Schlagwort-Archive: Sachsen

Sachsen: Jagdstrecke auf Rekordniveau

+++ Tschechien: Wolf reißt Alttier an der Fütterung – Wildkamera zeichnet es auf +++ Sachsen: Aufwandsentschädigung für Jäger bei  ASP-Probenentnahme erhöht +++ NRW: Jäger stellen Wilderer +++ Bayern: Wilderer zerlegt Reh bei Ruhpolding +++ Bayern: Bergwacht rettet BGS +++ Saarland: Wildschwein beendet Kinder-Zeltlager +++

Zwanzig mal mehr Waschbären als vor zehn Jahren erlegt

Sachsens Jägerinnen und Jäger haben in der zurückliegenden Jagdsaison 2017/2018 so viel Wild wie noch nie zuvor erlegt. Mehr als 131 000 Wildtiere sind in den Streckenmeldungen bei den Jagdbehörden verzeichnet. Mit knapp 86 000 Stück Rot-, Dam-, Muffel-, Reh- und Schwarzwild wurde zugleich die höchste jemals im Freistaat Sachsen registrierte Schalenwildstrecke erreicht. Der Anstieg der Jagdstrecke ist insbesondere auf deutlich gestiegene Erlegungszahlen beim Schwarzwild und beim Waschbären zurückzuführen. Die statistische Auswertung der Streckendaten aus dem Sächsischen Wildmonitoring listet für den Zeitraum vom 1. April 2017 bis zum 31. März 2018 unter anderem 45 318 Wildschweine (Vorjahr: 33 258), 3 771 Stück Rotwild (Vorjahr: 4 251) sowie 35 531 Stück Rehwild (Vorjahr: 36 215) auf.

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Sachsen: Mit Betongewicht beschwert – illegal geschossener Wolf gefunden

Am 10.06.2018 wurde von Spaziergängern am Tagebausee Mortka (Landkreis Bautzen) ein an der Wasseroberfläche treibender Kadaver eines Wolfes in Ufernähe entdeckt. Das teilt das „Kontaktbüro Wölfe in Sachsen“ mit. Bei der Bergung des Kadavers wurde festgestellt, dass der Brustraum des Wolfes Löcher aufwies und um den Bauch des toten Wolfes ein Strick gebunden war. Am anderen Ende des Strickes war ein Betongewicht befestigt, mit dem der Kadaver im Tagebausee versenkt wurde. Auf Grund des Verdachts auf eine illegale Tötung wurde die Polizei bei der Bergung hinzugezogen.

Eine am 12.06.2018 im Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin durchgeführte Untersuchung des Kadavers ergab, dass es sich um eine einjährige Wölfin handelt, die durch Beschuss getötet wurde.

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Wölfe in Sachsen: „Nachsuche mit Hund völlig unmöglich“

Es mehren sich Berichte, denen zufolge die Nachsuchenarbeit in den Wolfsgebieten Sachsens und Brandenburgs durch die flächendeckende Anwesenheit von Wölfen schwierig bis unmöglich wird. In der Sächsischen Zeitung (SZ) berichtet ein Nachsuchenführer, dass die Wölfe zunehmend „zu einer echten Konkurrenz“ werden. Demnach hätten die Wölfe gelernt, den Schuss mit dem Vorhandensein von Beute in Verbindung zu bringen – ein Phänomen, das unter dem Begriff „Schusshitzigkeit“ in ähnlicher Weise bei Jagdhunden bekannt ist. Man müsse sich beeilen, so der Jäger in der SZ, nach dem Schuss vom Hochsitz zu kommen und den Hund aus dem Auto zu holen, sonst habe der Wolf das Stück bereits in Besitz genommen. In Gebieten mit besonders hoher Wolfsdichte seien Nachsuchen mit dem Hund „völlig unmöglich“ geworden. Das Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“ bestätigte gegenüber der Zeitung, dass entsprechende Berichte von Hundeführern vorliegen.

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Sachsen: Wolfspaar in der Dübener Heide nachgewiesen

In der Dübener Heide (Landkreis Nordsachsen) ist ein Wolfspaar durch mehrere Fotofallenbilder bestätigt worden, wie das Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“ mitteilt. Seit dem letzten Monitoringjahr 2016/2017 liegen aus dem Gebiet Wolfshinweise vor, Ende Januar 2018 gelang der erste sichere Nachweis von 2 Wölfen (C1) in Form eines Fotos durch eine automatisch auslösende Wildkamera (Fotofalle). In den Folgemonaten wurden beide Tiere durch weitere Fotofallenbilder erneut bestätigt.

Darüber hinaus gibt es Einzelnachweise von Wölfen außerhalb ihres bekannten Vorkommensgebietes im Vogtlandkreis sowie in den Landkreisen Zwickau und Leipzig. Es ist noch unklar, ob diese Wölfe sich in den jeweiligen Regionen dauerhaft aufhalten, möglicherweise befinden sie sich auf Wanderschaft.

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Herdenschutz: Wenn 1,60-Meter-Festzaun nicht reichen

+++ NRW: Wildschwein wütet in Einfamilienhaus, Jäger will es im Treppenhaus mit Saufeder erlegen +++ MV: Waffenschrank mit 13 Schusswaffen und Munition gestohlen +++ Bayern: Suche nach aus Gehege entlaufenen Wölfen wird eingestellt +++

1,60 Meter hohe Festzäune reichen nicht, um die Schafe eines sächsischen Schäfers vor dem Wolf zu schützen. Immer wieder überwinden Wölfe aus dem Rosenthaler Rudel die Weidezäune des Cunnewitzer Schäfers, 64 Schafe hat er schon verloren. Deshalb soll dort jetzt ein Pilotprojekt anlaufen, in dem zusätzliche Schutzmaßnahmen erprobt werden. So soll der 1,60 Meter hohe Festzaun zusätzlich mit einer stromführenden Litze oberhalb des Zauns gesichert, das Tor zur Koppel mit einer ausfahrbaren Elektrolitze aufgerüstet werden. 4000 Euro würden die Maßnahme für die betroffene Koppel kosten, die jedoch nur zehn Prozent der Weidefläche des Schäfers darstellt, berichtet die Sächsische Zeitung (SZ). Das Sächsische Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) hat den Schäfer „zu dem Förderantrag ermuntert“, so die SZ. Bisher wird „nur“ der Kauf von mobilen Elektrozäunen, Flatterband, Herdenschutzhunden, die Anschaffung und die Installation von Unterwühlschutz bei Wildgattern gefördert. Die Ausstattung von Festzäunen mit Elektrolitzen könnte künftig noch dazukommen. SE

Beitragsbild: Headline des Beitrags über den Pilotversuch in der SZ (Screenshot).

Sachsen: Neues Wolfsrudel in der Region Stolpen/Hohnstein

In der Region Stolpen/Hohnstein (LK Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) konnte aktuell im Rahmen des Wolfsmonitorings ein neues Wolfsrudel bestätigt werden. Das teilt das „Kontaktbüro Wölfe in Sachsen“ mit Im Herbst des vergangenen Jahres hatte es bereits einzelne Nachweise von Wölfen in der Region gegeben. So konnte z.B. am 30.10.2017 zwischen Stolpen und Stürza (Dürrröhrsdorf-Dittersbach) durch eine Fotofallenaufnahme der Nachweis (C1) von zwei Wölfen erbracht werden (Kontaktbüro berichtete). Es blieb aber offen, ob es sich um ein neues territoriales Vorkommen handelte oder um durchziehende Wölfe. Nun liegt das Ergebnis der genetischen Untersuchung des am 07.11.2017 zwischen Dobra (Dürrröhrsdorf-Dittersbach) und Helmsdorf (Stolpen) überfahrenen männlichen Wolfswelpen vor: Er gehört einem bisher im Monitoring nicht erfassten Rudel an, das im Sommer 2017 im Raum Stolpen/Hohnstein Welpen aufgezogen hat.

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Sachsen: „Problemwolf“ geschossen

Der „auffällige“ Wolf, der im Landkreis Görlitz (mindestens) zwei Hunde getötet hat (JAWINA berichtete) ist gestern (2.2.) Mittag „entnommen“ worden. Das teilt der Landkreis Görlitz mit. Der Kadaver werde nun dem Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin zur weiteren Untersuchung übergeben, hieß es weiter. Der Wolf litt an einem fortgeschrittenen Befall mit Räude. Das Tier ist mehrfach in der Nähe von Grundstücken oder auch auf Grundstücken gesichtet und dabei von Wildkameras fotografiert worden. Ob der Riss eines Jagdhundes vor wenigen Tagen auch auf das Konto dieses Wolfs geht, steht noch nicht fest. Der nun erlegte Wolf ist in Sachsen der erste und bundesweite der zweite (nach „Kurti“), der aufgrund auffälligen Verhaltens geschossen wurde. SE

Beitragsbild: Die Mitteilung über die Wolfsentnahme auf der Internetseite des Landkreises Görlitz (Screenshot).

ASP: Sachsen ermöglicht Einsatz von Schalldämpfern, Saufängen und Nachtzielgeräten

Um die Reduktion der Schwarzwildbestände zwecks Eindämmung des ASP-Risikos zu erleichtern, hat der sächsische Landtag entsprechende Änderungen des Sächsischen Landtags beschlossen. Im ursprünglichen Gesetzesentwurf war vorgesehen, „aus gesundheitlichen Gründen“ den Einsatz von Schalldämpfern bei der Jagd zu erlauben, die „Fangjagd bei Schwarzwild befristet zuzulassen“ sowie „eine Duldungspflicht für überjagende Jagdhunde einzuführen“. Nach der Expertenanhörung beschlossen die Abgeordneten überdies, „die Verwendungs- und Nutzungsverbote des § 19 Absatz 1 Nummer 5a des Bundesjagdgesetzes“ (BJagdG) einzuschränken, „soweit die aufgeführten elektrischen und optischen Geräte der Nachtjagd dienen.“ Der entsprechende Absatz des § 19 BJagdG beinhaltet u.a. das Verbot, „künstliche Lichtquellen, Spiegel, Vorrichtungen zum Anstrahlen oder Beleuchten des Zieles, Nachtzielgeräte, die einen Bildwandler oder eine elektronische Verstärkung besitzen und für Schußwaffen bestimmt sind, Tonbandgeräte oder elektrische Schläge erteilende Geräte beim Fang oder Erlegen von Wild aller Art zu verwenden oder zu nutzen […]“.

Damit ermöglicht Sachsen die legale Verwendung von Nachtzielgeräten.

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Sachsen: LAGJE begrüsst bewilligte Wolfsentnahme

Die Landesarbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer (LAGJE) Sachsen hat die vom Umweltministerium Sachsen und dem Landratsamt Görlitz genehmigte Entnahme eines Wolfs begrüßt. Der aus einem polnischen Rudel stammende Wolf hat im Landkreis Görlitz zwei Hunde getötet (JAWINA berichtete). Die LAGJE Sachsen äußerst sich in einer Pressemitteilung lobend über die Entscheidung zur Entnahme des Wolfs: Die geplante Entnahme signalisiere die Handlungsfähigkeit der Politik: Nur so werde es gelingen, eine Akzeptanz des Wolfes in der Bevölkerung zu erlangen, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Das Tier verdeutliche die Gefahr, die von Wölfen ausgehe, meint die LAGJE. Die Jagdgenossen kritisieren indes , dass es noch immer keine Regelungen gebe, wie mit Problemwölfen umgegangen werden soll. Im aktuellen Fall müsse auch unter dem Aspekt des Tierschutzes schnell gehandelt werden, um das Tier von seinen Leiden zu erlösen. Der Wolf soll an Räude leiden. SE

Beitragsbild: Munition (Symbolbild) Foto: SE

Sachsen: Petition „Rotwild im Erzgebirge“ übergeben

Gestern wurde die von 4127 Menschen unterzeichnete Petition „Rotwild im Erzgebirge“ im Dresdner Landtag übergeben. Die von einem Zusammenschluss mehrerer Hegegemeinschaften unter Beteiligung von Kreisjagdverbänden und dem Landesjagdverband initiierte Petition mahnt einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Rotwild im Erzgebirge an.

Wir dokumentieren die Übergabe der Petition durch Veröffentlichung der aus diesem Anlass gehaltenen Reden, aus denen sehr gut hervorgeht, worum es den Initiatoren geht:

Rede der IG SSHG zur Petitionsübergabe am 14.12.2017

Sehr geehrte Mitglieder des Sächsischen Landtags, liebe Jäger und Naturschützer, sehr geehrte Damen und Herren,

seit 2015 ist dies nunmehr die zweite Petition zum Thema Rotwild, mit der sich der Petitionsausschuss des Sächsischen Landtages beschäftigen muss.

Auch wenn beide Petitionen verschiedene Petenten und divergente Inhalte haben, so zeigt dieser Umstand doch, dass es offenbar beim Umgang mit dem Wild und bei bestimmten administrativen Regelungen in Sachsen erhebliche Unzufriedenheit gibt.

Die 2015 eingereichte Petition zielte maßgeblich auf die Wildbewirtschaftung durch den SBS ab. Neben der Aufhebung des Fütterungsverbots im Winter, forderte sie die Erhaltung eines reproduktionsfähigen Wildbestandes, Änderungen am Jagdgesetz und zur Senkung der Wildschäden weniger Beunruhigung des Wildes im Landeswald durch ständigen Jagddruck.

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Sachsen: Freistaat übernimmt Kosten für Trichinenuntersuchungen

Um Präventionsmaßnahmen gegen ein Ausbrechen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zu stärken, hat Staatsministerin Barbara Klepsch entschieden, dass das für die Tierseuchenbekämpfung zuständige Sozialministerium vorläufig die Kosten für die Trichinenschau bei Wildschweinen übernimmt. Die Staatsministerin erklärte: »Die sächsischen Jäger leisten einen wichtigen Beitrag zur Reduktion der hohen Wildschweinbestände, dies verringert das Risiko einer Ausbreitung der Tierseuche Afrikanische Schweinepest (ASP). Deshalb sollen sie durch eine Erstattung der Trichinengebühr entlastet werden.«

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Sachsen: Wildschweinrotte in Innenstadt von Meißen

Am späten Samstagabend rückte die Meißner Feuerwehr zu einer ungewöhnlichen Hilfeleistung aus: Eine Rotte Wildschweine hatte sich im Stadtgebiet verirrt, wobei die Bache von einigen ihrer Jungtiere getrennt. wurde Zur Unterstützung der Polizei leuchtete die Feuerwehr das Grundstück, in dem sich die Wildschweine befanden aus und lokalisierte diese mittels Wärmebildkamera. Feuerwehr und die Polizei sicherten die Ausgänge. Nachdem zwei Jäger die Tiere in die Enge getrieben hatten konnten diese „fachgerecht“, so die Feuerwehr, erlegt werden. Mehr dazu in der Sächsischen Zeitung, ein ausführlicher Bericht eines beteiligten Jägers findet sich auf der Internetseite des KJV Meißen. PM

Beitragsbild: WMH in der Meißner Innenstadt. Foto: Feuerwehr

Sachsen: Wolfsfans bewirken Eilantrag – Abschussgenehmigung für Wolf ausser Kraft gesetzt

Die Grüne Liga Sachsen hat einen Eilantrag beim Verwaltungsgericht Dresden gegen den vom sächsischen Umweltministerium genehmigten Abschuss eines Wolfs aus dem Rosenthaler Rudel (JAWINA berichtete) erwirkt. Das Landratsamt Bautzen erklärte daraufhin gegenüber der Sächsischen Zeitung (SZ), vorerst keinen Gebrauch von der erteilten Genehmigung machen zu wollen. Nach Ansicht der Wolfsfans von der Grünen Liga stellt die Abschussgenehmigung einen Präzedenzfall dar, das Vorgehen halten sie für unzulässig. Eine Abschussgenehmigung für einen Wolf sei „unter anderem aufgrund bestehender Alternativen wie Vergrämung und Prävention mit dem europäischen Naturschutzrecht unvereinbar“, erklärte eine Anwältin der Wolfsfreunde gegenüber der SZ: Sämtliche Alternativen seien vorab auszuschöpfen.

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Sachsen: Nabu kritisiert genehmigten Wolfsabschuss

Drohungen gegen „Entnahme-Beauftragte“

Der Nabu Sachsen kritisiert scharf den vom sächsischen Umweltministerium genehmigten Abschuss (JAWINA berichtete) eines Wolfes. In den vergangenen Wochen wurden im Bereich des Rosenthaler Rudels immer wieder von Wölfen sämtliche Herdenschutzmaßnahmen überwunden und zahlreiche Nutztiere gerissen. Der Abschuss darf nur bei der Annäherung eines Wolfs an Nutztiere erfolgen und soll der Erzeugung erlernter Scheu dienen. Die Entscheidung sei „fachlich unbegründet sowie rechtlich nicht haltbar“, befindet hingegen der Nabu Sachsen auf seiner Internetseite. Der Verband prüfe „zeitnah eine Klage“ gegen die Abschussgenehmigung.

Derweil ist unklar, wer die geplante Wolfs-Entnahme überhaupt durchführen soll. Nachdem die örtliche Jägerschaft erklärt hat, dass sie sich an Wolfsabschüssen wegen der Drohungen militanter Tierfreunde nicht mitwirken wolle, muss die zuständige Verwaltung des Landkreises Bautzen nun Verantwortliche benennen.

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Sachsen: Umweltministerium genehmigt Wolfsabschuss

Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft erteilt Einvernehmen zur Ausnahmegenehmigung des Landratsamtes Bautzen zur Entnahme eines Wolfes

Das Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) hat gestern zu der beabsichtigten artenschutzrechtlichen Ausnahmegenehmigung des Landratsamtes Bautzen zur Entnahme eines Wolfes das Einvernehmen erteilt. Mit dem Erlass dieser Ausnahmegenehmigung kann im Bereich des Rosenthaler Rudels ein Wolf aus der Natur entnommen werden. Die Genehmigung gilt nur für mit der Entnahme beauftragte Personen und nur für einen Wolf, der entsprechend geschützte Weidetiere angreift. Über die sach- und rechtskonforme Entscheidung wurden das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) sowie eine Reihe von Naturschutzverbänden informiert.

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Sachsen: Wolf hetzt Reh durch Dorf und auf Gehöft

Bei Kringelsdorf in der Gemeinde Boxberg (Landkreis Görlitz) soll ein Wolf am Sonntag Morgen gegen 9.30 Uhr ein Reh durch das Dorf gehetzt haben. Der Wolf verfolgte das Reh einem Bericht der Sächsischen Zeitung (SZ) zufolge bis auf den Hof einer Familie. Während sich das Reh durch einen Sprung in den benachbarten Garten rettete, ließ sich der Wolf „erst nach zweimaligem Verscheuchen“ dazu bewegen, den Rückzug anzutreten. Die Kringelsdorfer wollten nun wissen, ob es normal sei, dass ein Wolf am hellichten Tag mitten im Dorf ihrer Beute nachjagten und was mit spielenden Kindern sei, so die SZ. Weder beim Landratsamt Görtlitz, noch beim Kontaktbüro Wölfe in Sachsen, noch beim Büro Lupus war der Vorfall bekannt. Es handle sich um eine „eher ungewöhnliche“ Sichtung, so die Experten. Und: Der Mensch gehöre nicht ins Beuteschema des Wolfes, weswegen davon auszugehen sei, dass auch Kinder nicht in Gefahr sind, versicherte das Kontaktbüro gegenüber der SZ.

Beitragsbild: Headline des zitierten Artikels in der SZ (Screenshot).

Sachsen: Wölfe klauen Forsthelm

Einen eher amüsanten Vorfall haben Jäger im sächsischen Lohsa (Landkreis Bautzen) auf Video dokumentiert: Bei Revierarbeiten tauchten unmittelbar vor ihnen Wölfe auf. Einer der Wölfe schnappte sich den Forsthelm eines Jägers und machte sich damit aus dem Staub. Dem Nachrichtenportal Tag24 zufolge handelt es sich um zwei Wolfswelpen. SE

Video: YouTube / Tag24 / privat

Bautzen: Landrat beantragt Wolfsabschuss

Ministerium muss noch Einvernehmen erklären

Der Landrat der sächsischen Kreisstatdt Bautzen, Michael Harig, hat am Freitag den Abschuss von problematischen Wölfen des Rosenthaler Rudels beantragt. Der entsprechende Antrag sei am 8. September an das Sächsische Umweltministerium gesendet worden, teilt das Landratsamt mit. Der Antrag enthält demnach neben dem naturschutzrechtlichen Einvernehmen der Unteren Naturschutzbehörde auch die Genehmigung zum Abschuss durch die Untere Jagdbehörde. Bevor der Wolf tatsächlich entnommen werden kann, muss das Ministerium jedoch sein Einvernehmen erklären.

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Nach Wolfsriss: Ärger beim Veterinäramt wegen Kadaver auf der Weide

In Cunnewitz (Sachsen, Landkreis Bautzen) haben Wölfe die doppelte Einzäunung eines Schafweide übersprungen und drei Schafe gerissen. Der Schäfer Martin Just hatte die 50köpfige Herde hinter dem Festzaun der Koppel zusätzlich mit einem Elektrozaun gesichert. Mittlerweile hat der zuständige Rissgutachter bestätigt, dass Wölfe die Verursacher waren, wie die Sächsische Zeitung berichtet. Obwohl eine wichtige Voraussetzung für eine Entschädigung des Schäfers damit erfüllt ist, gibt es eine Menge Ärger für Just: Zum einen gingen beim Veterinäramt Beschwerden ein, weil die toten Schafe nach dem Wolfsriss auf der Wiese liegen blieben – kein schöner Anblick. Der Schäfer ist aber verpflichtet, alles so lange unverändert liegen zu lassen, bis der Rissgutachter sich die Sache angeschaut hat.

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Waffenrecht: Waffenverbotszonen in Sachsen beschlossen

Sachsen kann künftig Waffenverbotszonen einrichten – Kabinett beschließt neue Verordnung zum Waffengesetz – Ein weiteres Beispiel für sinnlose Symbolpolitik durch Waffenrechtsverschärfungen

Das sächsische Kabinett hat gestern eine neue Verordnung der Sächsischen Staatsregierung zur Durchführung des Waffengesetzes (Sächsische Waffengesetzdurchführungsverordnung – Sächs-WaffGDVO) beschlossen. Demnach ist es im Freistaat künftig möglich, sogenannte Waffenverbotszonen an Kriminalitätsschwerpunkten einzurichten. Dabei geht es insbesondere um Bereiche, in denen gehäuft Straftaten unter Einsatz von Waffen begangen werden, wie Raub, Körperverletzungen, Bedrohungen und Sexualdelikte. Die zuständigen Sicherheitsbehörden und die betroffenen Kommunen stimmen sich darüber ab, ob und wo Waffenverbotszonen eingerichtet werden, welchen Umfang die Verbote haben und ob es zeitliche Einschränkungen gibt. Es wird Aufgabe der Polizei sein, in solchen Zonen nach Polizeirecht zu kontrollieren, gegebenenfalls auch nach Waffen zu durchsuchen. Außerdem drohen empfindliche Geldbußen. Je nach Schwere und Häufigkeit der Ordnungswidrigkeiten sind Bußgelder bis zu 10.000 Euro möglich. Für private Sicherheitsdienste, Handwerker, Gastronomen und Anwohner gelten unter bestimmten Voraussetzungen Ausnahmen.

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Sachsen: Neues Wolfsrudel und reichlich Nachwuchs

In der Dahlener Heide (LK Nordsachsen) konnte ein Wolfsrudel nachgewiesen werden. Bereits seit Jahresbeginn gab es einzelne Hinweise auf Wölfe in diesem Gebiet. Ende Mai wurde eine Wolfsfähe mit Gesäuge, welche Futter im Maul trug, von einer Fotofalle fotografiert. Aktuell wurden zwei Welpen beobachtet und fotografiert. In neun weiteren sächsischen Wolfsterritorien konnte ebenfalls bereits Reproduktion nachgewiesen werden.
In den Territorien des Daubitzer, Königshainer Berge, Nieskyer, Rosenthaler und Seenland Rudels gibt es Fotoaufnahmen von Welpen. Auch bei dem im Monitoringjahr 2015/2016 neu etablierten Wolfspaar in der Neustädter Heide (LK Bautzen) wurde erstmals Nachwuchs bestätigt. Außerdem liegen aus dem Daubaner, Nochtener und Knappenrode Rudel Hinweise auf Reproduktion aufgrund von Fotofallenaufnahmen einer Wolfsfähe mit Gesäuge vor.

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Sachsen: 118.000 Stück Wild im Jagdjahr 2016/17 gestreckt

Staatsminister Schmidt: „Schwarzwild weiter konsequent bejagen!“

Sachsens Jägerinnen und Jäger haben im letzten Jagdjahr insgesamt 118 000 Stück Wild erlegt. Mehr als 75 000 davon sind Rot-, Dam-, Muffel-, Reh- und Schwarzwild. Damit bewegt sich die Schalenwildstrecke auf dem hohen Niveau der vorangegangenen Jagdsaison. „Ich sehe darin einen Beleg dafür, dass das Wild im Freistaat Sachsen beste Lebensbedingungen vorfindet und die Wildbestände ansteigen, insbesondere das Schalenwild“, so Umweltminister Thomas Schmidt. Die statistische Auswertung der Streckendaten aus dem Sächsischen Wildmonitoring listet für das Jagdjahr (1. April 2016 bis 31. März 2017) unter anderem 4 251 Stück Rotwild (Vorjahr: 4 137), 36 215 Stück Rehwild (Vorjahr: 36 530) und 33 258 Wildschweine (Vorjahr: 32 879) auf. „Mit diesem Ergebnis stellt die sächsische Jägerschaft in den Jagdbezirken eindrucksvoll unter Beweis, dass sie den jagdgesetzlichen Auftrag für Hege und Bejagung des Wildes annimmt und erfüllt“, so Schmidt weiter.

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Beschossener Wolf: LKA Sachsen ermittelt

Im Fall der mit Schrot beschossenen Wölfin, die am 5.7. auf der B156 im Landkreis Bautzen überfahren wurde (JAWINA berichtete), ermittelt jetzt das Landeskriminalamt (LKA). Anlass ist eine Anzeige des Vereins „Wolfsschutz Deutschland“, der bei der Polizei Bautzen Anzeige gegen Unbekannt gestellt hat, wie die Polizei gegenüber der Lausitzer Rundschau (LR) bestätigte. Man lasse nicht zu, dass „Wolfshasser gezielt Tiere abschießen“, erklärte eine Sprecherin des Vereins gegenüber der LR. SE

Beitragsbild: Headline des verlinkten Artikels in der LR. (Bildschirmfoto, Ausschnitt)

Sachsen: 80-jähriger Rentner entwaffnet

Und wieder ist Deutschland ein Stückchen sicherer geworden: Weil er im Februar 2017 seine Schreckschusspistole nach einer Reparatur auf einem vermeintlich menschenleeren Parkplatz im sächsischen Erzgebirgskreis ausprobierte, ist ein 80 Jahre alter Rentner wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz zu einer Geldauflage in Höhe von 500 Euro verurteilt worden. Außerdem wird die Waffe eingezogen. Ursprünglich sollten es sogar 600 Euro sein, aber der Angeklagte hielt dem Richter erfolgreich vor, dass seine konfiszierte Schreckschusswaffe schließlich auch Geld gekostet habe. Ein Bauhof-Mitarbeiter hatte den alten Mann dabei beobachtet, wie er ordentlich die Hülsen der verschossenen Platzpatronen aufsammelte und einer hiesigen Tradition folgend die Polizei verständigt. Der Besitz einer Gas- oder Schreckschusspistole ist in Deutschland Personen ab 18 Jahr zwar erlaubt, für das Führen außerhalb des eigenen Grundstücks ist seit 2003 ein sogenannter Kleiner Waffenschein erforderlich. Dies war dem Rentner wohl entgangen.

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Sachsen: Wolf im Landkreis Bautzen überfahren

Wölfin soll zuvor mit Schrot beschossen worden sein

Am frühen Morgen des 05.07.2017 wurde auf der B156 zwischen Bluno und Sabrodt (Landkreis Bautzen) eine junge Wölfin (Jährlingsfähe) überfahren. Der Unfallort liegt im Territorium des Seenland Rudels. Ob es sich bei dem ca. einjährigen Tier um einen weiblichen Nachwuchs dieses Rudels handelt wird mittels der genetischen Untersuchung abgeklärt.

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Sachsen: Polizei beschlagnahmt 35 BGS

Die Polizei hat bei einer Razzia in Lauter-Bernsbach (Erzgebirgskreis) 35 Hunde der Rasse Bayerischer Gebirgsschweißhund (BGS) beschlagnahmt und auf umliegende Tierheime verteilt. Die Hunde waren bei einer Hausdurchsuchung entdeckt worden, bei der einem Bericht der Freien Presse zufolge Waffen sichergestellt werden sollten. Es habe sich sich um eine „Vollstreckungsmaßnahme im Rahmen eines Verwaltungsverfahrens im Waffenrecht“ gehandelt, erklärte ein Behördenvertreter gegenüber der Zeitung. Die Tochter des Justizvollzugsbeamten, bei dem die Hausdurchsuchung stattfand, soll einen Handel mit Jagdwaffen betreiben. Die Hunde waren zufällig bei der Hausdurchsuchung entdeckt worden und laut Amtstierarzt „erheblich vernachlässigt“, so ein weiterer Bericht der Freien Presse. Eine Mitarbeiterin eines Tierheims sagte, die BGS seien zwar relativ gut genährt, aber, im Verhalten aber auffällig: Sie können „so gut wie nichts“ und  reagierten ängstlich auf Menschen. In dem Haus sei unbestätigten Berichten zufolge eine „Jagdhundezucht“ betrieben worden.

Beitragsbild: BGS-Porträt. Foto: Robert Saemann-Ischenko

Die Red. dankt JAWINA-Leser NoS für den Hinweis!

Sachsen: 71 gemeldete Nutztierrisse in 2016, Wölfe auf Futtersuche im Siedlungsgebiet

Das „Kontaktbüro Wölfe in Sachsen“ (vorm. Kontaktbüro Wolfsregion Lausitz“, s.u.) hat einen Jahresrückblick zur Verbreitung der Wölfe in Sachsen herausgegeben. Demnach wurden im Monitoringjahr (MJ) 2015/2016 im Freistaat Sachsen 15 Rudel, 3 Paare und ein territoriales Einzeltier nachgewiesen (siehe Karte). Von diesen 19 Territorien konnten bisher 17 auch im laufenden Monitoringjahr bestätigt werden. Vom Cunewalde Rudel gibt es aktuell keine Nachweise mehr. Im Raum Spremberg ist es im aktuellen Monitoringjahr zu Verschiebungen zwischen angrenzenden Wolfsterritorien gekommen. Derzeit wird versucht über das Monitoring abzuklären, welche Wölfe im Gebiet zwischen Schleife und Spremberg unterwegs sind und ob das Spremberger Rudel noch existiert. Der Status in den Territorien Cunewalde und Spremberg ist derzeit unklar.

Im Raum Bernsdorf wurde im letzten Monitoringjahr ein markierendes Paar nachgewiesen. Der Rüde wurde im Oktober bei Kamenz tot aufgefunden. Einige Tage später wurde bei Bernsdorf ein Welpe angefahren und auf Grund seiner Verletzungen eingeschläfert. Die Vermutung, dass er ein Nachkomme des Bernsdorfer Wolfspaares sein könnte, bestätigte sich nicht. Bei der genetischen Untersuchung konnte der Welpe keinen genetisch bekannten Wölfen zugeordnet werden. Da in diesem Gebiet aktuell erneut ein Wolfspaar bestätigt wurde, muss es hier zu einem Wechsel gekommen sein. Aktuell wird versucht über genetische Untersuchungen festzustellen, ob der tote Welpe dem neuen Wolfspaar zuzuordnen ist und ob es sich bei diesem um dieselben Tiere handelt, die auch im Gebiet um Senftenberg (Brandenburg) nachgewiesen wurden.

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Sachsen: Diskussion um Wolfsabschüsse

„Entfernung eines Wolfes oder mehrerer Wölfe kann als letztes Mittel ergriffen werden“, heißt es in einer Pressemitteilung des „Kontaktbüros Wolfsregion Lausitz“ zum Herdenschutz im Bereich des Rosenthaler Wolfsrudels. Nutztierhalter werden aufgefordert, den Herdenschutz zu intensivieren. Die „Aktionsgruppe Wolf“ im LJV Sachsen unterstützt Forderungen des Bautzener Landrats nach Wolfsabschüssen in dem Gebiet, wie die Sächsische Zeitung berichtet.

Im folgenden die PM des Kontaktbüros im Wortlaut: „Im Bereich des Rosenthaler Wolfsrudels kam es vermehrt zu Übergriffen auf Schafe. Neben ungeschützten bzw. nicht ausreichend geschützten Tieren, waren auch solche, die nach den Anforderungen zur Gewährung von Schadenausgleichzahlungen (Mindestschutz) geschützt waren, betroffen. In letzteren Fällen wurden in den beiden Vorjahren vor allem Elektrozäune aber auch Festzäune überwunden. Um dieser Entwicklung entgegen zu wirken, wurden im letzten Jahr die Schaf – und Ziegenhalter in der Region des Rosenthaler Rudels darauf hingewiesen, ihre Zäune zu kontrollieren und gegebenenfalls an den empfohlenen Herdenschutz anzupassen. Zugleich wurde „Flatterband“ (Breitbandlitze), welches ca. 20 – 30 cm über den Zaun gespannt wird, an die Tierhalter ausgegeben.

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Sachsen: Fünf neue Wolfsrudel, drei neue Wolfspaare

Aktuell gibt es in Sachsen 19 bestätigte Wolfsterritorien (Abb.1, Tab.1). Davon liegen 17 Territorien ganz im Freistaat Sachsen und zwei Territorien sind grenzübergreifend: eines zu Brandenburg (SP) und ein weiteres zur Tschechischen Republik (HW). Drei Wolfsterritorien (AH, RZ und Z) haben nur zu einem kleinen Teil ihr Gebiet auf sächsischer Seite und werden daher in den Nachbarländern mitgezählt.

Entwicklung in Sachsen:

Im letzten Monitoringjahr* 2015/2016 wurden in im Freistaat Sachsen 15 Rudel, 3 Paare und ein territoriales Einzeltier nachgewiesen. Somit haben sich im Vergleich zu 2014 in Sachsen fünf neue Rudel (Königshainer Berge, Gohrischheide, Biehain, Cunewalde, Knappenrode) und drei neue Paare (Neustadt, Raschütz, Bernsdorf) etabliert.
Über die Nachweise der neuen Territorien in den Königshainer Bergen, der Gohrischheide, Neustadt und Raschütz (Raum Großenhain) berichtete das Kontaktbüro bereits. Die Auswertung von genetischen Untersuchungen ergab nun auch Klarheit in anderen Bereichen. Dies betrifft das Biehainer Rudel, im Bereich nördlich und südlich des Biehainer Forstes, und das Knappenrode Rudel südlich von Hoyerswerda. Auch aus dem Bereich Cunewalde konnten die genetischen Untersuchungen nun den Nachweis erbringen dass dort im letzten Jahr Welpen geboren wurden. Bereits im Herbst 2015 lieferten Fotofallenaufnahmen erste  Hinweise darauf, endgültig geklärt wurde der Status des Vorkommens aber erst jetzt.

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Sachsen: Rekord-Streckenergebniss beim Schalenwild

In der vergangenen Jagdsaison haben die Jägerinnen und Jäger im Freistaat Sachsen insgesamt rund 121 000 Stück Wild zur Strecke gebracht. Den größten Anteil daran hat das Schalenwild mit mehr als 75 000 erlegten Stücken. „Das ist bemerkenswert“, stellt Staatsminister Thomas Schmidt fest. „Denn es handelt sich dabei um das bisher höchste Streckenergebnis seit 1991″. Die statistische Auswertung der Streckendaten aus dem Sächsischen Wildmonitoring listet für den Zeitraum vom 1. April 2015 bis 31. März 2016 unter anderem 4 137 Stück Rotwild (Vorjahr: 3 737), 36 528 Stück Rehwild (Vorjahr: 33 280) und 32 878 Wildschweine (Vorjahr: 27 962) auf.

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Wolfsabschuss: WWF setzt Belohnung von 25.000 Euro aus

„Deutschland hat ein Wilderei-Problem“

Die Naturschutzorganisation WWF hat eine Belohnung in Höhe von 25.000 Euro ausgesetzt für “ sachdienliche Hinweise, die im aktuellen Fall zur Ergreifung des Täters führen.“ Der WWF verurteilte die Tat aufs Schärfste und forderte von den Ermittlungsbehörden eine „intensive“ Strafverfolgung. „Deutschland hat ein Wilderei-Problem. Immer wieder werden bedrohte und geschützte Tiere  illegal getötet. Im seltensten Fall wird ein solches Verbrechen jedoch aufgeklärt. Das ist eines modernen Rechtsstaats unwürdig“, erklärte Moritz Klose, Wildtierreferent beim WWF Deutschland in einer Stellungnahme. Es dürfe nicht der Eindruck entstehen, dass das Nachstellen geschützter Arten ein Kavaliersdelikt sei.

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Sachsen: Erneut illegaler Wolfsabschuss in der Lausitz

Am Samstag, den 9. Juli 2016, wurde im Landkreis Görlitz, im Waldgebiet Biehain, ein toter Wolf gefunden. Das teilt das Landeskriminalamt Sachsen (LKA) in einer Presseerklärung mit. Nach ersten Erkenntnissen ist das Tier erschossen worden. Spezialisten des Landeskriminalamtes Sachsen haben die Ermittlungen wegen der illegalen Tötung des Wolfes übernommen, sie dauern gegenwärtig noch an. Es ist der sechste Fall einer gesetzwidrigen Wolfstötung in Sachsen seit 2011, welcher kriminalpolizeilich untersucht wird. Sollte ein Beschuldigter ermittelt werden, droht diesem eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe. PM LKA

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Neue Wolfsvorkommen in Sachsen

Westlich der Königsbrücker Heide hat sich im Landkreis Meißen ein neues Wolfsrudel etabliert. In diesem Bereich gibt es seit Ende 2015 einzelne Nachweise, zuletzt berichtete das Kontaktbüro Anfang März 2016 von einer Wolfssichtung bei Großenhain.
Am 27.06.2016 wurde dem Wolfsmanagement nun der Nachweis von drei Wolfswelpen gemeldet. Somit steht fest, dass sich dort eine neue Wolfsfamilie gegründet hat. Noch liegen keine genetischen Proben aus dem Gebiet vor. Auch muss im Rahmen des Monitorings geklärt werden, in wie weit sich das Territorium des neuen Rudels möglicherweise nach Norden in das Land Brandenburg erstreckt.
Dort war im Bereich von Schraden bzw. der Ruhlander Heide im letzten Monitoringjahr* ein Rudel bestätigt worden. Die am nächsten gelegenen, bekannten sächsischen Wolfsvorkommen sind das Königsbrücker Heide- und das Laußnitzer Heide-Rudel östlich der BAB 13, sowie das Gohrischheide Rudel.

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Wolfstag in Dohna

Seit über 15 Jahren ist der Wolf in Sachsen wieder heimisch. Auch in der Sächsischen Schweiz ist er zurück. Im Bereich um den Hohwald gibt es seit 2012 ein Wolfsterritorium, aktuell ist dort eine sesshafte Wölfin nachgewiesen.
Zum ersten Mal organisiert das Kontaktbüro „Wolfsregion Lausitz“ den Wolfstag zusammen mit dem Sächsisch-Böhmischen Bauernmarkt in Dohna.
Die Besucher des Wolfstages erwartet ein abwechslungsreiches Programm für Jung und Alt mit Film- und Theater-vorführungen, sowie Fachvorträgen und Informationsständen.

Am Wolfstag erhalten Sie unter anderem Antworten auf diese spannenden Fragen:
Wie funktioniert das Zusammenleben mit dem Wolf in der Kulturlandschaft?
Wie lebt er, wie lernt er? Wovon ernährt er sich?

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Sachsen: Wolf klaut Sauschwarte

In Lodenau, einem Ortsteil der Kleinstadt Rothenburg in der Oberlausitz (Landkreis Görtlitz) hat ein Wolf eine frisch abgezogene Sauschwarte vom Grundstück eines Jägers geklaut. Das berichtet die Sächsische Zeitung (SZ). Demnach hatte Jäger Gerd Eberle gerade ein Wildschwein abgeschwartet und zerwirkt. Nach getaner Arbeit ging er kurz ins Haus, die Schwarte ließ er auf dem Boden vor der Kühlkammer liegen. Als er wieder ins Freie trat, bemerkte er einen Wolf, der bis auf vier Meter an ihn herankam und dann durch eine Lücke im Zaun verschwand. Die Schwarte war weg. Eberle folgte der Spur des Wolfs und fand die Stelle, wo der Wolf die verwertbaren Teile der Schwarte verspeist hatte. Nur ein paar Borsten waren übrig.

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