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Falsche (Tier-)Freunde

„Tierfreunde“ sollen es diversen Medienberichten zufolge sein, die sich über die Bekämpfung „eingeschleppter Beutegreifer“ – darunter auch verwilderte und streunende Hauskatzen – in niedersächsischen Vogelschutzgebieten ereifern. Mit Uferschnepfe, Wachtelkönig, Kiebitz, Bekassine, Großem Brachvogel und Rotschenkel sind diese Leute aber anscheinend nicht so gut befreundet. Alle diese Vögel sind stark gefährdet – unter anderem, weil ihnen opportunistische Arten und (teils eingeschleppte) Kulturfolger wie Füchse, Marderhunde, Waschbären, Ratten und eben auch Hauskatzen immer intensiver nachstellen. Diverse wissenschaftliche Studien haben ergeben, dass bei dem bestehenden hohen Prädationsdruck, streunende Katzen über den Bruterfolg und damit das Überleben bedrohter Vogelarten entscheiden können. Glauben unsere wie gewohnt lautstark protestierenden Katzenfreunde, sie hätten ein Recht, ihre Stubentiger auf Rote-Listen-Arten weidwerken zu lassen?

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