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Rätsel um Massensterben von Saiga-Antilopen gelöst

Im Mai 2015 hatte ein mysteriöses Massensterben von Saiga-Antilopen in Kasachstan Wissenschaftler weltweit vor ein Rätsel gestellt – und Naturschützer vor einen katastrophalen Rückschlag beim Schutz der Art. Innerhalb von nur wenigen Wochen waren rund 200.000 Saigas während der Kalbungszeit in der zentralkasachischen Steppe qualvoll verendet. Wissenschaftler aus verschiedenen Ländern versuchten seitdem, die Ursache des ungewöhnlichen Massensterbens herauszufinden. Ein am 17. Januar in „Science Advances“ veröffentlichtes Paper präsentiert Ergebnisse, die zeigen, dass eine ungünstige Kombination von an sich harmlosen Faktoren, allen voran klimatische Faktoren, der Wegbereiter für eine Bakterieninfektion war, die das Massensterben auslöste.

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Nach katastrophalem Massensterben: Saiga-Bestände in Zentralasien erholen sich

Nach dem dramatischen Massensterben der stark bedrohten Saiga-Antilopen im vergangen Jahr, atmen Artenschützer wieder auf: Die Populationen in Kasachstan entwickeln sich positiv, so das Ergebnis der diesjährigen Saiga-Zählung aus der Luft, das das Ministerium für Landwirtschaft der Republik Kasachstan nun veröffentlicht hat. „Das Massensterben war ein riesiger Verlust und eine große Bedrohung für die Art. Dass die Saiga-Bestände wieder wachsen und es in diesem Frühjahr kein erneutes Sterben gab, sind gute Nachrichten“, sagte NABU-Vizepräsident Thomas Tennhardt.

Insgesamt beträgt die Anzahl der Saiga in Kasachstan 108.300 Tiere, davon 70.200 Tiere in der kasachisch-russischen Ural-Population, 1.900 in der Ustjurt-Population an der Grenze zu Usbekistan und 36.200 Tiere in der Bekpakdala-Region in Zentralkasachstan. Dort grasten im Frühling 2015 noch 242.500 Saigas. Kurz danach starben davon mehr als 200.000 Tiere während der Kalbungszeit innerhalb weniger Wochen. Damit schrumpfte die größte Population Kasachstans mit einem Schlag um 90 Prozent. Für die globalen Bestände bedeutete dieser Verlust einen Rückgang um 60 Prozent. Der Zustand der von Wilderei ohnehin stark bedrohten Saiga-Antilopen hatte sich damit weiter verschärft.

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