Schlagwort-Archive: Rosenthaler Rudel

Sachsen: Wolfsfans bewirken Eilantrag – Abschussgenehmigung für Wolf ausser Kraft gesetzt

Die Grüne Liga Sachsen hat einen Eilantrag beim Verwaltungsgericht Dresden gegen den vom sächsischen Umweltministerium genehmigten Abschuss eines Wolfs aus dem Rosenthaler Rudel (JAWINA berichtete) erwirkt. Das Landratsamt Bautzen erklärte daraufhin gegenüber der Sächsischen Zeitung (SZ), vorerst keinen Gebrauch von der erteilten Genehmigung machen zu wollen. Nach Ansicht der Wolfsfans von der Grünen Liga stellt die Abschussgenehmigung einen Präzedenzfall dar, das Vorgehen halten sie für unzulässig. Eine Abschussgenehmigung für einen Wolf sei „unter anderem aufgrund bestehender Alternativen wie Vergrämung und Prävention mit dem europäischen Naturschutzrecht unvereinbar“, erklärte eine Anwältin der Wolfsfreunde gegenüber der SZ: Sämtliche Alternativen seien vorab auszuschöpfen.

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Sachsen: Nabu kritisiert genehmigten Wolfsabschuss

Drohungen gegen „Entnahme-Beauftragte“

Der Nabu Sachsen kritisiert scharf den vom sächsischen Umweltministerium genehmigten Abschuss (JAWINA berichtete) eines Wolfes. In den vergangenen Wochen wurden im Bereich des Rosenthaler Rudels immer wieder von Wölfen sämtliche Herdenschutzmaßnahmen überwunden und zahlreiche Nutztiere gerissen. Der Abschuss darf nur bei der Annäherung eines Wolfs an Nutztiere erfolgen und soll der Erzeugung erlernter Scheu dienen. Die Entscheidung sei „fachlich unbegründet sowie rechtlich nicht haltbar“, befindet hingegen der Nabu Sachsen auf seiner Internetseite. Der Verband prüfe „zeitnah eine Klage“ gegen die Abschussgenehmigung.

Derweil ist unklar, wer die geplante Wolfs-Entnahme überhaupt durchführen soll. Nachdem die örtliche Jägerschaft erklärt hat, dass sie sich an Wolfsabschüssen wegen der Drohungen militanter Tierfreunde nicht mitwirken wolle, muss die zuständige Verwaltung des Landkreises Bautzen nun Verantwortliche benennen.

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Bautzen: Landrat beantragt Wolfsabschuss

Ministerium muss noch Einvernehmen erklären

Der Landrat der sächsischen Kreisstatdt Bautzen, Michael Harig, hat am Freitag den Abschuss von problematischen Wölfen des Rosenthaler Rudels beantragt. Der entsprechende Antrag sei am 8. September an das Sächsische Umweltministerium gesendet worden, teilt das Landratsamt mit. Der Antrag enthält demnach neben dem naturschutzrechtlichen Einvernehmen der Unteren Naturschutzbehörde auch die Genehmigung zum Abschuss durch die Untere Jagdbehörde. Bevor der Wolf tatsächlich entnommen werden kann, muss das Ministerium jedoch sein Einvernehmen erklären.

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Sachsen: Diskussion um Wolfsabschüsse

„Entfernung eines Wolfes oder mehrerer Wölfe kann als letztes Mittel ergriffen werden“, heißt es in einer Pressemitteilung des „Kontaktbüros Wolfsregion Lausitz“ zum Herdenschutz im Bereich des Rosenthaler Wolfsrudels. Nutztierhalter werden aufgefordert, den Herdenschutz zu intensivieren. Die „Aktionsgruppe Wolf“ im LJV Sachsen unterstützt Forderungen des Bautzener Landrats nach Wolfsabschüssen in dem Gebiet, wie die Sächsische Zeitung berichtet.

Im folgenden die PM des Kontaktbüros im Wortlaut: „Im Bereich des Rosenthaler Wolfsrudels kam es vermehrt zu Übergriffen auf Schafe. Neben ungeschützten bzw. nicht ausreichend geschützten Tieren, waren auch solche, die nach den Anforderungen zur Gewährung von Schadenausgleichzahlungen (Mindestschutz) geschützt waren, betroffen. In letzteren Fällen wurden in den beiden Vorjahren vor allem Elektrozäune aber auch Festzäune überwunden. Um dieser Entwicklung entgegen zu wirken, wurden im letzten Jahr die Schaf – und Ziegenhalter in der Region des Rosenthaler Rudels darauf hingewiesen, ihre Zäune zu kontrollieren und gegebenenfalls an den empfohlenen Herdenschutz anzupassen. Zugleich wurde „Flatterband“ (Breitbandlitze), welches ca. 20 – 30 cm über den Zaun gespannt wird, an die Tierhalter ausgegeben.

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Landkreis Bautzen: Übergriffe auf Schafe – Schutzmaßnahmen wirkungslos

In den letzten vier Wochen gab es im Raum Königswartha, Puschwitz und Wittichenau (Landkreis Bautzen) 16 gemeldete Übergriffe von Wölfen auf Schafe, wie das „Kontaktbüro Wolfsregion Lausitz“ meldet. Die Übergriffe fanden im Territorium des Rosenthaler Rudels statt. Es handelte sich dabei sowohl um nicht oder unzureichend geschützte Schafe, als auch um Schafe die nach den geforderten Mindestschutzstandards gesichert waren, wie das Kontaktbüro einräumt. In einigen dieser Fälle wird davon ausgegangen, dass der oder die Wölfe den Elektrozaun übersprungen haben.

Im Territorium des Rosenthaler Rudels (siehe Karte) sei es daher nun erforderlich Elektrozäune durch die Anbringung eines „Flatterbandes“ (Breitbandlitze), welches ca. 20 – 30 cm über den Zaun gespannt wird, zusätzlich zu sichern. Diese zusätzliche Schutzmaßnahme ist, so das Kontaktbüro, „voraussichtlich für die Dauer eines Jahres notwendig.“ Das benötigte Material (Breitbandlitze, Weidepfähle) kann kostenfrei bei der Biosphärenreservatsverwaltung ausgeliehen werden. Kontakt: Herr Klingenberger, Tel. 035932/36531, E-Mail: andre.klingenberger@smul.sachsen.de

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