Schlagwort-Archive: Saugatter

Nach Tierschützer-Protesten – vorläufiges Aus für erstes Schweizer Saugatter

Das bei Elgg im Schweizer Kanton Zürich geplante erste nationale Saugatter der Schweiz steht vor dem Aus: Tierschützer-Protest haben, wie die Limmattaler Zeitung berichtet,  die Gemeinde bewogen, das als „tierquälerische Wildschwein-Guantanamo“ diffamierte Projekt vorerst auf Eis zu legen. Dass die Ausbildung von brauchbaren Hunden zur Schwarzwildbejagung unmittelbar dem Tierschutz dient, hat bei der Entscheidung offenbar ebenso wenig eine Rolle wie gespielt, wie Forschungsergebnisse der Tierärztlichen Hochschule Hannover, die in einer Reihe von Studien wissenschaftlich nachgewiesen haben, dass die Situation im Saugatter für die Wildschweine keine extreme Stresssituation und damit keine Tierquälerei darstellt. Bei der Entscheidung, das Projekt zu „sisitieren“, spielte auch die bevorstehende Volksabstimmung über die Jagd in Zürich (JAWINA berichtete) eine Rolle: Wenn die private oder Milizjagd ohnehin verboten wird, brauche es auch weniger ausgebildete Hunde… SE

Beitragsbild: Hund im Saugatter. (Archivbild) Foto: SE

Sachsen: Schwarzwildgatter im Wermsdorfer Wald eröffnet

Jagdhundeführer können ab dem 1. April 2016 das Schwarzwildgatter „Seelitz“ im Rahmen der Jagdhundehausbildung nutzen

Im September 2015 hat Sachsenforst sein neu errichtetes Schwarzwildgatter im Wermsdorfer Wald bei Leipzig an den Landesjagdverband Sachsen übergeben. Er ist Betreiber des Schwarzwildgatters „Seelitz“ und gewährleistet zukünftig den reibungslosen und tierschutzgerechten Ablauf der Jagdhundeausbildung an den Schwarzkitteln. Rund 120.000 Euro hat Sachsenforst in das Schwarzwildgatter „Seelitz“ investiert, wie SachsenForst in einer Pressemitteilung erklärt.

Seit Jahren werden Jahr für Jahr zwischen 25.000 und 30.000 Wildschweine in Sachsen gestreckt. Trotz dieser hohen Abschusszahlen ist es den Jägern nicht gelungen, die Schwarzwildbestände nachhaltig zu reduzieren. Offenbar übertrifft der jährliche Zuwachs an Jungtieren noch immer die Verluste durch Krankheiten, Straßenverkehr oder Jagd. Leider müssen Landwirte, aber auch Waldbesitzer immer wieder Schäden hinnehmen, die durch Wildschweine verursacht werden. „Das Schwarzwildgatter ist ein wesentlicher Schritt hin zu mehr Professionalität. Es liegt in unserem Interesse, die Schwarzwildbestände deutlich abzusenken. Nur so können die Schäden an der Wald- und Feldflur auf ein Minimum reduziert werden“, so Landesforstpräsident Prof. Dr. Hubert Braun.

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Niedersachsen: Sauengatter im Landkreis Celle soll 2017 eröffnen

Bei Bonstorf im Landkreis Celle soll 2017 ein Schwarzwildgatter zur Ausbildung von Jagdhunden eröffnen. Das berichtet die Cellesche Zeitung. Der „Verein zur Förderung des Schwarzwildgatters“ hat demnach die erforderlichen Mittel zusammen gebracht. Im Frühjahr soll mit dem Bau der Anlage begonnen werden. Das Saugatter soll insgesamt neun Hektar groß und in vier Teilbereiche einschließlich einem Ruhegatter unterteilt sein. Schwarzwildgatter dienen dazu, Jagdhunde auf die Begegnung mit dem wehrhaften Wild unter kontrollierten Bedingungen vorzubereiten. Für die Wildschweine ist die Interaktion mit den Hunden, die die Sauen Laut gebend stellen, aber nicht ernsthaft attackieren (sollen) natürliches Verhalten. In Studien wurde nachgewiesen, dass die Wildschweine dabei nicht an Stress leiden.

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Hundeausbildung zur Wildschweinjagd

Die Kompetenzgruppe Schwarzwildgatter feiert zehnjähriges Bestehen

Die Kompetenzgruppe Schwarzwildgatter feiert zehnjähriges Bestehen. Gegründet hat sich das Expertengremium in Brandenburg. Inzwischen gibt es bundesweit 16 Gatter in acht Bundesländern für die Ausbildung von Jagdhunden zur Wildschweinjagd. Knapp 22.000 Hunde haben die Ausbildung zum Wildschweinjäger bereits absolviert. „Die Hunde müssen lernen, Wildschweine schnell aufzufinden, sie aus dem Gestrüpp zu treiben und dennoch einen respektablen Abstand einzuhalten“, sagt Prof. Dr. Wunderlich, Vorsitzender der Kompetenzgruppe Schwarzwildgatter. Oberstes Ziel der Ausbildung sei es, eine tierschutzgerechte Wildschweinjagd zu gewährleisten. Der Deutsche Jagdverband begrüßt die praxisnahe und kompetente Jagdhundeausbildung in den Gattern.

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Erstes Schwarzwildgatter in Sachsen eröffnet

Jagdhundeausbildung wird weiter professionalisiert – Sachsenforst und der Landesjagdverband Sachsen eröffnen erstes Schwarzwildgroßgatter zur Jagdhundeausbildung in Sachsen

Der Staatsbetrieb Sachsenforst hat gestern (10.09.) sein neu errichtetes Schwarzwildgatter im Wermsdorfer Wald bei Leipzig an den Landesjagdverband Sachsen übergeben. Dieser wird das Schwarzwildgatter künftig betreiben und den reibungslosen und tierschutzgerechten Ablauf der Jagdhundeausbildung am wehrhaften Wild garantieren.

Die Schwarzwildstrecke liegt in Sachsen seit Jahren auf einem konstant hohen Niveau. Im Jagdjahr 2015 wurden landesweit etwa 27.000 Schwarzkittel erlegt. Gleichzeitig steigen die Schäden, die die Landnutzer, allen voran die Landwirte, aber auch Waldbesitzer, zu tragen haben, stetig. Eine wirksame Reduktion der Schwarzwildbestände konnte trotz intensiver jagdlicher Bemühungen noch nicht erreicht werden. Weil die Ursachen hierfür komplex sind, müssen alle Beteiligten gemeinsam handeln: „Es liegt in unserer Verantwortung als Jäger und Flächenverwalter, dieser Entwicklung Einhalt zu gebieten. Revierübergreifenden, gut organisierten Drückjagden fällt dabei eine Schlüsselrolle zu“ so Landesforstpräsident Prof. Dr. Hubert Braun im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung.

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