Schlagwort-Archive: Sachsen

Bautzen: Landrat beantragt Wolfsabschuss

Ministerium muss noch Einvernehmen erklären

Der Landrat der sächsischen Kreisstatdt Bautzen, Michael Harig, hat am Freitag den Abschuss von problematischen Wölfen des Rosenthaler Rudels beantragt. Der entsprechende Antrag sei am 8. September an das Sächsische Umweltministerium gesendet worden, teilt das Landratsamt mit. Der Antrag enthält demnach neben dem naturschutzrechtlichen Einvernehmen der Unteren Naturschutzbehörde auch die Genehmigung zum Abschuss durch die Untere Jagdbehörde. Bevor der Wolf tatsächlich entnommen werden kann, muss das Ministerium jedoch sein Einvernehmen erklären.

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Nach Wolfsriss: Ärger beim Veterinäramt wegen Kadaver auf der Weide

In Cunnewitz (Sachsen, Landkreis Bautzen) haben Wölfe die doppelte Einzäunung eines Schafweide übersprungen und drei Schafe gerissen. Der Schäfer Martin Just hatte die 50köpfige Herde hinter dem Festzaun der Koppel zusätzlich mit einem Elektrozaun gesichert. Mittlerweile hat der zuständige Rissgutachter bestätigt, dass Wölfe die Verursacher waren, wie die Sächsische Zeitung berichtet. Obwohl eine wichtige Voraussetzung für eine Entschädigung des Schäfers damit erfüllt ist, gibt es eine Menge Ärger für Just: Zum einen gingen beim Veterinäramt Beschwerden ein, weil die toten Schafe nach dem Wolfsriss auf der Wiese liegen blieben – kein schöner Anblick. Der Schäfer ist aber verpflichtet, alles so lange unverändert liegen zu lassen, bis der Rissgutachter sich die Sache angeschaut hat.

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Waffenrecht: Waffenverbotszonen in Sachsen beschlossen

Sachsen kann künftig Waffenverbotszonen einrichten – Kabinett beschließt neue Verordnung zum Waffengesetz – Ein weiteres Beispiel für sinnlose Symbolpolitik durch Waffenrechtsverschärfungen

Das sächsische Kabinett hat gestern eine neue Verordnung der Sächsischen Staatsregierung zur Durchführung des Waffengesetzes (Sächsische Waffengesetzdurchführungsverordnung – Sächs-WaffGDVO) beschlossen. Demnach ist es im Freistaat künftig möglich, sogenannte Waffenverbotszonen an Kriminalitätsschwerpunkten einzurichten. Dabei geht es insbesondere um Bereiche, in denen gehäuft Straftaten unter Einsatz von Waffen begangen werden, wie Raub, Körperverletzungen, Bedrohungen und Sexualdelikte. Die zuständigen Sicherheitsbehörden und die betroffenen Kommunen stimmen sich darüber ab, ob und wo Waffenverbotszonen eingerichtet werden, welchen Umfang die Verbote haben und ob es zeitliche Einschränkungen gibt. Es wird Aufgabe der Polizei sein, in solchen Zonen nach Polizeirecht zu kontrollieren, gegebenenfalls auch nach Waffen zu durchsuchen. Außerdem drohen empfindliche Geldbußen. Je nach Schwere und Häufigkeit der Ordnungswidrigkeiten sind Bußgelder bis zu 10.000 Euro möglich. Für private Sicherheitsdienste, Handwerker, Gastronomen und Anwohner gelten unter bestimmten Voraussetzungen Ausnahmen.

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Sachsen: Neues Wolfsrudel und reichlich Nachwuchs

In der Dahlener Heide (LK Nordsachsen) konnte ein Wolfsrudel nachgewiesen werden. Bereits seit Jahresbeginn gab es einzelne Hinweise auf Wölfe in diesem Gebiet. Ende Mai wurde eine Wolfsfähe mit Gesäuge, welche Futter im Maul trug, von einer Fotofalle fotografiert. Aktuell wurden zwei Welpen beobachtet und fotografiert. In neun weiteren sächsischen Wolfsterritorien konnte ebenfalls bereits Reproduktion nachgewiesen werden.
In den Territorien des Daubitzer, Königshainer Berge, Nieskyer, Rosenthaler und Seenland Rudels gibt es Fotoaufnahmen von Welpen. Auch bei dem im Monitoringjahr 2015/2016 neu etablierten Wolfspaar in der Neustädter Heide (LK Bautzen) wurde erstmals Nachwuchs bestätigt. Außerdem liegen aus dem Daubaner, Nochtener und Knappenrode Rudel Hinweise auf Reproduktion aufgrund von Fotofallenaufnahmen einer Wolfsfähe mit Gesäuge vor.

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Sachsen: 118.000 Stück Wild im Jagdjahr 2016/17 gestreckt

Staatsminister Schmidt: „Schwarzwild weiter konsequent bejagen!“

Sachsens Jägerinnen und Jäger haben im letzten Jagdjahr insgesamt 118 000 Stück Wild erlegt. Mehr als 75 000 davon sind Rot-, Dam-, Muffel-, Reh- und Schwarzwild. Damit bewegt sich die Schalenwildstrecke auf dem hohen Niveau der vorangegangenen Jagdsaison. „Ich sehe darin einen Beleg dafür, dass das Wild im Freistaat Sachsen beste Lebensbedingungen vorfindet und die Wildbestände ansteigen, insbesondere das Schalenwild“, so Umweltminister Thomas Schmidt. Die statistische Auswertung der Streckendaten aus dem Sächsischen Wildmonitoring listet für das Jagdjahr (1. April 2016 bis 31. März 2017) unter anderem 4 251 Stück Rotwild (Vorjahr: 4 137), 36 215 Stück Rehwild (Vorjahr: 36 530) und 33 258 Wildschweine (Vorjahr: 32 879) auf. „Mit diesem Ergebnis stellt die sächsische Jägerschaft in den Jagdbezirken eindrucksvoll unter Beweis, dass sie den jagdgesetzlichen Auftrag für Hege und Bejagung des Wildes annimmt und erfüllt“, so Schmidt weiter.

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Beschossener Wolf: LKA Sachsen ermittelt

Im Fall der mit Schrot beschossenen Wölfin, die am 5.7. auf der B156 im Landkreis Bautzen überfahren wurde (JAWINA berichtete), ermittelt jetzt das Landeskriminalamt (LKA). Anlass ist eine Anzeige des Vereins „Wolfsschutz Deutschland“, der bei der Polizei Bautzen Anzeige gegen Unbekannt gestellt hat, wie die Polizei gegenüber der Lausitzer Rundschau (LR) bestätigte. Man lasse nicht zu, dass „Wolfshasser gezielt Tiere abschießen“, erklärte eine Sprecherin des Vereins gegenüber der LR. SE

Beitragsbild: Headline des verlinkten Artikels in der LR. (Bildschirmfoto, Ausschnitt)

Sachsen: 80-jähriger Rentner entwaffnet

Und wieder ist Deutschland ein Stückchen sicherer geworden: Weil er im Februar 2017 seine Schreckschusspistole nach einer Reparatur auf einem vermeintlich menschenleeren Parkplatz im sächsischen Erzgebirgskreis ausprobierte, ist ein 80 Jahre alter Rentner wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz zu einer Geldauflage in Höhe von 500 Euro verurteilt worden. Außerdem wird die Waffe eingezogen. Ursprünglich sollten es sogar 600 Euro sein, aber der Angeklagte hielt dem Richter erfolgreich vor, dass seine konfiszierte Schreckschusswaffe schließlich auch Geld gekostet habe. Ein Bauhof-Mitarbeiter hatte den alten Mann dabei beobachtet, wie er ordentlich die Hülsen der verschossenen Platzpatronen aufsammelte und einer hiesigen Tradition folgend die Polizei verständigt. Der Besitz einer Gas- oder Schreckschusspistole ist in Deutschland Personen ab 18 Jahr zwar erlaubt, für das Führen außerhalb des eigenen Grundstücks ist seit 2003 ein sogenannter Kleiner Waffenschein erforderlich. Dies war dem Rentner wohl entgangen.

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Sachsen: Wolf im Landkreis Bautzen überfahren

Wölfin soll zuvor mit Schrot beschossen worden sein

Am frühen Morgen des 05.07.2017 wurde auf der B156 zwischen Bluno und Sabrodt (Landkreis Bautzen) eine junge Wölfin (Jährlingsfähe) überfahren. Der Unfallort liegt im Territorium des Seenland Rudels. Ob es sich bei dem ca. einjährigen Tier um einen weiblichen Nachwuchs dieses Rudels handelt wird mittels der genetischen Untersuchung abgeklärt.

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Sachsen: Polizei beschlagnahmt 35 BGS

Die Polizei hat bei einer Razzia in Lauter-Bernsbach (Erzgebirgskreis) 35 Hunde der Rasse Bayerischer Gebirgsschweißhund (BGS) beschlagnahmt und auf umliegende Tierheime verteilt. Die Hunde waren bei einer Hausdurchsuchung entdeckt worden, bei der einem Bericht der Freien Presse zufolge Waffen sichergestellt werden sollten. Es habe sich sich um eine „Vollstreckungsmaßnahme im Rahmen eines Verwaltungsverfahrens im Waffenrecht“ gehandelt, erklärte ein Behördenvertreter gegenüber der Zeitung. Die Tochter des Justizvollzugsbeamten, bei dem die Hausdurchsuchung stattfand, soll einen Handel mit Jagdwaffen betreiben. Die Hunde waren zufällig bei der Hausdurchsuchung entdeckt worden und laut Amtstierarzt „erheblich vernachlässigt“, so ein weiterer Bericht der Freien Presse. Eine Mitarbeiterin eines Tierheims sagte, die BGS seien zwar relativ gut genährt, aber, im Verhalten aber auffällig: Sie können „so gut wie nichts“ und  reagierten ängstlich auf Menschen. In dem Haus sei unbestätigten Berichten zufolge eine „Jagdhundezucht“ betrieben worden.

Beitragsbild: BGS-Porträt. Foto: Robert Saemann-Ischenko

Die Red. dankt JAWINA-Leser NoS für den Hinweis!

Sachsen: 71 gemeldete Nutztierrisse in 2016, Wölfe auf Futtersuche im Siedlungsgebiet

Das „Kontaktbüro Wölfe in Sachsen“ (vorm. Kontaktbüro Wolfsregion Lausitz“, s.u.) hat einen Jahresrückblick zur Verbreitung der Wölfe in Sachsen herausgegeben. Demnach wurden im Monitoringjahr (MJ) 2015/2016 im Freistaat Sachsen 15 Rudel, 3 Paare und ein territoriales Einzeltier nachgewiesen (siehe Karte). Von diesen 19 Territorien konnten bisher 17 auch im laufenden Monitoringjahr bestätigt werden. Vom Cunewalde Rudel gibt es aktuell keine Nachweise mehr. Im Raum Spremberg ist es im aktuellen Monitoringjahr zu Verschiebungen zwischen angrenzenden Wolfsterritorien gekommen. Derzeit wird versucht über das Monitoring abzuklären, welche Wölfe im Gebiet zwischen Schleife und Spremberg unterwegs sind und ob das Spremberger Rudel noch existiert. Der Status in den Territorien Cunewalde und Spremberg ist derzeit unklar.

Im Raum Bernsdorf wurde im letzten Monitoringjahr ein markierendes Paar nachgewiesen. Der Rüde wurde im Oktober bei Kamenz tot aufgefunden. Einige Tage später wurde bei Bernsdorf ein Welpe angefahren und auf Grund seiner Verletzungen eingeschläfert. Die Vermutung, dass er ein Nachkomme des Bernsdorfer Wolfspaares sein könnte, bestätigte sich nicht. Bei der genetischen Untersuchung konnte der Welpe keinen genetisch bekannten Wölfen zugeordnet werden. Da in diesem Gebiet aktuell erneut ein Wolfspaar bestätigt wurde, muss es hier zu einem Wechsel gekommen sein. Aktuell wird versucht über genetische Untersuchungen festzustellen, ob der tote Welpe dem neuen Wolfspaar zuzuordnen ist und ob es sich bei diesem um dieselben Tiere handelt, die auch im Gebiet um Senftenberg (Brandenburg) nachgewiesen wurden.

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Sachsen: Diskussion um Wolfsabschüsse

„Entfernung eines Wolfes oder mehrerer Wölfe kann als letztes Mittel ergriffen werden“, heißt es in einer Pressemitteilung des „Kontaktbüros Wolfsregion Lausitz“ zum Herdenschutz im Bereich des Rosenthaler Wolfsrudels. Nutztierhalter werden aufgefordert, den Herdenschutz zu intensivieren. Die „Aktionsgruppe Wolf“ im LJV Sachsen unterstützt Forderungen des Bautzener Landrats nach Wolfsabschüssen in dem Gebiet, wie die Sächsische Zeitung berichtet.

Im folgenden die PM des Kontaktbüros im Wortlaut: „Im Bereich des Rosenthaler Wolfsrudels kam es vermehrt zu Übergriffen auf Schafe. Neben ungeschützten bzw. nicht ausreichend geschützten Tieren, waren auch solche, die nach den Anforderungen zur Gewährung von Schadenausgleichzahlungen (Mindestschutz) geschützt waren, betroffen. In letzteren Fällen wurden in den beiden Vorjahren vor allem Elektrozäune aber auch Festzäune überwunden. Um dieser Entwicklung entgegen zu wirken, wurden im letzten Jahr die Schaf – und Ziegenhalter in der Region des Rosenthaler Rudels darauf hingewiesen, ihre Zäune zu kontrollieren und gegebenenfalls an den empfohlenen Herdenschutz anzupassen. Zugleich wurde „Flatterband“ (Breitbandlitze), welches ca. 20 – 30 cm über den Zaun gespannt wird, an die Tierhalter ausgegeben.

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Sachsen: Fünf neue Wolfsrudel, drei neue Wolfspaare

Aktuell gibt es in Sachsen 19 bestätigte Wolfsterritorien (Abb.1, Tab.1). Davon liegen 17 Territorien ganz im Freistaat Sachsen und zwei Territorien sind grenzübergreifend: eines zu Brandenburg (SP) und ein weiteres zur Tschechischen Republik (HW). Drei Wolfsterritorien (AH, RZ und Z) haben nur zu einem kleinen Teil ihr Gebiet auf sächsischer Seite und werden daher in den Nachbarländern mitgezählt.

Entwicklung in Sachsen:

Im letzten Monitoringjahr* 2015/2016 wurden in im Freistaat Sachsen 15 Rudel, 3 Paare und ein territoriales Einzeltier nachgewiesen. Somit haben sich im Vergleich zu 2014 in Sachsen fünf neue Rudel (Königshainer Berge, Gohrischheide, Biehain, Cunewalde, Knappenrode) und drei neue Paare (Neustadt, Raschütz, Bernsdorf) etabliert.
Über die Nachweise der neuen Territorien in den Königshainer Bergen, der Gohrischheide, Neustadt und Raschütz (Raum Großenhain) berichtete das Kontaktbüro bereits. Die Auswertung von genetischen Untersuchungen ergab nun auch Klarheit in anderen Bereichen. Dies betrifft das Biehainer Rudel, im Bereich nördlich und südlich des Biehainer Forstes, und das Knappenrode Rudel südlich von Hoyerswerda. Auch aus dem Bereich Cunewalde konnten die genetischen Untersuchungen nun den Nachweis erbringen dass dort im letzten Jahr Welpen geboren wurden. Bereits im Herbst 2015 lieferten Fotofallenaufnahmen erste  Hinweise darauf, endgültig geklärt wurde der Status des Vorkommens aber erst jetzt.

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Sachsen: Rekord-Streckenergebniss beim Schalenwild

In der vergangenen Jagdsaison haben die Jägerinnen und Jäger im Freistaat Sachsen insgesamt rund 121 000 Stück Wild zur Strecke gebracht. Den größten Anteil daran hat das Schalenwild mit mehr als 75 000 erlegten Stücken. „Das ist bemerkenswert“, stellt Staatsminister Thomas Schmidt fest. „Denn es handelt sich dabei um das bisher höchste Streckenergebnis seit 1991″. Die statistische Auswertung der Streckendaten aus dem Sächsischen Wildmonitoring listet für den Zeitraum vom 1. April 2015 bis 31. März 2016 unter anderem 4 137 Stück Rotwild (Vorjahr: 3 737), 36 528 Stück Rehwild (Vorjahr: 33 280) und 32 878 Wildschweine (Vorjahr: 27 962) auf.

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Wolfsabschuss: WWF setzt Belohnung von 25.000 Euro aus

„Deutschland hat ein Wilderei-Problem“

Die Naturschutzorganisation WWF hat eine Belohnung in Höhe von 25.000 Euro ausgesetzt für “ sachdienliche Hinweise, die im aktuellen Fall zur Ergreifung des Täters führen.“ Der WWF verurteilte die Tat aufs Schärfste und forderte von den Ermittlungsbehörden eine „intensive“ Strafverfolgung. „Deutschland hat ein Wilderei-Problem. Immer wieder werden bedrohte und geschützte Tiere  illegal getötet. Im seltensten Fall wird ein solches Verbrechen jedoch aufgeklärt. Das ist eines modernen Rechtsstaats unwürdig“, erklärte Moritz Klose, Wildtierreferent beim WWF Deutschland in einer Stellungnahme. Es dürfe nicht der Eindruck entstehen, dass das Nachstellen geschützter Arten ein Kavaliersdelikt sei.

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Sachsen: Erneut illegaler Wolfsabschuss in der Lausitz

Am Samstag, den 9. Juli 2016, wurde im Landkreis Görlitz, im Waldgebiet Biehain, ein toter Wolf gefunden. Das teilt das Landeskriminalamt Sachsen (LKA) in einer Presseerklärung mit. Nach ersten Erkenntnissen ist das Tier erschossen worden. Spezialisten des Landeskriminalamtes Sachsen haben die Ermittlungen wegen der illegalen Tötung des Wolfes übernommen, sie dauern gegenwärtig noch an. Es ist der sechste Fall einer gesetzwidrigen Wolfstötung in Sachsen seit 2011, welcher kriminalpolizeilich untersucht wird. Sollte ein Beschuldigter ermittelt werden, droht diesem eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe. PM LKA

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Neue Wolfsvorkommen in Sachsen

Westlich der Königsbrücker Heide hat sich im Landkreis Meißen ein neues Wolfsrudel etabliert. In diesem Bereich gibt es seit Ende 2015 einzelne Nachweise, zuletzt berichtete das Kontaktbüro Anfang März 2016 von einer Wolfssichtung bei Großenhain.
Am 27.06.2016 wurde dem Wolfsmanagement nun der Nachweis von drei Wolfswelpen gemeldet. Somit steht fest, dass sich dort eine neue Wolfsfamilie gegründet hat. Noch liegen keine genetischen Proben aus dem Gebiet vor. Auch muss im Rahmen des Monitorings geklärt werden, in wie weit sich das Territorium des neuen Rudels möglicherweise nach Norden in das Land Brandenburg erstreckt.
Dort war im Bereich von Schraden bzw. der Ruhlander Heide im letzten Monitoringjahr* ein Rudel bestätigt worden. Die am nächsten gelegenen, bekannten sächsischen Wolfsvorkommen sind das Königsbrücker Heide- und das Laußnitzer Heide-Rudel östlich der BAB 13, sowie das Gohrischheide Rudel.

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Wolfstag in Dohna

Seit über 15 Jahren ist der Wolf in Sachsen wieder heimisch. Auch in der Sächsischen Schweiz ist er zurück. Im Bereich um den Hohwald gibt es seit 2012 ein Wolfsterritorium, aktuell ist dort eine sesshafte Wölfin nachgewiesen.
Zum ersten Mal organisiert das Kontaktbüro „Wolfsregion Lausitz“ den Wolfstag zusammen mit dem Sächsisch-Böhmischen Bauernmarkt in Dohna.
Die Besucher des Wolfstages erwartet ein abwechslungsreiches Programm für Jung und Alt mit Film- und Theater-vorführungen, sowie Fachvorträgen und Informationsständen.

Am Wolfstag erhalten Sie unter anderem Antworten auf diese spannenden Fragen:
Wie funktioniert das Zusammenleben mit dem Wolf in der Kulturlandschaft?
Wie lebt er, wie lernt er? Wovon ernährt er sich?

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Sachsen: Wolf klaut Sauschwarte

In Lodenau, einem Ortsteil der Kleinstadt Rothenburg in der Oberlausitz (Landkreis Görtlitz) hat ein Wolf eine frisch abgezogene Sauschwarte vom Grundstück eines Jägers geklaut. Das berichtet die Sächsische Zeitung (SZ). Demnach hatte Jäger Gerd Eberle gerade ein Wildschwein abgeschwartet und zerwirkt. Nach getaner Arbeit ging er kurz ins Haus, die Schwarte ließ er auf dem Boden vor der Kühlkammer liegen. Als er wieder ins Freie trat, bemerkte er einen Wolf, der bis auf vier Meter an ihn herankam und dann durch eine Lücke im Zaun verschwand. Die Schwarte war weg. Eberle folgte der Spur des Wolfs und fand die Stelle, wo der Wolf die verwertbaren Teile der Schwarte verspeist hatte. Nur ein paar Borsten waren übrig.

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Sachsen: Ohne Herdenschutz kein Geld mehr bei Wolfsrissen

Übergangsfrist ist ausgelaufen – Herdenschutzmaßnahmen sind sachsenweit Voraussetzung für Schadensausgleichszahlungen

Seit dem 09.02.2016 haben Halter von Schafen, Ziegen und Gatterwild in Sachsen nur noch dann Anspruch auf Schadensausgleich, wenn bei einem Nutztierriss durch einen Wolf der vorgeschriebene Mindestschutz vorhanden war. Entschädigung von nicht oder unzureichend geschützten Nutztieren wird nicht mehr geleistet. Das teilt das „Kontaktbüro Wolfsregion Lausitz“ in einer Presseinformation mit.

Vor einem knappen Jahr wurde das Fördergebiet zum präventiven Herdenschutz gegen Wolfsübergriffe auf den gesamten Freistaat Sachsen erweitert. Das heißt, dass seitdem alle Schaf- und Ziegenhalter sowie Betreiber von Wildgattern im gesamten Freistaat Sachsen Fördermittel zur Sicherung ihrer Nutztiere beantragen können. Die Landkreise Bautzen, Görlitz, Meißen, Sächsische Schweiz – Osterzgebirge sowie Teile der Landkreise Mittelsachsen, Leipzig und Nordsachsen waren bereits seit 2011 in der Förderkulisse. Die Tierhalter im neu dazugekommenen Fördergebiet hatten ein Jahr Zeit, entsprechende Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Diese Frist ist am 9. Februar abgelaufen.

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Bei Hamburg: Polizei vertreibt Wolf aus Wohngebiet

Grüne fordern bundesweit einheitlichen Wolfsschutz

In Buchholz bei Hamburg ist ein Wolf am Vormittag des 1. April durch die Straßen der Ortschaft spaziert, meldet der Stern. Erst wurde das Tier vor einem Hotel gesehen, dann streifte es „seelenruhig“ durch die Straßen, bis es vor einem Gartenzaun stehen blieb, hinter dem ein Rentner mit Gartenarbeit beschäftigt war. Die Polizei, die entsprechende Meldungen zuerst für  Aprilscherze gehalten hatte, verfolgte das Tier mit einem Streifenwagen, bis es in einem Wäldchen verschwand. Der Stern zitiert den Rentner, der in einem Interview mit der Hamburger Morgenpost gesagt hatte, der Wolf habe „wie ein Hund auf der Suche nach seinem Herrchen“ gewirkt. Das dürfte ein Missverständnis gewesen sein…

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Wildschwein-Forscher der Uni Rostock starten Projekt in Sachsen

„Wildschweine vermehren sich explosionsartig und richten große Schäden in der Landwirtschaft an“, sagt Dr. Hinrich Zoller von der Universität Rostock. Aus ganz Deutschland erhält der Biologe derzeit Anfragen zu „seinem“ Wildschwein-Forschungsprojekt. Er erkundet seit drei Jahren im Auftrag der Hansestadt Rostock und dem Schweriner Landwirtschaftsministerium in und um Rostock die Gewohnheiten der Schwarzkittel vor allem mit dem Ziel, sie künftig von Parks, Straßen, Gärten und Feldern fernzuhalten. Seit über zwei Jahren sind die Ortskerne von Rostock Markgrafenheide und Hohe Düne wildschweinfrei. Dort war das Pilotprojekt zur Wildschwein-Bekämpfung gestartet. Zoller kennt sich auch als Waidmann mit den Gepflogenheiten der Wildschweine bestens aus. Er gehört in Deutschland mit zu den ersten Forschern, die sich so intensiv mit Wildschweinen im städtischen Bereich beschäftigen.

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Sachsen: Wolfssichtung bei Großenhain

Am vergangenen Freitag, den 04. März, wurde am Morgen bei Weßnitz in der Nähe von Großenhain (Landkreis Meißen) ein Wolf gesichtet und fotografiert. Das Tier überquerte die Straße, blieb kurz stehen und lief dann weiter. Am selben Tag gab es etwas später, etwa 2 km östlich bei Göhra eine weitere Sichtung, bei der es sich wahrscheinlich um dasselbe Tier handelte. Das Geschlecht konnte nicht erkannt werden.
Vermutlich handelte es sich bei dem Wolf um ein abwanderndes Jungtier. Junge Wölfe verlassen in der Regel mit 1 bis 2 Jahren ihr elterliches Territorium auf der Suche nach einem eigenen Revier, um dort eine eigene Familie zu gründen. Dabei können sie hunderte Kilometer zurücklegen, weshalb Wölfe regelmäßig auch außerhalb von bestätigten Wolfsgebieten gesichtet werden.

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Schon wieder zwei Wölfe tot

In der Nacht zum Sonntag ist auf der A13 bei Kittlitz (Brandenburg, Landkreis Oberspreewald-Lausitz) ein weiterer Wolf überfahren worden. Autofahrer entdeckten den Kadaver auf dem Seitenstreifen und verständigten die Polizei. Erst vor wenigen Tagen waren zwei Wolfswelpen auf dem Berliner Ring dem Straßenverkehr zum Opfer gefallen.

Bei Hoyerswerda (Sachsen, Landkreis Bautzen) hat die Polizei eine tote Wolfsfähe entdeckt. Das Tier war schon längere Zeit tot. Es liegen keine Anzeichen für einen illegalen Abschuss oder einen Wildunfall vor. Vermutlich ist das Tier an einer Krankheit gestorben. SE

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Sachsen: Behörde verbietet Wildwarnreflektoren – nun doch nicht

Einem Bericht der Tageszeitung Freie Presse zufolge hat das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASUV) die Anbringung von Wildwarnreflektoren an der neu zu bauenden B169 zwischen Greifendorf und Arnsdorf (Landkreis Mittelsachsen) untersagt. Jäger aus den örtlichen Kreisjagdverbänden wollten die Wildwarnreflektoren auf eigene Kosten anbringen. Dem Bericht der Freien Presse zufolge, der von anderen (Jagd)Medien übernommen wurde, stellte sich das LASUV quer: Da „im Zuge der Genehmigungsplanung und Herstellung des Baurechts“ festgestellt worden sei, dass die Reflektoren dort nicht erforderlich seien, habe die Behörde dem Jagdverband eine Absage erteilt“, wurde die Pressesprecherin des LASUV, Isabel Siebert in der Freien Presse zitiert.

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Eine gute Zeit für Wölfe

Mehr Rudel, mehr Welpen, größere Territorien: Die aktuellen Monitoringberichte für Sachsen und Sachsen-Anhalt belegen die rasante Ausbreitung des Wolfs in Deutschland.

Verbreitung in Sachsen im Monitoringjahr 2014/2015:

In Sachsen wurden im letzten abgeschlossenen Monitoringjahr 2014/2015* zehn Wolfsrudel und ein territorialer Wolf nachgewiesen. Neun Wolfsterritorien liegen ganz im Freistaat Sachsen. Darüber hinaus sind zwei Territorien grenzübergreifend: Eines zu Brandenburg (SP) und ein weiteres zur Tschechischen Republik (HW). Drei Wolfsterritorien (AH, RZ und Z) haben nur zu einem kleinen Teil ihr Gebiet auf sächsischer Seite und werden daher in den Nachbarländern mitgezählt.

Entwicklungen im aktuellen Monitoringjahr 2015/2016

Im Laufe des Monitoringjahres 2015/2016 konnte in neun der bekannten sächsischen Wolfsrudel Nachwuchs bestätigt werden (DZ, DN, KH, LH, MI, NY, NO, RT, SP). Insgesamt konnten 33 Welpen nachgewiesen werden, wobei es sich dabei um Mindestzahlen handelt. Darüber hinaus hat südlich des Nieskyer Rudels im Bereich der Königshainer Berge eine weitere Reproduktion stattgefunden. Genetische Analysen ergaben, dass sich die ehemalige Kollmer Fähe mit einem unbekannten Rüden verpaart hat. Einer der Welpen wurde im Juni in den Königshainer Bergen tot aufgefunden, er starb im Alter von ca. 7 Wochen an einer Magen-Darm-Erkrankung.

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Monitoring: Neue Wolfsrudel in Sachsen

Das Kontaktbüro „Wolfsregion Lausitz“ hat eine aktuelle Pressemeldung zu den Wolfsvorkommen in Sachsen herausgegeben. Darin heißt es: „Im letzten Monitoringjahr 2014/2015 konnten in Deutschland 31 Wolfsrudel, 8 Paare und 6 territoriale Einzeltiere in sechs Bundesländern nachgewiesen werden. Davon leben zehn Wolfsrudel und ein territorialer Wolf in Sachsen. Neun Wolfsterritorien liegen ganz im Freistaat Sachsen. Darüber hinaus sind zwei Territorien grenzübergreifend: Eines zu Brandenburg und ein weiteres zur Tschechischen Republik (siehe Beitragsbild). Drei Wolfsterritorien (AH, RZ und Z) haben nur zu einem kleinen Teil ihr Gebiet auf sächsischer Seite und werden daher in den Nachbarländern mitgezählt.

Mögliche Neuetablierung(en) in Sachsen:

Die genetische Untersuchung des im Juni 2015 tot aufgefundenen 7 Wochen alten Welpen (Todesursache Magen-Darm-Erkrankung) im Bereich der Königshainer Berge (Landkreis Görlitz) ergab, dass das Tier kein Nachkomme des Nieskyer Wolfspaares ist. Die Tatsache, dass der Welpe keinem bekannten Rudel zugeordnet werden kann, lässt darauf schließen, dass sich ein neues Rudel etabliert hat. Westlich von Löbau bei Cunewalde (Landkreis Bautzen) gibt es ebenfalls Hinweise auf Welpen. Ob diese beiden Bereiche, Cunewalde und Königshain, zu einem oder zwei getrennten Territorien gehören, ist noch unklar.

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Erstes Schwarzwildgatter in Sachsen eröffnet

Jagdhundeausbildung wird weiter professionalisiert – Sachsenforst und der Landesjagdverband Sachsen eröffnen erstes Schwarzwildgroßgatter zur Jagdhundeausbildung in Sachsen

Der Staatsbetrieb Sachsenforst hat gestern (10.09.) sein neu errichtetes Schwarzwildgatter im Wermsdorfer Wald bei Leipzig an den Landesjagdverband Sachsen übergeben. Dieser wird das Schwarzwildgatter künftig betreiben und den reibungslosen und tierschutzgerechten Ablauf der Jagdhundeausbildung am wehrhaften Wild garantieren.

Die Schwarzwildstrecke liegt in Sachsen seit Jahren auf einem konstant hohen Niveau. Im Jagdjahr 2015 wurden landesweit etwa 27.000 Schwarzkittel erlegt. Gleichzeitig steigen die Schäden, die die Landnutzer, allen voran die Landwirte, aber auch Waldbesitzer, zu tragen haben, stetig. Eine wirksame Reduktion der Schwarzwildbestände konnte trotz intensiver jagdlicher Bemühungen noch nicht erreicht werden. Weil die Ursachen hierfür komplex sind, müssen alle Beteiligten gemeinsam handeln: „Es liegt in unserer Verantwortung als Jäger und Flächenverwalter, dieser Entwicklung Einhalt zu gebieten. Revierübergreifenden, gut organisierten Drückjagden fällt dabei eine Schlüsselrolle zu“ so Landesforstpräsident Prof. Dr. Hubert Braun im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung.

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Sachsen: Wölfe reißen 19 Schafe – auf vorbildlich gesicherter Koppel

Auf einer Weide bei Cunnewitz (Landkreis Bautzen) haben Wölfe fast 20 Schafe gerissen: Elf Tiere wurden getötet, sechs verletzt, zwei Schafe werden vermisst. Die Koppel war nach Einschätzung von Experten vorbildlich mit Elektrolitzen und Flatterband gegen Wolfsangriffe geschützt, was auch die Kreisbehörde bestätigte. Gutachter haben bereits bestätigt, dass Wölfe eindeutig die Verursacher waren. Diverse Medien zitieren Experten mit der Aussage, dass es sich bei dem Vorfall um einen sogenannten „Overkill“ handele, bei dem die Wölfe viel mehr ihrer weitgehend wehrlosen Opfer töteten, als sie fressen können. SE

Beitragsbild: Schaf – möchte man dieser Tag nicht unbedingt sein. Copyright: SE

Sachsen: Reh verwüstet Kinderzimmer

Mächtig viel Aufregung verursachte einer Polizeimeldung zufolge am Sonntagmittag ein Reh in Eibau bei Görtlitz: Vermutlich durch einen Radfahrer aufgeschreckt, machte es einen Satz durch das geschlossene Fenster eines Hauses und landete im Kinderzimmer. Die Glasscheibe ging dabei zu Bruch. Das Tier hetzte panisch herum und verwüstete die Inneneinrichtung. Der von dem Krach alarmierte und herbeigeeilte Hausbesitzer sah das Dilemma und öffnete beide Fensterflügel, um dem verängstigten Wildtier die Flucht zu ermöglichen. Das Reh sprang ins Freie und enteilte leicht verletzt. Während der ganzen Aktion befand sich der Sohn im Raum und blieb, wie durch ein Wunder, unverletzt. Dass es für ihn das schönste Ferienerlebnis wird ist nach Ansicht der Polizei eher unwahrscheinlich. PM Polizei Sachsen

Beitragsbild: Diese Rehe waren es nicht – dank des unermüdlichen Einsatzes deutscher Weidmänner können sie keine Kinder mehr gefährden! Copyright: SE

Toter Wolf: DJV und LJV Sachsen stellen Strafanzeige gegen Unbekannt

DJV: Jäger verurteilen illegale Tötung eines Wolfes bei Görlitz aufs Schärfste

Der Deutsche Jagdverband und der Landesjagdverband Sachsen haben Strafanzei gegen Unbekannt gestellt und verurteilen die illegale Tötung eines Wolfes in der Nähe von Görlitz aufs Schärfste. Die beiden anerkannten Naturschutzvereinigungen fordern eine konsequente Strafverfolgung und begrüßen die sofortige Aufnahme der Ermittlungen durch das Landeskriminalamt Sachsen. Konflikte, die mit der Ausbreitung des Wolfes in Deutschland zwangsläufig zunehmen, können nur auf legalem Wege gelöst werden.

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Sachsen: Wolf getötet, LKA ermittelt

In der Nacht vom  25. zum  26. Juli 2015 wurde im Landkreis Görlitz, in der Nähe der Bundesautobahn 4, ein Wolf getötet. Nach ersten Erkenntnissen ist das Tier erschossen worden. Hierzu haben Spezialisten des Landeskriminalamtes Sachsen die Ermittlungen wegen der illegalen Tötung des Wolfes übernommen. Die Einsatzmaßnahmen vor Ort dauern gegenwärtig noch an. Es ist bereits der fünfte Fall einer gesetzwidrigen Wolfstötung in Sachsen, welcher kriminalpolizeilich untersucht wird. PM Polizei Sachsen

Beitragsbild: Bildschirmfoto der Internetseite der Polizei Sachsen mit der zitierten PM. Copyright: Polizei Sachsen

Ganz Sachsen ist Wolfsgebiet

Sachsen: Erleichterter Wolfsabschuss?

Der Petitionsausschuss des Sächsischen Landtags empfiehlt der Politik, Wolfsgegnern Zugeständnisse zu machen.

10.650 Unterschriften haben zwei Schäfer, Manfred Horn und Eberhard Klose aus Neustadt in der Sächsischen Schweiz, gesammelt und diese mit einer Petition, die Maßnahmen gegen die weitere Ausbreitung des Wolfs in Sachsen fordert, beim Landtag eingereicht. Das war vor anderthalb Jahren, wie die Sächsische Zeitung in der Ausgabe vom 15.08. berichtet. In der nun vorliegenden Antwort fordert der Petitionsausschuss die Politik auf, den Wolfsgegnern Zugeständnisse zu machen.

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Neues von den Wölfen aus Sachsen und Südbrandenburg

In Sachsen sind aktuell zwölf Wolfsrudel oder –paare bestätigt, von denen zehn ihre Territorien ganz (Daubitz, Nochten, Niesky, Dauban, Kollm, Milkel, Seenland, Königsbrück, Rosenthal, Laußnitzer Heide) und 2 überwiegend im Freistaat haben. Von letzteren ist das Spremberger Rudel grenzübergreifend mit Brandenburg und das Hohwald Rudel mit der Tschechischen Republik. In der Annaburger Heide, die hauptsächlich in Sachsen-Anhalt liegt, aber nach Brandenburg und Sachsen hineinreicht, lebt ebenfalls ein Wolfsrudel (siehe Karte). Durch Genetikproben aus dem Biehainer Forst östlich von Niesky ist bekannt, dass das polnische Ruszow Rudel sein Territorium zum Teil auch auf sächsischer Seite hat (nicht auf der Karte dargestellt).

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Tod im Rapsfeld: Erneut illegaler Wolfsabschuss

Am Sonntagmorgen, den 13.07.2014, wurde an der Straße zwischen Halbendorf/Spree und Lömischau (Landkreis Bautzen) ein ca. einjähriger, weiblicher Wolf tot aufgefunden. Der Fundort liegt im Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft, im Bereich des Daubaner Wolfsterritoriums. Bei der Begutachtung vor Ort wurde eine Verletzung festgestellt, die durch eine Schusswaffe verursacht worden sein könnte. Daraufhin wurde die Polizei verständigt. Zur weiteren Untersuchung wurde der Kadaver an das Leibniz Institut für Zoo- und Wildtierforschung Berlin (IZW) gebracht, wo sich der Anfangsverdacht bestätigte. Noch ist unklar aus welchem Rudel die junge Wölfin stammt, dies muss die genetische Untersuchung am Senckenberg Institut für Wildtiergenetik in Gelnhausen klären.

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