Schlagwort-Archive: Salzburg

Österreich: Zwei Jäger an Tularämie erkrankt

Im österreichischen Bundesland Salzburg ist Anfang Mai die Hasenpest (Tularämie) festgestellt worden. Seit diesem Zeitpunkt sei die Seuche bei sieben tote Hasen nachgewiesen worden, berichtete Landesveterinärdirektor Josef Schöchl gegenüber der Nachrichtenagentur APA. Dies seien so viele Fälle, wie in den vergangenen fünf Jahren in ganz Österreich auftraten. Der Hasenpest-.Ausbruch ist derzeit auf das Gebiet südlich der Stadt Salzburg, Anif, Grödig und den nördlichen Tennengau begrenzt. Tularämie ist eine Zoonose, d.h., die Krankheit kann von Tieren auch auf Menschen übertragen werden. Dies ist offenbar im Fall zweier Jäger geschehen, die einen Ende März im Halleiner Stadtteil Rif tot aufgefundenen Hasen untersucht hatten, wie die Tiroler Tageszeitung (TT) unter Berufung auf einen Radiobericht des ORF meldet. Beim Menschen kann eine Erkrankung mit Tularämie unterschiedliche Symptome hervorrufen, die erkrankten Jäger litten an Fieber und Gelenkschmerzen. Nach einer Behandlung mit Antibiotika klangen die Symptome ab, der Tularämie-Erreger wurde durch eine Blutuntersuchung im Labor nachgewiesen.

Beitragsbild: Junghase – verendete Tier nicht mit bloßen Händen anfassen. Foto: SE

Österreich: Landwirtschaftskammer fordert wolfsfreie Ostalpen

Weil die Schäden durch Wolfsrisse zunehmen, hätten einige Bauern die Weidehaltung von Schafen und Rindern auf Almen bereits aufgegeben, erklärt Franz Lanschützer, Mitarbeiter der Abteilung Forstwirtschaft bei der Landwirtschaftskammer Salzburg. Die Landwirtschaftskammern sind die gesetzlichen Vertretungen der von Land- und Forstwirten in Österreich. In einer Resolution fordert die Landwirtschaftskammer Salzburg daher einen wolfsfreien Ostalpenraum, wie topagrar berichtet. Zur Begründung heißt es, der Totalschutz des Wolfs sorge dafür, dass sich die Population alle drei Jahre verdopple. Da sich Wölfe nicht unter nahen Verwandten verpaarten, sei „der Hybridisierungsgrad mit Haus- und Hofhunden bereits sehr weit fortgeschritten.“ Genetisch reine Wölfe könnten sich nur dort halten, wo sie sich unter natürlichen Bedingungen ohne Kontakt zu Menschen entwickeln könnten oder durch Bejagung von menschlichen Siedlungen ferngehalten würden. Belege und Quellen für die Behauptungen werden in dem Beitrag leider nicht genannt, Franz Lanschützer war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Der Totalschutz von Wölfen bedinge auch, dass sie ihre Scheu verlieren und sich tagaktiv Menschen und Siedlungen näherten. Dies sei im Osten Deutschlands bereits dokumentiert.

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Österreich: Steinwild-Kooperation von Jägern und Nationalpark Hohe Tauern

Beim Steinwildtag im Nationalparkzentrum in Mittersill trafen Vertreter des Nationalparks Hohe Tauern und Steinwild-Hegegemeinschaften aus Kärnten, Salzburg und Tirol einander, um Informationen auszutauschen und Strategien zu einem gemeinsamen Wildtiermanagement zu entwickeln. „Da sich das Steinwild weder an Gemeinde- noch an Ländergrenzen orientiert, ist es auch für uns als Nationalpark ganz wichtig, dass diese Hohe-Tauern-Gesamtsicht im Management dieser Tierart zum Tragen kommt. Das ist eigentlich das Herausragende dieser Hegegemeinschaften und dieser Steinwildtagung, dass es kein Revierdenken gibt, sondern nach den Bedürfnissen dieser Wildart gehandelt wird“, hob Nationalparkreferentin Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Rössler anerkennend hervor. Deswegen war und ist das Projekt der Wiedereinbürgerung auch sehr erfolgreich. Heute leben etwa 1000 Stück Steinwild in den Hohen Tauern und betrachtet man das Lebensraumpotenzial, könnten es auch gar nicht viel mehr sein. Das Auswildern von Tieren findet nicht mehr statt, die natürliche Reproduktion ist ausreichend und nachhaltig.

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Österreich: Ruhezonen für Wildtiere

Die Aktion „Respektiere deine Grenzen“ fördert rücksichtsvolles Verhalten in der Natur

Im österreichsichen Bundesland Land Salzburg hat der Winter im Hochgebirge schon ein kräftiges Lebenszeichen von sich gegeben. Damit beginnt für Wildtiere eine der anstrengendsten Jahreszeiten, heißt es auf der offiziellen Homepage des Bundeslandes. Es gibt wenig Nahrung, und die Tiere müssen mit ihren Kräften haushalten. Ein Skifahrer oder Wanderer, der ein Tier aufschreckt und eine kräfteraubende Flucht auslöst, gefährdet das Leben von Reh, Hirsch und Co. „Aus diesem Grund weisen wir gemeinsam mit Grundeigentümern, Seilbahnunternehmen und Sportorganisationen Ruheräume aus. Es kann nicht sein, dass wir rücksichtslos quasi mit Ski oder Snowboard durch das Wohnzimmer der Tiere preschen“, erklärte Landesrat Dr. Josef Schwaiger heute, Freitag, 22. November, zur Aktion „Respektiere deine Grenzen“. „Wir wollen mit Information für ein faires Miteinander von Mensch und Tier sorgen. Bereits bei der Tourenplanung kann man sich im Internet schlaumachen, wo in Salzburg solche Ruhezonen ausgewiesen wurden. Viele Seilbahn-Betreiber schildern diese Bereiche in den Skigebieten ebenfalls vorbildlich aus. Wir machen Gäste darauf aufmerksam, dass sie abseits der Pisten neben dem eigenen Leben auch das von Wildtieren aufs Spiel setzen“, so Landesrat Schwaiger.

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