Schlagwort-Archive: Schaf

Schweiz: Jäger erschiesst vier Schafe

Ein Jäger hat am Samstag in einem Waldstück im Schweizer Kanton Thurgau vier Schafe erschossen. Er gab an, die Tiere mit Wildschweinen verwechselt zu haben. Drei weitere Schafe wurden vermutlich durch Querschläger so schwer verletzt, dass sie geschlachtet werden mussten. Die Kantonspolizei bestätigte dem St. Galler Tageblatt zufolge den Vorfall. Nach dem Vorfall zeigte sich der Jäger selbst an, die Polizei verständigte den Schafhirten. Der Präsident der Jagdgesellschaft erklärte gegenüber FM1 Today, dass es sich um einen „schweren Jagdfehler“ handle. Man schieße nur auf etwas, das man erkennt. Dem Jäger drohe der Verlust des Jagdscheins. red.

Beitragsbild: Schaf. Foto: SE

Niedersachsen: Erlösen verboten – durch Wolfsriss verletztes Schaf muss sich stundenlang quälen

Wenn es stimmt, was der NDR hier berichtet, ist es eine Riesensauerei: In Vechta sollen Wölfe im Lauf der letzten vier Wochen nicht nur zwanzig Rinder und Schafe getötet haben, in einem Fall muss ein Wolf einen zwei Meter hohen (!) Zaun überwunden haben, um eine Schafherde zu attackieren. Ein Lamm wurde gerissen, ein Mutterschaf schwer verletzt. Der Züchter berichtet gegenüber dem NDR, dass das Tier stundenlang „mit heraushängenden Gedärmen“ auf der Weide liegen bleiben musste. Er habe das Tier nicht von seinen Leiden erlösen dürfen, erst der Wolfsberater habe das Tier dann eingeschläfert.

Beitragsbild: Von Wolf gerissenes Schaf – Tierschutz gilt auch für Nutztiere (Archivbild). Foto: SE

Bulgarien: Skiurlauber nach Unfall von Wölfen verfolgt

Wolf in Gütersloh nachgewiesen – weitere Schafherde attackiert

Ein ungewöhnliches Reiseerlebnis wurde dem indischstämmigen Briten Janveer Sandhu im Skiurlaub in Bulgarien zuteil: Der 30jährige war von der Piste abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Der Vorfall soll sich Anfang Februar im Skigebiet Bansko ereignet haben. Der Bruchpilot war nicht bewusstlos, stand aber unter Schock, berichtete er der britischen Zeitung Telegraph (die auch interessante Bilder von dem Verletzten online gestellt hat). Als er sich benommen umsah, bemerkte er drei Wölfe, die aus einer Entfernung von einigen hundert Metern auf ihn zuliefen. Er begann, talwärts zu steigen, kam aber nur sehr langsam vorwärts, weil er hüfttief im Schnee steckte. Er zog die Skistiefel aus, in denen er weder gut laufen, noch klettern konnte: „Ich habe nicht an meine Füße gedacht“, sagte er dem Telegraph, „ich wollte nur mein Leben retten.“

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Schafhalter fordert: Wolfsfreunde sollen Zaun ziehen – und bezahlen

Vor einiger Zeit hat der Landkreis Diepholz einen Brief an alle landwirtschaftlichen Tierhalter in der Gemeinde geschickt. Darin listet die Verwaltung die Herdenschutzmaßnahmen auf, die Tierhalter ergreifen müssen, wenn sie im Fall eines Wolfsangriffs Anspruch auf eine Entschädigung haben wollen. Da muss dem Ehepaar mit dem passenden Namen Schäfer, das zwei Schafe „als Rasenmäher“ hält, wohl der Kragen geplatzt sein, wie die kreiszeitung.de berichtet: Dem Bericht zufolge fordert das Ehepaar „die Vermittlung von Wolfsfreunden, die einen entsprechenden Zaun ziehen und die Kosten dafür übernehmen.“ Das sei zwar ironisch gemeint, fügt ihr Mann dazu, ernst meint er es aber offenbar mit einer viel weitgehenderen Forderung:

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Sie nennen mich Willi – ein Schweißhundwelpe erzählt

Eine Kolumne von Robert Saemannn-Ischenko

5. Folge: Schaf. Karpaten, Südwestlage.

Die erste Nacht im neuen Heim war so lala. Ich durfte mit hoch ins Schlafzimmer der beiden, und dort haben sie mich in ne Kiste gepackt, aus der ich nicht rauskonnte. Wollte ich aber gar nicht, weil: Schlafen ist ja wohl das Schönste auf der Welt. Außer Fressen natürlich. Manchmal kommt Schmusen noch davor, aber nur, wenn ich nicht müde bin. Allerdings bin ich immer müde. Und wenn ich’s nicht bin, werde ich es vom Schmusen. In der Kiste jedenfalls lag ein Fell. Von meinem Vorgänger, dachte ich zuerst, aber meine Schnüffelanalyse ergab: kein Hund, sondern Schaf. Karpaten, Südwestlage. Aber auch schon lange tot. Vermutlich an Überhitzung gestorben, so lang wie das Haar an dem Fell war. Mir war’s recht, denn mir ist so schnell nichts zu warm.

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