Schlagwort-Archive: Schalldämpfer

Schalldämpfer für Jäger auch in Hessen möglich

Nach der Veröffentlichung zur „Verwendung von Schalldämpfern für Jagdlangwaffen bei der Jagdausübung“ im Hessischen Staatsanzeiger vom 5. Juni 2017 können Schalldämpfer ab sofort und unabhängig von einer etwaigen Vorschädigung des Gehörs beantragt werden. Dies hatte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) auf dem Landesjägertag des Landesjagdverbandes Hessen in Lorsch bereits angekündigt.

LJV-Präsident Prof. Dr. Jürgen Ellenberger hatte das hessische Innenministerium mehrfach persönlich aufgefordert, Genehmigungen für Schalldämpfer zu erteilen: „Es ist auch nicht gerechtfertigt, diese nur für Jagdpächter, Förster oder Berufsjäger zu genehmigen“.

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Verwaltungsgericht Köln: Schalldämpfer sind Kapsel- und In-Ear-Gehörschutz überlegen

Ein Jäger hat beim LKA NRW einen Schalldämpfer für seine Jagdwaffe in der Kalibergruppe .30 beantragt und einen abschlägigen Bescheid bekommen. Er zog vor das Verwaltungsgericht Köln und gewann. In der Begründung des Urteils (Az: 20 K 766/16) führt das Gericht aus, warum Schalldämpfer anderen Formen des Gehörschutzes in In-Ear- oder Kapsel-Gehörschützern überlegen sind.

In der Darlegung des Tatbestands heißt es:

„Am 12.02.2016 hat der Kläger Untätigkeitsklage erhoben. Er weist auf die Genehmigungspraxis anderer Bundesländer hin, welche ein Bedürfnis für den Erwerb und Besitz von Schalldämpfern für Langwaffen – mit für Schalenwild tauglichen Büchsenkalibern – durch Jäger anerkennen. Die ein Bedürfnis verneinende Stellungnahme des LKA NRW vom 17.12.2015 und das Urteil des VG Düsseldorf vom 10.05.2016 überzeugten nicht, da dort wesentliche Gegebenheiten in Bezug auf die Jagdausübung und den Schallschutz für Jäger nicht sachgerecht berücksichtigt würden. Der beantragte Schalldämpfer beziehe sich ausschließlich auf eine Büchse und die damit verfolgten jagdlichen Zwecke. Sowohl In-Ear-Systeme als auch Kapselgehörschützer böten zwar theoretisch bei ordnungsgemäßer Anwendung einen effektiven Gehörschutz.

Zutreffend sei auch, dass jagdlich ausschließlich impulsschutzfähige Systeme Sinn machten, die einerseits den Schussknall abregelten, andererseits Umgebungsgeräusche wahrnehmen ließen bzw. diese verstärkten. Dieser Vorteil spiele jedoch ausschließlich dort eine Rolle, wo es neben dem Schutz des Gehörs auch um die Kommunikationsfähigkeit der Anwender gehe. Dies sei insbesondere bei der Jagd mit der Flinte anlässlich sogenannter Treibjagden sowie auf dem Schießstand der Fall. Der vom LKA und vom VG Düsseldorf unterstellte theoretische Schutz von Kapsel- bzw. In-Ear-Systemen werde tatsächlich in der Praxis nicht erreicht und zudem schränke die Verstärkung der Umgebungsgeräusche das Richtungs- und insbesondere das Entfernungshören extrem ein, wie auch die ins Verfahren eingeführten sachverständigen Stellungnahmen bestätigten.

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Landesjägertag Hessen: Schalldämpfer für Jäger ab Sommer

Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat sich auf dem Landesjägertag Hessen, der am Wochenende in Lorsch stattfand, ausdrücklich zur Jagd bekannt – und die Freigabe von Schalldämpfern für Hessens Jäger in Aussicht gestellt. Das Thema sei durch, sagte Bouffier, die entsprechende Rechtsverordnung soll im Sommer dieses Jahres wirksam werden. Ob die Schalldämpfer-Freigabe für alle Jäger gilt oder an bestimmte Vorgaben gekoppelt ist, steht nach Aussage des Pressesprechers des hessischen Landesjagdverbands, Markus Stifter, noch nicht fest.

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Verwaltungsgericht Münster: Jäger haben „grundsätzlich keinen Anspruch“ auf Schalldämpfer

Die neue deutsche Kleinstaaterei treibt groteske Blüten: Während einige Bundesländer Schalldämpfer für Jäger grundsätzlich freigegeben haben, erlauben andere (z.B. Mecklenburg-Vorpommern) diese nur unter Bedingungen, wieder andere (Berlin, NRW) stellen sich völlig quer. Das Verwaltungsgericht Münster hat nun die Klage eines Jägers auf Erteilung einer Erlaubnis zum Erwerb und Besitz eines Schalldämpfers für sein Jagdgewehr abgewiesen, wie die Westfälischen Nachrichten schreiben. Jäger hätten grundsätzlich keinen Anspruch auf Schalldämpfer, da mit Gehörschützern ein vergleichbarer Schutz erzielt werden könne. Der Kläger hatte seinen Antrag auf Erteilung einer Schalldämpfer-Genehmigung damit begründet, dass er bereits ein Knalltrauma erlitten habe und sein Gehör nicht weiter schädigen wolle.

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OVG Berlin-Brandenburg: „Kein generelles waffenrechtliches Bedürfnis für Schalldämpfer zum Zweck der Jagdausübung“

Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat ent­schie­den, dass ein in Ber­lin leben­der Kläger, der in sei­ner Frei­zeit der Jagd nach­geht, nach gel­ten­der Rechts­lage kei­nen An­spruch auf Er­tei­lung einer waffen­recht­lichen Erwerbs­be­rech­ti­gung für einen Schall­dämp­fer zum Zwecke der Jagd­aus­übung hat. Damit hat es die voran­ge­gan­gene Ent­schei­dung des Ver­wal­tungs­ge­richts Berlin (Urteil vom 26. Novem­ber 2014 – VG 1 K 208.13 -) im Ergeb­nis bestätigt.

Für die Ertei­lung einer waf­fen­recht­lichen Erwerbs­be­rech­ti­gung ist ein waf­fen­recht­liches Be­dürf­nis er­for­der­lich. Zwar wird in der Spe­zial­rege­lung des § 13 WaffG ein Bedürf­nis der Jäger für den Er­werb und Be­sitz der für die Aus­übung der Jagd erfor­der­lichen Schuss­waf­fen aner­kannt (sog. „Jäger­privi­leg“). Nach Auf­fas­sung des 11. Se­nats ist diese Vor­schrift aber ins­beson­dere im Hin­blick auf den Zweck des waf­fen­recht­lichen Bedürf­nis­prin­zips und die Ent­ste­hungs­ge­schich­te der Norm nicht dahin­ge­hend aus­zu­le­gen, dass der Ge­setz­ge­ber damit zu­gleich auch ein Bedürf­nis für die Benut­zung von Schall­dämp­fern zur Jagd an­er­ken­nen woll­te.

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Mecklenburg-Vorpommern: Innenministerium genehmigt Jagd mit Schalldämpfern

„Mehr Gesundheitsschutz für Jäger“ – Ab sofort sind in Mecklenburg-Vorpommern Schalldämpfer für die Jagdausübung bei schalenwildtauglichen Langwaffen aus Gründen des Gesundheitsschutzes, unabhängig davon, ob eine Vorschädigung des Gehörs des Antragsstellers vorliegt oder nicht, genehmigungsfähig. Einen entsprechenden Erlass des Innenministeriums hat heute Innenminister Lorenz Caffier an die Waffenbehörden des Landes versandt.

Nach dem Waffengesetz muss grundsätzlich ein persönliches Interesse der Jägerin bzw. des Jägers an einer Reduzierung der gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch Schießlärm bei der Jagd im Einzelfall nachgewiesen werden, um eine Genehmigung zum Erwerb und Besitz eines Schalldämpfers für schalenwildtaugliche Jagdlangwaffen zu erhalten. Bisher wurde das persönliche Interesse nur in Ausnahmefällen, beispielsweise wenn bereits eine Vorschädigung des Gehörs vorlag, von den Waffenbehörden anerkannt. Mit dem neuen Erlass ordnet das Innenministerium nun an, dass künftig mit Antragstellung grundsätzlich von einem persönlichen Interesse auszugehen ist.

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IWA 2017 – A-Tec: Schalldämpfer mit Bajonettverschluss

A-Tec hat einen Bajonettverschluss für Schalldämpfer entwickelt, den A-Tec-Inhaber Anders E. Johansen in diesem Video vorführt. Anders hat uns gebeten, auf die Facebookseite von A-Tec hinzuweisen, auf der ein Produktvideo zu diesem innovativen Produkt zu sehen ist: https://www.facebook.com/lyddemper

www.a-tec.no

 

Thüringen: Abschuss wildernder Hunde und Katzen soll erschwert werden

Abschussplan für Rehwild entfällt, Abschaffung der Güteklassen bei Rot-, Dam- und Muffelwild, Schalldämpfer freigegeben

In Thüringen sind erste Details des überarbeiteten Landesjagdgesetzes bekannt geworden, das Landwirtschaftsministerin Birgit Keller (Die Linke) am morgigen Donnerstag vorstellen will. Wie der MDR Thüringen berichtet, soll der Abschuss wildernder Hunde und Katzen erschwert werden. So soll der Abschuss wildernder Hunde künftig nur noch dann gestattet sein, wenn dieser zuvor bei der zuständigen Jagdbehörde beantragt wurde. Voraussetzung für die Genehmigung soll dem MDR zufolge sein, dass der entsprechende Hund bereits mehrfach aufgefallen ist. Durften streunende Katzen bisher schon erlegt werden, wenn sie weiter als 200 Meter von der Siedlungsgrenze entfernt angetroffen wurden, so soll dieser Mindestabstand auf 400 Meter verdoppelt werden. Auch soll der Abschuss dann nicht erlaubt sein, wenn Verwechslungsgefahr mit einer Wildkatze besteht.

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Baden-Württemberg: Jagdzeit für Schwarzwild ab März

Rasanter Anstieg bei Verwendung von Schalldämpfern im Ländle

Die baden-württembergische Landesregierung will zwecks Vermeidung von Wildschäden und zur Eindämmung der wachsenden Wildschweinpopulation die Bejagung von Schwarzwild schon ab März ermöglichen. Das Landesjagdgesetz solle entsprechend geändert werden. Das geht aus der Antwort des Ministers für Ländlichen Raum, Peter Hauk (CDU) auf eine schriftliche Anfrage von SPD-Abgeordneten hervor. Darin heißt es, eine „Gesetzesänderung zur Umsetzung der im Koalitionsvertrag vereinbarten unbürokratischen Möglichkeit, im März das Schwarzwild auch bei günstigen Schneelagen im Wald zu bejagen, ist in Vorbereitung.“ Durch die Änderung dieser jagdrechtlichen Bestimmung solle die Schwarzwildbejagung in Bereichen ermöglicht werden, „die durch geeignete Schneelagen bedingt günstige Bejagungsmöglichkeit aufweisen.“

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Urteil: Keine Schalldämpfer für Jagdgewehre in NRW

Berufsjäger haben nach Auffassung der 22. Kammer des Verwaltungsgerichts Düsseldorf (NRW) keinen Anspruch auf Erteilung einer Erlaubnis zum Erwerb und Besitz von Schalldämpfern für eine Jagd-Langwaffe. Dies haben die Richter des Verwaltungsgerichts Düsseldorf mit zwei Urteilen vom heutigen Tag entschieden und damit die Klagen zweier Berufsjäger abgewiesen. Zur Urteilsbegründung hat die Kammer ausgeführt: Bei den beiden Klägern liegt zwar ein besonders anzuerkennendes persönliches und wirtschaftliches Interesse an der Erteilung waffenrechtlicher Erlaubnisse als Jäger vor, da sie im Rahmen ihrer beruflichen Aufgaben als Förster bzw. angestellter Revierjagdmeister die Jagd ausüben. Die Kläger haben aber nicht glaubhaft gemacht, dass der Einsatz eines Schalldämpfers für den beantragten Zweck erforderlich ist.

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IWA 2016: A-TEC – Leiser besser schiessen

Das andere große Technik-Thema auf der diesjährigen IWA – neben Nachtsicht – sind Schalldämpfer. Vier Bundesländer haben Schalldämpfer schon freigegeben, die anderen werden folgen. Wir haben mit Anders E. Johansen, dem Gründer und Inhaber von A-TEC, dem innovativen norwegischen Schalldämpfer-Spezialisten, über die neuesten technischen Entwicklungen auf dem Gebiet gesprochen.

Die Fragen stellte Benjamin Kaufmann.

IWA 2016: Mauser mausert sich

Mit einem ganzen Bündel an Neuigkeiten wartet Mauser bei der IWA 2016 auf: An erster Stelle ist wohl das Handspanner-System für die M 12 zu vermelden:

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Durch Druck auf den Spannhebel lässt sich die Kammer entsperren. Fotos: SE

Nach einigen Übungsrunden gelang es uns, die M12S geräuschlos zu spannen (so weit sich das im Messetrubel beurteilen lässt). Interessant: Mit der M 12 S bietet Mauser einen Handspanner für unter 2000 Euro an. Lieferbar ab Juni 2016.

M 12 MAX heißt die M 12-Version mit dem Lochschaft aus Schichtholz. Mauser sagt dazu: „Der steile Pistolengriff sorgt für eine entspannte Handhaltung, die sowohl den schnellen als auch präzisen Schuss ermöglicht. Die neuartige Mauser-Backe unterstützt die entspannte Kopfhaltung beim Schuss besonders mit dem Zielfernrohr. Der Pistolengriff und die Backe sind so geformt, dass sowohl Rechts- als auch Linkshänder entspannt schießen können. Eine weitere Besonderheit des Pistolengriffs ist die ergonomische Vielseitigkeit, wodurch sowohl kleine wie auch große Hände optimal greifen und kontrolliert abziehen können. Das große Daumenloch ermöglicht ein schnelles Umgreifen des Pistolengriffs und so auch eine schnelle Schussfolge.
Die M 12 MAX ist in sämtlichen M 12 Kalibern, Laufkonturen und -längen erhältlich. Auch Ausstattungen wie Mündungsgewinde, Zweibeinadapter oder Sonnenschliff auf der Kammer sind möglich. Lieferbar ab April 2016“

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Auch Baden-Württemberg gibt Schalldämpfer für Jäger frei

Nach Bayern, Rheinland-Pfalz und Brandenburg hat auch das Innenministerium in Baden-Württemberg Schalldämpfer für Jäger freigegeben – Der Landesjagdverband begrüßt dies.

Der Schussknall eines Jagdgewehr ist um ein Vielfaches lauter als ein startendes Düsenflugzeug: Bei 120 Dezibel liegt die Schmerzgrenze, ein Gewehrschuss liegt bei über 140 dB. Ein Knall reicht aus, um das Gehör dauerhaft zu schädigen. Kapselgehörschützer können das Risiko zwar reduzieren, aber nicht jeder hat immer und überall diese Hilfen auf den Ohren. Daher begrüßt der Landesjagdverband Baden-Württemberg (LJV) ausdrücklich den erleichterten Erwerb von Schalldämpfern bei der Jagdausübung durch das Innenministerium.

Jägerinnen und Jäger können ab sofort Schalldämpfer für ihre Jagdgewehre bei ihrer Waffenbehörde beantragen. Diese Geräte werden auf die Mündung von Jagdgewehren aufgeschraubt. „Aber keine Angst“, beruhigt der LJV: Lautlose Schüsse gibt es nur bei James Bond. Der Schalldämpfer auf dem Jagdgewehr reduziert zwar den Mündungsknall, „zaubert“ ihn aber nicht weg. Dadurch wird die Lärmemission beim Schuss reduziert, die Verletzungsgefahr für Menschen und Hundeohren deutlich gesenkt.

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Rheinland-Pfalz: Schalldämpferregelung gelockert

Wie der Landesjagdverband Rheinland-Pfalz e.V. (LJV) mitteilt, können Jägerinnen und Jäger nun auch in RLP einfacher Schalldämpfer für die Jagd erwerben. Nach monatelangen Bemühungen des LJV, habe das rheinland-pfälzische Innenministerium eine pragmatische Genehmigungsregelung auf dem Weg gebracht. Verboten waren Schalldämpfer im Jagdbetrieb zwar nicht, doch bürokratische Hürden machten den Erwerb nahezu unmöglich. Das ändert sich nun, denn das Innenministerium empfiehlt seinen nachgeordneten Waffenbehörden, auf „begründeten Antrag“ hin ein Bedürfnis für den Erwerb und den Besitz von Schalldämpfern für Langwaffen (mit schalenwildtauglichem Büchsenkaliber) durch Jäger anzuerkennen.
„Wir begrüßen die Entscheidung von Innenminister Roger Lewentz, denn sie ist ein richtiger Schritt hin zu höherem Gesundheitsschutz bei der Jagdausübung“, sagt LJV-Präsident Kurt Alexander Michael. „Die EU-Arbeitsschutz-Richtlinien fordern eine dem Stand der Technik folgende Lärmreduktion – und zwar direkt an der Lärmquelle.“

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EILMELDUNG Brandenburg: Innenministerium gibt Schalldämpfer frei

Das Brandenburger Innenministerium hat die Waffenbehörden des Landes angewiesen, das Bedürfnis auf Genehmigung eines Schalldämpfers auch für Nicht-Berufsjäger anzuerkennen. Das bestätigte eine Pressesprecherin des Innenministeriums gegenüber Jawina. Die den Behörden vorliegenden Anträge sollen nun zügig bearbeitet werden. SE

Beitragsbild: Schalldämpfer auf Jagdgewehr, Copyright: SE

Alle reden von Schalldämpfern – Jawina war damit schon jagen

Schalldämpfer sind der Gegenstand des momentanen Ausrüstungs-Hypes Nr. 1 in der Jägerschaft. Hintergrund ist, dass die Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung „für Beschäftigte mit Dienstverpflichtung zur Jagd“ – also Förster und Berufsjäger – einen Grenzwert für die Lärmeinwirkung festsetzt. Dieser liegt bei 137 dB. Jagdgewehre in schalenwildtauglichen Kalibern toppen diesen Grenzwert mühelos um mehr als das Hundertfache: 169 dB des besonders gehörschädlichen Impulslärms malträtieren beim Schussknall die Ohren, was der Hauptgrund dafür sein dürfte, dass man nach einem längeren Gespräch mit betagten Weidmännern in der Regel heiser ist.

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Schalldämpfer freigegeben – oder doch nicht?

Die Meldung, dass Innenministerium habe Schalldämpfer bei der Jagdausübung freigegeben, ist eine Falschmeldung.

„Da hat jemand schlecht zugehört“, ärgert sich Karl Apel, Referatsleiter bei der Obersten Jagdbehörde Hessens. Verständlich, denn seiner Dienstherrin, der hessischen Umweltministerun Lucia Puttrich war eine Äußerung in den Mund gelegt worden, die im Internet schnell die Runde machte: Demnach habe sich „das Bundesministerium des Innern in die aktuelle Diskussion des Einsatzes von Schalldämpfern bei der Jagd eingeschaltet. Das Ministerium solle den Waffenbehörden der Länder ermessensentscheidend mitgeteilt haben, dass bei Vorliegen der Voraussetzungen der Arbeitsschutzverordnung ein Anspruch auf Erteilung einer Erlaubnis für einen Schalldämpfer besteht.“ Dies solle Ministerin Puttrich „Jagdjournalisten in Rüdesheim“ mitgeteilt haben. Schön wär’s, stimmt aber nicht.

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