Schlagwort-Archive: Schluchsee

Schluchsee-Wolf: Mehrere Gebäude durchsucht

Am Mittwochabend haben Beamte des Polizeipräsidiums Freiburg mit Einverständnis der Berechtigten verschiedene Objekte in den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald und Waldshut-Tiengen überprüft. Die einer gemeinsamen Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Freiburg und des Polizeipräsidiums Freiburg zufolge freiwilligen Durchsuchungen hatten das Ziel, die Tatwaffe zu finden, mit welcher der Wolf erschossen wurde, der am 8.7.2017 an der Schleuse im Schluchsee (JAWINA berichtete) tot aufgefunden worden war.

Im Rahmen der bisherigen Ermittlungen ergaben sich Hinweise auf die mögliche Tatörtlichkeit. Bei der Spurensicherung konnte darüber hinaus ein Geschossteil aufgefunden worden, welches inzwischen soweit kriminaltechnisch untersucht werden konnte, dass es Rückschlüsse auf die verwendete Waffe zulässt. Ziel der Aktion war es, diese zu finden, so die Polizei.

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Baden-Württemberg: Nabu will Belohnung für Ergreifung des Schluchsee-Wolf-Killers aussetzen

Nachdem sich herausgestellt hat, dass der tot aus dem Schluchsee geborgene Wolf erschossen wurde, plant der Naturschutzverein Nabu, eine Belohnung für Hinweise auszusetzen , die zur Ergreifung des Täters führen. Die Belohnung soll sich auf 2000 bis 5000 Euro belaufen, berichtet der SWR. Damit wolle man ein Zeichen setzen, dass es so nicht gehe, erklärte der Nabu-Landesvorsitzende Johannes Enssle gegenüber dem SWR. Das Erschießen des Tieres sei eine schwere Straftat. Der Nabu will noch klären, ob sich der Landesjagdverband an der Belohnung beteiligt.

Schleswig-Holstein: Wolf spaziert durch die Straßen

In Dithmarschen (Schleswig-Holstein) fotografierte ein Rentnerpaar einen Wolf, der am hellichten Tag seelenruhig über eine Straße spazierte. Nach Einschätzung des Wolfsexperten Dr. Norman Stier von der TU Dresden handelt es sich eindeutig um einen Wolf, so der NDR.

Sachsen: Wolf überwindet E-Zaun mit Flatterband

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„Grüne unterstellen Schießwütigkeit“

Der baden-württembergische FDP-Landtagsabgeordnete Hans-Ulrich Rülke kritisiert im Focus den illegalen Abschuss der Schluchsee-Wolfs (JAWINA berichtete). Er stellt aber auch die überfällige „Frage nach der politischen Verantwortung für ein Klima, in dem ein Täter oder eine Täterin meinte, die Frage nach dem Umgang mit der Rückkehr des Wolfes im Alleingang klären zu müssen.“

Rülke kritisiert den Umgang mit dem Thema in der von Grünen und Wolfsfreunden dominierten Auseinandersetzung mit dem Wolf, bei der abweichende Meinungen mit demagogischen Methoden abgewertet würden: „Ein Blick nach Ostdeutschland oder ins benachbarte Frankreich zeigt, diese Bedenken sind keineswegs aus der Luft gegriffen. Allein im Jahr 2015 wurden in Frankreich 8935 Nutztiere vom Wolf gerissen. […] Vor diesem Hintergrund gilt es, eine ehrliche und offene Diskussion darüber zu führen, welchen Raum wir dem Wolf in einer dicht besiedelten Kulturlandschaft bieten können. […] Doch was tut die grün-geführte Landesregierung? Sie schickt einen Hinterbänkler aus ihren eigenen Parlamentarierreihen als „NABU-Wolfsbotschafter“ durch das Land,  um die Leute mit warmen Worten über das „faszinierende Raubtier“ abzuspeisen, und verweist auf einen „Handlungsleitfaden Wolf“. Wer mit konkreten Vorschlägen für ein praktikables Wolfsmanagement aufwartet, wird von den Grünen umgehend in die Ecke der Naturfeinde gestellt.“ Leseempfehlung! SE

Beitragsbild: Der aus dem Schluchsee geborgene Wolf bei Überlingen. Quelle: FVA/privat

 

 

Toter Wolf im Schluchsee: LJV verurteilt illegale Tötung

Am 8. Juli 2017 wurde im Schluchsee ein toter Wolf gefunden. Wie nun das Umweltministerium Baden-Württemberg mitteilt, wurde der Rüde erschossen. Landesjägermeister Dr. Jörg Friedmann und sein Stellvertreter Wolf Riedl, gleichzeitig Kreisjägermeister im Hochschwarzwald, sind entsetzt.  „Wir verurteilen diese Tat. Der Abschuss ist für unsere Bemühungen um einen sachlichen und zielorientierten Umgang mit Wolf und Luchs ein herber Rückschlag“, erklärte Dr. Friedmann. Als Interessensvertretung der Jägerinnen und Jäger im Land und als anerkannte Naturschutzorganisation fordert der LJV eine konsequente Strafverfolgung.

Der LJV ist über die Tat auch deshalb verärgert, weil er sich seit Langem in Sachen Wolf einsetzt: Wir haben – gemeinsam mit dem Naturschutzbund Deutschland – bereits 2008 die Erstellung eines Handlungsleitfadens initiiert. Darin geht es um den Umgang mit zuwandernden Wölfen und einen Entschädigungsfonds für Nutztierrisse. Außerdem unterstützt der LJV seit 2010 mit rund 30 speziell geschulten wolfskundigen Jägerinnen und Jägern das Monitoring von in Baden-Württemberg auftretenden Wölfen.

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600 km gewandert: Schluchsee-Wolf stammt aus Niedersachsen

Der vor ca. zwei Wochen tot aus dem Schluchsee in Baden-Württemberg geborgene Wolf (JAWINA berichtete) stammt aus Niedersachsen. Der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) gab dies bei einer Debatte im Stuttgarter Landtag zum Thema „Wolfsmanagement in Baden-Württemberg“ bekannt. Dem für die DNA-Untersuchung von Wölfen zuständigen Senckenberg-Institut zufolge handelt es sich um einen von drei Welpen, die letztes Jahr im niedersächsischen Schneverdingen gewölft wurden. Das Tier trug die Bezeichnung GW630M. Dass der Wolf erfolgreich die 600 Kilometer Luftlinie zwischen Geburts- und Fundort durchwandert habe, zeigt nach Ansicht von Untersteller, dass es für Wölfe auch in einem so dicht besiedelten Land wie der Bundesrepublik Chancen gebe, zu überleben. Die Ergebnisse der Untersuchung des Wolfs im Berliner Institut für Zoo- und Wildtierforschung liegen noch nicht vor. SE

Beitragsbild: Der später aus dem Schluchsee geborgene Wolf bei Überlingen. Quelle: FVA/privat

Baden-Württemberg: Toter Wolf aus dem Schluchsee geborgen

Am vergangenen Samstag Nachmittag (08.07.) wurde im Schluchsee ein totes Tier entdeckt, das einem Wolf ähnelt. Die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) in Freiburg hat das Tier untersucht und bestätigt, dass es sich tatsächlich um einen Wolf handelt. Den Erkenntnissen der FVA zufolge ist es möglich, dass es sich um das Tier handelt, das am 21. Juni zuerst in der Gegend von Überlingen gesehen worden war (JAWINA berichtete). Danach war der Wolf auch in der Nähe von Stockach, bei Bad Dürrheim sowie zuletzt, vor knapp einer Woche, auch bei Breitnau im Hochschwarzwald gesichtet worden. Der tote Wolf weist Verletzungen im Brustbereich auf. Woher diese Verletzungen stammen und die genaue Todesursache werden noch untersucht. Da die Untersuchungen aufwändig sind, werden die Ergebnisse voraussichtlich erst in etwa vierzehn Tagen vorliegen. PM

Beitragsbild: Wolf bei Überlingen. Quelle: FVA/privat