Schlagwort-Archive: Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt: Kein einziger Antrag auf Förderung von Herdenschutzhunden

+++ Tschechien: Wölfe reißen 19 Schafe im Böhmerwald an der bayerischen Grenze +++

Offenbar wurde wieder einmal ein bürokratisches Monster erschaffen: Vor dem Hintergrund der auch in Sachsen-Anhalt zunehmenden Angriffe von Wölfen auf Nutztiere, wurde im April 2017 ein Programm zur Förderung von Herdenschutzhunden „mit großem Tamtam“ gestartet worden, wie der MDR schreibt. Umweltministerin Claudia Dalbert (Grüne) versprach sich viel von dem von ihr initiierten Projekt: „Wir fördern nicht mehr nur Zäune und Gehege, sondern auch Helfer auf vier Pfoten, die den nötigen Schutz bieten. Ich habe große Erwartungen in die Herdenschutzhunde“, sagte die grüne Ministerin dem Sender. Doch die erhoffte Resonanz blieb aus: Wie das Umweltministerium auf Anfrage des MDR Sachsen-Anhalt einräumte, sei bisher kein einziger Antrag auf Förderung von Herdenschutzhunden eingegangen. Die Antragsfrist sei daher bis September 2017 verlängert worden. Wirklich erstaunlich ist das Debakel allerdings nicht, denn die bürokratischen Anforderungen für die Förderung sind hoch.

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Sachsen-Anhalt: Schonzeit für Schmalrehe und Rehböcke verkürzt

In Sachsen-Anhalt ist die Schonzeit für Schmalrehe und Rehböcke verkürzt worden. In der gestern im Amtsblatt veröffentlichten „Verordnung des Landesverwaltungsamtes Sachsen-Anhalt über die Aufhebung von Schonzeiten des Rehwildes“ (S. 96) wird die Maßnahme mit hohen Wildschäden und Wildunfällen begründet. Die Jagdzeit für Böcke und Schmalrehe beginnt jetzt bereits am 15. April, Rehböcke können bis zum 31. Januar bejagt werden.

Zur Begründung führt der Verordnungstext aus:

„Hohe Rehwildbestände führen nach wie vor, vor allem in der Forstwirtschaft, zu hohen Wildschäden. Die Forderung des Landeswaldgesetzes Sachsen-Anhalt, dass die natürliche Verjüngung des Waldes sowie die Entwicklung der typischen Bodenvegetation ohne Zaunschutz möglich seien soll, ist derzeit nicht umsetzbar. In den vergangenen 25 Jahren ist die Klimaerwärmung auch durch eine Vorverlagerung des Vegetationsverlaufes deutlich spürbar geworden. Auf Feldflächen mit Wintersaaten und Raps ist das Rehwild bereits zum 1. Mai kaum noch sichtbar und in den Waldflächen wird durch den zeitigeren Laubaustrieb die Jagdausübung schwieriger. In den letzten drei Jahren sind die Wildunfallzahlen ständig angestiegen. An über 70 % der Wildunfälle ist das Rehwild beteiligt.

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Sachsen-Anhalt: Jäger stirbt bei Jagdunfall

Ein 76 Jahre alter Jäger aus Kusey (Altmarkkreis Salzwedel) ist bei einem Jagdunfall ums Leben gekommen. Er war am Dienstag Morgen von der Jagd nach Hause gekommen. Um 5.44 Uhr setzte er einen Notruf ab und teilte der Rettungsstelle mit, dass er sich eine Schussverletzung zugezogen habe. Dann riss das Gespräch ab. Mehrere Versuche, die Verbindung wieder herzustellen, blieben erfolglos. Die zeitgleich losgeschickten Rettungskräfte konnten nur noch den Tor des Mannes feststellen. Das Geschoss aus der Langwaffe hatte das Bein des Jägers oberhalb des linken Knies durchschlagen. Dabei, so erläutere ein Polizeisprecher gegenüber JAWINA, müsse ein großes Blutgefäß verletzt worden sein. Der 76jährige verblutete. Nach Informationen ereignete sich der Unfall, nachdem der Jäger das Fahrzeug verlassen hatte. Vermutlich – darauf deutet der Treffersitz hin – löste sich der Schuss, als der Mann die geladene und nicht gesicherte Waffe am Lauf aus dem Auto ziehen wollte. SE

Beitragsbild: Nachlässigkeit beim Waffentransport kostete einen Weidmann aus Sachsen-Anhalt das Leben. Foto: SE

Neue Wolfsvideos auf YouTube

 

Zwei interessante Videos haben wir auf dem YouTube-Kanal der Mitteldeutschen Zeitung (MZ) entdeckt:
Auf dem einen ist ein Wolf zu sehen, der unmittelbar neben der Straße ein stattliches Reh erbeutet hat und fortschleppt. Köstlich die Kommentare des ziemlich konsternierten filmenden Paars im Auto.
Video zwei zeigt einen Wolf, der ganz ohne Scheu einem pflügenden Traktor folgt – wie früher die Störche…

 

JAWINA dankt der Online-Redaktion der MZ für das OK zum Einbetten!

Videos: Mitteldeutsche Zeitung (MZ)/YouTube

Debatte im Landtag: Sachsen-Anhalt ohne Waffen?

Grüne fordern erneut Halbautomaten-Verbot

Die Grünen wollen Sachsen-Anhalt (noch) sicherer machen. Deshalb haben sie beantragt, in der  13.  Sitzungsperiode  des  Landtages  von  Sachsen-Anhalt  am  4./5. Mai 2017, eine Aktuelle Debatte zum Thema „Sachsen-Anhalt sicher machen. Ohne Waffen!“ durchzuführen. Zur Begründung heißt es in dem Antrag, in Sachsen-Anhalt steige die Zahl der Verstöße gegen das Waffengesetz: „Für 2016 zählte das Ministerium für Inneres und Sport einen Anstieg von 973 auf 1179 Straftaten.“ Gleichzeitig stiegen die Anträge auf Erteilung eines kleinen Waffenscheins weiter an. Immer mehr, zum Teil erlaubnisfreie Waffen würden bei den Behörden registriert. Ereignisse der Vergangenheit zeigen nach Ansicht der Grünen deutlich, dass Waffenbesitz massive Sicherheitsprobleme aufwerfen könne. Auch die Polizeigewerkschaften warnten vor den Gefahren einer gesellschaftlichen Aufrüstung. Durch Schusswaffeneinsatz mit tödlichem Ausgang, Angriffe mit Schusswaffen auf Polizisten und diverse Waffenfunde, unter anderem bei Reichsbürgern, sei die Notwendigkeit gegeben, den legalen und illegalen Waffenbesitz in Sachsen-Anhalt im Rahmen einer Aktuellen Debatte zu diskutieren.

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Sachsen-Anhalt: Kreistag Stendal beschliesst Wolfs-Resolution

Sachsen-Anhalt: Kindergärtnerinnen werden für Wolfsbegegnungen geschult +++ Bayern: Wolfsnachweis im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen

Der Kreistag von Stendal hat in seiner Sitzung am Donnerstag auf Antrag der CDU-Fraktion einer Resolution „für ein praxistaugliches Wolfsmanagement“ zugestimmt. Im folgenden geben wir den Wortlaut der Resolution wieder:

Der Kreistag verabschiedet vorliegende Resolution zum Wolfsmanagement und bittet die Landesregierung Sachsen-Anhalt und die Bundesregierung in der Sache tätig zu werden.

1. Überprüfung der FFH-Richtlinien und Anpassung des Schutzstatus

2. Vorkehrungen zu treffen, wie man den wachsenden Bestand zukünftig kontrollieren und die Weichen für eine Regulierung der Population stellen will.

3. Jährliche Monitoring-Ergebnisse zum Wolf mit allen Betroffenen, also der Wissenschaft, dem Naturschutz, den Nutztierhaltern, Grundeigentümern sowie der Jägerschaft auszutauschen.

4. Die Aufnahme des Wolfes in das Jagdrecht mit feststehender Jagd- und Schonzeit. Ausschluss der Pflicht zur Hege und der Wildschadensvergütung

Wolfgang Kühnel
Fraktionsvorsitzender

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Sachsen-Anhalt: FDP fordert Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht

Rechtsanspruch auf Entschädigung von Wolfsschäden für Weidetierhalter

„Die Population des Wolfes entwickelt sich rasant. Um die Art einerseits zu erhalten, andererseits bei Problemen mit Wölfen auch handeln zu können, schlagen wir ein bundesweit einheitliches Monitoringprogramm vor“, erklärt Dr. Lydia Hüskens, stellvertretende Landesvorsitzende der FDP Sachsen-Anhalt.  Zudem solle der Wolf bei ganzjährigem Schutz in das Jagdrecht. In dem am 27. Ordentlichen Parteitag beschlossenen Antrag „Umgang mit Wölfen“, fordern die Freien Demokraten die Aufnahme des Wolfes ins Jagdrecht.  Dieses Jagdrecht soll besonders sicherstellen, dass verletzten Wölfen der Fangschuss gegeben werden darf, etwa nach Unfällen mit Kraftfahrzeugen. Zugleich ermögliche dies auch zügiges Handeln, wenn etwa einzelne Wölfe zu Problemen werden, so die FDP Sachsen-Anhalt auf ihrer Internetseite.

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Zwei tote Wölfe in Sachsen-Anhalt

Wolfsnachweis im Vogtland – Naturschutzorganisationen rufen zu Pro-Wolf-Demo auf

Am Mittwoch hat eine 31-jährige Mercedes-Fahrerin gegen 8 Uhr auf der Bundesstraße 71 zwischen Born und Letzlingen einen Wolf überfahren. Der Wolf starb an der Unfallstelle, am Wagen entstand ein Schaden von ca. 3000 Euro. Die Fahrerin wurde nicht verletzt.

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Überfahrener Wolf an der B 71. Foto: Polizei

Ebenfalls am Mittwoch um 09:03 Uhr wurde die Bundespolizeiinspektion Magdeburg von der Notfallleitstelle der Bahn über ein totes Tier im Gleisbereich in der Nähe des Haltepunktes Magdeburg-Herrenkrug – also unmittelbar in einem dicht besiedelten Wohngebiet in der Nähe der Hochschule, wie die Volksstimme ergänzt – informiert. Das Tier wies Verletzungen, die vermutlich von einer Bahn stammen, im Kopfbereich auf. Das tote Tier, bei dem es sich höchster Wahrscheinlichkeit nach um einen Wolf handelt, wurde durch die Bundespolizisten aus dem Gleisbett genommen. Mitarbeiter der Tierrettung und der Arbeitsgruppe Wildtiere verbrachten den Kadaver zunächst ins Tierheim. Am Mittag wurde er vom Wolfsbeauftragten abgeholt und in ein Berliner Institut transportiert. Dort erfolgt eine DNA-Untersuchung, um unter anderem zu ermitteln, ob es ein Wolf war und zu welchem Rudel er gehörte.

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Brandenburg: Erstmalig landesweite Wolfswachen

Wolf im Landkreis Wittenberg (Sachsen-Anhalt) überfahren – Almbauern kämpfen gegen Wölfe

Während sich die Wolfspopulationen in Brandenburg weiterhin etablieren, ringt die Landesverwaltung mit der Überarbeitung des Wolfsmanagementplanes, klagt das Forum Natur Brandenburg in einer aktuellen Pressemitteilung: Bis zum Wolfsplenum am 26. April in Potsdam soll ein gangbarer Weg gefunden werden, wie die Akzeptanz für den Wolf gesichert werden kann und dabei gleichzeitig die Weidetierhaltung in unseren Kulturlandschaften erhalten bleibt. Bislang steigen allerdings von Jahr zu Jahr die Verluste an Weidetieren. Gleichzeitig warten die Tierhalter oft monatelang auf zugesagte Entschädigungsleistungen. Die Verbände sehen die Politik daher in der Pflicht, im Rahmen der Überarbeitung des Wolfsmanagementplanes klare und verlässliche Regelungen zu schaffen. Die brandenburgischen Bauern fordern von der Landesregierung zudem die zügige unbürokratische Entnahme von Problemwölfen sowie mittelfristig eine Anpassung des EU-Schutzstatus, durch den langfristig die Bejagung möglich wird. Außerdem sollen Wolfsrisse komplett entschädigt werden.

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Sachsen-Anhalt: Wildschwein beißt Frau

Am Samstag hat ein Wildschwein die Innenstadt von Merseburg unsicher gemacht und eine 75 Jahre alte Frau in den Arm gebissen. Das berichtet der MDR. Die Frau musste nach der Attacke zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden. Das Wildschwein war von einigen anderen Passanten gesehen worden, die drei Streifenwagen und der Jagdpächter, die sich an der zweistündigen Suchaktion beteiligten, bekamen es jedoch nicht zu Gesicht. SE

Beitragsbild: Wildschwein. Foto: SE

Sachsen-Anhalt: Zehn Wolfsrudel und drei Wolfspaare

Monitoringbericht 2015/2016 vorgestellt

Seit im Jahr 2008 Wölfe in Sachsen-Anhalt wieder heimisch geworden. sind, nimmt ihr Bestand zu. Der Bestandstrend ist weiterhin steigend. Es wurden innerhalb des Monitoringjahres 2015/16 zehn Rudel und drei territoriale Wolfspaare in Sachsen-Anhalt festgestellt. Die Territorien der Rudel bzw. Wolfspaare liegen teilweise im Grenzbereich zu den benachbarten Bundesländern Brandenburg, Niedersachsen und Sachsen. Zum Vergleich: Im Monitoringjahr 2014/2015 wurden sieben Rudel, zwei territoriale Wolfspaare und ein territorialer Einzelwolf nachgewiesen.

Ebenfalls zugenommen hat die Zahl der Welpen. Im Monitoringjahr 2015/16 wurden mindestens 41 Welpen geworfen und erfolgreich aufgezogen. Die Mehrzahl davon wird aus den Elternrudeln im zweiten Lebensjahr abwandern. Insgesamt wurde zum Ende des Monitoringjahres innerhalb der Wolfsterritorien eine Gesamtzahl von 78 Wölfen (2014: 64) aller Altersklassen nachgewiesen. Als Populationsgröße wird europaweit einheitlich die Anzahl erwachsener, geschlechtsreifer Tiere (Alter > 2 Jahre) innerhalb der territorialen Ansiedlungen herangezogen, da nur diese Tiere für die Reproduktion in Frage kommen. Im Monitoringjahr 2015/2016 wurden 31 erwachsene, geschlechtsreife Wölfe innerhalb der Rudel nachgewiesen, im Vorjahr waren es noch 22. Darunter sind neben den Elterntieren der Rudel auch einige ältere Tiere aus früheren Würfen.

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Originelle Forderung: AfD will Waffengesetze lockern

Die AfD Sachsen-Anhalt, die bei der der Landtagswahl vor gut einem Monat über 24 Prozent der Wählerstimmen erhielt, will die deutschen Waffengesetze lockern. Der Kleine Waffenschein, der zum Führen von Schreckschuss- und Tränengaswaffen berechtigt, solle abgeschafft, der Waffenbesitz „für mündige Bürger“ erleichtert werden, forderte der AfD-Landesvorsitzende André Poggenburg Medienberichten zufolge. Der Kleine Waffenschein sei ohnehin sinnlos, weil man mit den damit zugänglichen Waffen nur Schreckschusspatronen verschießen könne, soll Poggenburg dem MDR zufolge gesagt haben. Die infolge von Amokläufen bisher beschlossenen Waffenrechtsverschärfungen stellten nur „sinnlose Symbolpolitik“ und eine „Gängelung des mündigen Bürgers“ dar. Poggenburg kritisierte die „bürokratische Drangsalierung und Kriminalisierung“ von Legalwaffenbesitzern. Wäre das Waffenrecht liberaler, könnten sich gesetzestreue Bürger nach Ansicht Poggenburgs besser gegen Unrecht zur Wehr setzen.

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Fohlen von Wölfen gerissen – Nabu zur Umsiedlung von Konik-Pferden gezwungen

In der Oranienbaumer Heide in Sachsen-Anhalt sind drei Konik-Fohlen von Wölfen gerissen worden. Die Konik-Pferde wurden als vierbeinige Landschaftspfleger in einem Beweidungsprojekt der zum Nabu Köthen gehörenden Primigenius gGmbH eingesetzt. In einer Pressemitteilung der Primigenius gGmbH heißt es dazu: „Ein weiteres Fohlen wurde so schwer verletzt, dass es trotz tierärztlicher Behandlung noch in der Folgenacht verstarb. Zwei weitere Fohlen wiesen leichte Bissverletzungen auf und sind nach der tierärztlichen Behandlung wohlauf. Zwei Tiere sind verschollen, hier kann die Ursache nicht geklärt werden.“ Nach dem Rissvorfall wurden Stuten mit bereits geborenen Fohlen und tragende Stuten aus dem Wolfsgebiet abtransportiert und anderweitig untergebracht. Es könne „nicht mehr davon ausgegangen werden, dass alle Stuten mit ihrem Herdenverband in der Lage sind, ihre Fohlen effektiv vor dem Wolf zu schützen.“ Der Nabu ist in der Vergangenheit wiederholt in Kritik geraten, weil in ähnlichen Beweidungsprojekten Heckrinder qualvoll verhungert waren.

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Sachsen-Anhalt goes Kenia

Was Jäger, Landwirte und andere Landnutzer befürchtet haben, ist wahr geworden: In Sachsen-Anhalt haben sich Parteivertreter auf die Bildung einer schwarz-rot-grünen Regierungskoalition, einer sogenannten Kenia-Koalition, geeinigt. Die grüne Minderheit, die nur 5,2 Prozent der Wählerstimmen erhielt, beansprucht zwei von acht, also 25 Prozent der Ministerien, und zwar das Kultus- sowie das Landwirtschafts- und Umweltministerium, womit der Verbotspartei die Jagd- und Agrarpolitik zu 100 Prozent als Spielwiese überlassen wird.

Die Koalitionsvereinbarungen sollen in der kommenden Woche auf Parteitagen abgesegnet werden. Die bisherige schwarz-rote Koalition von CDU und SPD in Sachsen-Anhalt konnte nicht fortgesetzt werden, weil die SPD mit 10,9 Prozent etwas mehr als die Hälfte der Wählerstimmen eingebüßt hat und nur noch auf 10,6 Prozent kommt. Zweitstärkste Partei nach der CDU mit 29,8 wurde die AFD mit 24,3 Prozent, mit der aber keine der anderen Parteien koalieren möchte. SE

Beitragsbild: Flagge Kenias. Quelle: Wikipedia.

Morgen: Jäger-Demo in Magdeburg

Gegen die Verbots-Politik der grünen Minderheit!

Der Landesjagdverband Sachsen-Anhalt ruft kurzfristig zu einer Jäger-Demo in Magdeburg auf. Anlass ist die derzeit stattfindende Regierungsbildung nach der Landtagswahl, bei der die schwarz-rote Regierungskoalition ihre Mehrheit eingebüßt hat. Der LJV Sachsen-Anhalt und der DJV weisen darauf hin, dass sich aufgrund  „schwieriger Koalitionsmöglichkeiten jetzt eine schwarz-rote Regierung mit grüner Beteiligung“ formiert, wie es in einem Sonder-Newsletter des DJV heißt: „Bündnis 90/Die Grünen (5,2 %) beansprucht in den Verhandlungen zwei von acht Ministerien, darunter das Kultusministerium sowie das Landwirtschafts- und Umweltministerium. Hier sind Reformen des Jagdrechts geplant, die unter anderem ein Fangjagdverbot und ein Bleiverbot beinhalten.

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Sachsen-Anhalt: Illegal geschossener Wolf gefunden

Am 27.11.2015 wurde an der Verbindungsstraße der Ortschaften Loburg und Lübars (Landkreis Jerichower Land) ein Wolf tot aufgefunden und an den Wolfsbeauftragten des Landkreises gemeldet. Das teilt das Landesamt für Umweltschutz (LAU) Sachsen-Anhalt mit. Aufgrund des Verdachts einer Straftat wurde vor Ort die Kriminalpolizei hinzugezogen. Das Tier wurde an-schließend durch einen Mitarbeiter des Landesamtes für Umweltschutz umgehend an das Institut für Zoo- und Wildtierforschung Berlin verbracht, wo eine erste Untersuchung den Verdacht einer tödlichen Schussverletzung bestätigte. Für weitergehende Aussagen ist auf die polizeilichen Ermittlungen sowie das noch ausstehende veterinärpathologische Gutachten zu verweisen. PM LAU

Beitragsbild: Die Pressemitteilung des LAU zum erschossenen Wolf.

DNA-Nachweis erbracht: Fohlen in der Oranienbaumer Heide von Wolf angegriffen

Pressemitteilung des Landesamtes für Umweltschutz Musterbeispiel für Orwellsches Neusprech.

Im Juni dieses Jahres wurde auf einem ehemaligen Militärgelände in der Oranienbaumer Heide bei Dessau-Roßlau (Sachsen-Anhalt) ein verletztes, wenige Tage altes Fohlen angetroffen, das Bissverletzungen aufwies. Jetzt ist durch eine DNA-Analyse der Nachweis erbracht worden, dass das Fohlen von einem Wolf verletzt wurde. Das Fohlen wurde bei dem Angriff verletzt, ist inzwischen aber wieder wohlauf. Vermutlich konnten die Alttiere in der Pferdeherde den Wolfsangriff abwehren. Das teilt das Landesamt für Umweltschutz in einer Presseerklärung mit.

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Sachsen-Anhalt: Tollwut bei Fledermaus festgestellt

Eine bei Zeitz (Burgenlandkreis, Sachsen-Anhalt tot aufgefundene Fledermaus hatte Tollwut. Das hatte die Untersuchung des toten Tiers durch das Kreisveterinäramt ergeben, wie die Mitteldeutsche Zeitung berichtete. Die sei deutschlandweit der vierte Fall in diesem Jahr, erklärte Amtsveterinär Steffen Hoffmann gegenüber der MZ. Das Veterinäramt warnt eindringlich davor, tote oder verletzt aufgefundene Fledermäuse anzufassen. Menschen droht keine Gefahr durch angriffslustige, tollwütige Fledermäuse. Zur Ansteckung käme es in der Regel, wenn erkrankte Tiere angefasst werden und zubeißen.

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Sachsen-Anhalt: Wolf soll Reh durch Ortschaft gehetzt haben

In Mühlanger, einem Dorf bei Wittenberg in Sachsen-Anhalt, hat Augenzeugenberichten zufolge ein Wolf am hellichten Tag ein Reh durch die Ortschaft gehetzt. Ein Zeuge schilderte den Vorfall der Mitteldeutschen Zeitung (MZ): Demnach stellte ein Tier, „deutlich größer als ein Husky“, dem Reh am Ortsrand mehrere hundert Meter weit nach. Der Zeuge konnte verfolgen, wie der vermutliche Wolf das Reh durch einen Garten, das Hoftor, über die Straße und einen Bach hetzte. Dann verlor er beide aus den Augen.

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