinavischen Beispiel. Das würde die Tierhalter kurzfristig entlasten.

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Schweiz will Schutzstatus des Wolfs lockern

Schweizer Abgeordnete (Räte) sind sich mehrheitlich einig darüber, dass der Schutzstatus des Wolfs gelockert werden soll. Wie die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) berichtet (ein JAWINA-Leser schrieb neulich in einer Mail an die Red., die Schweizer Zeitungen seien ja heute das, was das Westfernsehen früher für DDR-Bürger war), hätte das Parlament bereits eine Motion des Bündner CVP-Ständerats Stefan Engler angenommen, Diese verlange, dass die Wolfspopulation unabhängig von einem Schaden dezimiert werden könne, beispielsweise um die Bildung von Rudeln zu verhindern, so die NZZ.

Eine Standesinitiative des Kantons Wallis mit dem Titel „Wolf. Fertig lustig!“ fordert überdies, dass die Schweiz die Berner Konvention, den völkerrechtlichen Vertrag über den Artenschutz, neu verhandelt. Ziel sei, den Schutz des Wolfes aufzuheben. Zudem solle der Wolf ganzjährig gejagt werden dürfen. Diese Initiative ist vom Ständerat abgelehnt, vom Nationalrat hingegen angenommen worden (Ständerat und Nationalrat sind die zwei Kammern der Schweizer Bundesversammlung, die gemeinsam die Legislative bilden). Der Bundesrat suche nun nach einem mit der Berner Konvention vereinbaren Mittelweg. Ziel ist, den Schutzstatus des Wolfes in der Konvention von „streng geschützt“ auf „geschützt“ zurückstufen. Die würde eine kontrollierte Bejagung wie bei anderen geschützten Arten – Luchs und Steinbock werden als Beispiele genannt – ermöglichen.

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Brandenburg: Bewegung beim Biber

Der Brandenburger Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger hat sich in einem Brief an Bundesumweltministerin Barbara Hendricks für eine Überprüfung des Schutzstatus‘ des Bibers ausgesprochen. Dies erlaube eine „kontrollierte Jagd“, wie der Landesjagdverband Brandenburg (LJVB) in einer aktuellen Pressemitteilung verlauten lässt. Am 6.7. hatten ca. 150 Bürger, unter ihnen Bauern, Wald- und Grundbesitzer, Fischer und Jäger vor dem Brandenburger Landtag demonstriert, um eine Herabstufung des Schutzstatus des Bibers auf europäischer Ebene zu erreichen (Jawina berichtete).

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